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Herbstzeit ist Wanderzeit: Rucksackapotheke nicht vergessen!

Branchen News vom 17.09.2018

Wien (OTS) – Im Herbst laden die Berge zu ausgiebigen Wandertouren ein. Doch auch ein erfahrener Wanderer bleibt manchmal vor kleinen Verletzungen nicht verschont. Damit man für Notfälle gerüstet ist, sollte eine handliche Wanderapotheke im Rucksack niemals fehlen. Apothekerinnen und Apotheker wissen, was in eine Rucksackapotheke gehört und stellen diese individuell zusammen.

Schöne Wanderungen wirken sich positiv auf das Gemüt, die Seele und das körperliche Wohlbefinden aus. Aus diesem Grund zieht es im Herbst viele Menschen auf die Berge. Doch egal, ob eine Bergtour mit der gesamten Familie, eine Alpinwanderung oder eine mehrtägige Trekkingtour geplant ist, eine kleine Rucksackapotheke für Notfälle sollte immer mit dabei sein.

„Zu den häufigsten Beschwerden von Wanderern zählen Blasen an den Füßen“, weiß der erfahrene Apotheker und Vizepräsident der Österreichischen Apothekerkammer, Mag. pharm. Christian Wurstbauer. Meistens melden sie sich bei schlechtem Schuhwerk oder empfindlichen Füßen bereits nach den ersten Kilometern durch leichte, brennende Schmerzen. „Spätestens, wenn die Haut gerötet und leicht erhaben ist, muss die betroffene Stelle durch ein Blasenpflaster abgedeckt und so vor weiteren Reizungen geschützt werden. Blasenpflaster zählen daher zu den wichtigsten Utensilien in einer Wanderapotheke“, so Wurstbauer.

Um Blasen vorzubeugen, können vor einer Wanderung die Füße mit einer speziellen Hautpflege – z.B. Hirschtalgcreme oder Melkfett – eingeschmiert werden. Wer empfindliche Füße hat und weiß, an welcher Stelle die Blasen auftreten, kann bereits im Vorhinein ein spezielles Gelpflaster anbringen. Bei bereits geplatzten Blasen rät der Apotheker, die betroffene Hausstelle mit einer antiseptischen Lösung zu spülen und mit einer sterilen Auflage abzudecken.

Ich packe meine Wanderapotheke…

Da es beim Wandern häufig zu Stürzen oder Ausrutschern kommt, die rasch behandelt werden müssen, beinhaltet eine Wanderapotheke in erster Linie Verbandsmaterialien wie Heftpflaster und spezielle Pflaster gegen Schürfwunden, sterile Wundauflagen und Mullbinden zum Fixieren sowie ein Desinfektionsmittel. „Schürfwunden sollten sofort unter fließendem Wasser ausgewaschen und mit Desinfektionsmittel, sterilen Kompressen und einer Mullbinde geschützt werden“, erklärt Wurstbauer das Prozedere der Wundversorgung.

Auch ein Kühlspray oder ein kühlendes Gel für stumpfe Verletzungen, bei Verstauchungen und Bänderzerrungen sollten mit. Ein Schmerzmittel einzupacken ist ebenfalls empfehlenswert. Darüber hinaus bewähren sich Einmalhandschuhe, eine Schere, Sicherheitsnadeln sowie eine Pinzette. Speziell bei Bergtouren empfehlen Experten eine Rettungsfolie aus Alu. Sie ist klein, passt in jede Hosentasche und leistet einen wertvollen Dienst, indem sie einen Verletzten am Berg vor dem Auskühlen bewahrt.
Apothekerinnen und Apotheker wissen, was in eine gut sortierte Wanderapotheke gehört und stellen eine passende Notfallapotheke für Familienausflüge und Bergtouren zusammen.

Ausreichend Trinken und Sonnenschutz nicht vergessen

Das Wandern regt das Herz-Kreislauf-System an und bringt den Körper zum Schwitzen. Der Flüssigkeitshaushalt muss daher regelmäßig ausgeglichen werden. „Beim Wandern ist es wichtig, reichlich zu trinken! Da vermehrtes Schwitzen und längere körperliche Anstrengung den Magnesium- und Kaliumhaushalt beeinflussen, sollten die beiden Mineralstoffe – die wichtig für Herz, Muskeln und Nerven sind – zusätzlich zugeführt werden“, so der Apotheker.

Wie bei allen Outdoor-Aktivitäten ist auch bei Wandertouren auf einen ausreichenden Sonnenschutz und idealerweise auf einen Insektenschutz zu achten.

Apotheken auf einen Blick

In Österreich spielen die öffentlichen Apotheken eine wichtige Rolle als Gesundheitsnahversorger. Ob Stadt oder Land: Die österreichischen Apotheken liefern Qualität auf höchstem Niveau. Insgesamt beraten rund 6.000 akademisch ausgebildete Apothekerinnen und Apotheker in 1.400 Apotheken die Bevölkerung in Gesundheitsfragen. Die Beratungskompetenz ist eine der zentralen Leistungen der Apotheker. Zusätzlich erbringen über 350 Apothekerinnen und Apotheker wertvolle Versorgungs- und Beratungsleistungen für die Patienten in den österreichischen Krankenanstalten.

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pharmaceutical-tribune.at – DIE neue Online-Plattform für ApothekerInnen

Branchen News vom 14.09.2018

Wien (OTS) – Die Medizin Medien Austria erweitert ab sofort ihr Angebot mit einer neuen Online-Plattform exklusiv für ApothekerInnen als Ergänzung zur Print-Zeitung Pharmaceutical Tribune.

Aktuelle Nachrichten, hochkarätige Fachartikel, State-of-the-Art-Beiträge, Experteninterviews und Multimedia-Reportagen – die neue Online-Plattform www.pharmaceutical-tribune.at bietet alles, was Apotheker und Apothekerinnen interessiert. Exklusiv findet sich auf dem Portal eine interaktive Lernwelt. Dort können Fortbildungspunkte gesammelt und hochwertige Kurse online absolviert werden.

Der Launch von www.pharmaceutical-tribune ist nach der Etablierung der beliebten Zeitung Pharmaceutical Tribune ein weiterer logischer Schritt seitens des Verlags, um Apothekern und Apothekerinnen noch mehr Service zu bieten und die Medizin Medien Austria als Partner der Apotheken in allen Belangen zu positionieren.

Pharmaceutical Tribune

WWW.PHARMACEUTICAL-TRIBUNE.AT

Medizin Medien Austria

WWW.MEDIZIN-MEDIEN.AT

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Ulrike Krestel
Redaktionsleitung Pharmaceutical Tribune Digital
Redaktion Pharmaceutical Tribune Print

u.krestel@medizin-medien.at
Tel.: 01 54600 623

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Studie zum Stellenwert des Online-Versandhandels bei Arzneimitteln

Branchen News vom 13.09.2018

Wien (OTS) – Im Sommer 2018 hat IQVIA Österreich im Rahmen der telefonischen Omnibusbefragung der GfK Österreich den Stellenwert des Online-Versandhandels („E-Commerce“) im Vergleich zu anderen Distributionswegen im Bereich der rezeptfreien Arzneimittel und Nahrungsergänzungsmittel erhoben. Befragt wurden dabei 1.000 Personen – repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ab 15 Jahren.

Jeder zehnte Befragte gibt hierbei an, im letzten halben Jahr derartige Produkte im „klassischen Versandhandel“, d. h. Bestellung online im Internet mit Lieferung, gekauft zu haben. Damit ist dieser Distributionskanal im Vergleich zu anderen Kanälen bereits der dritthäufigste nach der österreichischen öffentlichen Apotheke vor Ort (68 %) und dem Drogeriefachhandel bzw. Drogerieketten (29,6 %). Den größten Stellenwert als Versandhändler haben hierbei österreichische Apotheken mit einem eigenen Onlineshop (6,9 %).

„Die Ergebnisse dieser Befragung spiegeln unsere Erfahrungen mit dem Versandhandel wider. Um der wachsenden Bedeutung des Versandhandels in Österreich gerecht zu werden, haben wir daher heuer auch Österreichs erste Versandhandelsdatenbank für Arzneimittel und Nahrungsergänzungsmittel eingeführt. Quartalsweise stellen wir damit wichtige Trends auf Produktebene für unsere Kunden zur Verfügung“, meint Dr. Martin Spatz, MBA Geschäftsführer der österreichischen Niederlassung von IQVIA.

Überraschenderweise spielen soziodemografische Kriterien wie Alter, Geschlecht oder Bundesland eine geringe Rolle bei den Einkaufsgewohnheiten der Österreicher bei rezeptfreien Arzneimitteln und Nahrungsergänzungsmitteln.

Ein Ausblick in die Zukunft verheißt wenig Änderungen für die Bedeutung des Versandhandels bei rezeptfreien Arzneimitteln und Nahrungsergänzungsmitteln in Österreich: 13 % der Befragten geben an, diesen Vertriebskanal in den nächsten sechs Monaten nutzen zu wollen. Auch hier gibt es keine signifikanten Unterschiede zwischen den soziodemografischen Kriterien.

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DON’T SMOKE 2: Seit 1. Mai 374 Tote durch Passivrauch

Branchen News vom 12.09.2018

Wien (OTS) – Für den Initiator der Initiative „DON’T SMOKE“, Hellmut Samonigg, ist es fraglich, ob der Jugendschutz in Österreich wirklich greifen wird. „Es ist zwar so, dass Tabakwaren zukünftig erst ab 18 Jahren verkauft und geraucht werden dürfen, der Zugang zur Gastronomie ist aber auch unter 18 Jahren – selbstverständlich – gestattet“, argumentiert Samonigg.

Für ihn ist es unverständlich, dass Jugendliche in der Gastronomie zwar nicht rauchen dürfen, aber sehr wohl durch den Passivrauch in engen Kontakt mit Rauchern kommen und daher gesundheitlichen Gefahren direkt ausgesetzt sind.

Gleichzeitig werde es für die Gastronomen schwierig, den Jugendschutz auch einzuhalten. Denn der Ausschank von Alkohol an Minderjährige könne sehr wohl durch den Lokalinhaber mittels Ausweiskontrolle bei der Bestellung kontrolliert werden. „Schwieriger wird es jedoch, wenn es um die Konsumation von selbst ins Lokal mitgebrachten Tabakwaren durch Minderjährige geht“, schlussfolgert Samonigg und meint: „Dieser Jugendschutz ist für niemanden wirklich sinnvoll.“

Appell an die Gesundheitsministerin

Dramatische Zahlen nennt Krebshilfepräsident Paul Sevelda: Seit der Aufhebung der bereits 2015 beschlossenen Novelle zum Tabakgesetz mit 1. Mai 2018, also in nur etwas mehr als vier Monaten, sind in Österreich 374 Menschen an den Folgen des Passivrauchs verstorben. Dieser laut Sevelda „gesundheitspolitische Wahnsinn“ kostet jeden Tag – statistisch gesehen – 2,81 Menschen durch Passivrauch das Leben. Dazu kommen 12.079 Krankenhausaufenthalte durch Passivrauch in der Gastronomie seit 1. Mai 2018.

Sevelda kritisiert insbesondere den seit nunmehr 13 Jahren praktizierten Zickzack-Kurs der Verantwortlichen. „Egal, welche politische Partei in der Verantwortung war, es war immer ein Zickzack-Kurs.“ Erst die frühere Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser und der frühere Vizekanzler Reinhold Mitterlehner schafften den Durchbruch, „der leider nicht von Dauer war“, so Sevelda. Das Kippen des Rauchverbots sei „ein Rückschritt mit katastrophalen und oft tödlichen Folgen“.

Auch wenn neu gesetzte Maßnahmen, wie das Rauchverbot an Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen, das Verkaufsverbot von Tabakprodukten an unter 18-Jährige oder auch das Rauchverbot im Auto bei Anwesenheit von Kindern und Jugendlichen, in Kraft treten und von der Krebshilfe ausdrücklich begrüßt werden, ist die angebliche Verbesserung beim Nichtraucherschutz in der Gastronomie wieder nur zahnlos: Seit 1. September 2018 dürfen Lehrlinge unter 18 Jahren „nur mehr“ eine Stunde täglich in verrauchten Gaststuben arbeiten – im verrauchten Auto dürften sie gar nicht sitzen. Sevelda: „Dieser angebliche ‚Jugendschutz‘ ist nicht einmal das Papier wert, auf dem er niedergeschrieben wurde. Jugendliche per Gesetz eine Stunde täglich dem Tabakrauch auszusetzen ist verantwortungslos.“

Daher sein Appell an die Gesundheitsministerin: „Frau Hartinger-Klein, Hunderttausende Österreicherinnen und Österreicher, Ärztinnen und Ärzte, Apothekerinnen und Apotheker, zahlreiche medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaften, die Initiative ‚Generation Rauchfrei‘, viele Landeshauptleute, Bürgermeisterinnen und Bürgermeister und sogar immer mehr Gastronomiebetriebe fordern Sie auf, für die Gesundheit der Österreicherinnen und Österreicher zu kämpfen. Lassen Sie es nicht zu, dass Ihnen ein Kompromiss im Regierungsübereinkommen bei der Erfüllung Ihrer Verantwortung und Pflicht als Gesundheitsministerin im Weg steht.“

Hochtourige Kampagne gestartet

In Wien sind, neben Insertionen in den Medien, die ersten Informations- und Verteilaktionen in Bädern, Schönbrunn, Prater sowie vor Krankenhäusern, U-Bahn-Stationen und Fußballplätzen angelaufen.

Mittlerweile unterstützen auch schon viele renommierte Sportlerinnen und Sportler das Volksbegehren – sie „laufen“ sprichwörtlich für den Nichtraucherschutz. Beim Vienna Night Run am 25. September 2018 beispielsweise werden mehr als 300 Läuferinnen und Läufer als DON’T SMOKE-Team unterwegs sein, darunter ungefähr 100 prominente aktive und ehemalige Spitzensportler. Unter anderem werden das gesamte Team des Handballbundesligavereins Westwien, die Mannschaft des Traditionsvereins Wiener Sportclub, 20 Boxer des Boxvereins Bounce, angeführt von EU-Boxmeister Marcos Nader, der zigfache Basketballnationalteamspieler Stejpan Staciz, Schwimmeuropameister Maxim Podoprigora, der langjährige Handball-Nationalteamtormann Werner Möstl sowie die ehemaligen Fußballinternationalen Martin Hiden, Michael Hatz und Roman Stary teilnehmen.

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Pressekonferenz am 25. September in Wien: Hämorrhoiden – das geheime Leiden

Branchen News vom 11.09.2018

Wien (OTS) – Besonders in der Schwangerschaft und Stillzeit leiden viele Frauen unter Hämorrhoiden. Deshalb lädt der Berufsverband der österreichischen Gynäkologen (BÖG) zum Pressefrühstück “Hämorrhoiden – das geheime Leiden: Neue Behandlungsmöglichkeiten der problematischen Gefäßkissen im Analbereich.

Jucken, Brennen, Schmerzen im Analbereich? Blutungen beim Stuhlgang? Jede/r Dritte leidet unter Hämorrhoidalbeschwerden. Besonders Schwangere sind betroffen. Die Vergrößerung der Hämorrhoidalknoten wird in vier Stadien eingeteilt. In allen Stadien können – neben ausreichend hygienischen Maßnahmen – Salben mit natürlichen Inhaltsstoffen (frei von Kortison) Beschwerden lindern und oft Symptome zum Verschwinden bringen. Eventuell ist zusätzlich eine medikamentöse Therapie erforderlich. Nur in 20 Prozent der Fälle sind Operationen überhaupt nötig. Die innovativen Operationstechniken HAL und RAR haben sich etabliert, es kommen aber auch verschiedene andere Operationstechniken zum Einsatz.

Ihre Gesprächspartner:

  • Dr. Michael Elnekheli, Präsident der BÖG, Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe:
    “Warum Frauen besonders in der Schwangerschaft und Stillzeit unter Hämorrhoiden leiden”
  • Univ.-Prof. Dr. Max Wunderlich, Facharzt für Chirurgie in Wien:
    “Hämorrhoiden – konservative Therapie”
  • OÄ Dr. Michaela Lechner, FEBS, Fachärztin für Chirurgie in Wien und Klosterneuburg, Oberärztin im Krankenhaus Göttlicher Heiland:
    “Operative Therapie – Vorstellung der Methoden “
  • Prof. (FH) Roman Kostiuk, MPharm (Hons), Apotheker aus Klosterneuburg:
    “Natürlich gegen Hämorrhoiden – Neues aus der Phytotherapie”

Bitte um Anmeldung unter office@hennrich-pr.at

Pressekonferenz: Hämorrhoiden – das geheime Leiden

Datum: 25.09.2018, 10:00 – 11:00 Uhr

Ort: Presseclub Concordia
Bankgasse 8, 1010 Wien, Österreich

Rückfragen & Kontakt:

Hennrich.PR
Daniela Hennrich
01/879 99 07-18 bzw. 0664/408 18 18
office@hennrich-pr.at

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Stimmt Ihr Magnesiumhaushalt?

Branchen News vom 11.09.2018

Ismaning (ots) – Magnesium gilt als das Mineral des Lebens, denn es übernimmt wichtige Funktionen im Körper und ist bei einer Vielzahl von Erkrankungen und Beschwerden hilfreich. Jeder Mensch braucht dieses Power-Mineral. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt für Jugendliche ab 15 und Erwachsene eine tägliche Magnesiumzufuhr von 300 bis 400 mg.

Frauen haben einen speziellen Magnesiumbedarf

Frauen bekommen einen Magnesiummangel ganz besonders zu spüren und profitieren deshalb von einer regelmäßigen und ausreichenden Magnesiumzufuhr. Denn der Mineralstoff kann ihnen bei typisch weiblichen Problemen beiseite stehen.

Schwangerschaft + Stillzeit

Mutter zu werden ist eine ganz besondere Phase im Leben einer Frau. Schon wenn der Kinderwunsch da ist, man sich wünscht, schwanger zu werden, ist es sinnvoll, auf seine Magnesiumversorgung zu achten. Denn es ist ein wichtiges Schutzmineral für werdende Mütter. “Magnesium wirkt vorbeugend gegen Frühgeburten und verringert signifikant das Risiko für einen Schwangerschafts-Bluthochdruck”, weiß Uwe Gröber, Apotheker, Mikronährstoff-Experte und Leiter der Akademie für Mikronährstoffmedizin in Essen. Auch hilft es bei Übelkeit und Erbrechen. “Um aber auch den Magnesiumbedarf des Kindes sicherzustellen”, so Experte Gröber, “sollte während der gesamten Schwangerschaft sowie während der Stillzeit an eine Supplementierung von Magnesium gedacht werden.” Denn mit der Schwangerschaft verändert sich der mütterliche Stoffwechsel – es wird mehr Magnesium über die Nieren ausgeschieden. Zugleich erhöht sich durch das Kindeswachstum der Bedarf an dem Mineralstoff. Daher wird es spätestens ab der zweiten Schwangerschaftshälfte schwieriger, den täglichen Magnesiumbedarf über die Nahrung zu decken.

Tipp: Sprechen Sie mit Ihrem Gynäkologen, wie Sie Ihren speziellen Magnesiumbedarf decken können.

PMS-Symptome

Etwa jede dritte Frau leidet in der Woche vor ihrer Regelblutung an Kopfschmerzen, Wasseransammlungen, einem unangenehmen Ziehen in den Brüsten oder Stimmungsschwankungen. Das sind alles typische Anzeichen für das so genannte Prämenstruelle Syndrom, kurz PMS genannt. Auslöser für die Beschwerden sind die Hormonschwankungen vor der Menstruation. “Forscher haben entdeckt, dass Frauen, die unter PMS klagen, häufig auch ein Defizit an Magnesium und Vitamin B haben”, erläutert Apotheker Gröber. “In Studien mit Betroffenen konnte gezeigt werden, dass eine tägliche Gabe von 300 bis 400 mg Magnesium und 50 bis 100 mg Vitamin B6 Beschwerden wie migräneartige Kopfschmerzen, Stimmungsschwankungen und Bauchkrämpfe lindern konnten.” Und Magnesium hat sich ebenfalls zur Schmerzlinderung von krampfartigen Menstruationsschmerzen bewährt.

Wechseljahre

Auch die Wechseljahre sind typisch weiblich und für Frauen eine Zeit des Umbruchs und der körperlichen Veränderungen. Ab Mitte 40 geht die natürliche Produktion von Hormonen wie Östrogen und Progesteron langsam zurück – und das hat Einfluss auf den Stoffwechsel, das Herz-Kreislauf-System aber auch den Magen-Darm-Trakt. Jede zweite Frau klagt dann unter den typischen klimakterischen Beschwerden wie Schweißausbrüche, Herzrasen, Verstopfung, Kopfschmerzen oder Wadenkrämpfe. Magnesium unterstützt die gesunde Funktion von Muskeln, Knochen und Nerven – und kann dazu beitragen, diese heiße Phase im Leben einer Frau entspannter zu durchlaufen.

Tipp: Magnesium zur Migräne-Prophylaxe

Migränekopfschmerz kommt meist anfallsartig, oftmals geht der pulsierende Kopfschmerz noch mit Übelkeit, Licht- und Geruchsempfindlichkeit einher. Die Betroffenen wollen nur noch eins: Sich zurückziehen und warten, dass der Schmerz nachlässt. Frauen sind besonders häufig betroffen. Nach aktuellen Erkenntnissen wird Magnesium zur Prophylaxe empfohlen. “Zahlreiche Studien konnten nachweisen, dass die regelmäßige Einnahme von Magnesium (z.B. 600 mg täglich als Magnesium-Citrat) die Anzahl und Schwere von Migräneattacken um bis zu 50 Prozent verringert”, erklärt Mikronährstoffexperte Gröber. Männer, die unter Migräneattacken leiden, profitieren ebenfalls von einer gezielten Magnesiumgabe.

Magnesium – das Power-Mineral für Männer

Auch das vermeintlich starke Geschlecht hat bessere Karten, wenn eine regelmäßige Magnesiumzufuhr gesichert ist.

Stress und Leistungsdruck

Die Anforderungen im Berufsleben steigen ständig, doch auch zu Hause und in der Freizeit müssen Männer immer voll da und einsatzbereit sein. Das zerrt nicht nur an ihren Nerven – es beeinflusst ihren Magnesiumhaushalt. Denn das Powermineral Magnesium wird verstärkt ausgeschieden, wenn der Körper unter Stress steht. “Bei körperlichem und psychischen Stress werden mehr Stresshormone ausgeschüttet”, so Gröber. “Stress raubt unserem Körper nicht nur Vitamin C sondern auch Magnesium.” Fehlt es am Anti-Stress-Mineral, wird man schlechter mit Stress fertig und auch die Leistungsfähigkeit kann leiden.

Ein häufiger weiterer Nebeneffekt eines gestressten, hektischen Alltags: Sodbrennen. Es kann höllisch schmerzen und ist oftmals eine Folge von zu fetten, zu hastig heruntergeschlungenen, zu üppigen Mahlzeiten. Männer sind doppelt so häufig davon betroffen als Frauen. Gegen das unangenehme Brennen hinterm Brustbein nehmen viele dann einen Magensäureblocker, so genannte Protonenpumpenhemmer, ein. “Einige dieser Säureblocker können die Aufnahme und Verwertung von Magnesium hemmen”, weiß Apotheker Gröber. Mit einer regelmäßigen Magnesiumeinnahme kann man dem täglichen Stress besser standhalten.

Wichtig: Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie regelmäßig einen Magensäureblocker einnehmen. Und achten Sie dann auch auf eine erhöhte Magnesiumzufuhr.

Sport

Männer neigen schneller dazu, sich beim Ausdauersport zu verausgaben. Doch wenn sie da richtig ins Schwitzen geraten, scheiden sie über den Schweiß auch Magnesium aus. Außerdem trägt das Mineral dazu bei, die beim Sport gesteigerte Stoffwechselleistung zu ermöglichen. Nach einem ausgiebigen Training sind die Magnesium-Speicher daher oft leer – Krämpfe und Muskelzucken sind typische Symptome für ein Defizit. “Je nach sportlicher Beanspruchung kann der Magnesiumbedarf um das Zwei- bis Dreifache höher liegen als die von der DGE für erwachsene Männer empfohlene Tagesmenge von 350 bis 400 mg”, betont Gröber.

Tipp: Nehmen Sie eine Extraportion Magnesium nach dem Sport, während der Erholungsphase, ein. Es ist weniger ratsam, es während des Trainings zuzuführen, da in der sportlichen Belastungsphase der Darm das Magnesium schlechter aufnehmen kann.

Gut zu wissen: Alkohol und Fast Food erhöhen den Magnesiumbedarf

Ein Bier zum Essen, gegen den Hunger schnell mal einen Hamburger oder eine Tiefkühl-Pizza – Männer achten oft weniger gut auf ihre Ernährung als Frauen. Doch ein regelmäßiger Alkoholkonsum führt zu erhöhten Magnesiumverlusten über die Nieren. Und wer seinen Appetit gerne mit Fast Food stillt, sich also eher einseitig ernährt, bei dem kommt die natürliche Magnesiumversorgung zu kurz. Auf diese Weise täglich 350 bis 400 mg Magnesium zu aufzunehmen, schafft kaum jemand. Eine zusätzliche Einnahme von einem gut verwertbaren Magnesiumpräparat könnte daher sinnvoll sein.

Wenn Magnesiumpräparate – dann am besten als Magnesiumcitrat

Um seinen Magnesiumhaushalt auszugleichen, kann ein hochwertiges Präparat aus der Apotheke hilfreich sein. Wichtig dabei: Achten Sie darauf, dass das gewählte Präparat eine gute Bioverfügbarkeit hat. Studien haben gezeigt, dass sich hier Produkte besonders gut eignen, die körperfreundliches Magnesiumcitrat enthalten (z. B. Magnesium-Diasporal). Magnesiumcitrat ist eine körpereigene Verbindung, die direkt vom menschlichen Organismus aufgenommen und verarbeitet werden kann. Zudem zeichnet sich Magnesiumcitrat durch einen nachhaltigen 24-Stunden Langzeiteffekt aus. Studien konnten belegen, dass durch die Einnahme von Magnesiumcitrat auch nach 24 Stunden noch eine signifikante Erhöhung der Magnesiumkonzentration im Blut vorhanden war.

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Aktuelle Umfrage: Starke Defizite beim Wissen über Patientenrechte

Branchen News vom 10.09.2018

Wien (OTS) – Im Vorfeld des 1. Österreichischen Patientenrechte-Tags ließ das Forum der forschenden pharmazeutischen Industrie in Österreich (FOPI) in einer Umfrage unter über 200 Patientenorganisationen den Status quo in Sachen Patientenrechte erheben. Die Ergebnisse zeigen, dass die heimischen PatientInnen offenbar nur mangelhaft über ihre Rechte Bescheid wissen und sich oft mit ihrem Anliegen nach „bester medizinischer Betreuung“ nicht durchsetzen können. Auf dieser Basis fand eine intensive Diskussion mit vielen Gesundheitsexperten wie Apothekerkammer-Präsidentin Ulrike Mursch-Edlmayr, Ärztekammer-Präsident Thomas Szekeres, Patientenanwalt Gerald Bachinger oder BVSHÖ-Vorsitzender Angelika Widhalm statt, die in einem Manifest münden soll.

Die Umfrage unter über 200 heimischen Patientenorganisationen zeigt deutliche Defizite auf: Die überwiegende Mehrheit der Befragten stuft die Patientenanliegen wie die „beste medizinische Betreuung“ und die „Verfügbarkeit entsprechender Behandlungen“ als „sehr wichtig“ oder „wichtig“ ein. Und auch die „Einbindung von Betroffenen in den Erstattungsprozess von Medikamenten“ und die „Mitsprache bei der Therapieentscheidung“ wurden als „sehr wichtig“ bzw. „wichtig“ bewertet. Doch de facto ist es laut den Befragten derzeit „weniger gut“ um die Patientenmitbestimmung bestellt.

Die Ergebnisse zeigen große Lücken innerhalb der Patientenorganisationen in puncto Wissen über die bestehenden Patientenrechte: Einige glaubten, die Patientenrechte seien gut verankert, aber den PatientInnen nicht bekannt. Andere meinten, die Patientenrechte seien schlecht verankert und zusätzlich den PatientInnen nicht bekannt. Ein Drittel der Gesprächspartner in den Tiefeninterviews gab an, selbst nicht oder nur mangelhaft über Patientenrechte Bescheid zu wissen. Zudem diagnostizierten die Befragten große Unsicherheit: PatientInnen wüssten oft nicht, wie sie ihre Rechte einfordern können, viele „fügen sich ihrem Los “ oder trauen sich nicht, sie einzufordern.

1. Österreichischer Patientenrechte-Tag als Plattform

Vor diesem Hintergrund diskutierten Ansprechpartner aus dem gesamten Gesundheitssystem sowie Vertreter von Patientenorganisationen und medizinischen Fachgesellschaften beim 1. Österreichischen Patientenrechte-Tag die Themen Leistungsrecht, Mitbestimmung und Verschreibungsfreiheit. Das Herzstück der Veranstaltung bildeten drei Workshop-Gruppen, die von prominenten ExpertInnen geleitet und moderiert wurden: nämlich von Apothekerkammer-Präsidentin Ulrike Mursch-Edlmayr, Ärztekammer-Präsident Thomas Szekeres, Patientenanwalt Gerald Bachinger und Angelika Widhalm, Vorsitzende des Bundesverbands Selbsthilfe Österreich.

Angelika Widhalm, Vorsitzende des Bundesverbands Selbsthilfe Österreich, nach der Veranstaltung: „”Die Umfrage und auch die Diskussion haben deutlich gezeigt, dass eine strukturelle Verankerung von Patientenrechten von größter Bedeutung ist. Die Grundlage dafür ist ja bereits mit dem Bundesverband Selbsthilfe Österreich gelegt. Damit kann es auch gelingen, die Kompetenz von Patientenorganisation sichtbar zu machen. Sie sind die unverzichtbare, erste Anlaufstelle für PatientInnen und Angehörige.”“

Gerald Bachinger, Sprecher der Patientenanwälte, ergänzt: „”Patientenrechte sind heutzutage etabliert und selbstverständlich. Offenbar treten sie aber immer mehr in den Hintergrund und werden nicht reflektiert, weil sie schon zu selbstverständlich geworden sind. Es ist daher höchst an der Zeit, die Patientenrechte zu evaluieren, zu modernisieren, zu ergänzen und auf neuen Hochglanz zu polieren. Letztlich bedarf es einer aktuellen Informationsoffensive, um die Patientenrechte wieder dorthin zu rücken, wo sie hingehören, nämlich ins Zentrum der Aufmerksamkeit im Gesundheitswesen.”“

Das FOPI versteht sich als Institution, die die Plattform für diese Diskussion bietet: „”Als forschende pharmazeutische Industrie ist es für uns selbstredend ein Anliegen, dass Innovationen den Weg zu den PatientInnen finden und dass jeder die ausreichende sowie medizinisch zweckmäßige Therapie erhält”“, betont Präsident Ingo Raimon. „Freilich im Kontext einer Kosten-Nutzen-Analyse, für die sinnvollerweise alle an einem Tisch sitzen sollten und alle Einflussfaktoren transparent vorliegen.“

„”Eine sehr wirksame Vereinfachung des Zugangs zu Arzneimitteln wäre, die Aufgabe der Chefärzte neu zu definieren”“, meint Thomas Szekeres, Präsident der Österreichischen Ärztekammer, dazu. „”Es ist nicht nachvollziehbar, dass ein von Experten verschriebenes Medikament durch rein bürokratische Schikanen den Patienten vorenthalten wird. Auch das ist Teil der Patientenrechte.”“

Und Ulrike Mursch-Edlmayr, Präsidentin der Österreichischen Apothekerkammer, betont: „”Die Leistungen auf dem Gebiet des Gesundheitswesens müssen zum Wohle der Patienten laufend reformiert und weiterentwickelt werden. Regierung und Sozialpartner sind gut beraten, die Expertise von Apothekerinnen, Apothekern und Ärzten sowie auch die Anliegen der Patienten in sämtliche Verhandlungen frühzeitig aufzunehmen.”“

Die Ergebnisse der Diskussion werden nun in einem Manifest zusammengefasst, das noch im Herbst 2018 präsentiert werden soll.

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Vorbereitungen auf den Ernstfall: „Die Gesundheitsnotversorgung nach einem Blackout“ in Wien

Branchen News vom 06.09.2018

Wien (OTS) – Am 4. September 2018 trafen sich rund 100 TeilnehmerInnen aus dem Gesundheitswesen zum Workshop „Die Gesundheitsnotversorgung nach einem Blackout“ in Wien.

Erst kürzlich warnten deutsche Cyber-Sicherheitsbehörden vor einem möglichen europaweiten Strom- und Infrastrukturausfall („Blackout“) in Folge eines Cyber-Angriffes. Herbert Saurugg, Blackout-Experte und Organisator des Workshops, thematisiert schon seit Jahren die möglichen schwerwiegenden gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Folgen eines solchen Ereignisses, welches nicht nur durch einen Cyber-Angriff ausgelöst werden kann.

Der Workshop „Die Gesundheitsnotversorgung nach einem Blackout“ war bereits der fünfte Workshop, der gemeinsam mit dem Bundeskanzleramt im Rahmen des Programms „Schutz kritischer Infrastrukturen“ im Schloss Laudon durchgeführt wurde. Für den heurigen Themenschwerpunkt konnte auch das Gesundheitsministerium mit ins Boot geholt werden.

Die hochrangigen TeilnehmerInnen kamen aus dem gesamten Bundesgebiet und repräsentierten die unterschiedlichsten Gesundheitsbereiche: Vom niedergelassenen Arzt, Apotheker, über Pflege- und Rettungsdienste, Behörden bis hin zu Krankenhausverantwortlichen. Damit wurde auch in der Organisation eindrucksvoll die Notwendigkeit einer breiten gesellschaftlichen Auseinandersetzung bei der Betrachtung von solch weitreichenden Ereignissen unterstrichen.

Zwischen den Fachimpulsen gab es Kleingruppendiskussionen, wo der Frage nachgegangen wurde, wie nach einem Blackout eine zumindest zweiwöchige Gesundheitsnotversorgung für die Bevölkerung aufrechterhalten werden kann. Herbert Saurugg betonte dabei, dass es nicht nur um die Zeit des Stromausfalls gehe. Es werde auch danach noch einige Zeit dauern, bis die Versorgung wieder anlaufen könne. Daher sei es unverzichtbar, sich auf eine derart lange Notversorgung einzustellen. Er verwies dabei auch auf den Kriminalpsychologen Thomas Müller: „Die beste Vorbereitung auf unerwartete Ereignisse ist die geistige Beschäftigung mit der Tatsache, dass die Ereignisse überhaupt eintreten können. Dadurch entstehen wichtige Handlungsalternativen, die im Bedarfsfall leichter abgerufen werden können.“

Diese übergreifende Vernetzungsveranstaltung erbrachte wichtige Inputs für die TeilnehmerInnen, wobei unterstrichen wurde, dass ein solches Ereignis nur dann erfolgreich bewältigt werden kann, wenn sich alle gemeinsam darauf vorbereiten. Dazu sind in erster Linie der Staat und die verschiedenen Organisationen aufgerufen, aber im Ernstfall können auch die einzelnen Bürgerinnen und Bürger einen Beitrag leisten, etwa durch Sicherstellung der Eigenversorgungsfähigkeit und Nachbarschaftshilfe.

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BM Hartinger-Klein setzt auf Digitalisierung und Data Analytics

Branchen News vom 06.09.2018

Wien (OTS) – Dass Bundesministerin Mag. Beate Hartinger-Klein nicht nur selbst höchst IT-affin ist, sondern auch in ihrem Ressort die Digitalisierung vorantreibt, zeigt ein aktueller Bericht der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH (AGES) zu laufenden Digitalisierungsprojekten. Durch den Einsatz computergestützter Datenanalyse in den Bereichen Öffentliche Gesundheit, Tiergesundheit, Lebensmittelsicherheit, Arzneimittelsicherheit, Ernährungssicherung und Verbraucherschutz lässt sich sowohl ein direkter als auch ein indirekter Nutzen für die österreichische Bevölkerung ableiten.

Bereits seit ihrer Gründung setzt die AGES auf digitale Dienstleistungen sowohl extern als auch intern. So stehen Behörden, Wirtschaft und Bevölkerung, aber auch AGES-intern Anwendungs- sowie Steuerungs- und Planungstools digitalisiert zur Verfügung.

Ernährungssicherheit vom Acker bis zum Teller und ins Glas

Im Bereich der Lebensmittelsicherheit kommen computergestützte Datenanalysen zugunsten der österreichischen Bevölkerung zum Einsatz. So werden Produktwarnungen und –rückrufe über die AGES-Website sowie Facebook, Twitter und Newsletter, aber auch über eine eigene Produktwarnungs-APP veröffentlicht. Überwachungsprogramme auf der AGES-Website informieren über gesundheitsschädliche Produkte, Tierseuchen und lebensmittelbedingte Krankheitsausbrüche. Darüber hinaus ermöglichen zentral gespeicherte Analysedaten von Krankheitserregern einen europaweiten Vergleich und schnelleres Erkennen von länderübergreifenden Krankheitsausbrüchen.

Auch bei Pflanzenschutzmitteln, Futtermitteln und Düngemitteln sorgt die Digitalisierung für mehr Effizienz und Sicherheit. So sind im Pflanzenschutzmittelregister alle durch das Bundesamt für Ernährungssicherheit (BAES) geprüften und zugelassenen Pflanzenschutzmittel eingetragen. Landwirte profitieren von Agrar-Onlinetools wie dem Sortenfinder, dem AgrarCommander und der Biosaatgutdatenbank sowie vom Warndienst für Pflanzengesundheit, der Informationen über Auftreten von Schaderregern im Obstbau, Weinbau, Feldbau, Gemüsebau und Zierpflanzenbau und Empfehlungen zur Vorbeugung und Bekämpfung liefert.

Neben Analysen im Bereich der Lebensmittelsicherheit und im Pflanzenschutz werden auch laufend Trinkwasseruntersuchungen in ganz Österreich durchgeführt. Deren Ergebnisse werden in einer zentralen Web-Datenbank zusammengestellt. Analytische Auswertungen sorgen dafür, dass wissenschaftliche Fragestellungen auf Klick beantwortet werden können.

Höhere Patientensicherheit durch Digitalisierung

Im Bereich der Arzneimittelzulassung werden sämtliche Prozesse der Arzneimittelzulassung voll elektronisch unterstützt. Datennetze verknüpfen alle europäischen nationalen Zulassungsbehörden mit der europäischen Arzneimittelagentur (EMA). Das sorgt für eine erhöhte Datenqualität und ermöglicht zeitnahe und einfache Information über Arzneimittelprobleme, Vertriebseinschränkungen, Nebenwirkungen von Medikamenten für Arzt und Patient. In der Praxis profitieren Arzt, Apotheker und Patient gleichermaßen, da sie sich online über Einschränkungen bei der Verfügbarkeit eines Medikaments informieren können.

Gegenwärtig wird auch der Einsatz von Robotics Process Automations sowie Artificial Intelligence geprüft. Dadurch soll künftig die Patientensicherheit hinsichtlich der Strahlenbelastung durch das Mammografie-Screening weiter erhöht werden.

AGES plant weiteren Ausbau von Digitalisierungsprojekten

Die Ages hat früh erkannt, dass das Vorhandensein von strukturierter Datenqualität wichtig ist für analytische Auswertungen auf Basis von entwickelten Algorithmen. Künftig wird die AGES vermehrt ihre Schnittstellen nach Außen auf Portaltechnologien einrichten, die eine gesicherte, geführte Kommunikation sowie den Informationsaustausch zwischen Kunden und der AGES bewerkstelligen.

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Biotech Start-Up Cannhelp bringt neue CBD Produkte in die Apotheke: wasserlösliches CBD und CBD als Kapsel

Branchen News vom 04.09.2018

Ab heute sind die in Österreich einzigartigen CBD Produkte in allen Apotheken und im Cannhelp Onlinestore verfügbar: Cannabidiol (CBD) als Kapsel und als wässrige Lösung.

Dem Wirkstoff Cannabidiol (CBD) der Nutzhanfgattung Cannabis sativa L. wird in Österreich viel Beachtung geschenkt, die Nachfrage an qualitativ hochwertigen CBD-Produkten hat sich seit dem letzten Jahr bereits verdoppelt. Neben den als Nahrungsergänzungsmittel zugelassenen CBD-Hanfölen bringt Österreichs CBD Pionier Cannhelp, der für seine nachgewiesen hohe Produktqualität, die durch ARGE-CANNA bestätigt ist, nun zwei neue Produkte auf den Markt: CBD als wässrige Lösung und CBD als Softgel Kapsel. Beide Produkte sind GMP (Gute Herstellungspraxis für Arzneimittel) zertifiziert, was besonders interessant für ÄrztInnen und ApothekerInnen ist. Sie tragen auch bereits das ARGE-CANNA Gütesiegel. Mit diesen Produktinnovationen zielt das Unternehmen auf den Ausbau seines bestehenden Kundensegments. Dieser soll durch die einfachere Dosierung der Kapseln bzw. die schnellere Wirkung des wasserlöslichen CBDs erfolgen.

Wasserlösliches CBD: Cannexol Aqua 2,5% CBD

Das schnell wirksame Cannexol Aqua 2,5% ist eine Alternative zu natürlichen CBD Vollspektrum-Hanfsamenölen. Grund dafür ist die hohe Absorptionsrate und Bioverfügbarkeit von Cannexol Aqua 2,5%, die alleine dadurch gewährt ist, dass die CBD Moleküle im Wasser schweben und dadurch im Vergleich zu Ölen von unserem Körper direkter aufgenommen werden.

Dieses Produkt ist auch geeignet für Personen, die THC nicht vertragen, da es keine Spuren von THC enthält. Der Unterschied liegt in der Rezeptur. Auf Hanföl basierte Produkte, denen CBD-Extrakt beigemengt wird, haben üblicherweise einen legalen THC Restgehalt. Cannexol Aqua 2,5% CBD ist ein Produkt auf Wasserbasis mit reinem CBD-Isolat. Es enthält daher keine Spuren von THC. Cannexol Aqua 2,5% CBD ist eines von wenigen Produkten auf Wasserbasis auf dem europäischen Markt, das vergleichsweise auch mild im Geschmack ist.

CBD als Kapsel: Cannexol Softgels 25mg (5%) Kapseln

Cannexol Softgels 25mg (5%) CBD sind leicht dosierbare Gelkapseln. Sie sind ideal für Menschen, die viel unterwegs sind und wurden auch speziell für Kundinnen entwickelt, die mit der Dosierung der Öle und wasserbasierten CBD Produkte Probleme haben. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Kapseln geschmacksneutral sind, denn nicht jedem mundet der nussig und leicht bittere Geschmack des CBD. Die Kapseln enthalten neben Nutzhanfextrakt zusätzlich auch hochwertiges MCT Öl.

cannhelp GmbH ist ein österreichisches Biotechunternehmen und Hersteller von 100% natürlichen Cannabidiol (CBD) Produkten aus europäischem Nutzhanf. Die Produktpalette umfasst CBD Nahrungs- ergänzungsmittel mit der bekannten Marke CANNEXOL als Öl, Honig und Kapsel, sowie Aromatherapie Blüten, Kristalle und Kosmetik für private und geschäftliche KundInnen aus ganz Europa, darunter ÄrztInnen und ApothekerInnen. cannhelp Produkte werden exklusiv in Österreich hergestellt und sind mit dem unabhängigen Gütesiegel für CBD-haltige Produkte von ARGE-CANNA ausgezeichnet. Als österreichischer CBD Pionier wurde cannhelp 2015 gegründet, hat 10 MitarbeiterInnen und seinen Firmensitz in Wien. Für weitere Informationen über cannhelp besuchen Sie www.cannhelp.com.

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Generika: Für ein leistbares Gesundheitssystem und einen starken Wirtschaftsstandort

Branchen News vom 03.09.2018

Wien (OTS) – Durch Generika können mehr Menschen bei gleichbleibender Qualität versorgt werden. Die Nachfolge-Arzneimittel senken die Behandlungskosten um 65 % und helfen somit, den breiten Zugang zu innovativen Therapien zu sichern. In Österreich sind aktuell 49 % aller Verordnungen im patentfreien Markt Generika. Österreich liegt mit dem Anteil der Nachfolgepräparate damit im internationalen Vergleich nur im unteren Mittelfeld. Hier liegt noch großes Potenzial, denn jedes weitere Prozent Generika-Verordnung spart 4 Mio. Euro für andere Therapien.

Generikaförderung auf allen Ebenen

Die alternde Bevölkerung stellt unser Gesundheitssystem vor große Herausforderungen: durch den medizinischen Fortschritt wird es mehr kranke und pflegebedürftige Menschen geben. Die Gesundheitsversorgung muss dabei finanzierbar bleiben. Generikaförderung auf allen Ebenen (Ärzte, Krankenhäuser, Patienten und Apotheken) ist deshalb eine wichtige Maßnahme, damit auch in Zukunft eine nachhaltige Versorgung aller Patienten mit Arzneimitteln gewährleistet werden kann.

„Eine ökonomische Verschreibweise ist wichtig für die Finanzierbarkeit unseres Gesundheitssystems: Denn Generika schaffen Freiräume für die Therapieentscheidung des Arztes, sie sichern den Zugang von Patienten zu moderner Medizin und sie helfen den Krankenkassen und damit auch der Gesellschaft, unser Gesundheitssystem auch weiterhin zu finanzieren.“, ist Dr. Wolfgang Andiel, Präsident des Österreichischen Generikaverbandes, überzeugt.

Patienten müssen ausreichend über Generika informiert und aufgeklärt werden, denn informierte Patienten zeigen eine bessere Therapietreue und sind auch eher bereit, sich Generika verordnen zu lassen. Neben dem Arzt nehmen auch die Apotheker einen wichtigen Stellenwert als Ansprechpartner und Vertrauensperson für Patienten ein. „Für die nötige Therapietreue ist „Aufklärung“ das große Thema. Patienten, aber auch Ärzte und Apotheker müssen wissen, was Generika genau sind, wie streng sie getestet werden und vor allem, dass sie gleich wirksam und sicher sind, wie das Original.“, so DI Dr. Christa Wirthumer-Hoche, verfahrensführendes Mitglied im Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG).

Wichtig für Gesellschaft und Wirtschaftsstandort

Generika stehen für die meisten chronischen Volkskrankheiten zur Verfügung. So sind etwa 48 % aller Verordnungen bei Herz-, und Kreislauferkrankungen generische Arzneimittel. Die Generika-Hersteller sind zudem ein wichtiger Wirtschaftsmotor für Österreich: rund 285 Millionen Generika-Packungen werden jährlich in Österreich produziert, davon über 90 % exportiert. Fast 90 Millionen verkaufte Arzneimittel-Packungen in Österreich sind Nachfolgepräparate. Die heimische Generika-Produktion trägt so 3,1 Milliarden Euro zum BIP bei.

Faires & wettbewerbsförderndes Marktumfeld ist essentiell

Auch die politischen Rahmenbedingungen müssen dem Rechnung tragen. Ab 2019 nimmt der Marktwert der frei werdenden Patente und damit das Einsparungspotenzial für das österreichische Gesundheitssystem wieder deutlich zu. Im Plan der Bundesregierung, auf zusätzliche Anreize für die Verschreibung von Generika zu setzen, sieht auch Andiel einen guten Ansatz. Zusätzlich muss die Gesundheitskompetenz der Öffentlichkeit mit entsprechenden Maßnahmen gefördert werden. Einseitige und überschießende rechtliche Regulierungsmaßnahmen schaden allerdings langfristig einer nachhaltigen Nutzung des Einsparungspotenzials von Generika. Nur in einem fairen, wettbewerbsfördernden und planbaren Marktumfeld kann das Gesundheitssystem in Österreich durch effiziente Generikanutzung finanziell entlastet werden.

Generika als Innovationstreiber

Generika sind zudem wichtiger Bestandteil eines funktionierenden Innovationszyklus. „Mehr Generika bedeutet zwar, dass weniger Gewinn mit patentabgelaufenen Präparaten erzielt wird. Das heißt aber nicht, dass deshalb weniger Geld in die Forschung gesteckt wird. Das Gegenteil ist der Fall: Insbesondere in Ländern mit hohem Generikaanteil wird besonders intensiv geforscht.“, so Andiel. Generika befeuern den Wettbewerb. Um am Markt zu bestehen, müssen Unternehmen verstärkt in Forschung und Entwicklung von neuen, innovativen Arzneimitteln investieren.

Generika nehmen damit eine wichtige Rolle im Innovationszyklus ein – als Wettbewerbstreiber fördern sie einerseits den Innovationsdruck und machen andererseits finanzielle Mittel, für neue und innovative Therapien frei. Diese Potenziale müssen gefördert und voll ausgeschöpft werden. Für ein Gesundheitssystem, dass auch für die nächsten Generationen noch leistbar bleibt und einen starken Wirtschaftsstandort.

Die OeGV speaker’s lounge

Am 30. August diskutierten bei der OeGV speaker’s lounge des Österreichischen Generikaverbandes unter dem Titel „Generika & Innovation – Widerspruch oder Symbiose“ Experten aus Behörde, Medizin, Sozialversicherung und Patientenanwaltschaft unter anderem darüber, wie Generika therapeutische Innovationen fördern können, welche Rahmenbedingungen Generikaförderung braucht, und wie Generika eine nachhaltige Versorgung der Patientinnen und Patienten gewährleisten können. Im Podium vertreten waren Christa Wirthumer-Hoche (Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen), Franz Kiesl (Oberösterreichische Gebietskrankenkasse), Manfred Maier (AM PLUS), Markus Zeitlinger (Medizinische Universität Wien), Sigrid Pilz (Wiener Pflege-, Patientinnen- und Patientenanwaltschaft) sowie Wolfgang Andiel (Österreichischer Generikaverband.

Über den Österreichischen Generikaverband

Wir sind der Österreichische Generikaverband, ein Zusammenschluss von 9 Generika-Produzenten, die sich zur optimalen Versorgung der österreichischen Patientinnen und Patienten mit hochwertigen, preiswerten Arzneimitteln bekennen. Das Ziel unseres Verbands ist einerseits, die Öffentlichkeit über die Vorteile von Generika zu informieren und andererseits aktuelle gesundheitspolitische Debatten mitzugestalten. Für ein leistbares Gesundheitssystem und die Sicherung eines breiten Patientenzugangs zu hochwertigen Arzneimitteln.

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Generika: Für ein leistbares Gesundheitssystem und einen starken Wirtschaftsstandort

Branchen News vom 31.08.2018
  • Generika senken die Behandlungskosten um 65 %
  • 49 % aller Verordnungen im patentfreien Markt sind Nachfolgepräparate. Jedes weitere Prozent Generika-Verordnung spart 4 Mio. Euro für andere Therapien
  • Wirtschaftsmotor Generika: Heimische Generika-Produktion trägt 3,1 Milliarden Euro zum BIP bei

Durch Generika können mehr Menschen bei gleichbleibender Qualität versorgt werden. Die Nachfolge-Arzneimittel senken die Behandlungskosten um 65 % und helfen somit, den breiten Zugang zu innovativen Therapien zu sichern. In Österreich sind aktuell 49 % aller Verordnungen im patentfreien Markt Generika. Österreich liegt mit dem Anteil der Nachfolgepräparate damit im internationalen Vergleich nur im unteren Mittelfeld. Hier liegt noch großes Potenzial, denn jedes weitere Prozent Generika-Verordnung spart 4 Mio. Euro für andere Therapien.

Generikaförderung auf allen Ebenen

Die alternde Bevölkerung stellt unser Gesundheitssystem vor große Herausforderungen: durch den medizinischen Fortschritt wird es mehr kranke und pflegebedürftige Menschen geben. Die Gesundheitsversorgung muss dabei finanzierbar bleiben. Generikaförderung auf allen Ebenen (Ärzte, Krankenhäuser, Patienten und Apotheken) ist deshalb eine wichtige Maßnahme, damit auch in Zukunft eine nachhaltige Versorgung aller Patienten mit Arzneimitteln gewährleistet werden kann.

„Eine ökonomische Verschreibweise ist wichtig für die Finanzierbarkeit unseres Gesundheitssystems: Denn Generika schaffen Freiräume für die Therapieentscheidung des Arztes, sie sichern den Zugang von Patienten zu moderner Medizin und sie helfen den Krankenkassen und damit auch der Gesellschaft, unser Gesundheitssystem auch weiterhin zu finanzieren.“, ist Dr. Wolfgang Andiel, Präsident des Österreichischen Generikaverbandes, überzeugt.

Patienten müssen ausreichend über Generika informiert und aufgeklärt werden, denn informierte Patienten zeigen eine bessere Therapietreue und sind auch eher bereit, sich Generika verordnen zu lassen. Neben dem Arzt nehmen auch die Apotheker einen wichtigen Stellenwert als Ansprechpartner und Vertrauensperson für Patienten ein. „Für die nötige Therapietreue ist „Aufklärung“ das große Thema. Patienten, aber auch Ärzte und Apotheker müssen wissen, was Generika genau sind, wie streng sie getestet werden und vor allem, dass sie gleich wirksam und sicher sind, wie das Original.“, so DI Dr. Christa Wirthumer-Hoche, verfahrensführendes Mitglied im Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG).

Wichtig für Gesellschaft und Wirtschaftsstandort

Generika stehen für die meisten chronischen Volkskrankheiten zur Verfügung. So sind etwa 48 % aller Verordnungen bei Herz-, und Kreislauferkrankungen generische Arzneimittel. Die Generika-Hersteller sind zudem ein wichtiger Wirtschaftsmotor für Österreich: rund 285 Millionen Generika-Packungen werden jährlich in Österreich produziert, davon über 90 % exportiert. Fast 90 Millionen verkaufte Arzneimittel-Packungen in Österreich sind Nachfolgepräparate. Die heimische Generika-Produktion trägt so 3,1 Milliarden Euro zum BIP bei.

Faires & wettbewerbsförderndes Marktumfeld ist essentiell

Auch die politischen Rahmenbedingungen müssen dem Rechnung tragen. Ab 2019 nimmt der Marktwert der frei werdenden Patente und damit das Einsparungspotenzial für das österreichische Gesundheitssystem wieder deutlich zu. Im Plan der Bundesregierung, auf zusätzliche Anreize für die Verschreibung von Generika zu setzen, sieht auch Andiel einen guten Ansatz. Zusätzlich muss die Gesundheitskompetenz der Öffentlichkeit mit entsprechenden Maßnahmen gefördert werden. Einseitige und überschießende rechtliche Regulierungsmaßnahmen schaden allerdings langfristig einer nachhaltigen Nutzung des Einsparungspotenzials von Generika. Nur in einem fairen, wettbewerbsfördernden und planbaren Marktumfeld kann das Gesundheitssystem in Österreich durch effiziente Generikanutzung finanziell entlastet werden.

Generika als Innovationstreiber

Generika sind zudem wichtiger Bestandteil eines funktionierenden Innovationszyklus. „Mehr Generika bedeutet zwar, dass weniger Gewinn mit patentabgelaufenen Präparaten erzielt wird. Das heißt aber nicht, dass deshalb weniger Geld in die Forschung gesteckt wird. Das Gegenteil ist der Fall: Insbesondere in Ländern mit hohem Generikaanteil wird besonders intensiv geforscht.“, so Andiel. Generika befeuern den Wettbewerb. Um am Markt zu bestehen, müssen Unternehmen verstärkt in Forschung und Entwicklung von neuen, innovativen Arzneimitteln investieren.

Generika nehmen damit eine wichtige Rolle im Innovationszyklus ein – als Wettbewerbstreiber fördern sie einerseits den Innovationsdruck und machen andererseits finanzielle Mittel, für neue und innovative Therapien frei. Diese Potenziale müssen gefördert und voll ausgeschöpft werden. Für ein Gesundheitssystem, dass auch für die nächsten Generationen noch leistbar bleibt und einen starken Wirtschaftsstandort.

Die OeGV speaker’s lounge: Am 30. August diskutierten bei der OeGV speaker’s lounge des Österreichischen Generikaverbandes unter dem Titel „Generika & Innovation – Widerspruch oder Symbiose“ Experten aus Behörde, Medizin, Sozialversicherung und Patientenanwaltschaft unter anderem darüber, wie Generika therapeutische Innovationen fördern können, welche Rahmenbedingungen Generikaförderung braucht, und wie Generika eine nachhaltige Versorgung der Patientinnen und Patienten gewährleisten können. Im Podium vertreten waren Christa Wirthumer-Hoche (Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen), Franz Kiesl (Oberösterreichische Gebietskrankenkasse), Manfred Maier (AM PLUS), Markus Zeitlinger (Medizinische Universität Wien), Sigrid Pilz (Wiener Pflege-, Patientinnen- und Patientenanwaltschaft) sowie Wolfgang Andiel (Österreichischer Generikaverband.

Über den Österreichischen Generikaverband: Wir sind der Österreichische Generikaverband, ein Zusammenschluss von 9 Generika-Produzenten, die sich zur optimalen Versorgung der österreichischen Patientinnen und Patienten mit hochwertigen, preiswerten Arzneimitteln bekennen. Das Ziel unseres Verbands ist einerseits, die Öffentlichkeit über die Vorteile von Generika zu informieren und andererseits aktuelle gesundheitspolitische Debatten mitzugestalten. Für ein leistbares Gesundheitssystem und die Sicherung eines breiten Patientenzugangs zu hochwertigen Arzneimitteln.

Rückfragehinweis:

Für den Österreichischen Generikaverband
Ute Stocker
T +43 664 88 44 64 26
E ute.stocker@gaisberg.eu

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Erster „Tag der Demenz“ im Donauzentrum

Branchen News vom 28.08.2018

Wien (OTS/SPW-K) – Am 7. September 2018 findet im Wiener Donau Zentrum der „Tag der Demenz“ statt. Von Demenz betroffene Menschen und deren Angehörige finden dort Beratung, Unterstützung und Information über Strukturen und Maßnahmen zu jeweiligen Fragen. Zu diesem Thema wird es auch einen Veranstaltungszyklus geben.

„Demenz ist ein Thema, das alle angeht. Gemäß der demographischen Entwicklung nehmen solche Erkrankungen leider zu. Die Zahl der pflegebedürftigen Menschen steigt, und das ist vor allem für deren Angehörige eine große Herausforderung. Darauf müssen wir Antworten geben“, sagt SPÖ-Gemeinderätin Luise Däger-Gregori. Sie hat die Veranstaltung gemeinsam mit der Seniorenbeauftragten der Donaustadt, Margarete Pelikan, Zsolt Juhász vom Donau Zentrum sowie der VHS Donaustadt initiiert.

Auch SP-Bezirksvorsteher Ernst Nevrivy wird ab 15 Uhr vor Ort sein.

Die vertretenen Organisationen: Alzheimer Austria, Apotheke DZ, CS Caritas Socialis, FH-Studienstandort SZO, Fonds Soziales Wien, Haus der Barmherzigkeit, Hilfswerk, Jobplus, Kuratorium Wiener Pensionisten, Pensionistenklubs der Stadt Wien, Samariterbund, Seniorinnenbüro der Stadt Wien, VHS Donaustadt

Details:
7. September 2018
12 bis 18 Uhr
Arena Donauzentrum

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e-Medikation und e-health weiter auf Vormarsch

Branchen News vom 27.08.2018

Alpbach (OTS) – Vorarlberg war das erste Bundesland, das Anfang 2018 die e-Medikation flächendeckend eingesetzt hat. Danach folgten die Steiermark und Kärnten. Mittlerweile verwenden bereits 1622 Ärztinnen und Ärzte sowie 344 Apotheken diese Funktion der elektronischen Gesundheitsakte ELGA. Rund 7,4 Millionen Verordnungen wurden bereits in e-Medikation gespeichert.

Die nächsten Bundesländer für den österreichweiten Rollout folgen im Herbst mit Tirol und Salzburg, Oberösterreich startet Ende des Jahres. Niederösterreich, Burgenland und Wien folgen im ersten Halbjahr 2019. Mit 19. September 2019 wird die e‑Medikation in ganz Österreich dann flächendeckend im Einsatz sein.

„Die Sozialversicherung hat sich lange und intensiv für dieses großartige Projekt eingesetzt,“ erklärt Dr. Alexander Biach, Vorsitzender des Verbandsvorstands der österreichischen Sozialversicherungsträger. „Umso mehr freuen wir uns, dass die e-Medikation nun bereits in drei Bundesländern für unsere Versicherten in den Arztordinationen und Apotheken zum Einsatz kommt und auch spürbar wird. Denn unerwünschte Wechselwirkungen von Medikamenten sind ein nicht zu unterschätzendes Risiko für Patientinnen und Patienten. Wir wissen, dass drei Arzneimittel gemeinsam eingenommen – statistisch gesehen – bereits drei Wechselwirkungen auslösen könnten. Fünf Arzneimittel hingegen lösen theoretisch bereits zehn Wechselwirkungen aus. Dabei sind besonders auch die rezeptfreien Medikamente zu beachten, die eine überproportional hohe Rate an Wechselwirkungen verursachen. Mengenmäßig betrachtet ist jede zweite Arzneimittelpackung, die in der Apotheke verkauft wird, ein rezeptfreies Präparat. Daher sind wir überzeugt davon, dass unser Gesundheitssystem mit der e-Medikation einen gewaltigen Entwicklungssprung in Richtung Patientensicherheit machen kann“.

„Dass die Einführung der e-Medikation bisher im Großen und Ganzen reibungslos über die Bühne gegangen ist, ist nur durch die intensive Zusammenarbeit und den Einsatz aller Beteiligten im Gesundheitswesen gelungen“, ist Biach überzeugt. „Denn nur, wenn alle behandelnden Ärztinnen und Ärzte sowie Apotheken konstant und vollständig Daten in e-Medikation erfassen, bringt die e-Medikationsliste ihren vollen Nutzen für alle Beteiligten. Dr. Thomas Szekeres, Präsident der Österrreichischen Ärztekammer dazu: „Die e-Medikation ist ein schönes Beispiel für eine gelungene Kooperation von allen Beteiligten, denn die Patientensicherheit steht für uns alle an erster Stelle. e-Medikation ist auch ein wichtiger und innovativer Schritt in Richtung Digitalisierung im Gesundheitswesen: die Patientensicherheit wird erhöht und Ärzte werden durch die Prüfung potenzieller Wechselwirkungen zwischen Medikamenten oder Doppelverschreibungen wirksam bei ihrer Arbeit unterstützt.

Dr. Edgar Wutscher, stv. Kurienobmann der niedergelassenen Ärzte in der Österreichischen Ärztekammer, ergänzt: „In Tirol wird die e-Medikation im Laufe des September installiert. Für uns Ärzte kann es ein Vorteil sein, wenn wir vor allem bei Fremdpatienten rasch die Medikamente einsehen können. Dies ist in der täglichen Arbeit und vor allem im Interesse des Patienten und seiner Sicherheit ein großer Vorteil. Weiters kann es auch in der Problematik von Doppelmedikationen und übermäßiger Einnahme von Medikamenten durch Patienten (=Suchtverhalten) zu Verbesserungen kommen. Besonderen Vorteil hat die e-Medikation in der Kommunikation zwischen niedergelassenen Ärzten und den Spitälern, aber auch zwischen Allgemeinmedizinern und niedergelassenen Fachärzten“.

Der Hauptverband hat nun auch mit der Österreichischen Apothekerkammer einen Vertrag zur e-Medikation abgeschlossen und ein gemeinsames Vorgehen zur weiteren Digitalisierung im Gesundheitswesen vereinbart. Demnach erhalten Apotheken (wie auch Ärztinnen und Ärzte) einen Zuschuss zu den EDV-Wartungskosten von € 20,- pro Monat. Mit diesem Zuschuss werden die mit der Installierung und Schulung, Anpassung der Hard- und Software und dem Betrieb der e-Medikation verbundenen Aufwendungen gefördert. Im Gegenzug wurden die Berufspflichten der Apothekerinnen und Apotheker im Rahmen der e-Medikation (Wechselwirkungsprüfung, Prüfung der Kontraindikation und unerwünschter Doppelmedikation, sowie Information und Beratung der Patientinnen und Patienten) vertraglich festgelegt.

„Die Apothekerinnen und Apotheker Österreichs arbeiten seit über zehn Jahren bei der Entwicklung der e-Medikation mit größtem Engagement mit und stehen mit voller Überzeugung hinter der e-Medikation. Mit der e-Medikation wird das für die Patienten so wichtige Vieraugen-Prinzip in Form der Zusammenarbeit des behandelnden Arztes und des betreuenden Apothekers digitalisiert und professionalisiert. Dies ist für die Arzneimittelsicherheit von größter Wichtigkeit, dient es doch der Behandlungsqualität jedes einzelnen Patienten. Die Vernetzung von Arzt und Apotheker ermöglicht es, ein effizientes Sicherheitsnetz für Patientinnen und Patienten aufzuziehen und arzneimittelbezogene Probleme ehebaldigst zu erkennen. Damit leisten die Gesundheitsberufe einen wesentlichen Beitrag für einen sicheren und effizienten Einsatz von Arzneimitteln. Mit den vorliegenden Vereinbarungen setzen Ärzte und Apotheker gemeinsam ein deutliches Zeichen, die Digitalisierung zu nutzen, um die Patienten und deren Behandlungs- und Lebensqualität in den Mittelpunkt ihrer Arbeit zu stellen“, zeigt sich Dr. Gerhard Kobinger, Präsidiumsmitglied der Österreichischen Apothekerkammer, mit dem neuen Vertrag zwischen Apothekerkammer und Hauptverband zufrieden.

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HIV-Selbsttest: Oberösterreichs Apotheken setzen auf Früherkennung

Branchen News vom 22.08.2018

Linz (OTS) – Seit wenigen Wochen ist der HIV-Selbsttest in den oberösterreichischen Apotheken rezeptfrei erhältlich. Mit gezielten Maßnahmen möchte die Oberösterreichische Apothekerkammer einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitskompetenz und Früherkennung einer Infektion mit dem HIV-Virus leisten.

Die oberösterreichischen Apotheken sind mit ihrem niederschwelligen Zugang oft der erste Ansprechpartner für die Bevölkerung in Sachen Gesundheit. Dabei geht es nicht selten auch um die Früherkennung einer Krankheit – diese wirkt sich nämlich auf den späteren Therapieerfolg entscheidend aus. Gerade darauf zielt der HIV-Selbsttest ab, der seit Juli in Oberösterreichs Apotheken rezeptfrei erhältlich ist. Rasch und unkompliziert erhält man in kurzer Zeit ein Testergebnis, wobei ein positives Ergebnis nicht automatisch eine HIV-Infektion bedeuten muss: Diese muss nämlich erst durch einen spezifischen Labortest bestätigt werden. Der HIV-Selbsttest dient vor allem dazu, Betroffenen und Interessierten durch den niederschwelligen Zugang und die gute Erreichbarkeit der Apotheken die Scheu vor einem HIV-Test zu nehmen. Immer noch erfolgt im Fall von Aids die Diagnose viel zu spät, die Folgen sind für die Behandlung der Krankheit und die Lebensqualität in vielen Fällen gravierend. Darüber hinaus wissen in Österreich tausende Menschen nicht, dass sie HIV-positiv bzw. an Aids erkrankt sind.

Diesem unerfreulichen Trend möchten die oberösterreichischen Apotheken aktiv entgegensteuern. „Die Apotheke spielt eine der Schlüsselrollen in der Primärversorgung der Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher. Daher betrachten wir es als unsere Aufgabe, mit der Beratung zum Selbsttest bei der möglichst frühen Erkennung einer HIV-Infektion einen wesentlichen Beitrag zu leisten. Nicht jedes positive Testergebnis bedeutet auch eine HIV-Infektion. In diesem Falle raten wir den Betroffenen, Ruhe zu bewahren und sich rasch beim Arzt zu melden, um einen Labortest durchzuführen und gegebenenfalls auch eine entsprechende Therapie zu bekommen“, sagt Mag. pharm. Thomas W. Veitschegger, Präsident der Oberösterreichischen Apothekerkammer.

Nicht nur die Früherkennung, sondern auch die Beratung im Sinne der Prävention steht für die oberösterreichischen Apotheken klar im Mittelpunkt. So organisiert die Oberösterreichische Apothekerkammer Anfang September in Linz für ihre Mitglieder einen Fortbildungsabend. „Ziel des Fortbildungsabends ist es, unsere Mitglieder sowohl über den neuesten Stand der HIV-Therapie zu informieren, als auch für die besonderen Anforderungen bei der Beratung zu diesem speziellen Thema zu sensibilisieren. Damit wollen wir die oberösterreichischen Apotheken in Sachen HIV-Selbsttests/Aids bestens vorbereiten“, erklärt Mag. pharm. Monika Aichberger, Vizepräsidentin der Oberösterreichischen Apothekerkammer.

In den oberösterreichischen Apotheken kann man derzeit exklusiv zwei HIV-Selbsttests erwerben: den Autotest VHI und den Insti HIV Heimtest. Weiters erhalten Sie von Ihren Apothekerinnen und Apothekern wichtige Informationen zur Erkrankung, zum HIV-Selbsttest sowie zu den relevanten Ansprechpartnern, vor allem Ärzten und Aids-Beratungsstellen.

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Forum Alpbach diskutiert Rolle der Apotheken in Österreich

Branchen News vom 21.08.2018

Alpbach (OTS) – Die Bedeutung der österreichischen Apotheken für die heimische Bevölkerung nimmt weiter zu. Das geht aus einer hochkarätig besetzten Expertendiskussion am Dienstag im Rahmen der Gesundheitsgespräche des Europäischen Forums Alpbach 2018 hervor.

Auf Einladung der Österreichischen Apothekerkammer analysierten deren Präsidentin Mag. pharm. Dr. Ulrike Mursch-Edlmayr, der Organisator des Life Ball Gery Keszler, ao.Univ.-Prof. Dr. Thomas Szekeres als Präsident der Ärztekammer Österreich sowie Mag. pharm. Gerhard Kaniak, Nationalratsabgeordneter und Apotheker, am Beispiel der seit einigen Wochen rezeptfrei erhältlichen HIV-Selbsttests den Mehrwert von Apotheken für die heutige Gesellschaft.

Apotheken erweitern Leistungsspektrum

„Selbsttests aus der Apotheke dienen der Früherkennung einer Infektion mit dem HI-Virus. Bei positivem Testergebnis wird der Patient an eine medizinische Einrichtung weiterempfohlen, um möglichst frühzeitig eine Diagnose erstellen zu können. Diese Diagnose, gefolgt von einer rasch eingeleiteten Behandlung, wirkt sich positiv auf Therapieerfolg und Lebensqualität der betroffenen Person aus. Durch ihre Beratungstätigkeit schaffen Apothekerinnen und Apotheker hier einen immensen Mehrwert für die Betroffenen, den es in dieser Art noch nie zuvor gegeben hat“, erklärte Mursch-Edlmayr.

Die Apothekerkammer habe gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium, Ärzten, der Österreichischen AIDS Gesellschaft und der Aids Hilfe zertifizierte Schulungen für Apothekerinnen und Apotheker sowie standardisierte Beratungsleitfäden erarbeitet. Auch Kundeninformationsbroschüren seien eigens erstellt worden, so die Apothekerkammer-Präsidentin. Und weiter: „Es werden laufend regionale Fortbildungsveranstaltungen und Online-Schulungen angeboten. Jede Maßnahme, die dazu beiträgt, die Hemmschwelle vor einem HIV-Test abzubauen und damit die Menschen frühzeitig der richtigen Diagnose und Therapiemaßnahme durch Ärztinnen und Ärzte zuführen kann, steht für uns Apothekerinnen und Apotheker im Fokus.“ Auch in diesem Bereich komme den Apothekerinnen und Apothekern eine bedeutende Beratungsrolle zu, sagte Mursch-Edlmayr.

„Know Your Status“

Gery Keszler, selbst HIV-Betroffener, unterstrich in seinem Statement die Wichtigkeit der neuen HIV-Selbstests für die ganze Gesellschaft: „Der Test setzt die Hemmschwelle, sich auf HIV untersuchen zu lassen, weiter herunter. Er bedeutet für alle Personen, die ihren Status checken wollen, eine große Chance. Das Motto `Know Your Status‘ ist aktueller denn je“, so Keszler.

Aus Sicht der Ärztekammer handle es sich beim neuen HIV-Selbsttest um ein „gutes Beispiel für eine Kooperation zugunsten der Menschen“, sagte Thomas Szekeres.

„Es ist sicher wichtig, den Menschen einen niederschwelligen Zugang zu einem HIV Schnelltest zur Verfügung zu stellen, um sie möglichst schnell einer profunden Diagnostik und Behandlung zuzuführen. Denn der Umgang mit einem positiven Test-Ergebnis zählt zu den anspruchsvollen Aufgaben in der Medizin und muss von Ärzten übernommen werden“, ergänzte der Ärztekammer Präsident.

Gerhard Kaniak verwies als Nationalrat und Gesundheitspolitiker auf die
wesentliche Rolle, welche Apotheken in der öffentlichen Gesundheitsversorgung sowie bei der Reform des Gesundheitswesens einnehmen würden. „Angesichts der Wichtigkeit des Themas HIV herrscht unter den Regierungsparteien große Einigkeit, wenn es darum geht, die Vorsorge auszubauen”, versicherte der Abgeordnete im Rahmen der Diskussionsveranstaltung.

Apotheken immer wichtiger

Die Veranstaltung förderte in Bezug auf den Mehrwert der Apotheken für die Bevölkerung wesentliche Aspekte zu Tage:

  1. Apothekerinnen und Apotheker machen sich für die Prävention und die Früherkennung stark und kümmern sich um die Gesundheitskompetenz der Menschen.
  2. Apothekerinnen und Apotheker schärfen das Bewusstsein für folgenschwere Krankheiten, wie etwa AIDS.
  3. Die Apotheke ist eine enorm wichtige Anlaufstelle für chronisch kranke Patienten.
  4. Betreute Selbstmedikation ist ein Schwerpunkt des Apotheken-Leistungsportfolios.

Informationen zu den neuen HIV-Selbsttests

  • HIV-Selbsttests sind Schnelltests, speziell für Laienanwendung zu Hause konzipiert
  • Derzeit können in Österreich zwei Tests ausschließlich über Apotheken bezogen werden. Bei beiden Produkten handelt es sich um Bluttests:
    • Autotest VHI
    • Insti
  • Durchführung, Ablesung, Interpretation erfolgt durch die betroffene Person selbst
  • Ergebnis innerhalb von 30 Minuten
  • Diagnostisches Fenster ca. 12 Wochen. D.h.: Der Test kann erst 12 Wochen nach dem letzten Risikokontakt eine HIV-Infektion sicher ausschließen.
  • Es kann verkommen, dass der Test ein positives Ergebnis anzeigt, obwohl keine HIV-Infektion vorliegt
  • Positives Testergebnis bedeutet noch keine HIV-Infektion! Jeder positive Test muss daher durch einen spezifischen Labortest (Hausarzt, medizinisch-diagnostisches Labor, Aids Hilfe) bestätigt werden
  • Sicherheit des HIV-Selbsttests: pos. Ergebnis > 99,5%, neg. Ergebnis 99,9%.
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REMINDER: e-Medikation und e-health weiter auf Vormarsch

Branchen News vom 20.08.2018

Wien (OTS) – Die e-Medikation, eine Funktion der elektronischen Gesundheitsakte ELGA, wurde erfolgreich in drei Bundesländern flächendeckend eingeführt. Kürzlich haben der Hauptverband und die Österreichische Apothekerkammer einen zukunftsweisenden Vertrag zur e-Medikation und weiteren Anwendungen abgeschlossen.

Ihre Gesprächspartner:

Dr. Alexander Biach, Vorsitzender im Verbandsvorstand, Hauptverband der Österreichischen Sozialversicherungsträger

a.o. Univ.-Prof. Dr. Thomas Szekeres, Präsident der Österreichischen Ärztekammer

Mag. Pharm. Dr. Gerhard Kobinger, Österreichische Apothekerkammer, Obmann Stellvertreter

Zeit: Dienstag, 21. August, 13 Uhr
Ort: Pressezentrum in der Volksschule, Alpbach 250, 6236 Alpbach

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Rückfragen & Kontakt:

Hauptverband der österr. Sozialversicherungsträger
(++43-1) 71132-1120
dieter.holzweber@sozialversicherung.at
http://www.hauptverband.at

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Presse-Hintergrundgespräch: Apotheke – Lade auf, Lade zu. Mehr nicht?

Branchen News vom 13.08.2018

Wien (OTS) – Welche Bedeutung haben die österreichischen Apotheken für Prävention, Früherkennung, Medikationsmanagement und die Einhaltung von Verschreibungen bei chronischen Erkrankungen? Den Apotheken kommt dabei innerhalb des Gesundheitssystems eine wesentliche Triagefunktion zu.

Einladung zum Presse-Hintergrundgespräch: Apotheke – Lade auf, Lade zu. Mehr nicht?

Am Beispiel der nun in Apotheken rezeptfrei erhältlichen HIV-Selbsttests diskutieren wir im Rahmen einer Partnersession bei den Gesundheitsgesprächen des Europäischen Forums Alpbach den Mehrwert von Apotheken für die Gesundheit der Bevölkerung.

Medienvertretern bieten wir die Gelegenheit, bei einem exklusiven Hintergrundgespräch mit unseren Speakern ausführlich darüber zu diskutieren.

Ihre Gesprächspartner sind:

  • Gery Keszler, Life Ball Organisator und selbst chronisch Erkrankter
  • Mag. pharm. Gerhard Kaniak, Nationalratsabgeordneter und Apotheker
  • ao.Univ.-Prof. Dr. Thomas Szekeres, Präsident der Ärztekammer Österreich
  • Mag. pharm. Dr. Ulrike Mursch-Edlmayr, Präsidentin der Österreichischen Apothekerkammer

Aufgrund der knappen räumlichen Gegebenheiten bitten wir VertreterInnen der Medien um Anmeldung unter: presse@apothekerkammer.at

Mit freundlicher Unterstützung von Gilead Sciences GesmbH.

Datum: 21.08.2018, 10:00 Uhr

Ort: Hotel Böglerhof, Fuggerstube
Alpbach 166, 6236 Alpbach, Österreich

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e-Medikation und e-health weiter auf Vormarsch

Branchen News vom 09.08.2018

Wien (OTS) – Die e-Medikation, eine Funktion der elektronischen Gesundheitsakte ELGA, wurde erfolgreich in drei Bundesländern flächendeckend eingeführt. Kürzlich haben der Hauptverband und die Österreichische Apothekerkammer einen zukunftsweisenden Vertrag zur e-Medikation und weiteren Anwendungen abgeschlossen.

Ihre Gesprächspartner:

Dr. Alexander Biach, Vorsitzender im Verbandsvorstand, Hauptverband der Österreichischen Sozialversicherungsträger

a.o. Univ.-Prof. Dr. Thomas Szekeres, Präsident der Österreichischen Ärztekammer

Mag. Pharm. Dr. Gerhard Kobinger, Österreichische Apothekerkammer, Obmann Stellvertreter

Zeit: Dienstag, 21. August, 13Uhr
Ort: Pressezentrum in der Volksschule, Alpbach 250, 6236 Alpbach

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Rückfragen & Kontakt:

Hauptverband der österr. Sozialversicherungsträger
(++43-1) 71132-1120
dieter.holzweber@sozialversicherung.at
http://www.hauptverband.at

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Britannia Pharmaceuticals Ltd: Phase-3-TOLEDO-Studie zeigt, dass eine Apomorphin-Infusion effektive Linderung bei andauernden motorischen Fluktuationen bei Parkinson-Patienten bewirkt, deren Symptome mit oraler Medikation nicht zu kontrollieren sind

Branchen News vom 06.08.2018

London (ots/PRNewswire) – Britannia Pharmaceuticals Ltd hat die Veröffentlichung der Ergebnisse der Doppelblind-Phase der TOLEDO-Studie in Lancet Neurology angekündigt.

Die Behandlung mit einer Subkutaninfusion von APO-go®/MOVAPO® (Apomorphin) über 12 Wochen bewirkte eine größere Reduktion in der OFF-Zeit (Zeiträume, in denen Parkinsons-Medikation nicht wirkt) vom Ausgangswert gegenüber Placebos: -2,47 St./Tag gegenüber -0,58 St./Tag – ein Behandlungsunterschied von fast zwei Stunden (p=0,0025) und eine Verändung in doppelter Höhe bei der OFF-Zeit, die von Parkinsons-Patienten als bedeutungsvoll angesehen wird. Diese Reduktionen waren in der ersten Woche der Behandlung mit einer Infusion von APO-go®/MOVAPO® zu beobachten.

Im Vergleich zu einem Placebo wurden erheblich höhere Zunahmen von ON-Zeit (Zeiträume mit guter motorischen Kontrolle) ohne bedenkliche Dyskinesie – “gute” ON-Zeit – vom Ausgangswert mit einer Infusion von APO-go®/MOVAPO® beobachtet: 2,77 St./Tag gegenüber 0,80 St./Tag (p=0·0008), und Patienten konnten außerdem die Dosis und Anzahl der Verabreichungen von gleichzeitig eingenommener oraler Parkinsons-Medikation erheblich reduzieren (p=0,0014).

Die Infusion von APO-go®/MOVAPO® ist eine etablierte Behandlung für Parkinsons, eine Krankheit, die sich durch eine fortschreitende Degeneration von dopaminhaltigen Nervenzellen im Gehirn auszeichnet, was zu einem Verlust der motorischen Kontrolle führt. TOLEDO ist die erste multizentrische, randomisierte Doppelblindstudie, um die Effizienz und Sicherheit der Infusion bei Parkinsons zu untersuchen, und wurde in sieben Ländern und 23 Krankenhäusern an 107 Patienten durchgeführt, deren Symptome trotz der Einnahme mehrerer Medikamente nicht unter Kontrolle waren.

Klinische Verbesserungen wurden von den Behandlungsbewertungen der Patienten wiedergegeben: erheblich mehr Patienten, die eine Infusion von APO-go®/ MOVAPO® erhalten hatten, beurteilten ihren Zustand als “verbessert” (71 %) gegenüber Placebo-Patienten (18 %; p<0,0001).

Professor Regina Katzenschlager, Studienleiterin von TOLEDO, kommentierte:

“TOLEDO ist leistet einen wichtigen Beitrag zu unserem Wissen , sie bietet erstmals Evidenz ersten Grades und bestätigt frühere Beobachtungsstudien. Die Infusion von Apomorphin ist effektiv und wird gut toleriert von Patienten, die trotz einer optimierten Behandlung lähmende Fluktuationen in den Behandlungseffekten erfahren.”

Professor Andrew Lees, ein Investigator in der bahnbrechenden klinischen Studie, die zur Lizenzierung von Apomorphin für die Behandlung von Parkinsons im Vereinigten Königreich führte, fügte hinzu:

“Wir hoffen, dass die positiven Ergebnisse der TOLEDO-Studie dabei helfen werden sicherzustellen, dass Apomorphin-Infusionen, die über eine kleine, ambulante Minipumpe appliziert werden, in nationale Richtlinien für die Parkinsons-Behandlung integriert werden.”

Die TOLEDO-Studie wird gesponsert von Britannia Pharmaceuticals Ltd., Teil der Unternehmensgruppe STADA Arzneimittel AG und Hersteller von Apomorphin-Produkten.

Das 1982 gegründete Unternehmen Britannia Pharmaceuticals Limited ist ein Pharmazeutikunternehmen mit Sitz in Reading, Vereinigtes Königreich, das sich auf den Neurologiemarkt spezialisiert hat.

Britannia steht im Besitz der in Frankfurt a. M. ansässigen STADA Arzneimittel AG.

APO-go®-Produkte werden im Vereinigten Königreich von Britannia Pharmaceuticals Ltd vermarktet und wurden 2007 mit der Übernahme von Britannia in das STADA-Portfolio übernommen. APO-go®-Produkte werden außerhalb des Vereinigten Königreichs durch eigene angeschlossene Unternehmen und Lizenzpartner vermarktet.

Weitere Information über:

Britannia Pharmaceuticals Ltd:
http://www.britannia-pharm.com

TOLEDO-Studie:
https://www.clinicaltrials.gov/ct2/show/NCT02006121?term=NCT02006121&rank=1

Für die APO-go®-Infusion SmPC:
https://www.medicines.org.uk/emc/product/3908/smpc

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FSME-Impfaktion in Apotheken bis 31.8. verlängert

Branchen News vom 06.08.2018

Wien (OTS) – Die Zahl der FSME-Erkrankungen ist in diesem Jahr besonders alarmierend. Bis Ende Juli wurden bereits 84 FSME-Erkrankungen in Österreich registriert, zumindest drei Menschen starben nach einem Stich einer infizierten Zecke. Der einzige Schutz vor dem FSME-Virus ist die Impfung. Die österreichischen Apotheken verlängern daher die Zeckenimpfaktion und bieten die FSME-Impfstoffe noch bis 31. August zu einem vergünstigten Preis an.

Die Zeckenschutzimpfung stellt den einzigen, aber effektiven Schutz vor einer Infektion mit dem FSME-Virus dar. Im Rahmen der Impfaktion wird die Zeckenschutzimpfung bereits seit 1. Jänner zu einem Sonderpreis für Erwachsene von EUR 34,80 und für Kinder von EUR 30,30 in den österreichischen Apotheken angeboten. Darüber hinaus gewähren fast alle Krankenkassen einen ganzjährigen Kostenzuschuss. Um das Handling für die Kunden möglichst einfach zu gestalten, wird der Kostenzuschuss direkt in der Apotheke vom Aktionspreis abgezogen. Die Apotheken rechnen für den Kunden mit der Krankenkasse direkt ab.

Dr. Gerhard Kobinger, Mitglied des Präsidiums der Österreichischen Apothekerkammer, rät dringend zur Vorsorge: „Zecken sind überall in der Natur zu finden, und bereits ein Stich dieser kleinen Spinnentiere kann sehr gefährlich, ja sogar lebensbedrohlich sein. Sorgen Sie daher für einen ausreichenden Impfschutz!“

Die Impfung gegen FSME ist mit ihrer hohen Durchimpfungsrate die am besten akzeptierte Schutzimpfung in Österreich.

Auch die Österreichische Ärztekammer (ÖÄK) begrüßt die Verlängerung der Impfaktion und weist ausdrücklich darauf hin, dass eine FSME-Impfung auch jetzt noch sinnvoll ist. Dazu der Leiter des ÖÄK-Impfreferats, Rudolf Schmitzberger: „Die Zeckensaison dauert mittlerweile bis weit in den Herbst hinein und es sind alle Bundesländer betroffen. Niemand sollte sich oder seine Kinder unnötig dem Risiko einer unheilbaren FSME-Infektion aussetzen.“ Wenn nötig, gebe es auch ein Schnellimmunisierungsschema. Dabei erfolge der zweite Teil der dreiteiligen Grundimmunisierung bereits nach einer bzw. zwei Wochen und der dritte Teil nach drei Wochen bzw. fünf Monaten.

Impfschema

Die offizielle Impfempfehlung des Gesundheitsministeriums (Österreichischer Impfplan) sieht vor, dass zur regulären Grundimmunisierung dreimal geimpft wird und die erste Auffrischung nach 3 Jahren erfolgt. Weitere Auffrischungen sind bei Personen unter 60 Jahren nach 5 Jahren und bei Personen über 60 nach 3 Jahren vorgesehen.

Link Österreichischer Impfplan: https://www.bmgf.gv.at/home/Impfplan

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Medikamente vor Hitze und Sonne schützen

Branchen News vom 31.07.2018

Apothekerinnen und Apotheker beraten wie Medikamente zuhause, unterwegs und im Urlaub ideal gelagert werden

Wien (OTS) – Arzneimittel sollen kühl, trocken und lichtgeschützt aufbewahrt werden. Dies ist aber gerade an heißen Sommertagen oder im Urlaub nicht immer so einfach. Apothekerinnen und Apotheker beraten über die adäquate Lagerung von Medikamenten, damit ihre Wirkung auch bei Hitze erhalten bleibt.

Arzneimittel sind bei der Lagerung und dem Transport immer Umwelteinflüssen ausgesetzt, die sie in unterschiedlichem Ausmaß ungünstig beeinflussen können. Auch wenn die meisten Arzneimittel kurzfristige Temperaturschwankungen vertragen, sollte man gerade bei Hitzeperioden und längeren Reisen auf die richtige Aufbewahrung und den Schutz von Medikamenten achten. Sonnenlicht, Hitze, extreme Kälte und Feuchtigkeit können Arzneistoffe zerstören oder zumindest die Wirkung beeinträchtigen.

Für die Lagerung von Arzneimitteln in der Apotheke gibt es spezielle Vorschriften, die genau eingehalten werden. Aber auch zu Hause müssen die Medikamente richtig aufbewahrt werden – vor allem während einer Hitzeperiode.

“Bei der Lagerung ihrer persönlichen Arzneimittel sollen stets die Aufbewahrungshinweise auf der Arzneimittelpackung und im Beipackzettel beachtet werden. Grundsätzlich gilt: Medikamente unbedingt vor Licht und Feuchtigkeit schützen und bei ca. 18 bis 25 Grad Celsius aufbewahren,” erklärt Mag. pharm. Susanne Ergott-Badawi, Präsidiumsmitglied der Österreichischen Apothekerkammer.

Eine Lagerung von Arzneimitteln im Kühlschrank ist nur dann empfehlenswert, wenn dies ausdrücklich angegeben ist. Ratsam ist darüber hinaus, Medikamente in der Originalverpackung zu belassen. „Wer sich unsicher ist, holt am besten einen fachkundigen Rat in der Apotheke ein“, so Ergott-Badawi.

Medikamente auf Reisen 

Natürlich ist auch die Reiseapotheke stets kühl, trocken und lichtgeschützt zu transportieren. „Wichtig ist: Arzneimittel nicht im Auto aufbewahren! In der prallen Sonne erreichen parkende Autos innerhalb kürzester Zeit extrem hohe Temperaturen im Innenraum. Dosieraerosole, Zäpfchen oder Arzneipflaster können dadurch unbrauchbar oder unwirksam werden“, so die Apothekerin. Auf längeren Reisen oder beim Campingurlaub eignen sich daher Kühltaschen (ohne Kühlelemente), um Medikamente vor großer Hitze zu schützen. Medikamente wie Insulin, die zuhause im Kühlschrank gelagert werden, sollten unterwegs in einer Kühlbox mit Kühlakkus transportiert und aufbewahrt werden.

Bei Flugreisen gehören Medikamente ins Handgepäck, damit die wichtigsten Arzneimittel immer griffbereit sind. Hier ist allerdings auf die Bestimmungen bezüglich Flüssigkeiten etc. zu achten. Um Schwierigkeiten zu vermeiden, hilft ein Zertifikat des behandelnden Arztes, das die Erkrankung und die benötigte Medikation bescheinigt.

UV-Licht schadet am meisten

Die empfindlichen Substanzen werden aber meist nicht durch Hitze zerstört, sondern durch das Sonnenlicht! Am Urlaubsort angekommen, empfiehlt die Apothekerin daher, die Arzneimittel in einem dunklen, trockenen Kleiderschrank zu deponieren. Auf keinem Fall dürfen Medikamente direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden.

Die Apothekerinnen und Apotheker beraten, wie Medikamente zuhause, unterwegs und im Urlaub ideal gelagert werden, damit die Wirkung erhalten bleibt und trotz Hitze verlässlich gegen Beschwerden helfen.

Apotheken auf einen Blick 

In Österreich spielen die öffentlichen Apotheken eine wichtige Rolle als Gesundheitsnahversorger. Ob Stadt oder Land: Die österreichischen Apotheken liefern Qualität auf höchstem Niveau. Insgesamt beraten rund 6.000 akademisch ausgebildete Apothekerinnen und Apotheker in 1.400 Apotheken die Bevölkerung in Gesundheitsfragen. Die Beratungskompetenz ist eine der zentralen Leistungen der Apotheker. Zusätzlich erbringen über 350 Apothekerinnen und Apotheker wertvolle Versorgungs- und Beratungsleistungen für die Patienten in den österreichischen Krankenanstalten.

Rückfragen & Kontakt:

Österreichische Apothekerkammer
Wolfgang Müller, MA, MSc | Mag. Sabine Figo-Pichler
Tel.: 01/404 14 DW 600
E-Mail: presse@apothekerkammer.at

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ÖÄK zu Valsartan-Rückruf: Arzneimittel wieder in der EU produzieren

Branchen News vom 27.07.2018

Ärztekammer an Patienten: Medikamente nicht ohne Rücksprache mit dem Arzt absetzen

Wien (OTS) – Angesichts besorgniserregender Ergebnisse des Zentrallabors der Deutschen Apotheker bei der Analyse verunreinigter Valsartan-Präparate fordert die Österreichische Ärztekammer (ÖÄK) nun Maßnahmen zur Rückverlagerung der Produktion von Arzneimittelwirkstoffen in die EU. Nur mit hohen Qualitätsstandards und den entsprechenden Kontrollmöglichkeiten sei die Versorgung der Bevölkerung mit sicheren Arzneimitteln zu gewährleisten. Schließlich gebe es nicht bei jedem Wirkstoff ausreichend Alternativen wie bei Valsartan.

Valsartan-Präparate in der Apotheke prüfen lassen

„Die derzeit laufende Rückrufaktion von verunreinigten Valsartan-haltigen Medikamenten aus China beschäftigt Ärzte, Patienten und Apotheker in Österreich und ganz Europa“, erklärt der Leiter des Referats für Medikamentenangelegenheiten der ÖÄK, Karl Forstner. Schließlich handle es sich bei Valsartanen um einen breit eingesetzten Wirkstoff zur Behandlung von Herzinsuffizienz und Bluthochdruck.

Bisher hätten nur zwei Hersteller in Österreich deklariert, dass ihre Produkte frei von Verunreinigungen durch N-Nitrosodimethylamin (NDMA) sind. Diese einwandfreien Medikamente seien jedoch in vielen Apotheken bereits ausverkauft. Daher müssten Patienten auf andere Wirkstoffe umgestellt werden. Das bedeute einen enormen zeitlichen Mehraufwand für die betreuenden Ärzte, vor allem aber große Verunsicherung bei den Patienten. „Es ist zu befürchten, dass manche Patienten ,sicherheitshalber‘ auch die vom Arzt verschriebenen unbedenklichen Medikamente nicht regelmäßig oder gar nicht einnehmen, was gerade bei Herzpatienten äußerst gefährlich werden kann“, so Forstner.

Für Ärzte ist es nicht möglich, anhand der Medikamentenpackung festzustellen, ob ein Medikament von der Rückrufaktion betroffen ist. Die Österreichische Ärztekammer ersucht daher Patienten, die Valsartan-haltige Arzneimittel zuhause haben, diese in ihrer zuständigen Apotheke prüfen zu lassen.

Sollte das Medikament betroffen sein, werde der betreuende Arzt die Umstellung auf ein anderes Präparat mit dem Patienten besprechen. Das sollte in der Regel kein Problem sein, weil es innerhalb dieser Wirkstoffgruppe genügend Alternativprodukte gebe. Keinesfalls sollten Patienten ihre Medikamente selbstständig absetzen.

Arzneimittel-Produktion zurück nach Europa

Aus Sicht der ÖÄK sollte es der heimischen Gesundheitspolitik zu denken geben, dass Produktionsmängel bei einem einzigen Hersteller in China europaweit zu derart gravierenden Konsequenzen führen. Der Präsident der Österreichischen Ärztekammer, Thomas Szekeres, ist besorgt: „Dieser Fall führt drastisch vor Augen, dass die Produktion vieler Arzneimittel-Wirkstoffe überwiegend außerhalb der EU stattfindet, ohne ausreichende Kontrollmöglichkeiten durch die europäischen und nationalen Aufsichtsbehörden. Offensichtlich ist hier in den vergangenen Jahren eine große Abhängigkeit entstanden. Das gefährdet im Ernstfall die Versorgungssicherheit der Bevölkerung mit einwandfreien Arzneimitteln.“

Schließlich könnten Qualitätsmängel, Verunreinigungen und Produktionsausfälle durch regionale Ereignisse in Asien jederzeit auch bei anderen Arzneimitteln auftreten. Zudem sei mit noch bedeutsameren Krisen zu rechnen, wenn Medikamente betroffen sind, für die es keine ausreichenden Alternativen gebe, warnte die Österreichische Ärztekammer. Sie fordert daher Arzneimittelhersteller und Gesundheitspolitik auf, Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Insbesondere müsse man sich um die Rückverlagerung der Arzneimittelherstellung nach Europa bemühen, um die Versorgung der Bevölkerung mit sicheren Medikamenten zu gewährleisten“. (ar)

Rückfragehinweis:

Österreichische Ärztekammer

Mag. Andrea Riedel   Öffentlichkeitsarbeit

+43 (0)1 51406-3345

+43 (0)664 3207687

a.riedel@aerztekammer.at

www.aerztekammer.at

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HIV-Selbsttests ab sofort in Apotheken

Branchen News vom 24.07.2018

Wien (OTS) – Ab sofort sind HIV-Selbsttests rezeptfrei in den österreichischen Apotheken erhältlich. Der Test bietet die Möglichkeit, seinen eigenen HIV-Status unkompliziert und schnell zu bestimmen. Experten erhoffen sich damit, die Hemmschwelle bei HIV-Tests senken und so einen wesentlichen Beitrag zur Früherkennung von HIV-Infektionen leisten zu können. Denn eine frühzeitige Diagnose wirkt sich positiv auf Therapieerfolg und Lebensqualität der Betroffenen aus.

 In Österreich leben geschätzt 8.000 bis 9.000 Menschen mit HIV / Aids. Täglich werden ein bis zwei Neudiagnosen gestellt. Allerdings klaffen der Zeitpunkt der Infektion und jener der Diagnose meist weit auseinander: Viele Betroffene erhalten die Diagnose erst, wenn die Erkrankung bereits fortgeschritten ist. Dieser Umstand wirkt sich nachteilig sowohl auf die Behandlung als auch auf die Lebenssituation der Betroffenen aus. Eine frühzeitige Diagnose verbunden mit einer rasch eingeleiteten Behandlung ist für den Therapieerfolg und die Lebensqualität der Betroffenen von großer Bedeutung.

Vorstoß des Gesundheitsministeriums

Nach wie vor stellt es ein großes Problem dar, dass auch in Österreich tausende Menschen nichts von ihrer Erkrankung wissen. Aufgrund einer Verordnung der Gesundheitsministerin dürfen HIV-Tests nun zur Eigenanwendung rezeptfrei in den österreichischen Apotheken angeboten werden. Die Hemmschwelle, selbst einen HIV-Test durchzuführen, soll so gesenkt werden. „Für viele Menschen bedeutet ein HIV-Test beim Arzt eine gewisse Überwindung. Deshalb lassen sich viele erst gar nicht testen. Mit Hilfe des HIV-Selbsttests, der nun rezeptfrei in Apotheken zu bekommen ist, wird es möglich sein, dass Betroffene möglichst früh von einer HIV-Infektion erfahren und eine Therapie in Anspruch nehmen können. Für mich sind die HIV-Selbsttests ein wichtiger Schritt beim Kampf gegen Aids und HIV“, so die Bundesministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz, Mag. Beate Hartinger-Klein.

Wie der HIV-Selbsttest funktioniert

Der HIV-Selbsttest ist ein Antikörpertest und kann 12 Wochen nach dem letzten Risikokontakt eine HIV-Infektion ausschließen. So lange kann es dauern, bis sich Antikörper gebildet haben, die der Test dann nachweist. Der Test kann rasch und unkompliziert durchgeführt werden. Durch einen Stich in die Fingerkuppe wird ein Bluttropfen für den Test entnommen. Je nach Test wird binnen weniger Minuten der HIV-Status angezeigt. Damit der Test ordnungsgemäß auch zu Hause durchgeführt werden kann und den Kunden die nötigen Informationen zur Verfügung stehen, ist ein Gespräch mit der Apothekerin / dem Apotheker im Vorfeld notwendig.

Positives Testergebnis! Was nun?

Ein positiver HIV-Selbsttest bedeutet noch keine HIV-Diagnose! Sollte der HIV-Selbsttest ein positives Ergebnis anzeigen, muss dieser durch einen weiteren Labortest verifiziert werden. Experten raten in solchen Fällen, rasch einen Arzt und/oder ein Behandlungszentrum der Österreichischen AIDS Gesellschaft (ÖAG) bzw. der Aids Hilfe aufzusuchen. „Es ist wichtig, dass jeder Mensch seinen HIV-Status kennt. Bei HIV-Neuinfektionen geht es darum, diese so früh wie möglich zu erkennen, somit begrüßen wir diese Möglichkeit der HIV-Selbsttests. Um das Testergebnis von einem HIV-Selbsttest zu bestätigen, stehen Ärzte sowie Behandlungszentren der AIDS Gesellschaft zur Verfügung. Darüber hinaus erhalten Betroffene rasch eine weitere persönliche Beratung, Hilfestellung und psychologische Unterstützung“, so Ass.-Prof. Dr. med. univ. Armin Rieger, Präsident Österreichische AIDS Gesellschaft.

„Die Arbeit der Aidshilfen zeigt, wie wichtig ein niederschwelliges Testangebot ist. Der Selbsttest bietet hier weitere Möglichkeiten und ist oft der Anstoß, um das eigene Verhalten zu reflektieren und Beratung in Anspruch zu nehmen“, sagt Mag. Wolfgang Wilhelm, Obmann der Aids Hilfe Wien. „Die Teams der Aidshilfen Österreich bieten hierfür kostenlos und anonym Unterstützung an. Darüber hinaus haben wir in der Aids Hilfe Wien eine nationale HIV-Selbsttest Helpline eingerichtet, um alle Fragen zu Anwendung, Haltbarkeit und Lagerung, Testsicherheit, zum diagnostischen Testfenster und zum Vorgehen bei einem reaktiven Ergebnis zu beantworten.“

Schulungen für Apothekerinnen und Apotheker

„Die Apothekerkammer hat gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium, Ärzten, der Österreichischen AIDS Gesellschaft und der Aids Hilfe zertifizierte Schulungen für Apothekerinnen und Apotheker sowie standardisierte Betreuungsleitfäden erarbeitet. Auch Kundeninformationsbroschüren wurden eigens erstellt. Es werden laufend regionale Fortbildungsveranstaltungen und Online-Schulungen angeboten. Jede Maßnahme, die dazu beiträgt, die Hemmschwelle vor einem HIV-Test abzubauen und damit die Menschen frühzeitig der richtigen Diagnose und Therapiemaßnahme durch Ärztinnen und Ärzte zuführen kann, steht für uns Apothekerinnen und Apotheker im Fokus“, erklärt Mag. pharm. Dr. Ulrike Mursch-Edlmayr, Präsidentin der Österreichischen Apothekerkammer. Auch in diesem Bereich komme den Apothekerinnen und Apothekern eine „bedeutende Beratungsrolle“ zu, so Mursch-Edlmayr weiter.

Apotheken auf einen Blick

In Österreich spielen die öffentlichen Apotheken eine wichtige Rolle als Gesundheitsnahversorger. Ob Stadt oder Land: Die österreichischen Apotheken liefern Qualität auf höchstem Niveau. Insgesamt beraten rund 6.000 akademisch ausgebildete Apothekerinnen und Apotheker in 1.400 Apotheken die Bevölkerung in Gesundheitsfragen. Die Beratungskompetenz ist eine der zentralen Leistungen der Apotheker. Zusätzlich erbringen über 350 Apothekerinnen und Apotheker wertvolle Versorgungs- und Beratungsleistungen für die Patienten in den österreichischen Krankenanstalten.

Servicestellen und Hotline:

HIV-Selbsttest Hotline: 0800 25 22 89 (Besetzt von Mo – Fr 10:00 – 17:00)

Aidshilfen Österreich: https://www.aidshilfen.at/aidshilfen

HIV-Behandlungszentren und spezialisierte, niedergelassene Ärzte:

https://www.aidsgesellschaft.info/partner/behandlungszentren.htm

Rückfragen & Kontakt:

Österreichische Apothekerkammer
Presse und Kommunikation
Wolfgang Müller, MA, MSc
Tel.: 01 404 14 – 600
E-Mail: presse@apothekerkammer.at

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Vamida übernimmt Apobag: Online-Apotheke setzt wichtigen Grundstein für weiteres Wachstum

Branchen News vom 19.07.2018

Wien (OTS) – Vamida ging im Jahr 2012 als erste aus Österreich gegründete Versandapotheke an den Start und wurde mit 200.000 Kunden zum wichtigsten Player am heimischen Markt. Neben dem bekannten österreichischen Business Angel Hansi Hansmann investierten in den Anfangsjahren Fred Kranich, Arnaud C. Enée und Philippe Prufer. Jetzt geht Vamida einen weiteren Schritt in Richtung Wachstum und übernimmt die Online-Apotheke Apobag, welche bisher von der Maria Lourdes Apotheke aus Wien betrieben wurde. Die Apothekerfamilie Mittelbach investiert zudem einen hohen sechsstelligen Betrag und wird Gesellschafter der Vamida.

Die zertifizierte Online-Apotheke Vamida mit Betriebsstätte in Wien betreibt eine eigene Apotheke mit angeschlossenem Lager und die Shops vamida.at und vamida.de. Das Unternehmen verschickt pro Werktag bis zu 900 Pakete und über 3.000 österreichische Arzneimittel und Apothekenprodukte. Durch die enge Kooperation mit der österreichischen Post können über 96% der Bestellungen am nächsten Werktag zugestellt werden.

Apobag.com wurde nach der Marktliberalisierung in Österreich im Jahr 2015 als Online-Shop der Maria Lourdes Apotheke ins Leben gerufen und konnte sich schnell zu einem sichtbaren Player am österreichischen Markt entwickeln. Mit einem Sortiment von ca. 3.000 Apothekenprodukten und über 50.000 Kunden hat sich Apobag als schnelle und zuverlässige Versandapotheke einen Namen gemacht. Apobag.com wird ab sofort von der Vamida betrieben.

„Wir konnten eine traditionelle österreichische Apothekerfamilie mit jahrzehntelanger Erfahrung im Pharma-Großhandel als Partner gewinnen. In einem weiteren Schritt werden wir für unsere Kunden zusätzliche europäische Märkte identifizieren, um unseren Wachstumskurs fortzusetzen “, betont Marco Vitula, Gründer und Geschäftsführer der Vamida. „Über 97% aller Kunden sind derzeit mit unserem Service sehr zufrieden. Diesen hohen Servicegrad wollen wir auf 99% heben. Um das zu erreichen, werden wir an der Zustellgeschwindigkeit, am Produktangebot und an der Benutzerfreundlichkeit unserer Webshops arbeiten, um hier die klare Nummer eins in Österreich zu bleiben“, so Vitula.

Vamida plant nach der Erhöhung des Marktanteils in Österreich die Expansion in weitere europäische Märkte. Die Shops werden zudem auf eine einheitliche technische Basis gestellt, um den Grundstein für die künftige Multi-Shop-Strategie zu legen.

„Der gesamte Apothekenmarkt befindet sich in einem radikalen Umbruch, welcher durch innovative und digitale Jungunternehmen heute stark mitbeeinflusst wird. Die beeindruckende Entwicklung und die Skalierbarkeit von Vamida hat uns überzeugt und wir freuen uns deshalb den weiteren Weg gemeinsam beschreiten zu können“, sagt Sigismund Mittelbach, Apotheker der Maria Lourdes Apotheke aus Wien.

Thomas Mittelbach, Geschäftsführer der Pharmosan und Mitgründer der Apobag, erkennt klar die Potentiale: „Wir sehen, dass der Medikamentenversand für den Konsumenten deutliche Vorteile bringt, auf die wir auch als Großhändler eingehen müssen und eingehen werden. Aus diesem Grund ergibt die Partnerschaft für beide Seiten absolut Sinn.“

Vamida wird von dem 34-jährigen Unternehmer Marco Vitula geleitet, der bereits mehrere E-Health-Unternehmen erfolgreich gegründet und aufgebaut hat. Im Jahr 2008 gründete er das Ärzteverzeichnis Arztsuche24, das er nach einer Business-Angel-Runde an den Herold verkaufte. Der Wirtschaftsinformatiker ist auch Mitgründer des Wiener E-Health-Unternehmens Diagnosia und Betreiber des Portals Medikamio.

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