Wilke Jens

Erfolgsfaktor Wareneinsatz

von Wilke Jens am 05.07.2011 in Einkauf & Lagermanagement

Es ist kein Geheimnis, dass die größte Kostenposition einer Apotheke im Material- und Wareneinsatz liegt – bei der Medianapotheke bewegt sich dieser bei rund 70 Prozent. In absoluten Zahlen gesprochen bei stolzen 1,7 Mio. Euro. Gelingt es durch Optimierungen in unterschiedlichen Bereichen den Wareneinsatz bspw. von 71 auf 68 Prozent zu senken, bedeutet dies eine Ergebnisverbesserung um rund 51.000 Euro.  Bei einer angenommen Spanne von ca. 40 Prozent im Privatumsatzbereich müsste diese Apotheke  einen Mehrumsatz von 127.500 Euro erwirtschaften (im Kassenbereich wären es rund 255.000 Euro) um den gleichen Effekt im Betriebsergebnis zu erzielen.

Was beeinflusst nun den Wareneinsatz? Die fünf wesentlichen Einflussfaktoren auf den Wareneinsatz sind:

  1. grundsätzliche Umsatzstruktur der Apotheke
  2. Einkaufskonditionen (Direkt-, bzw. Großhandelseinkauf) und -verhalten
  3. Spannen-Attraktivität abgegebener Produkte v.a. im Privatumsatzbereich
  4. Gewährung von Rabatten an Kunden
  5. Verluste durch Retouren, Verfall und Schwund

Es stellt sich für jede Apotheke bei allen Punkten die Frage, a) wo hier die oberen Benchmarks liegen und b) was hiervon in der eigenen Apotheke realisierbar ist. Da jede Apotheke andere Rahmenbedingungen hat, kann eine seriöse Analyse klarerweise nur apothekenbezogen durchgeführt werden. Fakt ist, dass gerade in diesen Bereichen aufgrund vorhandener Intransparenz und mangels Vergleichbarkeit enorme Potenziale schlummern. Potenziale, die mehr Rentabilität in die Apotheke bringen und Potenziale die übrigens nicht (wie in anderen Bereichen) automatisch den Einsatz höherer Personalressourcen nach sich ziehen.



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