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Arzneimittel-Großhandel warnt vor Verschlechterung der Arzneimittelversorgung

Branchen News vom 18.05.2018

PHAGO kritisiert die Empfehlung der Bundeswettbewerbsbehörde zur Liberalisierung des Apothekenmarktes

(Wien/OTS) – Der Verband der österreichischen Arzneimittelvollgroßhändler PHAGO kritisiert die aktuelle Empfehlung der Bundeswettbewerbsbehörde zur Liberalisierung des Apothekenmarktes. Diese berücksichtigt nicht, dass der Arzneimittelmarkt kein Wettbewerbsmarkt ist. Vielmehr steht die flächendeckende Versorgung der Patienten mit Arzneimitteln im Vordergrund. In Österreich ist das aufgrund der Topographie eine logistische Herausforderung.

PHAGO-Präsident Andreas Windischbauer betont: „Derzeit schaffen es Apotheker und Großhandel gemeinsam, eine gut funktionierende Arzneimittelversorgung der Bevölkerung aufrecht zu erhalten. Der Großhandel garantiert, dass er binnen 2 Stunden an jeden Ort Österreichs Medikamente liefern kann. Sollten diese Empfehlungen umgesetzt werden, droht eine Verschlechterung der Arzneimittelversorgung.“

Ein liberalisierter Zugang zum Apothekenmarkt würde zwar viele neue Apotheken bringen. Diese müssen sich aber auf die Städte sowie stark frequentierte Gebiete konzentrieren, die Verteilung würde sich nämlich nicht mehr wie jetzt an der Wohnbevölkerung orientieren, sondern an rein ökonomischen Aspekten. Ein Blick in das Nachbarland Deutschland, in dem es kein Bedarfssystem für Apotheken gibt, bestätigt diese Befürchtung. Insbesondere die Patienten in ländlichen Gebieten hätten dann nicht mehr den gleichen Zugang zu Arzneimitteln wie Menschen in der Stadt, prognostiziert der PHAGO-Präsident. Andreas Windischbauer abschließend: „Das kann nicht im Sinne der Gesundheitspolitik sein kann.“

PHAGO ist eine freiwillige Interessenvertretung des österreichischen Arzneimittel-Vollgroßhandels. Dessen wichtigste Aufgabe ist die Sicherstellung der Arzneimittelversorgung für Österreich. Als Rückgrat der Arzneimittelversorgung kümmert sich der Großhandel um die Planung, Abwicklung und Auslieferung von 20 Millionen Arzneimitteln, die jedes Monat von der Industrie in die Apotheke gebracht werden müssen. Der pharmazeutische Großhandel garantiert, dass der nationale Arzneimittelvorrat stets bereitgestellt werden kann und Arzneimittel vor Ort sind, wenn sie rasch benötigt werden.

Rückfragehinweis:

PHAGO
Mag. Britta Blumencron
Gesundheitskommunikation
Tel: 0699/10112223
britta@blumencron.at

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Apotheken: Wettbewerb als Gefahr für die Gesundheit der Menschen

Branchen News vom 18.05.2018

Apothekerkammer kritisiert „Kurzsichtigkeit“ einer aktuellen Branchenuntersuchung

(Wien/OTS) – „Wer die Qualität unseres Gesundheitssystems ausschließlich mit den Regeln des Wettbewerbs misst, der spielt mit der Gesundheit, im schlimmsten Falle sogar mit dem Leben von Patienten“, erklärt die Präsidentin der Österreichischen Apothekerkammer Mag. pharm. Dr. Ulrike Mursch-Edlmayr und rückt damit das Ergebnis einer Branchenuntersuchung der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) zum Thema „Wettbewerbspotential im Apothekenmarkt“ ins richtige Licht. In der Untersuchung ist von „positiven Auswirkungen für die Konsumenten“ im Falle einer freien Apothekenniederlassung die Rede. Dabei seien eine „Steigerung der Zahl der Apotheken“ sowie ein „besserer Zugang zu Arzneimitteln für Konsumenten“ zu erwarten.

Dieser Prognose tritt Mursch-Edlmayr vehement entgegen. „Es ist ein Faktum, dass unkontrollierte Apothekenniederlassung die ausgewogene Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln negativ beeinträchtigt.“

„Als Beispiel dient Deutschland“, ergänzt Mag. pharm. Christian Wurstbauer, selbständiger Apotheker und Vizepräsident der Österreichischen Apothekerkammer. „Dort führte die freie Niederlassung zu einer Konzentration von Apotheken in hochfrequenten Lagen, wie etwa in der Innenstadt oder in Einkaufszentren. Die Anzahl der ‚Versorgungsapotheken‘ im ländlichen Raum ist zurückgegangen und hinterlässt riesige Lücken in der flächendeckenden, wohnortnahen Arzneimittelversorgung in Deutschland. Es ist auch absurd, versorgungsorientierte Apothekenunternehmen als ineffizient zu bezeichnen. Das beweist die Kurzsichtigkeit der Wettbewerbsbehörde bei ihrer einseitigen Betrachtung des österreichischen Apothekensystems“, so Wurstbauer.

„Die Erwartungen, die an eine Liberalisierung im Apothekenwesen geknüpft werden – insbesondere ein besserer Zugang zu Medikamenten und niedrige Preise von rezeptfreien Arzneimitteln – werden, wie internationale Studien belegen, nicht erfüllt“, betont Mursch-Edlmayr.

„Auch die Annahme, dass mehr Wettbewerb zu besserer Beratung führt, ist nicht nur naiv, sondern einfach falsch. Mehr Wettbewerbsdruck zwingt die Apothekenunternehmen, Fachpersonal einzusparen und darüber hinaus den Verkauf über die Beratung zu stellen. Das kennen wir aus anderen Branchen“, ergänzt Vizepräsident der Österreichischen Apothekerkammer und Chef der Angestelltenvertretung VAAÖ, Mag. pharm. Raimund Podroschko.

„BWB-Generaldirektor Dr. Theo Thanner fordert die freie Apothekenniederlassung. Das zeigt, dass er die gesundheitspolitischen Funktionen und Ziele der bedarfsgerechten Apothekenverteilung in Österreich nicht genügend berücksichtigt. Sie zielt darauf ab, eine geographisch ausgeglichene, wohnortnahe und flächendeckende Medikamentenversorgung durch Apotheken sicherzustellen“, so Wurstbauer weiter.

„Eine europäische Vergleichsstudie von Apothekensystemen in deregulierten Ländern wie England, Irland, den Niederlanden, Norwegen sowie Schweden und regulierten Ländern, darunter Dänemark, Finnland, Spanien und Österreich zeigt, dass sich Liberalisierung nicht positiv auf die bessere Versorgung auswirkt“, gibt Podroschko zu bedenken.

Wurstbauer ergänzt: „Die gegenteilige Aussage der BWB ohne konkrete Nennung der Quelle ist unprofessionell und irreführend. Wie wurde da recherchiert?“, fragt der Vizepräsident bezugnehmend auf die oberflächlichen Aussagen der Branchenuntersuchung. Auch öffne die in dem Bericht empfohlene Deregulierung des Apothekenmarktes der Machtkonzentration durch einige wenige Akteure Tür und Tor.

„In der von der BWB als ideal skizzierten Wettbewerbssituation werden Apotheken keine betriebswirtschaftlich unrentablen, aber für die Patienten wichtigen Dienstleistungen erbringen können. Diese vom Gesundheitssystem übertragenen Verpflichtungen nehmen jedoch weiter zu. Ich nenne nur die Stichworte Betriebspflicht, Bereitschaftsdienst und Mitwirkung an der Drogenersatztherapie“, so Podroschko. Keine der Erwartungen, die in dem von der Bundeswettbewerbsbehörde vorgelegten Papier an eine Liberalisierung im Apothekenwesen geknüpft werden – insbesondere ein besserer Zugang zu Medikamenten und niedrigere Preise von rezeptfreien Arzneimitteln – würde im Falle einer Realisierung erfüllt werden, gibt der Vizepräsident zu bedenken.

Präsidentin Mursch-Edlmayr ist enttäuscht: „Die Branchenuntersuchung stellt ausschließlich auf kommerzielle Faktoren ab, lässt das Wichtigste aber vollkommen außer Acht: Und das sind die Therapiesicherheit und die Gesundheit der Menschen.“

Rückfragehinweis:

Österreichische Apothekerkammer
Presse und Kommunikation
Mag. Elisabeth Ort, Wolfgang Müller, MA, MSc
Tel.: 01 404 14 – 600
Mobil: 0664 1615849
E-Mail: presse@apothekerkammer.at

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BWB untersucht Apothekenmonopol: Rückenwind für dm beim Verkauf rezeptfreier Arzneimittel

Branchen News vom 18.05.2018

(Salzburg/Wals/OTS) – Rückenwind rund um das Anliegen, rezeptfreie Arzneimittel (OTC) in der Drogerie verkaufen zu dürfen, erhält dm drogerie markt heute seitens der Bundeswettbewerbsbehörde: Im Rahmen der „Branchenuntersuchung Gesundheit“*) wurden in einem ersten Teilbericht zum Apothekenmarkt weitreichende Liberalisierungen unter anderem beim Vertrieb von OTC empfohlen – mit der Zielsetzung, durch mehr Wettbewerb bessere Preise und mehr Transparenz für die Konsumenten sowie mehr Qualität in der Beratung zu erreichen.

Die Bundeswettbewerbsbehörde stellt dabei klar, dass sie einer schrankenlosen Freigabe bis hin zu Supermärkten und Tankstellen kritisch gegenübersteht, dass den Drogisten jedoch – wie bereits im Arzneimittelgesetz grundsätzlich vorgesehen – eine besondere Rolle zukommt. Das entspricht auch unserer Argumentation, dass wir mit unseren über 1.200 ausgebildeten Drogisten eine hervorragende Basisberatung sicherstellen können“, betont dm Geschäftsführer Harald Bauer. „Darüber hinaus beinhaltet das dm Konzept eine Beratung durch Pharmazeuten am Telefon oder über Online-Kanäle, genauso wie das auch Apotheken bei der Versandbestellung von OTC-Produkten handhaben.“

Die Sichtweise der BWB deckt sich mit der Wahrnehmung der Konsumenten: Nach einer Studie von MAKAM Research kann sich die Mehrheit der Österreicher vorstellen, rezeptfreie Arzneimittel in der Drogerie zu kaufen. Andere potentielle Abgabestellen werden hingegen von einer sehr geringen Anzahl an Konsumenten für geeignet angesehen.

Die Interessensvertreter der Apotheker argumentieren laufend damit, dass eine OTC-Liberalisierung nicht zu besseren Preisen für die Verbraucher führen würde und dass ein großer Teil der Apotheken dadurch in ihrer wirtschaftlichen Existenz gefährdet wäre. „Beide Behauptungen wurden von der Bundeswettbewerbshörde als unabhängiger Institution nun klar widerlegt“, stellt Harald Bauer fest. Von einer Liberalisierung erwartet sich die BWB, „dass die Apotheken mit den neuen Abgabestellen in einen Qualitätswettbewerb treten werden, insbesondere was die Beratungsleistung betrifft.“

dm hatte bis dato nur die Möglichkeit, sich auf die sachlich nicht gerechtfertigte Gleichheitswidrigkeit zulasten der Drogerie zu berufen und in aufwändigen Verfahren eine Entscheidung durch den Verfassungsgerichtshof herbei zu führen. „Die Empfehlungen der Bundeswettbewerbsbehörde stellen einmal mehr klar, dass es keinesfalls nur um eine unsachliche Benachteiligung der Drogerien geht, sondern um die berechtigten Interessen der Verbraucher. Wir gehen davon aus, dass die Bundesregierung und der Gesetzgeber diese Empfehlungen aufgreifen und von sich aus für mehr Wettbewerb im Vertrieb von rezeptfreien Arzneimitteln sorgen werden, ohne dass es dazu einer Entscheidung der Verfassungsrichter bedarf“, so dm Geschäftsführer Bauer.

*) BWB (2018). Branchenuntersuchung Gesundheit. Teilbericht I: Der österreichische Apothekenmarkt, BWB/AW-431, Wien.

Rückfragehinweis:

Mag. Stefan Ornig
Pressesprecher dm drogerie markt Österreich

movea marketing GmbH & Co KG
Ernst-Grein-Straße 5
5026 Salzburg
Tel.: 0662/64 35 79-0
E-Mail: presse@dm.at

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Impfen: Gesundheitspersonal doppelt gefordert

Branchen News vom 26.04.2018

Wien (OTS) – In der Welt-Impfwoche vom 24. bis 30. April wird das Thema Impfen von allen Seiten beleuchtet und besprochen. Ziel ist es, die Durchimpfungsraten in der jeweils relevanten Bevölkerungsgruppe zu steigern und so mehr Menschen vor impfpräventablen Infektionskrankheiten zu schützen. Eine ganz wichtige Rolle spielt in diesem Zusammenhang das Gesundheitspersonal. Ärzte, Krankenpfleger, Therapeuten und Apotheker sind diejenigen, die Patienten über Nutzen und Risiken von Impfungen aufklären und zur Impfung motivieren sollen. Mehr als bei anderen Berufsgruppen ist aber auch der eigenen Impfstatus wichtig. Einerseits, um Vorbild für die eigenen Patienten zu sein und andererseits, um genau diese vor einer Ansteckung durch das sie betreuende Personal zu schützen. Zeit, über Maßnahmen nachzudenken, wie beide Aspekte verbessert werden können.

Trotz der vielen Erfolge, die durch Impfprogramme erreicht wurden, gibt es auch bei uns eine kleine Gruppe von Impfgegnern und eine größere Gruppe von Impfskeptikern. Während erstere kaum zu überzeugen ist, ist die zweite Gruppe meist noch für Argumente zugänglich. „Und genau diese Gruppe müssen wir durch gezielte Aufklärungsarbeit erreichen. Gerade Ärzte haben eine moralische Verpflichtung ihre Patienten objektiv und verständlich über Nutzen und Risiken aller in Frage kommenden Impfungen aufzuklären“, ist Ursula Köller, Vorsitzende der Arbeitsgruppe „Impfen“ der Österreichischen Bioethikkommission, überzeugt. Außerdem müssten viele andere einfach nur immer wieder auf anstehende Impfungen aufmerksam gemacht werden, so die Expertin. Auch hier käme den Ärzten eine entscheidende Bedeutung zu.

Vorbild Arzt

Trotz aller Impfskepsis wird Fachkräften im Gesundheitsbereich wie Ärzten oder Apothekern im Zusammenhang mit Impfungen immer noch am meisten vertraut. Studien zeigen, dass Ärzte, die selbst geimpft sind, auch eher ihren Patienten dazu raten. Die persönliche Einstellung des Arztes spielt ebenfalls eine Rolle. Eine uneingeschränkt positive Einstellung überträgt sich auch auf die Patienten beziehungsweise im Fall von Kindern, auf deren Eltern. Weitere Indikatoren dafür, dass Ärzte Impfempfehlungen aussprechen, sind: Ausreichend Bewusstsein und Wissen über die vorhandenen Impfmöglichkeiten, Akzeptanz und Unterstützung der Impfung durch Kollegen und die Gesellschaft sowie ausreichend Selbstvertrauen und Know-how, um sich auf Patientengespräche über Nutzen und Risiken von Impfungen einzulassen.

Impfstatus in jedem Gespräch überprüfen

Laut WHO sollte jedes Arzt-Patienten-Gespräch dazu genützt werden, auch den Impfstatus zu überprüfen. „Ergänzend wird auch in den Apotheken oft darüber gesprochen“, berichtet Dr. Christiane Körner, Präsidentin des Vereins zur Förderung der Impfaufklärung (VFI) und selbst Apothekerin.  „Viele Mythen können dadurch entkräftet werden.“ In anderen Ländern wie in Großbritannien, Irland oder den USA wird sogar in Apotheken geimpft. „Die ersten Erfahrungen zeigen, dass dadurch sogar die Durchimpfungsraten gesteigert werden konnten“ so Körner.

Unterstützung notwendig

„Egal wer nun die tatsächliche Impfung durchführt, es braucht jedenfalls Unterstützungsmaßnahmen für das gesamte Gesundheitspersonal“, so Körner. Dazu gehören Aufklärungskampagnen durch die öffentliche Hand, um überhaupt einmal die Aufmerksamkeit der Bevölkerung auf die Notwendigkeit von Impfungen zu lenken. Die Einführung des elektronischen Impfpasses würde außerdem die Überprüfung des Impfstatus wesentlich erleichtern. Und auch Fortbildungsmaßnahmen durch objektive Experten, gerade auch im Hinblick auf den Umgang mit Impfskeptikern sowohl für Ärzte als auch für Apotheker und das Pflegepersonal sind von essenzieller Bedeutung. Nur wer selbst sattelfest ist, kann auch andere überzeugen.“

Gesundheitspersonal oft selbst nicht geimpft

Neben der adäquaten Aufklärung ihrer Patienten haben Personen, die im Gesundheitsbereich arbeiten, aber vor allem die Verpflichtung, diese nicht anzustecken. Was so logisch klingt, ist aber bei weitem keine Selbstverständlichkeit, denn die Durchimpfungsraten beim Gesundheitspersonal in Österreich sind keineswegs gut. Und das, obwohl immer wieder Fälle bekannt werden, in denen sich entweder Patienten beim Gesundheitspersonal anstecken oder umgekehrt. 2015 erkrankten in Österreich beispielsweise Personen aus dem Pflegebereich an Masern. Eine Studie aus Frankreich zeigt, dass eine Influenza-Impfung des Pflegepersonals in Spitälern und Seniorenheimen die Sterberate der Senioren um etwa 20 Prozent reduziert und die Krankenstände beim Personal um 42 Prozent senkt. Dennoch weisen Pflegepersonal und Menschen in therapeutischen Berufen Durchimpfungsraten von weniger als einem Drittel auf. Die Gründe für die Nicht-Impfung sind in dieser Gruppe übrigens ähnlich wie bei der Normalbevölkerung: Angst vor Nebenwirkungen, die Befürchtung durch die Impfung erst recht krank zu werden und der Glaube daran, dass man selbst nicht erkrankt. Im Vergleich dazu dominieren bei Ärzten eher organisatorische Gründe, Vergessen und Zeitmangel als Erklärung dafür, nicht geimpft zu sein.

„Grundsätzlich sollten daher bei allen Personen, die neu in diesem Bereich arbeiten, die Impfdokumente überprüft und Impfungen gegebenenfalls ergänzt werden“, so Köller. „Auch wenn mittlerweile in bestimmten Bereichen wie in der Neonatologie nur noch geimpftes Personal eingesetzt wird und in manchen Spitälern die Impfvorschriften verschärft wurden, sollten weitere Maßnahmen ergriffen werden, um die Durchimpfungsraten zu erhöhen. Dazu gehören vor allem der leichte und kostenfreie Zugang zu Impfstoffen direkt am Arbeitsplatz sowie – je nach Bedarf – entsprechende Fortbildungsmaßnahmen vor allem im Bereich der Pflege.“ In Spitälern anderer Länder wurden laut Studien auch gute Erfahrungen damit gemacht, von nicht geimpften Mitarbeitern das Tragen von Masken zu verlangen oder das Ablehnen von Impfungen zu unterschreiben.

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European Immunization Week: Durchimpfungsraten müssen weiter verbessert werden

Branchen News vom 26.04.2018

Wien (OTS) – Wie erfolgreich Impfungen und Impfprogramme sein könn(t)en, zeigt sich am Beispiel der Masern. Vor Einführung der Impfung in den 1960-er Jahren starben jährlich etwa 2,6 Millionen Personen an den Folgen dieser Infektionskrankheit. 2016 waren es dank Impfung erstmals weniger als 100.000. Dennoch könnte sie bereits ausgerottet sein, wenn die weltweite Durchimpfungsrate hoch genug wäre. Das gilt auch für die EU und Österreich. Ein Problem, das es auch bei anderen Impfungen gibt. Genau darauf macht neben der WHO auch das European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC) in der European Immunization Week von 23. bis 29. April aufmerksam. Der Verein zur Förderung der Impfaufklärung (VFI) wünscht sich auch in Österreich eine Reihe von Maßnahmen, um die Durchimpfungsraten weiter zu verbessern.

Beispiel Masern

2017 wurden in Österreich 95 Masernfälle gemeldet. Und das, obwohl die kombinierte Masern-Mumps-Röteln-Impfung im Gratis-Kinderimpfprogramm enthalten ist und jeder Erwachsene, der nicht oder nicht ausreichend geimpft ist, dies gratis nachholen kann. Um die Masern langfristig hintanhalten zu können, braucht es eine Durchimpfungsrate von 95 Prozent mit zwei Dosen. Diese ist derzeit nicht erreicht. Mit Hilfe eines aufwendigen mathematischen Simulationsmodells, in das Daten aus verschiedenen Quellen eingearbeitet wurden, konnte 2016 errechnet werden, dass unter anderem in der Altersgruppe der zwei- bis fünfjährigen Kindern nur 92 Prozent geimpft waren, weitere 10 Prozent davon nur mit einer Impfdosis. Auch in anderen Altersgruppen wurden Impflücken gefunden. Mit diesem Know-how können und wurden auch bereits Gegenmaßnahmen eingeleitet. Den Erfolg wird man in den nächsten Jahren beurteilen können.

Elektronischer Impfpass dringend benötigt

Anhand dieses Beispiels sieht man, wie kompliziert es sein kann, Durchimpfungsraten zu errechnen und Impflücken zu erkennen. Bei anderen impfpräventablen Krankheiten liegen dazu kaum Daten vor. Die errechneten Durchimpfungsraten bei Influenza werden beispielsweise nur anhand der abgegebenen Impfdosen der Hersteller geschätzt. Um, wie bei Masern, gezielte Maßnahmen einleiten zu können, braucht es aber fundierte Daten. „Diese können nur durch die Einführung eines elektronischen Impfpasses gewährleistet werden. Zumindest aber brauchen wir die Eintragung der Impfungen in die Elektronische Krankheitsakte (ELGA)“, fordert Dr. Christiane Körner, Präsidentin des VFI.

Schulimpfprogramm verbessern

Eine weitere Maßnahme könnte am Schulimpfprogramm ansetzen. Dieses setzt Teile des Gratis-Kinder-Impfkonzepts um, in dem viele wichtige Impfungen enthalten sind, die im Kindesalter laut Impfplan empfohlen sind. Die genaue Vorgangsweise dabei kann jedoch von Bundesland zu Bundesland und sogar von Schule zu Schule variieren. „Das kann an manchen Schulen auch zu Lasten der Qualität gehen“, befürchtet Körner. „Besser wäre eine bundesweite Vereinheitlichung des Schulimpfsystems und der Impfstrategien in Schulen mit dem Ziel einen möglichst niederschwelligen Zugang zu Impfungen für alle Kinder zu gewährleisten.“ Verbesserungspotenzial gäbe es ihrer Meinung nach aber noch bei einem weiteren Punkt des Schulimpfgrammes. Dieser betrifft die aktiven Einverständniserklärungen, die Eltern abgeben müssen, damit die Impfungen überhaupt durchgeführt werden können. „In anderen Ländern gibt es die umgekehrte Regelung, nach der Eltern der Impfung ihrer Kinder ausdrücklich widersprechen müssen“, erläutert Körner. „Verschiedene Daten weisen darauf hin, dass so die Durchimpfungsraten weiter gesteigert werden könnten. Daher könnte das auch für Österreich eine gute Option sein.“

Unterstützung für Ärzte und Patienten

Das ECDC hat bereits 2012 drei Punkte aufs Tapet gebracht, um den Patienten den Weg zum Erhalt nicht nur der Masern-, sondern aller notwendigen Impfungen, zu erleichtern. Dazu gehört auch eine gute Kommunikation zwischen Arzt und Patient. Laut ECDC notwendig wären ausführliche Gespräche, in denen Eltern und Patienten ihre Bedenken und Sorgen äußern können und auf die der Arzt dann individuell eingehen kann. „Dazu braucht es aber die geeigneten Rahmenbedingungen“, so Körner. Ebenfalls festgestellt wurde, dass Ärzte oft zu wenig Zeit für derartige Gespräche haben. „Eine mögliche Abhilfe wäre, wenn Impfungen und Impfgespräche abseits der sonstigen Arztbesuche stattfinden würden, in denen es ja meist primär um ein anderes Gesundheitsproblem der Patienten geht. Impfungen könnten ja auch am Arbeitsplatz durch Betriebsärzte oder andere speziell dafür zuständige Ärzte verabreicht werden, Informationen und Impfstoffe gibt es in jeder Apotheke“, so die VFI-Präsidentin. Auf diese Art und Weise bliebe mehr Zeit für das ärztliche Gespräch rund um die Impfung selbst und gleichzeitig wäre es auch für die Patienten leichter, an die Impfungen zu gelangen. Ein Aspekt, der übrigens auch vom ECDC ins Treffen geführt wird.

Der dritte Punkt, der vom ECDC vorgeschlagen wird, betrifft den Fokus der Impfdiskussionen: Wesentlich sei hier das Thema Schutz durch Impfung, sowohl der eigene als auch der von anderen. Dieses müsste adäquat transportiert werden. „Hier benötigen wir zusätzliche Unterstützung durch die öffentliche Hand“, betont Körner. „Glaubwürdig ist eine Information dann, wenn sie aus glaubwürdiger Quelle kommt. Das sind einerseits staatliche Institutionen und andererseits Ärzte und Apotheker. Wir brauchen also mehr Impfkampagnen, die vom Gesundheitsministerium oder den Ländern finanziert werden sowie Unterstützung für das Gesundheitspersonal in Form von Weiterbildungsmaßnahmen.“

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Zeckensaison: Folgen von FSME und Borreliose in UNIQA Unfallversicherung gedeckt

Branchen News vom 25.04.2018

Wien (OTS) – Die Zeckensaison hat wieder begonnen. Das warme und zugleich feuchte Wetter der vergangenen Tage ist ideal für Zecken. Zwar führt nicht jeder Zeckenstich zu einer Erkrankung, trotzdem bergen Zecken ein ernstes Gesundheitsrisiko. Denn durch ihren Speichel übertragen sie Krankheitserreger, die beim Menschen schwere Erkrankungen wie FSME und Borreliose auslösen können.

Unfallversicherung mit Zeckenschutz

Der UNIQA Versicherungsschutz sichert bei einer FSME oder Borreliose-Erkrankung gleich doppelt ab: Zum einen übernimmt UNIQA bei Unfallversicherungs-Neuverträgen und Konvertierungen im Rahmen des UnfallPLUS24Service auch die Kosten einer FSME Impfung innerhalb von drei Jahren. Bei Familienunfallversicherungen auch für alle versicherten Familienmitglieder. Falls Sie durch eine schwere Verlaufsform dauerhafte körperliche Schäden davontragen, sind Sie durch eine einmalige Kapitalleistung – abhängig von der Versicherungssumme und Schwere der Beeinträchtigung – finanziell abgesichert.

So senken Sie das Risiko für eine Erkrankung durch Zeckenstiche

Wenn eine Zecke sticht, gibt es einige Tipps, um Krankheiten wie FSME und Borreliose frühzeitig zu erkennen und zu behandeln:

FSME-Impfung
„Die Impfung schützt vor der Infektion mit dem FSME-Erreger und ist in Österreich generell für alle empfehlenswert“, so UNIQA Arbeitsmediziner Dr. Peter Kritscher. Nach der Grundimmunisierung aus drei Impfungen wird der Impfschutz alle fünf Jahre – ab 60 Jahren alle drei Jahre – aufgefrischt. „Antikörper-Bestimmungen, also  ‚Titer-Tests‘,  sind nur in Ausnahmefällen sinnvoll. Besser ist es, die empfohlenen Impfintervalle einzuhalten, dann ist man vor einer FSME Erkrankung geschützt“, so Kritscher.

Achtung: Nach dem Stich ist es für eine FSME-Grundimmunisierung zu spät, und es gibt keine Behandlungsmöglichkeit einer FSME Infektion. Gegen Borreliose, die zunächst zu einem ringförmigen Hautausschlag führt, gibt es keine Schutzimpfung. Die Erkrankung lässt sich aber mit Antibiotika behandeln. „Suchen Sie daher unbedingt einen Arzt auf, wenn sich die Stelle um den Zeckenstich rötet“, empfiehlt Kritscher.

Insektenschutzmittel

Sogenannte „Repellents“, die auf die Haut aufgetragen werden, halten Zecken fern und bieten so einen gewissen Schutz. Die Wirkung hält etwa 2–3 Stunden an. Wichtig ist, den gesamten Körper zu behandeln.

Kleidung und regelmäßiges Absuchen
Zecken stechen selten sofort zu. Sie krabbeln auf dem Körper umher, bis sie eine geeignete Stelle finden, in die sie ihre Mundwerkzeuge versenken können. Tragen Sie daher bei Wanderungen im Wald wenn möglich festes Schuhwerk und geschlossene Kleidung. „Wer sich schon im Vorhinein helle Kleidung anzieht, sieht Zecken, die am Gewand sind, leichter“, empfiehlt Kritscher. Suchen Sie nach dem Aufenthalt im Freien Kleidung und Haut gründlich ab. Besonders beliebte Körperstellen für Zecken sind: Kopf, Haare, Hals, Nacken, Kniekehlen, Achselhöhlen und der Genitalbereich.

Zecken sofort entfernen

Am besten lassen sich Zecken mit einer Zeckenzange entfernen, die in der Apotheke oder im Drogeriemarkt erhältlich ist. „Anschließend sollte man die Stichstelle mit einem Wunddesinfektionsmittel gut desinfizieren“, empfiehlt Kritscher. Auf keinen Fall sollte man Öl, Wachs oder Klebstoff auf die Zecke tropfen. Das reizt die Zecke und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass sie Speichel und somit möglicherweise Krankheitserreger in die Wunde abgibt. Nach der Entfernung dürfen keine Reste in der Haut bleiben. Sollte der Kopf abreißen und sich nicht entfernen lassen, sollte ein Arzt aufgesucht werden, da in diesem Fall Infektionen sehr wahrscheinlich sind.

Weiterführende Informationen zu Zeckenstichen und einen online Prämienrechner für eine Unfallversicherung bei der UNIQA finden Sie unter https://bit.ly/2HoiSXU.

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PRAEVENIRE 2018: Rückblick auf ein erfolgreiches Gesundheitsforum mit Praxisbezug

Branchen News vom 25.04.2018

Wien (OTS) – Das PRAEVENIRE Gesundheitsforum Seitenstetten fand vom 18. bis 20. April 2018 zum dritten Mal statt. Mehr als 20 Experten aus dem Gesundheitswesen und über 200 Gäste leisteten in diesen Tagen ihren Beitrag zur Stärkung der Gesundheitskompetenz der Bevölkerung. Erstmalig fand im Vorfeld der Veranstaltung ein Bürgerforum mit hochrangigen Experten aus dem Gesundheitswesen zum Thema Onkologie statt. Neben den Ergebnispräsentationen der PRAEVENIRE-Gemeindeprojekte des vergangenen Jahres bildeten Themen wie wohnortnahe Versorgung, Multiple Sklerose, Demenz, Digitalisierung im Gesundheitswesen und kardiovaskuläre Erkrankungen Schwerpunkte des heurigen Forums.

Am Vorabend zur Veranstaltung fand als Novum des PRAEVENIRE Gesundheitsforum Seitenstetten ein Bürgerforum statt, bei dem die Gäste in einer moderierten Diskussion mit Experten wie dem Leiter der Universitätsklinik für Chirurgie der Medizinischen Universität Wien Prof. Dr. Michael Gnant, dem Präsident der Österreichischen Ärztekammer Dr. Thomas Szekeres, dem Leiter der Universitätsklinik für Physikalisxche Medizin, Arbeitsmedizin und Rehabilitation an der MedUni Wien Univ.-Prof. Dr. Richard Crevenna, der Leiterin des Health Centers der Erste Bank AG Dr. Eva Höltl oder dem ärztlichen Leiter der VAMED-Einrichtung Der Sonnberghof Prim. Dr. Marco Hassler in Dialog treten konnten.

Im Stift Seitenstetten begrüßten am 18. April um 14:00 Uhr Dr. Armin Fidler, Vorsitzender des PRAEVENIRE Boards, und Petrus Pilsinger, Abt des Stifts Seitenstetten, die zahlreich anwesenden Gäste. In ihrer Videobotschaft wünschte die Landeshauptfrau Niederösterreichs Mag. Johanna Mikl-Leitner dem PRAEVENIRE Gesundheitsforum eine lange Tradition. Dr. Alexander Biach, Vorsitzender des Verbandsvorstandes im Hauptverband der Österreischischen Sozialversicherungsträger, betonte in seiner Ansprache den hohen Stand der sozialen Absicherung in Österreich. Der Präsident des Österreichischen Gemeindesbundes Mag. Alfred Riedl hob in seiner Keynote die Rolle der Gemeinden als Multiplikator im Gesundheitswesen hervor.

Praktisch umgesetzt

Es folgte ein Blick auf die vier PRAEVENIRE Projektgemeinden Haslach (OÖ), Sierning (OÖ), Stockerau (NÖ) und Bruck an der Mur (Stmk.), in denen im letzten Jahr konkrete Maßnahmen zur Verbesserung relevanter Gesundheitsthemen in die Praxis umgesetzt wurden. Die Ergebnisse wurden von den jeweiligen und für die Projekte zuständigen Experten und Projektbetreuern präsentiert.

HASLACH | DIABETES
Dr. Erwin Rebhandl, Präsident OBGAM und AM Plus

SIERNING | KARZINOM-FRÜHERKENNUNG
Dr. Johannes Andel, Leiter der Abteilung für Innere Medizin II, LKH Steyr

STOCKERAU | HPV
Univ.-Prof. Dr. Ursula Wiedermann-Schmidt, Leiterin des Instituts für Spezifische Prophylaxe und Tropenmedizin

BRUCK AN DER MUR | MENTALE FITNESS
Mag. Manuela Gruber, Pädagogin und Geschäftsführerin AM WEG

Aktuelle Standpunkte zur wohnortnahen Versorgung

Am Abend lieferte in weiterer Folge eine hochkarätige Expertenrunde aktuelle Standpunkte zu dem virulenten Thema wohnortnahe Versorgung. Über diesen an Bedeutung stets zunehmenden Schlüsselbegriff diskutierten Dr. Gerald Bachinger, Sprecher der Österreichischen Patientenanwälte, Dr. Michael Gnant, Leiter der Univ.-Klinik für Chirurgie, MedUni Wien, Dr. Naghme Kamaleyan-Schmied, Vorstandsmitglied der Ärztekammer für Wien, Dr. Markus Klamminger, Medizinischer Geschäftsführer der NÖ Landeskliniken Holding, Mag. Barbara Krippl, Abteilung Vertragspartner-Ärzte, Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger, Univ.-Prof. Dr. Klaus Markstaller, Leiter der Univ.-Klinik für Anästhesie an der MedUni Wien, sowie Mag. Alfred Riedl, Präsident des Österreichischen Gemeindebundes.

Der erste Abend des Gesundheitsforums fand seinen Abschluss im Rahmen eines Kamingesprächs, bei dem die Leiterin der Abteilung für Gender Medizin, MedUni Wien Univ.-Prof. Dr. Alexandra Kautzky-Willer über die Bedeutung der Gendermedizin mit Fokus auf Herzkreislauferkrankungen referierte.

Neurologie im Fokus

Der nächste Morgen stand ganz im Zeichen der Multiple Sklerose. Dr. Elisabeth Fertl, Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Neurologie, referierte über Fakten und Mythen zu neurologischen Erkrankungen. Auf Problemfelder der Erkrankung ging ao. Univ.-Prof. Dr. Thomas Berger, Stv. Direktor der Universitätsklinik für Neurologie an der MedUni Innsbruck, in seiner Keynote konkret ein. Die Geschäftsführerin der MS Gesellschaft Wien Karin Krainz-Kabas stellte die Tätigkeiten ihrer Organisation vor.

Das Thema Demenz stand in Folge am Programm. Der Präsident der Österreichischen Alzheimergesellschaft Univ.-Prof. Dr. Peter Dal-Bianco referierte über „Präventive Gesundheitspolitik mit Hirn“. Prim. Dr. Elmar J. Kainz, Vorstand der Klinik für Neurologisch-Psychiatrische Gerontologie am Kepler Universitätsklinikum, betonte die Prävention als erfolgreiches Mittel gegen Demenz. Der Bürgermeister von Klosterneuburg Mag. Stefan Schmuckenschlager stellte das Gemeindeprogramm zu Demenz vor.

Beim nachfolgenden Mittagessen hielt Univ.-Prof. DDr. Stefan Thurner, Wissenschaftler des Jahres 2017 und Präsident der Complexitiy Science Hub Vienna, eine spannende Keynote zum Thema Digitalisierung im Gesundheitswesen und veranschaulichte in seiner Präsentation Prozesse der Verarbeitung von Gesundheitsdaten in Österreich.

Schwerpunkt Digitalisierung im Gesundheitswesen

Besonders zukunftsweisend verlief die anschließende und hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion zum Thema Digitaliserung im Gesundheitswesen, die von Prof. Dr. Reinhard Riedl von der Berner Fachhochschule moderiert wurde. In einer Videobotschaft sprach Dr. Ernst Hafen, Professor am Institute of Molecular Systems Biology der ETH Zürich, zu den Gästen. Auch Mag. Wilhelm Molterer, Direktor des Europäischen Fonds für Strategische Investitionen, fand sich in einer Podiumsdiskussion ein und diskutierte mit hochkarätigen Experten wie Priska Altorfer, Vorstandsmitglied der Schweizer Informatik Gesellschaft, Dr. Gerald Bachinger, Sprecher der Österreichischen Patientenanwälte, Dr. Sebastian Gurtner, Leiter Strategie und Innovation an der Berner Fachhochschule, Mag. Alexander Herzog, Obmann-Stv. der SVA, Dr. Helmut Kern, Gesamtleiter der Barmherzigen Brüder Wien, Univ.-Prof. DDr. Stefan Thurner, Präsident der Complexity Science Hub Vienna, und Dr. Johannes Steinhart, Bundeskurienobmann der niedergelassenen Ärzte, über ungenützte Chancen in Hinblick auf die Digitalisierung im Gesundheitswesen.

Summary der Gipfelgespräche

Die Essenzen der Gipfelgespräche, die im Vorfeld des Gesundheitsforums stattgefunden haben wurden am frühen Abend des Donnerstags präsentiert und im Rahmen einer Plenumsdiskussion mit Dr. Gerald Bachinger, Sprecher der Österreichischen Patientenanwälte, Mag. Alexander Herzog, Obmann-Stv. der SVA, Mag. Martin Schaffenrath, Vorsitzender-Stv. des Verbandsvorstandes im Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger, und Dr. Johannes Steinhart, Obmann Bundeskurie niedergelassene Ärzte in der Österreichischen Ärztekammer, konferiert. Eingang in die Diskussion fanden die aktuell im Lande diskutierten Themenbereiche Rehabilitation & Reintegration, die aktuellen Versorgungssituationen zu Multiple Sklerose und Herzinsuffizienz, der Beitrag von Generika für die solidarische Grundversorgung, das Seitenstettener Manifest zur zukünftigen onkologischen Versorgung Österreichs sowie die Initiative gegen Impfhindernisse mit altersgerechten Impfprojekten in der Praxis.

Patient im Mittelpunkt

Dr. Hans Concin, Präsident des aks – Arbeitskreis für Vorsorge- und Sozialmedizin, LKH Bregenz, sprach beim nachfolgenden Abendessen über die Wertigkeit von Screenings bei onkologischen Erkrankungen.

Dr. Hans-Jörg Schelling, ehemaliger Finanzminister der Republik Österreich, stattete dem PRAEVENIRE Gesundheitsforum Seitenstetten einen Besuch ab und referierte mit anschaulichen Beispielen über die notwendige Stellung des Patienten im Mittelpunkt des Gesundheitswesens.

Der Vormittag des letzten Tages des Gesundheitsforums stand ganz im Zeichen der kardiovaskulären Erkrankungen und ihrer Bedeutung als unheilvoller Kreislauf. Dazu präsentierte Prim. Univ.-Prof. Dr. Andrea Podczeck-Schweighofer, Präsidentin der Österreichischen Kardiologischen Gesellschaft, Fact and Figures zu Gefäßerkrankungen.

Über Prävention und Prophylaxe bei kardiovaskulären Erkrankungen sprach Dr. Sebastian Globits, Ärztlicher Leiter im Herz-Kreislauf-Zentrum Groß Gerungs, und gab dabei wichtige Fakten zur Risikominimierung bekannt. Dr. Erwin Rebhandl, Präsident OBGAM und AM Plus, stellte das Gemeindeprogramm „Herzkreislauf“ vor.

Ausblick PRAEVENIRE 2019

Dr. Armin Fidler blickte rückwirkend bei einem abschließenden Mittagessen auf die erfolgreiche Veranstaltung zurück und gab einen Ausblick auf das PRAEVENIRE Gesundheitsforum Seitenstetten 2019, das vom 13. bis 17. Mai 2019 stattfinden und im Zeichen von modernen und zukunftsweisenden Entwicklungen in der Medizin stehen wird.

PRAEVENIRE bedankt sich bei folgenden Unterstützern…

… für ihren inhaltlichen Beitrag:
Alois Mock Institut | AM PLUS – Initiative für Allgemeinmedizin und Gesundheit | BBRZ – Berufliches Bildungs- und Rehabilitationszentrum | Berner
Fachhochschule | Stadtgemeinde Bruck an der Mur | Darm Plus | Gemeinde Haslach an der Mühl | GEORG – Gesellschaft zur Erforschung onkologischer
rehabilitativer Grundlagen | Gesunde Lunge | Marktgemeinde Grafenwörth | IV – Industriellenvereinigung | Institut für Spezifische Prophylaxe und
Tropenmedizin | Stadtgemeinde Klosterneuburg | Land Niederösterreich | Medizinische Universität Wien | NÖ Patienten- und Plegeanwaltschaft | OBGAM
– Oberösterreichische Gesellschaft für Allgemeinmedizin | Österreichische Apothekerkammer, Landesgeschäftsstelle Oberösterreich | Österreichische
Ärztekammer | Österreichische Gesellschaft für Krankenhaushygiene | ÖGPMR – Österreichische Gesellschaft für Physikalische Medizin und Rehabilitation
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FSME in Oberösterreich: Steigende Fallzahlen und schlechte Impfmoral

Branchen News vom 23.04.2018

Linz (OTS) – Oberösterreich war 2017 das am stärksten von FSME betroffene Bundesland. Generell gibt es hier besonders viele Endemiegebiete, deren Anzahl letztes Jahr sogar noch gestiegen ist. Dennoch haben sich 2017 vergleichsweise wenige Menschen gegen das Virus impfen lassen. Problematisch ist vor allem, dass sich viele ursprünglich Geimpfte die Auffrischungsimpfung nicht oder nicht rechtzeitig verabreichen lassen. Dadurch kann es auch bei Personen, die sich eigentlich für geschützt halten, zu einer Infektion kommen. Und diese kann nicht nur kurzfristig dramatische Auswirkungen haben, sondern auch noch Jahre danach. Da die Zeckensaison bereits begonnen hat, sei es höchste Zeit, den eigenen Impfstatus zu überprüfen, betonten Experten am Donnerstag bei einem Pressegespräch in Linz.

Unterschätztes Risiko

38 der 116 im letzten Jahr gemeldeten österreichischen Fälle kommen aus Oberösterreich. 71 Prozent der Oberösterreicher sind bereits einmal von einer Zecke gestochen worden. 79 Prozent haben zumindest einmal eine Impfung erhalten, aber nur 64 Prozent sind tatsächlich im korrekten Impfschema. „Konkret bedeutet das, dass 36 Prozent aller Oberösterreicher potentiell nicht adäquat gegen eine FSME-Infektion geschützt sind, oder nie eine korrekte Grundimmunisierung erhalten haben“, erläutert Dr. Johannes Neugebauer, Impfreferent der Ärztekammer Oberösterreich. „Nur 11 Prozent der Oberösterreicher haben sich letztes Jahr gegen FSME impfen lassen, während es im Österreichschnitt 14 Prozent waren“ ergänzt Priv.-Doz. Dr. Georg Duscher, Vizepräsident des Vereins zur Förderung der Impfaufklärung. Umfragedaten zeigen, dass erschreckende 7,5 Prozent der Geimpften in Oberösterreich sich bewusst kein weiteres Mal mehr impfen lassen möchten. Dies ist sogar ein höherer Prozentsatz als im restlichen Österreich (5 Prozent). Für Neugebauer ist klar: „Zusätzlich zu allen Informationskampagnen sind auch wir Ärzte in der Pflicht, die Menschen im ärztlichen Gespräch von der Notwendigkeit der Impfung zu überzeugen.“

Neue Endemiegebiete identifiziert

Ganz Österreich gilt als FSME-Endemiegebiet. „Es gibt jedoch Regionen, die häufiger von FSME-Erkrankungen betroffen sind als andere“, berichtet Duscher. „Gerade in Oberösterreich gibt es einige davon.“ 2017 wurden noch weitere identifiziert: Die Regionen Obergrünburg, Losenstein und Reichraming sowie die Dr. Vogelsang-Klamm. „Grundsätzlich sollte sich aber jeder, egal, wo er sich aufhält, auf jeden Fall gegen FSME impfen lassen“, betont Priv.-Doz. Dr. Rainer Gattringer, stellvertretender Institutsleiter am Institut für Hygiene, Mikrobiologie und Tropenmedizin (IHMT) am Ordensklinikum Linz. „Das macht auch deswegen Sinn, weil Risikogebiete erst im Nachhinein anhand der gemeldeten Infektionen beziehungsweise getesteter Tiere und Zecken festgestellt werden können.“

Zweiphasiger Krankheitsverlauf

Glücklicherweise treten aber bei einem Großteil der Infizierten wenig bis gar keine Symptome auf. Beim Rest – Schätzungen gehen von etwa 20 Prozent aus – kommt es meist zu einem zweiphasigen Krankheitsverlauf, in dem die ersten Symptome nach etwa einer Woche auftreten. In dieser Phase haben Patienten oft Fieber und Symptome wie bei einer Grippe. Nach Abklingen der Symptome und einer beschwerdefreien Woche kommt es dann zu einem zweiten Krankheitsgipfel, in dem das Fieber zurückkehrt und neurologische Beschwerden auftreten. Typische Symptome sind Kopf- und Nackenschmerzen, Übelkeit, Bewusstseinsstörungen und Krampfanfälle. In ganz schweren Fällen kommt es zu Entzündungen von Gehirn und Hirnhäuten.

Jahrelange Auswirkungen

„Was vielen Menschen nicht bewusst ist, aber gravierende Auswirkungen haben kann: Ein Teil aller symptomatischen FSME-Patienten leidet oft noch Monate, manchmal sogar Jahre am sogenannten post-enzephalitischen Syndrom“, erläutert Gattringer. Symptome können Konzentrationsstörungen, Gedächtnisschwäche, Wortfindungsstörungen oder Gangunsicherheit sein. Außerdem kann es zu psychischen Störungen, Kopfschmerzen, allgemeinem Unwohlsein und eingeschränkter Leistungsfähigkeit kommen. Laut einer schwedischen Studie litten nach einem Jahr immer noch 40 Prozent an solchen Symptomen.

Auffrischung immer möglich

Gegen all das kann die Impfung schützen, und das zu beinahe 100 Prozent. Die FSME-Impfung – es gibt sogar eigene Kinderimpfstoffe – ist allgemein gut verträglich. Wichtig ist die regelmäßige Auffrischung nach der dreiteiligen Grundimmunisierung. Nach der ersten Auffrischung nach drei Jahren wird diese bis zum 60. Lebensjahr alle fünf Jahre, danach, aufgrund des schwächeren Immunsystems, alle drei Jahre empfohlen. Leider vergessen viele Patienten darauf oder übersehen, dass sie eigentlich schon wieder eine Auffrischung brauchen würden. Die gute Nachricht für alle, die das korrekte Impfintervall überschritten haben: Abhängig vom verwendeten Impfstoff genügt meistens eine einmalige Auffrischungsdosis.

Laufende Aktion

Und genau diese Auffrischung sollten heuer auch tatsächlich sehr viele Oberösterreicher wahrnehmen. 33 Prozent geben in einer Umfrage an, 2018 eine FSME-Impfung zu benötigen. „Wir werden Patienten in möglichst vielen Arztgesprächen daran erinnern“, betont Impfreferent Neugebauer. Die aktuelle FSME-Impfaktion der Österreichischen Ärzte- und Apothekerkammer hat bereits am 1. Jänner begonnen und läuft noch bis zum 31. Juli 2018. Die Impfstoffe sind in allen 1.400 Apotheken in Österreich auf Rezept vergünstigt erhältlich.

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Keine Schwächung der Salzburger Gesundheitsversorgung!

Branchen News vom 23.04.2018

Salzburg (OTS) – In Salzburg unterstützen Gesundheits-Landesrat Christian Stöckl, die Landes-Apothekerkammer und die Salzburger Gesellschaft für Allgemeinmedizin die Forderungen der Salzburger Deklaration zum Erhalt der regionalen Gesundheitsversorgung. Diese Deklaration ist von allen Länder-Ärztekammern und Gebietskrankenkassen am 30. März verabschiedet worden. SGKK-Obmann Andreas Huss fasst zusammen: „Die derzeitig kolportierten Vorhaben zur Zentralisierung der Krankenversicherung würden bedeuten, dass die SGKK keine Entscheidungen mehr zu Art und Ausmaß der Gesundheitsversorgung treffen kann. Wo es Kassenärzte gibt, würde dann in Wien entschieden. Zusätzlich würden die derzeitigen Pläne ein Minus von bis zu 25 Millionen Euro jährlich für Salzburg bedeuten – das wären rund 100 Arztstellen.“ Die SGKK ist der Meinung, dass Entscheidungen für die Gesundheitsversorgung der Salzburger in Salzburg getroffen werden sollten. Das wird nun von vielen Einrichtungen, die das Gesundheitssystem tragen, unterstützt.

Präsidentin Kornelia Seiwald (Salzburger Apothekerkammer): „Gesundheitsversorgung ist regional! Die Salzburger GKK ist für uns ein verlässlicher und professioneller Partner. Gemeinsam setzen wir viele wichtige Aktionen zur Verbesserung des Gesundheitswesens im Land. Geht´s der Salzburger GKK gut, geht´s auch den Menschen, den Patienten gut. Daher sind wir für den Erhalt der regionalen Krankenversicherung.“

Dr. Bernhard Fürthauer (Salzburger Gesellschaft für Allgemeinmedizin): „Gesundheitsversorgung für unsere Patienten! SGKK, SAGAM, Ärztekammer sowie Landesregierung haben gemeinsam Leuchtturmprojekte für die hausärztliche Versorgung geschaffen, etwa die bezahlte „Lehrpraxis“ für angehende Ärzte. Diese stellt eine wesentliche Förderung für zukünftige Hausärzte dar. Das Projekt wird inzwischen österreichweit umgesetzt. Derartige Initiativen sind nur durch das „Salzburger Klima“ möglich, d.h. durch gegenseitige Wertschätzung und eine konstruktive, ergebnisorientierte Kommunikation auf Augenhöhe. Mit einer zentralen Verwaltung in Wien wäre das in dieser Form sicher nicht realisierbar gewesen.“

Dr. Christian Stöckl, Gesundheits- und Spitalsreferent, Land Salzburg: „Ich unterstütze die Salzburger Deklaration insofern, dass auch weiterhin die regionalen Bedürfnisse berücksichtigt und die Entscheidungsbefugnisse vor Ort und das bewährte System der Selbstverwaltung aufrechterhalten werden müssen. Ich habe Verständnis, dass es – so wie bisher – einen gewissen finanziellen Ausgleich bzw. einen Solidaritätsfonds gibt. Flexibilität zwischen den einzelnen Kassen ist notwendig. Die Harmonisierung der Leistungen muss vorangetrieben werden.“

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IQVIA: Apotheken-Versandhandel wächst kontinuierlich

Branchen News vom 19.04.2018

Wien (OTS) – Weltweit deuten ein stetig wachsender OTC-Anteil, vermehrte Digitalisierung und eine steigende Bereitschaft zur Selbstmedikation auf ein Wachstum des Online-Handels hin. In Österreich liegt das Wachstum des Online-Apothekenhandels im zweistelligen Bereich.

Der Wertanteil von OTC-Produkten (nicht verschreibungspflichtig) am gesamten öffentlichen Apothekenmarkt lag 2017 bei 16,0 %, mengenmäßig waren es 30,8 %, das heißt fast jedes dritte Produkt, das in Apotheken verkauft wurde, war ein rezeptfreies. Der registrierte OTC-Markt zeigte im Kalenderjahr 2017 eine rückläufige Dynamik – das Umsatzplus sank von 3,6 % auf 1,4 %.

Die Top 10 OTC-Unternehmen haben einen Wertanteil von 44,4 % am OTC-Markt, wobei Bayer mit 9,3 % Marktanteil unangefochten an der Spitze liegt, vor Gebro Pharma mit 6,8 % und ratiopharm mit 4,6 %. Dahinter folgen Apomedica (4,3 %), Sanofi (4,1 %), Kwizda (4,0 %), AllergoSan (3,6 %), Mylan Meda (2,7 %), Promedico (2,7 %) und Merck (2,5 %). Insgesamt wuchs der Markt im Vergleich zum Vorjahr um 2,1 %, wobei AllergoSan, Promedico und Apomedica die größten Wachstumsraten verzeichneten.

Internationale Entwicklungen als Trendsetter

Die von IQVIA eruierten Markttrends für Consumer Health – das sindOTC-Produkte, Homöopathie, Medizinalbedarf und Kosmetik – haben für alle Beteiligten einen wesentlichen und unmittelbaren Einfluss auf den Markt. Das OTC-Wachstum bleibt weltweit im einstelligen Prozentbereich, während das Pharma-Wachstum hauptsächlich aufgrund des US-amerikanischen Einflusses im Sinken begriffen ist. Die Zuwächse im OTC-Bereich werden dabei insbesondere durch Wachstumsmärkte in der östlichen Hemisphäre vorangetrieben. Weltweit verzeichnen Vitamine und verdauungsfördernde Mittel die höchsten Zuwachsraten.

Im deutschen Apotheken-Versandhandel werden 90 % der Versandkäufe von nur etwa 30 großen Unternehmen abgedeckt. Seit 2004 haben Online-Apotheken OTC-Marktanteile dazugewonnen und übertreffen damit den Gesamtmarkt. Husten- und Erkältungsmittel tragen wesentlich zu positiven Ergebnissen im Ladenverkauf bei, Produkte zur Gewichtsabnahme verzeichnen sowohl online als auch in der Apotheke hervorragende Zuwachsraten. Dr. Google ist bereits ein gefragter Ratgeber – drei Viertel der Deutschen recherchieren Krankheiten im Internet. Gesucht wird dabei über gängige Suchmaschinen wie Yahoo!, Google oder bing, 63 % der Patienten erhalten ihre Informationen schließlich aus Wikipedia, Spezialwissen wird über Webseiten für Patienten erfragt. Das IQVIA European Thought Leadership Team hat in einer Analyse herausgefunden, dass die Informationssuche auf Wikipedia eindeutig mit den Online-Bestellungen korreliert. Konzepte für mehrere Kontaktkanäle sorgen für eine Reihe von Vorteilen für Patienten.

Anders sieht die Lage des Versandhandels in anderen europäischen Ländern aus: IQVIA deckt mit seinem Tracking über 70 % des tschechischen Versandhandelsmarktes ab, wobei der Markt von Kosmetik-Produkten dominiert wird. Der Online-Markt in Polen wird laufend geprüft. 2017 deckte das „ePharmacy“-Segment nur 3,2 % des Marktes ab.

Versandhandel in Österreich mit zweistelligen Zuwachsraten

IQVIA plant für den Zeitraum 2018 bis 2022 umfassende Überprüfungen des E-Commerce-Marktes in mehreren europäischen Ländern. In Österreich wird das Tracking in den nächsten Monaten beginnen. Für das Jahr 2017 wurden die Versandhandelsdaten von drei deutschen Versandhandelsapotheken erhoben, die nach Österreich liefern. Die Datenvalidierung befindet sich derzeit noch in der Entwicklungsphase, doch ein Trendbericht über Markt und Player liefert bereits spannende Einblicke. Der Absatz im Versandhandel stieg 2017 um 12,2 %. Verkaufsschlager im Versand sind Rheumamittel, allgemeine Schmerzmittel für Erwachsene, Grippe- und Erkältungsmittel sowie Beruhigungs- und Schlafmittel. Zu den wichtigsten Wachstumsmärkten zählen laut Wertanalyse für 2017 im Versandhandel Rheumamittel, Sexualanregungsmittel und Beruhigungs- und Schlafmittel, während im Apothekenverkauf Produkte für den Verdauungstrakt und Hustenlöser die Top-Produkte stellen. 2017 war die Top-Handelsform im Versand Dulcolax vor Thomapyrin und Voltadol, im Apo-Verkauf waren es Daflon vor Voltadol und Bepanthen. Insgesamt geht der Trend klar zu preisgünstigeren Großpackungen. Zudem sind viele Top-Seller wie Dulcolax, Ibumetin, Pharmaton, Buerlecithin oder Aspirin C im Versandhandel um etwa 40 % günstiger.

Über IQVIA: IQVIA ist ein führender, globaler Anbieter von Informationen, innovativen Technologielösungen und Serviceleistungen im Bereich der Kommerzialisierung im Gesundheitswesen und klinischen Auftragsforschung. Das Unternehmen nutzt Daten und wissenschaftliche Methoden, um Akteure in der Gesundheitsbranche darin zu unterstützen, bessere Lösungen für ihre Kunden zu finden und ermöglicht es Unternehmen, ihre Konzepte von klinischer Entwicklung und Vermarktung zu optimieren, Innovationen zu fördern und aussagekräftige Resultate zu erzielen.IQVIA entstand durch den Zusammenschluss von IMS Health und Quintiles. Das Unternehmen beschäftigt rund 55.000 Mitarbeiter in über 100 Ländern. Die österreichische Niederlassung unter der Geschäftsführung von Dr. Martin Spatz konzentriert ihre Aktivitäten auf Dienstleistungen in den Bereichen Marktforschung, Beratung und Kommerzialisierung sowie Auftragsforschung die für den heimischen Gesundheitssektor von Interesse sind.

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Europäische Impfwoche: WHO promotet Impfung als Vorsorge

Branchen News vom 19.04.2018

Wien (OTS) – Impfungen sind ein wesentlicher Faktor zur nachhaltigen Verbesserung der weltweiten Gesundheitssituation. Daher sind Aufklärungsmaßnahmen in diesem Zusammenhang besonders wichtig. Im April werden sie wieder in den Fokus gerückt, zum Beispiel in Form einer ganzen Woche, die ausschließlich diesem Thema gewidmet ist: Die World Immunization Week. Im Rahmen der European Immunization Week von 23. bis 29. April werden noch einmal europaspezifische Akzente gesetzt. Heuriges Motto: Vorbeugen – Schützen – Impfen. Das Ziel: Die Erhöhung der Durchimpfungsraten. Der Österreichische Verband der Impfstoffhersteller (ÖVIH) schließt sich diesem Ziel an und stellt eine Reihe von Maßnahmen vor, die helfen sollen, es zu erreichen.

Tausende vermeidbare Todesfälle in Österreich jedes Jahr

„Die Bedeutung von Impfungen für die Gesundheit der Bevölkerung kann gar nicht genug betont werden“, sagt Mag.a rer. nat. Renée Gallo-Daniel, Präsidentin des ÖVIH. „Wären alle Österreicher entsprechend der Empfehlungen des Österreichischen Impfplanes geimpft, könnten jährlich tausende Todesfälle verhindert werden“, so die Expertin weiter. Weltweit retten Impfungen jährlich zwei bis drei Millionen Menschen das Leben. Aktuell steht die weltweite Durchimpfungsrate bei 86 Prozent. Verbesserungen gegenüber dem letzten Jahr gab es nicht. Gleichzeitig nehmen neue und seltene Virusarten zu. In Österreich konnten schwere Erkrankungen wie Tetanus, Diphtherie und Kinderlähmung (Polio) durch Impfungen bereits zurückgedrängt werden. Krankheiten wie Influenza, Gebärmutterhalskrebs und Meningitis fordern aufgrund der niedrigen Durchimpfungsraten aber auch hier nach wie vor ihren Tribut.

Nicht nur Kinder müssen geimpft werden

„Ein häufiger Irrtum ist, dass Impfungen nur für Kinder wichtig sind“, betont Mag.a Sigrid Haslinger Vize-Präsidentin des ÖVIH. „Doch Impfungen sollten uns ein ganzes Leben lang begleiten, denn in der Kindheit wird nur der Grundstein gelegt. Die Influenza-Impfung muss zum Beispiel jährlich durchgeführt werden und gerade ältere Menschen sind sehr gefährdet, als Folge der Influenza eine schwere Lungenentzündung zu bekommen. Andere – wie zum Beispiel jene gegen das FSME-Virus – müssen regelmäßig aufgefrischt werden, damit der Schutz aufrechterhalten werden kann. Und wieder andere, die heute bei Kindern geimpft werden, wie die Impfung gegen HPV (Humanes Papilloma Virus), gab es vor einigen Jahren noch nicht. Daher sollten nun auch Erwachsene nach-geimpft werden. Leider sind all diese Fakten in der Bevölkerung viel zu wenig bekannt.“

Mehr Bewusstseinsbildung durch die öffentliche Hand

„Während in anderen europäischen Ländern Impfkampagnen breit von der öffentlichen Hand finanziert und durchgeführt werden gibt es in Österreich nur das Gratis-Kinderimpfkonzept. Eine Finanzierung von Impfungen für Erwachsene gibt es kaum“, so Mag. Bernhard Prager, Generalsekretär des ÖVIH. „Dabei wäre eine Steigerung der Durchimpfungsraten im Interesse aller, gerade bei Impfungen wie der Influenza, bei der die Durchimpfungsraten im niedrigen einstelligen Bereich sind. Weniger Menschen würden krank, es gäbe weniger Arztbesuche und Spitalsaufenthalte und die Kosten für das Gesundheitssystem könnten gesenkt sowie die Einnahmen des Staates erhöht werden.“ Das beweist beispielsweise eine Fallstudie aus den Niederlanden, die die finanziellen Auswirkungen eines Impfprogrammes (Influenza, Pneumokokken, Keuchhusten, Herpes Zoster, Diphtherie, Tetanus) für Erwachsene über 50 Jahre analysiert hat. Neben dem menschlichen Leid, das verhindert werden konnte, zeigt die Studie, dass jeder in die Erwachsenenimpfung investierte Euro der Regierung sogar vier Euro an Einnahmen brachte.

Elektronischer Impfpass

„Ganz wichtig wäre der immer wieder – auch politisch – diskutierte elektronische Impfpass beziehungsweise die Aufnahme der Impfungen in die elektronische Krankheitsakte“, Prager. „In Österreich werden die durchgeführten Impfungen viel zu wenig erfasst, wir brauchen eine einheitliche Datenlage. Die Durchimpfungsrate bei der Influenza-Impfung wird beispielsweise nur anhand der verkauften Dosen der Impfhersteller geschätzt.“ „Wir hoffen, dass die Regierung ihre Ankündigungen wahr macht und diesen elektronischen Impfpass so rasch wie möglich umsetzt“, ergänzt Haslinger.

Niederschwelliger Zugang

Anders als in Österreich dürfen in manchen Schweizer Kantonen auch die Apotheker impfen, sofern sie eine entsprechende Bewilligung haben. Ein Zugang, den auch Länder wie England oder Irland bereits gewählt haben. In Irland wurden dadurch beispielsweise viele ältere Patienten gegen Influenza geimpft, die diese Impfung vorher noch nie in Anspruch genommen hatten. „Ziel muss es sein, dass die Bevölkerung möglichst leicht und ohne großen Aufwand an die Impfungen kommt. Neben Impfungen in der Apotheke kommen auch verbesserte Impfmöglichkeiten am Arbeitsplatz oder in Gemeinden in Frage“, so Präsidentin Gallo-Daniel.

Ratsvorsitz nützen

Auf europäischer Ebene gibt es mittlerweile eine Reihe von Initiativen, um die Durchimpfungsraten zu erhöhen, darunter auch die sogenannte Joint Action on Vaccination. Viele Länder in der EU haben dieses Positionspapier unterzeichnet. Österreich leider nicht. Aus ÖVIH-Sicht wäre hier auch eine aktive österreichische Teilnahme erforderlich. „Außerdem bietet der anstehende EU-Ratsvorsitz eine gute Möglichkeit, Gesundheits- und vor allem Impfthemen auf europäischer Ebene voranzutreiben“, betont man beim ÖVIH, „denn Krankheiten machen vor Landesgrenzen nicht halt. Je mehr hier auf europäischer Ebene passiert, desto besser ist die gesamte EU-Bevölkerung geschützt.“

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PRESSEKONFERENZ „Entdecke das Geheimnis für ein gesundes Leben!“

Branchen News vom 19.04.2018

Wien (OTS) – Von 23.bis 25. April findet in der Zentrale der Wiener Berufsrettung die KinderGesundheitsWoche statt. 8- bis 14-jährige Schulkinder werden im Rahmen dieses Projekts mit dem österreichischen Gesundheitssystem und einer Reihe an Maßnahmen zur Gesundheitspflege vertraut gemacht. Medizin, Ernährung, Bewegung sowie Maßnahmen zur psychischen und sozialen Gesundheit werden rund 1.800 Schulkindern kindgerecht und zeitgemäß vermittelt. Ziel ist die persönliche Gesundheitsförderung und Prävention für die heranwachsende Generation zu fördern.

Zum Auftakt der KinderGesundheitsWoche laden die Veranstalter alle Medienvertreter/innen zur Pressekonferenz „Entdecke das Geheimnis für ein gesundes Leben!“

Persönlichkeiten aus dem Österreichischen Gesundheitssystem sprechen mit teilnehmenden Schülerinnen und Schülern der KinderGesundheitsWoche über Gesundheit:

  • Mag. Nick Angermayr, Mediaguide- Geschäftsführer, Veranstalter und Initiator
  • Senatsrat Dr. Rainer Gottwald, Leiter der Berufsrettung Wien
  • Dr. Alexander Biach, Vorsitzender des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger
  • Univ.-Prof. Dr. Thomas Szekeres, Präsident der Wiener und österr. Ärztekammer
  • Dr. Alexander Herzog: Obmann der SVA (Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft)
  • Prof. Dr. Robin Rumler: Geschäftsführer von Pfizer Österreich
  • Dr. Erfried Pichler: Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Homöopathie
  • Priv.-Doz. Mag. pharm. DDr. Philipp Saiko: Präsident der Apothekerkammer Wien

Termin: Montag, 23. April 2018, 10 bis 11Uhr

Ort: Berufsrettung Wien, Radetzkystraße 1, 1030 Wien

Das detaillierte Programm gibt es auf www.kindergesundheitswoche.at!

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Fortbildung: Cannabis in der ärztlichen Praxis

Branchen News vom 17.04.2018

Wien (OTS) – Zahlreiche Länder haben bereits auf die Nachfrage nach Cannabismedizin reagiert. In Österreich werden Patienten hingegen nach wie vor kriminalisiert, die medizinische Anwendung von Cannabisblüten und pflanzlichen Extrakten ist verboten, und unter Ärzten und Pharmazeuten herrschen gravierende Informationsdefizite. Eine Fortbildung in Wien am 5. Mai soll jetzt Abhilfe schaffen.

Die Hanfpflanze ist eine der ältesten Nutz- und Zierpflanzen der Welt und wurde bereits vor 3.500 Jahren als Heilmittel eingesetzt. Schon im 19. Jahrhundert waren nahezu alle Anwendungsgebiete bekannt, die auch heute diskutiert werden. Bis zur Entwicklung von Aspirin 1898 war Cannabis in Europa das am meisten verkaufte Arzneimittel. Ab den 1960er Jahren wurde Cannabis verboten. Die THC-haltigen Blüten- und Fruchtstände der Cannabispflanze fallen in Österreich seither unter das Suchtmittelgesetz. Eine Heilbehandlung mit natürlichen Cannabisblüten ist in Österreich illegal. Zulässig ist nur die Behandlung mit synthetischem und halbsynthetischem Cannabis, zumeist in Form von Dronabinol. Die monatlichen Kosten liegen für chronische Schmerzpatienten bei 600 bis 800 Euro und sind in vielen Fällen nicht leistbar. Eine einheitliche, geregelte Kostenübernahme durch die Krankenkassen erfolgt nicht. Dabei spricht sich eine Mehrheit der Bevölkerung längst für Cannabis in der Medizin aus.

Bevölkerung weiter als Politik und Gesundheitsvertreter

Laut einer repräsentativen Befragung von Peter Hajek, vorgestellt im September 2017, sprechen sich 61 Prozent dafür aus, dass medizinisches Cannabis unter ärztlicher Verschreibung und Anwendung erhältlich sein soll. 59 Prozent sind dafür, dass medizinisches Cannabis auf Rezept in Apotheken erhältlich sein soll. Ein qualitätsgeprüftes Angebot an Cannabisblüten und standardisierten pflanzlichen Extrakten wird Patienten allerdings in Österreich verweigert. Stark ausbaufähig ist die Information durch Ärzte und Apotheker. Vier Prozent der Befragten haben bisher Informationen über medizinisches Cannabis von einem Arzt oder Apotheker erhalten. Eine medizinische Fortbildung reagiert jetzt auf den massiven Nachholbedarf.

„Als Arzt erlebe ich großes Interesse und gut informierte Patienten, die sich in unserem Gesundheitssystem nicht gut behandelt fühlen, denn fehlendes Wissen, gesetzliche Hürden und bürokratische Schikanen sind enorm. Mit einem Fortbildungsangebot möchten wir dem Informationsdefizit begegnen“, sagt Kurt Blaas, Allgemeinmediziner und Gründer der Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin. Am Samstag, dem 5. Mai wird von 9.45 Uhr bis 13.45 Uhr im Literaturmuseum/Grillparzerhaus die Wirkungsmechanismen von Cannabis sowie über Anwendungsgebiete und Indikationen der Monosubstanzen THC und CBD referiert. Die Pharmakologie der Cannabinoide wird ebenso von Experten behandelt wie Dosierung, Kontraindikationen und Bewilligung der Rezepturen durch die Krankenkassen. Die Fortbildung ist mit vier DFP-Punkten der Wiener Ärztekammer versehen. Alle Information zur Veranstaltung unter www.cannabismedizin.at/fortbildung.

Die Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin ist ein Pharma-unabhängiges Netzwerk interessierter Fachleute und betroffener Patienten. Gegründet wurde die Arbeitsgemeinschaft von dem Allgemeinmediziner Kurt Blaas, der sich für eine Entkriminalisierung von Patienten und den Einsatz von Cannabinoiden in der Medizin einsetzt.

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1450 erfüllt alle Erwartungen

Branchen News vom 17.04.2018

Feldkirch (OTS) – Ein Jahr nach dem Start der telefonischen Gesundheitsberatung 1450 zogen Landesrat Christian Bernhard und VGKK-Obmann Manfred Brunner am Montag, 16. April 2018, in Feldkirch eine positive Bilanz. Seit April 2017 haben rund 19.000 Personen bei dem neuen Telefonservice angerufen. “Die Entwicklung dieses Angebotes im ersten Jahr hat alle Erwartungen erfüllt und dadurch zur Entlastung der Ambulanzen beigetragen”, so Bernhard. Er zeigte sich ebenso wie Brunner zuversichtlich, dass die in der zweijährigen Pilotzeit angepeilten 50.000 Anrufe erreicht werden können.

Bei den bisher (Stichtag 11. April 2018) gezählten 18.935 Anrufen wurde 11.025 Mal tatsächlich eine Fragebogen-gestützte telefonische Beratung durch medizinisch geschulten Krankenpflegepersonal in Anspruch genommen. Das sind rund 30 Beratungen im Tagesschnitt. In den restlichen Fällen ging es meist um einfache Auskünfte, etwa zu diensthabenden Ärzten oder Öffnungszeiten von Apotheken. “Ziel der Gesundheitsberatung 1450 ist es, die Anruferinnen und Anrufer zum ‘Best Point Of Service’ zu lotsen – zu jener medizinischen Anlaufstelle, die ihnen in diesem Moment am besten helfen kann”, erklärte Landesrat Bernhard.

In 66 Prozent der Fälle riet das medizinisch geschulte Personal zu einem Arztbesuch in nächster Umgebung. 14 Prozent der Anruferinnen/Anrufer bekamen die Empfehlung, ein Krankenhaus aufzusuchen. Für vier Prozent haben die Beraterinnen/Berater eine Notrufkette eingeleitet und einen Rettungsdienst vorbeigeschickt. Sechs Prozent der 1450-AnruferInnen haben gleich am Telefon Unterstützung bei der Selbsthilfe bekommen und zehn Prozent erhielten Empfehlungen, sich an die Apotheke, Zahnärzte, Hebamme, Vergiftungszentrale, Physiotherapie etc. zu wenden.

Schon in der nahen Zukunft soll das telefonische Beratungsangebot weiter ausgebaut werden, kündigte VGKK-Obmann Brunner an. Der Start vor einem Jahr wurde mit sechs Mitarbeitenden gemacht. Seither ist eine zusätzliche Kraft dazugekommen, und ab Mai 2018 werden sogar schon zehn Beraterinnen/Berater für 1450 tätig sein.

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Canopy Growth Corporation gibt Übernahme des größten tschechischen Unternehmens für medizinisches Cannabis, Annabis Medical, bekannt

Branchen News vom 17.04.2018

Smiths Falls, Ontario und Prag, Tschechische Republik (ots/PRNewswire) – Canopy Growth Corporation (TSX: WEED) (“Canopy Growth” oder das “Unternehmen”) freut sich anzukündigen, dass das Unternehmen endgültige Verträge zur Übernahme von Annabis Medical s.r.o (“Annabis Medical”) unterzeichnet hat und damit den Fokus des Unternehmens in einen weiteren aufstrebenden Markt für medizinisches Cannabis erweitern wird. Dieses Geschäft soll am Montag, dem 16. April 2018 zum Abschluss gebracht werden.

Annabis Medical ist in der Tschechischen Republik Branchenführer für medizinisches Cannabis und importiert und vertreibt derzeit Cannabis-Produkte für den Verkauf über den Apotheken-Vertriebskanal im Rahmen tschechischer Lizenzen in der Tschechischen Republik. Sein Gründer und CEO, Dr. Robin Kazík, wird auch weiterhin das tschechische Tochterunternehmen als Teil der größeren Canopy Growth-Familie leiten und voranbringen.

“Diese Übernahme ist ein weiteres Beispiel für unser Engagement, die Präsenz von Canopy in Europa zu erweitern und unsere Führungsposition auszubauen”, sagt Mark Zekulin, President von Canopy Growth. “Wir freuen uns darauf, tschechische Kunden mit unseren hochwertigen medizinischen Cannabis-Produkten aus GMP-Produktion zu beliefern und weitere Ressourcen zur Unterstützung der Weiterbildung tschechischer Apotheker, Patienten und medizinischer Fachkräfte bieten zu können.”

Durch die Kombination des weitreichenden globalen Erfahrungsschatzes und Netzwerks mit der starken nationalen Position von Annabis Medical ist Canopy stolz, seine renommierte Marke Spectrum Cannabis auf einen weiteren europäischen Markt zu bringen.

“Mit einer soliden Präsenz und einem etablierten Vertriebsnetz auf dem tschechischen Markt für medizinisches Cannabis, sowie aufgrund der langjährigen Erfahrung beim Import von Cannabis aus Kanada freuen wir uns, zur Canopy Growth-Familie zu stoßen. Dieser Schachzug wird es uns ermöglichen, unser Produktangebot noch schneller zu diversifizieren, und unseren Zugang zu Rohmaterialien stärken, wenn wir im Markt wachsen”, sagte Dr. Robin Kazík, Gründer und CEO von Annabis Medical.

Die Übernahme von Annabis Medical baut auf der Führungsposition von Canopy Growth im europäischen Segment für medizinisches Cannabis auf und folgt der kürzlich zustande gekommenen Partnerschaft und dem Liefervertrag mit dem führenden spanischen Pharmaunternehmen Alcaliber S.A. Darüber hinaus beliefert Canopy Growth derzeit schon den deutschen Markt über sein Tochterunternehmen Spektrum Cannabis GmbH und ist eine Partnerschaft mit Spectrum Cannabis Denmark ApS eingegangen, das über eine Lizenz für den Anbau von Cannabis in einer 40.000 Quadratmeter großen Treibhaus-Produktionseinrichtung in Odense, Dänemark, verfügt. Diese Aktiva, in Kombination mit den unvergleichlichen Produktions- und Vertriebsplattformen von Canopy Growth in Kanada, ergeben die am stärksten diversifizierte Cannabis-Plattform der Welt.

Gemäß den Vertragsbestimmungen wird das Unternehmen bei Abschluss 50.735 Stammaktien aus dem Eigenkapital mit einem Wert von CAD 1.491.882,70 an Dr. Kazík ausgeben und wird, vorbehaltlich der Erreichung bestimmter Meilensteine, bis zu 34.758 weitere Stammaktien mit einem Wert von CAD 1.022.080,00 (Basis 5-Tages-VWAP von CAD 29,40519 am 5. April 2018) ausgeben. Der Gesamtwert der im Rahmen des Vertrags zu zahlenden Vergütung beträgt ca. CAD 2.513.962,70. Sämtliche Beträge sind, soweit nicht anderweitig aufgeführt, in Kanadischen Dollar (CAD) angegeben.

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Rekord bei Salzburgs „gesunden Betrieben“

Branchen News vom 12.04.2018

Salzburg (OTS) – 53 Salzburger Unternehmen und Institutionen erhielten am 11. April 2018 das „Gütesiegel für Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF)“ verliehen. 34 Betriebe erhielten es zum ersten Mal, weitere 19 bekamen die Nachhaltigkeit ihrer Gesundheitsförderung durch eine Wiederverleihung bestätigt. Mit den diesjährigen Neuverleihungen sind in Salzburg bereits 165 Unternehmen mit rund 70.000 Mitarbeitenden Gütesiegelträger. „Gesundheitsförderung ist eine gewinnbringende Maßnahme für alle. Die Arbeitenden haben weniger gesundheitliche Belastungen, die Unternehmen bekommen mehr Motivation und Engagement“, zeigte sich SGKK-Obmann Andreas Huss überzeugt.

Das Gütesiegel ist die höchste österreichische Auszeichnung für vorbildliche und nachhaltige Investitionen in die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Nur Unternehmen, die auf umfassende Maßnahmen setzen, werden als Partner in das Programm aufgenommen. Nicht Einmal-Aktionen sind das Ziel, sondern eine langfristige und dauerhafte Änderung der Arbeitsverhältnisse unter dem Aspekt der Gesundheitsförderung. Rund 70.000 Beschäftigte in 165 Unternehmen profitieren in Salzburg derzeit von den betrieblichen Gesundheitsförderungsmaßnahmen der SGKK.

Die Gütesiegel wurden durch Andreas Huss (SGKK-Obmann) und Dr. Klaus Ropin (Leiter Fonds Gesundes Österreich) an die Betriebe überreicht. Es ist ein Gütesiegel des „Österreichischen Netzwerkes Betriebliche Gesundheitsförderung“ und wird vom Fonds Gesundes Österreich unterstützt. Die Kriterien für die Zuerkennung orientieren sich an den Qualitätskriterien des Europäischen Netzwerkes Betriebliche Gesundheitsförderung. Das Gütesiegel wird auf jeweils drei Jahre vergeben, eine neuerliche Bewerbung ist jederzeit möglich.

Salzburger Gütesiegelträger 2018: Die Neuen

  • Adler Pharma Produktion und Vertrieb GmbH (46 MA)
  • Aesculus Apotheke (9 MA)
  • Alphamed Arzneimittel GmbH & Co KG (23 MA)
  • Andreas Kreiseder GmbH (8 MA)
  • Arvai Plastics GmbH & Co KG (200 MA)
  • Austria Puma Dassler GmbH (84 MA)
  • BASF Coatings Services GmbH (63 MA)
  • Bevaform Service & Handels GmbH (15 MA)
  • Computer Center Lorentschitsch GmbH (25 MA)
  • conova communications GmbH (49 MA)
  • Ebster Bau GmbH, Henndorf (49 MA)
  • Ebster Bau GmbH & Co KG, Bischofshofen (35 MA)
  • Ebster Living Bauträger GmbH (29 MA)
  • Ebster Holzbau GmbH (15 MA)
  • Frau & Arbeit gGmbH (33 MA)
  • FrauenGesundheitsZentrum Salzburg (3 MA)
  • Geislinger GmbH (163 MA)
  • Grohmann Schuhimport GmbH (15 MA)
  • Hasslwanter KG (10 MA)
  • jmw innovation GmbH (9 MA)
  • M. Breuninger & Co. Ges.m.b.H. (20 MA)
  • Milupa GmbH (70 MA)
  • OptimaMed Rehabilitationszentrum Hallein GmbH (39 MA)
  • Raiffeisenbank Straßwalchen eGen (23 MA)
  • Reindl Kältetechnik GesmbH (38 MA)
  • Reischl & Sohn GmbH (18 MA)
  • Robert Bosch AG, Standort Hallein (1.100 MA)
  • Salzburger Banken Software Ges.m.b.H. (89 MA)
  • SeneCura Zentrale, Zweigniederlassung Salzburg und Amstetten (34 MA)
  • Seniorenpension am Schlossberg GmbH & Co. KG (45 MA)
  • Sinz GmbH Kommunikationsagentur (6 MA)
  • Sony DADC (ca. 700 MA in Salzburg)
  • Stockinger & Reinthaler Bau GmbH ( 27 MA)
  • Zachhalmel GmbH (30 MA)

Salzburger Gütesiegelträger 2018: Wiederverleihungen

  • anderskompetent gmbh (110 MA)
  • b.it gmbh (18 MA)
  • Bausparkasse Wüstenrot AG (511 MA)
  • die fliegenden fische werbeagentur gmbh (4 MA)
  • dm drogerie markt GmbH (7.187 MA)
  • Dr. Martin Kühberger, Arzt für Allgemein- und Arbeitsmedizin (6 MA)
  • FH Salzburg (350 MA)
  • Gandler Risk Management (22 MA)
  • Glas Schnabl (8 MA)
  • Hotel Restaurant Untersberg, Eduard Ziegler KG (28 MA)
  • Kinderschutzzentrum Salzburg (16 MA)
  • Palfinger Europe GmbH, Standort Köstendorf (481 MA)
  • Romantik Hotel GMACHL****S, Elixhausen (77 MA)
  • Salzburg AG für Energie, Verkehr und Telekommunikation (2.300 MA)
  • Salzburger Flughafen GmbH  (354 MA)
  • Seniorenwohnhaus Nonntal, Magistrat Salzburg (75 MA)
  • SLK GesmbH (47 MA)
  • Verein Spektrum (90 MA)
  • zobl.bauer. Pinzgau, Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung GmbH (29 MA)
APA OTS

55. Welldone Lounge: PRAEVENIRE

Branchen News vom 12.04.2018

Wien (OTS) – Bei der mittlerweile 55. Welldone Lounge der Welldone Werbung und PR GmbH konnten gestern Abend über 200 prominente Gäste aus Gesundheit, Wirtschaft und Politik in der Wiener Börse von Welldone-Geschäftsführer Robert Riedl und Mag. Hanns Kratzer, Geschäftsführer der PERI Consulting GmbH begrüßt werden.

Ehrengast der Welldone-Lounge, welche sich als Plattform zum offenen Austausch und Dialog versteht, war Vizekanzler und Bundesminister für den öffentlichen Dienst und Sport Heinz-Christian Strache. Gemäß dem Motto der 55. Welldone-Lounge „PRAEVENIRE“ – also dem Erhalt und der Verbesserung des Gesundheitszustandes der Bevölkerung – gab der Bundesminister in seiner Keynote Einblick, wie aus seiner Sicht Sport und Bewegung zur umfassenden Prävention beitragen können.

„Gerade das Gesundheitswesen ist ein Sektor voller Dynamik, in Bezug auf Forschung und Innovation genauso wie politisch – hier aufgrund der immer knapper bemessenen Budgets und der emotionalen Aufladung. Es stehen scheinbar unversöhnliche Standpunkte gegenüber, zu denen die meisten Menschen eine klare persönliche Haltung haben“, sagte Mag. Hanns Kratzer, Geschäftsführer der PERI Consulting in seiner Begrüßung. Viele im Regierungsprogramm formulierten und zur Umsetzung anstehenden Maßnahmen würden sehr kontroversiell geführt werden. Dies zeige sich bei der geplanten Zusammenlegung der Kassen und Schaffung einer Österreichischen Krankenkasse, der aktuell heftig diskutierten Auflösung der AUVA oder den jüngst gesetzlich abgeänderten Bestimmungen zum Nichtraucherschutz, nennt Kratzer konkrete aktuelle Beispiele aus dem Gesundheitsbereich.

In seiner Keynote stellte der Bundesminister für öffentlichen Dienst und Sport Heinz-Christian Strache seine Pläne als Sportminister vor. „Österreich soll die Sportnation werden. Dazu wird bis Ende Juni die Sportstrategie Austria mit klar definierten Zielen erarbeitet, um die nötigen Rahmenbedingungen sowie die erforderliche organisatorische und finanzielle Unterstützung sicherzustellen. Das Geld soll zu den Sportlern kommen“, so der Sportminister. Im Spitzensport sei Österreich bei den Wintersportarten sehr gut, im Sommersport müsse man verstärkt nach Nischen suchen wie z.B. Segeln oder Schützensport, regt Strache an.

Ein weiteres wichtiges Anliegen des Sportministers ist, bereits die Kinder in frühen Jahren für den Sport zu begeistern. Dies könne gelingen, indem beispielsweise Spitzensportler als Vorbilder in die Schulen kommen, vor allem aber durch die Etablierung der täglichen Sportstunde. „In Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsministerium und den Dachverbänden soll die tägliche Sportstunde in der Nachmittagsbetreuung gemeinsam mit regionalen Sportverbänden verwirklicht werden“, so Sportminister Strache.

„Wir müssen das Bewusstsein dafür schaffen, dass jeder, der regelmäßig Sport macht und gesund lebt, in der Regel auch weniger krank ist“, so das Resümee von Sportminister Strache in seiner Keynote.

Mit dem Welldone-Team und der PERI-Group diskutierten u.a.:

  • MMag. Dr. Helwig Aubauer, Industriellenvereinigung Österreich
  • Mag. Gottfried Bahr, Apotheke Rodaun
  • Univ.Prof. Dr. Christian Egarter, Allgemeines Krankenhaus der Stadt Wien
  • Michael Friedl, Geschäftsführer Fresenius Medical Care Austria GmbH
  • Dr. Martin Fuchs, Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft
  • Gerhard Gucher, Direktor VAMED-Management & Service GmbH
  • Univ.-Prof. Dr. Harald Hertz, Vizepräsident Österreichische Gesellschaft für Notfall und Katastrophenmedizin
  • Dr. Jan Huber, Generalsekretär Pharmig
  • Mag. Gernot Idinger, Landeskrankenhaus Steyr
  • Mag. Gerhard Kaniak, Abgeordneter zum Nationalrat
  • Mag. Bernadette Keusch, Patient Centered Care Manager
  • Peter Keysers, Astellas Pharma GmbH
  • Dr. Bärbel Klepp, Legal & External Affairs Director Roche Austria
  • Nikolaus Koller, MAS, MBA akad. KH-Manager, Österreichisches Institut für Krankenhausbetriebsführung
  • Univ. Prof. Dr. Günter Laufer, Allgemeines Krankenhaus der Stadt Wien
  • Mag. Ulrich Lübcke, Bristol-Myers-Squibb GmbH
  • Dr. Jan Miroslaw Lubecki, NMD, MBA, AOP Orphan
  • Sebastian Mörth, Daiichi Sankyo Austria GmbH
  • Dr. Agnes Mühlgassner, Chefredakteurin Österreichische Ärztezeitung
  • Mag. Dr. Michael M. Müller, Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft
  • Mag. Martin Munte, Amgen GmbH
  • Mag. pharm. Dr. Ulrike Mursch-Edlmayer, Präsidentin der Österreichischen Apothekerkammer
  • Mag. Christina Nageler, Geschäftsführerin IGEPHA
  • Mag. Jan Pazourek, Generaldirektor Niederösterreichische Gebietskrankenkasse
  • Dr. Brigitte Povysil, Abgeordnete zum Nationalrat
  • Prim. Univ.-Prof. Dr. Elisabeth Preisinger, Krankenhaus Hietzing mit NZ Rosenhügel
  • Dr. Josef Probst, Generaldirektor Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger
  • Isabelle Racamier, Arlys Consulting GmbH
  • Prim. Univ.-Doz. Dr. Michael Rauchenwald, Österreichische Gesellschaft für Urologie und Andrologie
  • Peter Richter, BA MA, Pharmig – Verband der pharmazeutischen Industrie Österreichs
  • Mag. Petra Riegler, aHPh, Apothekenleitung Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Eisenstadt
  • Mag. Martin Schaffenrath, Verbandsvorsitzender-Stv. Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger
  • Mag. Dr. Christopher Schludermann, Merck, Sharp & Dohme Ges.m.b.H.
  • Dr. Martin Spatz, MBA, IQVIA GmbH
  • Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Hannes Stockinger, Medizinische Universität Wien
  • Prim. Univ.-Prof. Dr. Albert Tuchmann, Österreichische Gesellschaft für Chirurgie
  • Mag. Eva Wildfellner, Bundesministerium für öffentlichen Dienst und Sport
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Einladung zum Pressegespräch in Linz: FSME in Oberösterreich – Risiken und Schutzmöglichkeiten

Branchen News vom 11.04.2018

Linz (OTS) – Sieben von zehn Oberösterreichern wissen, wie es ist, von einer Zecke gestochen zu werden. Einige davon erkranken an FSME. 37 Jahre nach der ersten Informationskampagne zur FSME-Impfung ist die Anzahl der Krankheitsfälle zwar weit unter dem Ausgangsniveau, steigt aber gegenwärtig wieder leicht an. Gerade Oberösterreich gilt als besonders gefährdetes Gebiet mit den meisten Infektionen. Geschützt ist nur, wer sich an das vorgegebene Impfschema hält. Und das ist immer häufiger nicht mehr der Fall. Nach wie vor halten sich auch viele Mythen rund um Zecken und FSME. Die diesjährige Kampagne des Vereins zur Förderung für Impfaufklärung (VFI) in Kooperation mit der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK) und der Österreichischen Apothekerkammer (ÖAK) setzt sich genau damit auseinander.

Beim Pressegespräch am 19. April 2018 erfahren Sie

  • Daten und Fakten zu den FSME-bedingten Erkrankungen in Oberösterreich
  • Welche neuen „Zecken-Gebiete“ es in Oberösterreich gibt
  • Welche kurz- und langfristigen Folgen eine FSME-Infektion mit sich bringen kann und
  • Wohin Zecken besonders gerne stechen

Ihre Gesprächspartner sind

  • Priv.-Doz. Dr. Georg Duscher
    Vizepräsident des Vereins zur Förderung der Impfaufklärung (VFI)
    Stellvertretender Leiter des Instituts für Parasitologie, Department für Pathobiologie an der Veterinärmedizinischen Universität Wien
  • Priv.-Doz. Dr. Rainer Gattringer
    Stellvertretender Institutsleiter und Krankenhaushygieniker am Ordensklinikum Linz/Elisabethinen
  • Dr. Johannes Neugebauer
    Impfreferent OÖÄK, Facharzt für Kinder und Jugendheilkunde

Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung unter warter@finefacts.at

Mit freundlicher Unterstützung von Pfizer Corporation Austria G.m.b.H.

Pressegespräch: FSME in Oberösterreich: Risiken und Schutzmöglichkeiten

Datum: 19.04.2018, 10:00 – 11:00 Uhr

Ort: OÖ. Presseclub Saal B
Landstraße 31, 4020 Linz, Österreich

Rückfragen & Kontakt:
Mag. Uta Carstanjen
carstanjen@finefacts.at
M: +43 664 515 30 40

Mag. Sonja Warter, MSc
warter@finefacts.at
M: +43 650 2703929

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Pressegespräch: GEMED – Multiprofessionelles Geriatrisches Medikationsmanagement in stationären Alteneinrichtungen

Branchen News vom 11.04.2018

Wien (OTS) – Unerwünschte Arzneimittelereignisse wie Stürze, Verwirrtheit oder Blutungen zählen zu den häufigsten Erkrankungsursachen älterer Menschen. Besonders betroffen sind chronisch kranke Seniorinnen und Senioren, die auf Pflege in einem Seniorenheim angewiesen sind. Bei sachgemäßer Arzneimittelanwendung sind bis zu zwei Drittel dieser unerwünschten Arzneimittelereignisse vermeidbar.

Die Österreichische Apothekerkammer möchte Ihnen die Ergebnisse des Projekts GEMED gerne näherbringen. Daher laden wir herzlich zum RESSEGESPRÄCH: „GEMED“ – Multiprofessionelles Geriatrisches Medikationsmanagement in stationären Alteneinrichtungen

Ihre Gesprächspartner sind:

  • Mag. pharm. Dr. Ulrike Mursch-Edlmayr, Präsidentin der Österreichischen Apothekerkammer
  • LAbg. Ingrid Korosec, Präsidentin des Österreichischen Seniorenbundes und des Österreichischen Seniorenrates
  • Mag. pharm. Diemut Strasser, Projektleitung
  • Mag. pharm. Dr. Elisabeth Kretschmer, aHPh, Projektleitung

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und bitten um Zu- oder Absage bis spätestens 16. April 2018 an die Österreichische Apothekerkammer unter presse@apothekerkammer.at oder 01 404 14 – 600.

Datum: 19.04.2018, 09:30 – 10:30 Uhr

Ort: Österreichische Apothekerkammer, Bibliothek, 3. Stock
Spitalgasse 31, 1091 Wien, Österreich

Rückfragen & Kontakt:
Österreichische Apothekerkammer
Presse und Kommunikation
Mag. Elisabeth Ort
Tel: 01 404 14 – 600
E-Mail: presse@apothekerkammer.at

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FSME: Impfung ist einzig wirksamer Schutz

Branchen News vom 11.04.2018

Wien (OTS) – 116 Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)-Fälle wurden 2017 in Österreich registriert. In Deutschland waren es 469. Auch auf europäischer Ebene ist die Krankheit mittlerweile ein wichtiges Thema. 2015 wurden europaweit mehr als 2.000 Fälle dokumentiert. In Wahrheit könnten es sogar mehr sein, da FSME-Fälle nur in 16 europäischen Ländern gemeldet werden müssen. Wie wirksam die Impfung ist, sofern sie im richtigen Intervall verabreicht wird,  sieht man in Österreich. In Litauen, mit knapp drei Millionen Einwohnern und niedriger Durchimpfungsrate, traten 2014 fast drei Mal so viele Krankheitsfälle auf wie im vergleichsweise gut durchgeimpften Österreich.

Übertragung fast ausschließlich durch Zeckenstich

Auslöser der Krankheit ist das FSME-Virus. In der Natur kommt es hauptsächlich bei kleinen Nagetieren vor. Menschen werden nur durch Zufall zum „Wirt“. Die Übertragung auf den Menschen erfolgt in der Regel durch den Stich einer infizierten Zecke. In den endemischen Regionen in Zentraleuropa tragen etwa 0,5 bis 5 Prozent der Zecken das Virus in sich. In ganz seltenen Fällen (weniger als 1 Prozent) kommt es durch den Konsum von Rohmilch- und Rohmilchprodukten, hauptsächlich von Ziegen, zu einer FSME-Infektion. Der Großteil der FSME-Infektionen findet in den Monaten April bis November statt. In dieser Zeit sind die Zecken am aktivsten. In Zentraleuropa gibt es zwei Erkrankungsspitzen: Juni und Juli beziehungsweise September und Oktober. Univ.-Prof. DDr. Reinhard Würzner von der Sektion für Hygiene und Medizinische Mikrobiologie an der Medizinischen Universität Innsbruck: „Grundsätzlich kann ein Zeckenstich aber zu jeder Jahreszeit erfolgen, es sei denn, es gibt eine geschlossene Schneedecke.“ Kinder sind in 10 bis 20 Prozent der Fälle betroffen. Eine Erkrankung kann zu einer Entzündung des Gehirns führen,  im schlimmsten Fall sogar mit Todesfolge. Auch langfristige Schäden sind keine Seltenheit.

Keine „sicheren“ Gebiete

In Österreich ist kein einziges Bundesland FSME-frei. Vor allem im Westen des Landes hat sich die Situation grundlegend geändert. Vor 1984 gab es in Tirol keine nachgewiesenen FSME-Fälle. In Vorarlberg war dies sogar bis zum Jahr 2000 der Fall. Heute gelten bestimmte Täler in Tirol und Vorarlberg wie das Inn- oder das Zillertal als hoch endemisch. Auch im Salzachtal in Salzburg sind bereits FSME-Fälle dokumentiert. Diese Fälle sowie Daten aus den Nachbarländern Tschechien und Slowakei lassen darauf schließen, dass es nun auch FSME-Gebiete in größeren Höhen von etwa 1.500 Metern gibt. Es bilden sich also neue Endemiegebiete, Fälle unter unterschiedlichsten klimatischen Bedingungen und Topografien sind bekannt. Für Würzner ist klar: „Fast alle bewohnbaren Regionen in Österreich sind Endemiegebiet und daher ist im Grunde jeder gefährdet, der sich im Freien aufhält, da es unmöglich ist, sich nur in „sicheren“ Gebieten aufzuhalten.“

Selbst Touristen haben ein Ansteckungsrisiko

Daten aus dem elektronischen Meldesystem zeigen, dass es auch ein Risiko für nicht geimpfte Touristen gibt. Wer sich während der Zeckensaison vier Wochen lang in einem endemischen Gebiet aufhält, hat ein etwa ähnlich hohes Risiko an FSME zu erkranken, wie ein ungeimpfter Indien-Reisender an Typhus oder Malaria.

Einzig wirksamer Schutz ist korrekte Impfung

Sogenannte Repellents auf Haut und Kleidung, lange Ärmel und lange Hosen sowie das völlige Vermeiden von Risikoregionen werden immer wieder empfohlen. Gut zu wissen ist auch, wie man Zecken entfernt. „Das alles kann helfen, ein wirklich effektiver Schutz ist es jedoch nicht“, erklärt der Experte. „Effektiven Schutz kann nur die Impfung und deren regelmäßige Auffrischung bieten. Wer die vorgegebenen Intervalle einhält, ist fast zu 100 Prozent gegen FSME geschützt. “Was passiert, wenn nicht genug geimpft wird, sieht man in Litauen. Dort wurden 2014 353 FSME-Fälle bestätigt, und das bei einer Einwohnerzahl von 2,85 Millionen.

Vergünstigter Impfstoff bereits erhältlich

Seit Jahresbeginn läuft eine Aktion der Österreichischen Ärzte- und Apothekerkammer, durch die die Impfstoffe vergünstigt angeboten werden.

Laut Österreichischem Impfplan sollten sich heuer all jene Personen impfen lassen, die

  • bisher ungeimpft waren
  • 2017 die Teilimpfungen 1 und 2 der Grundimmunisierung erhalten haben
  • 2015 die dritte Teilimpfung der Grundimmunisierung erhalten haben
  • unter 60 Jahre alt sind und das letzte Mal 2013 geimpft wurden
  • über 60 Jahre alt sind und das letzte Mal 2015 geimpft wurden
  • bei denen unbekannt ist, wann die letzte Impfung durchgeführt wurde

Die Impfstoffe sind auf Rezept in allen Apotheken erhältlich. Durchgeführt werden kann die Impfung entweder vom Hausarzt, von Amtsärzten in den Bezirken und zum Teil auch in Schulen, Unternehmen oder Gemeinden.

APA OTS

Medizinalhanf: Bevölkerung weiter als Politik

Branchen News vom 09.04.2018

Eine klare Mehrheit der Österreicher spricht sich für die Legalisierung von Cannabis unter klaren medizinischen Vorgaben aus. 33 Prozent sind ganz sicher dafür, 37 Prozent eher. Nur zehn Prozent würden Cannabis auf Rezept sicher nicht freigeben. So lautet das Ergebnis einer wöchentlichen Umfrage für die Gratiszeitung heute. 500 Österreicher wurden dazu von Unique Research online befragt, die maximale Schwankungsbreite beträgt +/- 4,4 Prozent. „Wir brauchen eine Gesetzgebung, die Patienten nicht länger kriminalisiert. So wie in Deutschland sollen auch in Österreich die Cannabisblüten sowie standardisierte pflanzliche Extrakte in der Apotheke erhältlich sein. Aber ohne Spießrutenlauf, sondern auf Rezept und unter ärztlicher Anwendung auf Kassenkosten“, sagt der Geschäftsführer von Medical Cannabis Research & Analysis, Alexander Kristen.

Synthetisches Cannabisangebot dominiert

Aktuell stehen den Patienten in Österreich nur synthetische und halbsynthetische Cannabinoid-Präparate zur Verfügung: Dronabinol als magistrale Zubereitung von pflanzlichem oder synthetisch hergestelltem THC; das synthetische Cannabinoid Nabilone; und Sativex, eine Mischung aus synthetischem THC und CBD (Cannabidiol). Diese Produkte sind aber nicht leistbar. Die monatlichen Kosten liegen für chronische Schmerzpatienten bei 600 bis 800 Euro. Eine einheitliche, geregelte Kostenübernahme durch die Krankenkassen erfolgt derzeit nicht.

Natürliche Cannabinoide wirken besser

Das beschränkte synthetische und halbsynthetische Angebot schränkt die ärztliche Wahlfreiheit ein, denn natürliche Cannabinoide in Form der Cannabisblüte sowie Extrakte daraus sind in Österreich illegal. Synthetische Cannabinoide haben zudem den Nachteil, dass darin alle anderen potenziell wirksamen Cannabinoide verloren gehen. In Studien wurde auch gezeigt, dass natürliche Cannabinoide von den Patienten besser vertragen werden.

Anders die Situation in Deutschland: Seit 2017 gibt es dort Cannabis für Schwerkranke auf Rezept. Die staatliche Cannabisagentur hat den Anbau von jährlich 1,5 Tonnen ausgeschrieben, der Bedarf übersteigt den Vorrat bereits um das Dreifache. Die Krankenkassen tragen mehrheitlich die Kosten. „Länder wie Kanada, Israel, die Niederlande und Deutschland haben verstanden, dass der Staat ein leistbares, qualitätsgeprüftes Angebot an Medizinalhanf schaffen muss. Schafft der Gesetzgeber kein legales Angebot, springen Schwarzmarkt und Quacksalber ein. Gesundheitsministerin Beate Hartinger-Klein ist zum Handeln aufgefordert“, sagt Alexander Kristen.

Die Medical Cannabis Research & Analysis GmbH (MCRA) ist auf das Klonen und die Züchtung von Hanfpflanzen unter Hightech-Bedingungen spezialisiert. Im Labor werden unter technischen Spitzenstandards Qualitätskontrollen bei Hanfpflanzen durchgeführt. Gegründet wurde das Unternehmen 2017 von dem Unternehmer Alexander Kristen und dem Chemiker und Toxikologen Univ.-Prof. Dr. Rainer Schmid.

APA OTS

Telefonische Gesundheitsberatung 1450 in Wien als neuer Wegweiser etabliert

Branchen News vom 09.04.2018

Wien (OTS) – Vor einem Jahr startete die Pilotphase zur neuen telefonischen Gesundheitsberatung 1450 in den Bundesländern Wien, Niederösterreich und Vorarlberg. Unter der Telefonnummer 1450 wird AnruferInnen aus den Pilotbundesländern rund um die Uhr, sieben Tage die Woche Auskunft und Hilfe bei gesundheitlichen Problemen und Anliegen gegeben. Gesundheitsstadträtin Sandra Frauenberger, Obfrau der Wiener Gebietskrankenkasse Ingrid Reischl und Volker Schörghofer, stv. Generaldirektor im Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger ziehen bei einer gemeinsamen Pressekonferenz für Wien eine positive Bilanz.

„Mit Einführung der telefonischen Gesundheitsberatung hat Wien einen innovativen und neuen Weg eingeschlagen. Im Sinne des ,best point of service’ wurde die Gesundheitsberatung als neuer Wegweiser etabliert, der rasch, niederschwellig und unkompliziert durch das Wiener Gesundheitssystem führt und den PatientInnen Sicherheit und Orientierung gibt. Dank der guten Zusammenarbeit und Kooperation zwischen dem Fonds Soziales Wien und der WGKK, der Wiener Berufsrettung, dem Ärztefunkdienst und dem Krankenanstaltenverbund können wir auf ein erfolgreiches erstes Jahr zurückblicken“, hält Frauenberger fest.

“Die telefonische Gesundheitsberatung 1450 hat sich als Gesundheitswegweiser in unserem System bewährt”, unterstreicht Ingrid Reischl, Obfrau der Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK). „Besonders gut haben die PatientInnen 1450 in der heurigen Grippesaison angenommen. Im Jänner und Februar wurde das Beratungsangebot um rund ein Drittel häufiger in Anspruch genommen als in den Monaten davor“, so Reischl. Und weiter: „Das speziell geschulte Personal hat die AnruferInnen anhand ihrer Beschwerden und mit Hilfe eines Expertensystems zum richtigen Behandlungsort weiter geleitet. Insgesamt konnten wir so den Betroffenen helfen, Zeit und Wege zu sparen und gleichzeitig unser Gesundheitssystem entlasten”, betont die WGKK-Obfrau und weist darauf hin, dass das Projekt in seiner Pilotphase erfolgreich angelaufen ist, was auch erste Vergleiche mit anderen Ländern wie der Schweiz oder Schweden zeigen.

“Das qualitätsgesicherte und protokollgestützte Abfragesystem, das hinter der telefonischen Gesundheitsberatung steht und als sogenannter “Fragebaum” durch das Auskunftsgespräch führt, wurde vom Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger nach einer internationalen öffentlichen Ausschreibung erworben. Ein Jahr nach dem Start hat das internationale Expertensystem, das von einem Team von Ärztinnen und Ärzten sowie anderen Fachkräften speziell für Österreich “austrifiziert” wurde, seine Feuerprobe erfolgreich bestanden und kann nach einer entsprechenden Evaluierung in den drei Pilotbundesländern, dann ab 2019 in ganz Österreich ausgerollt werden”, so der stv. Generaldirektor im Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger, Volker Schörghofer.

Insgesamt gab es rund 31.500 AnruferInnen. Ob Notfall, Beratung bei gesundheitlichen Beschwerden oder Auskünfte über die nächstgelegene Apotheke – 1450 gibt Rat und fachkundige Beratung. In rund 14.500 Fällen fand eine tiefgehende Gesundheitsberatung statt, die häufigsten Gründe der AnruferInnen waren abdominale Schmerzen, Insektenbisswunden, Erbrechen, Rückenschmerzen und Diarrhoe. Bei etwa 1.500 Fällen wurden die AnruferInnen direkt an die Wiener Berufsrettung weiterverbunden, bei rund 1.400 AnruferInnen wurde an den Ärztefunkdienst verwiesen. Bei rund 1.000 Fällen konnten Selbstversorgungshinweise gegeben werden. Zwei Drittel der AnruferInnen wurden an ÄrztInnen im niedergelassenen Bereich verwiesen. 18 Prozent der AnruferInnen mit Beschwerden gaben an, dass sie ohne dieses Service in eine Spitalsambulanz gefahren wären oder hätten eine Rettung gerufen. Die meisten Anrufe verzeichnete die Gesundheitsberatung Samstags; durchschnittlich dauern Gespräche acht Minuten.

Seit April 2017 läuft die Gesundheitsberatung 1450 in der Pilotphase. Um ein möglichst breites Bild darüber zu bekommen, wie der Service angenommen wird, wurden drei Bundesländer mit unterschiedlichen Strukturen für die erste Phase ausgewählt: Wien als Ballungsraum mit starker Infrastruktur, Niederösterreich als großflächiges, vielfältiges Bundesland und Vorarlberg mit seinen alpinen, dezentralen Strukturen. Pro Pilot-Bundesland gibt es einen Partner, der die professionelle Umsetzung des Gesundheitsservices gewährleistet. In Wien ist das der Fonds Soziales Wien.

Speziell geschultes diplomiertes Krankenpflegepersonal lotst die AnruferInnen durch ein von ExpertInnen entwickeltes medizinisch-wissenschaftliches und international bewährtes Abfragesystem, schätzt die Dringlichkeit des Anliegens ein und gibt dann Verhaltensempfehlungen ab. Dabei wird auch der Wohnort des Anrufers/der Anruferin berücksichtigt und mit Informationen über ÄrztInnen in der Nähe und Öffnungszeiten verknüpft. Damit bietet der Dienst nicht nur schnelle Hilfe bei akuten Symptomen, sondern auch eine Orientierung im Gesundheitswesen.

Die Gesundheitsnummer wurde nach dem Vorbild von Ländern mit Beratungsmaßnahmen wie in Großbritannien, Dänemark, Schweden, den Niederlanden und der Schweiz konzipiert. Das gemeinsame Projekt des Gesundheitsministeriums, des Hauptverbands der österreichischen Sozialversicherungsträger und der drei Pilotprojektbundesländer setzt damit internationale Standards in Österreich. Weitere Infos unter www.1450.at.

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Zecken & FSME: Schutz aus Niederösterreich für die ganze Welt

Branchen News vom 06.04.2018

Wien (OTS) – Der Weltgesundheitstag am 7. April steht heuer unter dem Motto „flächendeckende Versorgung“. Das schließt auch, oder sogar ganz besonders, die Versorgung mit wichtigen Impfstoffen ein. Oft sind sie der einzige effektive Schutz vor schweren Erkrankungen. Das gilt auch für die FSME*-Impfung, die als Vorbeugung gegen diese Form der Hirnhautentzündung am besten geeignet ist. Einer der Impfstoffe gegen FSME stammt quasi aus der Nachbarschaft, denn die Produktion findet im niederösterreichischen Orth an der Donau statt. Von dort aus wird dieser Impfstoff nicht nur nach Österreich, sondern in die ganze Welt geliefert. Nebenbei sichert die heimische Produktion rund 270 Arbeitsplätze in der Region.

FSME-Impfung: Die österreichische Erfolgsgeschichte…

Zum ersten Mal nachgewiesen wurde das von Zecken übertragene FSME-Virus vor beinahe 100 Jahren in der Gegend von Wiener Neustadt. Christian Kunz vom Institut für Virologie der Universität Wien schaffte es 1973 erstmals eine kleine Menge Versuchsimpfstoff zu entwickeln. Bereits 1976 startete die österreichische Firma IMMUNO AG mit der industriellen Herstellung des Impfstoffes. Zunächst wurden nur Risikogruppen wie Land- und Forstarbeiter geimpft. Nachdem im Jahr 1979 aber dennoch 677 FSME-Erkrankungsfälle dokumentiert wurden, startete 1981 die erste breit angelegte Informationskampagne der Österreichischen Ärztekammer, der Österreichischen Apothekerkammer und der ARGE Pharmazeutika** in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Gesundheit. „Die FSME-Aufklärungs- und Informationskampagnen haben zu großem Erfolg in Österreich geführt. Die Durchimpfungsraten liegen seit Jahren konstant über 80 Prozent, wodurch die Erkrankungsfälle auf 50 bis 100 Fälle pro Jahr reduziert werden konnten“, erklärt Mag.a rer.nat. Renée Gallo-Daniel, Leiterin der Business Unit Vaccines bei Pfizer Austria.

…auch in Zukunft fortsetzen

Dennoch bleibt noch einiges zu tun: 2017 ist die Zahl der Erkrankungen erstmals seit 2011 wieder auf über 100 Fälle angestiegen – es wurden 116 FSME-Fälle in Österreich dokumentiert. (1) Grundsätzlich sind in Österreich zwar vergleichsweise viele Menschen geimpft, aber nicht alle sind im korrekten Impfschema bzw. lassen sich regelmäßig mit einer FSME-Impfung auffrischen. Und nur das schützt tatsächlich. (2) „Wir dürfen uns in Österreich nicht auf den Lorbeeren der Vergangenheit ausruhen, sondern müssen auch in Zukunft Aufklärung rund um die FSME-Impfung betreiben. Besonders ein niederschwelliger Zugang zur FSME-Impfung, wie etwa das Angebot zur Impfung am Arbeitsplatz, ist wichtig, um die Durchimpfungsraten weiterhin hoch zu halten und die regelmäßigen Auffrischungsimpfungen zu erleichtern“, ist Gallo-Daniel überzeugt.

Impfstoff für immer mehr Menschen weltweit aus Niederösterreich

Einer der beiden in Österreich verfügbaren FSME-Impfstoffe wird von Pfizer im niederösterreichischen Orth an der Donau produziert. „Wir produzieren in Orth an der Donau jährlich etwa 10 Millionen Impfdosen und beschäftigen an diesem Standort derzeit 270 Mitarbeiter. Damit sind wir auch bedeutender Arbeitgeber für die Region“, erklärt Prof. Dr. Robin Rumler, Geschäftsführer von Pfizer Austria. „Die Herstellung des FSME-Impfstoffs ist komplex. Ein einziger Produktionsdurchlauf dauert etwa neun Monate. Aber er kann rund 50.000 Menschen schützen!“, ergänzt Martin Dallinger, Site Leader Pfizer Manufacturing Austria GesmbH. (Weitere Informationen zu Herstellprozess unter https://bit.ly/2pLgUVR.)

Die Liste der Länder, in denen der FSME-Impfstoff gebraucht wird, wird mittlerweile immer länger. Allein in Europa gibt es heute 30 Länder mit Endemiegebieten. Jährlich werden mehrere tausend Erkrankungsfälle  gemeldet. (3) FSME-Infektionen kommen inzwischen auch im Norden vor – neue Hot-Spots sind beispielsweise in Norddeutschland entstanden (4). Der Archipel von Kokkola im Norden Finnlands, nur 300 km vom Polarkreis entfernt, markiert den gegenwärtig nördlichsten Verbreitungsort von FSME-infizierten Zecken. (5) Hohe Fallzahlen im Verhältnis zur Einwohnerzahl gibt es im Baltikum, aber auch in unseren Nachbarländern Tschechien und Slowakei. (3, 6) In Tschechien wurden 2014 (letzte veröffentlichte Zahlen des European Center for Disease Prevention and Control) 410 FSME-Fälle bestätigt. „Aktuell sind die Durchimpfungsraten aber nirgendwo so hoch wie in Österreich, in Tschechien liegt sie beispielsweise nur bei knapp über 20 Prozent“, sagt Gallo-Daniel. „Das erklärt, warum es bei uns bei ähnlich hohem Risiko wesentlich weniger Erkrankungsfälle gibt.“

Pfizer Vaccines – Prävention durch Impfstoffe

Pfizer versorgt die österreichische Bevölkerung mit Impfstoffen zum Schutz vor Pneumokokken, Meningokokken sowie FSME. Im Werk von Pfizer Österreich wird neben dem FSME-Impfstoff auch ein Impfstoff gegen die durch Meningokokken-C ausgelöste Meningitis (Hirnhautentzündung) hergestellt. Und auch in Zukunft setzt Pfizer auf die Bedeutung von Impfstoffen für die Erhaltung der Gesundheit. Aktuell wird etwa an Impfstoffen gegen schwere Infektionskrankheiten geforscht, für die es derzeit noch keinen Impfstoff gibt. Darunter fallen Krankheiten, die durch die Bakterien Staphylococcus aureus und Clostridium difficile ausgelöst werden. Derartige Impfstoffe gewinnen insbesondere vor dem Hintergrund steigender Antibiotika-Resistenzen an Bedeutung. Weitere Forschungsprogramme von Pfizer konzentrieren sich auf therapeutische Impfstoffe etwa gegen Krebs.

Pfizer – Gemeinsam für eine gesündere Welt

Wenn Menschen krank werden, kann sich vieles für sie verändern – ein oft schwieriger Weg beginnt. Bei Pfizer arbeiten rund 97.000 Mitarbeiter weltweit daran, Patienten auf diesem Weg zu unterstützen. Sie erforschen, entwickeln, produzieren und vertreiben moderne Arzneimittel und Impfstoffe zur Behandlung oder Vorbeugung von Krankheiten wie Krebs, Rheuma oder Schmerz. Der Unternehmens-Hauptsitz von Pfizer liegt in New York. In Österreich beschäftigt Pfizer derzeit rund 520 Mitarbeiter an zwei Standorten: Dem Vertriebsstandort in Wien und dem Produktionsstandort für Impfstoffe in Orth an der Donau. Um mehr über Pfizer zu erfahren, besuchen Sie uns auf www.pfizer.at oder folgen Sie uns auf Twitter unter @pfizeraustria.

APA OTS

Kein Denkmalschutz für Homöopathie

Branchen News vom 05.04.2018

Wien (OTS) – Legt man an die Homöopathie die gleichen wissenschaftlichen Maßstäbe wie für die konventionelle Medizin, stellt sich heraus, dass Homöopathie kein Medizinsystem, sondern eine esoterische Glaubenslehre ist.

Wir fordern die österreichischen Behörden auf, die Konsequenzen zu ziehen und den Denkmalschutz für Homöopathika aufzuheben. Wir fordern:

  • Keine bloße Registrierung für Homöopathika mehr! Die Wirksamkeit der Produkte muss nachgewiesen werden!  Homöopathika müssen denselben gesetzlichen Zulassungskriterien unterworfen werden, wie die Medikamente, die sie angeblich ersetzen können.
  • Keine lateinischen Bezeichnungen mehr! Ausgangssubstanz und Indikation sollen auf Homöopathika in deutscher Sprache präzise angegeben werden mitsamt dem Zusatz: „Es fehlt der Nachweis, dass dieses Mittel gegen eine Krankheit wirkt. Eine Wirksamkeit ist nach den Erkenntnissen der Naturwissenschaften unmöglich.“
  • Bisher registrierte Homöopathika raus aus der Apotheke! Diese Produkte sind keine Medikamente, sondern Nahrungsergänzungsmittel ohne medizinische Wirksamkeit. Derartige Mittel haben ihren Platz in Super- oder Drogeriemärkten.
  • Die homöopathische Glaubenslehre raus aus den Universitäten! Im Studium der Human- und Veterinärmedizin sollte im Rahmen einer Pflichtveranstaltung über dieses Pseudomedizinverfahren kritisch informiert werden, um später Patienten, die danach verlangen, sachdienlich beraten zu können.
  • Schluss mit der Ausbildung und Ausgabe von Diplomen durch die Ärzte- und Tierärztekammern! Unsinn bleibt Unsinn, auch in der Hand von Ärzten und Tierärzten. Es besteht bei Mensch und Tier das Risiko, dass eine ernsthafte Krankheit übersehen und eine notwendige Behandlung verzögert wird.

Der wissenschaftliche Beirat der Europäischen Union, EASAC, ein Verbund der 29 nationalen wissenschaftlichen Akademien, stellt nach intensiven Recherchen fest: „Es gibt keinen Beweis, dass Homöopathie über den Placeboeffekt hinaus wirksam ist. Die Behauptungen der Homöopathie sind unplausibel.“ Das meinen auch die Gesundheitsbehörden von Belgien, Polen, den USA, Kanada und Australien. In Spanien werden Homöopathika nicht mehr registriert. In Großbritannien und in Australien werden sie von der öffentlichen Hand nicht mehr bezahlt. Die tierärztlichen Vereinigungen von Großbritannien und Australien fordern dazu auf nur evidenzbasierte Methoden anzuwenden.

Es ist höchste Zeit in Österreich die Scheinmedizin nicht mehr zu fördern.  Schluss mit dem Denkmalschutz für Homöopathie!

GHkD, Gesellschaft für kritisches Denken, www.skeptiker.at 
Initiative für wissenschaftliche Medizin, www.initiative-wissenschaftliche-medizin.at

APA OTS

Tragende Säule eines der besten Gesundheitssysteme der Welt: Österreichs Apotheken garantieren Sicherheit

Branchen News vom 05.04.2018

Wien (OTS) – Erstmals starten die Österreichische Apothekerkammer, der Österreichische Apothekerverband, der Verband Angestellter Apotheker Österreichs und Forum!Pharmazie am 9. April eine gemeinsame Kampagne. Unter dem Motto Sicher? Nur mit Ihrer Apotheke wird Österreich über die wichtigsten Risiken im Zusammenhang mit Medikamenten aufgeklärt. „Im Mittelpunkt steht der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Sorgen, für die die Apothekerinnen und Apotheker immer ein offenes Ohr und einen kompetenten Rat haben“, fassen die Spitzen von Österreichischer Apothekerkammer und Österreichischem Apothekerverband die Idee zusammen. Daher ist der Absender der Kampagne auch erstmals Die Apotheke. Partnerin für mein gesünderes Leben. Auf Print-Anzeigen, in TV-Spots und Online werden Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen gezeigt, mit einem spezifischen Gesundheitsproblem und der richtigen, sicheren Lösung – die aus der Apotheke kommt.

Klares Ziel: Gesundheitsbildung der Österreicher verbessern

Die Informationsoffensive macht es sich zur Aufgabe, die Gesundheits- und Arzneimittel­kompetenz – die sogenannte Health Literacy – in der Bevölkerung zu verbessen. Denn Österreich ist bei diesem Thema in Europa unter den Schlusslichtern. Bei Kindern und Jugendlichen liegt unser Land in dieser Frage im OECD-Vergleich auf dem letzten, bei der Gesamtbevölkerung auf dem drittletzten Platz, vor Rumänien und Portugal [Studie zu Gesundheitskompetenz „European health literacy survey“ (vgl. Pelikan et al. 2011)]. Apothekerinnen und Apotheker genießen bei den Menschen großes Vertrauen. Täglich beraten sie bei Fragen rund um das Thema Gesundheit und verbessern dadurch auch die Gesundheitskompetenz der Bevölkerung laufend. Vor allem auch mit Informationen zur richtigen Verwendung von Medikamenten stehen sie den Menschen mit ihren universitären Ausbildungen und ihrer Fachexpertise zur Verfügung und tragen wesentlich zu ihrer Sicherheit bei. Die Kommunikations-Kampagne der Apotheken widmet sich daher schwerpunktmäßig besonders wichtigen Themen im Zusammenhang mit der Kunden- und Patientensicherheit.

Risiken gefälschter Medikamente aus dem Internet

Rezeptpflichtige Medikamente aus dem Internet sind in Österreich illegal! Mit deren Kauf unterstützt man kriminelle Netzwerke und gefährdet seine eigene Gesundheit. 95% der von den Behörden aufgegriffenen Medikamente aus dem Internet sind Fälschungen oder Substandard. Sichere und geprüfte Arzneimittel erhält man nur über die Apotheke. Aufgrund der strengen Auflagen, Sicherheitskontrollen und der engmaschigen Lieferkette haben Fälscherbanden in den Apotheken keine Chance. Nur in der Apotheke können die Kunden sicher sein, echte Arzneimittel zu bekommen und erhalten darüber hinaus eine gezielte Beratung.

Folgenschwere Fehler bei der Einnahme von Medikamenten

Die falsche Einnahme, insbesondere Dosierung, von Arzneimitteln sowie auch Nahrungsergänzungsmitteln kann ernstzunehmende Folgen haben. Es kann zu Neben- und Wechselwirkungen kommen, die häufig unterschätzt werden. Die Einnahme von Medikamenten bei Kindern ist dabei ein besonders heikles Thema. Hier sorgen die Apothekerinnen und Apotheker für eine umfassende und sichere Beratung. Denn was viele nicht wissen: bereits das vermeintlich harmlose Schlucken von Aspirin kann für ein Kleinkind lebensbedrohlich werden. Durch das Vier-Augen-Prinzip, bei dem sich Ärztinnen und Ärzte sowie Apothekerinnen und Apotheker gegenseitig unterstützen, kann sichergestellt werden, dass die Therapie optimal umgesetzt werden kann.

Gesundheitsrisiken durch Polymedikation

Ältere Menschen müssen oft mehrere Medikamente einnehmen. Dies kann zu gefährlichen Neben- und Wechselwirkungen führen. Bereits ab sechs verschiedenen Medikamenten steigt das Risiko für einen Spitalsaufenthalt durch falsche Einnahme rasant an. Die Apothekerinnen und Apotheker helfen mit ihrer Fachkompetenz, den persönlichen Umgang mit Medikamenten zu verbessern. Durch den vertrauensvollen Umgang und die Ausbildung, leisten Apothekerinnen und Apotheker gemeinsam mit Ärztinnen und Ärzten einen enormen Versorgungsbeitrag. Die E-Medikation wird hier einen wesentlichen nächsten Schritt zur weiteren Verbesserung der Sicherheit im Umgang mit Arzneimitteln sowie Nahrungsergänzungsmitteln darstellen. Die bestehenden Systeme gemeinsam mit den Systempartnern zu optimieren, ist das langfristige Ziel der Apothekerschaft.

Starke Rolle der Apotheken im Gesundheitssystem heute und morgen

„Unser Gesundheitssystem befindet sich im Umbruch – wir Apothekerinnen und Apotheker sehen es als unsere Aufgabe, aktiv zur Erreichung der nationalen Gesundheits- und Versorgungsziele beizutragen“, stellt die Präsidentin der Österreichischen Apothekerkammer Mag. pharm. Dr. Ulrike Mursch-Edlmayr bei der Präsentation der Kampagne klar. „Denn die Apotheken sind ein elementarer Bestandteil des österreichischen Gesundheitssystems, in dem rund 95 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher die nächste Apotheke im Durchschnitt innerhalb von 10 Minuten erreichen. Durch diese nachbarschaftliche und sichere Arzneimittelversorgung sind die Apotheken wichtige und vertrauenswürdige Erstanlauf- und Präventionsstellen für Gesundheitsfragen,“ skizziert Mursch-Edlmayr das Selbstverständnis des Berufsstandes.

Apotheken sorgen für Patientensicherheit, ohne Gesundheitssystem zu belasten

Der Zugang zu Arzneimitteln ist über den streng kontrollierten und hoch qualifizierten Vertriebsweg Apotheke in Österreich flächendeckend, wohnortnah und rund um die Uhr an sieben Tagen die Woche gesichert. In Österreich hat jede Apotheke im Durchschnitt 49 Stunden pro Woche geöffnet und Betriebsurlaube sind per Gesetz verboten. In der Nacht und an Wochenenden bieten 260 Apotheken ihre Hilfe an – das sind rund 20 Prozent. „Dieser Bereitschaftsdienst kostet 33 Mio. Euro jährlich und wird von den Apotheken nahezu zur Gänze selbst finanziert,“ hält der Präsident des Österreichischen Apothekerverbandes, Mag. pharm. Jürgen Rehak, im Namen der selbstständigen Apothekerinnen und Apotheker fest. „Überhaupt belasten die Apotheken das Gesundheitssystem im Vergleich mit anderen Gesundheitsberufen deutlich weniger. Im Gegenzug erwarten wir uns gerechte Honorare für unsere Leistungen. Das rechnet sich für ganz Österreich, denn die Dienstleistungen der Apothekerinnen und Apotheker bringen erhebliche Einsparungen und mehr Qualität für die gesamte Gesundheitsversorgung des Landes. Aus unserer Sicht werden die Leistungen der Apotheken für unser Gesundheitssystem jedoch im Moment zu wenig gesehen. Nicht weil die Patienten und Systempartner uns nicht schätzen und vertrauen würden, sondern weil wir zu einer lieb-gewonnen Selbstverständlichkeit geworden sind, gewissenhaft unsere Arbeit machen und nicht groß darüber sprechen“, erläutert Rehak die Hintergründe der nun startenden Kampagne.

Apotheken auf einen Blick

In Österreich spielen die öffentlichen Apotheken eine wichtige Rolle als Gesundheitsnahversorger. Ob Großstadt, Kleinstadt oder Gemeinde: Die österreichischen Apotheken liefern Qualität auf höchstem Niveau. Das bestehende Apothekensystem garantiert eine flächendeckende, qualitativ hochwertige Versorgung mit Arzneimitteln und stellt die Versorgung der Patientinnen und Patienten in den Mittelpunkt. Insgesamt beraten rund 6.000 akademisch ausgebildete Apothekerinnen und Apotheker in 1.400 Apotheken die Bevölkerung in Gesundheitsfragen. Zusätzlich erbringen über 350 Apothekerinnen und Apotheker wertvolle Versorgungs- und Beratungsleistungen für die Patientinnen und Patienten in den österreichischen Krankenanstalten.

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