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Welt-MS-Tag: Apothekerkammer Oberösterreich startet Schwerpunktthema Multiple Sklerose

Branchen News vom 28.05.2020

Veitschegger und Aichberger wollen mit Initiative noch mehr Beratungsqualität erwirken

Linz (OTS) – Einmal mehr zeigt die Apothekerkammer Oberösterreich mit der neuen Multiple Sklerose (MS)-Initiative ihr großes Engagement für eine optimale Versorgung der Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher. „Apotheken sind für MS-Patientinnen und –Patienten sowie deren Angehörige wichtige Ansprechstellen. Es ist ein Gebot der Stunde, die Kompetenz der Apothekerinnen und Apotheker besser zu nützen“, bekräftigen der Präsident der Apothekerkammer Oberösterreich Mag.pharm. Thomas W. Veitschegger und Vizepräsidentin Mag.pharm. Monika Aichberger.

In Österreich leben mehr als 13.500 Menschen mit der noch unheilbaren chronischen Erkrankung Multiple Sklerose, allein in Oberösterreich sind rund 2.300 Personen betroffen. „Der Krankheitsverlauf ist sehr unterschiedlich und komplex, Spezialwissen darüber ist für eine bestmögliche Beratung unerlässlich. Wir wollen mit dieser Initiative noch mehr Qualität in die Beratung bringen“, unterstreicht Vizepräsidentin Aichberger.

Um dies zu erzielen, ist nach Ansicht von Präsident Veitschegger eine interdisziplinäre Zusammenarbeit zur Früherkennung, raschen Diagnose und Therapieentscheidung, sowie beim Management von Neben- bzw. Wechselwirkungen für Menschen mit Multipler Sklerose sinnvoll. „MS-Patientinnen und –Patienten müssen in ihrer Gesamtheit wahrgenommen werden. Mit unserer neuen MS-Initiative wollen wir ein Informations- und Beratungsnetzwerk aufbauen, welches die Versorgung und Betreuung von Patientinnen und Patienten mit Multipler Sklerose im extramuralen Bereich verstärkt“, so Veitschegger.

Oberösterreichs Apothekerkammer Präsident Veitschegger und Vizepräsidentin Aichberger sind davon überzeugt, „dass Menschen mit Multipler Sklerose von der Einbindung der Apotheken in die MS-Versorgung profitieren, denn ein gutes Zusammenspiel von ApothekerInnen und ÄrztInnen ist die Basis, um Patientinnen und Patienten bestmöglich zu unterstützen“.

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Österreichische Apothekerkammer
Landesgeschäftsstelle Oberösterreich
Mozartstraße 26, 4020 Linz
Tel.: 0732/770350
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Generika senken Behandlungskosten um 65 Prozent

Branchen News vom 27.05.2020

Wien (OTS)

  • Die Finanzierung therapeutischer Innovationen wird durch Generika wesentlich unterstützt
  • Zur Stärkung der Versorgungssicherheit braucht es eine europaweite Pharma-Strategie

Generika leisten einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung einer modernen Arzneimitteltherapie. Derzeit sind in Österreich 52 Prozent der Verordnungen auf Kassenrezept im patentfreien Bereich Generika. Jedes weitere Prozent Generika-Verordnung spart 10 Millionen Euro für andere Therapien. Nach Umsatz nehmen Generika und Biosimilars nur 20 Prozent, patentfreie Originale bzw. patentgeschützte Medikamente im Erstattungsmarkt[1] 31 bzw. 49 Prozent des Arzneimittelmarktes ein.

„Durch Generika sinken die Behandlungskosten um mindestens 65 Prozent[2]. Wenn Generika überall dort verordnet werden, wo es möglich ist, sichern sie den breiten Zugang zu innovativen Therapien. Gleichzeitig kann der Anteil der Arzneimittelausgaben an den gesamten Gesundheitsausgaben stabil gehalten werden“, erklärt Dr. Wolfgang Andiel, Präsident des Generikaverbandes Österreich (OeGV).

2019 waren 43 Prozent aller abgegebenen Arzneimittelpackungen preislich unter der Kostenerstattungsgrenze (Rezeptgebühr). Sie verursachten aber nur 12 Prozent der Arzneimittelausgaben. Betrachtet man die Entwicklung des Verbraucherpreisindexes im Vergleich zu den Generikapreisen, so sieht man, dass die durchschnittlichen Generikapreise in den letzten Jahren (2005 – 2018) konstant blieben, während der Verbraucherpreisindex im gleichen Zeitraum um 29,3 Prozent anstieg. Die Generikapreise werden somit niemals an die Inflation angepasst. Der durchschnittliche Preis einer Generika-Packung lag 2019 bei 5,92 EUR (Basis Herstellerabgabepreis), jener des patentfreien Originals bei 11,18 EUR. Eine Generika-Tablette kostet im Schnitt nur mehr 16 Cent.

Versorgungssicherheit in Österreich stärken

Dieser Preisdruck erklärt die zunehmende Abwanderung der Wirkstoffherstellung und auch Produktion von Medikamenten in die asiatischen Schwellenländer, insbesondere nach China und Indien. Die Fälle, in denen teils lebenswichtige Medikamente nicht mehr oder nur eingeschränkt lieferbar sind, nahmen in den letzten Jahren immer mehr zu. Lediglich 20 Prozent der in Europa zugelassenen Wirkstoffe werden auch lokal produziert. In der herausfordernden Zeit rund um die Covid-19-Krise wurde die Problematik um Lieferengpässe nochmals deutlicher. Ohne Generika könnten weniger Patienten und diese nur zu höheren Preisen versorgt werden.

„Wir brauchen eine effiziente, europaweite Pharma-Strategie, in der die globale Produktionsstruktur und Lieferketten resilienter gestaltet werden. Dafür müssen wir die Lehren aus der Covid-19-Krise, wie etwa die Abhängigkeit von Importen oder die Anfälligkeit und mangelnden Redundanzen in den Lieferketten, nutzen, um einen gesicherten Zugang zu Medikamenten zu gewährleisten“, so Andiel. Die aktuellen ökonomischen Rahmenbedingungen und eingeschränkte Planbarkeit schaden der Versorgungssicherheit und schwächen den Standort Österreich.

Ein erster Schritt zur besseren Versorgungssicherheit wurde mit dem Transparenzregister für Vertriebseinschränkungen schon gesetzt, bei dem seit April 2020 alle Medikamente, die nicht mehr oder nur eingeschränkt lieferbar sind, erfasst werden. Weitere Schritte müssen jetzt folgen, vor allem zur Verbesserung der ökonomischen Rahmenbedingungen und für eine bessere Planbarkeit. Dazu gehören die Entfristung der ASVG Preis-Regelungen und eine adaptierte Preisbildung für Produkte unter der Rezeptgebühr. „Es geht zunächst darum, die klaffende Schere zwischen steigenden Anforderungen an Arzneimittel und beständig sinkenden Preisen zu verkleinern. Im Weiteren müssen dann auch Investitionen in robuste Herstell- und Lieferprozesse im Preis berücksichtigt werden können“, fordert Andiel.

Mögliche Lösungsansätze auf Ebene der Herstellung wären etwa eine Sicherstellung der Produktion krisenkritischer Arzneimittel. Dies könnte durch entsprechende länderübergreifende Versorgungsmodelle erreicht werden. Das wirtschaftliche Risiko für die Bereitstellung von Produktionskapazitäten muss öffentlich abgesichert werden, um Anreize für das Vorhalten von ansonsten unwirtschaftlicher Produktion zu erzeugen. Dazu gehört z.B. auch die Einpreisung von mehr als einem Wirkstoffhersteller in den Produktionsprozess. Es braucht aber auch robustere Lieferketten. Diese zeichnen sich aus durch geringe Komplexität des Produktions-Setup (Zahl der Zulieferer und Lohnhersteller), durch Vorratshaltung wichtiger Ausgangs-, Wirk- und Hilfsstoffe, um auch einen mehrmonatigen Lieferausfall dieser Komponenten überbrücken zu können, sowie durch sinnvolle Redundanzen in der Versorgungskette. Das beinhaltet etwa Zweitlieferanten für wichtige Komponenten, insbesondere für den Wirkstoff.

Generika gleich gut und in manchen Fällen sogar besser als Originalpräparat

Ein weiterer Aspekt, den es zu verbessern gilt, ist die Skepsis, die bei Ärztinnen und Ärzten, aber auch Apothekerinnen und Apothekern teilweise immer noch gegenüber der Gleichwertigkeit, Wirksamkeit und Sicherheit von Generika besteht. So haben laut einer Studie des Österreichischen Generikaverbandes von 2019 ein Viertel der Ärzte und ein Drittel der Apotheker immer noch Bedenken gegenüber Generika. „Generika sind bewährte und kostengünstige Arzneimittel, die dem Original in Wirksamkeit und Sicherheit absolut gleichwertig sind“, so Andiel. Dies bestätigt nun auch eine neue Studie der MedUni Wien, bei der 17 Medikamente in Bezug auf ihre gleichwertige Wirksamkeit unter allen krankenversicherten Personen in Österreich untersucht wurden. Die Studie ergab, dass Generika zur Behandlung von Hypertonie, Hyperlipidämie und Diabetes mellitus in Bezug auf ihre Wirksamkeit gleich gut und in manchen Fällen ihren originären Referenzprodukten sogar überlegen sind[3].

Über den Österreichischen Generikaverband

Der Österreichische Generikaverband ist ein Zusammenschluss von 10 Generika-Produzenten, die sich zur optimalen Versorgung der österreichischen Patientinnen und Patienten mit hochwertigen, preiswerten Arzneimitteln bekennen. Das Ziel unseres Verbands ist einerseits, die Öffentlichkeit über die Vorteile von Generika zu informieren und andererseits aktuelle gesundheitspolitische Debatten mitzugestalten.
www.generikaverband.at


[1] Ohne chefärztlich bewilligte No-Box-Produkte

[2] Wenn alle Stufen der Generika-Preisregelung durchlaufen wurden

[3] Tian Y, et al. Comparative effectiveness of branded vs. generic versions of antihypertensive, lipid-lowering and hypoglycemic substances: a population-wide cohort study. Sci Rep. 2020;10(1):5964

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Für den Österreichischen Generikaverband
Ute Stocker
ute.stocker@gaisberg.eu
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Bessere Lebensqualität für Heimbewohner: GEMED weist den Weg

Branchen News vom 27.05.2020

Apothekerkammer-Projekt zeigt Verbesserungspotenziale bei der Arzneimittelversorgung in Pflegeheimen auf

Wien (OTS) – Die Apothekerkammer begrüßt die aktuelle Forderung der Volksanwaltschaft an den Bundesminister für Soziales, Pflege und Gesundheit nach einer bundesweiten Umsetzung des Projektes GEMED (Geriatrisches Medikationsmanagement in stationären Einrichtungen). Das erstmals im Bundesland Salzburg durchgeführte Projekt zeigte enorme Verbesserungspotenziale im Hinblick auf die medikamentöse Versorgung von pflegebedürftigen Personen auf. In vielen Fällen konnte die Zahl der von einem Patienten eingenommenen Medikamente auf weniger als fünf reduziert werden, wodurch den Patienten unangenehme Wechselwirkungen und Nebenwirkungen erspart blieben.

Im Mittelpunkt von GEMED stand die Zusammenarbeit zwischen Pflegepersonal, Ärztinnen und Ärzten sowie Apothekerinnen und Apothekern. Insgesamt nahmen 611 pflegebedürftige Bewohner von Seniorenheimen aus elf Salzburger Gemeinden mit einem Durchschnittsalter von 84 Jahren an dem Projekt teil. Das wichtigste Ergebnis der Studie fasst GEMED-Projektleiterin Mag. pharm. Diemut Strasser zusammen: „Bei sachgemäßer Arzneimittelanwendung sind bis zu zwei Drittel aller unerwünschten Arzneimittelereignisse vermeidbar.“ Die Apothekerschaft stehe bereit, GEMED gemäß der Empfehlung der Volksanwaltschaft auf das gesamte Bundesgebiet auszurollen.

Für Co-Projektleiterin Mag. pharm. Dr. Elisabeth Kretschmer ist GEMED ein „Tool, das den Weg zu einer Verbesserung der Betreuungs- und Versorgungsqualität von Bewohnerinnen und Bewohnern in Seniorenheimen ebnet“. Eine Ausweitung sei daher zum Wohle der Heimbewohnerinnen und Heimbewohner „sinnvoll und wünschenswert“.

„Potenzielle Probleme in Folge von Polymedikation gibt es nicht nur bei pflegebedürftigen Heimbewohnerinnen und Heimbewohnern. Auch außerhalb von Pflegeheimen können Apothekerinnen und Apotheker älteren Patienten zu einer deutlichen Steigerung ihrer Lebensqualität verhelfen“, zeigt sich Mag. pharm. Raimund Podroschko, Vizepräsident der Österreichischen Apothekerkammer, überzeugt. „Eine sorgfältige Analyse ihrer gesamten Medikation durch eine Apothekerin oder einen Apotheker ermöglicht in vielen Fällen eine Optimierung der Therapie.“

Der aktuelle Bericht der Volksanwaltschaft nimmt Bezug auf einen Fall in einem burgenländischen Pflegeheim, wo einer Bewohnerin 22 verschiedene Arzneimittel zur täglichen Einnahme verschrieben wurden. Die Volksanwaltschaft leitet daraus ihre Forderung nach einer Ausweitung des erfolgreichen Projekts GEMED auf ganz Österreich ab.

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Apothekerkammer: Erhöhung der Impfrate entscheidend

Branchen News vom 25.05.2020

Diskussion um Impfpflicht: Impfmotivation der Bevölkerung steigern

Wien (OTS) – Angesichts der politischen Diskussion um eine mögliche Impfpflicht in Sachen Coronavirus wiederholt die Apothekerkammer ihre Position, wonach generell erreicht werden sollte, dass sich die Menschen auf freiwilliger Basis impfen lassen. „Es geht weniger um die Frage einer Impfverpflichtung, sondern vielmehr darum, die Bevölkerung zum Impfen zu motivieren“, erklärt Mag. pharm. Dr. Gerhard Kobinger, Präsidiumsmitglied der Österreichischen Apothekerkammer.

Es sei zu hoffen, dass die jetzige Krise viele Impfkritiker zu einem Umdenken veranlasse, dann bedürfe es der Diskussion über eine Impfpflicht gar nicht, sagt Kobinger. Die niedrigen Durchimpfungsraten in Österreich ließen sich auch ohne Impfpflicht steigern. Eine Polarisierung solle tunlichst vermieden werden.

„Die Apothekerinnen und Apotheker stehen jedenfalls zur Verfügung. Der niederschwellige Zugang zu Impfungen, wie ihn die 1.400 österreichischen Apotheken mit ihren rund 400.000 täglichen Patientenkontakten bei entsprechendem politischen Willen bieten könnten, würde mit Sicherheit zu deutlich höheren Impfraten führen. Beispiele aus dem Ausland belegen dies eindrucksvoll“, zeigt sich der Apotheker überzeugt.

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Fortführung des papierlosen Rezepts bedarf noch vieler Klärungen und technischer Verbesserungen

Branchen News vom 25.05.2020
Wenn für ÖGK-Chef Wurzer die Weiterführung des papierlosen Rezepts vorstellbar ist, dann wird das nur gehen, wenn die Rahmenbedingungen stark verbessert und die enormen Aufwände auch entsprechend abgegolten werden
Mag. pharm. Thomas Veitschegger, 1. Vizepräsident des Österreichischen Apothekerverbands
Am Ende des Tages soll die Einführung des E-Rezepts eine Verbesserung für alle darstellen: Patientinnen und Patienten, Apotheken, Ärztinnen und Ärzte sowie für die Gesundheitskasse selbst. Darauf arbeiten wir hin. Ich bin optimistisch, dass wir den kommenden Wochen im Dialog mit der Österreichischen Gesundheitskasse eine Lösung finden werden – auch im Sinne unserer eigenen Mitglieder
Mag. pharm. Jürgen Rehak, Präsident des Österreichischen Apothekerverbands

Wien (OTS)

  • E-Rezept kann viel Bürokratie abbauen und ist für die Patientinnen und Patienten eine große Erleichterung
  • Mehraufwand bei der Abwicklung in den Apotheken muss abgegolten werden

Zu Beginn der Corona-Krise wurde angesichts eingeschränkter Verfügbarkeit der Ordinationen die Rezeptabwicklung auf Fax, E-Mail und provisorische elektronische Übertragung umgestellt. Was für die Patientinnen und Patienten eine deutliche Erleichterung war, führte in den Apotheken zum Teil zu chaotischen Zuständen, die nur mit enormem Mehraufwand zu bewältigen waren. Die rechtlichen, vertraglichen und technischen Mängel sind klar zu Tage getreten. „Wenn für ÖGK-Chef Wurzer die Weiterführung des papierlosen Rezepts vorstellbar ist, dann wird das nur gehen, wenn die Rahmenbedingungen stark verbessert und die enormen Aufwände auch entsprechend abgegolten werden“ sagt Thomas Veitschegger, 1. Vizepräsident des Österreichischen Apothekerverbands. Die Idee des E-Rezepts ist die Weiterentwicklung im Sinne der Ressourceneffizienz, die allen Beteiligten Vorteile bringen soll. In der aktuellen Version gehen diese Vereinfachungen für die Patientinnen und Patienten allerdings klar auf Kosten der Apothekerinnen und Apotheker. Hier muss im nächsten Schritt ein Ausgleich geschaffen werden, über Abgeltungen und vertragliche Vereinbarungen – bevor man das E-Rezept dann tatsächlich implementiert. Zudem müssen sämtliche Fragen rund um den Schutz der sensiblen Patientendaten geklärt werden.

Dazu hat die Österreichische Apothekerkammer schon Mitte März um einen Termin bei der Österreichischen Gesundheitskasse gebeten, die bis dato aber das Gespräch mit den Apothekern noch nicht aufgenommen hat. Im Zuge dieser Verhandlungen wird auch zu klären sein, wie die technische Seite aussehen soll, aber auch die gesamtvertragliche Ausgestaltung zwischen Apotheken und Gesundheitskasse ist noch zu klären. „Am Ende des Tages soll die Einführung des E-Rezepts eine Verbesserung für alle darstellen: Patientinnen und Patienten, Apotheken, Ärztinnen und Ärzte sowie für die Gesundheitskasse selbst. Darauf arbeiten wir hin. Ich bin optimistisch, dass wir den kommenden Wochen im Dialog mit der Österreichischen Gesundheitskasse eine Lösung finden werden – auch im Sinne unserer eigenen Mitglieder“ so Mag. Jürgen Rehak, Präsident des Österreichischen Apothekerverbands, abschließend.


Über den Österreichischen Apothekerverband

Der Österreichische Apothekerverband ist die freiwillige Interessenvertretung der selbständigen Apothekerinnen und Apotheker in Österreich. Nahezu 95 Prozent der Apothekeninhaber sind Mitglieder des Apothekerverbandes, der sie in politischen, wirtschaftlichen, rechtlichen und fachlichen Belangen nach innen und nach außen vertritt. Im Fokus der Verbandstätigkeit steht die Sicherung der wirtschaftlichen Zukunft der Apotheken, damit diese ihre Aufgaben für die Gesundheit der österreichischen Bevölkerung bestmöglich erfüllen können. Als verantwortungsvoller und essenzieller Akteur im österreichischen Gesundheitssystem gestaltet der Apothekerverband die Zukunft der Apotheken – im Sinne seiner mehr als 1.400 Mitglieder – aktiv mit und rückt deren große Bedeutung für Österreich ins Bewusstsein von Politik und Bevölkerung.

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Österreichischer Apothekerverband
Mag. Ralph Luger – Stabstelle Kommunikation
E-Mail: ralph.luger@apothekerverband.at
Tel.: 01/40414300

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Korosec: „Corona zeigt uns, dass wir die digitale Medizin stärker ausbauen müssen!

Branchen News vom 19.05.2020

Das E-Rezept habe sich in der Krise als Erfolgsmodell erwiesen. Die Seniorenbund-Präsidentin sieht auch großes Potenzial bei künstlicher Intelligenz in der Virusbekämpfung.

Wien (OTS) – Die elektronische Verschreibung von Rezepten wurde im Zuge der Corona-Krise als Notmaßnahme eingeführt, um den Andrang in Arztpraxen zu mindern. Das System habe sich aber schnell zum Erfolgsmodell gemausert, befindet Seniorenbund-Präsidentin Ingrid Korosec und pocht unbedingt auf den Erhalt des E-Rezepts.

„Dass sowohl Ärzte- als auch Apothekerkammer und die Österreichische Gesundheitskasse sich positiv über den Verbleib des E-Rezepts äußern, stimmt mich hoffnungsvoll, dass eine langjährige Forderung des Seniorenbundes endlich dauerhaft umgesetzt wird. Ich persönlich halte das E-Rezept für ein Erfolgsmodell, das eindrucksvoll gezeigt hat, wie unbürokratische Patientenversorgung funktioniert“, freut sich Ingrid Korosec. So würden auch Arztpraxen entlastet, erinnert sie. „Es nützt keinem, wenn Patientinnen und Patienten stundenlang warten müssen, nur damit ihnen ihr Arzt oder ihre Ärztin ein neues Rezept für Cholesterinsenker ausstellt.“

Künstliche Intelligenz gegen das Virus

„Die Corona-Krise hat einerseits den Personalmangel in Pflege und Gesundheit schmerzhaft in Erinnerung gerufen, andererseits einen Wettlauf mit der Zeit um die Entwicklung eines Impfstoffs gestartet“, erklärt Korosec. Bei der Virusbekämpfung sieht sie großes Potenzial der Digitalisierung der Medizin. „Künstliche Intelligenz kann entscheidend dazu beitragen, die Impfstoffentwicklung zu beschleunigen, da sie Unsummen an Daten verarbeiten, auswerten und bewerten kann. Und was die Pflege anbelangt: Expertinnen und Experten sind sich schon lange einig, dass Pflegeroboter das Personal zumindest bei einfachen Tätigkeiten entlasten können. Mein Appell: Warten wir nicht länger zu, sondern gehen wir die Digitalisierung in der Medizin mit noch mehr Elan an!“, so Korosec abschließend.

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Österreichischer Seniorenbund
Mag. Alexander Maurer
Pressesprecher
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Medikamenten-Lieferengpässe: Apothekerkammer fordert Anreize für Produktion in Europa

Branchen News vom 13.05.2020

Mursch-Edlmayr: Entscheidende Schritte im Zuge der deutschen EU-Ratspräsidentschaft zu erwarten

Wien (OTS) – Die Abhängigkeit Europas von Asien bei Produktion und Lagerung von Arzneimitteln und Medizinprodukten muss reduziert werden. Anlässlich der heutigen Konferenz der EU-Gesundheitsminister zum Thema Arzneimittelversorgung wiederholt die Apothekerkammer ihre Forderung nach Anreizen und Strategien für die Medikamentenproduktion und -lagerung in Europa.

„Lieferengpässe bei Arzneimitteln sind in Österreich kein neues Phänomen. Während der Coronakrise hat sich die Lage aber verschärft, weil die wichtigsten Hersteller von China und Indien aus agieren. Die Pandemie führt uns die Abhängigkeit von diesen asiatischen Produktionsländern schonungslos vor Augen und offenbart unsere Verwundbarkeit. Es müssen in Zukunft mehr Medikamente innerhalb der EU produziert und auch gelagert werden“, verlangt Mag. pharm. Dr. Ulrike Mursch-Edlmayr, Präsidentin der Österreichischen Apothekerkammer.

Lieferengpässe auf der EU-Agenda

Mursch-Edlmayr begrüßt die heute von Deutschlands Gesundheitsminister Jens Spahn öffentlich bekanntgegebene Entscheidung, das Thema Medikamentenlieferengpässe zu einem Schwerpunkt der deutschen Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr zu machen. „Ich freue mich über diese Initiative und erwarte von Seiten der EU konkrete Schritte zur Eindämmung der Lieferengpässe bei Arzneimitteln in Europa.“

Das herrschende Verständnis von Globalisierung, das der immer häufiger werdenden Auslagerung von Produktionen nach Übersee zugrunde liege, sei ernsthaft zu hinterfragen, so die Apothekerkammer-Präsidentin weiter: „Globalisierung ist prinzipiell wünschenswert, sie muss aber von der Politik gelenkt werden.“

Lieferengpässe für Apothekerschaft Alltag

Schon jetzt verbringen Apothekerinnen und Apotheker durchschnittlich zwei Stunden ihrer täglichen Arbeitszeit damit, vor Ort nicht erhältliche Arzneimittel für Patientinnen und Patienten zu beschaffen oder das Problem anderwärtig, etwa durch Ausweichen auf ein wirkstoffähnliches Produkt, zu lösen. „In mindestens 95 Prozent der Fälle gelingt uns dies, aber Corona wird das Problem vergrößern. Die Gratwanderung zwischen Lieferengpass und Versorgungsengpass wird immer steiniger. Eine Verschärfung der Situation sollte Politik und Behörden ab sofort dazu veranlassen, einen Teil der Pharmaindustrie auf unseren Kontinent zurückzuholen“, so der dringende Appell der Apothekerkammer-Präsidentin.

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Arzneimittelfälschungen machen auch vor COVID-19 nicht halt

Branchen News vom 12.05.2020

Angesichts des weltweiten Forschungsfortschritts bei Corona warnt die PHARMIG vor neuen Arzneimittelfälschungen zur vermeintlichen Behandlung von COVID-19.

Ich kann verstehen, dass vielen Menschen aus Angst vor einer Infektion mit dem Coronavirus jedes Mittel recht ist, um gesund zu bleiben. Dabei aber auf dubiose Wege zurückzugreifen, um ein vermeintlich wirksames Medikament zu bekommen, kann die eigene Gesundheit noch weit mehr gefährden. Und unter dubiosen Wegen verstehe ich dabei etwa auch nicht registrierte, nicht offizielle Online-Apotheken, die in betrügerischer Absicht gegründet werden
Mag. Alexander Herzog, Generalsekretär der PHARMIG

Wien (OTS) – Auf Grund der global voranschreitenden Suche nach einem Impfstoff gegen COVID-19 droht laut Interpol ein weltweiter Anstieg an gefälschten Arzneimitteln. In diesem Zusammenhang warnt PHARMIG-Generalsekretär Mag. Alexander Herzog vor den Folgen von Medikamentenfälschungen für die Bevölkerung:

„Ich kann verstehen, dass vielen Menschen aus Angst vor einer Infektion mit dem Coronavirus jedes Mittel recht ist, um gesund zu bleiben. Dabei aber auf dubiose Wege zurückzugreifen, um ein vermeintlich wirksames Medikament zu bekommen, kann die eigene Gesundheit noch weit mehr gefährden. Und unter dubiosen Wegen verstehe ich dabei etwa auch nicht registrierte, nicht offizielle Online-Apotheken, die in betrügerischer Absicht gegründet werden“, so Herzog. Er betont nachdrücklich, dass es nach wie vor noch keine Therapie gebe, die das Coronavirus heilen könne. „Besondere Vorsicht ist in diesem Zusammenhang speziell ab dem Zeitpunkt geboten, ab dem eine solche erfolgreiche Behandlung dann tatsächlich zur Verfügung steht. Da werden dann noch stärker als bereits jetzt Fälscher auf den Plan treten und über diverse Kanäle ihre Fake-Medikamente anpreisen“, so Herzog.

Die pharmazeutische Industrie forscht mit Hochdruck und mit größter Sorgfalt an sicheren Arzneimitteln und Impfstoffen. Fälscher beobachten diese Entwicklung und bieten im Internet mit Verweis auf derzeit laufende Studien angeblich aussichtsreiche Arzneimittel an, bei denen es sich in Wahrheit um gefälschte Präparate handelt. Dazu Herzog: „Die Gefahr, die von gefälschten Arzneimitteln ausgeht, ist enorm. Der Kampf gegen diesen Handel ist daher wichtig, aber noch wichtiger ist die Aufklärung der Bevölkerung. Wer keine rezeptpflichtigen Medikamente im Internet kauft, legt Fälschern automatisch das Handwerk. Beziehen Patientinnen und Patienten ihre rezeptpflichtigen Arzneimittel über den Arzt oder die Apotheke, sind sie vor Fälschungen sicher. Denn der legale Weg ist und bleibt der einzig richtige, ob für existierende oder zukünftige Arzneimittel“, hält Herzog fest.

Seit 2019 gelten EU-weit strenge Vorgaben: Sämtliche rezeptpflichtige Humanarzneimittel müssen mit Sicherheitsmerkmalen versehen sein. Diese stellen sicher, dass gefälschte Arzneimittel nicht in die legale Lieferkette eindringen.

Über die PHARMIG: Die PHARMIG ist die freiwillige Interessenvertretung der österreichischen Pharmaindustrie. Derzeit hat der Verband ca. 120 Mitglieder (Stand Mai 2020), die den Medikamenten-Markt zu gut 95 Prozent abdecken. Die PHARMIG und ihre Mitgliedsfirmen stehen für eine bestmögliche Versorgungssicherheit mit Arzneimitteln im Gesundheitswesen und sichern durch Qualität und Innovation den gesellschaftlichen und medizinischen Fortschritt.

Rückfragen & Kontakt:

PHARMIG – Verband der pharmazeutischen Industrie Österreichs
Peter Richter, BA MA MBA
Head of Communications & PR
01/40 60 290-20
peter.richter@pharmig.at
www.pharmig.at

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Corona-Medikament: Apothekerkammer warnt vor möglichen Fälschungen

Branchen News vom 12.05.2020

Zunehmender illegaler Handel mit wirkungslosen, oftmals gesundheitsgefährdenden Arzneimitteln zu erwarten

Wien (OTS) – Erneut sieht sich die Apothekerkammer veranlasst, vor dem Eindringen illegaler Medikamente auf den österreichischen Markt zu warnen. „Bei derartigen verbotenen Produkten gibt es keine Qualitäts- und Herkunftskontrolle. Kriminelle Banden setzen die Gesundheit der Menschen aufs Spiel. Die Coronakrise verleiht diesem Problem besondere Brisanz. Der illegale Handel mit gefälschten Arzneimitteln wird vermutlich zunehmen, wenn ein Medikament in Sicht ist, das Heilung oder Linderung verspricht“, erklärt Mag. pharm. Raimund Podroschko, Vizepräsident der Österreichischen Apothekerkammer, unter Bezugnahme auf eine gleichlautende Warnung, die Interpol heute veröffentlicht hat.

Die Bevölkerung sei dringend aufgerufen, Medikamente ausschließlich in der öffentlichen Apotheke zu kaufen, so der Appell Podroschkos. „Nur in der Apotheke haben Sie eine hundertprozentige Sicherheit, dass es sich nicht um Fälschungen handelt. Aufgrund der strengen Auflagen, Sicherheitskontrollen und der engmaschigen Lieferkette haben Fälscherbanden in den heimischen Apotheken keine Chance. Und bitte bedenken Sie: Im besten Fall ist ein gefälschtes Medikament für den Betroffenen wirkungslos, im schlimmsten Fall gesundheitsschädigend oder sogar tödlich.“

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Händewaschen schützt vor Infektionen

Branchen News vom 05.05.2020

Tag der Händehygiene: Informationen und Tipps von der Apothekerkammer

Wien (OTS) – Über die Hände werden Krankheiten am häufigsten übertragen. Anlässlich des Tages der Händehygiene am morgigen Dienstag erinnert die Apothekerkammer an die Wichtigkeit des richtigen Händewaschens für die Gesundheit.

„Die Hände kommen häufig mit Keimen in Kontakt und können diese auf alles übertragen, was anschließend angefasst wird. Beim Händeschütteln oder über gemeinsam benutzte Gegenstände können auch Krankheitserreger leicht von Hand zu Hand weitergegeben werden. Berührt man dann mit den Händen das Gesicht, können die Erreger über die Schleimhäute von Mund, Nase oder Augen in den Körper eindringen und eine Infektion auslösen“, warnt Mag. pharm. Dr. Gerhard Kobinger, Präsidiumsmitglied der Österreichischen Apothekerkammer. Händewaschen überbreche diese Übertragungswege.

Kobinger empfiehlt oftmaliges, etwa 30 Sekunden dauerndes Händewaschen mit Wasser und Seife oder einem Händedesinfektionsmittel. „Auch zwischen den Fingern verreiben, dann sorgfältig abspülen und abtrocknen. Und besonders vor dem Zubereiten von Speisen, vor dem Essen oder nach dem nach Hause kommen“, so Kobinger. Durch Disziplin beim Händewaschen lasse sich das Ansteckungsrisiko bei vielen Infektionskrankheiten, darunter Erkältungen, Grippe, ansteckende Magen-Darm-Infektionen und nicht zuletzt COVID-19, drastisch reduzieren.

Schließlich sei das richtige Händewaschen „weder Hexerei noch großer Aufwand“, wie Kobinger abschließend erklärt. „Händewaschen ist eine sehr einfache und überaus wirksame Maßnahme, die vor einer Ansteckung schützen kann.“

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KrankenhausapothekerInnen: Kritische Arzneimittel für die Covid 19 Therapie stehen bei Bedarf zur Verfügung

Branchen News vom 04.05.2020

Wien (OTS) – Gerade in schwierigen Zeiten beweisen Krankenhausapotheker ihre Flexibilität: Vorausschauend und mit pharmazeutischer Expertise versorgen sie ihre Krankenhäuser mit Arzneimitteln und anderen Apothekengütern. Desinfektionsmittelengpässe werden durch Eigenproduktion entschärft, eingeschränkt verfügbare Trägerlösungen zur Probenentnahme von SARS CoV-2 werden hergestellt bzw. abgefüllt, um mehr Testungen zu ermöglichen.

Kooperation mit Bund und Ländern

Für die spezifischen, experimentellen, nicht zugelassenen Arzneimittel zur COVID -19 Therapie wurde nun in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG) ein neuer Prozess zur sicheren Versorgung entwickelt.

Dabei spielen die KrankenhausapothekerInnen eine zentrale Rolle, wie Mag. pharm. Karin Kirchdorfer, Präsidentin der Arbeitsgemeinschaft Österreichischer Krankenhausapotheker und Vorstandsmitglied der Österreichischen Apothekerkammer, ausführt: „Pro Bundesland fungiert eine Spitalsapotheke als zentrale „Covid-19-Apotheke“. Zusammen mit den medizinischen Koordinatoren wird der Bedarf an spezifischen COVID-19-Arzneimitteln erhoben, gebündelt bestellt und nach Eintreffen der Lieferung entsprechend an die einzelnen Krankenhäuser verteilt. Gewinner sind die Patientinnen und Patienten.“

„Der Prozess soll sicherstellen, dass auch bei einer begrenzten Verfügbarkeit dieser experimentellen, in Österreich nicht zugelassenen Therapien, jeder Patient, vom Burgenland bis nach Vorarlberg, die bestmögliche auf ihn abgestimmte Therapie bekommt. Dies ist durch eine beispielgebende Zusammenarbeit des BASG, vertreten durch DI. Dr. Christa Wirthumer-Hoche, der Pharmazeutischen Industrie, der PHAGO und der österreichischen KrankenhausapothekerInnnen ermöglicht worden“, ergänzt Mag. pharm. Dr. Elisabeth Messinger, Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Krankenhauspharmazie.

Die Botschaft von Mag. pharm. Dr. Ulrike Mursch-Edlmayr, Präsidentin der Österreichischen Apothekerkammer, an alle – nicht nur an Covid-19 erkrankten Personen – mit Spitalsaufenthalt lautet: „Seien sie beruhigt, die KrankenhausapothekerInnen sind die Experten, wenn es um Arzneimittel geht. Sie kümmern sich um alle Prozesse rund um das Arzneimittel, erkennen Probleme und verhindern nach besten Kräften, dass diese bei Ihnen ankommen oder spürbar werden. Wir Apotheker sind für Sie da, seien Sie sich sicher.“

Portfolio der KrankenhausapothekerInnnen:

  • Arzneimittelinformation
  • Klinische Pharmazie
  • Herstellung spezieller Arzneimittel
  • Unterstützung bei klinischen Studien
  • Einkauf: basierend auf fachlichen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten
  • Logistik von Arzneimitteln, Diagnostika und Medizinprodukten

Die KrankenhausapothekerInnen versorgen durch Ihre fächerübergreifende Expertise effizient, zielorientiert und ökonomisch mit Arzneimitteln. In Österreich gibt es 264 Krankenanstalten, von denen 42 über eine eigene Krankenhausapotheke verfügen.

Das aktuelle Video zu den Österreichischen Krankenhausapothekern finden Sie hier: https://www.youtube.com/watch?v=Gy6dVyln9o8

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Medikamente nach Coronakrise wieder in Europa produzieren

Branchen News vom 04.05.2020

Apothekerkammer folgt Schramböcks Forderung nach Stärkung des Wirtschaftsstandorts Europa

Wien (OTS) – Die Apothekerkammer schließt sich der heute von Bundesministerin Margarete Schramböck öffentlich getätigten Aufforderung, nach der Coronakrise wieder mehr in Europa zu produzieren, an. Explizit nannte Schramböck in ihrem Statement die Pharma-Produktion.

„Wir unterstützen die Absicht der Ministerin voll und ganz. Die Auswirkungen von Corona zeigen tiefe Risse in einer der wichtigsten Säulen des Gesundheitswesens, der Arzneimittelversorgung. Die Krankheit verdeutlicht die bestehende Abhängigkeit Europas von Asien bei Produktion und Lagerung von Medikamenten. Die derzeitige globale Krise führt uns diese Abhängigkeit schonungslos vor Augen und offenbart unsere Verwundbarkeit“, erklärt Mag. pharm. Christian Wurstbauer, Vizepräsident der Österreichischen Apothekerkammer. Es sei erfreulich, dass sich die Politik einer Verbesserung der entsprechenden Rahmenbedingungen bei Produktion, Import und Lagerung von Medikamenten im Sinne der österreichischen Bevölkerung aktiv annehmen wolle.

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Aufhebung der Ausgangsbeschränkungen: Aufatmen – aber bitte mit Maske!

Branchen News vom 29.04.2020

Apothekerkammer appelliert an Kundinnen und Kunden, Sicherheitsabstand und Maskenpflicht weiterhin zu beachten

Wien (OTS) – Die Apothekerkammer nimmt die erfreuliche Nachricht von der bevorstehenden Aufhebung der Corona-Ausgangsbeschränkungen zum Anlass, alle Kundinnen und Kunden der 1.400 Apotheken in Österreich um Beachtung der nach wie vor bestehenden Sicherheitsregeln zu ersuchen. „Zum Schutz der anderen Kundinnen und Kunden sowie des Apothekenpersonals bitten wir weiterhin um Einhaltung des Mindestabstands von einem Meter zu anderen Personen sowie um das Tragen eines Mund-Nasenschutzes. Nur so können wir gewährleisten, dass die Apotheke auch nach der Lockerung der Corona-Maßnahmen ein Ort der Sicherheit für die Bevölkerung bleibt“, gibt Mag. pharm. Susanne Ergott-Badawi, Präsidiumsmitglied der Österreichischen Apothekerkammer, bekannt.

Im Namen der Apothekerinnen und Apotheker dankt Ergott-Badawi den Menschen für ihre bisherige Kooperationsbereitschaft beim Besuch der heimischen Apotheken. „Die Akzeptanz der Bevölkerung für die dort notwendigen Sicherheitsmaßnahmen ist seit Beginn der Coronakrise großartig. Dafür ein herzliches Dankeschön. Aber die Krise ist noch nicht vorbei, mein Appell lautet daher: Bitte halten Sie durch und befolgen Sie weiterhin die Sicherheitsregeln in den Apotheken! Wir, die Apothekerinnen und Apotheker, bleiben da. Für Sie“, so Ergott-Badawi. Ihr Tipp zum Schluss: „Freuen Sie sich über den bevorstehenden Schritt in Richtung Normalität und atmen Sie auf. Aber bedenken Sie: Das Aufatmen funktioniert auch mit Maske.“

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Österreichische Apothekerkammer
Kommunikation
Tel.: 01/404 14 DW 600
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Coronavirus: Planungssicherheit für Medikamentenversorgung ist wichtig

Branchen News vom 27.04.2020

Die Arzneimittel-Vollgroßhändler in Österreich haben einen Sicherheitsvorrat an versorgungskritischen Arzneimitteln eingerichtet

Wien (OTS) – Der österreichische Verband der Arzneimittel-Vollgroßhändler PHAGO bestätigt die Warnung des Apothekerverbandes vor künftigen Arzneimittelengpässen. Der Hauptgrund hierfür liege in der Konzentration der Arzneimittel-Wirkstoffe auf wenige asiatische Produktions-Standorte. Daher habe die Planungssicherheit vor Ort höchste Priorität, appelliert PHAGO-Präsident Andreas Windischbauer an die für die Arzneimittelversorgung relevanten Entscheidungsträger. Windischbauer: „Alle PHAGO-Betriebe haben einen Sicherheitsvorrat an versorgungskritischen Arzneimitteln eingerichtet.“

Der Zugriff und die regionale Verteilung an jede Apotheke in Österreich sei damit binnen weniger Stunden gewährleistet, betonen die Arzneimittel-Vollgroßhändler. In Krisenzeiten ebenso wichtig: Die beim Großhandel zur Verteilung stehende Menge an benötigten Medikamenten könne jederzeit erhoben werden. Die Gesundheitsbehörde habe somit einen schnellen Überblick über die aktuelle Versorgungslage.

Das gilt insbesondere für das laufende Monitoring von potentiell versorgungskritischen Arzneimitteln, über die Indien ein Exportverbot erlassen hat. Trotzdem kann es laut Arzneimittel-Vollgroßhandel bei einzelnen Medikamenten zu Lieferengpässen kommen.

Aktuell sind in dem seit 1. April verpflichtenden „Vertriebseinschränkungsregister“ 380 Produkte mit Lieferverzögerungen und Ausfällen gemeldet.

Der Voll-Großhandel verfolgt parallel dazu mit seinem Arzneimittel-Radar die laufende Entwicklung des Arzneimittel-Bedarfs. Hier stellt er aktuell einen deutlichen Rückgang bei allen Therapiegruppen fest, den größten weiterhin bei Antibiotika (Zeitraum: Woche 16. Bis 22.04.2020 im Vergleich zu 2019).

Antibiotika – 57 %

Mittel zur Regulierung des Blutdrucks – 36 %

Antidiabetika – 35 %

Cholesterinsenker – 29 %

Schmerz-Medikamente – 28 %

Psychopharmaka – 20 %

Mittel zur Behandlung
koronarer Herzkrankheiten – 2 %

Über PHAGO:

PHAGO ist eine freiwillige Interessenvertretung des österreichischen Arzneimittel-Vollgroßhandels. Dessen wichtigste Aufgabe ist die Sicherstellung der Arzneimittelversorgung für Österreich.
Als Rückgrat der Arzneimittelversorgung kümmert sich der Großhandel daher um die Planung, Abwicklung und Auslieferung von 20 Millionen Arzneimitteln, die jedes Monat von der Industrie in die Apotheke gebracht werden müssen. Um besonders in der Krise schnell reagieren zu können, beobachten die PHAGO-Großhändler genau, wie sich die Lagerstände in ihren 23 Standorten in ganz Österreich entwickeln.

Rückfragen & Kontakt:

Für PHAGO:
Mag. Britta Blumencron
Britta Blumencron Gesundheitskommunikation
Tel. + 69910112223

APA OTS

OECD: Apotheken sollen Medikamente mehrmals abgeben dürfen

Branchen News vom 27.04.2020

Empfehlung: Wiederholungsrezepte als Mittel gegen die Corona-Pandemie

Wien (OTS) – Auch in Österreich sollen Apothekerinnen und Apotheker ein Medikament nach Vorlage eines Rezepts mehrmals an Patientinnen und Patienten abgeben dürfen und damit dem Beispiel anderer Länder folgen. Dies empfiehlt die Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in ihrem aktuellen Bericht „Flattening the covid-19 peak: Cointainment and mitigation policies“, der Richtlinien zur Eindämmung der Corona-Pandemie in den 36 Mitgliedstaaten zum Gegenstand hat. Darin explizit angesprochen wird die Möglichkeit für Apothekerinnen und Apotheker, Wiederholungsrezepte zu bedienen.

Unter einem Wiederholungsrezept wird die wiederholte Abgabe einer Dauermedikation nach erstmaliger Verschreibung durch den Arzt verstanden. Das heißt, der Patient kann das vom Arzt ausgestellte Rezept im Laufe eines definierten Zeitraums mehrmals in der Apotheke einlösen, wobei die Apotheke auf die korrekte Anwendung achtet. Der Patient erspart sich dadurch unnötige Wege; er muss den Arzt erst dann wieder aufsuchen, wenn eine ärztliche Kontrolle erforderlich ist oder die Apotheke zum Arztbesuch rät.

WHO: „Apothekerschaft an vorderster Front“

Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat unlängst Leitlinien und Aktionspunkte veröffentlicht, in denen Apotheken und Apotheker als wichtiger Teil der Lösung der COVID-19 Krise anerkennt werden. Beispielhaft wird angeführt, dass Apotheker an vorderster Front stehen, die Arzneimittelversorgung auch unter Krisenbedingungen mit viel Engagement aufrechterhalten und man sich bei der Lösung von Lieferschwierigkeiten auf sie verlassen kann.

„Die explizite Nennung der Apothekerschaft durch überstaatliche Organisationen wie OECD und WHO in der Coronakrise unterstreicht die Bedeutung des Apothekerberufs für die Menschen in dieser schwierigen Zeit“, zeigt sich Mag. pharm. Dr. Ulrike Mursch-Edlmayr, Präsidentin der Österreichischen Apothekerkammer, überzeugt.

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Oberösterreichische Apotheken sind Garant für sichere Arzneimittel

Branchen News vom 23.04.2020

Veitschegger und Aichberger: Umfassende Versorgung und Information gewährleistet

Linz (OTS) – Auf den besonders in Zeiten der Coronavirus-Krise wachsenden Handel mit gefälschten Arzneimitteln machen der Präsident der Oberösterreichischen Apothekerkammer Mag. pharm. Thomas W. Veitschegger und Vizepräsidentin Mag. pharm. Monika Aichberger aufmerksam. „Gefälschte oder fehlerhafte Arzneimittel gefährden die Gesundheit. Wir appellieren an die Oberösterreichische Bevölkerung, auch jetzt in der Corona-Krisensituation ihre Medikamente in der Apotheke vor Ort zu kaufen“, so Veitschegger und Aichberger unisono.

Im Unterschied zum Online-Markt bieten die Oberösterreichischen Apotheken einen sicheren Zugang zu Medikamenten und betreuen und informieren die Menschen umfassend. „Vor allem chronisch Kranke, Risikopatientinnen und –patienten mit Diabetes und Herz-Kreislauferkrankungen sowie ältere Menschen benötigen jetzt unsere besondere Aufmerksamkeit“, hebt Präsident Thomas W. Veitschegger hervor.

Die Versorgung der Bevölkerung durch Apotheken in ganz Oberösterreich ist auch in dieser herausfordernden Zeit gewährleistet, unterstreicht Vizepräsidentin Monika Aichberger. „Die Corona-Krisensituation zeigt sehr deutlich, wie wichtig die Apotheken als vertrauensvolle Anlaufstelle für Medikamente, Desinfektionsmittel und gesundheitliche Fragen sind. Wir Apothekerinnen und Apotheker sind für die Menschen immer da und garantieren auch jetzt die gesundheitliche Versorgung der Oberösterreichischen Bevölkerung“, so Vizepräsidentin Aichberger.

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Landesgeschäftsstelle Oberösterreich
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Coronavirus: zentraler Prozess zur Arzneimittelversorgung von COVID-19 therapierelevanten Arzneimitteln

Branchen News vom 23.04.2020

Intensive Zusammenarbeit von Pharma, Behörde und Apothekerkammer soll Arzneimittel-Versorgung von mit SARS-CoV-2 infizierten Patienten in Österreich sicherstellen.

Die funktionierende Versorgung der Patientinnen und Patienten mit sicheren Arzneimitteln hat oberste Priorität. Die Zusammenarbeit mit der pharmazeutischen Industrie und der Apothekerkammer funktioniert hier sehr gut. Wir sind in enger Abstimmung mit jenen Unternehmen, die über wichtige, in der Behandlung von COVID-19-Patienten eingesetzte Arzneimittel verfügen. Als Schnittstelle zwischen den Unternehmen und nominierten Krankenhausapothekern pro Bundesland, die als sogenannte COVID-19-Single Point of Contact für dieses Bundesland fungieren, können wir einen wesentlichen Beitrag leisten, dass diese Arzneimittel rasch und direkt in jene Krankenhäuser gelangen, in denen COVID-19-Patienten behandelt werden, und zwar in ganz Österreich.“
Dr. Christa Wirthumer-Hoche, Leiterin des Bundesamtes für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG)
Wir haben uns an der Erarbeitung dieses Prozesses aktiv und mit fachlicher Expertise beteiligt, weil es wichtig ist, dass die Medikamente, die die Unternehmen zur Verfügung stellen, direkt und schnell zu jenen Patienten gelangen, die sie benötigen. Das wird mit diesem Prozess behördlich sichergestellt und die Versorgungssicherheit wird damit in dieser schwierigen Situation erhöht
Mag. Alexander Herzog, Generalsekretär der PHARMIG

Wien (OTS) – Unter Federführung des Bundesamts für Sicherheit im Gesundheitswesen BASG und der Österreichischen Apothekerkammer wurde ein Prozess etabliert, um Arzneimittel zur experimentellen Anwendung bei der Behandlung von Corona-Patienten bereitzustellen. „Wir haben uns an der Erarbeitung dieses Prozesses aktiv und mit fachlicher Expertise beteiligt, weil es wichtig ist, dass die Medikamente, die die Unternehmen zur Verfügung stellen, direkt und schnell zu jenen Patienten gelangen, die sie benötigen. Das wird mit diesem Prozess behördlich sichergestellt und die Versorgungssicherheit wird damit in dieser schwierigen Situation erhöht“, so Alexander Herzog, Generalsekretär der PHARMIG.

BASG-Leiterin Dr. Christa Wirthumer-Hoche erläutert Beweggrund und Ziel des Prozesses: „Die funktionierende Versorgung der Patientinnen und Patienten mit sicheren Arzneimitteln hat oberste Priorität. Die Zusammenarbeit mit der pharmazeutischen Industrie und der Apothekerkammer funktioniert hier sehr gut. Wir sind in enger Abstimmung mit jenen Unternehmen, die über wichtige, in der Behandlung von COVID-19-Patienten eingesetzte Arzneimittel verfügen. Als Schnittstelle zwischen den Unternehmen und nominierten Krankenhausapothekern pro Bundesland, die als sogenannte COVID-19-Single Point of Contact für dieses Bundesland fungieren, können wir einen wesentlichen Beitrag leisten, dass diese Arzneimittel rasch und direkt in jene Krankenhäuser gelangen, in denen COVID-19-Patienten behandelt werden, und zwar in ganz Österreich.“

Dieser Prozess wurde in den letzten Tagen unter der Leitung des Gesundheitsministeriums und des Bundesamts für Sicherheit im Gesundheitswesen aufgesetzt und mit allen beteiligten Stakeholdern, insbesondere der Apothekerkammer und der PHARMIG abgestimmt.

„Nicht nur mit unseren Produkten, sondern ganz klar auch in der Interaktion mit der Behörde und den Ministerien leisten wir damit einen wichtigen Beitrag, um die derzeitige Krise bestmöglich zu meistern“, zieht Herzog eine erste Bilanz nach Einführung dieses Prozesses. „Wir werden alles daran setzen, dass alle Patientinnen und Patienten in Österreich auch in Zeiten der Pandemie bestens versorgt sind“, so Herzog.

Über die PHARMIG: Die PHARMIG ist die freiwillige Interessenvertretung der österreichischen Pharmaindustrie. Derzeit hat der Verband ca. 120 Mitglieder (Stand April 2020), die den Medikamenten-Markt zu gut 95 Prozent abdecken. Die PHARMIG und ihre Mitgliedsfirmen stehen für eine bestmögliche Versorgungssicherheit mit Arzneimitteln im Gesundheitswesen und sichern durch Qualität und Innovation den gesellschaftlichen und medizinischen Fortschritt.

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PHARMIG – Verband der pharmazeutischen Industrie Österreichs
Peter Richter, BA MA MBA
Head of Communications & PR
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Österreichischer Apothekerverband warnt: Arzneimittel-Abhängigkeit von Asien birgt große Gefahren für Österreich

Branchen News vom 22.04.2020
Eines macht uns die Krise im Gesundheitsbereich besonders deutlich. Die Gesundheitssysteme in Europa sind in einem alarmierenden Maß von Asien abhängig! Und da spreche ich nicht nur für die Apothekerschaft, die sich mit der Herausforderung konfrontiert sieht, dass wichtige Arzneimittel drohen aus zu gehen, denn auch Schutzmasken und Handschuhe sind von den Engpässen betroffen
Mag. pharm. Jürgen Rehak, Präsident des Österreichischen Apothekerverbands
Um Lieferengpässen entgegenzuwirken, müssen wir auf einen Wiederaufbau der Arzneimittel-Produktion in Europa setzen, um die Abhängigkeit mittel- und langfristig zu reduzieren. Das ist eine gesamteuropäische Aufgabe und es ist unsere einzige Chance!
Mag. pharm. Jürgen Rehak, Präsident des Österreichischen Apothekerverbands
Diese selbstverschuldete Verletzlichkeit der österreichischen und europäischen Gesundheitsversorgung muss strategisch und konsequent repariert werden
Mag. pharm. Jürgen Rehak, Präsident des Österreichischen Apothekerverbands

Wien (OTS)

  • Präsident Jürgen Rehak fordert „Wiederaufbau“ der Pharma-Produktion in Europa
  • Engpässe im Bereich der Schmerzmittel auch in Zukunft zu erwarten
  • Produktionsland Indien verhängte in Krisenzeiten Exportverbote für 26 Arzneistoffe, darunter Paracetamol
  • Apothekerinnen und Apotheker investieren viel Zeit und Herzblut in das Besorgen von nicht lieferbaren Medikamenten

„Eines macht uns die Krise im Gesundheitsbereich besonders deutlich. Die Gesundheitssysteme in Europa sind in einem alarmierenden Maß von Asien abhängig! Und da spreche ich nicht nur für die Apothekerschaft, die sich mit der Herausforderung konfrontiert sieht, dass wichtige Arzneimittel drohen aus zu gehen, denn auch Schutzmasken und Handschuhe sind von den Engpässen betroffen“, warnt Mag. Jürgen Rehak in der sechsten Woche der Ausgangsbeschränkungen.

Die Ursachen für Lieferengpässe bei Arzneimitteln sind zwar mehrdimensional, einer der wichtigsten Gründe liegt aber in der verlagerten Produktion. In unserer globalisierten Welt wird der Großteil der Medikamente an wenigen Standorten in China und Indien produziert, die inzwischen schon eine Beinahe-Monopol-Stellung eingenommen haben. Treten daher in einem Land Produktionsprobleme oder gar Lieferstopps auf, wirken sie sich weltweit aus – das spürt man auch in Österreich. Hinzu kommt, dass Österreich im Arzneimittelsektor ein Niedrigpreisland ist und ein dementsprechend wenig attraktiver Absatzmarkt. Großhandel und Apotheken sind daher mit anfälligen und sensiblen Lieferketten, einer Zentralisierung der Produktion und steigenden Verfügbarkeitsproblemen durch Preissenkungen bei den Medikamenten konfrontiert. Somit ist für Mag. Jürgen Rehak klar: „Um Lieferengpässen entgegenzuwirken, müssen wir auf einen Wiederaufbau der Arzneimittel-Produktion in Europa setzen, um die Abhängigkeit mittel- und langfristig zu reduzieren. Das ist eine gesamteuropäische Aufgabe und es ist unsere einzige Chance!“.

Der Österreichische Apothekerverband appelliert deshalb an die Bundesregierung sowie die großen Pharmafirmen, sich bewusst zu machen, dass man sich hier einer Gefahr aussetzt. Denn nicht nur Schmerzmittel werden in Österreich knapp, auch Antibiotika kommen fast ausschließlich aus Asien und können im schlimmsten Fall – wie das Exportverbot von 26 Arzneistoffen aus Indien beweist – mit Ausfuhrverboten belegt werden. „Diese selbstverschuldete Verletzlichkeit der österreichischen und europäischen Gesundheitsversorgung muss strategisch und konsequent repariert werden“, fordert Verbandspräsident Mag. Jürgen Rehak.

Doch noch müssen sich die Österreicherinnen und Österreicher nicht besorgt zeigen. Denn den Patientinnen und Patienten weiterzuhelfen, ist beruflicher Auftrag und persönliche Verantwortung aller Apothekerinnen und Apothekern in Österreich. Als direkte Ansprechpartner der Kundinnen und Kunden sind sie unmittelbar von dem Problem Lieferengpass betroffen. In derartigen Situationen geht es dann darum, ein nicht lieferbares Medikament trotzdem zu besorgen oder, nach Rücksprache mit dem Arzt, auf ein wirkstoffgleiches Medikament auszuweichen. Im Einzelfall, wenn nicht anders möglich, besorgen Apothekerinnen und Apotheker die notwendigen Medikamente auch aus dem Ausland. Es handelt sich um eine ‚Erste Hilfe‘ für die Patientinnen und Patienten – schnell und effizient – ohne zusätzliche Entlohnung dieser zeitintensiven Zusatzleistung.


Über den Österreichischen Apothekerverband

Der Österreichische Apothekerverband ist die freiwillige Interessenvertretung der selbständigen Apothekerinnen und Apotheker in Österreich. Nahezu 95 Prozent der Apothekeninhaber sind Mitglieder des Apothekerverbandes, der sie in politischen, wirtschaftlichen, rechtlichen und fachlichen Belangen nach innen und nach außen vertritt. Im Fokus der Verbandstätigkeit steht die Sicherung der wirtschaftlichen Zukunft der Apotheken, damit diese ihre Aufgaben für die Gesundheit der österreichischen Bevölkerung bestmöglich erfüllen können. Als verantwortungsvoller und essenzieller Akteur im österreichischen Gesundheitssystem gestaltet der Apothekerverband die Zukunft der Apotheken – im Sinne seiner mehr als 1.400 Mitglieder – aktiv mit und rückt deren große Bedeutung für Österreich ins Bewusstsein von Politik und Bevölkerung.

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Österreichischer Apothekerverband
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Gefälschte Medikamente: Apothekerkammer warnt

Branchen News vom 22.04.2020

Coronakrise: Illegaler Handel mit wirkungslosen, oftmals gesundheitsgefährdenden Arzneimitteln läuft auf Hochtouren

Wien (OTS) – Angesichts sich häufender Meldungen über das Eindringen gefälschter Arzneimittel nach Österreich warnt die Apothekerkammer die Bevölkerung erneut vor dem Erwerb derartiger illegaler Produkte. „Kriminelle Banden setzen gerade in der Coronakrise auf die Verunsicherung und das mangelnde Fachwissen der Menschen. Diese illegalen Händler versuchen, gefälschte, wirkungslose Medikamente und geschmuggelte Schutzmasken in Österreich abzusetzen. Bei derartigen verbotenen Produkten gibt es keine Qualitäts- und Herkunftskontrolle. Die Kriminellen setzen damit die Gesundheit der Menschen aufs Spiel. Darüber hinaus verursacht der illegale Medikamentenschmuggel volkswirtschaftliche Schäden in Milliardenhöhe“, warnt Mag. pharm. Raimund Podroschko, Vizepräsident der Österreichischen Apothekerkammer.

Die Apotheke als „sicherer Hafen“

„Der einzig sichere Weg für die Bevölkerung aus diesem Dilemma ist jener in die öffentliche Apotheke“, fährt Podroschko fort. „Nur dort sollten Sie Medikamente kaufen. Denn nur in der Apotheke haben Sie eine hundertprozentige Sicherheit, dass es sich nicht um Fälschungen handelt. Aufgrund der strengen Auflagen, Sicherheitskontrollen und der engmaschigen Lieferkette haben Fälscherbanden in den heimischen Apotheken keine Chance. Beim Thema Medikamentenfälschungen bedarf es der verstärkten Aufklärung und der Beratung. So weiß die Hälfte der Österreicherinnen und Österreicher nicht einmal, dass in Österreich zum Beispiel der Verkauf von rezeptpflichtigen Medikamenten im Internet verboten ist. Die Beratung zum Thema Arzneimittel ist eine Kernkompetenz der Apothekerschaft. Und das rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr. Wir, die Apothekerinnen und Apotheker, sind da für die Menschen. Und wir bleiben da.“

Und noch ein wichtiges Argument gegen den Erwerb illegaler Medikamente nennt Podroschko: „Nur über inländische Apotheken bezogene Arzneimittel werden im Rahmen der e-Medikation gespeichert und auf Wechselwirkungen geprüft.“

Die Folgen des Erwerbs illegaler Arzneimittel könnten gravierender sein als es sich viele Menschen vorstellen könnten, führt der Apothekerkammer-Vizepräsident abschließend aus: „Im besten Fall ist eine Medikamentenfälschung für den Betroffenen wirkungslos, im schlimmsten Fall gesundheitsschädigend oder sogar tödlich.“

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Apothekerschaft: Auf Impfungen jetzt nicht vergessen

Branchen News vom 20.04.2020

Anlässlich der Europäischen Impfwoche vom 20. bis 26. April appellieren die Apotheker, trotz der derzeitigen Situation nicht auf (Auffrischungs-) Impfungen zu vergessen.

Wien (OTS) – Das Impfen ist eine einfache und vor allem sehr wirksame Vorsorgemaßnahme, um sich gegen schwere Krankheiten und all ihre negativen Auswirkungen zu schützen. Dies zeigt derzeit das Corona-Virus sehr deutlich. Ohne einen wirksamen und verträglichen Impfstoff führt langfristig kein Weg aus der Krise. Umso notwendiger wird es sein, sobald der Impfstoff zugelassen und verfügbar ist, alle Menschen möglichst rasch zu impfen. „Eine hohe Durchimpfungsrate gegen Covid-19 zu erzielen und somit wieder in ein ‚normales’ Leben zurückzukehren, wird für alle Menschen das größte Anliegen sein. Hier können die Apothekerinnen und Apotheker mit Rat und Tat unterstützen“, bekräftigt Mag. pharm. Dr. Gerhard Kobinger, Mitglied des Präsidiums der Österreichischen Apothekerkammer.

Trotz der aktuellen Lage darf aber nicht auf die anderen, bereits verfügbaren Schutzimpfungen vergessen werden. Es ist wichtig, regelmäßig den Impfstatus kontrollieren zu lassen. „Wir Apothekerinnen und Apotheker beraten und informieren natürlich auch hinter Plexiglas und mit Nasen-Mund-Schutz über Schutzimpfungen. Neben der fachkundigen Beratung könnten die Apotheken einen zusätzlichen niederschwelligen Zugang zu Impfungen bereitstellen und damit dazu beitragen, die Impfraten zu steigern. Mit rund 400.000 Kundenkontakten pro Tag sind die Apotheken ideale Partner und bestens geeignet, um den niedrigen Durchimpfungsraten entgegenzuwirken“, istKobinger überzeugt.

Zecken-Impfaktion in allen Apotheken

Gerade jetzt zu Beginn der warmen Zeit ist an die Impfung gegen FSME zu denken. Die Zeckenschutzimpfung stellt den einzigen, aber effektiven Schutz vor einer Infektion mit dem FSME-Virus dar. „Spätestens jetzt, wo die Zecken wieder aktiv sind und sich die Menschen durch gelockerte Ausgangsbeschränkungen wieder mehr in der Natur aufhalten, sollte an eine Auffrischung der Impfung gedacht werden“, erklärt der Apotheker. Bis 31. August bieten alle österreichischen Apotheken die FSME-Impfstoffe zum vergünstigten Preis an. Darüber hinaus gewähren fast alle Krankenkassen einen ganzjährigen Kostenzuschuss. Um das Handling für die Kunden möglichst einfach zu gestalten, wird der Kostenzuschuss direkt in der Apotheke vom Aktionspreis abgezogen.

„Vergessen Sie aber nicht auf die anderen Krankheiten, die durch eine Impfung verhindert werden können. Ein Blick in den Impfpass zahlt sich immer aus! Gerne übernehmen das die Apothekerinnen und Apotheker und beraten Sie zu eventuell fehlenden oder anstehenden Impfungen“, so Kobinger.

Apotheken auf einen Blick

Die heimischen Apotheken spielen eine zentrale Rolle als Gesundheitsnahversorger. Ob Großstadt, Kleinstadt oder Gemeinde: Apotheken liefern Qualität auf höchstem Niveau. Insgesamt beraten rund 6.000 akademisch ausgebildete Apothekerinnen und Apotheker in 1.400 Apotheken die Bevölkerung in Gesundheitsfragen. Die Apotheker sind verpflichtet, sich regelmäßig fortzubilden. Die Beratungskompetenz ist eine der zentralen Leistungen der Apotheker. Zusätzlich erbringen über 350 Apothekerinnen und Apotheker Versorgungs- und Beratungsleistungen für die Patienten in den österreichischen Krankenanstalten.

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Lieferengpässe bei Medikamenten durch Corona: Produktionsstandort Europa stärken!

Branchen News vom 20.04.2020

Apothekerkammer fordert, Abhängigkeit von asiatischen Ländern zu reduzieren

Wien (OTS) – „Die Produktion von Arzneimitteln, die als Folge der Globalisierung heute fast zur Gänze in asiatischen Ländern wie China und Indien stattfindet, muss wieder zurück nach Europa geholt werden.“ Diese Forderung erhebt Mag. pharm. Christian Wurstbauer, Vizepräsident der Österreichischen Apothekerkammer. Hintergrund ist die Erwartung, dass sich das bestehende Problem der Medikamenten-Lieferengpässe in Folge der Coronakrise weiter verschärft.

„Die Auswirkungen der Krankheit zeigen tiefe Risse in einer der wichtigsten Säulen des Gesundheitswesens: der Arzneimittelversorgung. Corona verdeutlicht die bestehende Abhängigkeit Europas von Asien bei Produktion und Lagerung von Medikamenten. Die derzeitige globale Krise führt uns diese Abhängigkeit schonungslos vor Augen und offenbart unsere Verwundbarkeit“, erklärt Wurstbauer. Politik und Behörde seien jetzt dringend aufgerufen, für eine Verbesserung der entsprechenden Rahmenbedingungen bei Produktion, Import und Lagerung von Medikamenten zu sorgen.

Schon jetzt verbringen Apothekerinnen und Apotheker durchschnittlich zwei Stunden ihrer täglichen Arbeitszeit damit, vor Ort nicht erhältliche Arzneimittel für Patientinnen und Patienten zu beschaffen oder das Problem anderwärtig, etwa durch Ausweichen auf ein wirkstoffähnliches Produkt, zu lösen. „In mindestens 95 Prozent der Fälle gelingt uns dies, aber Corona wird das Problem vergrößern. Die Gratwanderung zwischen Lieferengpass und Versorgungsengpass wird immer steiniger. Eine drohende Verschärfung der Situation sollte Politik und Behörden ab sofort dazu veranlassen, einen Teil der Pharmaindustrie auf unseren Kontinent zurückzuholen“, so der dringende Appell des Apothekerkammer-Vizepräsidenten.

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Arzneimittelfälschungen: Lebensgefahr durch illegalen Handel

Branchen News vom 15.04.2020

PHARMIG warnt vor der Gefahr durch den verbotenen Handel mit gefälschten „rezeptpflichtigen“ Produkten im Internet. OECD-Report zeigt mögliche Auswirkungen auf Kindergesundheit.

Skrupellose Geschäftemacher locken im Internet Patienten mit scheinbar günstigen rezeptpflichtigen Arzneimitteln an. In Wirklichkeit handelt es sich dabei um mitunter lebensbedrohliche Medikamentenfälschungen. Der sicherste Weg, um Arzneimittel zu beziehen, ist und bleibt die legale Lieferkette, bestehend aus Hersteller, Großhandel und Apotheke. Dieser Weg wurde im Übrigen in den letzten Jahren durch neue Sicherheitsvorkehrungen noch sicherer vor dem Eindringen gefälschter Präparate gemacht
Mag. Alexander Herzog, Generalsekretär der PHARMIG

Wien (OTS) – Laut dem aktuellen Produktpirateriebericht des Bundesministeriums für Finanzen wurden 2019 insgesamt 337.291 gefälschte und andere illegale Medikamente vom österreichischen Zoll aufgegriffen. Auch wenn dies einen Rückgang im Vergleich zu den im Vorjahr aufgegriffenen 1,2 Millionen Präparaten darstellt, warnt PHARMIG-Generalsekretär Mag. Alexander Herzog vor den Gefahren, die weiterhin von dubiosen Onlineangeboten von Medikamenten für Patientinnen und Patienten ausgehen.

„Skrupellose Geschäftemacher locken im Internet Patienten mit scheinbar günstigen rezeptpflichtigen Arzneimitteln an. In Wirklichkeit handelt es sich dabei um mitunter lebensbedrohliche Medikamentenfälschungen. Der sicherste Weg, um Arzneimittel zu beziehen, ist und bleibt die legale Lieferkette, bestehend aus Hersteller, Großhandel und Apotheke. Dieser Weg wurde im Übrigen in den letzten Jahren durch neue Sicherheitsvorkehrungen noch sicherer vor dem Eindringen gefälschter Präparate gemacht“, erklärt Herzog.

Das Ausmaß der Gesundheitsgefährdung, das von Arzneimittelfälschungen ausgeht, ist verheerend: Bis zu 169.000 Kinder könnten beispielsweise jährlich an den Folgen gefälschter Arzneimittel zur Behandlung einer Lungenentzündung sterben, schätzen die Experten des aktuellen Berichts „Counterfeit Pharmaceutical Products“ der OECD und des Amtes der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO). Im Rahmen des Reports wurden die in der Zeitspanne zwischen 2014 und 2016 beschlagnahmten illegalen und gefälschten Arzneimittel untersucht. Dazu zählten laut Bericht vor allem Präparate zur Behandlung von Malaria, HIV und Krebs sowie Antibiotika, Schmerzmittel, Antidiabetika und viele weitere. „Das Bild, das der Bericht von den kriminellen Machenschaften mit gefälschten Arzneimitteln zeichnet, ist alarmierend“, sagt Herzog und verweist auf die wachsende Entwicklung des auf 0,84 Prozent gestiegenen Anteils des Handels mit Arzneimittelfälschungen am Welthandel.

Weiters warnt der Report der OECD, dass Patienten beim Kauf von vermeintlichen Medikamenten im Internet deutlich risikobereiter sind als im Alltag und sie damit negative Auswirkungen auf die eigene Gesundheit in Kauf nehmen. Dazu Herzog: „Wer keine eigentlich rezeptpflichtigen Arzneimittel im Internet kauft, legt Fälschern automatisch das Handwerk. Wer ein rezeptfreies Produkt lieber über ein Online-Portal bestellen möchte, der sollte sich jedenfalls vergewissern, dass es sich um eine zugelassene Online-Apotheke handelt. Das erfährt man auf der Übersicht des Bundesamts für Sicherheit im Gesundheitswesen über registrierte und geprüfte österreichische Versandapotheken.“

Über die PHARMIG: Die PHARMIG ist die freiwillige Interessenvertretung der österreichischen Pharmaindustrie. Derzeit hat der Verband 120 Mitglieder (Stand April 2020), die den Medikamenten-Markt zu gut 95 Prozent abdecken. Die PHARMIG und ihre Mitgliedsfirmen stehen für eine bestmögliche Versorgungssicherheit mit Arzneimitteln im Gesundheitswesen und sichern durch Qualität und Innovation den gesellschaftlichen und medizinischen Fortschritt.

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PHARMIG – Verband der pharmazeutischen Industrie Österreichs
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Appell der Apotheken: Sicherheitsvorschriften bitte weiterhin befolgen

Branchen News vom 15.04.2020

Apothekerinnen und Apotheker danken für die Kooperationsbereitschaft der Menschen

Wien (OTS) – Anlässlich der stufenweisen Öffnung vieler Geschäfte in Österreich und den damit verbundenen strengen Sicherheitsauflagen zur Vermeidung von Corona-Infektionen erinnern die Apothekerinnen und Apotheker an die weitere Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen auch in den Apotheken. „Aktuelle Vorgaben für die neugeöffneten Geschäfte, wie etwa das Einhalten eines Sicherheitsabstandes, gelten in den Apotheken bereits seit rund einem Monat. Unsere Erfahrungen in Bezug auf die Akzeptanz der Vorschriften durch die Bevölkerung sind sehr gut. Dazu gehört die Bereitschaft der Kundinnen und Kunden, gegebenenfalls vor dem Geschäft auf der Straße zu warten. Ich bedanke mich im Namen meiner rund 6.200 Kolleginnen und Kollegen bei allen Kundeninnen und Kunden für ihre Kooperationsbereitschaft und ihre Disziplin“, erklärt Mag. pharm. Dr. Ulrike Mursch-Edlmayr, Präsidentin der Österreichischen Apothekerkammer. Sie appelliert an alle Menschen, die Sicherheitsvorschriften in den nunmehr geöffneten Geschäften ebenso verständnisvoll zu befolgen wie jene in den Apotheken.

„Bitte beachten Sie, dass Sie als Patient bzw. Kunde jetzt auch beim Betreten der Apotheke eine medizinische Gesichtsmaske oder einen Mund-Nasen-Schnellschutz tragen müssen“, ergänzt die Präsidentin und bekräftigt: „Wir, die Apothekerinnen, Apotheker und unsere Teams, sind rund um die Uhr für Sie da. Und wir bleiben da. Für Sie.“

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Apothekerinnen und Apotheker: „Wir bleiben da“

Branchen News vom 09.04.2020

Flächendeckende Bereitschaftsdienste der Apotheken besonders auch zur Osterzeit

Wien (OTS) – „Wir bleiben da. Für Sie.“ Anlässlich der bevorstehenden Osterfeiertagen wiederholen Apothekerinnen und Apotheker ihre Botschaft an die Bevölkerung: „Wir bleiben da, um Sie zu versorgen. Unser dichtes, flächendeckendes Netz von Apotheken mit Bereitschaftsdiensten auch an den Wochenenden und in der Nacht garantiert die Versorgung der Bevölkerung mit dringend benötigten Arzneimitteln. Dies gilt natürlich auch für die Osterfeiertage. Das ist wichtig, denn wie wir alle wissen, halten sich Krankheiten nicht an die üblichen Öffnungszeiten“, erklärt Mag. pharm. Christian Wurstbauer, Vizepräsident der Österreichischen Apothekerkammer. Die Apotheke um’s Eck ist nicht weit: In der Regel ist die nächste Apotheke zeitnah zu erreichen.

Die öffentlichen Apotheken zählen in Krisenzeiten wie der jetzigen zur sogenannten „kritischen Infrastruktur“. „Das bedeutet, dass sie von wesentlicher Bedeutung für die Aufrechterhaltung wichtiger gesellschaftlicher Funktionen sind. Dazu gehört das Gesundheitswesen“, führt Wurstbauer aus. Seine beruhigende Nachricht an die Bevölkerung lautet: „Wir, die Apothekerinnen und Apotheker von der Apotheke um’s Eck, werden Sie nicht im Stich lassen und Ihnen immer helfend zur Seite stehen – egal, ob plötzliche Kopfschmerzen, Verdauungsprobleme nach der Osterjause, Erkältungs- oder Allergiesymptome. Wir bleiben da. Für Sie.“

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Wie pharmazeutische Unternehmen zur Krisenbewältigung beitragen

Branchen News vom 09.04.2020

Vielfältige Maßnahmen helfen, die Versorgung der lokalen Bevölkerung und von Patientinnen und Patienten weltweit zu verbessern.

Weltweit und auch in Österreich setzen die Produktions- und Vertriebsunternehmen im Arzneimittelsektor wertvolle Maßnahmen, um Institutionen zu unterstützen und Personen in Not unter die Arme zu greifen
Mag. Alexander Herzog, Generalsekretär der PHARMIG

Wien (OTS) – Neben der Erforschung wirksamer medikamentöser Therapien leisten pharmazeutische Unternehmen auch auf andere Weise einen Beitrag zur Bewältigung der Corona-Krise, nämlich durch Geld- und Sachspenden, durch Bereitstellung von speziell geschultem Personal oder auch durch die Unterstützung bei der Lieferung wichtiger Medikamente an Personen, die ihr Zuhause nicht verlassen können. „Weltweit und auch in Österreich setzen die Produktions- und Vertriebsunternehmen im Arzneimittelsektor wertvolle Maßnahmen, um Institutionen zu unterstützen und Personen in Not unter die Arme zu greifen“, so Alexander Herzog, Generalsekretär der PHARMIG.

Sie tun dies auf unterschiedliche Art und Weise: Viele leisten finanzielle Beiträge entweder über globale Fonds und Kooperationen oder auch gezielt an österreichische Organisationen, beispielsweise an das Österreichische Rote Kreuz durch Novartis oder an den Corona-Nothilfefonds der Caritas durch Pfizer.

Sachspenden kommen von vielen Unternehmen für unterschiedliche Regionen in Österreich: Bayer stattete Klinikpersonal des Allgemeinen Krankenhauses mit Atemschutzmasken und Einmal-Handschuhen aus, Novartis lieferte 30.000 Schutzmasken an Klinikpersonal in Tirol und AstraZeneca wird ebenfalls eine größere Anzahl solcher Masken spenden, und zwar an das Österreichische Rote Kreuz. Richter Pharma leistete in Oberösterreich einen wertvollen Beitrag, indem alle Polizeiwägen der Welser Polizei mit Handdesinfektionsmittel in geeigneten Größen ausgestattet wurden. Gemeinsam mit ERWO Pharma spendete das Unternehmen zudem Nahrungsergänzungsmittel zur Unterstützung des Immunsystems einerseits für Mitglieder des „Teams Österreich“, andererseits für Bedürftige.

Global gab es bisher Sachspenden von auch in Österreich vertretenen Unternehmen wie AstraZeneca in Italien (Mund-Nasen-Schutzmasken), Bayer in Deutschland (Geräte zur Virusdiagnostik), in den USA (rezeptfreie Medikamente und Multivitamine) und in Indien (Schutzausrüstung), Menarini Pharma in Italien und Merck in Deutschland (Desinfektionsgel). Bayer stellt zudem speziell geschultes Fachpersonal in Deutschland zur Verfügung, um die Testkapazität zu erhöhen.

Lokale Unterstützung leistet das PHARMIG-Mitglied Schwabe Austria: In Kooperation mit dem Apothekerverband und anderen Unternehmen bzw. Verbänden werden in einzelnen Orten Apotheken unterstützt, indem Außendienstpersonal Medikamente von Apotheken an Personen zustellt, die ihr Haus oder ihre Wohnung derzeit nicht verlassen können oder dürfen.

„Das sind viele unterschiedliche Maßnahmen, die die Unternehmen hier setzen. Abgesehen von der intensiven Suche nach einem Impfstoff und nach Behandlungsmöglichkeiten sind das erfreuliche Beiträge, die dazu dienen, die derzeitige Krise in Österreich und in der ganzen Welt zu bewältigen“, richtet Herzog seinen Dank in Richtung der Verbandsmitglieder.

Über die PHARMIG: Die PHARMIG ist die freiwillige Interessenvertretung der österreichischen Pharmaindustrie. Derzeit hat der Verband 120 Mitglieder (Stand April 2020), die den Medikamenten-Markt zu gut 95 Prozent abdecken. Die PHARMIG und ihre Mitgliedsfirmen stehen für eine bestmögliche Versorgungssicherheit mit Arzneimitteln im Gesundheitswesen und sichern durch Qualität und Innovation den gesellschaftlichen und medizinischen Fortschritt.

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PHARMIG – Verband der pharmazeutischen Industrie Österreichs
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