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Der richtige Schutz vor der Sonne

Branchen News vom 30.07.2020

Apothekerinnen und Apotheker beraten über Vorsorge und medikamentöse Sonnenschäden

Wien (OTS) – Ein Sonnenbrand ist schnell passiert, wirkt aber lange nach. Neben den akuten Beschwerden führt er zu vorzeitiger Hautalterung und kann – oft erst nach Jahren – Hautkrebs verursachen. Die beste Vorsorge ist der richtige Schutz vor der Sonne. Die Apothekerinnen und Apotheker beraten wie man sich bestmöglich vor einem Sonnenbrand schützt und den Sommer unbeschwert genießen kann.

„Der ideale Sonnenschutz ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Nicht jeder verträgt die Sonne gleich gut. In der Apotheke gibt es je nach Empfindlichkeit und Beschaffenheit der Haut, nach Strahlungsintensität der Sonne am Urlaubsort und nach persönlichen Vorlieben eine Vielzahl von hochwertigen und besonders gut verträglichen Sonnenschutzpräparaten. Richtig vorbereitet und geschützt kann man den Sommer – egal ob zuhause, in den Bergen oder am See – unbeschwert genießen“, erklärt Mag. pharm. Susanne Ergott-Badawi, Präsidiumsmitglied der Österreichischen Apothekerkammer.

Mineralischer Sonnenschutz

Bei Sonnenschutzpräparaten unterscheidet man zwischen mineralischen und chemischen Filtern. Der mineralische Sonnenschutz besteht aus natürlichen, weißen Farbpigmenten, der wie ein Spiegel das UV-Licht reflektiert. „Dieser Sonnschutz ist frei von Chemie und besteht aus mineralischen und pflanzlichen Inhaltsstoffen. Mineralischer Sonnenschutz schützt sofort nach dem Auftragen und wird wegen seiner guten Verträglichkeit auch für Babys und Kinder empfohlen“, so Ergott-Badawi. Generell müssen Babys und Kleinkinder in besonderem Maße vor der Sonne geschützt werden. Am besten mit einem sehr hohen Schutzfaktor, einer Kopfbedeckung mit Nackenschutz und einer UV-Schutz-Bekleidung. Für empfindliche Kinderhaut gibt es in der Apotheke eine große Auswahl an speziellen Sonnenprodukten. Kinder unter einem Jahr sollten sich ausschließlich im Schatten aufhalten und auch dort eine Kopfbedeckung tragen. Wichtig ist auch, den Sonnenschutz regelmäßig zu erneuern – besonders nach dem Baden und vor allem nach dem Abtrocknen.

Chemischer Sonnenschutz

Der chemische Filter dringt in die oberste Schicht der Haut ein, absorbiert die Strahlung und wandelt sie in Wärme um. Häufig werden die beiden Filter kombiniert, um einen umfangreichen Sonnenschutz zu garantieren. Bei empfindlicher Haut muss darauf geachtet werden, dass möglichst kein Parfüm, keine Emulgatoren oder Konservierungsmittel enthalten sind. So können Hautirritationen vermieden werden. Durch die zusätzliche Einnahme von Beta-Carotin wird die Haut auch quasi von Innen auf die Sonne vorbereitet.

Sonnenempfindlich durch Medikamente

Besonderen Schutz vor der Sonne benötigen auch Menschen, die gewisse Arzneimittel einnehmen bzw. anwenden. Es gib einige Medikamente, die die Lichtempfindlichkeit und die Haut sensibler gegenüber der Sonne machen – wie beispielsweise manche Antibiotika, Herz-Kreislauf-Medikamente, Johanniskraut oder auch bestimmte Schmerzmittel. Dies betrifft auch die äußerliche Anwendung von Schmerzgelen. „Das bedeutet allerdings nicht, dass Patienten die Sonne deswegen gänzlich meiden müssen,“ beruhigt die Apothekerin. „Allerdings müssen sie sich besonders vor der Sonne schützen. Die Apothekerinnen und Apotheker informieren im Detail was zu beachten ist, um medikamentöse Sonnenschäden vorzubeugen.“

Apotheken auf einen Blick

In Österreich spielen die öffentlichen Apotheken eine wichtige Rolle als Gesundheitsnahversorger. Ob Stadt oder Land: Die österreichischen Apotheken liefern Qualität auf höchstem Niveau. Insgesamt beraten rund 6.000 akademisch ausgebildete Apothekerinnen und Apotheker in 1.400 Apotheken die Bevölkerung in Gesundheitsfragen. Die Beratungskompetenz ist eine zentrale Leistung der Apotheker. Zusätzlich erbringen über 350 Apothekerinnen und Apotheker wertvolle Versorgungs- und Beratungsleistungen für die Patienten in den österreichischen Krankenanstalten.

Rückfragen & Kontakt:

Österreichische Apothekerkammer
Kommunikation
Tel: 01 / 404 14 – 600
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Aut idem: „Viele Nachteile, kein Nutzen“

Branchen News vom 28.07.2020

„Die therapeutische Entscheidungshoheit muss dort bleiben, wo sie hingehört – beim Arzt“, fordert Johannes Steinhart, Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer.

Wien (OTS) – „Traditionell gab und gibt es in Österreich eine sehr vernünftige Trennung zwischen der Arzneimittelverordnung durch Ärztinnen und Ärzte einerseits und der Abgabe dieser Medikamente durch Apotheken andererseits“, erläutert Johannes Steinhart, Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer und Bundeskurienobmann der niedergelassenen Ärzte, heute in einem Pressegespräch. „Die Entscheidungshoheit über die Verschreibung von rezeptpflichtigen Medikamenten liegt aus guten Gründen bei den Ärztinnen und Ärzten, die dafür durch ihr Medizinstudium und die verpflichtend vorgeschriebenen Aus- und Weiterbildungen bestens vorbereitet sind. Die Schlüsselrolle des Arztes in der medikamentösen Therapie infrage zu stellen, kam in unserem Gesundheitssystem aus guten Gründen so gut wie niemandem ernsthaft in den Sinn. Seit einiger Zeit ist das leider anders. Aus unserer Sicht stellen die jüngsten, einseitigen Vorstöße in Richtung Aut idem massive und äußerst problematische Eingriffe in das bestehende System dar“, warnt Steinhart und nennt die wesentlichen Kritikpunkte:

  • Den Ärzten würde die Entscheidungshoheit über die Verordnung einer medikamentösen Therapie, für die sie verantwortlich sind, entzogen werden.
  • Es ist davon auszugehen, dass die Apotheken bei der Auswahl einer Arzneispezialität nach wirtschaftlichen Kriterien vorgehen, also zum Beispiel das Medikament mit der größten Gewinnspanne bevorzugt abgeben werden.
  • Ein häufiger Wechsel von Handelspräparaten hätte negative Auswirkungen auf die Compliance und erhöht das Risiko von Fehl- und/oder Mehrfacheinnahmen mit entsprechend ungünstigen Auswirkungen auf Patienten und ihren Krankheitsverlauf.
  • Dass Aut idem oder die Wirkstoffverordnung grundsätzlich Engpässe in der Medikamentenversorgung lösen können und außerdem das Gesundheitsbudget entlasten, ist ein Scheinargument. Dahinter stehen die wirtschaftlichen Interessen des Medikamentengroßhandels und seiner Apotheken.
  • Ein Einsparungspotenzial durch Aut idem ist nicht vorhanden.
  • Aut idem und Wirkstoffverordnung brächten also Patienten, Ärzten und der Gesundheitsversorgung keinen Nutzen, dafür aber viele Nachteilen. Vorteile bringen sie ausschließlich dem Medikamentengroßhandel und seinen Apotheken.

„Eine Lösung bei Lieferengpässen kann ein ‚Aut idem‘ sein, das auf der Arzt-Ebene stattfindet. Der Arzt muss beim Verschreiben schon durch ein Software-Tool informiert werden, dass das Medikament nicht lieferbar ist. Dann kann er mit seiner medizinischen Kompetenz und dem Wissen um die Krankengeschichte seines Patienten ein anderes Medikament verschreiben“, so Steinhart.

Ähnlich sieht es Michael Freissmuth, Leiter des Zentrums für Physiologie und Pharmakologie der MedUni Wien: „Eine Aut idem-Regelung würde der öffentlichen Hand keine nennenswerten Einsparungspotenziale bringen, bei vielen Patientinnen und Patienten Verunsicherung erzeugen, das Risiko von Einnahmefehlern erhöhen und völlig einseitig den Arzneimittelgroßhandel mit seinen Apotheken bevorzugen. Patientinnen und Patienten und ihrer Versorgung mit Medikamenten brächte eine Aut idem-Regelung keinerlei Vorteile“, so Freissmuth. „Aut idem ist also insgesamt weder für Patienten noch für Ärzte noch für pharmazeutische Unternehmen noch für das solidarische Gesundheitssystem eine gute Lösung. Man sollte diese nicht empfehlen“, so Freissmuth abschließend.

„Entscheidungshoheit muss beim Arzt bleiben“

„Die therapeutische Entscheidungshoheit muss beim Arzt verbleiben“, fasst Johannes Steinhart die Position der Ärzteschaft zusammen. „In der Gesundheitsversorgung sollte jeder Gesundheitsberuf das tun, was er am besten kann: Der Arzt soll Medikamente verschreiben, der Apotheker abgeben. Eine Übertragung der Entscheidung über die individuell abgegebene Arzneispezialität vom Arzt auf den Apotheker wäre rein wirtschaftlich motiviert und ginge auf Kosten der Versorgung. Solche Scheinlösungen sind aus der Sicht der Ärztevertretung rigoros abzulehnen.“

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Österreichische Ärztekammer
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Öffentlichkeitsarbeit
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Wirkstoffverschreibung klammert Patientennutzen aus

Branchen News vom 28.07.2020

Generika- und Pharmaverband sprechen sich gleichermaßen gegen eine Regelung aus, mit der nur noch Wirkstoffe und keine Medikamentennamen mehr verordnet werden sollen.

  • Würden Ärzte nur mehr Wirkstoffe und keine Medikamente mehr verschreiben, würde das nicht nur die Therapietreue auf Patientenseite gefährden, sondern die Versorgung mit Arzneimitteln insgesamt
    Mag. Alexander Herzog, PHARMIG Generalsekretär
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  • In Österreich ist die Preissituation bei Arzneimitteln aufgrund zahlreicher Regelungen bereits jetzt äußerst angespannt. Das würde sich noch weiter verschärfen, wenn die Entscheidung darüber, welches Arzneimittel der Patient erhalten soll, allein dem Diktat des niedrigsten Preises gehorcht. Einige Produkte könnten folglich gänzlich vom Markt verschwinden, weil sich ihr Vertrieb hierzulande nicht mehr lohnen würde. Die Wirkstoffverschreibung ist somit auch kein Instrument, um die negativen Folgen von Arzneimittel-Lieferengpässen abzufedern.
    Dr. Wolfgang Andiel, Präsident des Österreichischen Generikaverbands
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Wien (OTS) – Der Verband der pharmazeutischen Industrie, PHARMIG, sowie der Österreichische Generikaverband OeGV sehen keinen Vorteil in einer sogenannten Wirkstoffverschreibung oder auch Aut-Idem-Regelung, wie sie seit einiger Zeit thematisiert werden und heute auch von der Österreichischen Ärztekammer im Zuge einer Pressekonferenz deutlich abgelehnt wurden. „Würden Ärzte nur mehr Wirkstoffe und keine Medikamente mehr verschreiben, würde das nicht nur die Therapietreue auf Patientenseite gefährden, sondern die Versorgung mit Arzneimitteln insgesamt“, warnt PHARMIG-Generalsekretär Alexander Herzog. Auch Wolfgang Andiel, Präsident des OeGV, sieht keinen Vorteil in einer Wirkstoffverschreibung: „In Österreich ist die Preissituation bei Arzneimitteln aufgrund zahlreicher Regelungen bereits jetzt äußerst angespannt. Das würde sich noch weiter verschärfen, wenn die Entscheidung darüber, welches Arzneimittel der Patient erhalten soll, allein dem Diktat des niedrigsten Preises gehorcht. Einige Produkte könnten folglich gänzlich vom Markt verschwinden, weil sich ihr Vertrieb hierzulande nicht mehr lohnen würde. Die Wirkstoffverschreibung ist somit auch kein Instrument, um die negativen Folgen von Arzneimittel-Lieferengpässen abzufedern.“

Mit dem Begriff der Wirkstoffverschreibung ist gemeint, dass Ärzte keine Medikamente mit Namen mehr verordnen, sondern lediglich den Wirkstoff eines Arzneimittels auf dem Rezept vermerken sollen. Erst von der Apotheke wird dann die Entscheidung getroffen, welches Produkt dem Patienten ausgehändigt wird. Bzw. soll eine Aut-Idem-Regelung dem Apotheker das Recht geben, im Falle einer wirklichen oder angeblichen Nicht-Lieferfähigkeit ein vom Arzt verschriebenes Arzneimittel durch ein anderes, wirkstoffgleiches, zu ersetzen. „Dem Arzt wird damit die Entscheidungshoheit über die Verordnung der Therapie entzogen, wiewohl der Arzt jener ist, der in der gesamten Versorgung den Patienten am besten kennt und daher am besten einzuschätzen vermag, welches Produkt für welche Krankheit bei welchem Patienten am besten geeignet ist“, so Herzog. Außerdem würde sich ein oftmaliger Wechsel eines Arzneimittels negativ auf die Therapie-Adhärenz bei den Patienten auswirken. Hier merkt Andiel an: „Zwar ist die Austauschbarkeit von Generikum und Original hinsichtlich ihrer Wirkung wohl unbestritten, aber es orientieren sich viele Patienten an Form, Größe und Farbe ihrer Medikamente. Vor allem bei Patienten, die viele Arzneimittel einnehmen müssen, kann es dann bei ständig wechselnden Präparaten zu Verunsicherung und kommen, die dazu führt, dass sie ihre Medikamente nicht oder falsch einnehmen.“

Thematisiert werden die Wirkstoffverschreibung und Aut-Idem-Regelung seit längerem mit dem Argument, Einsparungen im Arzneimittelsektor zu erzielen und etwaige Lieferprobleme bei Arzneimitteln hintanzuhalten. Gerade bei der Preisgestaltung wird hierbei oft auf andere EU-Länder verwiesen, in denen derartige Regelungen bereits existieren. Dagegen sieht Andiel hier aber weder bei der Preisgestaltung noch bezüglich der Lieferprobleme einen Vorteil: „Natürlich fällt auf, dass Österreich noch keine derartige Regelung hat. Das hat aber gute Gründe, weil wir in Österreich ohnehin schon aufgrund gesetzlicher Vorgaben ein sehr niedriges Preisniveau haben. 45 Prozent aller im Erstattungskodex gelisteten Arzneimittel sind günstiger als die Rezeptgebühr. Die zahlen sich die Patienten damit selbst. Mit der Wirkstoffverschreibung wird zwangsläufig weiter an der Preisspirale gedreht, bis manche Präparate einfach nicht mehr vermarktet werden können. Es sind ja gerade die ökonomischen Rahmenbedingungen, die die Produktionsabwanderung aus Europa beschleunigen und damit die wesentliche Ursache für Lieferengpässe darstellen.“ Mit einer derartigen Regelung würde sich, so Andiel, die Katze folglich in den Schwanz beißen.

Möchte man tatsächlich den Umgang mit zukünftigen Lieferverzögerungen verbessern, so sehen sowohl PHARMIG als auch OeGV die beste Lösung darin, die Verfügbarkeit von Arzneimitteln direkt im Rahmen der Rezeptausstellung sichtbar zu machen: „Wenn der Arzt unbürokratisch, schnell und ohne viel Aufwand in seinem Computer nachschauen kann, ob das Medikament, das er für seinen Patienten verordnen möchte, auch tatsächlich lieferbar ist, wäre das der einfachste Weg. Dann wären Apotheker nicht gezwungen, Arzneimittel im Falle von Lieferproblemen wo anders bestellen zu müssen und Patienten müssten auch nicht zur Neuausstellung eines Rezeptes zurück in die Arzt-Ordination geschickt werden“, erkläutert Herzog. Man müsse hier auch nicht bei Null beginnen, so Herzog, denn schließlich sei die Basis für diese Information schon mit 1. April dieses Jahres geschaffen worden, nämlich mit dem neuen Melderegister für Vertriebseinschränkungen.

Über die PHARMIG: Die PHARMIG ist die freiwillige Interessenvertretung der österreichischen Pharmaindustrie. Derzeit hat der Verband 120 Mitglieder (Stand Juli 2020), die den Medikamenten-Markt zu gut 95 Prozent abdecken. Die PHARMIG und ihre Mitgliedsfirmen stehen für eine bestmögliche Versorgungssicherheit mit Arzneimitteln im Gesundheitswesen und sichern durch Qualität und Innovation den gesellschaftlichen und medizinischen Fortschritt.

Über den OeGV: Der Österreichische Generikaverband ist ein Zusammenschluss von 10 Generika-Produzenten, die sich zur optimalen Versorgung der österreichischen Patientinnen und Patienten mit hochwertigen, preiswerten Arzneimitteln bekennen. Das Ziel des Verbands ist einerseits, die Öffentlichkeit über die Vorteile von Generika zu informieren und andererseits aktuelle gesundheitspolitische Debatten mitzugestalten. Für ein leistbares Gesundheitssystem und die Sicherung eines breiten Patientenzugangs zu hochwertigen Arzneimitteln.

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OeGV – Österreichischer Generikaverband
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Apothekerkammer begrüßt Verbleib der Penicillin-Produktion in Österreich

Branchen News vom 28.07.2020

Mursch-Edlmayr: „Richtige Entscheidung angesichts der Lieferengpässe bei Medikamenten“

Wien (OTS) – Die Apothekerkammer begrüßt die Entscheidung, die Produktion von Antibiotika in Österreich zu belassen und nicht nach Asien auszulagern. „Angesichts wachsender Lieferprobleme bei Arzneimitteln ist die Absicherung des Standortes Österreich bei der Produktion von Penicillin eine überaus erfreuliche Nachricht. Die Maßnahme hilft, die wachsende Abhängigkeit Europas von den asiatischen Ländern im Bereich der Beschaffung von Arzneimitteln und Medizinprodukten einzudämmen“, zeigt sich Mag. pharm. Dr. Ulrike Mursch-Edlmayr, Präsidentin der Österreichischen Apothekerkammer, zufrieden.

Der Zeitpunkt sei günstig, denn zusätzlich zu den bestehenden Arzneimittel-Lieferproblemen habe die Coronakrise die Verwundbarkeit und Abhängigkeit Europas im Bereich der Beschaffung von Arzneimitteln und Medizinprodukten dramatisch sichtbar gemacht. Jetzt sei ein wichtiger Schritt in Richtung Krisensicherheit gesetzt worden, so Mursch-Edlmayr.

Dennoch seien laut Apothekerkammer-Präsidentin weitere Schritte notwendig: „Probleme mit Arzneimittel-Lieferengpässen werden sich weder rasch noch Österreich-spezifisch lösen lassen. Wir brauchen eine europaweite Pharma- und Medizinproduktestrategie, in der die globale Produktionsstruktur und Lieferketten widerstandsfähiger gestaltet werden.“

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Bayern: Impfen in der Apotheke vor dem Durchbruch

Branchen News vom 27.07.2020

Apothekerkammer: Entwicklung auch in Österreich nicht aufzuhalten

Wien (OTS) – Neuer Rückenwind für Österreichs Apothekerinnen und Apotheker bei ihren Bemühungen um eine gesetzliche Erlaubnis zum Impfen: Deutschland arbeitet bereits an der bundesweit zweiten Modellregion für Grippeschutzimpfungen durch die Apothekerschaft. In Bayern laufen Gespräche zwischen dem dortigen Apothekerverband (BAV) mit der Gesundheitskasse AOK Bayern. Modellregion soll demnach die Oberpfalz werden, dort gibt es 267 Apotheken. Vor kurzem hat die deutsche Region Nordrhein das erste derartige Modellvorhaben beschlossen.

„Die Entwicklung in Deutschland zeigt, dass die Tendenz immer mehr in Richtung Impfen in der Apotheke geht. Deutschland wird bereits das 13. Land in Europa sein, in dem sich die nationale Durchimpfungsrate durch diese Maßnahme signifikant steigern lässt. Das ist auch unser Ziel in Österreich. Die Zeit drängt, wir sind diesbezüglich im Gespräch mit dem Gesundheitsminister“, bestätigt Mag. pharm. Dr. Gerhard Kobinger, Präsidiumsmitglied der Österreichischen Apothekerkammer, gleichlautende Aussagen von Minister Rudolf Anschober vom Mittwoch. „Mit Bayern ist die praktische Umsetzung des Impfens in ausgewählten Apotheken bereits sehr nahe – nicht nur geografisch, sondern auch zeitlich“, ergänzt Kobinger.

„Das Impfen in der Apotheke ist der bei weitem effektivste Weg, die Durchimpfungsrate zu erhöhen. Die langen Öffnungszeiten der Apotheken helfen dabei. Apothekerinnen und Apotheker können hier einen immens wichtigen Beitrag leisten und einen barrierefreieren und niederschwelligen Zugang zum Impfen gewährleisten. Sie sind die Arzneimittelspezialisten. Die Impfberatung ist Teil ihres Leistungsportfolios. Auch Wartezeiten gibt es in der Apotheke praktisch keine“, erklärt Mag. pharm. Susanne Ergott-Badawi, ebenfalls Präsidiumsmitglied der Österreichischen Apothekerkammer.

„Dem Impfen in der Apotheke gehört die Zukunft“, zeigen sich Ergott-Badawi und Kobinger abschließend überzeugt.

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Mit der „Apotheke“ auf Wanderung

Branchen News vom 27.07.2020

Rucksackapotheke hilft bei Erstversorgung von Verletzungen

Wien (OTS) – Der diesjährige Sommer lädt (auch coronabedingt) viele Menschen zu Wanderungen in die Berge ein. Wandern tut gut, macht fit und hilft dem Herz-Kreislaufsystem. Außerdem wirkt es sich positiv auf das Gemüt und das seelische Wohlbefinden aus. Die gute Stimmung kann aber schnell getrübt werden, wenn sich bei schlechtem Schuhwerk oder empfindlichen Füßen bereits nach den ersten Kilometern schmerzhafte Blasen melden. Meist bemerken viele Wanderer erst dann, dass etwas Wichtiges im Rucksack fehlt: die Rucksackapotheke.

Apotheker und Präsidiumsmitglied der Österreichischen Apothekerkammer Mag. pharm. Dr. Gerhard Kobinger kennt dieses Problem und weiß, wie wertvoll eine handliche Wanderapotheke für die kleinen Notfälle ist: „Eine kurze Unachtsamkeit reicht und schon rutscht man im Geröll aus und zieht sich eine unangenehme Schürfwunde oder sogar Schlimmeres zu. Ein kleine aber feine Wanderapotheke, um Wunden schnell versorgen zu können, ist in diesen Fällen Goldes wert.“

Was gehört in eine Rucksackapotheke

Egal, ob Bergtour, Hochtour oder Trekkingtour, eine Wanderapotheke sollte immer sterile Wundauflagen und Mullbinden, Pflaster, Blasenpflaster, Desinfektionsmittel (bevorzugt als Spray), Kühlspray oder eine kühlende Salbe, eine Schere, Sicherheitsnadeln, eine Pinzette zum Entfernen von Fremdkörpern, ein Dreieckstuch, Einmalhandschuhe und eine Alu-Rettungsfolie beinhalten. Ein hochwertiger Sonnenschutz, mit einem ausreichend hohem Lichtschutzfaktor, sowie ein Insektenschutzmittel darf im Rucksack ebenfalls nicht fehlen. „Wichtig ist auch, dass Wanderer gegen FSME geimpft sind – wie alle Menschen, die gerne in der Natur aktiv sind. Bei einem Bienenstich empfiehlt es sich, den Stachel sofort aus der Haut zu ziehen und die betroffene Stelle gut zu kühlen“, rät Kobinger.

Was tun bei Blasen

Entstehende oder noch nicht geplatzte Blasen stören durch leichte brennende Schmerzen. Oft zeigt sich in diesem Stadium nicht mehr als eine gerötete, leicht erhabene Hautstelle. Spätestens jetzt muss die betroffene Stelle durch ein Blasenpflaster abgedeckt und so vor weiteren Reizungen geschützt werden. „Vor einer Wanderung ist es ratsam, die Füße mit einer Hautpflegecreme zu behandeln. Bewährt haben sich hier z.B. die Hirschtalgcreme und Melkfett“, so Kobinger.

Was tun bei Wunden und Verletzungen

Beim Wandern kann es immer wieder zu Stürzen kommen. „Schürfwunden sollten sofort mit Wasser ausgewaschen, mit Desinfektionsmittel desinfiziert sowie mit sterilen Kompressen und einer Mullbinde abgedeckt werden“, erklärt der Apotheker. „Bei Prellungen, Verstauchungen und Blutergüssen führt ein ‚Vereisungsspray‘ zu einer raschen Schmerzlinderung. Gut eignen sich auch Gele, die einen Kühleffekt ausüben und sowohl den Schmerz als auch die Entzündung bekämpfen.“ Grundsätzlich sollte bei Verletzungen die PECH-Regel angewandt werden: P wie Pause, E wie Eis, C wie Compressen und H wie Hochlagern.

Auf das Trinken nicht vergessen

Wie bei allen Sportarten verliert der Körper auch beim Wandern durch das Schwitzen viel Flüssigkeit – also ausreichend und regelmäßig trinken! Vermehrtes Schwitzen und längere körperliche Anstrengung beeinflussen auch den Magnesium- und Kaliumhaushalt. Diese beiden Mineralstoffe sind besonders wichtig für Herz, Muskeln und Nerven und gerade bei einem Ausdauersport wie Wandern sollte auf eine ausreichende Zufuhr geachtet werden.

Zum Abschluss appelliert der Apotheker noch an alle – vor allem ungeübte – Wanderer: „Unterschätzen Sie auf keinen Fall die Bergwelt und überschätzen Sie nicht Ihre Kondition und Ausdauer. Stimmen Sie die Wanderroute auf die eigene Leistungsfähigkeit ab und achten Sie immer auf geeignetes Equipment, adäquates Schuhwerk und die aktuelle Wetterprognose. So kann das Risiko für einen Unfall im Vorhinein reduziert werden.“

Apotheken auf einen Blick

In Österreich spielen die öffentlichen Apotheken eine wichtige Rolle als Gesundheitsnahversorger. Ob Stadt oder Land: Die österreichischen Apotheken liefern Qualität auf höchstem Niveau. Insgesamt beraten rund 6.200 akademisch ausgebildete Apothekerinnen und Apotheker in 1.400 Apotheken die Bevölkerung in Gesundheitsfragen. Die Beratungskompetenz ist eine der zentralen Leistungen der Apotheker. Zusätzlich erbringen über 350 Apothekerinnen und Apotheker wertvolle Versorgungs- und Beratungsleistungen für die Patienten in den österreichischen Krankenanstalten.

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Anschober: „Barrierefreierer Zugang beim Impfen“ – ApothekerInnen haben die Lösung

Branchen News vom 27.07.2020

Apothekerkammer: „Impfen in der Apotheke ist immens wichtiger Beitrag zur Erhöhung der Durchimpfungsrate“

Wien (OTS) – Die Apothekerinnen und Apotheker begrüßen den heute von Gesundheitsminister Rudolf Anschober im Rahmen einer Pressekonferenz formulierten Plan, die Breitenwirkung von Impfungen zu steigern und das Impfen barrierefreier zu gestalten. „Wir werden tatkräftig mitarbeiten, die Durchimpfungsrate in Österreich zu steigern, die Apothekerinnen und Apotheker stehen bereit. Der Lösungsansatz lautet Impfen in der Apotheke. Der niederschwellige Zugang zu Impfungen, wie ihn die 1.400 österreichischen Apotheken mit ihren rund 400.000 täglichen Patientenkontakten bei entsprechendem politischem Willen bieten könnten, würde zu deutlich höheren Impfraten führen“, erklärt Mag. pharm. Dr. Gerhard Kobinger, Präsidiumsmitglied der Österreichischen Apothekerkammer. „Ja, wir sind diesbezüglich im Gespräch mit dem Gesundheitsministerium“, bestätigt Kobinger gleichlautende Aussagen von Gesundheitsminister Rudolf Anschober am Mittwoch im Rahmen einer Pressekonferenz.

„Das Impfen in der Apotheke ist der bei weitem effektivste Weg um, wie von Anschober formuliert, ‚in die Breite zu kommen‘“, zeigt sich Mag. pharm. Susanne Ergott-Badawi, ebenfalls Präsidiumsmitglied der Österreichischen Apothekerkammer, überzeugt. Sie stützt sich dabei auf Beispiele aus dem Ausland, die diesen positiven Effekt auf die Durchimpfungsrate eindrucksvoll belegen. „In zwölf europäischen Staaten, wie Irland, Frankreich, Schweiz und ab Herbst auch in Deutschland, gehört das Impfen in der Apotheke zum Alltag. Die dortigen Impfraten haben sich durch die Einführung des Impfens durch Apotheker deutlich erhöht, auch Ärzte verzeichneten einen Anstieg bei den Impfungen“, so Ergott-Badawi.

„Auch in Österreich könnten Apothekerinnen und Apotheker einen immens wichtigen Beitrag zur Erhöhung der Durchimpfungsrate leisten“, erklären Ergott-Badawi und Kobinger abschließend.

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Appell der Apothekerkammer: Corona-Schutzmaßnahmen befolgen

Branchen News vom 27.07.2020

Wurstbauer: Apotheken wegen ihres Sicherheitsmanagements „Orte der Sicherheit“

Wien (OTS) – „Bitte befolgen Sie unbedingt die Corona-Sicherheitsvorschriften“, so der Appell der Österreichischen Apothekerkammer anlässlich der heute von der Bundesregierung bekannt gegebenen neuen Regeln zur Eindämmung der Corona-Epidemie.

„Der Mund-Nasenschutz stellt eine immens wichtige Vorsorgemaßnahme gegen eine mögliche Covid-19-Erkrankung dar. Das verpflichtende Tragen von Schutzmasken hat sich in den Apotheken bestens bewährt und zählt zu den wichtigsten Sicherheitsregeln. Apotheken waren und sind Orte der Sicherheit“, erklärt Mag. pharm. Christian Wurstbauer, Vizepräsident der Österreichischen Apothekerkammer.

Auch das häufige Händewaschen und das Einhalten eines Sicherheitsabstandes zu anderen Personen von mindestens einem Meter sei nach wie vor von größter Wichtigkeit, so Wurstbauer. „Der Babyelefant soll weiterhin mitten unter uns leben, schicken wir ihn nicht weg!“

„Wir, die rund 6.200 Apothekerinnen und Apotheker bundesweit, sind für alle Patientinnen und Patienten, für alle Kundinnen und Kunden da. Und wir bleiben da. Auch jene Menschen, die keinen Arzt erreichen können, finden in der nächstgelegenen Apotheke mit ihren langen Öffnungszeiten und den Nachtdiensten einen Ort der individuellen Beratung und persönlichen Betreuung“, stellt Wurstbauer abschließend klar.

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Deutsche ApothekerInnen beginnen im Herbst zu impfen

Branchen News vom 20.07.2020

Rückenwind für Impf-Apotheken auch in Österreich

Wien (OTS) – In Deutschland ist Bewegung in die Bemühungen um eine Impfmöglichkeit für Apothekerinnen und Apotheker gekommen. Der Apothekerverband Nordrhein hat sich mit der Gesundheitskasse AOK Rheinland/Hamburg auf ein Pilotprojekt zur Grippeschutzimpfung ab Herbst geeinigt.

„Das Beispiel aus Deutschland zeigt, dass jede Chance genutzt werden muss, durch höhere Durchimpfungsraten die Gesundheit der Bevölkerung zu verbessern. Diesem Beispiel sollte Österreich so rasch wie möglich folgen“, fordert Mag. pharm. Dr. Gerhard Kobinger, Präsidiumsmitglied der Österreichischen Apothekerkammer. „Die Apothekerinnen und Apotheker können einen wesentlichen Beitrag leisten, wenn es – gerade auch in Corona-Zeiten – um ein niederschwelliges, praktisches und sicheres Impfangebot geht. “ Immerhin 400.000 Menschen besuchen täglich eine der 1.400 österreichischen Apotheken.

Die Apotheken in Nordrhein versorgen täglich rund 500.000 Menschen in einem Gebiet mit 9,4 Millionen Einwohnern. Das Pilotprojekt in der Region läuft auf drei Jahre und wird wissenschaftlich begleitet und evaluiert. Weitere Pilotprojekte werden folgen. Der Gesetzgeber will durch das zusätzliche Impfangebot in den Apotheken die Durchimpfungsrate steigern, um viele Grippetote zu verhindern.

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Apothekerkammer rät zu Beratung bei Corona-Tests

Branchen News vom 15.07.2020

Ohne fachkundige Betreuung sind Testergebnisse wertlos

Wien (OTS) – Corona-Tests (PCR wie Antikörper) verbreiten sich immer weiter, und das Interesse der Bevölkerung am eigenen Infektionsstatus steigt. Mittlerweile befinden sich unterschiedlichste Produkte auf dem Markt. „Einfach den Test zu kaufen ist zu wenig, es kommt auf die korrekte Durchführung und den richtigen Umgang mit dem Testergebnis an. Falsch interpretierte Testergebnisse stellen eine Gefahr für die Gesundheit dar“, betont Mag. pharm. Raimund Podroschko, Vizepräsident der Österreichischen Apothekerkammer.

Dies gilt sowohl für PCR-Tests, die Aufschluss über eine aktuelle Corona-Infektion geben, als auch für Antikörpertests, die eine zumindest zwei Wochen zurückliegende Erkrankung anzeigen.

Bei einem positiven PCR-Test ist das durchführende Labor verpflichtet, die Behörde zu informieren. Für die getestete Person bedeutet das zumindest Heimquarantäne, bis sich die Behörde meldet.

Bei Antikörpertests gibt es große qualitative Unterschiede und es kann aus verschiedenen Gründen zu falsch positiven und falsch negativen Ergebnissen kommen. „Das Testergebnis sollte mit einer fachkundigen Person wie einer Apothekerin oder einem Apotheker besprochen werden. Menschen, die sich in falscher Sicherheit wiegen, lassen womöglich wichtige Vorsichtsmaßnahmen außer Acht und stecken dadurch andere an“, warnt der Apotheker. Wer einen Corona-Test machen möchte, sollte sich daher an die Apotheke seines Vertrauens wenden. Darüber hinaus ist es besonders wichtig, in jedem Fall weiter Vorsichtsmaßnahmen wie Abstand halten, regelmäßiges Händewaschen und Mund-Nasenschutz einzuhalten.

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Trotz Corona: Die Regelungen zur Mitnahme suchtmittelhaltiger Medikamente bei Auslandsreisen bleiben bestehen

Branchen News vom 13.07.2020

Der Verband der Arzneimittel-Vollgroßhändler PHAGO rät bei Urlaubsantritt zur Vorsicht, weil bestimmte Arzneimittel behördliche Bescheinigung benötigen.

Wien (OTS) – Der Verband der österreichischen Arzneimittel-Vollgroßhändler PHAGO empfiehlt Patientinnen und Patienten vor Urlaubsreisen ins Ausland zu prüfen, ob es sich bei ihren ärztlich verschriebenen Medikamenten um sogenannte „suchtmittelhaltige“ Arzneimittel handelt. Dies betrifft eine breite Palette an stark wirksamen Schmerzmitteln (zB opioidhaltige Schmerzpflaster oder Medikamente) sowie psychotropen Arzneimitteln (Opiate, Cannabinoide sowie bestimmte Beruhigungs- und Schlafmittel). Diese unterliegen nämlich besonderen Regelungen. „Derzeit gibt es bei der Urlaubsplanung so viel zu berücksichtigen, dass man als Patientin leicht übersehen kann, dass bestimmte Medikamente beim Grenzübertritt bescheinigungspflichtig sind.“, erklärt PHAGO-Generalsekretärin Monika Vögele.

So benötigt ein Patient bei Reisen in die Staaten des Schengener Abkommens eine spezielle Bescheinigung, wenn er ein suchtmittelhaltiges Arzneimittel mitnimmt. Für Länder außerhalb des Schengener Raumes, also etwa Kroatien oder die Türkei, gibt es länderspezifische Regelungen, über die die jeweilige diplomatische Vertretung informiert.

In Österreich liefert der Vollgroßhandel pro Jahr über 10 Millionen Packungen suchtmittelhaltiger Arzneimittel an die Apotheken aus. Sowohl für die Lagerung und Lieferung als auch die Verschreibung dieser Medikamenten-Gruppe gelten strenge gesetzliche Auflagen.

Ein Blick hinter die Kulissen des Großhandels: Die Aufbewahrung erfolgt in den 23 Standorten der PHAGO-Betriebe in speziell abgesicherten und temperaturkontrollierten Räumen. Das Betreten erfolgt über ein strenges Kontrollsystem. Für die Auslieferung an die Apotheken stehen Spezialboxen bereit. Der logistische Weg dieser Medikamente wird genau aufgezeichnet und von einem eigenen Suchtmittelverantwortlichen überwacht.

Über PHAGO:

PHAGO ist eine freiwillige Interessenvertretung des österreichischen Arzneimittel-Vollgroßhandels. Dessen wichtigste Aufgabe ist die Sicherstellung der Arzneimittelversorgung für Österreich. Als Rückgrat der Arzneimittelversorgung kümmert sich der Großhandel daher um die Planung, Abwicklung und Auslieferung von 20 Millionen Arzneimitteln, die jedes Monat von der Industrie in die Apotheke gebracht werden müssen. Um besonders in der Krise schnell reagieren zu können, beobachten die PHAGO-Großhändler genau, wie sich die Lagerstände in ihren 23 Standorten in ganz Österreich entwickeln.

Rückfragen & Kontakt:

Für PHAGO:
Mag. Britta Blumencron
Britta Blumencron Gesundheitskommunikation
Tel. + 69910112223

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Apothekerkammer: Auf Impfungen nicht vergessen

Branchen News vom 13.07.2020

Corona-bedingter „Rückstau“ bei Impfungen sollte jetzt beseitigt werden – Apothekerinnen und Apotheker wollen in Zukunft impfen

Wien (OTS) – Die Coronakrise hat bei vielen Menschen für Lücken im Impfkalender gesorgt. Jetzt ist es an der Zeit, diese Lücken zu schließen, lautet der Appell der Apothekerinnen und Apotheker anlässlich derzeit laufender FSME-Impfaktionen in Österreich.

„Gerade jetzt ist es wichtig, den eigenen Impfstatus kontrollieren zu lassen. Wir Apothekerinnen und Apotheker beraten und informieren Sie als Expertinnen und Experten für Arzneimittel gerne. Neben der fachkundigen Beratung können wir einen zusätzlichen niederschwelligen Zugang zu Impfungen bereitstellen und damit dazu beitragen, die Impfraten zu steigern. Mit rund 400.000 Kundenkontakten pro Tag sind die Apotheken ideale Partner und bestens geeignet, um den leider sehr niedrigen Durchimpfungsraten entgegenzuwirken“, zeigt sich Mag. pharm. Susanne Ergott-Badawi, Präsidiumsmitglied der Österreichischen Apothekerkammer, überzeugt.

Der Zugang zum Impfen ist für viele Menschen infolge des hohen Aufwands oftmals schwierig. „Die Apothekerinnen und Apotheker sind sich dessen bewusst und arbeiten auf politischer und operativer Ebene daran, nach Absolvierung einer speziellen Zusatzausbildung die gesetzliche Berechtigung zum Impfen in der Apotheke zu bekommen. Das Impfen in der Apotheke ist bereits in zwölf europäischen Ländern in ausgewählten Apotheken gang und gäbe. In Deutschland etwa werden im Herbst erstmals Apothekerinnen und Apotheker Patienten gegen die Grippe impfen“, ergänzt Mag. pharm. Dr. Gerhard Kobinger, ebenfalls Präsidiumsmitglied der Österreichischen Apothekerkammer. Das Angebot der Apothekerinnen und Apotheker stelle eine Ergänzung zum Impfangebot der Ärzte dar.

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Corona: Apothekerinnen und Apotheker appellieren an Eigenverantwortung

Branchen News vom 09.07.2020

Apothekerkammer: CoV-Schutzvorschriften dienen dem Eigenschutz und sind Akt der Solidarität

Wien (OTS) – Angesichts der neuerlichen Verschärfung der Corona-Situation in Österreich erneuern Apothekerinnen und Apotheker ihre Bitte an die Bevölkerung, den örtlichen Schutzvorschriften jedenfalls Folge zu leisten. In Oberösterreich etwa wird morgen, Donnerstag, aufgrund steigender CoV-Infektionszahlen die Maskenpflicht in öffentlichen Räumen wieder eingeführt.

„Wir bitten um Verständnis für diese Maßnahmen und appellieren an die Eigenverantwortung der Menschen. Es geht dabei nicht nur um den Selbstschutz, sondern auch um einen Akt der Rücksicht und Solidarität gegenüber allen Mitbürgerinnen und -bürgern“, betont Mag. pharm. Thomas Veitschegger, Präsident der Apothekerkammer Oberösterreich.

Der Apotheke kommt in Coronazeiten außerordentliche Wichtigkeit für die Bevölkerung als häufig aufgesuchter Ort der Sicherheit zu. „Bitte befolgen Sie die weiterhin in ganz Österreich geltende Maskenpflicht in den Apotheken. Sie schützen damit sich, ihre Mitmenschen und auch das Apothekenpersonal. Nur wenn wir uns alle gemeinsam an die Regeln halten, können wir dem Virus die Stirn bieten,“ so der ergänzende Appell von Mag. pharm. Susanne Ergott-Badawi, Präsidiumsmitglied der Österreichischen Apothekerkammer.

Das Corona-Sicherheitssystem in den 1.400 österreichischen Apotheken gilt als weltweit beispielgebend. Es ist Aufgabe und Wunsch der rund 6.200 Apothekerinnen und Apotheker und deren Teams, für die Sicherheit der Menschen zu sorgen. Dies gilt nicht nur für das Thema Arzneimittelsicherheit, sondern auch für den Schutz vor einer Infektion. In der Apotheke ums Eck finden Kundinnen und Kunden, Patientinnen und Patienten immer ein „offenes Ohr“.

Bundeskanzler Sebastian Kurz hatte am Mittwoch erklärt, in einer für Donnerstag angesetzten Videokonferenz mit den Landeshauptleuten zu besprechen, „wie wir bestmöglich auf eine potenzielle zweite Welle reagieren wollen und wie auf regionale Ausbrüche“. Ergott-Badawi verweist in diesem Zusammenhang auf den Leitspruch der Apothekerschaft „Wir bleiben da. Für Sie“: „In Zeiten wie diesen ist es wichtig, darauf vertrauen zu können, dass man weiterhin gut versorgt wird. Dass man sich keine Sorgen machen muss, ob man ein benötigtes Medikament bekommt. Dafür sorgen Apothekerinnen und Apotheker in ganz Österreich, bei Tag und Nacht, 356 Tage im Jahr.“

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Angst vor Corona-Ansteckung beeinflusst Medikamenteneinnahme chronisch Kranker.

Branchen News vom 06.07.2020

Das Arzneimittel-Radar des Voll-Großhandels zeigt negative Entwicklung während Covid-19 Zeit April bis Juni.

Wien (OTS) – Aktuell verzeichnet Österreich wieder über 100 Corona Neuinfektionen am Tag. Erhöhte Vorsicht ist also angesagt. Was die eigene Gesundheit anbelangt, appelliert der Verband der Arzneimittel-Vollgroßhändler PHAGO, den Blick nicht nur auf das Coronavirus zu richten.

Anlass zur Sorge gibt das Arzneimittel-Verhalten der ÖsterreicherInnen.
Das Arzneimittel-Radar des Großhandels der Monate April bis Juni (somit 2. Quartal 2020) zeigt eindeutig: Die Angst vor Corona hat sich auf die Medikamenten-Einnahme bei chronischen Krankheiten ausgewirkt.
„Unsere Zahlen legen die Befürchtung nahe, dass chronisch kranke Menschen aus Angst vor einer Corona-Infektion offenbar seltener ihren Arzt oder ihre Ärztin und die Apotheke aufgesucht haben und damit die regelmäßige und ununterbrochene Einnahme der Dauermedikation nicht gesichert war“, analysiert der Präsident des Vollgroßhandels PHAGO, Andreas Windischbauer.

Die Bilanz des Arzneimittel-Radars belegt, dass es in den vergangenen drei Monaten einen auffälligen Rückgang bei den normalerweise verordnungsstärksten Arzneimitteln gegeben hat. Konkret sehen die Zahlen für das 2. Quartal 2020 im Vergleich zum 2. Quartal des Vorjahres wie folgt aus:

Antibiotika – 46 %

Schmerz-Medikamente – 19 %

Blutdruckmittel – 16 %

Mittel zur Behandlung

koronarer Herzkrankheiten – 11 %

Psychopharmaka (Psycholeptika

sowie Psychoanaleptika) – 11 %

Antidiabetika – 10 %

Cholesterinsenker – 8 %

In Hinblick auf diese Daten raten die Vollgroßhändler daher, Arzt- und Apotheken-Besuche nicht hintan zu halten, wenn man von einer chronischen Krankheit betroffen ist.

Über PHAGO:

PHAGO ist eine freiwillige Interessenvertretung des österreichischen Arzneimittel-Vollgroßhandels. Dessen wichtigste Aufgabe ist die Sicherstellung der Arzneimittelversorgung für Österreich.
Als Rückgrat der Arzneimittelversorgung kümmert sich der Großhandel daher um die Planung, Abwicklung und Auslieferung von 20 Millionen Arzneimitteln, die jedes Monat von der Industrie in die Apotheke gebracht werden müssen. Um besonders in der Krise schnell reagieren zu können, beobachten die PHAGO-Großhändler genau, wie sich die Lagerstände in ihren 23 Standorten in ganz Österreich entwickeln.

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Die Reiseapotheke: Gesundheit im Gepäck

Branchen News vom 06.07.2020

Apotheker empfehlen: Mund-Nasen-Schutz und Desinfektionsmittel einpacken

Wien (OTS) Das Reisen ist wieder möglich, die Urlaubssaison steht vor der Tür. Um sich und andere im Urlaub vor einer Infektion mit dem Corona-Virus zu schützen, empfehlen die Apothekerinnen und Apotheker, Mund-Nasen-Schutz sowie Desinfektionsmittel in der Reiseapotheke mitzuführen.

Egal ob Bade- oder Wanderurlaub in Österreich, Reisen ans Meer oder Städtetrips – eine gut sortierte Reiseapotheke sollte nicht fehlen. Mit ihr sorgen Urlauber optimal für Krankheitsfälle oder kleinere medizinische Notfälle vor. „Wenn man auf Reisen geht, ist es immer klug, alle wichtigen Arzneimittel einzupacken, da man so im Bedarfsfall sofort das vertraute und bewährte Medikament zur Hand hat“, erklärt Mag. pharm. Raimund Podroschko, Vizepräsident der Österreichischen Apothekerkammer. „In Corona-Zeiten empfiehlt es sich, darüber hinaus an den Mund-Nasen-Schutz sowie an Desinfektionsmittel in ausreichender Menge zu denken. Am besten führt man diese griffbereit im Handgepäck mit.“

Was gehört in eine Reiseapotheke?

Als oberster Grundsatz für die Reisapotheke gilt: Alle Medikamente, die man zu Hause regelmäßig einnimmt oder häufig braucht, dürfen im Urlaub nicht fehlen. Sie gehören in ausreichender Menge für die Dauer des Urlaubs ins Reisegepäck – inklusive „Sicherheitszuschlag“, sollte es bei der Rückreise zu Problemen kommen. Bei Flugreisen gehören diese Arzneimittel ins Handgepäck, damit sie immer verfügbar sind. Hier sind die Bestimmungen bezüglich Flüssigkeiten etc. zu beachten.

Des Weiteren zählen zur Standardausrüstung einer Reiseapotheke Arzneimittel gegen Reiseübelkeit und Verdauungsprobleme wie Verstopfung, Durchfall und Erbrechen, gegen Schmerzen und Fieber sowie gegen Allergien und Juckreiz. Verbandzeug wie Pflaster und Blasenpflaster, eine elastische Binde und Kühlkompressen sowie Schere, Pinzette, Wunddesinfektionsmittel, eine Wund- und Heilsalbe und auch Insektenschutz dürfen in einer gut sortieren Reiseapotheke ebenfalls nicht fehlen. Es empfiehlt sich darüber hinaus auch, Medikamente gegen Husten, Heiserkeit, Halsschmerzen und Schnupfen sowie Augen- und Nasentropfen, eine Salbe gegen Prellungen und Verstauchungen sowie ein Fieberthermometer einzupacken.

Der richtige, auf den jeweiligen Hauttyp abgestimmte Sonnenschutz gehört ebenfalls ins Reisegepäck. Und wer mit Kindern verreist, sollte natürlich die Reiseapotheke auf die Bedürfnisse der Kleinen abstimmen und Präparate speziell für Kinder mitnehmen.

„Für Apothekerinnen und Apotheker gehört die richtige Zusammenstellung der Reiseapotheke zur beruflichen Routine, sie helfen den Reisenden gerne. Sie stimmen den Inhalt der „reisenden Apotheke“ auf die jeweilige Person sowie auf das Reiseziel ab und informieren über die richtige Reisevorsorge“, so Podroschko.

Transport und Lagerung
Die Reiseapotheke sollte möglichst kühl, trocken und lichtgeschützt transportiert werden. Am Urlaubsort angekommen, empfehlen Apothekerinnen und Apotheker, die Arzneimittel am besten in einem dunklen, trockenen Kleiderschrank zu deponieren. Auf keinem Fall sollten sie direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden.

Apotheken auf einen Blick

In Österreich spielen die öffentlichen Apotheken eine wichtige Rolle als Gesundheitsnahversorger. Ob Stadt oder Land: Die österreichischen Apotheken liefern Qualität auf höchstem Niveau. Insgesamt beraten rund 6.000 akademisch ausgebildete Apothekerinnen und Apotheker in 1.400 Apotheken die Bevölkerung in Gesundheitsfragen. Die Beratungskompetenz ist eine der zentralen Leistungen der Apotheker. Zusätzlich erbringen über 350 Apothekerinnen und Apotheker wertvolle Versorgungs- und Beratungsleistungen für die Patienten in den österreichischen Krankenanstalten.

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Impfen durch ApothekerInnen verbessert Gesundheit der Bevölkerung

Branchen News vom 02.07.2020

Impfausbildung auf internationalem Niveau wird vorbereitet

Wien (OTS) – Es ist in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten nicht gelungen, die Durchimpfungsrate in der Bevölkerung substanziell zu erhöhen. Daher hat die Politik völlig richtig erkannt, dass der Zugang zum Impfen vervielfacht und vereinfacht werden muss. So lassen sich mehr Menschen impfen und die Bevölkerung ist besser vor vermeidbaren Krankheiten geschützt.

Die Apotheken können beim Impfen einen wirksamen Beitrag leisten. Täglich kommen 400.000 Menschen in eine der 1.400 Apotheken in Österreich. Hier wird bereits mit Impfstoffen versorgt und Impfberatung durchgeführt. Was liegt also näher, als auch vor Ort zu impfen? „Unser Ziel und das Ziel aller Gesundheitsberufe muss es sein, eine höhere Durchimpfungsrate zu erreichen, damit sich die Gesundheit der Bevölkerung verbessert. Wenn wir die Durchimpfungsrate steigern, können wir viel Krankheit und Leid und damit auch Druck auf die Spitäler verhindern“, ist Mag. pharm. Dr. Gerhard Kobinger, Präsidiumsmitglied der Österreichischen Apothekerkammer, überzeugt.

Apothekerinnen und Apotheker impfen bereits in 13 europäischen Ländern

Apothekerinnen und Apotheker impfen schon jetzt in 13 europäischen Ländern, etwa in Frankreich, Irland und Portugal. Der Erfolg ist unbestritten: In der Schweiz hat sich die Durchimpfungsrate durch das Impfangebot in Apotheken binnen zwei Jahren um mehr als 15 Prozent gesteigert.

Ausbildung nach internationalem Vorbild

Die Österreichische Apothekerkammer wird eine fundierte und standardisierte Ausbildung auf internationalem Niveau anbieten. Im Rahmen dieser Ausbildung werden die theoretischen Grundlagen vermittelt sowie das praktische Impfwissen und der korrekte Umgang mit Impfreaktionen. So wird der Bevölkerung eine hochqualitative Gesundheitsdienstleistung angeboten. „Die standardisierte Ausbildung orientiert sich an Ländern, in denen Apothekerinnen und Apotheker schon jahrelang impfen. Diese Ausbildung wird höchsten internationalen Standards entsprechen“, unterstreicht Mag. pharm. Susanne Ergott-Badawi, Präsidiumsmitglied der Österreichischen Apothekerkammer.

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Wirkstoffverordnung nur vermeintlich ein Vorteil

Branchen News vom 02.07.2020

Wirkstoffverordnung löst allfällige Lieferprobleme bei Arzneimitteln nicht. Wichtiger sind schnelle und transparente Information für alle Beteiligten der Arzneimittel-Lieferkette.

Wenn Ärzte keine Produkte, sondern lediglich nur mehr Wirkstoffe verschreiben, wird das etwaige Lieferproblematiken bei Arzneimitteln nicht lösen, sondern sogar noch verschärfen. Vielmehr sollten Ärzte in dem Moment, in dem sie ein Rezept ausstellen, darüber informiert werden, ob das entsprechende Medikament auch verfügbar ist
Mag. Alexander Herzog, Generalsekretär der PHARMIG

Wien (OTS)„Wenn Ärzte keine Produkte, sondern lediglich nur mehr Wirkstoffe verschreiben, wird das etwaige Lieferproblematiken bei Arzneimitteln nicht lösen, sondern sogar noch verschärfen. Vielmehr sollten Ärzte in dem Moment, in dem sie ein Rezept ausstellen, darüber informiert werden, ob das entsprechende Medikament auch verfügbar ist“, betont Alexander Herzog, Generalsekretär der PHARMIG, angesichts der aufflammenden Diskussion darüber, ob es Apothekern erlaubt sein soll, selbst zu entscheiden, welches Medikament sie den Kunden aushändigen, solange es zur vom Arzt verordneten Wirkstoffklasse gehört.

Leidtragende einer solchen Verordnung wären in erster Linie die Patienten, speziell jene, die laufend Medikamente zu sich nehmen müssen. Denn sie wären womöglich gezwungen, sich auf einen oftmaligen Wechsel ihres Medikamentes einzustellen. Dazu Herzog: „Wenn nicht mehr der Arzt entscheidet, welches Medikament sein Patient bekommen soll und nur mehr der Wirkstoff verschrieben wird, dann schafft man damit eine Flexibilität, die nur vermeintlich von Vorteil ist. In Wahrheit gefährdet man dadurch die Therapietreue und das Vertrauen in die Arzneimittel.“ Wiewohl eine solche Verordnung in vielen anderen Ländern bereits existiert, gelten dort andere Preismechanismen. In Österreich herrschen weit- und tiefgreifende Regularien, die ohnehin in den vergangenen Jahren bereits zu starken Preiserosionen geführt haben.

Der Nutzen, den eine Wirkstoffverordnung bringen soll, wird sich langfristig nicht abzeichnen. Vielmehr wird eine Folge davon sein, dass der Wettbewerb unter den Arzneimittelherstellern, die mit niedrigen Preisen zu kämpfen haben, noch mehr angefacht wird. „Da laufen wir Gefahr, dass der Arzneimittelschatz ausgedünnt wird, weil sich einige Produzenten vom Markt verabschieden könnten“, spezifiziert Herzog. Anstatt also damit die Versorgungssicherheit zu erhöhen, wird eher das Gegenteil erreicht. „Das kann nicht im Sinne des Erfinders sein und ist schon gar nicht im Sinne der Patienten“, so Herzog.

Jedenfalls sei man laut dem PHARMIG-Generalsekretär jederzeit gerne bereit, auf sachlicher Ebene eine Diskussion darüber zu führen, wie die Information über die Verfügbarkeit von Arzneimitteln noch transparenter gemacht und allen Beteiligten der Arzneimittel-Lieferkette, vom Erzeuger über den Großhandel und die Apotheke bis hin zum Arzt, noch zeitnaher zur Verfügung gestellt werden kann.

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PHARMIG – Verband der pharmazeutischen Industrie Österreichs
Peter Richter, BA MA MBA
Head of Communications & PR
01/40 60 290-20
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Corona: Apotheken für allfällige zweite Welle gerüstet

Branchen News vom 01.07.2020

Podroschko: „Apothekerinnen und Apotheker lassen Sie nicht im Stich“

Wien (OTS) – „Apothekerinnen und Apotheker stehen bereit, um die Bevölkerung im Falle einer neuen Corona-Welle weiterhin umfassend mit Arzneimitteln und Beratung zu versorgen“, erklärt Mag. pharm. Raimund Podroschko, Vizepräsident der Österreichischen Apothekerkammer, angesichts derzeit erneut steigender Corona-Fallzahlen.

„Wenngleich einige Apotheken, vor allem in Fremdenverkehrsgebieten und Einkaufszentren, von der Krise schwer getroffen wurden und drastische wirtschaftliche Nachteile erlitten haben, bleibt der Grundsatz bestehen: Wir, die rund 6.200 Apothekerinnen und Apotheker bundesweit, sind für alle Patientinnen und Patienten, für alle Kundinnen und Kunden da. Und wir bleiben da. Auch jene Menschen, die keinen Arzt erreichen können, finden in der nächstgelegenen Apotheke mit ihren langen Öffnungszeiten und den Nachtdiensten einen Ort der individuellen Beratung und persönlichen Betreuung“, versichert Podroschko, Nachsatz: „Unsere Maxime lautet: Wir lassen Sie nicht im Stich.“

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Neuer Gesamtleiter im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Wien

Branchen News vom 29.06.2020

Wien (OTS) Nach 10 Jahren als Gesamtleiter der Lebenswelten der Barmherzigen Brüder -̶ Steiermark, übernimmt Dir. Ivan Jukić, MAS mit Anfang Juli 2020 die Leitung des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder in Wien. Er ist damit neuer weltlicher Leiter des größten und ältesten Ordensspitals in Wien und für die über 1000 Beschäftigten des Krankenhauses zuständig.

Back to the roots

Für Ivan Jukić ist der Wechsel nach Wien eine Rückkehr in seine berufliche Heimat: Dir. Jukić hat vor über 30 Jahren seine Karriere u.a. als Diplomkrankenpfleger, Stationsleiter, OP-Koordinator und stellvertretender Pflegedienstleiter im Wiener Brüderkrankenhaus begonnen. Dir. Ivan Jukić, MAS absolvierte das Studium im Bereich des Krankenhausmanagements an der Wirtschaftsuniversität Wiens. Zusätzlich zeichnete er sich von 2007 bis 2010 als Prokurist des Dialysezentrums Wien Donaustadt, einem Gemeinschaftsprojekt von dem Wiener Gesundheitsverbund, der Wiener Gebietskrankenkasse und den Barmherzigen Brüdern verantwortlich.

„In Zusammenhang mit meiner neuen Aufgabe hat der Begriff der Wertschätzung eine sehr große Bedeutung für mich. Es geht immer um ein gemeinsames Ziel, das zu erreichen ist. Auf dem Weg dorthin ist es nie die eigene Person oder Position, die im Vordergrund steht. Es ist immer ein Miteinander. Deshalb sollte die wechselseitige Wertschätzung stets im Vordergrund stehen“, so Dir. Ivan Jukić, MAS zu seinem Führungsverständnis.

Weg der Offenheit

„Ich habe Dir. Ivan Jukić als eine überaus kompetente und erfahrene Führungspersönlichkeit erlebt, der den Weg der Offenheit geht und sich sehr um seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bemüht“, freut sich Frater Antonius Nguyen OH, Prior der Barmherzigen Brüder in Wien. „Ivan Jukić ist ein erfahrener Manager mit jahrzehntelanger Expertise im Gesundheits- und Sozialbereich. Gemeinsam mit den Brüdern und der Krankenhausleitung wird er die Zukunft unseres 400 Jahre alten Krankenhauses im 2. Bezirk als wichtige Säule des Wiener Gesundheitssystems gestalten.“

„Ich freue mich sehr über die Rückkehr in das Wiener Brüderkrankhaus und darüber meine Erfahrungen einbringen zu können. Ich möchte mich bei der Österreichischen Ordensprovinz der Barmherzigen Brüder für das in mich gesetzte Vertrauen bedanken und weiß, dass wir gemeinsam das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Wien weiterhin auf dem Erfolgskurs halten“, so Jukić abschließend.

Über das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Wien

Das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder ist das älteste Ordensspital in Wien. Mit mehr als 400 Betten, rund 1.000 MitarbeiterInnen, zehn Fachabteilungen samt Ambulanzen, zwei Instituten, einer Gehörlosenambulanz, einer Ambulanz für mehrfach- und schwerbehinderte PatientInnen sowie einer öffentlichen Apotheke ist das Spital der Barmherzigen Brüder ein unverzichtbarer Pfeiler in der Gesundheitsversorgung der Wiener Bevölkerung und für ganz Ostösterreich.

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Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Wien
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Johannes von Gott Platz 1, 1020 Wien
Tel: +43 1 211 21 1067, 0676 895 97 1067
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Kolbe neuer Präsident der Freiberufler: Apothekerkammer gratuliert

Branchen News vom 29.06.2020

Mursch-Edlmayr: „Anerkannter Interessenpolitiker mit großer internationaler Erfahrung“

Wien (OTS) – Die Österreichische Apothekerkammer gratuliert Dipl.-Ing. Rudolf Kolbe zur Wahl zum neuen Präsidenten der Bundeskonferenz der Freien Berufe (BUKO).

„Ich sehe die Wahl von Rudolf Kolbe als verdiente Bestätigung seines Wirkens und als deutliches Vertrauensvotum für seine bisherige verantwortungsvolle Arbeit innerhalb der BUKO. Mit Rudolf Kolbe steht der BUKO nicht nur ein anerkannter Interessenpolitiker vor, sondern auch ein erfolgreicher Kenner der Europapolitik. Seit 2015 ist er Präsident des europäischen Rates der Freien Berufe (CEPLIS) in Brüssel, der etwa dreißig europäische mono- und interprofessionelle Organisationen vertritt. Außerdem ist er Mitglied des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses (EWSA) und hat dort die Rolle des Sprechers der 2017 gegründeten Kategorie Freie Berufe inne. Ich sehe das Amt des neuen BUKO-Präsidenten bei ihm in den besten Händen und gratuliere Dipl.-Ing. Rudolf Kolbe zur neuen Funktion. Ich freue mich auf eine gute, enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit“, erklärt Mag. pharm. Dr. Ulrike Mursch-Edlmayr, Präsidentin der Österreichischen Apothekerkammer.

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Vorsicht bei Medikamenten-Mitnahme in den Urlaub

Branchen News vom 29.06.2020

Verband der österreichischen Arzneimittel-Vollgroßhändler PHAGO warnt davor, Arzneimittel länger im Auto zu lassen.

Wien (OTS) – Demnächst ist Ferienbeginn in Österreich und die Temperaturen klettern zumindest diese Woche in die Höhe. Weil heuer wahrscheinlich mehr Menschen das Auto statt des Fliegers benützen werden, um an den Urlaubsort zu kommen, macht es Sinn zu wissen, wie man eigentlich Arzneimittel als Privatperson richtig lagert und transportiert.

„Wenn Medikamente zwischenzeitlich im Auto liegen, sollte man kurz auf der Verpackung nachsehen, ob es sich um Kühlware handelt oder nicht. Jedenfalls gilt: Wenn Sie Medikamente im Auto mitnehmen, sollten Sie aufpassen.“, erklärt Monika Vögele, Generalsekretärin des Verbandes der österreichischen Arzneimittel-Vollgroßhändler PHAGO. Auf der Verpackung als temperaturempfindlich gekennzeichnete Arzneimittel sollten nicht über 8 Grad Celsius aber auch nicht zu kalt, etwa direkt zwischen zwei Kühlakkus, gelagert werden. Doch auch bei anderen Medikamenten empfiehlt es sich, diese nicht länger bei Hitze im Auto liegen zu lassen. Die Wirksamkeit der Medikamente könnte dadurch beeinträchtigt werden. Apotheker raten daher im Allgemeinen dazu, Medikamente bei 18 bis 25 Grad Celsius vor Licht und Feuchtigkeit geschützt zu lagern.

Das ist auch der Grund, warum die Lagerung und Auslieferung von Arzneimitteln streng gesetzlich geregelt ist. Der österreichische Vollgroßhandel liefert jährlich 140 Millionen Arzneimittel-Packungen an die Apotheken aus. 3,4 Millionen Packungen davon sind kühl zu lagern, also in der Regel zwischen 2 und 8 Grad. Auch beim Transport zu den Apotheken sind die Medikamente in speziell dafür vorgesehenen Behältern samt Kühlboxen zu lagern. Beispiele für solche Kühlwaren sind Insulin für Diabetiker, Impfstoffe oder einige Augentropfen.
Informationen über die richtige Aufbewahrung erhalten Sie von ihrer Apothekerin und ihrem Apotheker oder finden Sie im Beipacktext des jeweiligen Medikaments.

Über PHAGO:

PHAGO ist eine freiwillige Interessenvertretung des österreichischen Arzneimittel-Vollgroßhandels. Dessen wichtigste Aufgabe ist die Sicherstellung der Arzneimittelversorgung für Österreich.
Als Rückgrat der Arzneimittelversorgung kümmert sich der Großhandel daher um die Planung, Abwicklung und Auslieferung von 20 Millionen Arzneimitteln, die jedes Monat von der Industrie in die Apotheke gebracht werden müssen. Um besonders in der Krise schnell reagieren zu können, beobachten die PHAGO-Großhändler genau, wie sich die Lagerstände in ihren 23 Standorten in ganz Österreich entwickeln.

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Keine Chance für Fälschungen

Branchen News vom 29.06.2020

Digitales Sicherheitssystem für rezeptpflichtige Arzneimittel bewährt sich – Über 300 Industrieteilnehmer bei Livestream-Event der AMVS

Wien (OTS) – Das digitale Sicherheitssystem, das Medikamentenpackungen rezeptpflichtiger Arzneimittel durch Seriennummern nachverfolgbar macht, lässt Fälschungen keine Chance. Davon konnten sich bei einem Livestream-Event des Systembetreibers AMVS hunderte Industrievertreter aus ganz Europa überzeugen.

Das neue System, das im Rahmen der Arzneimittel-Fälschungsrichtlinie (2011/62 EU) als gesamteuropäisches Projekt in allen EU-Staaten aufgebaut wurde, läuft in Österreich auf vollen Touren. Die AMVS (Austrian Medicines Verification System), die dieses System im Auftrag der AMVO (Austrian Medicines Verification Organisation) betreibt, lud am 24. und 25. Juni zu einem Livestream-Event in Wien, an dem über 300 Vertreter der Pharmaindustrie aus ganz Europa digital teilnahmen.

Eine sichere Lieferkette ist für alle von großem Nutzen. Das Projekt zeigt, dass auch in diesen herausfordernden Zeiten auf die pharmazeutische Industrie Verlass ist“, betonte Mag. Alexander Herzog, AMVO-Vorsitzender und Generalsekretär der Pharmig, in seiner Eröffnungsrede.

Seit der Einführung des neuen digitalen Systems sind in Österreich keine Fälschungen in der legalen Lieferkette aufgetaucht. „Wir haben sichergestellt, dass die Patientinnen und Patienten originale und wirksame Medikamente erhalten. Dabei hat die Pharmaindustrie, die dieses Projekt zum Wohl der Bevölkerung finanziert, einen maßgeblichen Beitrag geleistet“, hob Dr. Wolfgang Andiel, stellvertretender AMVO-Vorsitzender und Präsident des Österreichischen Generikaverbandes, im Rahmen seiner Moderation hervor.

AMVS-Geschäftsführer Christoph Lendl, MSc gab mit seinem Team einen Überblick zum aktuellen Projektstatus, der Österreich als Musterland bei der Serialisierung von Arzneimitteln ausweist. Demnach haben 340 Millionen Medikamentenpackungen das Sicherheitssystem seit der Einführung durchlaufen. Die Abgabe der serialisierten Medikamente an Kunden in den Apotheken und an Patienten in den angeschlossenen Arztordinationen läuft reibungslos.

Über die AMVO und die AMVS

Die AMVO ist ein Gemeinschaftsprojekt des Verbandes der pharmazeutischen Industrie Österreichs (Pharmig), des Österreichischen Generikaverbandes (OeGV), des Verbandes der österreichischen Arzneimittel-Vollgroßhändler (PHAGO), der Österreichischen Apothekerkammer und der Österreichischen Ärztekammer.

Die AMVS ist die 100 % Tochter der AMVO. Sie hat das digitale Sicherheitssystem aufgebaut und ist für den zuverlässigen Betrieb des nationalen Datenspeichers, die Vernetzung aller nationalen Partner sowie für die Verbindung zum europäischen System verantwortlich.

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Impfungen: Senioren verdienen Sicherheit

Branchen News vom 29.06.2020

Gerade Senioren brauchen bei Impfungen fundierte ärztliche Beratung und Betreuung, sagt Rudolf Schmitzberger, Leiter des ÖÄK-Impfreferates.

Wien (OTS) – Die Forderung des Österreichischen Seniorenbundes nach Grippeimpfungen in Apotheken sorgt für Verwunderung bei Rudolf Schmitzberger, Leiter des Impfreferates der Österreichischen Ärztekammer: „Gerade Senioren bedürfen in Zusammenhang mit Schutzimpfungen einer intensiven medizinischen Beratung und Betreuung.“ Oft bestünden Vorerkrankungen oder Komorbiditäten. „Eine sorgfältige Anamnese, klinische Untersuchung der Impftauglichkeit, Ausschluss von Kontraindikationen und Beobachtung durch den Impfarzt sind unerlässlich. Impfen ist aus gutem Grund eine ärztliche Tätigkeit“, betont Schmitzberger, der auch zu bedenken gibt, dass in Apotheken Privat- oder Vertrauenssphäre fehlen würden.

„Auch ein geschulter Apotheker kann eine langjährige klinische Ausbildung und Erfahrung des Impfarztes nicht ersetzen“, unterstreicht Edgar Wutscher, Obmann der Bundessektion Allgemeinmedizin der ÖÄK. „Der Impfstoff ist auch meist in den Ordinationen vor Ort. Also one stop only, und der ist beim Arzt. Das ist der rasche und sichere Weg für die Schutzimpfung. Gegen unnötige Wege sind Hausapotheken beziehungsweise das Dispensierrecht für Ärztinnen und Ärzte die richtigen Rezepte“, so Wutscher.

Johannes Steinhart, Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer und Bundeskurienobmann der niedergelassenen Ärzte, stellt zudem klar: „Es geht dabei nicht darum, eine Blockadehaltung einzunehmen, sondern um die Sicherstellung der Patientensicherheit. Dass die Impfquote bei der Influenza-Impfung erhöht werden muss, steht auch für uns außer Frage.“ (sb)

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Österreichische Ärztekammer
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Korosec: „Grippewelle durch Impfung in Apotheken abfangen!“

Branchen News vom 25.06.2020

Vor Welttag der Apotheken: Seniorenbund-Präsidentin fordert Kompetenz-Erweiterung und verweist auf erfolgreiches Modell in der Schweiz.

Wien (OTS) – Im Vorfeld des morgigen (26.6.) Welttags der Apotheken fordert Seniorenbund-Präsidentin Ingrid Korosec, dass Impfungen zukünftig auch in Apotheken durchgeführt werden können. Diesen Appell setzt sie auch im Kontext der Corona-Krise und mit Blick auf den kommenden Herbst. „Besonders für Menschen mit Vorerkrankungen und ältere Menschen ist die Influenza gefährlich. Eine kombinierte Grippe- und Corona-Welle im Herbst würde unser Gesundheitssystem stark belasten“, warnt sie.

Zwar gibt es im Gegensatz zum Coronavirus einen wirksamen Impfstoff gegen die Influenza, die Durchimpfungsrate in Österreich ist jedoch sehr gering. „Es ist wichtig, dass sich so viele Menschen wie möglich gegen die Grippe impfen lassen. Das soll aber auch schnell und unkompliziert passieren können! Schon jetzt sind die Wartezimmer bei Hausärztinnen und Hausärzten gesteckt voll und auch auf den Ämtern wartet man oft lange für einen Impftermin“, meint Korosec.

Impfen nach Zusatzausbildung – wie in der Schweiz

Die Forderung nach einer Impferlaubnis für Apotheken ist für die Seniorenbund-Präsidentin naheliegend. „Das ist nicht nur unkompliziert, es erspart auch unnötige Wege für Patientinnen und Patienten. Immerhin lagern die Apotheken den Impfstoff. Alles, was es sonst braucht, ist eine Zusatzausbildung für Apothekerinnen und Apotheker. Andere Länder wie die Schweiz praktizieren das erfolgreich seit Jahren“, betont sie. Auch die Landesgesundheitsreferentinnen und -Referenten aller Bundesländer hätten dieses Modell jüngst angeregt.

„Das Impfen in der Apotheke spart Zeit, Mühe und entlastet auch die Ärztinnen und. Ich appelliere daher an den Gesundheitsminister, die Rahmenbedingungen dafür zu schaffen – und an die Ärztekammer, von ihrer Blockadehaltung in dieser Sache abzurücken und den Dialog zu suchen“, bekräftigt die Seniorenbund-Präsidentin abschließend.

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Mag. Alexander Maurer
Pressesprecher
+43 664/ 859 29 18
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OTC Mirror Awards 2020 von IQVIA

Branchen News vom 25.06.2020

Corona-bedingt wurden die Apotheken online um ihre Meinungen gebeten. Unter den Siegern der IQVIA OTC Mirror und Quality Awards sind bekannte Namen zu finden.

Wien (OTS) – In Kooperation mit dem österreichischen Apothekerverband hat IQVIA auch 2020 die jährliche Apothekenumfrage über das Image der im OTC-Markt vertretenen Unternehmen durchgeführt. Die Empfehlung der Apotheken stellt einen wesentlichen Einflussfaktor für das Kaufverhalten bezüglich OTC-Produkten dar, weshalb die Meinung der ApothekerInnen und der Pharmazeutisch-Kaufmännischen AssistentInnen (PKA) essenziell ist.

In Reaktion auf die aktuelle Pandemie hat IQVIA die OTC-Mirror-Befragung heuer erstmalig zur Gänze online durchgeführt. Bereits seit 2011 wird der IQVIA OTC Mirror mit einem standardisierten Fragebogen durchgeführt, um die Vergleichbarkeit mit den Vorjahren stets gewährleisten zu können. Die insgesamt 413 ausgefüllten Fragebögen stammen aus 235 unterschiedlichen Apotheken in ganz Österreich. Der Teilnehmerkreis besteht gleichmäßig verteilt aus PKAs und ApothekerInnen, ebenso aus selbstständigen bzw. leitenden und angestellten ApothekerInnen.

Die OTC-Hersteller wurden durch die TeilnehmerInnen in sechs unterschiedlichen Kategorien bewertet: Gesamtzufriedenheit, Empfehlungsbereitschaft, Außendienst-Mitarbeiterinnen, Marketing, Werbung & Schulung, Geschäftsbeziehungen sowie Produkte & Innovation. Der IQVIA OTC Mirror Award basiert auf den Kriterien Gesamtzufriedenheit, Zufriedenheit mit der Qualität der Produkte, Empfehlungsbereitschaft sowie der Zufriedenheit mit dem Außendienst. Zusätzlich werden drei IQVIA Quality Awards in den Bereichen „Verbraucherinformationen in den Medien“, „Schulungsangebote“ sowie „Innovation des Jahres“ verliehen.

Wie schon im Vorjahr sicherte sich das österreichische Unternehmen Apomedica abermals den ersten Platz beim IQVIA OTC Mirror Award 2020. Auch auf dem zweiten und dritten Platz gab es keine Veränderungen: Den zweiten Rang erreicht das Unternehmen Bayer und auf Platz 3 findet sich die Firma Kwizda. Mag. Thomas Veitschegger, 1. Vizepräsident des Österreichischen Apothekerverbands, sagt: „Stolz sein dürfen die Gewinnerinnen und Gewinner des diesjährigen Awards. Wer die Auszeichnung bekommt, hat exzellent gearbeitet und uns Apothekerinnen und Apotheker hervorragend serviciert.“

Alle drei IQVIA OTC Quality Awards gehen heuer erstmalig an Apomedica. Das Unternehmen erreicht in den Bereichen Verbraucherinformation in den Medien, Schulungsangebote sowie Innovation des Jahres mit dem Produkt „Dr. Böhm® Ein- und Durchschlaf akut“ Platz eins. Mag. Stefan Baumgartner, Geschäftsführer von IQVIA in Österreich, merkt an: „Noch nie gingen alle drei IQVIA OTC Quality Awards an dasselbe Unternehmen, gemeinsam mit dem ersten Rang im OTC Mirror Award. Ich gratuliere herzlich zu diesem außergewöhnlichen Erfolg.“

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Doris Winkler
IQVIA Marktforschung GmbH
www.thehealthcareprof.com
M: +43 (0) 0664/80002 430
doris.winkler@iqvia.com

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