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Ärztekammer Wien weist Kritik der Apothekerkammer scharf zurück

Branchen News vom 08.05.2023

Vizepräsident Huber: „Ärztekammer garantiert Qualitätssicherung im Sinne der Patienten. Diese Standards sind nicht verhandelbar.“

Wien (OTS) – „Nur um das Gesundheitssystem angeblich zu entlasten, können nicht alle alles machen dürfen, obwohl sie es nicht gelernt haben. Ärztinnen und Ärzte durchlaufen eine zehn- bis zwölfjährige intensive Ausbildung, um Menschen behandeln zu dürfen. Apothekerinnen und Apotheker haben ausschließlich mit Arzneien, zum Teil noch – aber immer weniger – mit deren Zubereitung und der damit einhergehenden Beratung zu tun. „Die tatsächliche medizinische Beratung der Patientinnen und Patienten muss sowieso bei Ärztinnen und Ärzten in Ordinationen, Ambulanzen oder Spitälern erfolgen“, sagt Erik Randall Huber, Obmann der Kurie niedergelassene Ärzte und Vizepräsident der Ärztekammer für Wien. Nachdem in Apotheken kaum noch Arzneien selbst hergestellt werden, dürfe die Apothekerschaft aus Frustration nicht glauben, ohne geeignete Ausbildung medizinisch tätig werden zu können. Huber: „Ein weißer Mantel am Verkaufsdesk einer Apotheke legitimiert noch lange nicht zu medizinischen Tätigkeiten.“ Mit diesen Worten kontert Huber die jüngsten Angriffe der Apothekerkammer. Diese hatte der Ärztekammer vorgeworfen, Reformen im Gesundheitswesen zu blockieren. ****

Das Gesundheitssystem ist jahrelang kaputtgespart worden – mit dem Ergebnis, dass man nun vor enormen Herausforderungen steht. Diese Probleme lassen sich aber nicht lösen, indem nicht adäquat ausgebildete Berufsgruppen für die medizinische Gesundheitsversorgung herangezogen werden. „Das ist nicht Zwei-Klassen Medizin, das ist keine Medizin“, stellt die Ärztekammer klar.

Zwtl.: Dispensierrecht würde Erleichterung schaffen

Die ärztliche Behandlung umfasst alle Tätigkeiten einer Ärztin/ eines Arztes zur Vorbeugung, Früherkennung und Behandlung von Krankheiten. Wer diese Aufgaben übernehmen will, muss eben Medizin studieren und nicht Pharmazie. „Die Ärztekammer blockiert nicht, sie steht für eine gesicherte Qualität, auf die sich Patientinnen und Patienten verlassen können. Diese Standards sind für uns nicht verhandelbar“, so Huber in Richtung Apothekerkammer. Nachsatz: „Es gilt: Schuster bleib bei deinen Leisten.“

Um eine echte Entlastung und rasche Versorgung für die Patientinnen und Patienten zu erreichen, spricht sich der Kurienobmann neuerlich für ein Dispensierrecht aus: „Es käme einem One-Stop-Shop gleich, wenn Ärztinnen und Ärzte apotheken- und verschreibungspflichtige Arzneimittel lagern und abgeben dürften. Für niemanden sei es angenehm, eine Packung Viagra oder Psychopharmaka an der Verkaufstheke einer Apotheke unter den Blicken zig anderer Menschen ausgehändigt zu bekommen. Einfacher und angenehmer für den Patienten wäre es, diese Packung direkt vom verordneten Arzt in der sicheren Umgebung des Behandlungszimmers überreicht zu bekommen. Als Urologe und Androloge habe ich dutzende Patienten, die das immer wieder fordern. Außerdem würden Kassenordinationen dadurch aufgewertet und für die Kolleginnen und Kollegen wieder interessanter.“ (ehs)

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Ärztekammer für Wien
Mag. Evelyn Holley-Spieß
+43/1/51501-1407
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Präsidium der Apothekerkammer Steiermark fest in weiblicher Hand

Branchen News vom 05.04.2023

Neue Präsidentin: Alexandra Fuchsbichler folgt auf Gerhard Kobinger

Wien/Graz (OTS) – Die Landesgeschäftsstelle Steiermark der Österreichischen Apothekerkammer hat eine neue Präsidentin. Mag. pharm. Alexandra Fuchsbichler ist die erste Frau an der Spitze der Landesorganisation. Sie folgt auf Mag. pharm. Dr. Gerhard Kobinger, der die Funktion des Vizepräsidenten der Apothekerkammer Österreich übernimmt und daher statutengemäß sein Amt als Präsident der Apothekerkammer Steiermark zurückgelegt hat. Er fungierte ab 2002 als Landespräsident. Vizepräsidentin in der Steiermark bleibt Mag. pharm. Dr. Alexandra Mandl.

„Die Apotheke ist weiblich. So lautet ein Slogan der Apothekerkammer. Als erste Präsidentin der Steiermark mit einer Vizepräsidentin an meiner Seite ist dies nun auch in der Apothekerkammer Steiermark der Fall. Mit großem Respekt vor der Herausforderung freue ich mich auf die Arbeit für die steirische Apothekerschaft. Als Apothekerin mit Herz und Verstand ist es mir besonders wichtig, die Arbeit von Dr. Kobinger in seinem Sinn fortzusetzen“, erklärt Fuchsbichler anlässlich der Amtsübernahme. Die neue Landespräsidentin arbeitet als selbständige Apothekerin in Voitsberg.

„Nach 21 Jahren als steirischer Apothekerkammerpräsident führt mich nun mein standespolitischer Weg nach Wien zu neuen Aufgaben in spannenden und ereignisreichen Zeiten. E-Rezept, Wirtschaftsverhandlungen, eine anstehende Apothekengesetznovelle und ein neuer Gesamtvertrag mit den Sozialversicherungsträgern, aber auch neue Dienstleistungen wie Medikationsanalyse oder Impfen in der Apotheke sind Herausforderungen, die unmittelbar anstehen und im Sinne von uns Apotheker:innen gelöst werden müssen. Dazu werde ich gerne und mit viel Einsatz und Engagement beitragen. Ich wünsche meiner Nachfolgerin Mag. pharm. Alexandra Fuchsbichler, die mich schon in der Vergangenheit tatkräftig, kompetent und mit großem Einsatz unterstützt hat, viel Freude und Erfolg bei dieser schönen Aufgabe“, gibt Kobinger bekannt.

Apothekerkammer Österreich

Die Österreichische Apothekerkammer mit der in Wien situierten Kammerzentrale und ihren neun Landesgeschäftsstellen ist die gesetzliche Berufsvertretung der rund 6.800 angestellten und selbständigen Apothekerinnen und Apotheker, die sowohl in öffentlichen Apotheken als auch in Krankenhäusern tätig sind. Als Interessenvertretung des Berufsstandes leistet die Kammer einen entscheidenden Beitrag für die Gesundheit der Bevölkerung, indem sie die Schlüsselfunktion der selbständigen und angestellten Apothekerinnen und Apotheker in der Arzneimittelversorgung über das flächendeckende Apothekennetz sicherstellt, fördert und weiterentwickelt. Alle Apothekerinnen und Apotheker sind als Angehörige eines freien Heilberufs Mitglieder der Österreichischen Apothekerkammer, die eine Körperschaft öffentlichen Rechts ist und neben ihrer Rolle als Interessenvertretung auch hoheitliche Aufgaben wahrnimmt. Oberste Ziele der Apothekerkammer sind die Stärkung des Berufsstandes als wesentliche Säule des österreichischen Gesundheitswesens und die tatkräftige Unterstützung der Apothekerinnen und Apotheker bei ihrer fordernden Arbeit an der Tara.

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APOTHEKENTOUR kommt 2023 nach Wien

Branchen News vom 22.03.2023

Wien (ots) Tolle Nachrichten für die Apothekenteams in Österreich: Die in vielen deutschen Städten so erfolgreiche APOTHEKENTOUR kommt nun auch nach Wien. Am 4. und 5. November 2023 gastiert das exklusive Event für Apothekenteams in der imposanten Marx Halle im Herzen der Stadt.

Gemeinsam mit engagierten Partnern aus Österreich werden die Initiatoren auch die Apothekerinnen, Apotheker und PKA in Wien begeistern. Mit einer entspannten Mischung aus Wissen, Information und Unterhaltung rücken die Veranstalter den Fokus auf die Wünsche der Apothekenteams. Im Zentrum steht die Stärkung der Vor-Ort-Apotheken und die Wertschätzung für die Menschen, die in der Apotheke die Arzneimittelversorgung in Österreich sicherstellen.

Tour-Initiator Thomas Bellartz: „Schon 2022 haben uns viele Apothekerinnen, Apotheker und PKA angesprochen und dafür geworben, dieses Format auch in Österreich umzusetzen. Jetzt ist die Entscheidung gefallen: Anfang November sind wir zwei Tage lang zu Gast in der wunderschönen Marx Halle, einer der lebendigsten Eventlocations der Stadt.“

Der außergewöhnliche Look und das völlig neue Eventkonzept der APOTHEKENTOUR – mit einer einzigartigen Mischung aus Professionalität und Esprit in einem außergewöhnlichen Ambiente – hat bereits tausende Apothekenteams in Deutschland begeistert. „Mit dem Tourstopp in Wien bieten wir auch unseren österreichischen Partnern und Freunden die Möglichkeit, aktiv an diesem Konzept teilzuhaben.“

Die APOTHEKENTOUR richtet sich exklusiv an das Fachpersonal aus der Apotheke vor Ort. Neben den Ständen der wichtigsten Partnerunternehmen und deren Marken, warten drei moderierte Lounges mit zahlreichen kurzen Fachvorträgen, Diskussionen und Debatten im SilentLab-Modus, beste kulinarische Versorgung und eine prall gefüllte Goodiebag auf die Gäste. Die Teilnahme ist kostenlos.

In Kürze ist bereits die Anmeldung unter www.apothekentour.at möglich.

Die EL PATO Medien GmbH betreibt in Berlin mit rund 70 Mitarbeitenden Medien und andere Formate für die Healthcarebranche mit besonderem Schwerpunkt im Bereich Apotheke und Pharma. Der Fokus liegt dabei auf der digitalen Kommunikation und Live-Events.

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EL PATO Medien GmbH
Minna Liebmann
Franz-Ehrlich-Straße 12
12489 Berlin
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Internet: apothekentour.de

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Apotheker:innen unterstützen Forderung der Impfstoffhersteller nach Maßnahmen zur Steigerung der Durchimpfungsraten

Branchen News vom 28.02.2023

Wien/Graz (OTS) – Der Österreichische Verband der Impfstoffhersteller (ÖVIH) hat mit einer Auswertung der aktuellen Impfquote bei Influenza aufhorchen lassen. Nach einem kurzen Hoch im ersten Jahr der Corona-Pandemie ist die Durchimpfungsrate zum zweiten Mal in Folge gesunken und liegt nun bei 13,62 Prozent – und damit weit entfernt von einem gesundheitspolitisch akzeptablen Wert. ÖVIH-Präsidentin Renée Gallo-Daniel fordert daher ein Maßnahmenbündel zur Erhöhung der Impfquote.

„Die Forderung von ÖVIH-Präsidentin Gallo-Daniel sollte von der Gesundheitspolitik gehört werden. Die Durchimpfungsraten bei verschiedenen Erkrankungen sind in Österreich desaströs – wir müssen daher ohne Scheuklappen über Lösungsansätze nachdenken, die uns näher ans Ziel bringen. Umso mehr, wenn sogar die Masern aktuell ein Comeback feiern“ unterstützt Apothekerverbandspräsident Mag. pharm. Thomas W. Veitschegger den ÖVIH-Vorstoß. „Mit den vorhandenen Mitteln kommen wir nicht weiter. Die Arztordination als der zentrale Ort für Impfungen ist wichtig, alleine reicht sie aber offensichtlich nicht aus. Da hilft auch das reflexartige Zurückziehen auf die Verteidigung von Standesinteressen nicht, wie es die Ärztekammer gerade vormacht. Vielmehr sollten gesellschaftliche Gesamtinteressen und die Patientinnen und Patienten im Vordergrund stehen – sie wollen einen einfachen Zugang zu gesundheitlichen Dienstleistungen wie dem Impfen, etwa gegen Grippe und FSME“ so Veitschegger weiter.

„Es ist international erwiesen, dass durch das Impfen in der Apotheke deutlich höhere Durchimpfungsraten in der Bevölkerung erzielt werden. Dahinter stehen der wohnortnahe und niederschwellige Zugang der Apotheken, die flächendeckende Verteilung in ganz Österreich, ein über viele Jahre gewachsenes Vertrauensverhältnis zu Patientinnen und Patienten und natürlich unsere kundenfreundlichen Öffnungszeiten“, erklärt Mag. pharm. Dr. Gerhard Kobinger, Präsident der Apothekerkammer Steiermark. „Von einer Impfberechtigung der Apothekerinnen und Apotheker profitieren insbesondere auch die Arztpraxen, die entlastet werden und mehr Zeit für die Behandlung der Patientinnen und Patienten haben. Impfen in Apotheken ist eine klassische win-win-Situation – vor allem gewinnen natürlich die Bürgerinnen und Bürger. Die Erfolgsformel lautet: Eigenverantwortung und Leichtigkeit. Wir müssen es allen Menschen so einfach und bequem wie möglich machen, sich impfen zu lassen“, ist Kobinger überzeugt.

„Die Apothekerinnen und Apotheker stehen bereit. Rund 2.000 Kolleginnen und Kollegen haben bereits eine Impfausbildung nach internationalen Standards absolviert. Dass wir solche neuen Herausforderungen schultern können, haben wir bei den Tests auf Covid-19 hinlänglich bewiesen. Es fehlt also nur der politische Wille zur Umsetzung“, so Veitschegger abschließend.

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Mag. Ralph Luger
Kommunikationsleiter Österreichischer Apothekerverband
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Blackout: Medikamentenvorrat für einen Monat empfohlen

Branchen News vom 01.02.2023

APOtalk: Rohstoff-Lager für Antibiotika, Schmerz- und Fiebermittel schaffen

Wien (OTS) – Im Falle eines Blackouts sollten die Menschen Medikamente für rund einen Monat zu Hause vorrätig haben. Das empfiehlt die Apothekerkammer. Die Apotheken seien, nicht zuletzt durch die Erfahrungen aus der Corona-Krise, auch im Falle eines Zusammenbruchs der Energieversorgung darauf vorbereitet, die Bevölkerung bestmöglich mit Arzneimitteln zu versorgen, erklärte Ulrike Mursch-Edlmayr, Präsidentin der Österreichischen Apothekerkammer, beim gestrigen APOtalk. Die Diskussionsveranstaltung stand unter dem Titel „Blackout-Angst und Lieferengpässe: Gerüstet für den Krisenfall?“. Vor allem chronisch kranke Personen mit Dauermedikation sowie Familien seien angehalten, die wichtigsten Medikamente für zumindest einen Monat vorrätig zu halten, eine individuelle Beratung in der Apotheke um’s Eck ist zu empfehlen, so die Apothekerkammer-Präsidentin. „Das ist wichtig, um auch außerhalb derartiger Krisensituationen genügend Unabhängigkeit und Sicherheit zu haben“, ergänzt Mursch-Edlmayr.

Generalstabschef Rudolf Striedinger verweist auf die grundsätzliche Empfehlung des Österreichischen Zivilschutzverbands an jeden Haushalt, die „persönliche Versorgungsreichweite“ in Bezug auf Verpflegung, Wasser und dergleichen auf 14 Tage anzulegen. „Damit und mit der Medikamenten-Bevorratung auf einen Monat ist eine gewisse Sicherheit und Vorbereitung der Bevölkerung gewährleistet. Angst und Panik können so im Griff gehalten werden.“ Im Falle eines großflächigen Stromausfalls habe das Bundesheer die wichtige Aufgabe, für Sicherheit zu sorgen. „Damit meine ich nicht nur die Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit, sondern auch der öffentlichen Ruhe und Ordnung insgesamt“, so der General.

Was passiert mit dem System, wenn der Strom für zwei Wochen weg ist? „Es ist nicht nur das Gesundheitssystem von digitalen Lösungen abhängig. Strom ist in allen Bereichen notwendig, dazu gehört auch die digitale Kommunikation im Gesundheitswesen“, gibt Peter Lehner, Vorsitzender der Konferenz der Sozialversicherungsträger, zu bedenken. Man sei aber „Gott sei Dank“ gemeinsam mit den Apotheken überregional organisatorisch gut aufgestellt. „Wir haben in der Pandemie gesehen, dass eine dezentrale Versorgung der Bevölkerung ein großes Asset ist“, so Lehner.

„Die Apotheken werden jedenfalls, wie schon in der Pandemie, den Menschen verlässlich zur Seite stehen. Wir werden, wenn notwendig, und Rohstoffe zur Verfügung stehen, Arzneimittel selbst produzieren, bei der Einrichtung von Notlagern behilflich sein und für eine gerechte Verteilung der Arzneimittel an die Wohnbevölkerung sorgen“, versprach Apothekerkammer-Präsidentin Mursch-Edlmayr beim APOtalk. Für die Eigenproduktion von Medikamenten bräuchten die Pharmazeut:innen aber, neben den vieldiskutierten Lagern für Fertigprodukte, auch vorrätige Rohstoffe für „Kardinalprodukte“, wie etwa Schmerz- und Fiebermittel. „Wenn der Rohstoff zur Verfügung steht, dann kann man sehr flexibel und individuell produzieren, zum Beispiel Kindersäfte“, sagte die Apothekerkammer-Präsidentin in der Diskussionsveranstaltung.

Einmal im Quartal diskutieren beim APOtalk drei Expert:innen aus Politik, Wissenschaft, Gesundheit und Gesellschaft in der ältesten und bedeutendsten pharmazeutischen Fachbibliothek des deutschen Sprachraums über aktuelle und zukunftsorientierte Themen unserer Zeit. Unaufgeregt. Sachlich. Lösungsorientiert. Die Gespräche werden live im Netz gestreamt.

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APOVERLAG erweitert die Geschäftsführung

Branchen News vom 31.01.2023

Wien (OTS) Die Österreichische Apotheker-Verlagsgesellschaft m.b.H. erweitert ihr Führungsteam. DI Franz Coreth wird künftig gemeinsam mit Geschäftsführer Mag. Heinz Wlzek die Geschicke des Verlags- und Softwarehauses leiten.

DI Franz Coreth wurde mit Jahresbeginn zum zweiten Geschäftsführer des APOVERLAG bestellt. Der 42-jährige IT-Profi studierte medizinische Informatik in Wien und wird in Zukunft in erster Linie Verantwortung für die digitalen Produkte des Hauses übernehmen. Darunter fallen u.a. die Weiterentwicklung sowie Service und Support der Apothekensoftware AVS, die Medizin-App DIAGNOSIA sowie sämtliche Pharma-Informationsdienste, die Apotheker:innen und medizinischen Einrichtungen vom APOVERLAG zur Verfügung gestellt werden.

DI Franz Coreth verfügt über breite Managementerfahrung im österreichischen Gesundheitswesen und war zuletzt als Geschäftsführer bei Drott Medizintechnik GmbH tätig.

„Ich freue mich sehr auf die Aufgabe und die Zusammenarbeit mit dem perfekt eingespielten Team. Gemeinsam werden wir die digitalen Produkte und Dienstleistungen des APOVERLAG noch weiter entwickeln, um möglichst alle Akteure im österreichischen Gesundheitswesen bei ihrer täglichen Arbeit bestmöglich zu unterstützen. Der APOVERLAG bietet für mich auch eine großartige Gelegenheit, das ohnehin schon hervorragende Standing der heimischen Apotheken durch Innovationen und höchste Qualität noch weiter auszubauen“, betont DI Franz Coreth.

„Wir konnten mit DI Franz Coreth einen äußerst kompetenten und in der Branche sehr erfahrenen Kollegen gewinnen. Ich freue mich auf eine gute und bereichernde Zusammenarbeit um die im Unternehmen vorhandenen Potentiale künftig gemeinsam mit ihm zu entwickeln“, so Mag. Heinz Wlzek, der weiterhin die Verlags-, Marketing- und Vertriebsagenden des Hauses sowie Rechnungswesen und Personal verantwortet.[WH1]

APOVERLAG: Drehscheibe für Pharmainformation in Österreich

Die in Wien ansässige Österreichische Apotheker-Verlagsgesellschaft m.b.H., kurz APOVERLAG, ist mit rund 100 Mitarbeiter:innen die führende Drehscheibe für hochwertige Pharmainformation in Österreich. Neben dem Fachinformationsdienst „Austria Codex Online“ hat das Unternehmen mit der KHIX Datenbank auch defacto den Standard für pharmazeutische Datenbanken im Krankenhaus geschaffen. Mit der Diagnosia App bietet man zudem ein digitales Arzneimittelkompendium an, das mit mehr als 15.000 verifizierten Ärztinnen und Ärzten eine der meistgenutzten Medizin-Apps in Österreich ist. Die in mehr als 630 Apotheken eingesetzte AVS Software, mehrere Fach- und Kundenzeitschriften sowie digitale Fortbildungsangebote sind weitere wichtige Bestandteile des breitgefächerten Leistungsangebotes.

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Medikamenten-Verkäufe 2022 zeigen: Österreich hustet wieder wie vor der Pandemie

Branchen News vom 31.01.2023

Wien (OTS)

  • +50 % bei Husten- und Erkältungsmitteln (2022 vs. 2021)
  • +16 % bei Ohrenmitteln
  • +35 % bei Reisemedikamenten

Seit wenigen Tagen liegen die Gesamtjahres-Verkaufszahlen der 107 ApoLife-Apotheken aus ganz Österreich für 2022 vor. Sie zeigen im Vergleich mit den Vorjahren eines sehr deutlich: Trotz des milden Winters sind die klassischen Winter-Erkrankungen weitaus stärker verbreitet als während der Pandemie.

Die Verkäufe von Mitteln gegen Husten und Erkältungskrankheiten haben 2022 ein All-Time-High erreicht. So ist der Absatz allein in dieser Produktkategorie 2022 gegenüber 2021 um satte 50 % gewachsen. „Österreich hustet wieder“, fasst Mag. Martin R. Geisler, Generalsekretär der ApoLife Apothekengruppe, zusammen. Parallel dazu hat sich im Jahresvergleich der Absatz von Ohrenmitteln um 16 % und von Verdauungsmitteln um 10 % erhöht.

Zugleich gilt auch: Österreich verreist wieder, zumindest wenn man dem Absatz von Mitteln gegen Reisekrankheiten glaubt. Dieser hat sich im Vorjahr gegenüber 2021 nämlich um knapp 35 % gesteigert.

Das Fazit des Apotheken-Experten: „Wir sind wieder zurück in der Normalität angelangt, was die Nachfrage in den Apotheken betrifft. Im Alltag erleben die Apotheker:innen und ihre Teams allerdings ganz neue Herausforderungen: Von Medikamentenengpässen und den entsprechenden Reaktionen der Kund:innen bis hin zur Personalnot in den Apotheken. Die Apotheken funktionieren trotzdem – dank des enormen Einsatzes der Mitarbeiter:innen in ganz Österreich.“

Über ApoLife / Rat & Tat

Die ApoLife Apothekengruppe (Pharmazeutische Arbeitsgemeinschaft Rat & Tat GmbH) wurde 1984 gegründet und umfasst aktuell 107 selbständige Apotheken in allen neun Bundesländern. Der Gruppenumsatz von jährlich ca. 320 Mio. Euro wird von insgesamt rund 1.900 Mitarbeiter*innen der Apotheken erzielt. Pro Tag suchen im Schnitt rund 35.000 Kund*innen eine Apotheke der Gruppe auf.

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Mag. Robert Bauer, accelent communications
robert.bauer@accelent.at

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Apotheken wichtige Anlaufstellen in der aktuellen Krise

Branchen News vom 30.12.2022

Apothekerinnen und Apotheker sind und bleiben rund um die Uhr erreichbar

Wien (OTS) – Vor dem Hintergrund steigender Infektionszahlen in der Bevölkerung bieten Wiens Apothekerinnen und Apotheker den Menschen ausdrücklich ihre Hilfe an. „Die Apothekerinnen und Apotheker sind für alle Patientinnen und Patienten, für alle Kundinnen und Kunden da, rund um die Uhr. Und sie bleiben da. Das gilt auch in schwierigen Zeiten wie jetzt, wo Corona-, Grippe- und RS-Viren sowie Erkältungserkrankungen gleichzeitig und verstärkt auftreten. Alle Menschen finden in der nächstgelegenen Apotheke mit ihren langen Öffnungszeiten und den Nachtdiensten einen Ort der individuellen Beratung und persönlichen Betreuung“, gibt Priv.-Doz. DDr. Philipp Saiko, Präsident der Apothekerkammer Wien, bekannt. Schon in den heißen Phasen der COVID-19-Pandemie hätten Apothekerinnen und Apotheker ihr großes Engagement für die Bevölkerung unter Beweis gestellt und den Menschen nicht nur in Fragen der Gesundheit geholfen, sondern auch ein Stück Lebensfreiheit zurückgegeben.

„Die Apotheken stehen auch angesichts neuer gesundheitlicher Herausforderungen allen Menschen ohne Einschränkungen offen. In Wien leisten jede Nacht mehr als 30 Apotheken Nacht- und Bereitschaftsdienst, auch während der Feiertage“, ergänzt Mag. Susanne Ergott-Badawi, Vizepräsidentin der Apothekerkammer Wien.

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Krankenhausapotheker:innen fordern nationalen Aktionsplan für mehr Therapiesicherheit

Branchen News vom 12.10.2022

Gesetzliche Verankerung von Qualitätskriterien kann Arzneimitteltherapiesicherheit signifikant erhöhen

Wien (OTS) – Österreichs Krankenhausapotheker:innen fordern vom Gesundheitsministerium einen Aktionsplan zur Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit in den Spitälern. „Das Ziel ist die wirksame, sichere und ökonomisch sinnvolle Arzneimitteltherapie aller Patientinnen und Patienten im Krankenhaus. Dies wird durch einen geschlossenen Medikationsprozess von der Anordnung bis zur Verabreichung der Arzneimittel am besten sichergestellt. Beide Instrumente – elektronische Verordnungssysteme und Klinische Pharmazie – sind dabei notwendige und wirkungsvolle Elemente in der Qualitätssicherung ärztlicher Verordnungen. Der WHO-Plan für Patientinnen- und Patientensicherheit 2021-2030 mit seinen sieben strategischen Zielen gibt uns die wichtigsten Arbeitspakete auf dem Weg dorthin konkret vor, beispielsweise durch die globale Kampagne ‚Medikation ohne Schaden‘ und den Auftrag zur Verringerung der Antibiotikaresistenzen. Ein nationaler Aktionsplan, wie er in Deutschland bereits existiert, der bestehende Mängel darstellt, zählbar macht und konkrete Schritte zur Optimierung formuliert, kann wesentlich zur Zielerreichung beitragen und die Therapiesicherheit im Spital erhöhen“, betont Mag. pharm. Martina Jeske, aHPh, Leiterin der Anstaltsapotheke des Landeskrankenhauses Innsbruck und Präsidentin der Arbeitsgemeinschaft Österreichischer Krankenhausapotheker:innen.

Stütze des Systems

Für die Präsidentin der Österreichischen Apothekerkammer, Mag. pharm. Dr. Ulrike Mursch-Edlmayr, sind die Leistungen der 42 heimischen Krankenhausapotheken von größter Wichtigkeit. „Unser Gesundheitssystem wäre ohne Krankenhausapothekerinnen und -apotheker in dieser Qualität nicht aufrechtzuerhalten“, gibt Mursch-Edlmayr zu bedenken. „Aktuell stellt sich diese hochspezialisierte Berufsgruppe brisanten Herausforderungen wie der COVID-19-Pandemiebewältigung, Medikamentenversorgung in Zeiten von Lieferengpässen und der individuellen Herstellung hoch komplexer Arzneimittel. Damit repräsentieren Krankenhausapothekerinnen und -apotheker eine zentrale Säule unseres Gesundheitssystems.“

Image-Kampagne

Um diese unverzichtbaren Leistungen für die Allgemeinheit in der Öffentlichkeit sichtbarer zu machen, hat die Apothekerkammer die Kampagne „Mit meinen Krankenhausapotheker:innen gehe ich im Spital auf Nummer sicher“ ins Leben gerufen. Die Kampagne setzt auf einen breiten Mix an Werbemaßnahmen in TV und Print sowie im Online- und Social-Media-Bereich. „Wir werden in den kommenden Wochen die Öffentlichkeit über die Rolle und Leistungen der Krankenhausapothekerinnen und -apotheker ausführlich informieren und damit ihrer immensen Bedeutung für unser Gesundheitssystem Rechnung tragen. Sie garantieren in unseren Spitälern die Arzneimittel-Versorgungssicherheit, das ist gerade in Krisenzeiten, wie wir sie derzeit erleben, extrem wichtig“, so die Apothekerkammer-Präsidentin.

Größte Apotheke Österreichs wird noch größer

Um den Ansprüchen der Bürger:innen an höchste Qualität gerecht werden zu können, entsteht im Universitätsklinikum AKH Wien derzeit eine der größten Apotheken Europas: 200 Mitarbeiter:innen, 8.000 Quadratmeter Fläche, davon über 2.000 m² Produktionsfläche. Gute Voraussetzungen, um die vielfältigen Aufgaben erfüllen zu können: 15.000 Arzneimittel-Packungen werden pro Tag an die Stationen des Spitals verteilt, knapp 70.000 Krebstherapien und mehr als 40.000 Infusionstherapien werden jährlich patientenindividuell hergestellt. „Es geht uns darum, Patientinnen und Patienten maßgeschneiderte Arzneimitteltherapien, abgestimmt auf deren individuelle Gegebenheiten zu ermöglichen“, erklärt Mag. pharm. Martina Anditsch, aHPh, Leiterin der Anstaltsapotheke des AKH Wien. Die angebotenen Dienstleistungen im AKH Wien reichen von der zeitgerechten Arzneimittelversorgung der Stationen, über die Herstellung maßgeschneiderter Arzneimittel für die Patient:innen bis hin zur Vor-Ort-Beratung der medizinischen und pflegerischen Teams und der Patient:innen zum gezielten und effizienten Arzneimitteleinsatz. „So gewährleisten wir, dass die Patientinnen und Patienten das für sie richtige Arzneimittel, in der richtigen Dosierung, zum richtigen Zeitpunkt, in der idealen Applikationsform und in der richtigen Kombination mit anderen Arzneimitteln erhalten“, betont Anditsch.

Musterbeispiel für Zusammenarbeit im Gesundheitsbereich

„Aufgrund der zunehmenden Komplexität von Medikamenten sind die Krankenhausapothekerinnen und -apotheker unverzichtbar im klinischen Betrieb und aus den multiprofessionellen Behandlungsteams nicht mehr wegzudenken“, zeigt sich Univ.-Prof. Dr. Gabriela Kornek, Ärztliche Direktorin des AKH Wien, überzeugt. Nachsatz: „Diese Kooperation ist ein Musterbeispiel für die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen der Berufsgruppe der Apothekerinnen und Apotheker und jener der Ärztinnen und Ärzte.“

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Weltapothekertag: Apotheker:innen meistern Arzneimittel-Lieferengpässe

Branchen News vom 26.09.2022

95% aller Fälle können in der Apotheke gelöst werden

Wien (OTS) – „Apothekerinnen und Apotheker sorgen dafür, dass aus vorübergehenden Lieferengpässen bei Medikamenten keine Versorgungsengpässe werden“, erklärt Mag. pharm. Dr. Ulrike Mursch-Edlmayr, Präsidentin der Österreichischen Apothekerkammer, anlässlich des Internationalen Weltapothekertags (World Pharmacists Day).

Vorübergehende Schwierigkeiten bei der Lieferung von Medikamenten sind nichts Neues, es gibt sie zu jeder Zeit und überall auf der Welt. Dennoch stellen sie das Apothekenpersonal mitunter vor große Herausforderungen, geht es doch darum, dringend benötigte, aber aktuell nicht erhältliche Medikamente möglichst schnell verfügbar zu machen. „Apothekerinnen und Apotheker unternehmen in solchen Fällen alles, um zu helfen und die Versorgung der Bevölkerung mit Medikamenten zu jeder Zeit sicherzustellen. Arzneimittel-Lieferengpässe sind ein globales Problem. Aus Kostengründen wird der Großteil der Arzneimittelwirkstoffe zunehmend in China und Indien hergestellt. Das treibt Europa in eine große Abhängigkeit. Eine Lösung des Problems kann nur auf gesamteuropäischer, politischer Ebene erfolgen“, betont Mag. pharm. Raimund Podroschko, Apothekerkammer-Vizepräsident.

Apotheker:innen helfen effizient

Apothekerinnen und Apotheker garantieren, dass Patientinnen und Patienten trotz Lieferengpässen zu ihrer Behandlung kommen. Sie geben nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt ein wirkstoffgleiches Medikament aus oder versuchen, das gewünschte Arzneimittel in einer anderen Apotheke oder sogar im Ausland zu besorgen. Auch eine individuelle Herstellung im apothekeneigenen Labor löst manchmal das Problem. „Rund 95 Prozent der Fälle können unmittelbar vor Ort gelöst werden. Dafür investieren wir rund zehn Stunden unserer Arbeitszeit pro Woche. Der Welt-Apothekertag ist eine gute Gelegenheit, auf die wichtige Rolle der Apothekerinnen und Apotheker in unserer Gesundheitsversorgung und auf ihr Engagement, besonders im Zusammenhang mit aktuellen Lieferengpässen bei Medikamenten, aufmerksam zu machen“, so Mursch-Edlmayr und Podroschko abschließend.

Der World Pharmacists Day findet traditionell am 25. September statt. Er wurde 2009 von der FIP (Fédération internationale pharmaceutique) ins Leben gerufen.

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Aktionstag Gesundheit OÖ: Apotheken im Zentrum

Branchen News vom 22.09.2022

Linz, 22. September 2022 (OTS) – Das große Leistungsspektrum der öffentlichen Apotheken in Oberösterreich lockte mehr als 500 Besucherinnen und Besucher zum Aktionstag Gesundheit der Apothekerkammer Oberösterreich. Die Veranstaltung fand am 21. September 2022 nach zweijähriger Pause bei freiem Eintritt im ORF Landesstudio Oberösterreich in Linz statt.

„Es war uns als Initiator ein großes Anliegen, den heurigen Aktionstag Gesundheit trotz noch immer nicht überwundener Pandemie stattfinden zu lassen. Wir dürfen nicht außer Acht lassen, dass es neben Corona noch weitere Krankheiten gibt, denen wir Aufmerksamkeit schenken sollten. Wir Apothekerinnen und Apotheker spielen bei Beratung und Prävention eine immens wichtige Rolle“, erklärt Mag. Thomas Veitschegger, Präsident der Apothekerkammer Oberösterreich, der die Veranstaltung gemeinsam mit ORF OÖ Chefredakteur Mag. Stefan Hartl eröffnete.

Informationsvorträge zu zahlreichen Gesundheitsthemen standen auf dem Programm. Darüber hinaus wurden an verschiedenen Infoständen Gesundheitsmessungen zu Blutdruck, Blutzucker, Cholesterin, Venen, Gefäßen sowie Hör- und Sehtests angeboten. „Vor allem Prävention und Früherkennung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind der Apothekerschaft ein großes Anliegen. Die von uns durchgeführte Messung des Gefäßalters ist ein wichtiger Indikator für die Gefäßgesundheit. Die Messmethode ist einfach, das Ergebnis ist binnen weniger Minuten verfügbar und soll motivieren, aktiv zu werden, um gesund alt zu werden.“, betont Mag. pharm. Monika Aichberger, die Vizepräsidentin der Apothekerkammer Oberösterreich.

Oberösterreichs Gesundheitsreferentin Landeshauptmann-Stellvertreterin Mag.a Christine Haberlander streicht die Wichtigkeit des Aktionstages Gesundheit hervor: „Die Apotheken mit ihrem flächendeckenden Versorgungsnetz sind ein wichtiger Gesundheitsnahversorger und daher ein wichtiger Partner für die Menschen. Wissen schafft Gesundheit und es ist unser Ziel in Oberösterreich, die gesunden Jahre der Menschen zu erhöhen. Dafür arbeiten wir in unserem Bundesland tagtäglich und das erreichen wir durch eine gute Information an die Menschen, was man selbst zur eigenen Gesundheit beitragen kann, denn Prävention beginnt im Kleinen. Heute ist der richtige Tag anzufangen. Ich bedanke mich bei der Apothekerkammer und dem ORF für das Engagement und den Einsatz, die Information in den Mittelpunkt zu stellen.“

Der Aktionstag Gesundheit 2022 war eine Veranstaltung von Apothekerkammer OÖ und ORF OÖ. Kooperationspartner waren Ordensklinikum Linz, Kepler Universitätsklinikum und Land Oberösterreich.

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Fälschungs-Rekord bei Medikamenten: Apothekerkammer warnt

Branchen News vom 19.09.2022

Podroschko: „Auf Nummer sicher nur in der Apotheke“

Wien (OTS) – Vor dem Hintergrund einer aktuellen Meldung der österreichischen Zollbehörden über den zunehmenden Schmuggel mit gefälschten Arzneimitteln warnen Apothekerinnen und Apotheker die Bevölkerung erneut eindringlich vor dem Erwerb von Arzneimitteln außerhalb der Apotheke. „Der Handel mit gefälschten Medikamenten ist nicht nur illegal, sondern besonders perfide und moralisch verwerflich. Kriminelle setzen die Gesundheit und das Leben der Menschen aufs Spiel, da es bei derartigen Medikamenten keinerlei Qualitäts- und Herkunftskontrolle gibt“, zeigt sich Mag. pharm. Raimund Podroschko, Vizepräsident der Österreichischen Apothekerkammer, besorgt.

Sicherheit nur in der Apotheke

Für die Bevölkerung gebe es nur einen einzigen sicheren Weg: jenen in die Apotheke, wie Podroschko betont. „Konsultieren Sie Ihre Apotheke um’s Eck. Denn nur Apothekerinnen und Apotheker sorgen für die hundertprozentige Sicherheit, dass es sich nicht um Fälschungen handelt. Aufgrund der strengen Auflagen, Sicherheitskontrollen und der engmaschigen Lieferkette haben Fälscherbanden in den heimischen Apotheken keine Chance. Apothekerinnen und Apotheker garantieren nicht nur die Echtheit von Arzneimitteln, sie stellen auch sicher, dass sich alle einzunehmenden Medikamente gleichsam untereinander vertragen.“ Daher appelliert Vizepräsident Podroschko: Gehen Sie auf Nummer sicher, lassen Sie sich von Ihren Apothekerinnen und Apothekern persönlich beraten, und kaufen Sie Ihre Arzneimittel nur in der Apotheke vor Ort.“

Immer mehr Aufgriffe

Bereits im ersten Halbjahr 2022 hat das Zollamt Österreich (ZAÖ) deutlich mehr Aufgriffe illegaler Arzneimittel verzeichnet, als im gesamten Jahr 2021. In insgesamt 5.864 Fällen stellten die österreichischen Zöllnerinnen und Zöllner 39.702 verbotene Arzneiwareneinfuhren fest, während es im ersten Halbjahr 2021 bei 3.419 Aufgriffen 151.200 Stück waren.

Aktuelle Kampagne der Österreichischen Apothekerkammer für mehr Sicherheit bei Arzneimitteln: www.auf-nummer-sicher.at

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Österreichische Ärztekammer: Wirkstoffverschreibung gefährdet die Patientensicherheit!

Branchen News vom 18.09.2022

Ärztevertretung hält die vom Gesundheitsministerium wieder in Aussicht gestellte Wirkstoffverschreibung für sinnlos und gefährlich.

Wien (OTS) – Die Österreichische Ärztekammer kritisiert auf das Schärfste die vom Gesundheitsministerium im Rahmen des Rechnungshofausschusses erneut in Aussicht gestellte Wirkstoffverschreibung – anstatt der Verschreibung eines konkreten Medikaments. „Wirkstoffverschreibung bedeutet Gefährdung der Patientinnen und Patienten. Wir werden das bekämpfen wo immer es geht – im Sinne der Patientensicherheit“, unterstreicht Johannes Steinhart, Präsident der Österreichischen Ärztekammer.

„Die Wirkstoffverschreibung bedeutet, dass der Arzt statt einer bestimmten Handelsmarke nur noch den Wirkstoff verschreibt. Der Apotheker kann dann abgeben, was er für richtig hält oder was ihm angesichts der Lagerhaltungskosten oder anderer Faktoren, die nichts mit Gesundheit zu tun haben, am besten passt. Das müssen wir kategorisch ablehnen“, ergänzt Edgar Wutscher, Bundeskurienobmann der niedergelassenen Ärzte der Österreichischen Ärztekammer.

Wirkstoffverschreibung werde aber auch, so Steinhart und Wutscher, das Risiko von Fehl- oder Mehrfacheinnahmen erhöhen und sich negativ auf die Compliance bei der Medikamenteneinnahme an sich auswirken. Gleichzeitig könnte die Wirkstoffverschreibung auch die generelle Versorgung Österreichs mit Medikamenten verschlechtern, da Österreich schon jetzt als absolutes Billigland auf dem Medikamentensektor gilt.

Das schwerwiegendste Argument gegen die Wirkstoffverschreibung ist und bleibt aber die Patientensicherheit: „Ich als Arzt denke mir ja etwas dabei, wenn ich ein bestimmtes Medikament verschreibe“, betonte Wutscher. „Niemand kennt meinen Patientinnen und Patienten medizinisch so gut wie ich.“ Daher könne es nicht angehen, dass plötzlich jemand anderer bei der Wahl des richtigen und passenden Medikaments dazwischenfunke. Wenn die Ärztin oder der Arzt weiß, dass eine Patientin zum Beispiel Schluckbeschwerden hat, wird ihr ein lösliches Medikament verschrieben. Wenn nun der Apotheker, der dieses Wissen nicht besitzt, der Patientin gibt, was er auf Lager hat und dieses Präparat nicht löslich ist, dann entsteht ein gravierendes und potentiell und vor allem gesundheitsgefährdendes Problem. Wutscher: „Ein Problem, das sinnlos und vermeidbar ist. In der Gesundheitsversorgung sollte jeder das tun, wofür er ausgebildet ist. Der Arzt verschreibt die Medikamente, der Apotheker gibt diese – und zwar exakt die verschriebenen – ab.“

Ähnliche Probleme könnten entstehen, wenn – wie etwa bei der Behandlung von psychiatrischen Erkrankungen – oft üblich, eine Tablette geviertelt oder gedrittelt werden muss, um diese in der richtigen Dosierung einzunehmen, der Apotheker aber ein Präparat gibt, das sich gar nicht in drei oder vier Teile brechen lässt. „Derartige Hürden erschweren den Patienten das Leben und gefährden noch dazu die Gesundheit der Menschen. Das können wir uns als die in der Verantwortung stehenden Ärztinnen und Ärzte nicht gefallen lassen“, unterstrich ÖÄK-Präsident Steinhart.

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Ärztekammer: Erste Anlaufstelle bei gesundheitlichen Problemen sind Ärztinnen und Ärzte

Branchen News vom 27.08.2022

Apothekerschaft überschreitet ihre Kompetenzen – Behandlung von Krankheitssymptomen ohne ärztliche Diagnose ist gesundheitsgefährdend

Wien (OTS) – Mit Verärgerung reagiert Ärztekammerpräsident Johannes Steinhart auf ein Inserat der Apothekerschaft in einer großen österreichischen Tageszeitung, in dem Apotheken als erste Anlaufstellen bei Harnwegserkrankungen dargestellt werden: „Das ist grob fahrlässig, kompetenzüberschreitend und kann Patientinnen und Patienten im Ernstfall gefährden. Jede Erkrankung gehört als allererstes bei einer Ärztin oder einem Arzt abgeklärt. Die dann gegebenenfalls verschriebenen Medikamente können in einer Apotheke abgeholt werden. Dafür sind Apotheken da, nicht mehr und nicht weniger. “ ****

Auch Erik Randall Huber, Vizepräsident der Ärztekammer für Wien und Obmann der Kurie niedergelassene Ärzte, warnt: „Apothekerinnen und Apotheker können keine Diagnose stellen, das ist nicht Teil ihrer Ausbildung. Woher wollen sie wissen, ob es sich um einen Harnwegsinfekt handelt, ohne den Patienten je untersucht zu haben? Welche Differenzialdiagnosen sind den Apothekern bekannt?“ Unter Umständen könne sogar die Diagnose von einem Blasenstein oder einem Blasentumor übersehen werden. Blasentumore werden vor allem bei älteren Patientinnen oftmals übersehen und ohne ärztliche Abklärung „auf Verdacht” als Harnwegsinfekt behandelt. „Solche Fehldiagnosen führen vor allem bei Frauen, wenn sie nicht zum Arzt gehen, zu einer verzögerten Diagnostik und diese letztendlich zu einer schlechteren Prognose und höheren Mortalität“, sagt Mehmet Özsoy, Facharzt für Urologie und Präsident des Berufsverbandes der Österreichischen Urologen,

Ebenso sei die von der Apothekerschaft propagierte Behandlung von Harnwegsinfekten ausschließlich mit pflanzlichen Präparaten eine gefährliche Irreführung von Patientinnen und Patienten, „da sie im guten Glauben gelassen werden, ein Harnwegsinfekt sei eine harmlose Sache, die einfach so im Vorübergehen behandelt werden kann“, warnt Özsoy. In den meisten Fällen sei vielmehr eine antibiotische Therapie notwendig. Sofern Patientinnen und Patienten keine Antibiotika einnehmen möchten, müsse diese Entscheidung unbedingt gemeinsam mit einer Ärztin oder einem Arzt besprochen werden.

Daher appellieren Steinhart, Huber und Özsoy an alle Bürgerinnen und Bürger, bei gesundheitlichen Beschwerden grundsätzlich immer eine Ärztin oder einen Arzt aufzusuchen. Von der Apothekerkammer erwartet Vizepräsident Huber diesbezüglich eine Klarstellung: „Patientinnen und Patienten vorzugaukeln, dass sie mit selbsgemixten pflanzlichen Präparaten gefährliche Erkrankungen ohne ärztliche Untersuchung und Diagnose behandeln können, ist gemeingefährlich.“ Jede Berufsgruppe sollte ihre erlernten Kompetenzen nicht überschreiten. „Nach einem Blechschaden bringe ich meinen Wagen auch zum Automechaniker und nicht zum Tischler. Bei gesundheitlichen Beschwerden ist daher der erste Weg zu einer Ärztin oder einem Arzt, aber sicher nicht in eine Apotheke“, so Huber abschließend. (bs)

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Apotheken: Klimaschutz ist Gesundheitsschutz

Branchen News vom 19.08.2022

Klima und Gesundheit: Apothekerinnen und Apotheker unterstützen Pilotprojekt der Gesundheit Österreich GmbH

Wien (OTS) – Die Apotheker:innenschaft bekennt sich zu einem gesunden und klimafreundlichen Umfeld im Gesundheitsbereich. „Die Entwicklung zur Klimaneutralität im Gesundheitswesen ist uns ein großes Anliegen. Der Klimawandel ist die größte Bedrohung für die Gesundheit im 21. Jahrhundert. Daher sagt die Standesvertretung der bundesweit rund 6.800 Apothekerinnen und Apotheker dem neuen Pilotprojekt des Kompetenzzentrums Klima und Gesundheit der Gesundheit Österreich GmbH ihre volle Unterstützung zu“, gibt Mag. pharm. Dr. Ulrike Mursch-Edlmayr, Präsidentin der Österreichischen Apothekerkammer, anlässlich des heutigen Projektstarts bekannt.

Das Pilotprojekt, das aus den Mitteln des Gesundheitsministeriums finanziert wird, soll Gesundheitseinrichtungen in ganz Österreich auf ihrem Weg zur Klimaneutralität unterstützen. Die zur Verfügung stehenden Möglichkeiten sind breit gefächert, wie Mursch-Edlmayr weiter ausführt. „Ob Energie aus erneuerbaren Quellen, klimafreundliche Gebäude, emissionsarme Fahrzeuge, die wohnortnahe Gesundheits- und Arzneimittelversorgung unter Vermeidung umweltschädlicher Transportwege, umweltfreundliche Verpackungen, Reduktion von pharmazeutischen Abfällen oder die lokale Herstellung von Medikamenten – dieses Pilotprojekt ist der Startschuss für eine Klimaoffensive im Gesundheitsbereich. Wir Apothekerinnen und Apotheker werden unseren Klima-Beitrag leisten.“

Angesichts der wachsenden negativen Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit habe das neue Projekt für die Apothekerinnen und Apotheker hohe Priorität, ergänzt die Apothekerkammer-Präsidentin. „Als zentraler Player im österreichischen Gesundheitssystem stehen wir für das Zusammendenken von Klima und Gesundheit sowie für die Bündelung von Expertise aus Wissenschaft, Politik und Praxis. Denn Klimaschutz ist vor allem auch Gesundheitsschutz.“

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Wiener Apothekerkammer gratuliert Jelinek und dankt Pilz

Branchen News vom 24.06.2022

Saiko: „Wir freuen uns auf eine konstruktive und lösungsorientierte Zusammenarbeit“

Wien (OTS) – Die Wiener Apothekerkammer gratuliert Dr. Gerhard Jelinek zur Bestellung als neuer Wiener Pflege-, Patientinnen- und Patientenanwalt. „Mit seinen profunden Erfahrungen als Jurist und Richter haben Wiens Patientinnen und Patienten künftig einen hervorragenden Interessenvertreter und Partner an ihrer Seite. Wir wünschen Dr. Jelinek alles Gute für die neue Aufgabe und sind davon überzeugt, dass wir gemeinsam mit ihm die Versorgungssicherheit für die Wienerinnen und Wiener noch weiter verbessern werden können“, erklärt Priv.-Doz. DDr. Philipp Saiko, Präsident der Wiener Apothekerkammer.

Mag. pharm. Susanne Ergott-Badawi, Vizepräsidentin der Wiener Apothekerkammer, bedankt sich bei Dr. Sigrid Pilz für die vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren: „Patientenanwältin Pilz hat sich stets mit fachlichem Weitblick, bemerkenswerter Leidenschaft und unermüdlichem Engagement für die Anliegen der Wiener Patientinnen und Patienten eingesetzt. Dadurch hat sie die Gesundheitsversorgung in vielen Bereichen nachhaltig verbessert. Für die Zukunft wünschen wir ihr im Namen der Wiener Apothekerinnen und Apotheker weiterhin viel Erfolg und alles Gute“.

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Lehner: E-Rezept ist erfolgreich eingeführt

Branchen News vom 17.06.2022

Wien (OTS) – 16. Juni 2022: „Das E-Rezept ist bereits erfolgreich österreichweit eingeführt und funktioniert. In der vergangenen Woche wurden 1,2 Millionen E-Rezepte ausgestellt. 97 Prozent der Apotheken und 85 Prozent der Arztpraxen nutzen bereits das E-Rezept. Wir befinden uns damit aktuell in der finalen Phase des mehrmonatigen Rollout-Prozesses“, erklärt Peter Lehner, Vorsitzender der Konferenz der Sozialversicherungsträger, und weist damit scharf die Vorwürfe der Apothekerkammer zurück. Diese „Panikmache“ und „bewusste Falschinformation“ sei „gefährlich“ und schaffe Unsicherheit bei allen Beteiligten, mahnt der Vorsitzende.

„Es gibt fünf unterschiedliche Möglichkeiten das E-Rezept einzulösen: mit Scan des E-Rezept-Codes/QR-Codes auf dem Smartphone über die App der Sozialversicherung, die Übermittlung des zwölfstelligen alphanumerischen Codes, den Scan des E-Rezept-Codes auf einem Ausdruck, das Stecken der E-Card und ein Blanko-Formular für Hausbesuche oder Sonderfälle“, erläutert Lehner. „Wir haben damit ein möglichst breites Angebot geschaffen, damit jeder Versicherte seinen bevorzugten Kanal auswählen kann. Es besteht damit auch die Möglichkeit für Dritte ein Rezept einzulösen – hierzu muss nur der alphanumerische Code oder der QR-Code weitergegeben werden. Dieses System ermöglicht die höchste Sicherheit, da der Code nur ein einziges Mal eingelöst werden kann“, unterstreicht der Vorsitzende. Zu der Verfügbarkeit der Kartenlesegeräte stellt Lehner klar: „Aktuell sind in 1.407 Apotheken 3.600 Kartenlesegeräte im Einsatz. Das sind rein statistisch 2,5 Geräte pro Apotheke. Die Datenlesegeräte der nächsten Generation befinden sich in Produktion und werden in den kommenden Monaten sukzessive ausgeliefert“, betont Lehner.

„Die Nutzung der E-Medikation für eine kontaktlose Verschreibung war eine Übergangslösung in der ersten Phase der Pandemie. Dies ist aufgrund der Einführung des E-Rezepts nicht mehr notwendig. Das E-Rezept ersetzt nicht nur diese Funktion, sondern erfüllt höchste Sicherheitsstandards, ist flexibel und bietet den Versicherten unterschiedliche Möglichkeiten. Daher besteht aus Perspektive der Sozialversicherung und ihrer Versicherten keine weitere Notwendigkeit die Verschreibung via E-Medikation zu verlängern“, so Lehner abschließend.

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Tests in den Apotheken verlängert

Branchen News vom 12.06.2022

Apothekerkammer: „Bewährtes Testangebot für die Bevölkerung bleibt bestehen“

Wien (OTS) – Im Rahmen der österreichischen Teststrategie wird das bestehende Testangebot der Apotheken jedenfalls bis 31.12.2022 verlängert. Das hat der zuständige Bundesminister für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz heute bekanntgegeben. Betroffen sind die apothekerlichen Leistungsbereiche PCR-Screenings und Wohnzimmertests. Die derzeit gültige Regelung wäre mit 30. Juni 2022 ausgelaufen.

Niederschwelliges Testangebot bleibt erhalten

„Mit der Verlängerung dieser Maßnahmen um weitere sechs Monate bleibt der Bevölkerung das bewährte und niederschwellige Testangebot der öffentlichen Apotheken erhalten. Zudem wurde der zentralen Forderung der Apothekerkammer nach Planungssicherheit für die öffentlichen Apotheken entsprochen. Es bestätigt die Zufriedenheit der Politik mit den hochwertigen Leistungen der Apothekerinnen und Apotheker in dieser Pandemie“, erklärt Mag. pharm. Dr. Ulrike Mursch-Edlmayr, Präsidentin der Österreichischen Apothekerkammer, zur Fortsetzung der bestehenden Teststrategie.

Screening

Mit der Verlängerung der Screening-Verordnung wird die Fortführung des länderspezifischen Screening-Programms ermöglicht. Auf Grundlage dieser Verordnung können auch nach dem 30. Juni weiterhin fünf PCR-Tests pro Person und Monat im Rahmen der jeweiligen Testprogramme der Bundesländer in Anspruch genommen werden. Darüber hinaus können für Personen, die in vulnerablen Bereichen arbeiten, PCR-Tests ohne zahlenmäßige Begrenzung durchgeführt werden.

Wohnzimmertests

Ebenso bis Ende 2022 verlängert wird die Versorgung der Bevölkerung mit Wohnzimmertests über die öffentlichen Apotheken. Jede anspruchsberechtigte Person kann somit bei Vorlage der e-Card wie bisher ein Kontingent von fünf Stück SARS-CoV-2 Antigentests zur Eigenanwendung pro Kalendermonat in einer öffentlichen Apotheke beziehen.

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Lehner: Einführung des E-Rezepts in ganz Österreich

Branchen News vom 01.06.2022

Wien (OTS) – 1. Juni 2022: „Mit der Einführung des E-Rezepts wird das Papierrezept ersetzt und der gesamte Rezeptprozess, von der Ausstellung über das Einlösen bis zur Abrechnung, digitalisiert“, erklärt Peter Lehner, Vorsitzender der Konferenz der Sozialversicherungsträger, und betont: „Das E-Rezept ist der nächste Meilenstein in der Digitalisierung des Gesundheitssystems.“

Das E-Rezept wurde in einem Pilotprojekt in Kärnten im Sommer 2021 getestet und danach sukzessive in Österreich ausgerollt. „Der Rollout findet seit Jahresbeginn in ganz Österreich statt. Im ersten Halbjahr 2022 wurden bereits 7,7 Millionen E-Rezepte ausgestellt, 82 Prozent der Ordinationen und 93 Prozent der Apotheken nutzen bereits das E-Rezept“, erklärt Lehner und beziffert die Kosten für die Einführung mit 2,4 Millionen Euro Entwicklungskosten in der Sozialversicherung und 4 Millionen Euro für Implementierung und Support für die Systempartner.

Einfach, klar und flexibel
„Der neue, digitale E-Rezept-Prozess ist einfach, klar und flexibel“, sagt Lehner. Das Kassenrezept wird nun nicht mehr auf Papier ausgestellt, sondern die Ärztin oder der Arzt erstellt das E-Rezept und speichert dieses im E-Card-System. Die Information liegt elektronisch vor. In der Apotheke kann ein bestimmtes E-Rezept mit einem QR-Code via App auf dem Smartphone oder mittels 12-stelliger alphanumerischer E-Rezept-ID (REZ-ID) eingelöst werden. Der Scan eines Ausdrucks ist ebenso möglich. Mit dem Stecken der E-Card können in der Apotheke alle offenen E-Rezepte des Versicherten abgerufen werden. Die Abholung von Medikamenten durch Dritte ist nun ebenso möglich: Der QR-Code bzw. die E-Rezept-ID kann via Smartphone oder als Ausdruck weitergegeben werden. Das Abrufen des E-Rezepts auf dem Smartphone funktioniert per App (BVAEB, ÖGK, SVSGo oder MeineSV). Der Login erfolgt mit Handy-Signatur oder ID-Austria. Über den Menüpunkt „E-Rezept“ ist das Rezept abrufbar. Hier werden alle E-Rezepte der versicherten Person und aller Mitversicherten unter 14 Jahren angezeigt. Nach der Abholung erfolgt elektronisch die Erfassung der Abgabe und die Abrechnung zwischen der Apotheke und dem Sozialversicherungsträger. Für nicht digital affine Personen besteht nach wie vor die Möglichkeit, dass der Arzt das Rezept ausdruckt.

In Österreich werden jährlich rund 60 Millionen Rezepte und 110 Millionen kassenfinanziere Verordnungen ausgestellt und abgerechnet. Die Sicherheit ist gewährleistet, weil das E-Rezept innerhalb des geschlossenen Gesundheitsinformationsnetzes gespeichert ist.

Mehr Transparenz, weniger Aufwand, höhere Sicherheit
„Das E-Rezept hat klare Vorteile für alle. Es gibt mehr Transparenz dank der leichteren Überprüfbarkeit, eine deutliche Reduktion des Verwaltungsaufwands und eine hohe Fälschungssicherheit sowie Schutz vor Betrug, denn jedes Rezept kann nur einmal eingelöst werden“, betont Lehner. „Für die Versicherten heißt das: keine Zettelwirtschaft und nichts kann mehr verloren gehen, unterschiedliche Möglichkeiten, ein Rezept einzulösen oder einlösen zu lassen, eine Übersicht über alle E-Rezepte und die tagesaktuelle Ermittlung der bezahlten Rezeptgebühren. Für Ärzte reduziert sich der Verwaltungsaufwand. Die Arztunterschrift auf dem Rezept wird durch eine elektronische Signatur ersetzt und es besteht die Möglichkeit der kontaktlosen Verschreibung. Für Apotheken bedeutet das E-Rezept eine Erleichterung bei der Abrechnung, der Wegfall der Archivierung der Papierrezepte und ein geringerer Beratungsaufwand zur Rezeptgebührenbefreiung.“

Konsequente Digitalisierungsstrategie
Lehner unterstreicht die konsequente Digitalisierungsstrategie der Sozialversicherung. „2005 erfolgte in Österreich die Einführung der E-Card, 2015 wurde ELGA gestartet. Damit war Österreich eines der ersten Länder in Europa mit einer elektronischen Gesundheitsakte. 2020 wurde mit der ersten Corona-Impfung der E-Impfpass bundesweit eingeführt, der eine lückenlose Erfassung aller Corona-Impfungen ermöglicht. Jetzt gehen wir mit dem E-Rezept den nächsten Schritt“, erläutert Lehner und ergänzt, dass aktuell bereits an der Weiterentwicklung dieses Projekts gearbeitet wird: „Wir möchten als Service für unsere Versicherten Privatrezepte in das E-Rezept-System einbinden und künftig grenzüberschreitende Rezepte innerhalb der EU ermöglichen.“

Über den Dachverband der Sozialversicherungsträger
Der Dachverband der Sozialversicherungsträger wurde mit 1. Jänner 2020 gegründet. Die Organisation koordiniert und unterstützt die fünf gesetzlichen Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherungen ÖGK, SVS, BVAEB, PVA und AUVA und ist unter anderem für Digitalisierungsinitiativen, internationale und rechtliche Angelegenheiten, Statistik, Dienstrecht sowie Arznei- und Heilmittel zuständig. Das geschäftsführende Organ ist die Konferenz der Sozialversicherungsträger. Dieser gehören die Obleute und deren Stellvertreter der fünf Träger an. Am 14. Jänner 2020 wurden SVS-Obmann Peter Lehner als 1. Vorsitzender der Konferenz der Sozialversicherungsträger und die AUVA-Obmann-Stellvertreterin Ingrid Reischl als 2. Vorsitzende gewählt. Die Sitzungsführung rotiert unter den Vorsitzenden halbjährlich. Das Büro des Dachverbands wird von Büroleiter Martin Brunninger und seinem Stellvertreter Alexander Burz geleitet, hat rund 270 Mitarbeiter:innen und seinen Sitz in der Kundmanngasse in Wien-Landstraße.

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Bepanthen von BAYER unterstützt die Schmetterlingskinder

Branchen News vom 24.05.2022

Zweimonatige Weihnachtsaktion 2021 brachte über 75.000 Euro für DEBRA Austria und die EB-Forschung

Wien (OTS) – Haut und ihre Gesundheit – dieses gemeinsame Thema eint die Patientenorganisation DEBRA Austria – Hilfe für die Schmetterlingskinder und das Life-Science-Unternehmen Bayer. Während DEBRA Austria jene Menschen unterstützt, die mit der schmerzhaften und noch unheilbaren Hauterkrankung Epidermolysis bullosa (EB) leben, sorgt Bayer mit seiner Bepanthen Wund- und Heilsalbe für wirksame Hilfe bei geschädigter Haut[1]. Um auf Epidermolysis bullosa vermehrt aufmerksam zu machen und den Betroffenen zu helfen, wurde 2016 die besondere Weihnachtskampagne „Bepanthen hilft den Schmetterlingskindern“ ins Leben gerufen und fand nun bereits zum sechsten Mal statt: Für jede im Zeitraum November und Dezember 2021 verkaufte Bepanthen Salbe 100g-Tube sowie Bepanthol SensiDaily 150ml ging 1 Euro als Unterstützung an DEBRA Austria. In den vergangenen sechs Jahren konnten im Rahmen dieser Aktion damit insgesamt unglaubliche 368.003 Euro an DEBRA Austria übergeben werden – ein großartiger Betrag, der schon viel Gutes für die „Schmetterlingskinder“ ermöglicht hat.

Nachhaltige Hilfe für die Schmetterlingskinder

Rund 30.000 Menschen leben in Europa mit dieser unheilbaren, schmerzhaften Hauterkrankung – 500 davon in Österreich. Betroffene werden als „Schmetterlingskinder“ bezeichnet, da ihre Haut so verletzlich ist, wie die Flügel eines Schmetterlings. EB bewirkt, dass die Haut schon bei der kleinsten Belastung Blasen bildet oder sogar reißt. DEBRA Austria hat sich das Ziel gesetzt, kompetente medizinische Versorgung für „Schmetterlingskinder“ zu ermöglichen und durch gezielte Forschung die Chancen auf Linderung und Heilung zu erhöhen.

Die Weihnachtskampagne von Bepanthen unterstützt diese Arbeit aber nicht nur finanziell. Eine Vielzahl der österreichischen Apotheken konnte auch 2021 für die Kampagne begeistert werden. Die Bepanthen-Weihnachtsaktion war bis Jahresende in heimischen Apotheken präsent. Schaufensterplakate, Innenraum-Aufsteller und Regalelemente informierten die breite Öffentlichkeit über die seltene und nicht heilbare Hauterkrankung. So erreichte die Kampagne die Herzen von über 75.000 Österreicher*innen, die mit dem Kauf der Bepanthen Wund- und Heilsalbe bzw. Bepanthol SensiDaily nicht nur ihrer Haut, sondern auch den „Schmetterlingskindern“ etwas Gutes taten.

Bayer Austria übergibt 75.120 Euro für die Schmetterlingskinder

Bei der Scheckübergabe war die Freude auf allen Seiten groß. „Uns von Bayer ist es ein Herzensanliegen, gemeinsam mit DEBRA die Schmetterlingskinder zu unterstützen. Mit dieser Zusammenarbeit möchten wir dazu beitragen, auf eine seltene und bisher nicht heilbare Erkrankung hinzuweisen. Wir freuen uns, durch die Bepanthen-Weihnachtskampagne die medizinische Versorgung sowie Forschungsprojekte zur Entwicklung von EB-Heilungsansätzen nachhaltig fördern zu können“, erklärt Lieven Hentschel, Geschäftsführer der Bayer Austria.

Lieven Hentschel übergab den großartigen Unterstützungsbetrag von 75.120 Euro an Dr. Rainer Riedl, Obmann und Mitgründer von DEBRA Austria. „Durch die österreichweite Präsenz in den Apotheken erreichen wir auch sehr viel Aufmerksamkeit für die noch unheilbare Erkrankung. Die besondere Unterstützung hilft den Schmetterlingskindern und ermöglicht uns, Forschungsaktivitäten voranzutreiben, um die Lebenssituation für Betroffene zu verbessern. Die Hoffnung auf Heilung macht es Schmetterlingskindern leichter, kleine Helden zu bleiben“, freut sich Dr. Rainer Riedl, Obmann von DEBRA Austria und selbst betroffener Vater.

Bepanthen Wund- und Heilsalbe ist ein Arzneimittel: Über Wirkung und mögliche unerwünschte Wirkungen informieren Gebrauchsinformation, Arzt oder Apotheker. Bepanthol SensiDaily Intensivpflege ist ein Kosmetikum.

Epidermolysis bullosa zählt zu den seltenen Erkrankungen

In Österreich leben rund 500 Menschen, in Europa rund 30.000 Menschen mit der Erkrankung Epidermolysis bullosa (EB). Betroffene werden als „Schmetterlingskinder“ bezeichnet, da ihre Haut so verletzlich wie die Flügel eines Schmetterlings ist. EB bewirkt, dass die Haut bei der kleinsten Berührung Blasen bildet oder sogar reißt. Aufgrund einer Genveränderung werden bestimmte Proteine fehlerhaft oder gar nicht ausgebildet, dadurch fehlt der Zusammenhalt der Hautschichten.

DEBRA Austria, Hilfe bei Epidermolysis bullosa (EB):

DEBRA Austria wurde 1995 als Selbsthilfegruppe von Betroffenen, Angehörigen und ÄrztInnen mit dem Ziel gegründet, Erfahrungsaustausch und Hilfe für Menschen mit EB zu organisieren. Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, kompetente medizinische Versorgung für die „Schmetterlingskinder“ zu ermöglichen und durch gezielte, erstklassige Forschung die Chance auf Heilung zu erhöhen. Auf Initiative von DEBRA Austria und mit Spenden wurde 2005 die weltweit einzige Spezialklinik für „Schmetterlingskinder“ – das EB-Haus Austria – am Salzburger Universitätsklinikum eröffnet und kommt seither für den laufenden Betrieb auf. 2017 wurde diese Einrichtung zum ersten österreichischen Expertisezentrum für seltene Erkrankungen designiert.

Über Bayer

Bayer ist ein weltweit tätiges Unternehmen mit Kernkompetenzen auf den Life-Science-Gebieten Gesundheit und Ernährung. Mit seinen Produkten und Dienstleistungen will das Unternehmen Menschen nützen und die Umwelt schonen, indem es zur Lösung grundlegender Herausforderungen einer stetig wachsenden und alternden Weltbevölkerung beiträgt. Bayer verpflichtet sich dazu, mit seinen Geschäften einen wesentlichen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung zu leisten. Gleichzeitig will der Konzern seine Ertragskraft steigern sowie Werte durch Innovation und Wachstum schaffen. Die Marke Bayer steht weltweit für Vertrauen, Zuverlässigkeit und Qualität. Im Geschäftsjahr 2021 erzielte der Konzern mit rund 100.000 Beschäftigten einen Umsatz von 44,1 Milliarden Euro. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung beliefen sich bereinigt um Sondereinflüsse auf 5,3 Milliarden Euro. Weitere Informationen sind im Internet zu finden unter www.bayer.de

Über Bayer Austria

Bayer Austria ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft des weltweit tätigen Bayer-Konzerns mit Kernkompetenzen auf den Gebieten Gesundheit und Agrarwirtschaft. Das Life-Science Unternehmen beschäftigt in Österreich rund 190 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, steuert die Ländergruppe Südosteuropa und ist verantwortlich für Marketing, Vertrieb, klinische Studien sowie technische und medizinische Beratung für Bayer-Produkte. Weitere Informationen finden Sie unter www.bayer.at.

Zukunftsgerichtete Aussagen

Diese Presseinformation kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung des Bayer-Konzerns bzw. seiner Teilkonzerne beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die Bayer in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

Fachkurzinformation

Bepanthen Wund- und Heilsalbe

Qualitative und quantitative Zusammensetzung
1 g Salbe enthält als Wirkstoff 50 mg (= 5 %) Dexpanthenol.
Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung pro g Salbe: 250 mg Wollwachs, 18 mg Cetylalkohol, 12 mg Stearylalkohol

Liste der sonstigen Bestandteile
Protegin X, Adeps lanae (Lanolin, Wollwachs) E 913, Cetylalkohol, Stearylalkohol, gebleichtes Wachs, weißes Vaselin, Mandelöl, Paraffinöl, gereinigtes Wasser

Pharmakotherapeutische Gruppe: andere Wundbehandlungsmittel, ATC Code: D03AX03

Anwendungsgebiete
– zur Förderung der Heilung von Haut und Schleimhäuten bei leichten Verletzungen (einschließlich leichter Verbrennungen und Schürfwunden) und Hautirritationen (z. B: als Folge von Sonnenbrand).
– bei stillenden Müttern zur Vorbeugung und Behandlung von wunden Brustwarzen.
– in der Säuglingspflege zur Vorbeugung und Behandlung von Wundsein
– zur Vorbeugung und Behandlung von trockener, rissiger oder spröder Haut.
Bepanthen wird angewendet bei Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen ab 0 Jahren.

Gegenanzeigen
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.

Inhaber der Zulassung
Bayer Austria Gesellschaft m.b.H. Herbststraße 6-10
1160 Wien

Verschreibungspflicht/Apothekenpflicht

Rezeptfrei und apothekenpflichtig.

Weitere Angaben zu Warnhinweisen und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung, Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstigen Wechselwirkungen, Schwangerschaft und Stillzeit, Nebenwirkungen und Gewöhnungseffekten sind den veröffentlichten Fachinformationen zu entnehmen.

Stand der Information: August 2018


[1] Bepanthen Wund- und Heilsalbe fördert die Heilung von Haut und Schleimhäuten bei leichten Verletzungen und Hautirritationen. Die Salbe kann zur Wundversorgung bei EB eingesetzt werden, die Krankheit aber nicht ursächlich behandeln.

CH-20220517-33

Rückfragen & Kontakt:

DEBRA Austria:
Sabine Schmid
Tel. +43 1 876 40 30 DW 12
E-Mail: sabine.schmid@debra-austria.org

Bayer Austria:
Mag. Stephanie Suchentrunk
Tel. +43 676 55 23 146
E-Mail: stephanie.suchentrunk@bayer.com

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Volle Ablehnung für Impfen in Apotheken

Branchen News vom 24.05.2022

Volle Ablehnung für Impfen in Apotheken

In Österreich seien Impfungen in Apotheken eine unnötige und sinnlose Gefährdung der Patientensicherheit, betont die niedergelassene Ärzteschaft.

Wien (OTS) – Die niedergelassene Ärzteschaft signalisiert volle Ablehnung für neuerliche Begehrlichkeit der Apothekerkammer, Impfungen in Apotheken anbieten zu wollen. Diesmal wurde der Beschluss des deutschen Bundestags, die Grippeimpfung in Apotheken zu erlauben, als Grund für einen abermaligen Vorstoß ins Treffen geführt. „Es ist einfach unnötig, für finanzielle Interessen der Apothekerschaft die Patientensicherheit zu gefährden“, kommentierte Johannes Steinhart, Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer und Bundeskurienobmann der niedergelassenen Ärzte: „Österreich verfügt im Gegensatz zu anderen Ländern über ein dichtes und leistungsfähiges Netz an wohnortnaher Gesundheitsversorgung durch niedergelassene Allgemeinmedizinerinnen und Allgemeinmediziner sowie Fachärztinnen und Fachärzte. Apothekerinnen und Apotheker leisten einen wertvollen Beitrag für den Impfschutz der Bevölkerung, indem sie die Lagerung und die Abgabe von Impfstoffen managen. Das sind ihre Kompetenzen und darauf sollten sie sich besinnen“, empfahl Steinhart. „Wir Ärztinnen und Ärzte haben andere Kompetenzen. Wir kennen unsere Patienten, wir können die Impftauglichkeit dank unseres Studiums und der verpflichtenden Fortbildungen feststellen und auch bei seltenen Nebenwirkungen maximale Patientensicherheit garantieren. Zudem sind unsere Ordinationen sowohl von Ausbildung als auch von Ausstattung her auf Notfälle trainiert“, unterstrich der ÖÄK-Vizepräsident.

Auch Rudolf Schmitzberger, Leiter des ÖÄK-Impfreferates, betonte erneut, dass Impfen in Apotheken weder sinnvoll noch notwendig sei. Jede Impfung könne von Ärztinnen und Ärzten jederzeit ausreichend in jeder beliebigen Anzahl angeboten werden. „Schon bei der COVID-Impfung überstieg die Anzahl an impfwilligen Ärztinnen und Ärzten zu jeder Zeit das Angebot an verfügbarem Impfstoff“, erinnerte er. Auch die FSME-Impfung zeige mit ihrer international herausragenden Impfquote, „dass wir hier sicher keine Unterstützung von Apothekern mit Schnellsiederkurs in Impftechnik brauchen.“

Zudem überschätze die Apothekerkammer-Spitze wohl die Impfwilligkeit ihrer Mitglieder. In Deutschland habe sich das Interesse der Apotheken an der COVID-Impfung in engen Grenzen gehalten, viele Pharmazeuten sahen angesichts der Angebote durch Ärztinnen, Ärzte und Impfstraßen selbst keinen Bedarf, in ihrer Apotheke Impfungen anzubieten. „Auch in Österreich bezweifeln mehrere hochrangige Repräsentanten dieses Berufsstandes durchaus, dass Impfen in der Apotheke eine sinnvolle Ausweitung der Gesundheitsvorsorge darstellt“, sagt Schmitzberger. Seine Gespräche mit nicht wenigen Apothekern würden bezeugen, dass sich der Pharmazeut wieder auf sein bestens erlerntes Berufsfeld der pharmakologischen Beratung konzentrieren möchte, so der Leiter des ÖÄK-Impfreferates.

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YOUNG PHARMA AWARD 2022: And the winner is …

Branchen News vom 12.05.2022

Carmen Schweicker (Medizinische Universität Wien / FH Campus Wien) gewann den diesjährigen imh YOUNG PHARMA AWARD

Wien (OTS) imh verlieh am 10. Mai 2022 erneut den YOUNG PHARMA AWARD für Nachwuchsprojekte in der Pharmabranche im Renaissance Hotel Wien. Die hochkarätig besetzte Veranstaltung „pharmaKON future“ bot den idealen Rahmen, um eine Brücke zwischen Pharmabranche und Nachwuchstalenten zu bauen. So standen Koryphäen, wie Prof. Dr. Christoph Huber von BioNTech SE oder Prof. Dr. Ulrich Jäger von der MedUni Wien, genauso auf der Bühne wie die für das Finale nominierten Studierenden.

Carmen Schweicker (Medizinische Universität Wien / FH Campus Wien) gewann mit dem Forschungsprojekt „Role of PU.1 non-coding transcripts in physiological hematopoiesis and leukemia“ den diesjährigen imh YOUNG PHARMA AWARD. Die Award-Gewinnerin beschreibt ihre komplexe Arbeit folgendermaßen: „Der Transkriptionsfaktor PU.1 ist maßgeblich an der komplexen Regulation des Blutsystems beteiligt. Verminderte Werte von PU.1 sind charakteristisch für die menschliche akute myeloische Leukämie (AML) und können AML in Mausmodellen induzieren. Diese Studie zeigt, dass die transkriptionelle Herunterregulation von PU.1 ein aktiver Prozess ist und die Transkription von nicht-kodierenden Antisense-Transkripten beinhaltet. Sie legt außerdem nahe, dass das RUNX1-ETO Leukämie-Onkogen den PU.1 AsPr aktiviert, was zu einer erhöhten Expressionsrate der PU.1 asRNA und einer Blockade der myeloischen Differenzierung in hämatopoetischen Stammzellen führt.“

Der zweite Platz ging an Caroline Schätz (IMC FH Krems) mit dem Forschungsprojekt „Generation of living blood vessels from hypoimmunogenic human pluripotent stem cells“. Mit dem Projekt „Autophagy and Neuroinflammation in Alzheimer’s Disease: A Nutraceutical Approach” holte sich Reinhard Gründler (Universität Wien) Platz drei.

Hochkarätige Expertinnen und Experten bewerteten die eingereichten Projekte

Studentinnen und Studenten konnten ihre innovativen Forschungsprojekte einreichen, welche im Anschluss unter die Lupe genommen wurden. Die Fachjury setzte sich dieses Jahr zusammen aus: Mag. Stefan Baumgartner (Geschäftsführung, IQVIA Österreich), Univ. Lektor Hofrat Dr. med. Christoph Baumgärtel, MSc (Arzneimittelexperte und Buchautor), Prof. Dr. Jochen Klein (Professor für Pharmakologie und Klinische Pharmazie an der Goethe-Universität Frankfurt am Mainz), Priv.- Doz. Mag. pharm. DDr. Philipp Saiko (Apothekerkammer Wien), Mag. Dr. Martin Spatz, MBA (STADA Arzneimittel GmbH) und Dr. Evelyn Walter (CEO, Institut für Pharmaökonomische Forschung GmbH).

Die Bewertungskriterien: Innovation, Nutzen und praktische Anwendbarkeit

Beurteilt wurden die Einreichungen nach dem innovativen Charakter, dem Mehrwert für Patientinnen und Patienten und der Umsetzbarkeit in die Praxis. Die besten drei wurden auf der imh Fachkonferenz pharmaKON future präsentiert und stellten sich einem Live-Voting.

Über den imh YOUNG PHARMA AWARD

Der YOUNG PHARMA AWARD wird von der imh GmbH seit 2019 im Rahmen der Branchentreffpunkte der österreichischen Pharmaindustrie und Gesundheitswirtschaft pharmaKON bzw. pharmaKON future vergeben. Der Award ist die Brücke zwischen Studierenden und der österreichischen Pharmabranche. Gesucht werden seit 2019 innovative Forschungsprojekte mit praktischem Nutzen für Patientinnen und Patienten. Zur Teilnahme berechtigt sind studentische österreichische Forschungsprojekte, die wissenschaftlich fundiert und bereits positiv beurteilt sind.

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NÖ Ärztekammer: Ziele und Herausforderungen der neuen Kammerführung

Branchen News vom 06.05.2022

Neue Kammerführung startet mit ambitionierter Agenda

Wien (OTS) – In der konstituierenden Vollversammlung wurde am 27. April das neue Führungsteam der NÖ Ärztekammer gewählt. Der niedergelassene Facharzt für Hals- Nasen- und Ohrenheilkunde, Dr. Harald Schlögel, wurde zum Präsidenten gewählt. Erster Vizepräsident ist Dr. Andreas Zeitelberger, Facharzt für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie sowie Unfallchirurgie. Der Chirurg ist als Oberarzt im Landesklinikum Korneuburg tätig und betreibt eine Wahlarztordination. Vizepräsidentin und Kurienobfrau der niedergelassenen Ärzte ist Dr. Martina Hasenhündl, niedergelassene Allgemeinmedizinerin mit einer kassenärztlichen Ordination in Stetten. Damit ist zum ersten Mal in der Geschichte der Ärztekammer eine gesamte Kurienführung weiblich besetzt. Vizepräsident und Obmann der Kurie der angestellten Ärzte ist OA Dr. Wolfgang Walentich, MSc, Facharzt für Anästhesiologie und Intensivmedizin sowie Kinder- und Jugendheilkunde. Der Facharzt ist als Anästhesist im Universitätsklinikum St. Pölten tätig und betreibt eine Wahlarztordination.

Schlögel: Wir wollen nicht verwalten, sondern gestalten

„Als Kenner und langjähriger Funktionär der Kammer freue ich mich über die Chance, als Präsident einer Reformpartnerschaft längst überfällige Themen und Forderungen anzugehen. Wir sind keine Reformpartnerschaft eingegangen, um den Status-Quo zu verwalten, sondern um Ideen und Lösungen voranzutreiben und von der Landespolitik wie der Krankenkasse einzumahnen. Wir werden nicht leise, sondern konstruktiv und energisch sein. Diese Reformpartnerschaft denkt nicht in Kurien oder Referaten, sondern im Interesse der gesamten Ärzteschaft. Wir müssen uns endlich der Ausbildung widmen. Wir haben weniger einen Mangel, sondern vielmehr ein Ausbildungsproblem. Und zwar ein massives. Wenn wir die medizinische Zukunft des Landes für das Dokumentieren und Aufhängen von Infusionsflaschen missbrauchen, dürfen wir uns nicht wundern, wenn sie uns den Rücken kehren. Der Turnus deckt vielerorts fehlende Personalkapazitäten ab und spart an der Ausbildung. Das ist ein Verrat an allen Jungärztinnen und Jungärzten“, sagt Präsident Schlögel.

Schlögel verweist dazu auch auf die Agenda von Kurienobmann Wolfgang Walentich, der sich intensiv der Strukturqualität der medizinischen Versorgung widmen und damit einhergehend die Ausbildungs- und Qualifikationsstandards in den Spitälern vorantreiben wird. Kurienobfrau Martina Hasenhündl wird die unbefristete Finanzierung der Lehrpraxis für angehende Allgemeinmediziner/innen forcieren sowie deren rasche Einführung im Facharztbereich.

Erschöpfte Ärzteschaft nach zwei Jahren Pandemie-Management

„Die Ärztinnen und Ärzte, die Pflegerinnen und Pfleger haben dieses Land maßgeblich durch die Pandemie getragen. Viele sind erschöpft und ausgebrannt. Kassenstellen können nicht mehr besetzt werden, der Nachwuchs fehlt. Statt den Sparzwang der Kassen endlich zu beenden, werden politische Scheindiskussionen geführt. Wir haben aber kein Problem mit dem Angebot der Wahlärztinnen und Wahlärzte, wir haben ein massives Problem bei der fehlenden Attraktivierung einer Kassenpraxis“, so Schlögel.

Wiedereinführung der Gemeindeärztinnen und -ärzte

Große Anstrengungen von Seiten des Landes und der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) wird es brauchen, um dem Ärztemangel im niedergelassenen Bereich entgegenzuwirken. Schlögel will etwa die Wiedereinführung der Gemeindeärztin bzw. des Gemeindearztes im niedergelassenen Bereich. „Die Hausapotheken sind in der Niederlassung essenziell, um eine Ordination rentabel und damit zukunftsfähig zu führen. Wir brauchen hier mit den Apotheken flexiblere Lösungen als bisher, wenn wir die ärztliche Versorgung flächendeckend aufrechterhalten wollen“, meint Schlögel. Durch neue, flexible Formen der Zusammenarbeit wie etwa Primärversorgungseinheiten können sowohl Hausärztinnen und -ärzte als auch Spitalsambulanzen entlastet und Versorgungslücken für die Patientinnen und Patienten geschlossen werden.

Zurückgelegte Kassenverträge sind Ausdruck eines Systemversagens

Für Hasenhündl ist das Halten von Ärztinnen und Ärzten im Kassenvertrag besonders wichtig: „Jeder aus Unmut über Bürokratie, Arbeitsdruck und unwirtschaftliche Honorarsätze zurückgelegte Kassenvertrag ist ein Systemversagen. Es braucht faire Honorare, eine Verbesserung der Work-Life-Balance durch verschiedene Möglichkeiten der Kooperation und den verbrieften Anspruch auf eine Hausapotheke bzw. das Dispensierrecht.“ Die Kurienobfrau will mit attraktiven, finanziell aufgewerteten Verträgen Wahlärztinnen und Wahlärzte wieder ins Kassensystem bringen. „Die Drohgebärden von Politik und ÖGK gegen die Wahlärzteschaft fördern die Kassen- und Landflucht der Medizinerinnen und Mediziner“, so Hasenhündl weiter. Schlögel ergänzt: „Die Zahl der Wahlärztinnen und Wahlärzte ist in den letzten Jahren stark gestiegen, damit steigt die ärztliche Versorgung insgesamt. Dieses Standbein der medizinischen Versorgung wird von der Bevölkerung gut angenommen und muss bestehen bleiben. Aber das Kassensystem muss konkurrenzfähig sein und bleiben. Hier herrscht dringender Handlungsbedarf.“

Kurienobmann Walentich verweist dazu auf die finanziellen Verbesserungen durch den in den Landeskliniken gültigen Rahmenvertrag der letzten Jahre. „Gute Arbeit setzt gute Bezahlung voraus. Die letzte Gehaltsreform für die angestellten Ärztinnen und Ärzte konnte Niederösterreich im Spitalswesen wieder ins Spitzenfeld bringen und konkurrenzfähig machen. Sechs Jahre später ist es an der Zeit, über eine Aktualisierung zu sprechen.“

Wer die Struktur- und Prozessqualität hebt, stärkt die Ausbildung

Kurienobmann Wolfgang Walentich ist die hohe Qualität der Ausbildung, aber auch die Struktur- und Prozessqualität im Krankenhaus und damit die bestmögliche ärztliche Versorgung ein zentrales Anliegen: „Die Qualität der modernen Medizin, sichtbar in Form von Behandlungserfolgen, hängt von vielen Faktoren ab. Damit Ärztinnen und Ärzte ihre individuelle Expertise wirksam anwenden können, benötigen wir einerseits eine hohe Strukturqualität. Diese wird erzielt, wenn die entsprechenden Voraussetzungen gegeben sind, um das, was zu tun ist, optimal zu tun. Die Strukturqualität der medizinischen Versorgung steht dabei in direktem Zusammenhang mit den Ausbildungs- und Qualifikationsstandards, ist aber auch von der personellen und apparativen Ausstattung von Spitälern abhängig. Andererseits trägt neben der Strukturqualität die Prozessqualität maßgeblich zur Ergebnisqualität bei. Die Prozessqualität ergibt sich aus dem Funktionieren von Abläufen und das nicht nur innerhalb einzelner Institutionen, sondern über das gesamte Gesundheitssystem.“

Neue Anlaufstelle für Karriereplanung

Mithilfe einer professionellen Karriereplanung sollen Jungärztinnen und Jungärzte künftig bei der Planung ihrer beruflichen Laufbahn unterstützt werden. „Wir brauchen dringend eine Karriereplanung vom Studium, über die Ausbildung im Krankenhaus bis hin zur Niederlassung oder einer Berufslaufbahn im Spital. Als Standesvertretung müssen wir unsere jungen Mitglieder hier unterstützen, um sie in unserem Bundesland zu halten. Nachwuchskräfte brauchen eine Karriereperspektive und dürfen nicht länger mit Kettenverträgen frustriert und aus Österreich vertrieben werden“, so der Präsident. Schlögel hat bereits konkrete Pläne, wie er dies umsetzen möchte: „Ich will mit dem Land Niederösterreich gemeinsam weitere Ausbildungsstellen schaffen und die Ausbildung systematisieren. Den jungen Kolleginnen und Kollegen sollen kompetente Ansprechpartner/innen als Ausbildungsbegleiter/innen zur Seite gestellt werden. In der Ärztekammer werde ich eine eigene Anlaufstelle für Karriereplanung schaffen, denn junge Menschen am Beginn ihrer beruflichen Laufbahn brauchen eine Perspektive.“

Abwandernde Ärztinnen und Ärzte sind ein Armutszeugnis für die Ausbildung

„Jede Jungmedizinerin und jeder Jungmediziner, die bzw. der nach Studium oder Turnus ins Ausland geht, ist ein Armutszeugnis für unsere Ausbildungslandschaft“, sagt Hasenhündl und fordert die unbefristete Finanzierung der Lehrpraxis für angehende Allgemeinmediziner/innen sowie eine Einführung derselben im Facharztbereich. „Das würde positiv gegen den Ärztemangel in der Niederlassung wirken, denn wer miterlebt, wie Niederlassung in der Praxis funktioniert, welche Verantwortungsbereiche und Gestaltungsspielräume sich dort auftun, kann sich leichter dafür entscheiden“, ist Hasenhündl überzeugt.

Struktur der Krankenversorgung im Spitalsbereich

Niederösterreich ist das größte und nach Wien bevölkerungsstärkste Bundesland Österreichs. Neben größeren Ballungsräumen sind auch dünnbesiedelte Landstriche zu finden. Die Topographie gliedert das Land in fünf Regionen. Für eine gute Versorgung braucht es daher für Walentich für jede dieser Regionen mindestens ein Schwerpunktkrankenhaus mit allgemeiner- und notfallmedizinischer 24-Stunden-Versorgung: „Diese Schwerpunktkrankenhäuser decken gemeinsam mit den umliegenden Grundversorgungskrankenhäusern, die die akutmedizinische Versorgung rund um die Uhr sicherstellen, im Idealfall 95 Prozent aller akut anfallenden medizinischen Fälle in der Region ab. Nur so ist die wohnortnahe Versorgung von Patientinnen und Patienten, die stationär betreut werden müssen, vernünftig und zumutbar zu gewährleisten. Zur Versorgung der restlichen fünf Prozent Patientinnen und Patienten mit komplexen Krankheitsbildern werden eine überregionale Logistik sowie zwei große Krankenhäuser mit den Funktionen eines Zentralklinikums benötigt.“ Eine Umsetzung dieser Strukturreform muss vorangetrieben werden, um die Patientinnen und Patienten mit den vom Land zur Verfügung gestellten Mitteln optimal versorgen zu können.

Österreichweit erstmals drei Frauen an der Spitze einer Ärztekammerkurie

Martina Hasenhündl verweist abschließend auf die neue Gleichberechtigung innerhalb der Ärztekammer-Führung: „Ich bin froh, dass die Schmiedearbeiten an der Reformkoalition geglückt sind und meine Fraktion wesentliche Gestaltungsfunktionen übernehmen darf. Wir konnten die Stimmen der Ärztinnen deutlich hörbarer machen, denn in Österreich stehen zum ersten Mal einer Kurie in einer Ärztekammer drei Frauen vor.“ Alle drei Ärztinnen kennen die Arbeit in der Ordination gut, so waren sie alle zunächst Wahlärztinnen und haben anschließend einen Kassenvertrag übernommen. Gemeinsam mit ihren beiden Stellvertreterinnen wird sich die Allgemeinmedizinerin aus dem Weinviertel in den kommenden fünf Jahren mit aller Kraft für die Belange der niedergelassenen Ärzteschaft einsetzen und die großen Probleme in der Versorgungslandschaft, in der Ausbildung, im Verhältnis von Arbeitsleistung und Verdienst offensiv angehen. Doch nicht nur in der Kurie der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte, auch bei den angestellten Ärztinnen und Ärzten wurde die Kurienführung weiblicher. Erstmals wurde in Niederösterreich eine Frau als Turnusärztevertreterin in die Kurienführung gewählt.

Fotos finden Sie in Kürze auf www.arztnoe.at/presse/pressebilder und auf www.arztnoe.at/presseinformationen, Kurzbiographien auf www.arztnoe.at/presseinformationen.

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Gesundheitsministerium und Apothekerkammer stellen Verfügbarkeit von kostenlosen Wohnzimmertests in Apotheken sicher

Branchen News vom 19.04.2022

Nach Ostern werden wieder ausreichend Wohnzimmertests verfügbar sein

Wien (OTS)  Nachdem es in den vergangenen Tagen vereinzelt zu vergriffenen Wohnzimmertests in Apotheken gekommen ist, haben das Gesundheitsministerium und die Apothekerkammer bereits für ausreichend Nachschub gesorgt. Aufgrund von Lieferverzögerungen können die kostenlosen Wohnzimmertests (5 Antigen-Tests pro Person und Monat) in manchen Apotheken nicht mehr ausgegeben werden. Das Gesundheitsministerium und die Apothekerkammer halten jedoch fest, dass im Laufe kommender Woche wieder Wohnzimmertests in allen Apotheken verfügbar sein werden. Nach Ostern können daher wieder in allen Apotheken Österreichs kostenlose Wohnzimmertests abgeholt werden.

Rückfragen & Kontakt:

Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMSGPK)
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sozialministerium.at

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Lehner: tagesaktuelle Verfügbarkeit von Arzneimitteln für Arzt, Apotheke und Patienten

Branchen News vom 19.04.2022

5.350 Medikamente in der EKO2go-App

Wien (OTS) – „Mit der neuen EKO2go-App kann die tagesaktuelle Verfügbarkeit von 5.350 Arzneimitteln österreichweit von Ärzten, Apotheken und den Patienten eingesehen werden. Damit wird der Verschreibungsprozess erleichtert und das System effizienter“, erklärt Peter Lehner, Vorsitzender der Konferenz der Sozialversicherungsträger, und ergänzt: „Die Weiterentwicklung der App ist ein Teil der konsequenten Digitalisierungsstrategie der Sozialversicherung für ein modernes, effizientes und zukunftsweisendes Gesundheitssystem.“

„EKO2go bietet den Versicherten, den Ärzten und den Apotheken die Gebrauchsanweisungen von insgesamt 5.350 Arzneimitteln sowie Informationen zur Rezeptpflicht. Ärzte erhalten zudem Vorschläge zu Therapiealternativen und Zugang zu Fachwissen sowie Hinweise zur Erstattung“, erläutert Lehner. Weiters sind die Preise der Medikamente in der EKO2go-App ersichtlich. „Die Preisinformation ist ein wichtiger Bestandteil, denn sie fördert die Sensibilisierung für die Arzneimittelkosten und schafft Transparenz“, betont der Vorsitzende. Mit der neuen Erweiterung kann der Arzt bereits beim Ausstellen des Rezepts die Verfügbarkeit überprüfen. So kann vermieden werden, dass ein aktuell nicht vorrätiges Medikament verschrieben wird. Das ist sowohl für den niedergelassenen Bereich als auch im Spital etwa für die Medikation in Entlassungsbriefen relevant.

Der Name der App EKO2go wird vom Erstattungskodex (EKO) abgeleitet. Dieser bietet übersichtlich Informationen zu 5.350 Medikamenten und umfasst sowohl jene Arzneimittel, die von Ärzten indikationsbezogen frei verschreibbar sind als auch die Präparate, die eine Vorabbewilligung bzw. eine nachfolgende Kontrolle erfordern. Die neue Version ist im App Store (iOS) und Google Play Store (Android) verfügbar.

Über den Dachverband der Sozialversicherungsträger:

Der Dachverband der Sozialversicherungsträger wurde mit 1. Jänner 2020 gegründet. Die Organisation koordiniert und unterstützt die fünf gesetzlichen Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherungen ÖGK, SVS, BVAEB, PVA und AUVA und ist unter anderem für Digitalisierungsinitiativen, internationale und rechtliche Angelegenheiten, Statistik, Dienstrecht sowie Arznei- und Heilmittel zuständig. Das geschäftsführende Organ ist die Konferenz der Sozialversicherungsträger. Dieser gehören die Obleute und deren Stellvertreter der fünf Träger an. Am 14. Jänner 2020 wurden SVS-Obmann Peter Lehner als 1. Vorsitzender der Konferenz der Sozialversicherungsträger und die AUVA-Obmann-Stellvertreterin Ingrid Reischl als 2. Vorsitzende gewählt. Die Sitzungsführung rotiert unter den Vorsitzenden halbjährlich. Das Büro des Dachverbands wird von Büroleiter Martin Brunninger und seinem Stellvertreter Alexander Burz geleitet, hat rund 300 Mitarbeiter und seinen Sitz in der Kundmanngasse in Wien-Landstraße.

Rückfragen & Kontakt:

Dachverband der Sozialversicherungsträger
01 711 32-7343
presse@sozialversicherung.at
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