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Den Bluthochdruck unter Druck setzen

Branchen News vom 15.05.2019

Wien (OTS) – Den eigenen Blutdruck im Auge zu behalten, gilt als wichtige Voraussetzung für ein gesundes Leben. Besonders Bluthochdruck (Hypertonie) ist eine gefährliche chronische Krankheit, unter der bereits jeder vierte Mensch in Österreich leidet, im Alter sogar jeder zweite. „Viele Leute wissen nichts von ihrem Bluthochdruck. Denn im Gegensatz zu niedrigem Blutdruck ist Hypertonie sehr lange nicht spürbar“, warnt Mag. pharm. Susanne Ergott-Badawi, Präsidiumsmitglied der Österreichischen Apothekerkammer, anlässlich des Welt-Hypertonie-Tages am Freitag.

Umso wichtiger ist der Weg in die Apotheke. „Beim Thema Bluthochdruck ist dringend angeraten, die kompetente Beratung durch Apothekerinnen und Apotheker in Anspruch zu nehmen. Sie wissen alles über die richtige Medikation und deren Einnahme. Zudem geben sie Auskunft über mögliche unerwünschte Neben- und Wechselwirkungen der Medikamente. Und: In der Apotheke kann auch gleich der Blutdruck gemessen werden, gegebenenfalls wird man an den Arzt verwiesen“, führt Ergott-Badawi weiter aus.

Unbehandelter Bluthochdruck verursacht über längere Zeit hinweg Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzschwäche oder Gefäßerkrankungen und steigert das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall enorm. Bluthochdruck wird daher auch als „stiller Killer“ bezeichnet. Kommen noch weitere Faktoren wie Diabetes oder Rauchen hinzu, ist das Risiko für Thrombose, Herzinfarkt oder Schlaganfall besonders hoch.

Der jährlich weltweit stattfindende Welt-Hypertonietag soll auf die Gefahren des Bluthochdrucks aufmerksam machen und helfen, die Lebensqualität bis ins hohe Alter zu erhalten. Apothekerinnen und Apotheker bieten dabei ihre Unterstützung an.

Rückfragen & Kontakt:
Österreichische Apothekerkammer
Mag. Elisabeth Ort / Wolfgang Müller, MA MSc
Tel.: 01/404 14 – 600
E-Mail: presse@apothekerkammer.at

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Concierge-Telemedizin-System Einführung in die EU

Branchen News vom 14.05.2019

Viera, Florida (ots/PRNewswire) – Das Concierge Telemedicine-System (CTM) von Telemedicine Web Services, Inc. (TMWS) wird in Europa eingeführt, um den Bedarf an erschwinglicher, hochwertiger Telemedizin zu befriedigen. CTM bietet eine ideale Lösung, um die medizinische Versorgung auf Arbeitsstätten, Pflegeheime, Schulen und Apotheken auszudehnen.

Das grundlegende CTM-Prüfungskit umfasst:

  • Web RTC-basierte Videokonferenzsoftware mit Bandbreitenkontrolle.
  • Telemedizin-Software, mit der der entfernte Kliniker die medizinischen Geräte steuern kann.
  • PCP-USB-Telemedizin-Stethoskop.
  • Blutdruckmessgerät. (Andere optionale medizinische Geräte sind verfügbar.)
  • Universelle Untersuchungskamera mit Lichtringbefestigung für qualitativ hochwertige Untersuchungen von Hautstellen, Wunden und Kehle.
  • Ein Otoskop-Spekulum, das in den Lichtring passt, um eine klinische HNO-Untersuchungsfunktion zu schaffen.
  • Möglichkeit zum Speichern und Abrufen von Schnappschüssen, Stethoskop-Audioaufnahmen und Messungen von medizinischen Geräten.

Die einfache Bedienung lässt sich am besten mit dem PCP-USB-Stethoskop von RNK Products Inc. veranschaulichen, das keine Bedienelemente des Benutzers enthält und keine Batterien benötigt. Der Patient muss lediglich das Bruststück gemäß den Anweisungen des entfernten Klinikers platzieren. Dies bietet eine Leistung auf Krankenhausebene mit verbraucherfreundlichem Betrieb.

Der Geschäftsfall für CTM kann durch die neuen Erstattungsregeln für Apotheken in Frankreich demonstriert werden. CTM ist preislich so festgelegt, dass Value Added Resellers (VAR) in Frankreich und Apothekeninhaber Apothekerpatienten mit Telemedizin gewinnbringend versorgen können.

(Bei einer Erstattung der Telemedizin-Ausrüstung in Höhe von 1.225 EUR könnte ein VAR beispielsweise eine CTM für weniger als 1.000 EUR an eine Apotheke verkaufen, womit er die Konkurrenz übertrifft und gleichzeitig eine erhebliche Gewinnspanne erzielt.)

TMWS beginnt gerade mit dem Vertrieb in Europa und ist daran interessiert, Marketingpartnerschaften, Geschäftsbeziehungen und Finanzierungsbeziehungen aufzubauen, um die neuen Telemedizin-Möglichkeiten in Europa zu nutzen.

Informationen zu Telemedicine Web Services, Inc.

TMWS ist ein Technologie-Innovator, der seine Telehealth-Lösungen über Value Added Reseller (VAR) vermarktet. Indem jeder VAR die Flexibilität hat, sein eigenes Modell für Mehrwertprodukte zu strukturieren, kann TMWS die Nachfrage nach Telemedizin für Verbraucher zu einem wettbewerbsfähigen Preis erfüllen. www.concierge-telemedicine.com

Informationen zu RNK Products, Inc .

RNK Products, Inc. wurde 2003 gegründet und ist auf elektronische und telemedizinische Stethoskope spezialisiert, und zwar sowohl unter dem eigenen Label Telehealth Technologies als auch unter den Eigenmarken seiner Value-Added-Reseller. RNK bietet eine Reihe von Stethoskopen für jedes institutionelle oder Heimtelemedizin-Programm an. https://rnkproducts.com

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Damit dem Asthma die Luft wegbleibt

Branchen News vom 06.05.2019

Wien (OTS) – Der Volkskrankheit Asthma den Kampf ansagen: Die Österreichische Apothekerkammer verweist anlässlich des alljährlichen Welt-Asthma-Tages am Dienstag auf die wichtige Rolle von Apothekerinnen und Apothekern bei der Behandlung der chronischen Atemwegserkrankung sowie bei der Beratung von Betroffenen. Bis zu acht Prozent der Bevölkerung in Österreich leiden an Asthma, das sind mehr als 700.000 Menschen. Damit zählt Asthma zu den häufigsten chronischen Erkrankungen hierzulande.

Weltweit sind rund 340 Millionen Menschen von der Krankheit betroffen. Sorgen bereitet der Weltgesundheitsorganisation WHO, dass die Zahl der Erkrankten sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen stetig im Steigen ist. Es wird geschätzt, dass es im Jahr 2025 zwischen 400 und 450 Millionen Menschen mit Diagnose Asthma geben wird.

Expertise von Apothekerinnen und Apothekern gefragt

Umso wichtiger ist beim Thema Asthma die Rolle der Apothekerschaft. „Apothekerinnen und Apothekern kommt hier eine Schlüsselrolle zu“, bestätigt Mag. pharm. Christian Wurstbauer, Vizepräsident der Österreichischen Apothekerkammer: „Zunächst geht es um die Aufklärung und um die Beratung. Nicht zu Unrecht ist die Apotheke für die Menschen die erste Anlaufstelle in Gesundheitsfragen. Bei Asthma ist das Gespräch mit uns der einfachste Weg, sich zu informieren und wirkungsvolle Hilfe zu bekommen. Eine wissenschaftliche Untersuchung unter Beteiligung von Apothekerkammer-Pharmazeuten hat gezeigt, dass die korrekte Anwendung von Inhalatoren bei nur rund 30 Prozent liegt – mit negativen Folgen für den Krankheitsverlauf. Durch Intervention in der Apotheke kommt es laut der Untersuchung zu einer Verbesserung der korrekten Anwendung auf 72 Prozent“, so Wurstbauer weiter. Darüber hinaus fehle es den Patienten oft an Verständnis, warum sie bestimmte Medikamente nicht nur bei einem Anfall, sondern regelmäßig anwenden sollen. „Hier ist die Beratung durch eine Apothekerin oder einen Apotheker besonders wichtig – und zumeist auch erfolgreich“, ergänzt Wurstbauer.

Otto Spranger, Sprecher der Österreichischen Lungenunion und selbst Asthma-Patient, kann die hohe Bedeutung der apothekerlichen Hilfe beim Umgang mit der Atemwegserkrankung bestätigen: „Den Apothekerinnen und Apothekern kommt eine entscheidende Rolle bei der Erklärung der Handhabung der unterschiedlichen Inhalatoren zu“, weiß Spranger zu berichten.

Krankheitsbild Asthma

Asthma ist gekennzeichnet durch eine dauerhafte Entzündung der Atemwege. Daher sind eine möglichst frühzeitige Diagnose und eine gezielte medikamentöse Behandlung wesentlich, um ernsthafte Komplikationen zu verhindern. Charakteristisch für eine Asthma-Erkrankung sind Keuchen, Kurzatmigkeit, Engegefühl in der Brust und Husten. Diese Symptome variieren in Häufigkeit und Intensität, beschwerdefreie Intervalle werden dabei durch akute Asthmaanfälle, begleitet von limitiertem Ausatmungsluftstrom, unterbrochen. Auslöser sind häufig sportliche Betätigung, Lachen, Allergene oder kalte Luft. Die Beschwerden treten meist in Zusammenhang mit viralen Infekten auf oder werden durch diese verstärkt und verschlimmern sich häufig nachts oder beim Gehen bzw. Laufen.

Asthma in den Griff bekommen

Um eine bestmögliche Lungenfunktion sicherzustellen und die Beschwerden möglichst gering zu halten, ist eine individuelle, an den Patienten angepasste Behandlung extrem wichtig. Wurstbauer erläutert: „Betroffene müssen die ihnen verordneten Medikamente konsequent, regelmäßig und mit der richtigen Inhalationstechnik anwenden. Dabei unterstützen Apothekerinnen und Apotheker. Das erklärte Ziel ist, dass dem Asthma die Luft wegbleibt.“

Welt-Asthma-Tag am 7. Mai

Um das Bewusstsein für und die Behandlung von Asthma auf der ganzen Welt zu verbessern, findet jedes Jahr am ersten Dienstag im Mai der Welt-Asthma-Tag (engl. World Asthma Day) statt. Er wird seit 1998 von der Globalen Initiative für Asthma (GINA) organisiert.

Apotheken auf einen Blick

In Österreich spielen die öffentlichen Apotheken eine wichtige Rolle als Gesundheitsnahversorger. Ob Stadt oder Land: Die österreichischen Apotheken liefern Qualität auf höchstem Niveau. Insgesamt beraten rund 6.000 akademisch ausgebildete Apothekerinnen und Apotheker in 1.400 Apotheken die Bevölkerung in Gesundheitsfragen. Die Beratungskompetenz ist eine der zentralen Leistungen der Apotheker. Zusätzlich erbringen über 350 Apothekerinnen und Apotheker wertvolle Versorgungs- und Beratungsleistungen für die Patienten in den österreichischen Krankenanstalten.

Rückfragen & Kontakt:
Österreichische Apothekerkammer
Wolfgang Müller, MA MSc
Tel.: 01/404 14 – 600
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Vortrag für Patienten: Vorsicht Fälschung!

Branchen News vom 02.05.2019

Wien (OTS) – Laut dem Gesundheitsministerium sind 95% der von österreichischen Behörden aufgegriffenen Medikamente aus dem Internet Fälschungen oder Substandard.

Am 9. Februar 2019 wurde in Europa ein neues digitales Sicherheitssystem für rezeptpflichtige Arzneimittel eingeführt. Dies umfasst allein in Österreich 150 Millionen Arzneimittelpackungen pro Jahr. Damit wurde ein grundsätzlich sicheres System in das digitale Zeitalter überführt. Fälschungen, welche gesundheitsgefährdend sein oder gar zum Tode führen können, gelangen vor allem über den illegalen Online-Versandhandel zum Patienten. Umso wichtiger ist es, dass bei legalem Arzneimittelbezug in Apotheken oder Hausapotheken Fälschungen nachhaltig ausgeschlossen werden.

Neben den umfangreichen Vorkehrungen, die pharmazeutische Hersteller, Arzneimittel-Großhändler und Apotheker getroffen haben, stellt sich die Frage, worauf man als Patient achten kann. Wie genau hilft das neue System? Was passiert mit den alten Arzneimittelverpackungen, die vor der Umstellung eingeführt wurden? Wie minimiert man das Risiko gefälschte Arzneimittel zu beziehen? Welche wichtigen Hinweise kann die Verpackung liefern?

Antworten bietet der Vortrag

SERIALISIERUNG: DIE ECHTHEITS-PRÜFUNG VON ARZNEIMITTELN
von DR. WOLFGANG ANDIEL

Dr. Andiel ist Präsident des Österreichischen Generikaverbandes und Head External Affairs bei der Sandoz GmbH. Im Anschluss zum Vortrag haben Sie die Gelegenheit im Rahmen einer Diskussion Fragen zu stellen.

Datum:
23.05.2019
18:30 – 20:00 Uhr

Ort:
Österreichische Gesellschaft vom Goldenen Kreuze, Eingang Marco-d’Aviano-Gasse 1
Kärntner Straße 26/3
1010 Wien, Österreich

Der Eintritt ist frei – um Anmeldung wird jedoch gebeten: Telefonisch unter (01) 996 80 92, per E-Mail an gesellschaft@oeggk.at oder direkt über die Website: www.oeggk.at/angebot

Rückfragen & Kontakt:
Österreichische Gesellschaft vom Goldenen Kreuze
Mag. Miriam Eder, MA
PR & Kommunikation
01/ 996 80 92 – 40
eder@oeggk.at
www.oeggk.at

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Mensch und Tier: Apotheken sind für alle da

Branchen News vom 29.04.2019

Wien (OTS) – Apothekerinnen und Apotheker sind die am besten ausgebildeten Experten für Arzneimittel. Ihr Kompetenzbereich sind die Medikamente, ihre Zusammensetzung, Wirkungsweise, Lagerung und Zubereitung sowie vor allem die richtige Anwendung. Diese Kompetenzen kommen Menschen und Tieren gleichermaßen zugute. Ein weiterer unverzichtbarer Fachbereich der Apothekerschaft ist die individuelle Herstellung von Arzneimitteln nach tierärztlicher Verschreibung. Generell lässt sich sagen: Apothekerinnen und Apotheker sind DIE Arzneimittelexperten, egal, ob es sich um Medikamente für Menschen oder für Tiere handelt.

Falsche Medikamente sind falsche Freunde

Der Bezug von Arzneimitteln über die öffentliche Apotheke schließt jedes Sicherheitsrisiko aus. Und dieses Risiko ist angesichts der großen Zahl gefälschter Medikamente aus dem Internet enorm. „Sichere und geprüfte Arzneimittel erhält man ausschließlich über die Apotheke. Aufgrund der strengen Auflagen, engmaschigen Sicherheitskontrollen und einer hochwertigen Lieferkette haben Fälscherbanden in den österreichischen Apotheken keine Chance“, erklärt Mag. pharm. Dr. Ulrike Mursch-Edlmayr, Präsidentin der Österreichischen Apothekerkammer.

Beratung und Service in der Apotheke

Jede Nacht sowie an Wochenenden und Feiertagen haben rund 300 Apotheken in Österreich Bereitschaftsdienst und versorgen die Menschen rund um die Uhr mit Arzneimitteln – ein Service, das keine andere Berufsgruppe bietet. Eine durchschnittliche Apotheke hat ca. 6.000 unterschiedliche Medikamente auf Lager, in Summe rund 24.000 Arzneimittelpackungen. Die Apotheken werden mehrmals täglich beliefert.

Apotheken auf einen Blick

In Österreich spielen die öffentlichen Apotheken eine wichtige Rolle als Gesundheitsnahversorger. Ob Stadt oder Land: Die österreichischen Apotheken liefern Qualität auf höchstem Niveau. Insgesamt beraten rund 6.000 akademisch ausgebildete Apothekerinnen und Apotheker in 1.400 Apotheken die Bevölkerung in Gesundheitsfragen. Die Beratungskompetenz ist eine der zentralen Leistungen der Apotheker. Zusätzlich erbringen über 350 Apothekerinnen und Apotheker wertvolle Versorgungs- und Beratungsleistungen für die Patienten in den österreichischen Krankenanstalten.

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OÖ Apothekerkammer für Impfpflicht bei Gesundheitspersonal

Branchen News vom 23.04.2019

Linz (OTS) – Die Apothekerkammer Oberösterreich sieht den verpflichtenden Nachweis der im Österreichischen Impfplan festgelegten Immunisierungen bei Personen, die im Gesundheitswesen beschäftigt sind, als unumgänglich.

In den letzten Jahren häufen sich Fälle von Masern und anderen Krankheiten wie beispielsweise Keuchhusten in Österreich und den angrenzenden Nachbarländern. „Wie das jüngste Beispiel eines an Masern erkrankten Busfahrers in Klagenfurt zeigt, kann eine Person schnell zum potenziellen Infektionsherd werden. So etwas darf im Gesundheitsbereich auf keinen Fall passieren“, erklärt Mag. pharm. Thomas W. Veitschegger, Präsident der Apothekerkammer Oberösterreich. Denn gerade das Personal im Gesundheitswesen stehe immer im Erstkontakt mit Erkrankten, wodurch sie einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt sind.

Konkrete Daten über den Impfstatus von Personen, die im Gesundheitswesen beschäftigt sind, fehlen in Österreich. In diese Personengruppe fallen nicht nur Apothekerinnen und Apotheker, Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegepersonal, sondern auch andere Gesundheitsberufe wie Therapeutinnen und Therapeuten, Labor-, Sekretariats- und Reinigungspersonal sowie Personen in medizinischer Ausbildung. „Um sicher zu gehen, dass wir uns nicht selbst anstecken oder eine Krankheit übertragen, ist es zweckmäßig, wenn alle im Gesundheitswesen Beschäftigten einen verpflichtenden und aktuellen Impfnachweis über alle im Österreichischen Impfplan festgelegten Immunisierungen erbringen müssen“, ergänzt die Vizepräsidentin der Oberösterreichischen Apothekerkammer, Mag. pharm. Monika Aichberger.

Als besonders wichtig gilt eine hohe Durchimpfungsrate bei Erkrankungen, die von Mensch zu Mensch übertragen werden können. Daher sieht der Österreichische Impflan den Schutz vor MMR (Masern, Mumps, Röteln), Varizellen, Influenza, Diphtherie, Tetanus, Pertussis, Polio sowie Hepatitis B und A vor. In bestimmten Bereichen wird zusätzlich ein Impfschutz gegen Pneumokokken und Meningokokken vorgeschlagen. „Es ist wichtig, für diese Erkrankungen eine hohe Durchimpfungsrate zu erreichen. Denn all jene Personen, die aus bestimmten medizinischen Gründen nicht geimpft werden können, wie beispielsweise Neugeborene, sind besonders auf den Immunschutz ihres Umfeldes, den sogenannten Herdenschutz, angewiesen“, betonen der Präsident und die Vizepräsidentin unisono.

Rückfragen & Kontakt:
Österreichische Apothekerkammer
Landesgeschäftsstelle Oberösterreich
Mozartstraße 26, 4020 Linz
Tel.: 0732/770350
E-Mail: ooe@apothekerkammer.at

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Allergien: Hilfe kommt aus der Apotheke

Branchen News vom 17.04.2019

Wien (OTS) – Brennende und juckende Augen, rinnende Nase, häufiger Niesreiz, Schnupfen und Atembeschwerden: Der Pollenflug hat einsetzt und wird bis in den Herbst andauern. Damit hat für viele Menschen eine beschwerdevolle Zeit begonnen. „Erste Hilfe gegen allergische Reaktionen ist in den Apotheken erhältlich – hier gibt es eine Reihe von Präparaten, die die unangenehmen Allergiesymptome lindern können“, erklärt Mag. pharm. Raimund Podroschko, Vizepräsident der Österreichischen Apothekerkammer.

Speziell beim Thema Allergien komme der fachlichen Beratung durch eine Apothekerin bzw. einen Apotheker mit akademischer Ausbildung eine immense Wichtigkeit zu, fährt Podroschko fort. „Im Gegensatz zu ausländischen Versandapotheken, die mit billigen Preisen werben, oft jedoch keine ausreichende Beratungsleistung bieten, hat man es in der öffentlichen Apotheke mit den am besten ausgebildeten Experten für Arzneimittel zu tun. Der Kompetenzbereich der Apothekerinnen und Apotheker sind die Medikamente, ihre Zusammensetzung, Wirkungsweise, ihre Herstellung, Lagerung und Zubereitung und vor allem die richtige Anwendung. Im persönlichen Gespräch lassen sich alle weiteren Schritte abklären, gegebenenfalls wird man zum Arzt geschickt.“

Persönliches Beratungsgespräch im Sinne der eigenen Gesundheit

Die Apothekerinnen und Apotheker haben den notwendigen Überblick über die individuell einsetzbaren Arzneimittel. Sie wissen, wie und wann ein Medikament richtig eingenommen wird und wie hoch es zu dosieren ist. Sie beraten ihre Kunden über gefährliche Neben- und Wechselwirkungen. „Das alles kann eine Versandapotheke nicht bieten. Betroffene Personen sollten sich daher unbedingt vertrauensvoll an ihre Apothekerin oder ihren Apotheker wenden“, rät Podroschko.

Allergien im Vormarsch

Allergien sind heute weit verbreitet. Jede vierte Person in Österreich leidet darunter, Tendenz steigend. Eine Allergie ist eine Fehlfunktion in Form einer Überreaktion des Immunsystems. Dieses hat die Aufgabe, den Körper vor fremden Substanzen zu schützen. Bei einer Allergie reagiert unsere körpereigne Abwehr aber auf Stoffe, die für den Körper normalerweise harmlos sind – wie zum Beispiel Blüten- und Gräserpollen, Tierhaare, Pilzsporen oder Milcheiweiß. Bei allergischen Reaktionen wird vor allem Histamin freigesetzt, das für die bekannten und typischen Reaktionen verantwortlich ist.

Apotheken auf einen Blick

In Österreich spielen die öffentlichen Apotheken eine wichtige Rolle als Gesundheitsnahversorger. Ob Stadt oder Land: Die österreichischen Apotheken liefern Qualität auf höchstem Niveau. Insgesamt beraten rund 6.000 akademisch ausgebildete Apothekerinnen und Apotheker in 1.400 Apotheken die Bevölkerung in Gesundheitsfragen. Die Beratungskompetenz ist eine der zentralen Leistungen der Apotheker. Zusätzlich erbringen über 350 Apothekerinnen und Apotheker wertvolle Versorgungs- und Beratungsleistungen für die Patienten in den österreichischen Krankenanstalten.

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Kopfweh ade

Branchen News vom 16.04.2019

Ismaning (OTS) – Mal ist es ein einseitig stechender Schmerz, dann wieder ein dumpfes Dröhnen oder das Gefühl, als sei der Schädel in einen Schraubstock gezwängt – Kopfschmerzen treten in den unterschiedlichsten Formen auf. Quälend sind sie alle. Wer davon geplagt wird, hat meist nur einen Wunsch: dass es aufhört. Da ist der Griff zur Schmerztablette oft nahe liegend. Und wenn dies nur ab und zu der Fall ist, spricht auch nichts dagegen. Treten die Schmerzen allerdings häufig auf, sollte das Problem grundlegender angegangen werden. Denn oft kann beispielsweise ein Nährstoffmangel das wiederkehrende Leiden begünstigen.

Das gefürchtete „Gewitter im Kopf“

Insgesamt gibt es über 300 verschiedene Kopfschmerzarten, die medizinisch wiederum in die beiden Kategorien Spannungskopfschmerzen und Migränekopfschmerzen eingeteilt werden. Den Unterschied erklärt die Ärztin und Autorin Dr. med. Barbara Voll-Peters: „Migräne ist ein eigenständiges, chronisches Krankheitsbild. Während Spannungskopfschmerzen eher dumpf und drückend sind, fühlen sich Migräneschmerzen pochend und pulsierend an, wie ein ,Gewitter im Kopf‘. Sie treten bei mehr als zwei Drittel der Betroffenen nur auf einer Kopfseite auf. Hinzu kommen häufig Übelkeit und Erbrechen, teilweise schon vor dem Anfall auch die ,Aura‘ zum Beispiel mit Sehstörungen.“

Mineralstoffgehalt im Blut vermindert

Viele Kopfschmerz- und Migränepatienten weisen eine deutliche Verminderung des Magnesiumgehaltes im Blut auf. Typische Anzeichen weisen darauf hin. Dr. Voll-Peters: „Wer zusätzlich zu den Kopfschmerzen unter Muskelkrämpfen oder Muskelverspannungen leidet, beim Sport häufiger als gewohnt mit Zerrungen und anderen Muskelverletzungen zu kämpfen hat oder eventuell Diabetiker ist, hat eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für Magnesiummangel.“ Dieser führt dann zu einer Übererregbarkeit von Muskel- und Nervenfasern. Die möglichen Folgen sind Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich, die Spannungskopfschmerz auslösen können. Darüber hinaus kommt es zu einer Verengung der Gefäße im Gehirn, was zu einem Migräneanfall beitragen kann.

Experten empfehlen Magnesium-Therapie

Aus diesem Grund empfiehlt auch die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft in ihren Leitlinien zur Migräneprophylaxe 2x 300mg Magnesium pro Tag. „Dies beugt Migräneattacken vor, reduziert die Häufigkeit ihres Auftretens und die Dauer“, wie Dr. Voll-Peters erläutert. Tatsächlich zeigen wissenschaftliche Studien, dass die Einnahme über drei Monate sowohl die Anzahl der Migräneattacken als auch die Schmerzintensität der einzelnen Anfälle verringern kann. „Da Spannungskopfschmerzen meist unregelmäßiger und sporadischer auftreten als Migräneattacken, ist die Wirksamkeit der Magnesium-Einnahme hier schwerer zu beweisen, aber die langjährige Erfahrung belegt auch hier positive Effekte,“ betont Dr. Voll-Peters. Sinnvoll ist es dabei, auf ein hochwertiges Präparat aus der Apotheke zurückzugreifen. Bewährt hat sich etwa Magnesiumcitrat, das als natürlicher Baustein im Körper vorkommt und daher besonders gut verträglich sowie schnell aktiv ist. Es ist beispielsweise im Trinkgranulat Magnesium-Diasporal 300 mg enthalten. Unter www.diasporal.de können Sie sich zu weiteren Darreichungsformen, Dosierungen und Geschmacksrichtungen informieren.

Wichtig: „Wer keine stark eingeschränkte Nierenfunktion und keinen außergewöhnlich langsamen Herzschlag (Bradykardie) hat, kann übrigens unbedenklich auch langfristig Magnesium einnehmen. Überschüssiges Magnesium wird über die Nieren ausgeschieden“, erklärt Dr. Voll-Peters.

Experten-Frage: Kann man Magnesiummangel auch durch eine bewusste Ernährung entgegenwirken bzw. ihn ausgleichen?

„Ja und nein“, sagt die Ärztin. „Theoretisch ist eine ausreichende Magnesiumversorgung möglich, wenn man reichlich Hülsenfrüchte, Blattgemüse wie Spinat sowie Getreideprodukte verzehrt. Auch durch magnesiumreiches Mineralwasser kann man den Mineralstoff aufnehmen. Praktisch schaffen es aber ein Viertel der Gesamtbevölkerung und sogar jede zweite junge Frau nicht, genügend Magnesium mit der Nahrung aufzunehmen.“

Praktische Tipps bei Kopfschmerzen:

Spannungskopfweh bessert sich meist durch Bewegung und frische Luft. Ein Spaziergang oder eine Joggingrunde fördern die Durchblutung und versorgen das Gehirn mit Sauerstoff.

Bei Migräneattacken verschlechtert jede Bewegung den Zustand. Migränepatienten fühlen sich im abgedunkelten, ruhigen Zimmer in einer möglichst reizarmen Umgebung am wohlsten.

Der Brummschädel wird oft durch eine verkrampfte Muskulatur ausgelöst – ein warmes Vollbad, Dehnübungen oder ein erwärmtes Kirschkernkissen können die Verkrampfungen lösen.

Kopfschmerzen sind häufig die Folge einer zu geringen Flüssigkeitsaufnahme. Trinken Sie wenigstens zwei Liter über den Tag verteilt.

Stress führt immer wieder zu Kopfweh – Entspannungstechniken wie Yoga, Autogenes Training oder Meditation schaffen Ausgleich.

Bewusste Ernährung: Wer unregelmäßig und ungesund isst, leidet leicht unter abfallenden Zuckerspiegeln, die Kopfweh auslösen können. Achten Sie auf ausgewogene Kost mit Vollkornprodukten, Obst, Gemüse und Nüssen.

Rückfragen & Kontakt:
Protina Pharm. GmbH
c/o WEDOpress GmbH
Angelika Lemp
Sossenheimer Weg 50
65824 Schwalbach
T: 06196-9519968
F: 06196-9519970
E-Mail: angelika.lemp@wedopress.de

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Meilenstein bei E-Medikation: Pilotprojekte in Baden und Mödling erfolgreich abgeschlossen – Landesweite Ausrollung ab Juni 2019

Branchen News vom 15.04.2019

St. Pölten (OTS/NLK) – Mit Hilfe der E-Medikation können Ärzte und Apotheker erstmals alle Medikamente der Patientinnen und Patienten auf einen Blick einsehen. „Die Evaluierung der Pilotprojekte in den Bezirken Baden und Mödling liefern erfreuliche Zahlen. In der sogenannten Pilotregion N1 sind bereits 30 Prozent bei den Apotheken und 42 Prozent bei den Ärzten angeschlossen. Es ist zu erwarten, dass mit Ende April 80 Prozent erreicht werden“, so NÖGUS-Vorsitzender Landesrat Martin Eichtinger und weiter: „Somit können wir ab 6. Juni die E-Medikation flächendeckend in Niederösterreich anbieten.“

Die Ausrollung der E-Medikation erfolgt in vier Wellen für ganz Niederösterreich, in welchen die Bezirke freigeschalten und zur Umsetzung verpflichtet werden. Seit 14. März haben Ärzte und Apotheken in Baden und Mödling die Möglichkeit E-Medikation zu testen. Seit 4. April 2019, gilt bereits ein sogenannter Verpflichtungstermin in Baden und Mödling (Region N1). Bevor ein Medikament erstmals in der E-Medikationsliste und damit im ELGA aufscheint, müssen die Patientinnen und Patienten darüber aufgeklärt werden. Seit 4. April 2019 setzen Ärzte und Apotheken in Baden und Mödling die E-Medikation verpflichtend um. Danach folgen die Gebietswellen N2 (Bruck/Leitha, Gänserndorf, Hollabrunn, Horn, Korneuburg, Mistelbach und Tulln), N3 (Amstetten, Gmünd, Krems, Krems-Land, Melk, Waidhofen/Thaya, Waidhofen/Ybbs und Zwettl) und N4 (Lilienfeld, Neunkirchen, Scheibbs, St. Pölten, St. Pölten-Land), Wr. Neustadt und Wr. Neustadt-Land) bis 6. Juni.

Über die ELGA-Plattform können die Bürgerinnen und Bürger selbst ihre Daten kostenlos einsehen. „Dadurch verhindern wir Doppelverordnungen und unterstützen Ärzte- und Apothekerpersonal bei der Diagnose durch fundiertes Datenmaterial“, zeigt Eichtinger die Vorteile auf und ergänzt: „Jede Tablette, jedes Arzneimittel wird aufgelistet sein. Das hilft besonders den älteren Menschen. Mit diesem Meilenstein erhöhen wir die Qualität in der Gesundheitsversorgung weiter zum Wohle unserer Landsleute.“

Die Digitalisierung ermöglicht die Gesundheitsversorgung neu zu denken. „Durch neue Technologien und durch die Ausrollung der E-Medikation sind wir einen weiteren wichtigen Schritt in die Zukunft gegangen. Wir wollen unsere Gesundheitsversorgung digital noch stärker ausbauen wie zum Beispiel durch den elektronischen Impfpass, der ab 2020 in Niederösterreich umgesetzt wird“, so Eichtinger über weitere Maßnahmen für Niederösterreich.

Weitere Informationen: Büro LR Eichtinger, Mag. Markus Habermann, Telefon 02742/9005-12361, E-Mail markus.habermann@noel.gv.at

Rückfragen & Kontakt:
Amt der Niederösterreichischen Landesregierung
Landesamtsdirektion/Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Franz Klingenbrunner
02742/9005-13314
presse@noel.gv.at
www.noe.gv.at/presse

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Warnung vor gefälschten Medikamenten

Branchen News vom 11.04.2019

Wien (OTS) – Den Medikamentenfälschungen bedingungslos den Kampf ansagen. So lautet der Aufruf der Österreichischen Apothekerkammer anlässlich des aktuellen Produktpiraterieberichts 2018, mit dem das Bundesministerium für Finanzen die negativen Auswirkungen des Phänomens Medikamentenfälschungen in alarmierende Zahlen gießt.

Demnach wurden im Vorjahr bei 178 Aufgriffen rund 10.500 Medikamentenplagiate beschlagnahmt, in denen die Zollbehörden nach der EU-Produktpiraterie-Verordnung tätig wurden. „Illegale Medikamente beschränken sich nicht nur auf Marken- oder Patentfälschungen. Der Zoll konnte im Jahr 2018 überdies 2.639 Sendungen mit 1.186.951 anderen illegalen Medikamenten stoppen und aus dem Verkehr ziehen“, heißt es in dem Bericht.

Bei den illegalen Arzneiwaren handelt es sich um solche, die entgegen dem Verbot im Arzneimitteleinfuhrgesetz 2010 durch Privatpersonen im Fernabsatz (etwa über das Internet) bestellt und anschließend eingeführt wurden, bzw. um geschmuggelte Medikamente.

Apothekerkammer: Bevölkerung informieren und sensibilisieren

Die Österreichische Apothekerkammer zeigt sich angesichts der genannten Zahlen alarmiert und geht in die Offensive. „Wir werden die Bevölkerung beim Thema Medikamentenfälschungen verstärkt informieren und sensibilisieren“, stellt die Präsidentin der Österreichischen Apothekerkammer, Mag. pharm. Dr. Ulrike Mursch-Edlmayr, in Aussicht. So wisse fast die Hälfte der Österreicherinnen und Österreicher nicht einmal, dass in Österreich der Verkauf von rezeptpflichtigen Medikamenten im Internet verboten sei, zeigt sich die Präsidentin über den Informationsstand der Bevölkerung erschüttert. „Im besten Fall ist eine Medikamentenfälschung für den Betroffenen wirkungslos, im schlimmsten Fall gesundheitsschädigend oder sogar tödlich. Sichere und geprüfte Arzneimittel erhält man ausschließlich über die Apotheke. Aufgrund der strengen Auflagen, Sicherheitskontrollen und der engmaschigen Lieferkette haben Fälscherbanden in den österreichischen Apotheken keine Chance. Nur über inländische Apotheken bezogene Arzneimittel werden im Rahmen der e-Medikation gespeichert und auf Wechselwirkungen geprüft.“

„Darüber hinaus gibt es gar keinen Grund, etwa das Medikament Viagra im Internet zu bestellen und damit ein immenses gesundheitliches und rechtliches Risiko einzugehen. Heute existieren Generika, die dem Original qualitativ ebenbürtig und preislich günstiger sind“, ergänzt Apothekerkammer-Vizepräsident Mag. pharm. Raimund Podroschko.

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Arzneimittelfälschern das Handwerk legen

Branchen News vom 10.04.2019

Wien (OTS) – Wie der aktuelle Produktpiraterie-Bericht 2018 des Finanzministeriums zeigt, steigt die Zahl an illegalen und gefälschten Arzneimitteln, die über das Internet bestellt werden und über den Postweg nach Österreich gelangen, kontinuierlich an. Vor zehn Jahren, 2008, waren es 783 Sendungen, bei denen insgesamt 40.078 gefälschte Medikamente aufgegriffen wurden. 2018 waren es fast vier Mal so viele Aufgriffe (2.817) mit fast 30 Mal so vielen Arzneimittelfälschungen und Plagiaten, nämlich 1,2 Millionen.

Dazu Mag. Alexander Herzog, Generalsekretär der Pharmig und Vorstandsvorsitzender der AMVO – Austrian Medicines Verification Organisation: „„Die Gefahr, die von solchen Produkten ausgeht, ist offensichtlich immer noch zu wenigen bekannt. Gefälschte Arzneimittel unterliegen keinerlei Qualitätskontrolle. Ob sie wirken, wird nicht untersucht und geprüft. Man setzt sich einer Gefahr für Leib und Leben aus, wenn man – aus Bequemlichkeit oder Scham – den Gang zum Arzt und in die Apotheke scheut und sich über dubiose Internetquellen rezeptpflichtige Arzneimittel bestellt.““

Erst im Februar wurde mit der Umsetzung der Fälschungsrichtlinie eine Maßnahme gesetzt, um die legale Lieferkette, bestehend aus Hersteller, Großhandel und Apotheke, noch sicherer vor dem Eindringen gefälschter Arzneimittel zu machen. Die AMVO ist für die nationale Umsetzung des Systems verantwortlich. „Beziehen die Patienten ihre rezeptpflichtigen Arzneimittel über den Arzt oder die Apotheke, sind sie vor Fälschungen sicher. Was leider weiter blüht, ist der Internethandel mit gefälschten Arzneimitteln. Das führen die aktuellen Zahlen leider traurig vor Augen“, so Herzog.

Um den Bezug von zumindest rezeptfreien Arzneimitteln über das Internet sicherer zu machen, gibt es bereits seit 2015 ein Sicherheitslogo für legale Internetapotheken. Dieses ist mit einer Liste aller legalen (registrierten) nationalen Internetapotheken verlinkt. „Im Falle eines rezeptpflichtigen Arzneimittels ist aber der einzig sichere Weg nach wie vor jener zum Arzt und in die niedergelassene Apotheke“, betont Herzog.

Einerseits sind es die Gefährdung und Schädigung der Gesundheit einzelner, weshalb Arzneimittelfälschungen zu verurteilen sind, andererseits die Schädigung von Unternehmen und der Wirtschaft. Dazu Herzog: „Der skrupellose Handel mit gefälschten und illegalen Arzneimitteln schädigt Unternehmen und damit die Gesamtwirtschaft. Der Kampf gegen diesen Handel ist wichtig, aber noch wichtiger ist die Aufklärung. Wer keine eigentlich rezeptpflichtigen Arzneimittel im Internet kauft, legt Fälschern automatisch das Handwerk. Das ist der effektivste Weg und gleichzeitig der vernünftigste im Sinne der eigenen Gesundheit.“

Rückfragen & Kontakt:
Pharmig – Verband der pharmazeutischen Industrie Österreichs
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Im April ganz locker zur Prostatakrebs-Vorsorge

Branchen News vom 09.04.2019

Wien (OTS) – Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Männern: 5.245 erhielten 2016 in Österreich diese Diagnose. Die empfohlene Früherkennungsuntersuchung dazu wird aber leider gerne „vergessen“. Viele Männer blenden einfach aus, dass sie auch ihre Gesundheit warten könnten – so wie ihr Auto. Dabei legt die Früherkennung eines Prostatakarzinoms den entscheidenden Grundstein für eine erfolgreiche Therapie.

Im Jahr 2015 wurde die Idee, mit der lockeren Krawatte – Loose Tie – an die Prostatakrebs-Früherkennung zu erinnern, geboren. „Bis dahin hat uns eine Marke für die Männergesundheit gefehlt“, erklärt Krebshilfe Präsident Univ.-Prof. Dr. Paul Sevelda die Krebshilfe-Aktion. „Mit dem Lockern der Krawatte fordern wir gemeinsam mit der Österreichischen Gesellschaft für Urologie und dem Berufsverband Österreichischer Urologen alle Männer auf, sich vom Alltagsstress zu befreien und sich Zeit für diesen wichtigen Termin zu nehmen.“

Loose Tie als Markenzeichen für Männergesundheit

Zahlreiche Männer haben sich der Aktion bereits angeschlossen. Schauspieler Christian Dungl ist das ehrenamtliche Testimonial der diesjährigen Aktion. Als ehemals Betroffener weiß er, wie wichtig es ist, die Früherkennungsuntersuchung wahrzunehmen: „Ich gehe regelmäßig! Wenn ich das nicht getan hätte, könnte ich nicht mehr über die Leinwand flimmern. Die Früherkennungsuntersuchung ist sehr, sehr wichtig und rettet Leben. Einmal meins!“ so der Schauspieler.

Im Rahmen dieser Initiative gibt es 2019 eine Vielzahl von Aktivitäten zur Männergesundheit in ganz Österreich. In der neuen Broschüre „Aus Liebe zum Leben. Krebsvorsorge für Männer“ und auch online unter www.LooseTie.at wird ausführlich über Prostatakrebs-Vorsorge und –Früherkennung informiert. Auch in den sozialen Medien ist Loose Tie präsent: auf facebook und mit #LooseTie sowie #Prostatavorsorge werden alle Beiträge gesammelt.

Loose Tie Tour durch Österreich

Um möglichst viele Männer über die Wichtigkeit der Prostatakrebsvorsorge zu informieren, geht die Krebshilfe gemeinsam mit der Gesellschaft für Urologie auf Loose Tie Tour. Dabei steht die „begehbare Prostata“ im Mittelpunkt des Programms.

Termine Loose Tie Tour:

  • 2. März 2019, Wien, Frühlingserwachen Fischer Harley Davidson
  • 6. April 2019, Tiroler Motorradlmarkt, Sportzentrum Telfs
  • 18. – 19. Mai 2019, NÖ, Oldtimer Messe Tulln
  • 7. Juni 2019, OÖ, Hauptplatz Linz
  • 28. – 29. September 2019, Salzburg, Bikers World, Messe Salzburg

Danke den Partnern

Um eine neue Aktion auch breit kommunizieren zu können, bedarf es für die Krebshilfe vor allem Unterstützung aus der Wirtschaft. Danke an: ÖSTERREICHISCHE GESELLSCHAFT FÜR UROLOGIE UND ANDROLOGIE, BERUFSVERBAND ÖSTERREICHISCHER UROLOGEN, ÖSTERREICHISCHE APOTHEKERKAMMER, JANSSEN, MSD, SANOFI. Danke an unsere Medienpartner WIENER und KURIER und an alle Medien, die uns dabei unterstützen, Männer an die Vorsorgeuntersuchung zu erinnern!

Rückfragen & Kontakt:
Österreichische Krebshilfe
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e-Medikation stärkt Patientensicherheit in Niederösterreich

Branchen News vom 08.04.2019

St. Pölten (OTS) – Die e-Medikation ist eine große Erleichterung für die Patientinnen und Patienten in Niederösterreich. All jene, die mehrere Medikamente nehmen müssen, wissen das: Es ist zuweilen recht schwer, die Übersicht zu behalten – und bei der Fülle von Wirkstoffen kann es zu unangenehmen Wechselwirkungen kommen. Mit Hilfe der e-Medikation haben Ärzteschaft, Spitäler und Apothekenpersonal erstmals im Regelfall alle Medikamente einer Patientin bzw. eines Patienten auf einen Blick. Im Rahmen dieser Teilanwendung der Elektronischen Gesundheitsakte (ELGA) werden ärztlich verordnete und weitere in der Apotheke gekaufte Medikamente für ein Jahr gespeichert und sind jederzeit auch von den Patientinnen und Patienten einsehbar. Start der Umsetzung in Niederösterreich ist in den beiden Bezirken Baden und Mödling. Bis 6. Juni ist das ganze Land dabei.

„Das ist ein wichtiger Schritt für das Gesundheitssystem und ein Beispiel für die innovative Kraft der Sozialversicherung zum Wohle der Menschen in unserem Land“, sagt der Obmann der NÖ Gebietskrankenkasse, Gerhard Hutter. „Mit der Bereitstellung von technischen Hilfs-mitteln im Hintergrund gelingt es uns, die Patientensicherheit massiv zu stärken und die Gesundheitsdienstleister bei ihrer wichtigen Arbeit zu unterstützen. Über die ELGA-Plattform haben außerdem jede Bürgerin und jeder Bürger die Möglichkeit, die Liste mit den Arzneimitteln selbst einzusehen und zu überprüfen.“

Vermeidung von Wechselwirkungen und Doppelverordnungen

Der Zugangsschlüssel zur e-Medikation ist die e-card: Damit können die Ärztinnen und Ärzte die Liste der ausgegebenen Medikamente einsehen und erhalten so eine bessere Entscheidungsgrundlage für Diagnostik und Therapie. In der e-Medikation werden auch jene Medi-kamente aufgelistet, die die Patientin bzw. der Patient von einer anderen Ordination verschrieben bekommen oder sich selbst in einer Apotheke besorgt hat. Damit gelingt es in Zukunft, neben Wechselwirkungen auch Doppelverordnungen zu verhindern. Hutter sieht noch einen zusätzlichen Vorteil für ältere Menschen und jene Patientinnen und Patienten, die viele Präparate einnehmen müssen: „Für viele ist es schwierig, sich die Namen aller Arzneien zu merken, die man einnehmen muss. Das wird künftig kein Problem mehr sein. Der Arzt ist immer im Bilde! Das beruhigt die Menschen.“

Beste Gesundheitsversorgung für Menschen in NÖ

Landesrat und Vorsitzender des NÖ Gesundheits- und Sozialfonds Dr. Martin Eichtinger erklärt: „Die E-Medikation ist ein weiteres Leuchtturmprojekt für Niederösterreich im Bereich der Gesundheitsversorgung zum Wohle der Niederösterreichinnen und Niederösterreicher. Unser Ziel ist die beste Gesundheitsversorgung für unsere Landsleute sicherzustellen.“

Auch Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig zeigt sich von der e-Medikation angetan: „Die digitale Erfassung aller Medikamente ist eine tolle Serviceleistung für die Patientinnen und Patienten. Auf einen Blick wissen die beteiligten Ärztinnen bzw. Ärzte und Apothekerinnen bzw. Apotheker, welche anderen Medikamente verordnet worden sind. Doppel- oder Fehlmedikationen können damit kurzerhand verhindert werden. Für die Patientinnen und Patienten, aber auch für das ganze Gesundheitssystem wird dadurch ein großer Mehrwert geschaffen“, argumentiert Königsberger-Ludwig.

Neben den zahlreichen positiven Aspekten der e-Medikation gibt es für die Ärzteschaft aber auch Punkte, die durchaus noch Verbesserungspotential haben. „Im Zuge der e-Medikation werden künftig zwar grundsätzlich alle verordneten Medikamente in der elektronischen Gesundheitsakte ELGA eingetragen, der Patient hat jedoch die Möglichkeit, einzelne Medikamente nicht eintragen zu lassen. Damit verliert diese sicherlich sinnvolle Initiative leider etwas an Wert. Wenn der behandelnde Arzt die Medikamentenliste nicht voll-ständig sieht, kann er sich nicht zu 100 Prozent darauf verlassen und muss sie zumindest hinterfragen. Dazu kommt, dass Patienten häufig Medikamente einnehmen, die von früheren Erkrankungen zu Hause vorrätig sind. Auch diese sieht der Arzt in der e-Medikation nicht“, meint Dr. Christoph Reisner, MSc, Präsident der Ärztekammer für NÖ.

e-card in der Apotheke: Auch frei käufliche Arzneien werden berücksichtigt

Bei der Verschreibung ändert sich für die Patientinnen und Patienten nichts. Man erhält ein Rezept, das in Zukunft mit einem Code für die e-Medikation versehen ist. Löst man das Rezept ein, wird das automatisch in der e-Medikation vermerkt. Neu ist, dass Patientinnen und Patienten künftig in der Apotheke die e-card benötigen, damit auch rezeptfreie Medikamente vermerkt werden können. Dabei erhält auch das Personal in der Apotheke Einsicht auf die Medikamentenliste und kann so überprüfen, ob das gewünschte rezeptfreie Arzneimittel Wechselwirkungen auslösen kann. Das passiert öfter, als man denkt.

„Die e-Medikation bringt den Patienten viele Vorteile, da mit Hilfe dieses Instruments die Wahrscheinlichkeit von Wechselwirkungen und Mehrfachverordnungen maßgeblich reduziert wird“, erklärt der Präsident der Apothekerkammer Niederösterreich, Mag. pharm. Peter Gonda. „Die Apotheke ist der Ort, wo die Informationen über Verordnungen und gekaufte Medikamente zusammenlaufen. Dieser Gesamtüberblick der eingenommenen Arzneimittel ermöglicht eine umfassende Betreuung der Patienten durch die Apothekerinnen und Apotheker und bringt mehr Arzneimittelsicherheit sowie Kundenzufriedenheit. Nicht gänzlich unerwähnt sollte dabei aber bleiben, dass die e-Medikation einen wesentlichen zeitbestimmenden Faktor in den Apothekenbetrieben darstellen wird, sprich sie wird mehr oder weniger viel Zeit kosten. Daher muss garantiert sein, dass das System auch dahingehend wirklich funktioniert. Hier sehe ich eine große Bringschuld von Seiten der Betreiber.“

Umfassender Überblick über die persönlichen Daten

Bürgerinnen und Bürger können über das ELGA-Portal unter www.gesundheit.gv.at rund um die Uhr alle ihre ELGA-Gesundheitsdaten einsehen. Neben der e-Medikationsliste sind dort auch alle e-Befunde abrufbar. Der sichere Datenzugang erfolgt mit der Bürgerkarte oder der Handysignatur, die in allen 24 Service-Centern der NÖGKK kostenlos erhältlich ist. Jene Menschen, die über keinen Internetzugang verfügen, können sich an die ELGA-Ombudsstelle bei der Patientenanwaltschaft wenden.

Die e-Medikation startet schrittweise in Österreich in Apotheken, niedergelassenen Kassenordinationen und öffentlichen Krankenhäusern. Die Einführung ist in Niederösterreich in folgenden Bezirken zum jeweiligen Zeitpunkt abgeschlossen:

  • Baden, Mödling am 4. April 2019
  • Bruck/Leitha, Gänserndorf, Hollabrunn, Horn, Korneuburg, Mistelbach, Tulln am 25. April 2019
  • Amstetten, Gmünd, Krems Stadt und Land, Melk, Waidhofen/Thaya, Waidhofen/Ybbs, Zwettl am 16. Mai 2019
  • Lilienfeld, Neunkirchen, Scheibbs, St. Pölten Stadt und Land, Wr. Neustadt Stadt und Land am 6. Juni 2019

Rückfragen & Kontakt:
NÖ Gebietskrankenkasse
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FSME: Keine spezifische Behandlung möglich

Branchen News vom 04.04.2019

Wien (OTS) – Wer nicht oder nicht korrekt geimpft ist, kann nach einem Zeckenstich nur noch warten und hoffen, dass er oder sie sich keine FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis)-Infektion zugezogen hat. Etwa ein bis drei Prozent der heimischen Zecken tragen das auslösende Virus in sich. Ist eine Zecke infiziert, überträgt sie das Virus unmittelbar nach dem Stich. Ein sofortiges Entfernen des Spinnentieres mittels Pinzette oder Zeckenzange kann da nicht mehr helfen. Dennoch ist es sinnvoll, um andere Krankheiten wie Borreliose hintanzuhalten. Ist es zu einer FSME-Infektion gekommen, können nach ein bis zwei Wochen erste grippeartige Symptome auftreten. Spätestens dann sollten Betroffene so schnell wie möglich einen Arzt aufsuchen. Das Problem dabei: Es gibt keine spezifische Therapie, behandelt werden nur die Symptome. Ein eventuelles Fortschreiten der Erkrankung bis hin zu den gefürchteten neurologischen Folgen kann nicht mehr verhindert werden.

„Man kann Zecken eigentlich nicht aus dem Weg gehen“, erklärt Prof. Ursula Kunze vom Zentrum für Public Health der Medizinischen Universität Wien. „Auch in Großstädten wie Wien ist man vor ihnen nicht sicher. Überall, wo Gras oder Sträucher sind, halten sie sich bevorzugt auf. Das kann am Donaukanal sein, im Schrebergarten oder am öffentlichen Spielplatz. Nach jedem Aufenthalt in der Natur sollte man sich beziehungsweise seine Kinder nach Zecken absuchen und diese gegebenenfalls auch rasch entfernen. Das ist wichtig, um sich vor Borreliose zu schützen, hilft aber nicht gegen FSME“, so die Expertin. „Auch sofortiges Duschen bringt nichts mehr.“ In seltenen Fällen ist sogar eine Übertragung des FSME-Virus über nichtpasteurisierte Milch möglich. Auch das ist in Österreich schon vorgekommen.

Vernachlässigte Auffrischungsimpfung

Experten gehen davon aus, dass in epidemischen Gebieten (und ganz Österreich gilt als solches) etwa ein bis drei Prozent der Zecken mit dem FSME-Virus infiziert sind. Statistisch gesehen erkranken etwa 33 Prozent der Infizierten, womit etwa jeder 100. bis 300. Zeckenstich tatsächlich zu einer Infektion führt. Das klingt nach keiner allzu hohen Wahrscheinlichkeit, dennoch sind 2018 in Österreich 154 Personen mit FSME im Spital behandelt worden, fünf davon sind gestorben. „Und das trotz einer Durchimpfungsrate von über 80 Prozent und einer fast 100-prozentigen Schutzwirkung der Impfung“, berichtet Kunze. „Allerdings ist diese hohe Durchimpfungsrate trügerisch, da viele Leute mittlerweile die Auffrischungsimpfung nicht mehr rechtzeitig wahrnehmen. Diese Menschen setzen sich oft unwissentlich erneut einem Infektionsrisiko aus. Das betrifft vor allem Personen über 60, die aufgrund des nachlassenden Immunsystems alle drei Jahre* zur Auffrischung müssen und auch häufiger von schweren Krankheitsverläufen betroffen sind.“

Viele schwere FSME-Verläufe 2018

Wer nach einem Zeckenstich an FSME erkrankt, merkt dies nicht sofort, denn es kommt erst nach ein bis zwei Wochen zu grippeähnlichen Beschwerden, die dann auch wieder verschwinden. Oft ist die Krankheit damit vorüber. Bei einem Teil der Erkrankten kommt es aber nach einem beschwerdefreien Intervall zu einer zweiten Krankheitsphase, in der das zentrale Nervensystem befallen wird. Symptome sind starke Kopfschmerzen, Lichtscheue, Schwindel, Konzentrationsstörungen, Sprechstörungen, sowie Gehstörungen. Auch Lähmungen sind möglich. Durchschnittlich stirbt etwa ein Prozent der Patienten mit neurologischen Symptomen an FSME. 2018 wurde dieser Durchschnittswert tragischerweise sogar übertroffen und nur ein Drittel jener, die an einer kombinierten Hirn- und Rückenmarksentzündung erkrankten, wurde vollständig gesund. Die restlichen zwei Drittel benötigten einen langen stationären Krankenhausaufenthalt mit anschließender Rehabilitation aufgrund von motorischen und kognitiven Folgeschäden.

Unangenehme Spätfolgen

Aber damit nicht genug: Unter langfristigen Auswirkungen können nämlich sogar jene leiden, die es ursprünglich gar nicht so schwer erwischt hat. Bei manchen Patienten kommt es zum sogenannten post-enzephalitischen Syndrom mit Konzentrationsstörungen, Gedächtnisschwächen, Wortfindungsstörungen oder Gangunsicherheit. Außerdem können psychische Störungen, Kopfschmerzen, allgemeines Unwohlsein und eine eingeschränkte Leistungsfähigkeit auftreten. Laut einer schwedischen Studie litten nach einem Jahr immer noch 40 Prozent der Patienten an solchen Symptomen.

Ärzte und Apotheker beraten

„Das alles muss nicht sein. Die allermeisten FSME-Fälle 2018 wären mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit zu verhindern gewesen. Damit sich solche Fallzahlen dieses Jahr nicht wiederholen, raten wir jedem, zu überprüfen, ob der Impfschutz noch aufrecht ist“, betont Kunze. „Wer nicht mehr weiß, ob eine Auffrischung fällig ist oder nicht, sollte dies so schnell wie möglich mit einem Arzt oder Apotheker besprechen. Die Zecken sind bereits aktiv.“

Rückfragen & Kontakt:
Mag.a Uta Müller-Carstanjen
Fine Facts Health Communication
Mobil: +43 664 515 30 40
mueller-carstanjen@finefacts.at

Kontakt ÖVIH:
Mag.a Renée Gallo-Daniel
Präsidentin des Österreichischen
Verbandes der Impfstoffhersteller
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Neue Generika-Studie belegt: Hohe Akzeptanz bei Ärzten und Apothekern, trotz teilweiser Skepsis

Branchen News vom 04.04.2019

Wien (OTS) – Eine neue Studie des Österreichischen Generikaverbands (OeGV) in Kooperation mit dem Marktforschungsinstitut Spectra zeigt: 73 Prozent der Allgemeinmediziner und 62 Prozent der Apotheker sind davon überzeugt, dass Generika hinsichtlich Wirksamkeit, Qualität und Sicherheit gleichwertig sind wie ihr Originalprodukt. Dies hat eine repräsentative Befragung von 101 Allgemeinmedizinern und 50 Apothekern ergeben.

Teilweise immer noch Vorbehalte gegenüber Generika

Dennoch zeigt ein Viertel der Ärzte und ein Drittel der Apotheker immer noch Bedenken gegenüber Generika. Zwar werden Wirksamkeit und Verträglichkeit kaum in Frage gestellt, Zweifel bestehen aber vereinzelt bezüglich der Qualitätssicherung. Dr. Wolfgang Andiel, Präsident des Österreichischen Generikaverbandes über die Studienergebnisse: „Einerseits genießen Generika ein hohes Ansehen und Vertrauen, das zeigen auch die Befragungsergebnisse. Wir sind aber doch überrascht, dass immer noch ein Viertel der Ärzte und ein Drittel der Apotheker mehr oder weniger große Skepsis gegenüber Generika hegen. Das zeigt, dass immer noch Aufklärungsbedarf besteht, denn Generika müssen dieselben strengen Qualitätskriterien erfüllen, wie auch ihre Referenzarzneimittel.“

Bevor ein Generikum auf dem Markt zugelassen wird, prüft die Zulassungsbehörde, ob die Wirkstoffe von Generika in gleicher Menge und genauso schnell an den Wirkungsort gelangen wie beim Originalprodukt. Erst wenn alle gesetzlichen und wissenschaftlichen Auflagen erfüllt sind, wird eine Zulassung für den österreichischen Markt erteilt.

Der Großteil der Patienten ist – nach Wahrnehmung der Ärzte und Apotheker – darüber aufgeklärt, dass Generika hinsichtlich Wirksamkeit und Qualität dem Originalprodukt gleichwertig sind. Dies ist vor allem auf die Aufklärungsgespräche von Ärzten und Apothekern zu Generika und das Vertrauen in die verschreibenden Ärzte zurückzuführen. Dennoch zeigen auch bis zu einem Viertel der Patienten noch Skepsis gegenüber Generika. „Um die Akzeptanz bei den Patienten noch weiter zu verbessern, ist das Vertrauen entscheidend, dass sich Generika hinsichtlich ihrer Qualität und Wirksamkeit nicht vom jeweiligen Referenzprodukt unterscheiden, obwohl sie preiswerter sind. Hier spielen Ärzte und Apotheker als zentrale Ansprechpartner für Patienten eine besonders wichtige Rolle.“, so Andiel.

Effizienter Mitteleinsatz durch Generika spart dem Gesundheitssystem Geld

Weitgehend einig sind sich die Befragten über die Vorteile des Einsatzes von Generika und die wichtige Rolle der Nachfolgepräparate für die Finanzierbarkeit unseres Gesundheitssystems. So nennen die Allgemeinmediziner und Apotheker den effizienten Mitteileinsatz und damit einhergehend das große Einsparungspotenzial für das Gesundheitssystem als den wichtigsten Vorteil von Generika.

Die Bevölkerung wird immer älter, damit steigen auch die Behandlungskosten. Generika sichern nicht nur den breiten Zugang von Patienten zu moderner Medizin, sondern helfen den Krankenkassen und damit der Gesellschaft, unser Gesundheitssystem auch in Zukunft zu finanzieren. „Die Befragten sind sich über den ökonomischen Vorteil der Generika-Verordnung durchaus bewusst. Generika senken die Behandlungskosten um 65 Prozent und sichern somit den breiten Zugang zu innovativen Therapien. In Österreich sind 50 Prozent aller Verordnungen im patentfreien Markt in Österreich Generika. Mit jedem weiteren Prozent können 10 Millionen Euro für andere Therapien gespart werden. In Deutschland etwa, liegt der Verordnungsanteil bei 77 Prozent. Wir haben also noch viel Potenzial“, so Andiel.

Dass es sich bei Generika um langjährig bewährte Wirkstoffe handelt und der reduzierte Preis der Nachfolge-Präparate einen breiteren Zugang der Patienten zu diesen Wirkstoffen gewährleistet, sehen die Mediziner und Apotheker als weitere wichtige Vorteile.

Ärzte und Apotheker befürworten den verstärkten Einsatz von Generika

Den verstärkten Einsatz von Generika im Hinblick auf eine nachhaltige Finanzierbarkeit der Arzneimittel-Therapie befürworten 93 Prozent der befragten Allgemeinmediziner und 72 Prozent der Apotheker. Aber auch die Aufklärung der Bevölkerung gehört nach Meinung der befragten Allgemeinärzte und Apotheker zu den wichtigsten Maßnahmen zur Förderung von Generika-Verschreibungen. Des Weiteren sehen 89 Prozent der Allgemeinmediziner eine gute Zusammenarbeit mit den Krankenversicherungen als wichtige Maßnahme zur Förderung von Generika. 70 Prozent der Allgemeinärzte und 50 Prozent der Apotheker sehen zudem in der Honorierung des Generika-Gesprächs mit Patienten eine wichtige Säule in der Generikaförderung.

„Wir können diese Ergebnisse aus unserer Erfahrung nur bestätigen. Es gibt in Österreich bereits viele Beispiele erfolgreicher Zusammenarbeit zwischen Ärzteschaft und Krankenversicherung, wie eine Kostendämpfung bei Heilmitteln ohne Qualitätsverlust in der Therapie umgesetzt werden kann. Arzt und Apotheker nehmen einen wichtigen Stellenwert als Ansprechpartner und Vertrauensperson für Patienten ein, denn informierte Patienten zeigen eine bessere Therapietreue und sind auch eher bereit, sich Generika verordnen zu lassen. Diese bedeutende Beratungsleistung sollte auch angemessen honoriert werden“, so Andiel.

Über den Österreichischen Generikaverband

Der Österreichische Generikaverband ist ein Zusammenschluss von 10 Generika-Produzenten, die sich zur optimalen Versorgung der österreichischen Patientinnen und Patienten mit hochwertigen, preiswerten Arzneimitteln bekennen. Das Ziel des Verbands ist einerseits, die Öffentlichkeit über die Vorteile von Generika zu informieren und andererseits aktuelle gesundheitspolitische Debatten mitzugestalten. Für ein leistbares Gesundheitssystem und die Sicherung eines breiten Patientenzugangs zu hochwertigen Arzneimitteln.

www.generikaverband.at

Rückfragen & Kontakt:
Für den Österreichischen Generikaverband
Ute Stocker
Mail: ute.stocker@gaisberg.eu
Tel: +43664 88 44 64 26

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Österreichs Apotheken im internationalen Spitzenfeld

Branchen News vom 03.04.2019

Wien (OTS) – „Die Leistungen unserer Apothekerinnen und Apotheker haben wesentlich dazu beigetragen, dass Österreich heute im globalen Vergleich der Gesundheitssysteme ganz weit oben rangiert“, betont Mag. pharm. Dr. Ulrike Mursch-Edlmayr, Präsidentin der Österreichischen Apothekerkammer, anlässlich des Weltgesundheitstages am kommenden Sonntag, den die Weltgesundheitsorganisation WHO heuer unter das Motto „Universal Health Coverage“ (Flächendeckende Gesundheitsversorgung) gestellt hat.

Für die Menschen ist die Apotheke die orientierungsgebende Erstanlaufstelle in allen Gesundheitsfragen. Dort gibt es die beste Beratung. Nur wer über ausgewiesene fachliche Expertise und hohe soziale Kompetenz verfügt, kann diese verantwortungsvolle Aufgabe übernehmen. Das sind die Apothekerinnen und Apotheker. Ihre österreichweit 400.000 Kunden- und Patientenkontakte pro Tag sprechen hier eine eindeutige Sprache. Die Zahl ist Ursache und Ergebnis eines großartigen Einsatzes für das gesundheitliche Wohl der Menschen.

Optimale pharmazeutische Betreuung ist keine Selbstverständlichkeit

Doch es gibt auch eine andere Seite der Medaille. „Übersehen wir als Bürgerinnen und Bürger eines reichen Landes nicht, dass medizinische und pharmazeutische Versorgung für Menschen in armen Ländern oft eine unzumutbare finanzielle Belastung bedeutet – sofern diese Art der Versorgung überhaupt vorhanden ist“, mahnt Mursch-Edlmayr.

Wie aus einem gemeinsamen Bericht der WHO und der Weltbank hervorgeht, hat über die Hälfte der Weltbevölkerung keinen umfassenden Zugang zu essenziellen Gesundheitsdienstleistungen. Ziel der Weltpolitik müsse es daher sein, dass „jeder Mensch medizinische Versorgung in Anspruch nehmen kann, ohne dabei in eine finanzielle Notlage zu geraten“, so die Apothekerkammer-Präsidentin abschließend.

Apotheken auf einen Blick

In Österreich spielen die öffentlichen Apotheken eine wichtige Rolle als Gesundheitsnahversorger. Insgesamt beraten rund 6.000 akademisch ausgebildete Apothekerinnen und Apotheker in etwa 1.400 Apotheken die Bevölkerung in Gesundheitsfragen. Die Beratungskompetenz ist eine der zentralen Leistungen der Apotheker. Zusätzlich erbringen über 350 Apothekerinnen und Apotheker wertvolle Versorgungs- und Beratungsleistungen für die Patientinnen und Patienten in den österreichischen Krankenanstalten.

Rückfragen & Kontakt:
Österreichische Apothekerkammer
Mag. Elisabeth Ort | Wolfgang Müller, MA MSc
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Nationalrat: Keine weitere Liberalisierung von Cannabis für medizinische Zwecke

Branchen News vom 27.03.2019

Wien (PK) – Die von Gesundheitsministerin Beate Hartinger-Klein beauftragten ExpertInnen erkennen keine wissenschaftliche Evidenz für die Verschreibung von Cannabisblüten gegenüber dem bereits in der Apotheke erhältlichen Präparat Dronabinol (THC). Der entsprechende Bericht betreffend Liberalisierung von Cannabis zu medizinischen Zwecken wurde heute mit den Stimmen der Regierungsparteien im Nationalrat zur Kenntnis genommen. Gleichzeitig angenommen wurde eine Entschließung in dem die Krankenkassen aufgefordert werden, die Verschreibe- und Bewilligungspraxis für cannabinoidhaltige Arzneimittel zu evaluieren und eine einheitliche, diagnose- und evidenzbasierte Vorgansweise auszuarbeiten. Ursprünglich hätte der Bericht, der auf einer einstimmig angenommenen Entschließung vom Juli des vergangenen Jahres beruht, im Gesundheitsausschuss letzte Woche enderledigt werden sollen. Aufgrund eines Verlangens auf Nicht-Enderledigung stand er im heutigen Plenum erneut zur Debatte und wurde von der Opposition als einseitig und unausgewogen kritisiert. Ein gemeinsamer Antrag der Oppositionsparteien, in dem die Durchführung eines neuerlichen und unabhängigen Berichts gefordert wird, wurde nicht angenommen.

Laut Bericht gibt es noch nicht genügend Wissen über medizinische Wirkung von Cannabinoiden

Der Oberste Sanitätsrat, ein Beratungsgremium des Gesundheitsministerium, geht in dem Bericht davon aus, dass die österreichischen PatientInnen aufgrund der derzeitigen Rechtslage ausreichend Zugang zu cannabisbasierten Arzneimitteln haben, und zwar in Form von magistralen Zubereitungen oder als Fertigarzneimittel (Sativex und Canemes). Dronabinol (THC), das in der Schmerztherapie zur Anwendung kommt und dem Suchtmittelgesetz unterliegt, könne etwa in Form von Tropfen oder Kapseln verschrieben werden. Eine Erstattung der Kosten ist bei Vorliegen einer medizinischen Begründung und Genehmigung durch den Kontrollarzt der jeweiligen Krankenkasse möglich. Cannabidiol (CBD) wiederum, das nicht zu den Suchtgiften zählt, wurde nicht in den Erstattungskodex aufgenommen, da kein ausreichender Wirkungsnachweis vorliegt. Was den Einsatz von Medizinalhanf (getrocknete Blüten- oder Fruchtstände der Cannabispflanze) angeht, so gebe es laut Bericht keine wissenschaftliche Evidenz dafür, dass dieser Vorteile gegenüber der Verwendung der bereits zur Verfügung stehenden cannabisbasierten Präparaten habe. Generell sei das Wissen über die sinnvolle medizinische Anwendung von Cannabinoiden noch sehr lückenhaft, so die VerfasserInnen. Weitere klinische Forschungen nach modernen evidenzbasierten Richtlinien wären daher zu begrüßen.

FPÖ und ÖVP lassen Verschreibungspraxis prüfen

Bundesministerin Beate Hartinger-Klein stellte sich zur Gänze hinter den Bericht, der ausschließlich auf Expertenmeinungen basiere und in den alle medizinischen Fachgesellschaften eingebunden wurden. Evidenzbasierte Wissenschaft habe für sie in dieser Hinsicht oberste Priorität und die Patientensicherheit stünde im Vordergrund, so die Ministerin. Die bestmögliche medizinische Versorgungssicherheit sei eines ihrer obersten Ziele. Sie sagte, dass Arzneimittel in Österreich einen strengen Zulassungsprozess durchlaufen. Es dürfe außerdem nicht außer Acht gelassen werden, dass es sich bei Cannabis um ein Suchtmittel handelt. Der Missbrauch von Suchtmittel stelle eine große Gefahr dar und Cannabis würde nicht umsonst auf der Liste kontrollierter Drogen stehen, meinte Hartinger-Klein. Ein medizinischer Einsatz von Cannabis-Wirkstoffen könne nur dann kontrolliert erfolgen, wenn der Nutzen das Risiko übertreffe. Alles darüber Hinausgehende seien Experimente, auf die sich die Gesundheitsministerin nicht einlassen könne.

Die FPÖ-Gesundheitssprecherin Brigitte Povysil verteidigte die Qualität des vorgelegten Berichts und stellte klar, dass im Gremium des Obersten Sanitätsrats sowohl die Apothekerkammer, die Ärztekammer, die AGES sowie die Gesellschaft für Anästhesie vertreten sind. Dass die Liberalisierung von Cannabis nicht notwendig sei, weil derartige Medikamente bereits in der Apotheke unter ärztlicher Verschreibung eines Rezepts erhältlich sind, betonte neben ihr auch ihr Fraktionskollege Gerhard Kaniak. Für CBD gelte es, eine bessere Evidenzlage zu schaffen. Grundvoraussetzung für die sichere Anwendung in der Medizin sei die Möglichkeit der exakten Dosierung sowie eine vorhersehbare nachweisebare Wirkung, und diese sei nur schwach belegbar, so Kaniak. Man arbeite nun daran, zu evaluieren zu welchen Bedingungen cannabinoidhaltige Arzneimittel in den Bundesländern verschrieben werden. Eine anschließende bundesweite Angleichung der Verfügbarkeit des Wirkstoffs sei angestrebt.

Dass 40.000 Verschreibungen von cannabisbasierten Arzneimitteln pro Jahr in den Bundesländern nicht nach denselben Bewilligungsvorgängen ablaufen würden, fände die ÖVP-Gesundheitssprecherin Gabriela Schwarz nicht gut. Daher soll nun die Heilmittel-Evaluierungskommission und die Krankenversicherungsträger aufgefordert werden, die Bewilligungspraxen für cannabinoidhaltige Arzneimittel zu evaluieren und eine einheitliche, diagnose- und evidenzbasierte Vorgangsweise auszuarbeiten. Grundsätzlich sei es ihr ein Anliegen, dass die PatientInnen auch jene Medikamente bekommen, die sie brauchen. Beim Thema Cannabis sei es wichtig, bei einer sachlichen Diskussion zu bleiben und evidenzbasiert vorzugehen, so Schwarz.

Opposition scheitert mit Forderung nach erneutem Bericht

Die Einschätzung des Obersten Sanitätsrats, dass es zu wenig wissenschaftliche Evidenz für die Wirksamkeit von Cannabinoiden gebe, konnte JETZT-Abgeordnete Daniela Holzinger-Vogtenhuber nicht teilen. Die Weltgesundheitsorganisation habe erst kürzlich eine Empfehlung herausgegeben, die Restriktionen gegen Cannabis für medizinische und wissenschaftliche Zwecke zu lockern. An diese sollte man sich halten, meinte sie. Außerdem kritisierte sie die Qualität des vorgelegten Berichts. Er habe nicht dem formalen Auftrag des Parlaments entsprochen und verschweige zentrale wissenschaftliche Evidenz. Sie forderte daher die Beauftragung eines unabhängigen wissenschaftlichen Instituts mit einem neuerlichen Bericht zum Stand der internationalen Forschung über die Wirksamkeit von Cannabis in der Medizin, mit besonderem Fokus auf synthetische und natürliche Blüten-Produkte. Ein entsprechender Antrag, den die JETZT-Abgeordnete gemeinsam mit NEOS und SPÖ einbrachte, fand allerdings nicht die Zustimmung der Regierungsparteien und somit keine Mehrheit.

Maurice Androsch (SPÖ) bezeichnete den vorgelegten Bericht als oberflächlich, immerhin würde die wesentliche Darstellung der zukünftigen Rahmenbedingungen fehlen, oder etwa ein Vergleich mit Ländern wie Deutschland, die sich mit dem Thema intensiv auseinandersetzen. Außerdem seien die abgegeben Stellungnahmen nur teilweise eingeflossen. Er meinte, die Forschung sollte in Österreich vorangetrieben werden, unter anderem weil sich ja auch die WHO für eine Reklassifizierung von Cannabis ausgesprochen hat und weil das Thema für viele SchmerzpatientInnen in Österreich von großer Bedeutung sei.

Von einer „Politik der faktenbefreiten Willkür“ sprach NEOS-Abgeordneter Gerald Loacker. Er kritisierte den Bericht als unschlüssig, weil die unterschiedlichen Inhaltsstoffe THC und CBD mehrfach vermischt wurden. Eigentlich hätte es um die medizinischen Möglichkeiten von Cannabisblüten gehen sollen, die zum Beispiel in den Niederlanden und Deutschland zum Einsatz kommen. Diesem eigentlichen Thema wurden im Bericht aber nur zwei Seiten ohne wissenschaftliche Quellenangaben eingeräumt, so Loacker.

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FSME: Steigende Fallzahlen und sinkende Impfmoral

Branchen News vom 21.03.2019

Wien (OTS) – 154 FSME-Fälle wurden 2018 in Österreich registriert. Eine so hohe Fallzahl gab es seit über 20 Jahren nicht – trotz einer im internationalen Vergleich hohen Durchimpfungsrate. Mehr als die Hälfte der Betroffenen litt oder leidet noch immer unter schweren neurologischen Verlaufsformen. Die Gründe für die vielen Fälle dürften vielfältig sein und reichen vom schönen Wetter, das besonders viele Menschen ins Freie gelockt hat, über eine letztes Jahr besonders hohe Zeckendichte bis zur möglicherweise nicht immer im richtigen Zeitfenster durchgeführten FSME-Auffrischungsimpfung. Experten warnten am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Wien davor, die vorgeschriebenen Impf-Intervalle zu überschreiten.

FSME kann jeden treffen

1999 wurden in Österreich 41 Fälle von FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) registriert[1], 2018 waren es wieder 154. Im Vergleich zu Vor-Impfzeiten, in denen jährlich zwischen 280 und 700 Personen an FSME erkrankt sind, ist das dennoch eine vergleichsweise niedrige Zahl. Aber, so betont Univ.-Prof. Dr. Florian Thalhammer von der Klinischen Abteilung für Infektionen und Tropenmedizin der Medizinischen Universität Wien: „Sie könnte deutlich niedriger sein, wenn sich jeder in Österreich konsequent impfen ließe – unabhängig vom Alter.“ Denn: 2018 war der jüngste Patient drei Jahre alt, der älteste 85. Insgesamt waren mehr als die Hälfte der Betroffenen über 50, jedoch wurden auch 28 Kinder unter 15 Jahren wegen FSME im Spital behandelt. „Jeder einzelne Patient ist einer zu viel!“, so Thalhammer. 77 Personen litten 2018 an einem schweren Verlauf mit Beteiligung des Gehirns, der Gehirnhaut oder des Rückenmarks, nur ein Drittel davon wurde wieder vollständig gesund. Fünf Patienten sind 2018 an FSME verstorben.[2]

Inzwischen ist ganz Österreich FSME-Endemiegebiet, die meisten FSME-Fälle wurden aus Oberösterreich berichtet. Dort wurden 2018 auch neue Infektionsorte (Umgebung von Ried, Innernsee, Dorf an der Pram) außerhalb der bisher bekannten Endemiegebiete beschrieben.

FSME-Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen nehmen zu

In den vergangenen sieben Jahren mussten mehr als doppelt so viele unter 15-Jährige wegen FSME im Spital behandelt werden als im Vergleichszeitraum 2005 bis 2011.[3] Und das, obwohl es einen speziellen Kinderimpfstoff gibt und die Impfung ab dem vollendeten ersten Lebensjahr empfohlen ist.

„Die Sinnhaftigkeit der FSME-Impfung zweifelt kaum jemand an“, berichtet Dr. Rudolf Schmitzberger, Leiter des Referats für Impfangelegenheiten der Österreichischen Ärztekammer. Trotzdem sinke die Zahl der gegen FSME-Geimpften. Die Gründe dafür seien meist banaler Natur, erläutert der Impfexperte: „Viele Menschen vergessen aufs Auffrischen oder finden keine Zeit, extra deswegen zum Arzt zu gehen. Manche verlängern allerdings das Impfintervall bewusst, weil sie fälschlicherweise glauben, dass die Impfung ohnehin weit länger voll wirksam ist. Hier muss man aus ärztlicher Sicht ganz klar sagen: Der nahezu hundertprozentige Schutz der FSME-Impfung ist nur dann gegeben, wenn das Impfschema eingehalten wird.“

Hohe Zeckenaktivität

Die vielen – durch einen Zeckenstich übertragenen – FSME-Erkrankungen 2018 spiegeln sich auch in der Zeckenaktivität wider. „Laut deutschen Zeckenforschern wurde sowohl subjektiv als auch objektiv eine erhöhte Aktivität der Zecken an vielen Orten festgestellt“, erklärt Priv.-Doz. Dr. Georg Duscher vom Institut für Parasitologie von der Veterinärmedizinischen Universität Wien. Eine Erklärungsvariante wäre eine höhere Zeckendichte, so der Zeckenforscher. Dies passe zu Hinweisen, die auf einen allgemeinen Trend zu einer höheren Zeckenaktivität in den letzten Jahren – zum Beispiel aufgrund einer besseren Verfügbarkeit von Wirtstieren (Rehe, Mäuse, etc.) – deuten würden. Möglich sei aber auch, dass die erhöhte Zeckenbefallszahl einfach nur darauf zurückzuführen ist, dass sich Mensch und Tier mehr als üblich im Freien aufgehalten haben und dadurch mehr exponiert waren.

Neue Zeckenart entdeckt

Befallen werden kann man seit kurzem auch von einer neuen Zeckenart. „Die tropische Riesenzecke, die letztes Jahr vereinzelt in Deutschland und Österreich entdeckt wurde, kommt normalerweise in tropischen, beziehungsweise subtropischen Gebieten vor und gilt als Überträgerin des Krim-Kongo-hämorrhagischen Fiebers und des Zeckenfleckfiebers“, erläutert Duscher. „Die Nymphen dieser Zecken werden wahrscheinlich im Frühjahr mit den Zugvögeln aus dem Süden zu uns gebracht und konnten sich 2018 aufgrund der warmen Witterungsverhältnisse weiterentwickeln“, so Duscher. „Bei einigen wurden auch die Erreger des Zeckenfleckfiebers, nicht aber des Krim-Kongo-Fiebers gefunden. Hinweise darauf, dass 2018 das Zeckenfleckfieber auf einen Menschen in Österreich übertragen wurde, gibt es derzeit nicht.“

Impfaktion bereits angelaufen

“ Von allen Krankheiten, die Zecken bei uns übertragen, ist FSME immer noch die schwerwiegendste“, bringt Dr. Christiane Körner, Apothekerin und Impfexpertin, den aktuellen Stand auf den Punkt. Die wichtigste Präventionsmaßnahme gegen FSME sei ein aktueller Impfschutz. „Daher gibt es auch heuer wieder eine FSME-Impfaktion. Diese läuft bereits seit Februar und dauert noch bis Ende August. Die FSME-Impfstoffe werden in diesem Zeitraum zu vergünstigten Preisen in allen öffentlichen Apotheken angeboten“, ergänzt Mag. pharm. Dr. Gerhard Kobinger von der Österreichischen Apothekerkammer. „Die Sonderpreise betragen für Erwachsene EUR 35,80 und für Kinder EUR 31,30. Darüber hinaus gewähren alle Krankenkassen einen ganzjährigen Kostenzuschuss in unterschiedlicher Höhe. Der Kostenzuschuss wird direkt in der öffentlichen Apotheke vom Aktionspreis abgezogen.“

Praktische Hinweise

Um sich auch gegen andere, von Zecken übertragene Krankheiten wie Borreliose zu schützen und erste FSME-Symptome so früh wie möglich zu erkennen, gibt Körner noch folgende Tipps:

  • Körper nach einem Aufenthalt im Freien nach Zecken absuchen und entdeckte Zecken so schnell wie möglich entfernen
  • Wenn sich nach etwa vier Wochen ein rötlicher Kreis bildet, sollte eine mögliche Borreliose vom Arzt abgeklärt werden
  • Bei grippeähnlichen Symptomen nach einem Zeckenstich sollte man sich ebenfalls an einen Arzt wenden. Wer sich im korrekten Impfschema befindet, hat aber keinen Grund zur Beunruhigung

Die aktuelle Zeckensaison hat bereits begonnen!

Über den ÖVIH

Der Österreichische Verband der Impfstoffhersteller (ÖVIH) ist die Plattform der in Österreich tätigen Unternehmen, die Impfstoffe für alle Altersgruppen herstellen und vertreiben. Der Verband arbeitet außerdem daran, ein Bewusstsein für Impfstoffe als wesentliche primäre Präventionsmaßnahme schaffen und den Zugang zu bestehenden und neuen Impfungen sicherstellen und ausbauen. Dazu gehört die Förderung eines evidenzbasierten medialen und politischen Diskurses zum Thema „Impfungen“. Neben dem Fokus auf das Thema „lebenslanges Impfen“ setzt der ÖVIH daher in seiner Kommunikation 2019 besonders auf unterschiedliche saisonale Schwerpunkte. Dazu gehören so wichtige Impfungen wie Influenza, FSME oder Reiseimpfungen. Weiters wird es Kommunikationsaktivitäten zu bestimmten Zielgruppen wie Kinder, Frauen oder ältere Menschen geben.

Hinweis:
Wer eine große Zecke mit „gestreiften“ Beinen sieht: Bitte abfotografieren oder in einem verschließbaren Plastikgefäß an die Veterinärmedizinische Universität schicken, um weitere Forschungen zu ermöglichen.

[1] Österreichischer Impfplan 2019
[2] Zentrum für Virologie, Medizinische Universität Wien, Virusepidemiologische Information Nr. 02/19-7
[3] Zentrum für Virologie, Medizinische Universität Wien, Virusepidemiologische Informationen 2005-2018

Rückfragen & Kontakt:
Mag.a Uta Müller-Carstanjen
Fine Facts Health Communication
Mobil: +43 664 515 30 40
mueller-carstanjen@finefacts.at

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Apothekerkammer begrüßt Rezeptpflichtgesetz-Novelle

Branchen News vom 20.03.2019

Wien (OTS) – Die Apothekerkammer begrüßt die gestern im Gesundheitsausschuss behandelte und kommende Woche im Plenum zu beschließende Novelle zum Rezeptpflichtgesetz, mit der die Ausstellung elektronischer Rezepte vorbereitet wird. Sie wird Vorteile für Patientinnen und Patienten bringen.

„Die Apothekerschaft hat schon immer in die notwendige technische Ausrüstung investiert“, zeigt sich Mag. pharm. Dr. Ulrike Mursch-Edlmayr, Präsidentin der Österreichischen Apothekerkammer, mit der Gesetzesnovelle zufrieden. Nachsatz: „Österreichs Apothekerinnen und Apotheker befinden sich seit jeher bei technischen Innovationen auf dem letzten Stand – mehr noch: Sie sind Vorreiter im Bereich der Digitalisierung. In diesem Zusammenhang ist nur beispielsweise zu erwähnen, dass die Abrechnung der Krankenkassenrezepte der einzelnen Apotheken mit den Krankenkassen schon seit 2006 vollelektronisch erfolgt.“

Allerdings ist bei der Umsetzung des e-Rezeptes auf die Usability und Praktikabilität zu achten. Nur bei reibungsfreien und effizienten Abläufen kommen die Vorteile der technischen Neuerungen bei den Patientinnen und Patienten an, dafür ist unter anderem eine funktionelle Schnittstelle in der Apotheke unabdingbar. Zur Erreichung praktikabler Lösungen ist die Einbeziehung der Apothekerschaft in die Planung und Umsetzung unverzichtbar.

Wie das Beispiel der EU-Richtlinie Fälschungssicherheit zeigt, sind ausreichende Pilotphasen absolut notwendig, um Anfangsschwierigkeiten bei der praktischen Umsetzung zu überwinden, ohne den Betrieb in der Apotheke zu stören oder zu verzögern.

Die betreffend die Verwendung von e-Rezept mit dem Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger abgeschlossene Vereinbarung sieht eine einvernehmliche Vorgehensweise bei der Vorbereitung und Einführung vor. Wir erwarten, dass unsere Forderungen berücksichtigt werden.

Apotheken auf einen Blick

In Österreich spielen die öffentlichen Apotheken eine wichtige Rolle als Gesundheitsnahversorger. Insgesamt beraten rund 6.000 akademisch ausgebildete Apothekerinnen und Apotheker in etwa 1.400 Apotheken die Bevölkerung in Gesundheitsfragen. Die Beratungskompetenz ist eine der zentralen Leistungen der Apotheker. Zusätzlich erbringen über 350 Apothekerinnen und Apotheker wertvolle Versorgungs- und Beratungsleistungen für die Patientinnen und Patienten in den österreichischen Krankenanstalten.

Rückfragen & Kontakt:
Österreichische Apothekerkammer
Mag. Elisabeth Ort
Tel.: 01/404 14 – 600
E-Mail: presse@apothekerkammer.at

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e-rezept bringt wesentliche Vorteile für Patientinnen und Patienten

Branchen News vom 20.03.2019

Wien (OTS/BMASGK) – „Mit der vorliegenden Novelle des Rezeptpflichtgesetzes werden Erleichterungen geschaffen, ohne dabei auf die gebotene Daten- und Patientensicherheit zu verzichten“, freut sich Bundesministerin Beate Hartinger-Klein über die einstimmige Annahme der Novelle im Gesundheitsausschuss.

Nach derzeitiger Praxis dauert die Abrechnung von Rezepten im Wege der Pharmazeutischen Gehaltskasse mit den Krankenversicherungsträger bis zu sechs Wochen nach Einlösung des Rezepts, da die Abrechnung gesammelt monatlich erfolgt. Damit einhergehend kommt auch die Information über die entrichteten Rezeptgebühren erst dann zur Kenntnis der Krankenversicherungsträger.

Zukünftig wird im Rahmen des Projekt e-Rezept die Information über die Anzahl der eingehobenen Rezeptgebühr – unabhängig von der Abrechnung des Rezepts – tagesaktuell an den Krankenversicherungsträger gehen und daher auch das Erreichen der Rezeptgebührenobergrenze tagesaktuell feststehen wird. Die Rezeptgebührenbefreiung greift zukünftig daher mit dem Tag, mit dem sie erreicht wird. „Wir setzen hier einen wichtigen Schritt weiter in Richtung Digitalisierung, da die Verwaltungsabläufe vereinfacht und modernisiert werden“, so Hartinger-Klein.

Vorteile für Patientinnen und Patienten

Die Einlösung eines e-Rezeptes in der Apotheke ist auch ohne Papierrezept möglich – es reicht die e-card bzw. der Code. Patientinnen und Patienten können zukünftig ihre e-Rezepte über eine App im Portal der Sozialversicherung www.meinesv.at elektronisch abrufen – es ist kein Papierbeleg mehr notwendig. Wenn ein Papierbeleg verloren geht oder nicht mehr lesbar ist, kann das e-Rezept durch Stecken der e-card in der Apotheke abgerufen werden.

Dank der Novellierung des e-Rezepts ist jeder, der bereits zwei Prozent des Jahreseinkommens für Rezeptgebühren bezahlt hat, automatisch für den Rest des Jahres von der Rezeptgebühr befreit – ein Antrag ist nicht erforderlich.

Rückfragen & Kontakt:
Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz
Axel Ganster, MAS
Pressesprecher von Sozialministerin Beate Hartinger-Klein
+43 (1) 71100-86 2456
pressesprecher@sozialministerium.at
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Die Innovation bei Vergesslichkeit

Branchen News vom 19.03.2019

Graz (OTS) – Die größte gesundheitliche Sorge der österreichischen Bevölkerung über 50 ist jene vor Demenz. Ein neuer innovativer pflanzlicher Wirkstoff lässt Gedächtnislücken schwinden.

Die Gesundheit als wertvolles Gut rückt immer mehr ins Bewusstsein. Umso größer sind die Sorgen, die damit verbunden sind. Eine aktuelle Marktforschungsstudie von marketagent.com bringt jene gesundheitlichen Probleme ans Tageslicht, über die sich die Österreicher am meisten Sorgen machen: Ganz vorne liegt dabei die Demenz, dicht gefolgt von Herzinfarkt und Schlaganfall.

Vergesslichkeit als Ursache für die Sorge vor Demenz

Für die repräsentative Untersuchung wurden 500 Frauen und Männer über 50 Jahren befragt. Immerhin 26% der Befragten haben Sorge vor Demenz. Auslöser für die Sorge ist die eigene Vergesslichkeit: Fast 20% der Studienteilnehmer geben an innerhalb des letzten Jahres vergesslicher geworden zu sein. Dies zeigt sich unter anderem dadurch, dass Namen von Bekannten vergessen werden (rd. 25%), beim Einkaufen Produkte nicht wie gewünscht im Einkaufswagen landen (rd. 13%) und Alltagsgegenstände vom Schlüssel bis zur Brille verlegt werden (rd. 10%).[1]

Pflanzliche Lösung bei Vergesslichkeit

Über 30% der Österreicher haben Interesse an einem Nahrungsergänzungsmittel, das die Gedächtnisleistung unterstützt. Ein solch innovatives Produkt präsentiert nun die führende Apotheken-Marke Dr. Böhm® aus dem Hause Apomedica. Vor kurzem hat das Unternehmen aus Graz eine zukunftsweisende Innovation für die Aufrechterhaltung der Gedächtnisleistung und die gesunde Gehirnalterung auf den Markt gebracht: Dr. Böhm® Gedächtnis aktiv.

3-fach stark für das Gedächtnis

Das innovative Nahrungsergänzungsmittel enthält den patentierten Curcuma-Extrakt Longvida®, der die geistige Leistungsfähigkeit schnell und nachhaltig verbessert. Neueste wissenschaftliche Studien an gesunden Menschen zeigen, dass der Curcuma-Extrakt Longvida® gleich dreifach positiv wirkt: Er verbesserte die Denkleistung innerhalb kurzer Zeit (Akut-Effekt).[2] Nach einer Einnahme von vier Wochen steigert er zudem die geistige Leistungsfähigkeit und sorgt für bessere Aufmerksamkeit und Merkfähigkeit (Aufbau-Effekt). Darüber hinaus unterstützt der Extrakt die gesunde Gehirnalterung, indem er nachweislich den Anteil jener Proteine (Beta-Amyloid) im Blut senkt, die im Gehirn Ablagerungen bilden können.[3]

Rechtzeitig handeln, bevor die Gedächtnislücken zunehmen

Gerade für die gesunde Gehirnalterung ist rechtzeitiges Handeln angesagt, wie Dr. Albert Kompek, Leiter Forschung und Entwicklung von Apomedica betont: „Schon 20 Jahre bevor kognitive Defizite wie zum Beispiel häufige Vergesslichkeit auftreten, können Ablagerungen (Beta-Amyloid-Plaques) im Gehirn auftreten. Diese Plaques können die gesunde Gehirnfunktion beeinträchtigen. Daher ist es wichtig, den Beta-Amyloid-Spiegel im Blut so früh wie möglich möglichst niedrig zu halten, um eine gesunde Gehirnalterung zu erreichen.“ Dieser Effekt konnte in Studien mit dem patentierten Curcuma-Extrakt Longvida® nachgewiesen werden: Bei gesunden Personen im Alter von 40-60 Jahren wurde damit bereits nach vier Wochen eine signifikante Reduktion des Beta-Amyloid-Spiegels im Blut erreicht. Darüber hinaus konnte in weiteren Studien nachgewiesen werden, dass der Curcuma-Extrakt auch positive Wirkungen auf die Gefäße sowie Entzündungsparameter im Körper zeigt.[4]

Jetzt neu und exklusiv in der Apotheke

Dr. Böhm® Gedächtnis aktiv enthält nicht nur den patentierten Curcuma-Extrakt Longvida®, sondern auch andere wichtige ernährungsphysiologische Stoffe wie einen Lecithin-Komplex, B-Vitamine und Zink für Gehirn und Nerven. Eine regelmäßige Einnahme kann zu einem guten Gedächtnis und einer gesunden Gehirnalterung beitragen. Dr. Böhm® Gedächtnis aktiv ist ab sofort unter Pharmazentralnummer 4997881 exklusiv in der Apotheke erhältlich.

[1] Studie „Vergesslichkeit“ durchgeführt von marketagent.com im Auftrag von Apomedica

[2] Cox KH et al. J Psychopharmacol. 2015 May;29(5):642-51.

[3] DiSilvestro RA. Nutr J. 2012 Sep 26;11:79.

[4] Mc Farlin BK et al., BBA Clin. 2016 Feb 18, 5:75-8

Rückfragen & Kontakt:
Karin Kohlfürst
Leitung Kommunikation
Tel.: +43 (316) 823533 – 45
karin.kohlfuerst@apomedica.com
www.apomedica.com

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Neue Beratungsqualität in Apotheken

Branchen News vom 14.03.2019

Schladming (OTS) – Die Beratungsqualität in Apotheken soll weiter gesteigert werden. Neu konzipierte Beratungsleitfäden für die Apothekerschaft sollen dies gewährleisten. Das standardisierte Nachschlagewerk wurde heute im Rahmen der 52. Wissenschaftlichen Fortbildungsveranstaltung der Österreichischen Apothekerkammer in Schladming präsentiert.

Fortbildungskongress setzt neue Maßstäbe

„In der Apotheke erwarten die Menschen täglich hochwertige Beratungsleistungen von Apothekerinnen und Apothekern. Um diesem wichtigen Kundennutzen gerecht werden zu können, bedarf es einer laufenden Fort- und Weiterbildung der Apothekerschaft in diesem Bereich. Es ist enorm wichtig, die Qualität der persönlichen Beratung in Apotheken zu standardisieren und so den vermehrten Qualitätsansprüchen von professioneller Beratung in Zeiten digitaler Informationsflut und damit verbundener Verunsicherung gerecht werden zu können“, führt Mag. pharm. Dr. Ulrike Mursch-Edlmayr, Präsidentin der Österreichischen Apothekerkammer, aus.

Die Unterlagen wurden entsprechend internationaler Leitlinien erarbeitet und gemeinsam mit ärztlichen Fachgesellschaften abgestimmt. Mitglieder der Arbeitsgruppe sind Mag. pharm. Dr. Ulrike Mursch-Edlmayr, Mag. pharm. Jürgen Rehak, Mag. pharm. Monika Aichberger, Mag. pharm. Catherine Bader, Mag. pharm. Dr. Thomas Riedl, Mag. pharm. Wolfgang Schwetz, Mag. pharm. Monika Wolfram und Mag. pharm. Dr. Bernhard Ertl.

Gesundheitsministerin begrüßt Initiative

Die Bundesministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz, Mag. Beate Hartinger-Klein, begrüßt die Initiative. „Das Projekt ist ganz im Sinne einer qualitativ hochwertigen pharmazeutischen Beratung und stellt einen weiteren Beitrag zur Verbesserung der Gesundheitskompetenz der österreichischen Bevölkerung dar“, erklärt die Ministerin.

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Einladung zum Pressegespräch FSME

Branchen News vom 13.03.2019

Wien (OTS) – 2018 sind ist die Anzahl der FSME-Erkrankungsfälle zum zweiten Mal in Folge wieder auf über 100 angestiegen, teilweise mit schwerwiegenden Folgeschäden für die Patienten. Viele wären wohl vermeidbar gewesen, wären die Betroffenen korrekt gegen die durch Zecken übertragene Krankheit geimpft gewesen. Immer noch halten sich falsche Vorstellungen über Zecken, Infektionsrisiken und Impfintervalle.

Beim Pressegespräch am 20. März 2019 erfahren Sie

  • Wie die hohen Fallzahlen 2018 zu erklären sind
  • Was der Klimawandel damit zu tun hat
  • Was es mit der neu entdeckten tropischen Riesenzecke auf sich hat
  • Wer sich heuer unbedingt impfen lassen sollte und
  • Welche Tipps und Tricks es gibt, um sich generell gegen Zecken-übertragene Krankheiten zu schützen

Ort: VHS Wiener Urania (Haupteingang, 2. Stock, Klubsaal), Uraniastraße 1, 1010 Wien

Ihre Gesprächspartner in alphabetischer Reihenfolge sind:

  • Priv.-Doz. Dr. Georg Duscher
    Institut für Parasitologie, Department für Pathobiologie, Veterinärmedizinische Universität Wien
  • Mag. pharm. Dr. rer. nat. Gerhard Kobinger
    Präsidium Österreichische Apothekerkammer
  • Dr. pharm. Christiane Körner
    Apothekerin und Impfexpertin
  • Dr. med. Rudolf Schmitzberger
    Leiter des Referats für Impfangelegenheiten ÖÄK, Facharzt für Kinder und Jugendheilkunde
  • Univ.-Prof. Dr. med. Florian Thalhammer
    Universitätsklinik für Innere Medizin I, Klinische Abteilung für Infektionen und Tropenmedizin, Medizinische Universität Wien

Moderation: Mag. Sigrid Haslinger, Vizepräsidentin des ÖVIH

Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung unter warter@finefacts.at

Einladung zum Pressegespräch FSME: Steigende Fallzahlen – was tun?

Datum: 20.03.2019, 09:30 – 10:30 Uhr

Ort: VHS-Urania, Haupteingang, 2. Stock, Klubsaal
Uraniastraße 1, 1010 Wien, Österreich

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Sonja Warter, MSc
warter@finefacts.at
M: +43 650 2703929

Mag. Uta Müller-Carstanjen
mueller-carstanjen@finefacts.at
M: +43 664 515 30 40

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APOVERLAG launcht neues Online-Portal DeineApotheke.at

Branchen News vom 13.03.2019

Wien (OTS) – Der APOVERLAG hat dieser Tage gleich zwei Neuigkeiten zu verkünden. Einerseits wurde die „Österreichische Apotheker-Zeitung“, kurz „ÖAZ“, grafisch komplett neu überarbeitet und überzeugt nun mit einem moderneren und ansprechenderen Design. Andererseits wurde das neue Online-Portal www.DeineApotheke.at aus der Taufe gehoben, das digitale Pendant zur beliebten Kundenzeitung „DA – Deine Apotheke“.

„Unsere Magazine und Online-Portale versorgen Fachleute und Konsumenten umfassend mit Pharma- und Gesundheitsinformationen. Mit dem Relaunch der ‚ÖAZ‘ und dem neuen Online-Portal blickt das Verlagsteam in Richtung einer modernen und multimedialen Content-Strategie“, so Mag. Heinz Wlzek, Geschäftsführer des APOVERLAG.

Komplexe Gesundheitsinfos verständlich erklärt

Das neue Online-Portal www.DeineApotheke.at richtet sich an alle gesundheitsinteressierten Österreicher. In Anlehnung an das gleichnamige Monatsmagazin „DA – Deine Apotheke“ widmet sich die Online-Redaktion rund um Lana Gricenko, die die Leitung des neuen Portals innehat, den Themen Gesundheit, Pharma, Naturheilkunde, Lifestyle und Wohlfühlen. Der Schwerpunkt liegt auf leicht verständlichen Gesundheitsinformationen mit vielen hilfreichen Tipps.

Außerdem befinden sich mit der Präparat- und mit der Wechselwirkungssuche zwei spannende Tools auf www.DeineApotheke.at. In der Präparatsuche kann man alle in Österreich erhältlichen Arzneimittel nachschlagen. Erstmals steht Usern auch eine valide Wechselwirkungssuche zu österreichischen Medikamenten und Wirkstoffen zur Verfügung. „Natürlich können und wollen wir den Apotheker nicht ersetzen. Unser Wechselwirkungsrechner gibt dem Konsumenten eine Richtung vor. Falls bei den eingegebenen Präparaten oder Wirkstoffen tatsächlich Wechselwirkungen zu erwarten sind, wird das angezeigt – gemeinsam mit dem Appell: Bitte informieren Sie sich bei Ihrem Arzt oder Apotheker“, erörtert Wlzek den Gedanken dahinter.

Österreichs größte Apothekerzeitung bekommt ein neues Gesicht

Die ÖAZ ist das offizielle Mitteilungsblatt der heimischen Apotheker und informiert ihre Leser und Leser 14-täglich über aktuelle gesundheits- und standespolitische Entwicklungen in Pharmazie und Medizin. Mit dem umfangreichen Relaunch möchte Österreichs größte Apothekerzeitung die Inhalte noch übersichtlicher, pointierter und leserfreundlicher kommunizieren. Look und Grafik wurden moderner und zeigen ab sofort mit einer neuen Bildsprache, einem überarbeiteten Logo, hochwertigerem Papier und neuen Themenschwerpunkten die neue Richtung des Magazins vor. Für das überarbeitete Layout zeichnet die neue Art Direktorin des Verlages, Kathrin Dörfelmayer, verantwortlich.

Der Chefredakteur des APOVERLAG, Mag. Andreas Feichtenberger: „Das neue Erscheinungsbild der ‚ÖAZ‘ wird die Inhalte rund um Pharmazie, Medizin, Gesundheitspolitik und Wirtschaft noch besser transportieren können. Unsere Schwerpunkte liegen auf spannenden Interviews mit Entscheidungsträgern der Branche und interessanten Hintergrundinformationen rund um die zentralen Themenbereiche.“

Österreichische Apotheker-Verlagsgesellschaft m.b.H.

Der Österreichische Apotheker-Verlag, kurz APOVERLAG, ist die führende Drehscheibe für Pharmainformationen in Österreich. Mit unseren Produkten unterstützen wir Apotheker, Ärzte und Krankenanstalten bei ihrer täglichen Arbeit – von Fach- und Kundenzeitschriften über Arzneimitteldatenbanken bis zur führenden Apothekensoftware.

„DA – Deine Apotheke“

Das Kundenmagazin „DA – Deine Apotheke“ liegt monatlich in mehr als 1.000 Apotheken zur kostenfreien Mitnahme auf. Die aktuellen CAWI-Print Umfrageergebnisse bestätigen dem Heft mehr als 250.000 Leser und eine Reichweite von 4,1 % in Österreich. Zusätzlich zum Printmagazin gibt es ab sofort das neue Online-Portal www.DeineApotheke.at

Rückfragen & Kontakt:
Österreichische Apotheker-Verlagsgesellschaft m.b.H.
Mag. Andreas Feichtenberger
Chefredakteur
+43/1 402 35 88-953
redaktion@apoverlag.at

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OÖ Apothekerkammer: Nachtdienste in Oberösterreich bleiben aufrecht

Branchen News vom 12.03.2019

Linz (OTS) – Im Zuge der aktuellen Diskussion um die Reduktion der Nachtapotheken betonten Präsident und Vizepräsidentin der Oberösterreichischen Apothekerkammer, Mag. pharm. Thomas W. Veitschegger und Mag. pharm. Monika Aichberger, „Es ist uns ein Anliegen, den Versorgungsauftrag bestmöglich zu erfüllen und das optimale Niveau der Beratung und Betreuung auch weiterhin zu gewährleisten. Selbstverständlich auch während der Nachtstunden“. Allerdings werden die von den Behörden vorgeschriebenen Nachtdienste für Oberösterreichs Apothekerinnen und Apotheker finanziell immer belastender. „Die flächendeckenden Nachtdienste werden von den Apotheken im Gegensatz zu den anderen Gesundheitsberufen noch immer selbst finanziert und sind in der Regel mit hohen Kosten verbunden, die durch das Tagesgeschäft nicht mehr kompensiert werden können. Eine Unterstützung von der öffentlichen Hand gibt es momentan nicht“, beklagt Veitschegger. Zudem sinken die Margen aus dem Medikamentenverkauf. Daher sieht die Oberösterreichische Apothekerkammer bei den Nachtdiensten einen Optimierungsbedarf.

Als mögliche Lösung, um die Kosten der Nachtdienste abzufedern, wäre daher für die Oberösterreichische Apothekerkammer eine Unterstützung vonseiten der öffentlichen Hand bzw. der Sozialversicherungen wie in Deutschland wünschenswert. In Oberösterreich sind bereits neue Modelle für die Nachtdienste vorhanden. „Bei uns existiert z.B. in Wels ein sehr gut funktionierendes Zustellservice etwa in Zusammenarbeit mit Taxiunternehmen, die gewährleisten, dass im Notfall bzw. bei bettlägerigen Patientinnen und Patienten innerhalb kurzer Zeit das richtige Medikament ankommt. Dieses Modell soll nach Möglichkeit auch auf andere Städte und den ländlichen Bereich ausgedehnt werden.“, sagt Aichberger.

Ziel aller Überlegungen müsse sein, zusätzliche Kosten für die Kundinnen und Kunden möglichst gering zu halten, betonen unisono Präsident und Vizepräsidentin der Oberösterreichischen Apothekerkammer, Mag. pharm. Veitschegger und Mag. pharm. Aichberger.

Rückfragen & Kontakt:
Österreichische Apothekerkammer
Landesgeschäftsstelle Oberösterreich
Mozartstraße 26, 4020 Linz
Tel.: 0732/770350
E-Mail: ooe@apothekerkammer.at

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