Wilke Jens

Vorsicht vor Danaergeschenken!

von Wilke Jens am 20.03.2012 in Beratung, Gründerservice & Apo-Übernahme

Aus der griechischen Mythologie rund um Troja und das trojanische Pferd wissen wir, dass Geschenke durchaus unheilvoll sein können. Wachsamkeit und gesunde Skepsis gegenüber verlockenden Angeboten jeglicher Art sind daher insbesondere bei KollegInnen beim Schritt in die Selbständigkeit angebracht.

Prominentes Beispiel: „Apotheken-EDV“. Jeder Apothekenbetrieb benötigt sie, die sogenannte „Stützung“ der EDV (Hard- und Software) durch Lieferanten ist daher eine Konstellation, die am Markt häufig vorgefunden wird.

Der berechtigter Glaube seitens des Käufers, dass so alles in der Organisation viel unkomplizierter zu regeln sei, dass dem Gründer sicherlich nur das betriebswirtschaftlich optimalste empfohlen wird und dass der Lieferantenpartner doch sicher auch ob seiner Größe viel bessere Konditionen beim Einkauf von Hardware erzielen könne, trüben den Blick auf die Wirklichkeit, die meist erst später ans Tageslicht tritt.

Die Konsequenzen:

  1. Abhängigkeitsverhältnis      über mehrere Jahre (zum Teil deutlich über die Abschreibungszeit der Investition hinaus!)
  2. deutlich schlechtere Position bei anderen Verhandlungsthemen
  3. betriebswirtschaftlicher  Schaden in der Gesamtbetrachtung durch deutlich schlechtere Konditionen (mehrere Prozentpunkte) in der Belieferung (auch unter Berücksichtigung von Gutschriften, die für die „EDV-Stützung“      gewährt werden)

 3 Regeln, die speziell Neugründer daher dringend beachten sollten:

  1.  genauen, realistischen Finanzierungs– und Kapitalbedarf ermitteln und überprüfen lassen
  2. Vorteilsangebote“ kritisch durchrechnen und hinterfragen
  3. Abhängigkeiten jeglicher Art mit aller Kraft von Beginn verhindern

Unternehmer zu sein, bedeutet auch frei zu sein. Für diese Freiheit lohnt es sich, kritisch zu sein! Nachrechnen lohnt sich immer – gerne unterstützen wir Sie hierbei



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