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Salon A: Herzinsuffizienz-Betreuung optimieren

Branchen News vom 29.01.2019

Wien (OTS) – „Über 90 Prozent der Herzinsuffizienz-Erstdiagnosen finden im Spital statt. Hier bedarf es dringend einer Verlagerung in Richtung früherer Diagnosen durch den extramuralen Bereich“, mit diesen Worten eröffnete die Gastgeberin des Abends, Salon A-Obfrau, Mag. pharm. Dr. Ulrike Mursch-Edlmayr, gemeinsam mit a.o. Univ.-Prof. Dr. Thomas Szekeres, dem Präsidenten der Wiener Ärztekammer, die erste gemeinsame Sitzung der Gesellschaft der österreichischen Apotheker, Salon A, mit der Wiener Ärztekammer. Unter reger Beteiligung von Vertretern beider Berufsgruppen wurden Verbesserungsvorschläge in der Betreuung von Patientinnen und Patienten mit Herzinsuffizienz (HI) diskutiert.

„Die Herzinsuffizienz ist die Endstrecke aller kardiologischen Erkrankungen und hat häufig ihre Wurzeln in unzureichend behandelten Vorerkrankungen wie Diabetes, Vorhofflimmern, Bluthochdruck, Herzklappenschäden oder einem überlebten Herzinfarkt. Zusammen mit der Tatsache, dass es sich um eine ältere, komorbide Patientengruppe handelt, ist in der Behandlung eine interdisziplinäre Zusammenarbeit unerlässlich“, erklärte Univ.-Doz. Dr. Martin Hülsmann, Leiter der Herzinsuffizienz-Ambulanz am Wiener AKH, in seiner Keynote zum Auftakt der Veranstaltung.

„Bei den Kosten für die Herzinsuffizienz fallen noch immer zwei Drittel auf die Hospitalisierung. Dabei ist diese Erkrankung bestens für eine ambulante Behandlung geeignet, die man im niedergelassenen Bereich durchführen sollte“, betont Hülsmann. Als Grund für die Spitalsaufenthalte benannte er die späte Erkennung der Krankheit und die nicht effiziente Behandlung. „Das ist Ausdruck der schlechten und unambitionieren Betreuung, die wir haben“, fasste Hülsmann die Situation zusammen. Zudem zeigen Statistiken, dass teilweise in den Spitälern die Medikamentenverschreibung zurückhaltender ist als notwendig und zudem die Adherence-Rate schon kurz nach einem einschlägigen Spitalsaufenthalt stark abnimmt. Während des weiteren Krankheitsverlaufes sinkt diese noch weiter. „Damit ist die Rehospitalisierung schon vorprogrammiert“, sagt Hülsmann. Um hier gegenzusteuern, regt er die Implementierung eines multidisziplinären Disease-Management-Programms an, das möglichst patientennah anzusiedeln wäre. Als zentrale Anlaufstelle würden sich in vielen Fällen die Hausärztinnen und -ärzte anbieten. Entscheidend ist aber ein nichthierarchischer interdisziplinärer Zugang, bei dem jeder Beteiligte seine Kompetenzen kennt und lebt. Dies stellt allerdings in Österreich einen Kulturbruch dar, wo heute noch, laut Hülsmann, josephinische Hierarchien innerhalb und zwischen den Berufsgruppen im Gesundheitssystem gelebt werden. In wieweit der Computer im Sinne telemedizinischer Methoden eine Rolle als gleichberechtigter Partner hat, ist heute noch ungeklärt. Viele Studien zeigen, dass der direkte persönliche Kontakt und Informationsaustausch entscheidend ist, um klare Behandlungsalgorithmen zu implementieren.

Extramurale Ärzte und Apotheken in Österreich haben gemeinsam täglich 700.000 Patientinnen- und Patientenkontakte. Damit ließe sich ein durchaus engmaschiges Netz in der Erstdiagnose und der laufenden Therapie vor Ort knüpfen. „Wir haben prinzipiell Möglichkeiten und die Ausbildung, um Aufgaben im Rahmen einer Verlagerung aus dem Spitalsbereich zu übernehmen“, betonten Salon A-Obfrau, Mag. pharm. Dr. Mursch-Edlmayr, und der Präsident der Wiener Ärztekammer, a.o. Univ.-Prof. Dr. Szekeres, unisono und meinen weiter: „Gemeinsam können wir es schaffen, binnen fünf Jahren die Zahl der Erstdiagnosen im Spital deutlich zu reduzieren und schon deutlich früher ansetzen. Wünschenswert wäre, eine Halbierung der bisher erst im Spitalsbereich durchgeführten Diagnosen zu erreichen“.

Frühe Diagnose erwünscht

Prinzipiell sieht a.o. Univ.-Prof. Dr. Szekeres die Funktion der Hausarztpraxen als zentrale Anlaufstelle für HI-Erkrankte und die damit einhergehende Verlagerung der Betreuung von Niedrigrisikopatienten aus den Ambulanzen in den niedergelassenen Bereich als begrüßenswert. Er monierte allerdings, dass derzeit die Schnelllabor-Diagnostik mittels nt-proBNP von HI-Patienten in der Praxis durch die Krankenkassen nicht übernommen werde. Damit ließe sich binnen kurzem abklären, ob der Erkrankte im niedergelassenen Bereich oder in einem Spitalsumfeld betreut werden kann bzw. muss. Das würde helfen, die Erkrankung früher zu erkennen und nur wirklich schwere Fälle weiterzureichen. „In Zeiten, in denen die hohen Spitalskosten kritisiert und zugleich die Ambulanzen reduziert werden, wäre dies ein sinnvoller Weg, Kosten zu sparen“, so der Wiener Ärztekammer-Präsident. Er gab zudem zu bedenken, dass derzeit die Zahl der jungen Allgemeinmedizinerinnen und -mediziner im niedergelassenen Bereich dramatisch gering ist. Die mangelnde Attraktivität des Berufsbildes liege nicht nur an den teils schwierigen Rahmenbedingungen wie überbordende Bürokratie und überfüllte Wartezimmer, sondern auch in der im Vergleich zu Fachärzten deutlich geringeren Bezahlung.

„Wir Apothekerinnen und Apotheker können uns sowohl im Rahmen der Früherkennung als auch beim Halten der Erkrankten bei der Therapie einbringen. Wir sind typischerweise Erstanlaufstelle für Gesundheitsfragen in Österreich“, fasste Salon A-Obfrau Mursch-Edlmayr zusammen. Man sehe die Kundinnen und Kunden laufend und damit auch schleichende Verschlechterungen. Hier gelte es durch gezielte Fragen zu screenen und zu entscheiden, ob nicht vorsorglich eine ärztliche Untersuchung nötig wäre.

Bezüglich der Adherence meinte die Salon A-Obfrau: „HI-Patientinnen und -Patienten benötigen, wie alle chronisch Kranken, vor allem eines: Motivation“. Gerade die E-Medikamentation biete hier eine gute technische Voraussetzung, die helfen kann, die Medikamenten-Einnahme-Disziplin zu verbessern. Und durch interdisziplinäre Kooperationen bestünde auch eine gute Voraussetzung chronisch kranken Patientinnen und Patienten zu führen.

HI im Bewusstsein verankern

Während das Bewusstsein in der Bevölkerung vor den Anzeichen eines Herzinfarkts, nicht zuletzt durch entsprechende Aufklärungskampagnen, durchaus hoch ist und sich Patientinnen und Patienten meist schon beim ersten Verdacht untersuchen lassen, werden die Symptome der Herzinsuffizienz wie eingeschränkte Leistungsfähigkeit, Wassereinlagerungen und Atemnot oft dem fortgeschrittenen Alter zugeschrieben und einfach hingenommen. Dadurch kommt es meist erst in einem weit fortgeschrittenen Stadium zu einer Diagnose. Das deckt sich auch mit den Ergebnissen der Umfrage für den ersten HI-Patientenberichts aus 2018: Mehr als die Hälfte der Patientinnen und Patienten hören von der Erkrankung Herzinsuffizienz erstmalig, wenn sie ins Spital kommen. Dabei ist die Herzinsuffizienz, wie ein etwa 6.000 Jahre alter Papyrus unter der Beschreibung: „Herz zu müde, um zu sprechen“ zeigt, schon im antiken Ägypten bekannt gewesen. Allerdings wurde die Erkrankung lange Zeit weitgehend ignoriert, da es bis vor 30 Jahren keine adäquaten Therapien gab. Dies hat sich allerdings in den letzten Jahren radikal geändert. Derzeit hinkt die Evolution des Bewusstsein der therapeutischen Evolution im Bereich der HI weit hinterher.

„Aber um ein entsprechendes Problembewusstsein für die Erkrankung in der Bevölkerung und einer höheren Disziplin bei der Medikamenten-Einnahme, zu erreichen, bedarf es einer One-Voice Politik von allen im System beteiligten“, schloss Salon A-Obfrau Mag. pharm. Dr. Ulrike Mursch-Edlmayr.

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Clever essen für zwei: Warum Magnesium für Schwangere und Stillende so wichtig ist

Branchen News vom 28.01.2019

Ismaning (OTS) – Werdende Mütter müssen beim Essen nicht nur an sich, sondern immer auch an ihr Baby denken. Was die Menge betrifft, wird heute jedoch keiner Schwangeren mehr geraten, „für zwei“ zu essen – denn der Kalorienverbrauch erhöht sich während der neun Monate nur geringfügig, und eine zu starke Gewichtszunahme gilt als ungesund für Mutter und Baby. Anders sieht es dagegen bei wichtigen Nährstoffen aus. Denn durch das Kindeswachstum steigt der Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen teilweise deutlich an – speziell in der zweiten Schwangerschaftshälfte, wenn Baby und Plazenta rasant zunehmen. Es kommt also bei der Ernährung „für zwei“ darauf an, nicht mehr, sondern cleverer zu essen.

Gesunde Ernährung plus sinnvolle Ergänzungen

Eine ausgewogene Kost mit viel frischem Obst, Gemüse, Milch- und Vollkornprodukten sowie Fisch und magerem Fleisch bildet dafür die Basis. Zusätzlich kann es sinnvoll sein, bestimmte Nährstoffe gezielt zuzuführen. So verordnen Frauenärzte werdenden Müttern beispielsweise meist von Anfang an Jod und Folsäurepräparate. Und auch eine ergänzende Magnesium-Aufnahme ist in vielen Fällen empfehlenswert, denn Magnesium ist ein wichtiges Mineral für werdende Mütter. Es kann vorbeugend gegen vorzeitige Wehen und Frühgeburten wirken, Übelkeit vermeiden helfen und das Risiko für einen Schwangerschafts-Bluthochdruck senken. Außerdem ist es essentiell für den Eiweiß- und Fettstoffwechsel, den Knochenaufbau sowie die Funktion von Muskeln und Nerven.

Schwangere und Stillende bekommen oft zu wenig Magnesium

In der Schwangerschaft steigt jedoch die Wahrscheinlichkeit für einen Magnesiummangel. Das liegt zum einen daran, dass das Kind im Bauch mit dem wichtigen Mineralstoff mitversorgt werden muss. Zum anderen verändert sich der mütterliche Stoffwechsel, sodass etwa 25 Prozent mehr Magnesium über die Nieren ausgeschieden werden. Auch während der Stillzeit bleibt die verstärkte Magnesiumversorgung der Mutter ein wichtiges Thema. In dieser Phase entwickelt sich nämlich nicht nur durch viel Nähe und Geborgenheit die Bindung zwischen Mama und Kind – mit der Muttermilch muss das Baby auch alle wichtigen Nährstoffe in ausreichender Menge erhalten, die es für einen gesunden Start ins Leben benötigt.

Häufig Samen, Nüsse, Bananen und Hülsenfrüchte essen

Werdende und stillende Mütter sollten deshalb besonders sorgfältig auf eine ausreichende Magnesiumzufuhr achten. Insgesamt sollten schwangere Frauen laut Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) 310 Milligramm Magnesium pro Tag aufnehmen, beim Stillen steigt der Bedarf an dem Mineralstoff sogar auf 390 Milligramm täglich.

Tipp: Besonders gute Magnesiumlieferanten sind Sesamsamen, Weizenkleie, Sonnenblumen- und Kürbiskerne, Nüsse, Mandeln, Bitterschokolade, Hülsenfrüchte, Haferflocken, grünes Gemüse und Milchprodukte. Sie sollten möglichst häufig auf dem Speiseplan stehen.

Oft lässt sich die empfohlene Menge allerdings durch die Ernährung allein nicht decken – so können Stress, Kantinenessen, Schwangerschaftsübelkeit oder die oft sehr anstrengende erste Zeit mit dem Baby ausgewogenes Essen schwierig machen. Ein Magnesiummangel macht sich dann typischerweise durch schmerzhafte Muskelkrämpfe vor allem in den Waden, aber auch an Händen, Füßen oder Zehen bemerkbar. Außerdem können Betroffene von Verspannungen im Nackenbereich, Augenlidzucken, Schwindel, Herzrasen und Verstopfung geplagt werden. Spätestens bei solchen Symptomen sollten Schwangere und Stillende ihren Gynäkologen konsultieren. Am besten sprechen Frauen aber schon zu Beginn der Schwangerschaft mit dem Frauenarzt über eine optimale Nährstoffversorgung und den erhöhten Magnesiumbedarf.

Magnesiumcitrat ist besonders körperfreundlich

Entsprechend einer Empfehlung der Gesellschaft für Magnesium-Forschung e.V. sollte jede Schwangere sogar mit bis zu 480 Milligramm Magnesium pro Tag zusätzlich versorgt werden. Damit der Mineralstoff richtig dosiert und gut verträglich ist, sollte man dafür am besten auf ein hochwertiges Präparat aus der Apotheke zurückgreifen. Bewährt haben sich hier etwa Präparate mit Magnesiumcitrat, das auch als natürlicher Baustein im Körper vorkommt und besonders gut aufgenommen werden kann. Enthalten ist Magnesiumcitrat zum Beispiel im in Magnesium-Diasporal® 400 Extra. Das hochdosierte Trinkgranulat mit extra fruchtigem Orangengeschmack, stellt die Magnesiumversorgung mit nur einem Stick täglich sicher. Je nach Wunsch gibt es Magnesium von Diasporal® auch in verschiedenen anderen Dosierungen und Darreichungsformen – alle Produkte sind unter www.diasporal.de zu finden.

Magnesiumcitrat zeichnet sich außerdem durch eine langanhaltende Wirkung aus. Studien haben gezeigt, dass auch 24 Stunden nach der Einnahme die Magnesiumwerte im Blut noch erhöht waren. So lässt sich auch in der oft aufregenden Zeit der Schwangerschaft und den turbulenten ersten Monaten mit dem neuen Erdenbürger eine gute Magnesiumversorgung einfach und unkompliziert sicherstellen.

Rückfragen & Kontakt:
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Ärztekammer warnt vor zunehmend monetären Interessen im Gesundheitswesen

Branchen News vom 24.01.2019

Wien (OTS) – Die derzeitige Diskussion rund um die Änderungen im Apothekengesetz zwischen Apothekerkammer und dem Verband der Arzneimittelgroßhändler, Phago, beschäftigt auch die Ärztekammer. Sie klagt seit jeher über die Zunahme von monetären Interessen im Gesundheitswesen. Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres begrüßt daher ausdrücklich die geplanten gesetzlichen Änderungen, die eine Limitierung der finanziellen Spielräume von Investoren im Apothekenbereich vorsehen.

„Wenn Geld verstärkt in den Fokus rückt, ist die Unabhängigkeit der Medizin in Gefahr“, so Szekeres, der auf ähnliche Probleme für die Ärzteschaft verweist: „Genauso wie bei den Apotheken, wo Arzneimittelgroßhändler nach Beteiligungen streben, um den Absatz ihrer Produkte abzusichern, versuchen immer wieder Finanzinvestoren, sich in Ordinationen oder ganze Kliniken einzukaufen.“

Das Resultat derartiger finanzieller Beteiligungen an Gesundheitseinrichtungen wie Ordinationen, Kliniken oder auch Apotheken „ist in der Regel nicht das Patientenwohl, sondern wieviel man maximal an jedem Patienten verdienen kann“, so Szekeres weiter. Das schade in vielen Fällen der Gesundheit mehr, als es ihr diene.

In Deutschland und anderen europäischen Staaten sind sowohl das Apotheken- als auch das Ärztegesetz in dieser Hinsicht schon viel schärfer, gibt Szekeres zu bedenken. Österreich habe hier einen massiven Nachholbedarf. Der Gesetzgeber sei gefordert, legistische Voraussetzungen zu schaffen, um den Spielraum finanzkräftiger und ausschließlich gewinnorientierter Investoren einzugrenzen.

„Wenn wir es nicht schaffen, den Trend zur Ökonomisierung in der Medizin abzuwenden, dann werden wir schon bald in einer Welt leben, wo Menschen unterschiedlich viel ‚wert‘ sind und Patienten möglicherweise mehr Medizin als notwendig erhalten, nur um die Gewinne der Investoren zu maximieren, oder auch Defizite bei der medizinischen Behandlung auftreten, nur weil bestimmte Patienten zu wenig abwerfen“, warnt Szekeres. Kein Mensch aber dürfe „mit Geld aufgewogen werden“. Und niemals dürfe Geld über die Gesundheit der Patienten bestimmen.

Rückfragen & Kontakt:
Ärztekammer Wien
Mag. Alexandros Stavrou
(++43-1) 51501/1224
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Apotheker wollen mehr Dienstleistungen anbieten

Branchen News vom 21.01.2019

Berlin/Schladming (OTS) – „Wir wollen unseren Patienten mehr pharmazeutische Dienstleistungen anbieten und damit ihre Versorgungssituation verbessern. Apotheker können weit mehr, als ’nur‘ begleitend zur Arzneimittelabgabe zu beraten. Dieses Potential muss stärker genutzt und auch angemessen honoriert werden“, sagte Dr. Andreas Kiefer, Präsident der Bundesapothekerkammer, gestern bei der Eröffnung des internationalen Fortbildungskongresses pharmacon.

Kiefer: „Niemand kann praktisch am Versorgungsbedarf orientierte pharmazeutische Dienstleistungen besser definieren und deren Umsetzung ausgestalten als die Apothekerkammern. Wir haben in vielen Modellprojekten Erfahrungen gesammelt und wollen die freiberufliche Verantwortung der Experten in der staatlich kontrollierten funktionalen Selbstverwaltung stärken. Die Ziele der Dienstleistungen müssen dabei politisch abgestimmt sein.“

Als Beispiel für eine bislang nicht honorierte Dienstleistung nannte Kiefer die Medikationsanalyse für Patienten mit Polymedikation. Kiefer: „Da die zeitlichen Kapazitäten der Apotheker und die finanziellen Ressourcen begrenzt sind, können wir diese Leistung nicht jedem Patienten zu Gute kommen lassen. Deshalb muss entschieden werden, bei welchen Patienten die Medikationsanalyse abgerechnet werden kann. Ab wie vielen dauerhaft einzunehmenden Arzneimitteln, ab welchem Alter – oder nur, wenn eine Pflegestufe vorliegt? Hier sind noch einige Fragen offen, über die sich die Apothekerschaft mit der Politik und anderen Akteuren im Gesundheitswesen austauschen wird.“

Als zweites Beispiel für eine honorierte Dienstleistung nannte Kiefer den Austausch von Arzneimitteln, die wegen Qualitätsmängeln zurückgerufen wurden. Dies hatte 2018 beim Rückruf von Valsartan zu erheblichem Aufwand bei Patienten, Ärzten und Apothekern geführt. „Wenn man uns den Spielraum einräumt, können die Apotheker hier Bürokratie abbauen und mithelfen, Kosten einzusparen.“ Am vergangenen Donnerstag hatte sich die Apothekerschaft dafür ausgesprochen, pharmazeutische Dienstleistungen zu fördern. Um diese zu etablieren, müssten die Rechtsgrundlagen für die Erbringung der Dienstleistungen der Apotheker geschaffen und ein Fonds für die Honorierung eingerichtet werden.

Weitere Informationen unter www.abda.de

Rückfragen & Kontakt:
Dr. Reiner Kern, Pressesprecher, Tel. 030 40004-132, presse@abda.de
Dr. Ursula Sellerberg, Stellv. Pressesprecherin, Tel. 030 40004-134, u.sellerberg@abda.de

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Notwendige Maßnahmen zur Erhöhung der Durchimpfungsraten

Branchen News vom 21.01.2019

Wien (OTS) – Eine Liste mit EU-Empfehlungen zur Verbesserung des Impfwesens liegt seit dem letzten Gesundheitsgipfel im Dezember auf dem Tisch. Sie zeigt klar auf, wo die aktuellen Herausforderungen zu suchen sind und was dagegen getan werden kann. Zu den derzeitigen Schwachpunkten gehören unter anderem eine ungenügende Datenlage, eine um sich greifenden Impfmüdigkeit gepaart mit diversen „Fake News“ und komplexen Regulatorien rund um die Impfstoffdistribution, und -produktion. In Österreich kommen noch „nationale“ Besonderheiten wie zum Beispiel uneinheitliche Regelungen beim Schulimpfwesen in den Bundesländern dazu. Verbesserungsvorschläge kamen nun von Vaccines Europe, dem europäischen Dachverband der Impfstoffhersteller, und seinem österreichischen Pendant, dem ÖVIH, heimischen Elternvertretern und der hiesigen Apothekerkammer bei einem Pressegespräch in Wien.

Heute können knapp 30 Krankheiten durch Impfungen verhindert werden; Kinderlähmung und Pocken gelten in Europa mittlerweile als ausgerottet. Dennoch sind eigentlich überwunden geglaubte Krankheiten wie die Masern wieder zurückgekehrt. „Die Ursachen dafür sind vielfältig und auf mangelndes Vertrauen in die Sicherheit und Effektivität von Impfungen, Bequemlichkeit und eine falsche Einschätzung von Krankheitsrisiken zurückzuführen“, erläutert Mag.a Heike Galbraith, Chairperson der Working Group External Affairs von Vaccines Europe. Von der öffentlichen Hand wird trotzdem vergleichsweise wenig Geld in die Hand genommen, um das Impfen zu forcieren. „Nur 0,5 Prozent der Gesundheitsbudgets mancher EU-Staaten werden für Impfungen ausgegeben“, so Galbraith.

Erster Schritt: Datenbasis schaffen

„“Wie in den EU-Empfehlungen dargelegt, ist es auch in Österreich dringend notwendig, genauere Daten zu den Durchimpfungsraten zu erheben, um eine Grundlage für darauf aufsetzende Maßnahmen zu haben““, erklärt Mag.a Renée Gallo-Daniel, Präsidentin des Österreichischen Verbandes der Impfstoffhersteller. Derzeit gebe es trotz Kinderimpfkonzept und Impfplan weder bei Kindern noch bei Erwachsenen detaillierte Zahlen zu den Durchimpfungsraten. „Neben validen Daten zu Durchimpfungsraten bei Kindern brauchen wir aber eine Status Quo-Erhebung über alle Altersgruppen. Und zwar nicht nur einmalig, sondern in regelmäßigen Abständen, um Veränderungen messen und den Erfolg der gesetzten Maßnahmen evaluieren zu können.“

Entscheidend sei die Einführung eines elektronischen Impfpasses, wie auch auf EU-Ebene gefordert, betont die ÖVIH-Präsidentin. In Österreich werden ab 2020 erste Pilotprojekte gestartet. Vorerst nur für Kinder. „Allerdings ist auch für Erwachsene wichtig, ihren aktuellen Impfstatus zu kennen. Der ÖVIH setzt sich daher für eine Ausweitung des e-Impfpasses auf Erwachsene ein, sodass dieser zum Beispiel im Rahmen von Arztbesuchen regelmäßig überprüft werden kann“, ergänzt Gallo-Daniel. Bereits jetzt können die Österreicher auf die „Apo-App Apotheken und Medikamente“ der Österreichischen Apothekerkammer zurückgreifen. „Mit ihr lassen sich unter anderem Impfungen erfassen, außerdem erinnert sie rechtzeitig an notwendige Auffrischungen“, berichtet Priv.-Doz. Mag. DDr. Philipp Saiko Präsident der Landesgeschäftsstelle Wien der Österreichischen Apothekerkammer.

Fake News verunsichern Eltern

In Österreich kann jedes Kind bis zum vollendeten 14. Lebensjahr unabhängig vom Einkommensstatus der Eltern die wichtigsten Impfungen gratis erhalten. „Diese sehr wertvolle Errungenschaft wird leider in den letzten Jahren allzu oft in Frage gestellt“, berichtet Dr.in Susanne Schmid, Fachärztin für Innere Medizin und Präsidentin des Bundeselternverbands (BEV). „Wohlmeinende Eltern wollen nur das Beste für ihr Kind: Sie versuchen, alles besonders richtig zu machen. Im Internet werden sie laufend mit vermeintlichen Fakten konfrontiert, die sie als Laien nicht von tatsächlichen Fakten unterscheiden können.“ Schulärzte hätten daher eine Schlüsselrolle in der Aufklärung, gerade bei über 14-jährigen, da Jugendliche ab diesem Alter selbst über Impfungen entscheiden können, betont die Expertin, selbst dreifache Mutter. Schulimpfaktionen seien von besonderer Bedeutung. Das derzeitige System funktioniere aber nicht einwandfrei und müsse daher bei der Neuorganisation des Schularztwesens dringend verbessert werden.

Schmid fordert außerdem Konsequenzen für nicht geimpfte Kinder in Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindergärten und Schulen, betont aber: „“Zwangsmaßnahmen bringen nichts, doch das System sollte zukünftig so aufgebaut sein, dass Impfen einfach und schnell möglich und Nicht-Impfen kompliziert und hürdenreich ist. Impfen sollte so selbstverständlich werden wie das Angurten im Auto, schließlich ist Impfen eine Art „Sicherheitsgurt für Infektionskrankheiten“.““

Erwachsenenimpfung unterstützen

„Sind die Gratis-Kinderimpfungen einmal abgeschlossen, gibt es heute in der Gruppe der Erwachsenen fast gar keine flächendeckenden Maßnahmen mehr, um das Impfen zu fördern“ bemängelt ÖVIH-Präsidentin Gallo-Daniel. Proaktive Aufklärung von der öffentlichen Hand gebe es kaum. Etwas, das auch auf EU-Ebene bemängelt wird, wie in den aktuellen Empfehlungen nachzulesen ist. „Um die Impfbereitschaft der Bevölkerung zu steigern, könnte es aber gemeinsame und ausgewogene Kampagnen zu den Impfmöglichkeiten von allen Beteiligten des Gesundheitswesens geben – idealerweise verbunden mit einer finanziellen Unterstützung für die Impfwilligen“, fordert Gallo-Daniel. Eine Idee, die in anderen Ländern schon zu steigenden Impfraten geführt hat, sind Impfungen direkt in den Apotheken. Apothekerkammerpräsident Saiko: „Sollten die gesetzlichen Rahmenbedingungen dafür geschaffen werden, wären auch bei uns Impfungen in der Apotheke denkbar – durchgeführt von den Apothekerinnen und Apothekern.“
Impfstoffengpässe vermeiden

Neben Maßnahmen zur Erhöhung der Impfbereitschaft sei aber auch die Logistik nicht zu unterschätzen, erläutert ÖVIH-Präsidentin Gallo-Daniel. In Österreich brauche es eine Bedarfsplanung für alle wichtigen und im Impfplan empfohlenen Impfstoffe. Derzeit gebe es nur für Impfstoffmengen, die im Rahmen des Kinderimpfkonzeptes abgegeben werden, eine genaue Planung. Es könne jederzeit zu Lieferengpässen bei allen anderen Impfungen kommen, wenn der Bedarf und die Nachfrage unerwartet steigen würden. „Um das zu vermeiden, braucht es eine frühzeitigere Zusammenarbeit zwischen Behörden und Industrie als bisher und verbesserte Regelungen hinsichtlich fixer Abnahmemengen“, betont Gallo-Daniel. Galbraith ergänzt: „Außerdem gibt es auf europäischer Ebene ein (sehr) hohes Maß an regulatorischen Anforderungen, mehrfache Tests und Chargenfreigaben und unterschiedliche länderspezifische Vorgaben bei den Verpackungen. Das erschwert eine kurzfristige Anpassung an einen erhöhten Impfstoffbedarf und die schnelle Weitergabe von Impfstoffen von einem Land zum anderen. Vaccines Europe fordert daher eine Vereinfachung beziehungsweise Harmonisierung der spezifischen nationalen und regionalen Produkt- und Verpackungsvorschriften sowie der aufwendigen Testverfahren.“

Sie betont: „Die wichtigste Rolle der Impfstoffindustrie besteht darin, weiterhin sichere und effektive Impfstoffe in höchster Qualität zu entwickeln und zu produzieren und in Zusammenarbeit mit allen Behörden und Organisationen eine nachhaltige Versorgung mit Impfstoffen in Europa sicherzustellen.“

Rückfragen & Kontakt:
Maga. Uta Müller-Carstanjen
Fine Facts Health Communication
Mobil: +43 664 515 30 40
mueller-carstanjen@finefacts.at

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Pressekonferenz: Präsentation der österreichischen Arzneipflanze 2019

Branchen News vom 15.01.2019

Wien (OTS) – Die Wissenschaft gewinnt nicht nur ständig neue Erkenntnisse über die Wirkung der traditionellen Arzneipflanzen, auch neue Pflanzenwirkstoffe halten Einzug in die Medizin. Die Herbal Medicinal Products Platform Austria (HMPPA) – bestehend aus ExpertInnen der Universitäten Graz, Innsbruck und Wien – hat sich daher zur Aufgabe gemacht, jährlich die Arzneipflanze des Jahres in Österreich zu küren. In den vergangenen Jahren zeigten sich die Wissenschaftler der HMPPA besonders von den pharmakologischen Eigenschaften von Mutterkraut (2017) und Cannabis (2018) beeindruckt.

Welche Pflanze 2019 den Auswahlkriterien standgehalten und durch innovative therapeutische Ansätze beeindruckt hat, erfahren Sie auf dem Pressefrühstück „Arzneipflanze des Jahres 2019 – Pharmazeutische Nutzung und ihre Bedeutung in der Medizin“

Auf dem Podium:

  • Univ. Prof. Dr. Rudolf Bauer
    Leiter des Instituts für Pharmazeutische Wissenschaften der Universität Graz: „Die Wahl der Arzneipflanze des Jahres 2019: Auswahlkriterien, Entscheidungsfindung, Ergebnis“
  • em. o. Univ.-Prof. Dr. Chlodwig Franz
    Vizepräsident der HMPPA, Abt. Funktionelle Pflanzenstoffe, Vetmeduni Wien: „Porträt der Arzneipflanze des Jahres 2019 –Kultivierung: Problematik und Erfolge“
  • Univ.-Prof. Dr. Hermann Stuppner
    Präsident der HMPPA, Abteilung für Pharmakognosie am Institut für Pharmazie, Universität Innsbruck: „Inhaltsstoffe der Arzneipflanze des Jahres 2019 und deren Wirkungen“
  • Ass.-Prof. Priv.-Doz. Mag. Dr. David Bernhard
    Leiter des Zentrums für medizinische Forschung in der medizinischen Fakultät der Johannes-Kepler Universität in Linz: „Die Arzneipflanze des Jahres 2019 bei kardiovaskulären Erkrankungen“
  • Univ.-Prof. Dr.Dr.h.c. Brigitte Kopp
    Vizepräsidentin der HMPPA, Department für Pharmakognosie, Universität Wien: „Die Arzneipflanze des Jahres 2019 und ihre Bedeutung“

Bitte um Ihre Anmeldung unter anmeldung@hennrich-pr.at oder per Telefon 01/879 99 07.

Pressefrühstück Arzneipflanze 2019

Datum: 24.01.2019, 10:00 – 11:00 Uhr

Ort: Bibliothek in der Apothekerkammer
Spitalgasse 31, 1090 Wien, Österreich

Url: http://hennrich-pr.at/de/Aktuelles/PressefruehstueckArzneipflanze20191

Rückfragen & Kontakt:
Hennrich.PR
Daniela Hennrich
01/879 99 07-18 bzw. 0664/408 18 18
office@hennrich-pr.at

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Starke Knochen, gesunde Gelenke – ein Vortrag von Mag. Ilona Leitner am 24.1.2019

Branchen News vom 15.01.2019

Wien (OTS) – Die Österreichische Gesellschaft vom Goldenen Kreuze lädt herzlich zum Vortrag „Starke Knochen, gesunde Gelenke“ von Mag. Ilona Leitner am Donnerstag, 24. Jänner 2019, um 18:30 Uhr in der Kärntner Straße 26/ Eingang Marco d’Aviano-Gasse 1, 1010 Wien.

Die Teilnahme ist frei, um Anmeldung wird gebeten: 01/ 996 80 92 bzw. direkt über die Website www.oeggk.at

Probleme mit den Knochen sind keine Frage des Alters. Wer beweglich bleiben will und bis ins hohe Alter gesunde Knochen erhalten will, kann selbst viel dazu beitragen.

Pflanzliche Wirkstoffe, Vitamine und Spurenelemente richtig eingesetzt dienen dazu Schmerzen zu vermeiden, die Heilung bestehender Knochenprobleme günstig zu beeinflussen und der Osteoporose vorzubeugen. Das Risiko für Knochenbrüche durch schleichenden, altersbedingten Knochenabbau kann gesenkt und so die Lebensqualität erhalten werden.

Erfahren Sie in diesem Vortrag, was Sie für Ihre Knochengesundheit tun können und was dabei zu beachten ist!

Ein Vortrag von Mag. Ilona Leitner, Vorstand der Gesellschaft für Phytotherapie und ehemalige Präsidentin der Landesgeschäftsstelle Wien der Apothekerkammer, Apothekerin in 1140 Wien.

Wir freuen uns auf zahlreiche Anmeldungen:
Österreichische Gesellschaft vom Goldenen Kreuze
Tel.: 01/ 996 80 92, E-Mail: gesellschaft@oeggk.at
Website: www.oeggk.at

Starke Knochen, gesunde Gelenke – Vortrag von Mag. Ilona Leitner am 24.1.2019

Die Teilnahme ist frei, um Anmeldung wird gebeten: 01/ 996 80 92 bzw. direkt über die Website www.oeggk.at

Datum: 24.01.2019, 18:30 – 20:00 Uhr

Ort: Österreichische Gesellschaft vom Goldenen Kreuze, Eingang Marco-d’Aviano-Gasse 1
Kärntner Straße 26/3, 1010 Wien, Österreich

Url: http://www.oeggk.at/angebot

Rückfragen & Kontakt:

Österreichische Gesellschaft vom Goldenen Kreuze
Mag. Miriam Eder, MA
PR & Kommunikation
Tel.: 01/ 996 80 92 – 40
eder@oeggk.at
www.oeggk.at

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Nach dem Jahreswechsel: Raucherberatung in der Apotheke

Branchen News vom 10.01.2019

Wien (OTS) – Im Gesundheitsausschuss des Nationalrates wird heute zum ersten Mal das Volksbegehren „Don´t smoke“ behandelt. Unabhängig von den gesetzlichen Bestimmungen zum Rauchen trägt aber jeder auch selbst die Verantwortung für seine Gesundheit und die seiner Angehörigen. Deshalb fassen viele Menschen für sich den Entschluss mit dem Rauchen aufzuhören. Damit das Vorhaben gelingt, helfen die Apothekerinnen und Apotheker mit fachkundiger Unterstützung: Sie bieten auch 2019 die Raucherberatungswochen in Apotheken an.

„Don’t smoke“: Jedes Jahr versucht rund ein Drittel der Raucherinnen und Raucher ernsthaft, dem Laster zu entsagen. Gründe dafür gibt es viele. „Mit dem Alter, vor allem aber wenn Raucherinnen und Raucher die ersten gesundheitlichen Einschränkungen bemerken, nimmt die Unzufriedenheit mit dem eigenen Rauchen zu“, weiß Mag. pharm. Raimund Podroschko, Vizepräsident der Österreichischen Apothekerkammer. „Neben der Gesundheit spielen Motive wie Kinder und Familie eine ausschlaggebende Rolle, um sich das Rauchen endlich abzugewöhnen.“ Auch der finanzielle Aspekt gewinnt mit zunehmenden Zigarettenpreisen an Bedeutung.

Mit dem Verzicht auf Zigaretten verbessern Raucher ihre Gesundheit und gewinnen ein großes Stück an Lebensqualität. Schon drei Tage nach der letzten Zigarette verbessert sich die Funktion der Atemwege. Dennoch, sich das Rauchen abzugewöhnen fällt schwer. „Rauchen zählt nicht bloß zu einer schlechten Gewohnheit, sondern ist für die meisten eine Sucht. Viele Menschen, die ihre Nikotinabhängigkeit bewältigen möchten, haben schon mehrere erfolglose Aufhörversuche hinter sich“, so Podroschko. „Damit der Rauchstopp dauerhaft gelingt, helfen neben dem festen Willen, dem Glimmstängel endgültig Lebewohl zu sagen, die Apothekerinnen und Apotheker mit ihrer jahrelangen Erfahrung in der Raucherberatung.“

Raucherberatungswochen gestartet

Für viele Aufhörwillige ist die Apotheke die erste Anlaufstelle. Aus diesem Grund finden bereits zum 17. Mal spezielle Raucherberatungswochen in den österreichischen Apotheken statt, die sich großer Beliebtheit erfreuen. Mehr als 40.000 Menschen nehmen jährlich die professionelle Raucherberatung in Anspruch. „Alle Raucher erhalten in der Apotheke eine umfassende Beratung bei der Auswahl, Dosierung und Handhabung von Nikotinersatzprodukten, die während des Aktionszeitraums bis 16. Februar mit Gutschein vergünstigt abgegeben werden“, erklärt Podroschko. „Darüber hinaus helfen die Apothekerinnen und Apotheker mit vielen Tipps und Ratschlägen rund um den Rauchstopp.“

Nikotinersatztherapie erleichtert Raucherentwöhnung

Eine Nikotinersatztherapie kann maßgeblich dabei helfen, mit dem Rauchen aufzuhören – ohne Nebenwirkungen eines Nikotinentzugs wie Nervosität oder Gewichtszunahme. In den letzten Jahren wurde eine breite Palette an Nikotinersatzpräparate entwickelt, vom Nikotinkaugummi über das Nikotinpflaster oder einem Nikotin-Inhalator bis zum Mundspray. Bei der Auswahl und Handhabung dieser Produkte beraten die Apothekerinnen und Apotheker. Wichtig ist, die ausreichend hohe Dosierung sowie den vorgegebenen Anwendungszeitraum von mindestens drei Monaten genau einzuhalten. Erst dann ist eine Reduktion der Dosis zu empfehlen.

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Digitales Sicherheitssystem für Arzneimittel startet in einem Monat

Branchen News vom 10.01.2019

Wien (OTS) – Der Countdown läuft. Am 9. Februar 2019 tritt die EU-Fälschungssicherheitsrichtlinie (2011/62 EU) zur Verhinderung des Eindringens gefälschter Arzneimittel in die legale Lieferkette in Kraft. Das bedeutet, dass rezeptpflichtige Arzneimittel, die bisher schon sehr gut geprüft wurden und somit für die Patienten absolut sicher sind, in ein neues, digitales Sicherheitssystem eingebunden werden.

Alle Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EU, EFTA) bauen dieses Sicherheitssystem nach EU-Vorgaben national auf, wobei jede Arzneimittelpackung, die ab dem Startzeitpunkt neu in den Verkehr gelangt, mit einem 2D-DataMatrix Code und einem Manipulationsschutz versehen ist. Der 2D-Code enthält neben dem Produktcode, der Chargenbezeichnung und dem Ablaufdatum eine individuelle Seriennummer, wodurch jede einzelne Packung eindeutig identifiziert werden kann. Bei der Abgabe an die Patienten in den Apotheken oder bei Hausapothekenführenden Ärzten werden die Arzneimittel noch einmal verifiziert und auf ihre Echtheit überprüft.

Alle Arzneimittel, die bereits vor dem 9. Februar in den Verkehr gelangt sind, dürfen bis zu ihrem jeweiligen Verfallsdatum abgegeben werden. Diese Arzneimittelpackungen werden also nicht aus dem neuen Sicherheitssystem ausgebucht, da sie den 2D-DataMatrix-Code nicht enthalten.

Österreich steckt in den letzten Zügen der Vorbereitungen und wird die Umsetzung planmäßig realisieren. „Wir arbeiten seit einigen Jahren intensiv an diesem modernen und nachhaltigen Sicherheitssystem und sind gut gerüstet für den Start“, sagt Dr. Jan Oliver Huber, Vorstandsvorsitzender der AMVO (Austrian Medicines Verification Organisation), die in Österreich mit der Umsetzung der EU-Richtlinie betraut ist.

Die Dimension des Projektes ist beachtlich. Allein in Österreich umfasst das neue System 150 Millionen Arzneimittelpackungen von 247 Pharmaunternehmen. Rund 170 Arzneimittel-Großhändler, 1.450 öffentliche Apotheken und Krankenhausapotheken sowie 830 Hausapothekenführende Ärzte und 22 In Vitro-Zentren sind in das System involviert und werden ihre IT-Systeme mit dem nationalen Datenspeicher verbinden, um einen reibungslosen Ablauf der Arzneimittelüberprüfung zu gewährleisten.

Huber: „Dank der Anstrengung aller an der AMVO beteiligten Organisationen und der ausgezeichneten Umsetzung durch die AMVS ist es uns gelungen, den technischen Aufbau rechtzeitig abzuschließen und bereits 90 % aller Verträge mit den Apotheken, Spitälern und Ärzten unter Dach und Fach zu bringen.“

Großen Zuspruch erhält das neue System von den AMVO-Mitgliedsorganisationen, die in die Umsetzung und in weiterer Folge in den Betrieb eingebunden sind. Dr. Wolfgang Andiel, stellvertretender Vorsitzender der AMVO: „Mit den digitalen Merkmalen und dem Manipulationsschutz auf jeder Arzneimittelpackung garantieren wir die größtmögliche Sicherheit für die Patienten.“

PHAGO-Vorstand Mag. Thomas Brosch: „Als Rückgrat der flächendeckenden Arzneimittelversorgung ist der Pharma-Großhandel auch gerne Teil dieses innovativen Sicherheitssystems.“

Mag. Raimund Podroschko, Präsidiumsmitglied der Österreichischen Apothekerkammer: „Arzneimittel aus der Apotheke sind bereits jetzt sicher. Mit dem neuen System sind wir zukunftsfit und setzen einen Kontrapunkt zu Fälschungen im Internet.“

Dr. Max Wudy, stellvertretender Obmann der Kurie der niedergelassenen Ärzte in der NÖ Ärztekammer: „Wir arbeiten täglich für die beste Versorgung der Pateinten im Krankheitsfall, und das bald auch mit digital gesicherten Arzneimitteln.“

AMVO und AMVS auf einen Blick

Die AMVO (Austrian Medicines Verification Organisation) ist ein einzigartiges Gemeinschaftsprojekt des Verbandes der pharmazeutischen Industrie Österreichs (Pharmig), vertreten durch Dr. Jan Oliver Huber, Mag. Helga Tieben und Dr. Bernhard Wittmann, des Österreichischen Generikaverbandes (OeGV), vertreten durch Dr. Wolfgang Andiel, des Verbandes der österreichischen Arzneimittel-Vollgroßhändler (PHAGO), vertreten durch Mag. Thomas Brosch und Dr. Monika Vögele, der Österreichischen Apothekerkammer, vertreten durch Mag. pharm. Raimund Podroschko, und der Österreichischen Ärztekammer, vertreten durch Dr. Max Wudy. Die Aufgabe der AMVO ist es, das neue digitale Sicherheitssystem für rezeptpflichtige Arzneimittel in Österreich umzusetzen. Der nationale Datenspeicher für das System wird von der AMVS (Austrian Medicines Verification System), einer 100 % Tochter der AMVO, betrieben.

APA OTS

Einladung zum Pressegespräch: Neue Initiativen zur Verbesserung des Impfwesens in Österreich

Branchen News vom 08.01.2019

Wien (OTS) – Niedrige Durchimpfungsraten, Impfmüdigkeit und Lieferengpässe bei Impfstoffen sind Probleme, mit denen sich die EU-Gesundheitsexperten seit einiger Zeit auseinandersetzen müssen. Daher wurden unter österreichischem EU-Vorsitz vor kurzem Empfehlungen erarbeitet, die in den nächsten Jahren umgesetzt werden sollen. Der Österreichische Verband der Impfstoffhersteller zeigt nun auf, woran es in Österreich derzeit noch hakt und was zu tun ist, um die Bevölkerung noch besser vor impfpräventablen Erkrankungen zu schützen.

Beim Pressegespräch am 16. Jänner erfahren Sie:

  • Welche Probleme und Lösungen auf EU-Ebene identifiziert wurden
  • Wie Eltern, Apotheker und Ärzte in Österreich mit dem Thema Impfen in der Praxis umgehen und welche Unterstützung sie von öffentlicher Seite fordern
  • Welche Schritte in Österreich notwendig sind, damit die Bevölkerung noch besser mit Impfstoffen versorgt werden kann

Ihre Gesprächspartner sind in alphabetischer Reihenfolge:

  • Mag.a Heike Galbraith
    External Affairs Working Group Chair, Vaccines Europe
  • Mag.a Renee Gallo-Daniel
    Präsidentin des Österreichischen Verbandes der Impfstoffhersteller
  • Priv.-Doz. Mag. DDr. Philipp Saiko
    Präsident der Landesgeschäftsstelle Wien der Österreichischen Apothekerkammer
  • Dr.in Susanne Schmid
    Internistin, Präsidentin des Bundeselternverbands (BEV) und Obfrau des Verbandes der Elternvereine an mittleren und höheren Schulen (VEV) des Burgenlandes

Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung unter warter@finefacts.at

Einladung zum Pressegespräch: Neue Initiativen zur Verbesserung des Impfwesens in Österreich

Datum: 16.01.2019, 09:30 – 10:30 Uhr

Ort: Cafe Michl’s, Michl´s Socialclub
Reichsratsstraße 11, 1010 Wien, Österreich

Rückfragen & Kontakt:

Mag.a Sonja Warter, MSc
warter@finefacts.at
M: +43 650 2703929

Mag.a Uta Müller-Carstanjen
mueller-carstanjen@finefacts.at
M: +43 664 515 30 40

APA OTS

Präsident der OÖ Apothekerkammer Veitschegger wird Sprecher der Freien Berufe in Oberösterreich

Branchen News vom 03.01.2019

Linz (OTS) – Nach dem Rotationsprinzip übernimmt 2019 Mag. pharm. Thomas W. Veitschegger, Präsident der Oberösterreichischen Apothekerkammer, die Funktion des Sprechers der Freien Berufe in Oberösterreich. Veitschegger schätzt die gute Zusammenarbeit und unterstreicht die Bedeutung der Freien Berufe für das Land Oberösterreich.

Mit dem 1. Jänner 2019 übernimmt der amtierende Präsident der Oberösterreichischen Apothekerkammer, Mag. pharm. Thomas W. Veitschegger, die Funktion des Sprechers der Freien Berufe in Oberösterreich. Veitschegger übernimmt diese Position vom bisherigen Sprecher, OMR Dr. Johannes Neuhofer, dem Ersten Vizepräsidenten der Ärztekammer für Oberösterreich. Für Veitschegger trägt dieser symbolische Akt der Übernahme auch eine wichtige Botschaft: „Diese Übernahme ist ein starkes Zeichen für eine hervorragende Zusammenarbeit zwischen Ärztinnen und Ärzten und Apothekerinnen und Apothekern in Oberösterreich“, sagt der Präsident der Oberösterreichischen Apothekerkammer. „In meiner neuen Funktion als Sprecher der Freien Berufe in Oberösterreich werde ich mich auch weiterhin für eine konstruktive Atmosphäre und eine gute und produktive Zusammenarbeit unter den Freien Berufen einsetzen. Das ist bereits die gelebte Praxis in Oberösterreich“, so Veitschegger.

Mag. pharm. Thomas W. Veitschegger leitet als selbstständiger Apotheker die Maria Schutz Apotheke in Bad Leonfelden und ist seit Juli 2017 Präsident der Oberösterreichischen Apothekerkammer. Zu den Freien Berufen in Oberösterreich zählen Ärzte, Apotheker, Notare, Patentanwälte, Rechtsanwälte, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer, Tierärzte, Zahnärzte sowie Ziviltechniker.
Die Angehörigen der Freien Berufe erbringen aufgrund besonderer Qualifikation persönlich, eigenverantwortlich und fachlich unabhängig geistige Leistungen im Interesse ihrer Auftraggeber und der Allgemeinheit. Ihre Berufsausübung unterliegt spezifischen berufs- und standesrechtlichen Bedingungen nach Maßgabe der staatlichen Gesetzgebung und des von der jeweiligen Berufsvertretung autonom gesetzten Rechtes, welche Professionalität, Qualität und das zum Auftraggeber bestehende besondere Vertrauensverhältnis gewährleisten und fortentwickeln.

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ÖVIH begrüßt neue EU-Empfehlungen zum Thema Impfen

Branchen News vom 20.12.2018

Wien (OTS) – Beim EU-Gipfel der Gesundheitsminister am 7. Dezember unter österreichischer Präsidentschaft wurden wichtige und notwendige Empfehlungen verabschiedet, die wesentlich dazu beitragen werden, impfpräventable Erkrankungen in den EU-Staaten zurückzudrängen. Der Österreichische Verband der Impfstoffhersteller (ÖVIH) ist erfreut über die Initiative unter der Ägide von BM Hartinger-Klein, die dazu geführt hat, dass nun konkrete Maßnahmen auf dem Tisch liegen, mit denen Herausforderungen wie Impfmüdigkeit und niedrige Durchimpfungsraten wirksam bekämpft sowie Maßnahmen gesetzt werden können, um Lieferengpässe zu reduzieren. Die Umsetzung der Empfehlungen erfordert eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen den Stakeholdern, im Besonderen zwischen nationalen Gesundheitsbehörden und der Europäischen Kommission. Sowohl die europaweite Dachorganisation Vaccines Europe als auch der ÖVIH sind bereit, mit allen Beteiligten zusammenzuarbeiten, um speziell jenen Teil der Empfehlungen voranzutreiben, bei denen die Industrie einen wichtigen Beitrag leisten kann. Das betrifft unter anderem die Themen Forschung und Entwicklung sowie nachhaltige Versorgung mit Impfstoffen.

Durchimpfungsraten beim Gesundheitspersonal erhöhen

Die vom EU-Rat angenommenen Maßnahmen gegen die Impfmüdigkeit enthalten unter anderem mehr Engagement und eine bessere Schulung aller Personen, die im Gesundheitsbereich tätig sind. „Gerade für Österreich, wo die Durchimpfungsraten gegen einige impfpräventablen Erkrankungen wie z.B. Influenza beim Gesundheitspersonal nach wie vor niedrig sind, sind das ganz wichtige Ansatzpunkte“, erklärt Mag.a Renée Gallo-Daniel, Präsidentin des ÖVIH. „Wenn Ärzte, Pflegepersonal und Apotheker eine positive Einstellung zum Impfen haben, dann lassen sie sich nicht nur selbst häufiger impfen, sondern sprechen auch häufiger Impfempfehlungen gegenüber den Patienten aus.“

Elektronischer Impfpass in Österreich und der EU

Ein anderer wichtiger Vorschlag ist die Einführung eines EU-weiten Informationssystems über Impfungen*, das durch die ECDC** koordiniert werden soll. Ebenfalls empfohlen wurde eine EU-weiter digitaler Impfpass, um den Impfstatus von EU-Bürgern auch über nationale Grenzen hinweg überblicken zu können. „In Österreich wird bereits 2020 in einigen Regionen der Elektronische Impfpass als Pilotprojekt bei Kindern unter sechs Jahren eingeführt. Damit wird erstmals eine flächendeckende valide Datenerhebung zum Impfstatus in dieser Altersgruppe möglich“, erläutert Mag. Bernhard Prager, Generalsekretär des ÖVIH. „Allerdings kann dies nur ein erster Schritt sein, denn wir brauchen unbedingt eine lückenlose Impfdokumentation über alle empfohlenen Impfungen in allen Altersgruppen, die dann auch in eine EU-weite Impfkarte übernommen werden kann.“

Frühzeitiger Dialog entscheidend

„Ganz wichtig ist der möglichst frühzeitige Dialog mit Forschern, Entwicklern, nationalen politischen Entscheidungsträgern, Regulatoren und öffentlichen Institutionen“, ergänzt Mag.a Sigrid Haslinger, Vizepräsidentin des ÖVIH. Nur dadurch könne dafür gesorgt werden, dass Lieferengpässe zukünftig deutlich seltener vorkommen. Aktuell gebe es zu wenig Informationen über den tatsächlichen Impfstoffbedarf, unflexible Beschaffungsmechanismen, lange Vorlaufzeiten bei der Impfstoffproduktion, extensive Genehmigungsverfahren beim Ausbau von Produktionsstätten, ein (zu) hohes Maß an regulatorischen Anforderungen, mehrfache Tests und Chargenfreigaben und unterschiedliche länderspezifische Vorgaben bei den Verpackungen. „Nur ein ständiger Dialog mit den Entscheidungsträgern über den zukünftigen Impfstoffbedarf sowie über verbesserte Beschaffungsverfahren ermöglicht es, rechtzeitig mit der notwendigen Impfstoffproduktion zu beginnen. So können wir gemeinsam dafür sorgen, dass die kurz- und langfristige Impfstoffversorgung in Österreich und der gesamten EU gewährleistet ist“, so Haslinger.

Die wichtigste Rolle der Impfstoffindustrie ist weiterhin, sichere und effektive Impfstoffe in höchster Qualität zu entwickeln und zu produzieren sowie Initiativen zu unterstützen, die eine faktenbasierte Information über Impfstoffe und Impfungen gewährleisten. Der Österreichische Verband der Impfstoffhersteller wird gemeinsam mit Vaccines Europe daran mitwirken, die EU Ratsempfehlungen umzusetzen und so den bestmöglichen Schutz der Österreicher und EU-Bürger vor impfpräventablen Erkrankungen sicherzustellen.

* European Vaccination Information Sharing System (EVIS)

** Europäisches Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten

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Apotheken: Sauerstofftankstellen für COPD-Patienten

Branchen News vom 13.12.2018

Wien (OTS) – Österreichweit leiden 400.000 Menschen an der tückischen Lungenkrankheit COPD. Die Weltgesundheitsorganisation erwartet, dass die COPD bis zum Jahr 2030 die dritthäufigste Todesursache sein wird. Viele Patienten brauchen zum Atmen medizinischen Sauerstoff, der aus mobilen Tanks über die Nase verabreicht wird. Um die Mobilität und die Lebensqualität dieser Patienten zu erhöhen, haben die österreichischen Apotheken bundesweit bereits 39 Sauerstofftankstellen eingerichtet. Dort können die PatientInnen ihre mobilen Sauerstoffbehälter an den von der Firma Vivisol aufgestellten Versorgungstanks kostenlos füllen.

Was ist COPD (Chronic Obstructive Pulmonary Disease)?

COPD ist die Abkürzung für eine chronische Atemwegserkrankung. Sie äußert sich durch chronischen Husten, häufige Schleimbildung und Atemnot. Die chronische Entzündung greift dabei die Lungenstruktur an, sodass die feinen Lungenbläschen, die den Sauerstoff in den Körper aufnehmen, zerstört werden. Sauerstoff wird aber von allen Organen zum Leben benötigt. Daher kommt es im Lauf der Erkrankung unbehandelt auch zu schweren Folgeschäden an allen Organen, wodurch sich die Lebenserwartung verkürzen kann.

„Was in der Regel mit Atemnot beginnt, beeinflusst das Leben immer stärker. COPD führt sehr oft, insbesondere wenn sie nicht rechtzeitig oder nicht angemessen behandelt wird, zu persönlichem Leid, Depressionen, reduzierter Mobilität, schlechterer Lebensqualität und verkürzter Lebenserwartung“, erklärt Otto Spranger, Sprecher der Österreichischen Lungenunion.

Therapie von COPD

Als chronische Erkrankung ist COPD nicht heilbar, jedoch behandelbar. Das Behandlungsziel besteht darin, das Fortschreiten der Erkrankung zu mindern oder aufzuhalten und damit die Lebensqualität der Patienten zu verbessern. Die Behandlung erfolgt vorwiegend mittels inhalierbarer Medikamente (Inhalatoren, Dosieraerosole), die vom Lungenfacharzt verschrieben werden. Die Früherkennung spielt eine große Rolle, um Folgeschäden zu vermeiden. Man geht davon aus, dass in Österreich mehr als 25 Prozent der über 40-Jährigen von COPD betroffen sind, wobei viele von ihnen gar nichts von ihrer Erkrankung wissen.

Wann kommt medizinischer Sauerstoff zum Einsatz?

Ab einem gewissen Stadium brauchen manche Patienten reinen Sauerstoff zum Atmen. „Medizinischer Sauerstoff ist ein Arzneimittel und unterliegt deshalb strengsten Sicherheits- und Qualitätsauflagen. Von der Herstellung über die Qualitätssicherung bis zur Logistik ist die Handhabe mit einem sehr großen Aufwand verbunden, bis der Sauerstofftank bei uns in der Apotheke den Kunden zur Verfügung steht,“ so Mag. pharm. Dr. Gerhard Kobinger, Präsidiumsmitglied der Österreichischen Apothekerkammer.

Unter der dauerhaften Gabe von Sauerstoff kommt es zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit, bisweilen sind sogar fast normale körperliche Betätigungen möglich. Vielleicht noch mehr als bei anderen Arzneimitteln steht beim medizinischen Sauerstoff der Faktor Lebensqualität in ganz engem Zusammenhang mit der therapeutischen Wirkung. Durch vermehrte Bewegung wird ebenfalls der Abbau der Muskulatur vermieden.

Die Übertragung funktioniert über Flüssigsauerstoff oder einen elektrischen Sauerstoffkonzentrator, der den Körper mit zusätzlichem Sauerstoff per Nasenmaske oder -brille versorgt. Damit die COPD Sauerstofftherapie Wirkung zeigt, sollte die Versorgung bestenfalls rund um die Uhr, mindestens aber 16 Stunden pro Tag durchgeführt werden.

In der Regel werden die Patienten in ihrer Wohnung mit einem großen Sauerstofftank versorgt. Um sich jedoch auch außerhalb der Wohnung bewegen zu können, an die frische Luft zu kommen, Einkäufe zu erledigen oder einen Arztbesuch absolvieren zu können, wird ein tragbares Sauerstoffgerät verwendet. Die Tanks dieser tragbaren Sauerstoffgeräte müssen jedoch aufgrund der geringen Kapazität regelmäßig nachgefüllt werden. „Mit der Erweiterung des Netzes an Sauerstofftankstellen erreichen die Apotheken mehr Lebensqualität und mehr Mobilität für die COPD-Patienten. Die Apotheken eignen sich hervorragend als Sauerstofftankstellen. Dort treffen Ort der Befüllung und fachliche Expertise der Apothekerinnen und Apotheker aufeinander“, versichert Kobinger. 39 Apotheken in ganz Österreich verfügen aktuell über Sauerstofftankstellen.

COPD-Patient erklimmt Stephansdom

Mit der Besteigung des Wiener Stephansdoms setzte der Künstler Eberhard Jordan, selbst COPD-Patient mit knapp 30 Prozent Lungenvolumen, erst Ende November des heurigen Jahres ein nicht nur medial viel beachtetes Zeichen: Nach fast vier Monaten Aufbautraining meisterte er die 343 Stufen zur Türmerstube des Doms – ein Unterfangen, das schon für viele Gesunde eine Herausforderung darstellt, für die meisten COPD-Patienten ein undenkbares Wagnis. „Ziel der Aktion war es, anderen Betroffenen Mut zu machen und ein Bewusstsein für die Krankheit und ihre Folgen zu schaffen“, sagt Jordan.

Für einen reibungslosen Ablauf des Sauerstofftankens sorgt die Firma Vivisol Home Care Services. „Unser Ziel ist es seit jeher, die Mobilität und Lebensqualität der Sauerstoffpatienten zu verbessern. Daher unterstützen wir das Projekt Sauerstofftankstelle seit Anbeginn durch die kostenlose zur Verfügungstellung der Sauerstofffässer, an denen die Patienten bei Bedarf ihre mobilen Sauerstoffbehälter auffüllen können“, gibt Mag. Andreas Budz von Vivisol bekannt.

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Renaissance von Masern & Co.: Warum Impfen „in“ sein muss – in jedem Alter

Branchen News vom 13.12.2018

Wien (OTS) – „Jedes Alter braucht seine Impfung, von der Phase als Neugeborenes über die Kindheit und Jugend, bis hin zur Schwangerschaft und zum hohen Alter.“ Das betont Ursula Wiedermann-Schmidt, Leiterin des Instituts für Spezifische Prophylaxe und Tropenmedizin der MedUni Wien und wissenschaftliche Leiterin des Österreichischen Impftags 2019 – dieser steht dementsprechend unter dem Motto „Impfprävention – Von Jung bis Alt.“ Und angesichts der unerwünschten Renaissance von schweren Infektionskrankheiten wie Masern, Keuchhusten (Pertussis) oder Diphtherie, aber auch den vielen mit Influenza assoziierten Todesfällen, forderten die ExpertInnen von MedUni Wien, Österreichischer Ärztekammer und Österreichischer Apothekerkammer auf einer Pressekonferenz am Mittwoch, dass Impfen wieder „in“ sein muss und mangelhafter Impfschutz als gesellschaftliches Problem betrachtet wird.

Um das zu erreichen, sei es dringend notwendig, dem „negativen Impfpopulismus“ die richtigen und wirksamen Kommunikationsstrategien entgegenzusetzen, sagte Wiedermann-Schmidt: „Denn nur wenn wir Ärzte und alle im Gesundheitswesen Tätigen ausreichend Wissen über das Impfen und die richtigen Kommunikationswege haben, kommt die Botschaft auch tatsächlich an. Daher haben wir das Immunsystem ins Zentrum des Plenarvortrags gestellt um zu erinnern, warum bestimmte Erkrankungen in gewissen Altersgruppen besonders gefährlich sind und warum Impfungen in allen Altersgruppen wichtig sind.“

„Nur mit einem entsprechenden Grundverständnis können wir erreichen, dass jede/r Einzelne auch die Verantwortung für das Ganze übernimmt, um so Erkrankungen und Todesraten durch Infektionskrankheiten verhindern und verringern zu können“, ergänzt sie. Allein im ersten Halbjahr 2018 gab es laut Welt-Gesundheitsorganisation WHO in Europa mehr als 41.000 Masernfälle mit 37 Todesopfern. „Jedes dieser Opfer wäre mit einer Impfung zu verhindern gewesen.“ Viele Menschen würden etwa Masern als „Kinderkrankheit“ fehlinterpretieren und daher als etwas „Leichtes“ abtun oder generell das Impfen aus Unwissenheit als „unnatürlich“ ablehnen.

Vom Schutz des Einzelnen zum Kollektivschutz

Wissensvermittlung über Impfungen muss in der Kindheit mit der „richtigen Sprache“ erfolgen, betont die Expertin. „Der Vortrag, ‚Echt cool: cruisen, chillen, impfen‘, beschäftigt sich daher nicht nur mit den Impfungen, die im Jugendlichenalter wichtig sind, sondern auch damit, wie wir diese Altersgruppe durch die richtige Sprache und Bilder erreichen und ins Boot holen können.“

Ein erster Schritt, so Wiedermann-Schmidt, müsse die Impfverpflichtung für alle Menschen sein, die in Gesundheits- und Sozialberufen arbeiten: „2017 betrafen Masernerkrankungen nahezu 20 Prozent des Gesundheitspersonals in Österreich – ein unhaltbarer Zustand.“ Abgesehen vom Eigenschutz und Schutz des Patienten bzw. der Patientin müssten ÄrztInnen, Pflegepersonal sowie ApothekerInnen als starkes Vorbild vorangehen, um die Bevölkerung zu motivieren, sich auch impfen zu lassen. Nur der Individualschutz führt auch zum Kollektivschutz. Wiedermann-Schmidt: „Doch leider stellen wir fest, dass der Zeitgeist ‚Egoismus‘ heißt – auch beim Impfen. Jede/r schaut nur auf sich, als wäre er oder sie nicht Teil eines sozialen Gefüges. Aber nur, wer sich selbst schützt und impfen lässt, schützt auch alle anderen Menschen im persönlichen Umfeld und verhindert so Impflücken. Das versteht man unter sozialer Eigenverantwortung, die für jeden selbstverständlich sein sollte.“

Impfung: Kleine schützen Große

Die Masernproblematik ist zweifellos dramatisch, darf aber nicht von anderen durch Impfung verhinderbaren Erkrankungen ablenken, sagte der Leiter des Impfreferats der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK), Rudolf Schmitzberger. So habe sich etwa die Zahl der Keuchhusten-Fälle von 2015 auf 2017 mehr als verdoppelt. „Die Krankheit breitet sich fast so rasant wie Masern aus. Die Symptome bei Kindern und Erwachsenen werden oft erst spät richtig interpretiert. Ein ausreichender Impfschutz ist daher speziell für sensible Personengruppen wie Schwangere besonders wichtig.“

Zwei Drittel der Zwei- bis Dreijährigen trügen auch Pneumokokken-Keime unbemerkt in sich und würden so zur potenziellen Lebensgefahr für ihr Umfeld. „Gegen Pneumokokken gibt es mittlerweile einen breiter wirksamen 13-fach-Impfstoff, den bereits mehr als 100 Länder übernommen haben. Auch unser Gratis-Kinderimpfprogramm sollte vom jetzigen 10-fach- Impfstoff auf diesen Impfstoff umsteigen“, fordert Schmitzberger. Influenza werde ebenfalls großteils von Kindern übertragen, die Impfung müsste daher dringend ins Impfprogramm aufgenommen werden. „Kleine schützen Große: Sind die Enkel geimpft, sind nicht nur sie selbst, sondern auch die Eltern und Großeltern vor Erkrankungen geschützt“, so sein Fazit.

Apotheken als wichtige Beratungsstellen

„Der österreichischen Apothekerschaft kommt beim Thema Impfen eine besonders wichtige Rolle zu: jene der Beratung im Sinne der Prävention. Mit mehr als 400.000 PatientInnen- und Kundenkontakten pro Tag sind die heimischen Apotheken die ersten Anlaufstellen für die Bevölkerung in Gesundheitsfragen. Daraus ergibt sich für die Apothekerinnen und Apotheker zum einen eine immense Verantwortung, zum anderen die große Chance, auf das Gesundheitsbewusstsein der Menschen positiv Einfluss zu nehmen. Das gilt besonders beim Impfen, einem Thema, das sehr kontrovers diskutiert wird und bei dem in der Öffentlichkeit als Folge von Informationsdefiziten eine große Unsicherheit herrscht“, betont Gerhard Kobinger, Präsidiumsmitglied der Österreichischen Apothekerkammer. Im Übrigen sei der Auftrag an die Apothekerschaft, die Gesundheitskompetenz der Bevölkerung nachhaltig zu stärken, auch im aktuellen Regierungsprogramm formuliert, ergänzt Kobinger.

Österreichischer Impftag 2019 – „Impfprävention – Von Jung bis Alt.“

Der Österreichische Impftag ist die größte richtungsweisende Impfveranstaltung für ÄrztInnen und ApothekerInnen in Österreich und wird von der Österreichischen Akademie der Ärzte GmbH in Kooperation mit der MedUni Wien, der Österreichischen Ärztekammer sowie der Österreichischen Apothekerkammer veranstaltet.

Datum: 19.01.2019, 08:00 – 16:00 Uhr

Ort: Austria Center Vienna
Bruno-Kreisky-Platz 1, 1220 Wien, Österreich

Url: http://www.impftag.at

Rückfragen & Kontakt:

Medizinische Universität Wien
Mag. Johannes Angerer
Leiter Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
+431 40160 – 11 501; Mobil: +43 664 800 16 11 501
johannes.angerer@meduniwien.ac.at
http://www.meduniwien.ac.at

Mag. Andrea Riedel
Österreichische Ärztekammer
Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 01/ 51406 – 3345
E-Mail: a.riedel@aerztekammer.at
Weihburggasse 10-12, 1010 Wien
www.aerztekammer.at

Mag. Elisabeth Ort
Österreichische Apothekerkammer
Presse & Kommunikation
Tel.: 01/ 404 14-600
E-Mail: elisabeth.ort@apothekerkammer.at
Spitalgasse 31, 1090 Wien
www.apothekerkammer.at

Mag. Simon Huber
Österreichische Akademie der Ärzte GmbH
Leitung Fortbildung & E-Learning
Tel.: 01/ 512 63 83 -22
E-Mail: s.huber@arztakademie.at
Walcherstrasse 11/23, 1020 Wien
www.arztakademie.at

APA OTS

Morgenstund´ der Oberösterreichischen Apothekerkammer

Branchen News vom 11.12.2018

Linz (OTS) – „Es ist ein Gebot der Stunde, die Kompetenz der Apothekerinnen und Apotheker im Sinne der optimalen Versorgung der Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher besser zu nützen. Gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus Medizin und Landespolitik wollen wir ungenützte Potenziale aufzeigen und Überlegungen für konkrete Maßnahmen anstellen“, so der Präsident der Oberösterreichischen Apothekerkammer Mag. pharm. Thomas W. Veitschegger und Vizepräsidentin Mag. pharm. Monika Aichberger über die Intention der „APO Morgenstund´“, einem Experten-Talk der Oberösterreichischen Apothekerkammer. Die „APO Morgenstund´“ widmete sich der Frage, welchen Beitrag die öffentlichen Apotheken zur besseren Versorgung von Herz-Kreislauferkrankungen und anderen chronischen Erkrankungen leisten können.

„Die Apotheken zeichnet aus, dass sie akademisch ausgebildetes Personal haben und insbesondere in Oberösterreich verschiedene Projekte wie beispielsweise die Gefäßaltermessung oder einen Lehrgang in Kooperation mit der Krebsakademie initiieren“, betonten der Präsident und die Vizepräsidentin der Oberösterreichischen Apothekerkammer unisono. Mit dem Lehrgang wolle man pharmazeutische Expertise aufbauen, um Onkologie-Patientinnen und -Patienten in dieser schwierigen Lebensphase bestmöglich zu unterstützen und diese über die Schnittstellen hinweg zu versorgen und zu begleiten. „Wir haben in zwei Lehrgängen bereits 50 oberösterreichische Apothekerinnen und Apotheker mit Onkologie-Zertifikat und das Interesse ist ungebrochen groß“, so Mag. pharm. Monika Aichberger. „Diese spezialisierten Apotheken können spezielle, kompetente Beratung anbieten, die auf einer fundierten Ausbildung fußt , indem sie einen sicheren Umgang mit den Krebspatientinnen und -patienten und deren Fragen im Zusammenhang mit der Erkrankung und alltäglichen Gesundheitsthemen haben. Wissen ist der beste Wirkstoff“, unterstreicht die Vizepräsidentin.

Das innovative Pilotprojekt zur Messung des Gefäßalters, welches die Apothekerkammer Oberösterreich gemeinsam mit der Österreichischen Gesellschaft für Hypertensiologie umsetzt sowie wissenschaftlich begleiten und evaluieren lässt, ist wiederum ein wichtiger Beitrag der Apothekerinnen und Apotheker im Hinblick auf Prävention und Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Herz-Kreislauferkrankungen. In Oberösterreich sind Herz-Kreislauferkrankungen mit 43 Prozent die häufigste Todesursache. Gleichzeitig wären laut Studien optimalerweise bis zu 90 Prozent der Herz-Kreislauferkrankungen vermeidbar. „Dass wir über 25 Prozent aller oberösterreichischen Apotheken zum Mitmachen beim Pilotprojekt der Gefäßaltermessung gewinnen konnten, ist ein guter Beweis dafür, wie sehr sich die Apothekerinnen und Apotheker für die Herzgesundheit engagieren“, unterstrich Mag. pharm. Thomas W. Veitschegger. Der Präsident der Oberösterreichischen Apothekerkammer Mag. pharm. Thomas W. Veitschegger und die Vizepräsidentin Mag. pharm. Monika Aichberger sind davon überzeugt, „dass sich in Zukunft Apotheken in konkreten Bereichen spezialisieren werden, um spezielle Dienstleistungen für eine besonders anspruchsvolle Gruppe von Patientinnen und Patienten anbieten zu können“.

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Karas: „Europa braucht eine starke EU“

Branchen News vom 10.12.2018

Wien (OTS) – Ein Appell an die Politik für ein glaubwürdigeres und politisch handlungsfähigeres Europa kommt von Othmar Karas, Mitglied des Europäischen Parlaments.“, Die „Idee Europa“ dürfe nicht „Opfer von nationalen Machtpolitiken und kurzfristigem Denken“ werden. Es sei vielmehr an den Politikern, Europa klar und unmissverständlich zu positionieren, erklärte Karas im Rahmen des „Europagesprächs“ mit dem Thema „Wie gesund ist Europa – Stehen wir vor der nächsten Krise?“, zu dem Ulrike Mursch-Edlmayr, Präsidentin der Österreichischen Apothekerkammer, am 28. November in die historische Bibliothek der Österreichischen Apothekerkammer geladen hatte. Anwesend waren auch Christa Wirthumer-Hoche, Vorsitzende des EMA-Managementboards, Thomas Szekeres, Präsident der Österreichischen Ärztekammer, Clemens Martin Auer, Gesundheitsministerium, Alexander Herzog, Generalsekretär Pharmig, Andreas Windischbauer, Präsident der PHAGO, sowie Gerald Fleischmann, Generaldirektor der Volksbank Wien AG.

Mursch-Edlmayr forderte in ihrem Statement eine „intensive EU-Debatte auf allen Ebenen“. „Genau dazu möchte die Apothekerkammer mit dem Europagespräch beitragen. Um diesem Ansinnen Nachdruck zu verleihen, haben wir insbesondere an die EU-Organe gerichtete Botschaften zur Gesundheitspolitik, Arzneimittelversorgung und zu den Gesundheitsberufen formuliert und diese auch gemeinsam unterzeichnet“, ergänzte die Präsidentin.

Gemeinsame Feststellungen

1. Das menschliche Leben und die menschliche Gesundheit stellen das höchste Schutzgut im Wertesystem der Europäischen Union dar. Die Gesundheitspolitik, die Verwaltung des Gesundheitssystems und der medizinischen Versorgung liegen in der Verantwortung der Mitgliedstaaten. Die Europäische Union kann ergänzend tätig werden, indem sie die Zusammenarbeit der Mitgliedstaaten fördert und ihre Tätigkeit unterstützt. Dieser Subsidiaritätsgrundsatz darf nicht durch Binnenmarktaspekte abgeschwächt werden.

Daraus ergibt sich auch die Forderung auf Aufrechterhaltung einer insbesondere auch für das Arzneimittelrecht sowie das Berufsrecht der Gesundheitsberufe zuständigen „Generaldirektion Gesundheit“ innerhalb der EU-Kommission und der Einbeziehung des Medizinprodukterechts in diese Generaldirektion.

2. Liefer- und Versorgungsengpässe, verursacht zum Beispiel unter anderem durch Produktionsausfälle, Rückrufen auf Grund von Produktionsfehlern und Verunreinigungen, werden immer mehr ein europäisches und innerstaatliches Problem. Eine der Ursachen ist unter anderem die Verlagerung der Herstellung von Arzneimitteln und Ausgangsstoffen in Drittländer.

Zur Sicherstellung der Verfügbarkeit von Arzneimitteln sollen daher auf europäischer Ebene Maßnahmen umgesetzt werden, um Lieferengpässen vorzubeugen. Dazu gehört auch die Schaffung von Rahmenbedingungen, die die Arzneimittel- und Wirkstoffproduktion innerhalb Europas stärken.

3. Der wirtschaftsliberale Ansatz der EU-Kommission manifestiert sich im laufenden Bestreben, bestehende Regelungen der Freien Berufe – auch der Gesundheitsberufe – weitgehend abzubauen und der Selbstregulierung durch Markt und Wettbewerb zu überlassen. Dabei wird verkannt, dass das Berufsrecht der Freien Berufe, insbesondere der Gesundheitsberufe, im übergeordneten Interesse der Leistungsempfänger liegt und der „Gesundheitsmarkt“ ein atypischer Markt ist.

Es muss daher das Berufsrecht, die Freiberuflichkeit und Unabhängigkeit der Gesundheitsberufe, die den hohen Patientenschutz und die kontinuierliche Arzneimitteltherapiesicherheit gewährleisten, bewahrt werden.

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Hauptverband zieht positive Zwischenbilanz zur Einführung der e-Medikation

Branchen News vom 06.12.2018

Wien (OTS) – Seit Anfang des Jahres wird die e-Medikation, eine Funktion der elektronischen Gesundheitsakte ELGA, Schritt für Schritt eingeführt. Rund 2570 Arztinnen und Ärzte sowie 550 Apotheken in den Bundesländern Vorarlberg, Steiermark, Kärnten, Tirol und Salzburg sind an das System angeschlossen. Mehr als 15 Millionen Verordnungen wurden bereits in e-Medikation gespeichert. Bis Herbst 2019 wird die e-Medikation flächendeckend in ganz Österreich zur Verfügung stehen.

Unerwünschte Wechselwirkungen von Medikamenten sind ein nicht zu unterschätzendes Risiko für Patientinnen und Patienten. Über zwei Millionen Versicherte in Österreich nehmen regelmäßig fünf oder mehr Medikamente ein. Dabei können statistisch gesehen drei gemeinsam eingenommene Arzneimittel bereits drei Wechselwirkungen auslösen. Fünf Arzneimittel lösen bereits zehn Wechselwirkungen aus. Besonders rezeptfreie Medikamente können eine überproportional hohe Rate an Wechselwirkungen verursachen. Mengenmäßig betrachtet ist jede zweite Arzneimittelpackung, die in der Apotheke verkauft wird, ein rezeptfreies Präparat.

Genau hier setzt die e-Medikation an: behandelnde Ärztinnen und Ärzte können die e-Medikationsliste ihrer Patientinnen und Patienten einsehen und anhand dieser Grundlage neue Verordnungen auf eventuelle unerwünschte Wechselwirkungen prüfen. Dadurch erhalten Ärztinnen und Ärzte eine bessere Entscheidungsgrundlage für Diagnostik und Therapie. Nach der Speicherung in die e-Medikationsliste wird ein Rezept mit einem speziellen Code gedruckt. Durch das Scannen des Codes auf dem Rezept kann die Apotheke die Abgabe der verordneten Medikamente in der e-Medikationsliste speichern. Eine Neuerung für die Patientinnen und Patienten ist nun, dass auch Apotheken mit dem e-card System ausgestattet sind. Wenn die e‑card in der Apotheke gesteckt wird, kann die gesamte e-Medikationsliste für eine Wechselwirkungsprüfung oder Beratung abgerufen werden. Auch rezeptfreie Medikamente oder Rezepte von Wahlärzten können dann in die e‑Medikation eingetragen werden.

„Die Einführung der e-Medikation ist bisher nicht nur reibungslos über die Bühne gegangen, sondern stellt auch einen enormen Mehrwert für unsere Versicherten dar“, freut sich Alexander Biach, Vorsitzender des Verbandsvorstands im Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger. „Ärztinnen und Ärzte berichten uns, dass sie durch die e-Medikation in ihrer Arbeit unterstützt werden. Erstmals sehen sie, welche Medikamente von anderen Ärztinnen und Ärzten verordnet und von den Patientinnen und Patienten in der Apotheke bezogen werden. Besonders bei Urlaubsvertretungen, wenn Ärztinnen und Ärzte die Medikation eines fremden Patienten nicht kennen, ist das ein großer Vorteil. Denn Patientinnen und Patienten wissen oft nicht so genau, wie der Medikamentenname lautet und welche Dosierungsstärke sie brauchen. Auch die Apothekerinnen und Apotheker können nun sehen, welche Medikamente einem Patienten verordnet wurden und können auf dieser Grundlage beim Kauf von rezeptfreien Medikamenten noch besser beraten. Daher bin ich überzeugt, dass unser Gesundheitssystem mit der e-Medikation einen gewaltigen Entwicklungssprung in Richtung mehr Patientensicherheit macht.“

Der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger ist das organisatorische Dach über der solidarischen Kranken-, Unfall-und Pensionsversicherung Österreichs. Die Sozialversicherung garantiert unabhängig von Alter, Einkommen, sozialer Herkunft und Bildung hochwertige Gesundheitsversorgung und eine sichere Pensionsvorsorge. Aktuell sind rund 8,5 Millionen Menschen anspruchsberechtigt (Versicherte und mitversicherte Angehörige).

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Einladung zur Präsentation – Apotheken: Sauerstofftankstellen für COPD-Patienten

Branchen News vom 05.12.2018

Wien (OTS) – Österreichweit leiden mehr als 400.000 Menschen an der tückischen Lungenkrankheit COPD. Die Weltgesundheitsorganisation erwartet, dass COPD bis zum Jahr 2030 die dritthäufigste Todesursache weltweit sein wird. Viele Patienten brauchen medizinischen Sauerstoff, der aus mobilen Tanks kontinuierlich über die Nase verabreicht wird.

Um Mobilität und Lebensqualität dieser Patientinnen und Patienten zu erhöhen, wurde das Projekt der Sauerstofftankstellen ausgeweitet. Die Apotheken haben österreichweit bereits 39 derartige Tankstellen aufgestellt, wo die mobilen Tanks kostenlos gefüllt werden können. Die Aktion ist eine Kooperation mit der Österreichischen Lungenunion, Vivisol Home Care Services und Ferdinand Menzl Medizin-technik GmbH.

Wir laden herzlich zum Pressegespräch mit Fototermin. Die Apotheke Regenwald verfügt über eine Sauerstofftankstelle. Eberhard Jordan, COPD-Patient mit 30 Prozent Lungenvolumen, spricht über sein Leben mit der Lungenerkrankung.

Ihre Gesprächspartner sind:

  • Mag. pharm. Dr. Ulrike Mursch-Edlmayr, Präsidentin Österreichische Apothekerkammer
  • Eberhard Jordan, COPD-Patient
  • Otto Spranger, Österreichische Lungenunion
  • Mag. Andreas Budz, Mag. Elisabeth Angleitner, Vivisol Home Care Services

Datum: 11.12.2018, um 19:00 Uhr

Ort:
Apotheke Regenwald
Donauzentrum, Wagramerstraße 81 / Top 134, 1220 Wien

Anmeldungen unter:
Österreichische Apothekerkammer
Presse und Kommunikation
Wolfgang Müller MA, MSc
E-Mail: wolfgang.mueller@apothekerkammer.at
Tel.: 01- 40414-600

APA OTS

Großes Ehrenzeichen der Republik Österreich an Apotheker Mag. pharm. Gottfried Bahr

Branchen News vom 04.12.2018

Wien (OTS) – Bundespräsident Dr. Alexander Van der Bellen verleiht Herrn Mag. pharm. Gottfried Bahr das Große Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich. Bahr war zehn Jahre Präsident des Österreichischen Apothekerverbandes und zwanzig Jahre Obmann der Pharmazeutischen Gehaltskasse sowie Mitglied des Präsidiums bzw. Kammervorstands der Österreichischen Apothekerkammer. Das Ehrenzeichen wurde in Vertretung von Frau Bundesministerin Mag. Hartinger-Klein am 3. Dezember 2018 von Dr. Clemens Martin Auer feierlich überreicht. „Wir verstehen die Ehrung mit dem Großen Ehrenzeichen auch als eine Auszeichnung der gesamten Apothekerschaft“, erklärte Mag. pharm. Dr. Ulrike Mursch-Edlmayr, Präsidentin der Österreichischen Apothekerkammer.

Der 70-jährige Apotheker hat sich seit Jahrzehnten für die Gesundheitspolitik in Österreich und die optimale Arzneimittelversorgung der Bevölkerung eingesetzt. Der hochkarätige Standesvertreter wird für sein langjähriges Engagement ausgezeichnet. Aktuell hat er wichtige Kontroll- und Aufsichtsfunktionen inne, etwa als Mitglied der Kontrollausschüsse der Pharmazeutischen Gehaltskasse und der Österreichischen Apothekerkammer sowie als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Österreichischen Ärzte- und Apothekerbank AG.

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AVISO – Pressekonferenz zum Österreichischen Impftag 2019: „Impfprävention – Von Jung bis Alt“

Branchen News vom 03.12.2018

Wien (OTS) – Sehr geehrte Damen und Herren, der Österreichische Impftag 2019 am 19. Jänner im Austria Center Vienna legt den Fokus auf „Impfprävention – Von Jung bis Alt“. Dabei geht es auch um die Frage, warum Infektionskrankheiten wie Masern derzeit eine Renaissance erleben und wie verhindert werden kann, dass auch andere, längst vergessene Erkrankungen zurückkehren – und welche Herausforderung diese Problematik für ForscherInnen, ÄrztInnen und ApothekerInnen sowie für die Gesellschaft darstellt.

Zu diesem Themenbereich – und auch zur aktuellen Situation der Influenza bzw. -Impfung in Österreich – berichten VertreterInnen der MedUni Wien, der Österreichischen Ärztekammer und der Österreichischen Apothekerkammer am Mittwoch, 12. Dezember 2018 (10.00 Uhr) bei einer Pressekonferenz an der Medizinischen Universität Wien (Institut für Spezifische Prophylaxe und Tropenmedizin, Kinderspitalgasse 15, 1090 Wien).

Pressekonferenz zum Österreichischen Impftag 2019: „Impfprävention – Von Jung bis Alt“

Ihre GesprächspartnerInnen sind:

  • Ursula Wiedermann-Schmidt, Leiterin des Instituts für Spezifische Prophylaxe und Tropenmedizin der MedUni Wien und wissenschaftliche Leiterin des Österreichischen Impftages 2019
  • Ulrike Mursch-Edlmayr, Präsidentin der Österreichischen Apothekerkammer
  • Rudolf Schmitzberger, Leiter des Referats für Impfangelegenheiten der Österreichischen Ärztekammer

Wir bitten um Anmeldung zur Pressekonferenz unter pr@meduniwien.ac.at.

Datum: 12.12.2018, 10:00 Uhr

Ort: Institut für Spezifische Prophylaxe und Tropenmedizin der Medizinischen Universität Wien,
Kinderspitalgasse 15, 1090 Wien, Österreich

Rückfragen & Kontakt:

Medizinische Universität Wien
Mag. Johannes Angerer
Leiter Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
+431 40160 – 11 501
Mobil: +43 664 800 16 11 501
johannes.angerer@meduniwien.ac.at
http://www.meduniwien.ac.at

Mag. Andrea Riedel
Österreichische Ärztekammer
Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 01/ 51406 – 3345
E-Mail: a.riedel@aerztekammer.at
Weihburggasse 10-12, 1010 Wien
www.aerztekammer.at

Mag. Elisabeth Ort
Österreichische Apothekerkammer
Presse & Kommunikation
Tel.: 01/ 404 14-600
E-Mail: elisabeth.ort@apothekerkammer.at
Spitalgasse 31, 1090 Wien
www.apothekerkammer.at

Mag. Simon Huber
Österreichische Akademie der Ärzte GmbH
Leitung Fortbildung & E-Learning
Tel.: 01/ 512 63 83 – 22
E-Mail: s.huber@arztakademie.at
Walcherstrasse 11/23, 1020 Wien
www.arztakademie.at

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BASG: Arzneimittelversorgung in Österreich

Branchen News vom 29.11.2018

Wien (OTS) – Am 27.11.2018 fand ein „Runder Tisch“ zum Thema Arzneimittelversorgung in Österreich statt. Bei der hochkarätig besuchten Veranstaltung, die vom Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG) organisiert wurde, diskutierten über 30 Vertreterinnen und Vertreter der österreichischen Arzneimittel-Stakeholder über Lösungsansätze, wie man vor dem Hintergrund der weltweit kontinuierlich zunehmenden Liefer- und Versorgungsengpässe die Versorgungslage in Österreich zum Nutzen von PatientInnen erhalten, absichern und zukünftig weiter stärken kann. Speziell die Sicherstellung der Versorgung nach dem Brexit wurde besprochen und es werden weitere Gespräche diesbezüglich mit den betroffenen Zulassungsinhabern einerseits und den österreichischen Ärzten und Apothekern andererseits geführt.

VertreterInnen von Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger, Ärzte- und Apothekerkammer, des pharmazeutischen Großhandels, der Patientenanwaltschaft, des Gesundheits-/Sozialministeriums, der Wirtschaftskammer, der Interessensvertretungen der pharmazeutischen Industrie sowie aus der Wissenschaft waren anwesend. In der vom verfahrensleitenden Mitglied des BASG Christa Wirthumer-Hoche geführten Veranstaltung, wurden unter anderem zwei konkrete Lösungsansätze diskutiert, die in einer der nächsten Novellen des österreichischen Arzneimittelgesetzes (AMG) Eingang finden könnten.

Meldepflicht bei Lieferengpässen erforderlich

Es bestand breiter Konsens, dass weltweite Produktions- und Lieferengpässe nur eingeschränkt auf nationaler Ebene zu lösen sind. Umso wichtiger ist es daher, rasch und verlässlich Transparenz in die aktuelle Versorgungssituation zu bringen und bestehende oder auch drohende Lieferengpässe frühzeitig den beteiligten Berufsgruppen zu kommunizieren. Dadurch können rechtzeitig Gegenmaßnahmen ergriffen werden, um selbst bei längerdauernden Engpässen die Versorgungslage nach Möglichkeit mit individuellen Maßnahmen abzufedern und rechtzeitig alternative Versorgungsschritte zu setzen.

Die bislang in weiten Fällen von Zulassungsinhabern nur unvollständig und freiwillig gehandhabten Meldungen über Lieferengpässe sollen daher zur besseren Planbarkeit der Versorgungslage einer Meldepflicht unterlegt werden. Drohende Lieferschwierigkeiten, die mehrere Wochen andauern und daher durch die Lagerhaltung des Großhandels nicht mehr überbrückbar wären, müssen, so die Pläne, dann verpflichtend vorab zum frühestmöglichen Zeitpunkt der Arzneimittelbehörde BASG bekanntgegeben werden.

Im Falle von drohenden Engpässen wurde zudem auf die Verordnungsermächtigung der Gesundheitsministerin verwiesen, die im Falle einer durch einen Lieferengpass ausgelösten Versorgungskrise auch weitergehende Maßnahme verfügen kann, wobei als adäquates Mittel auch ein Exportstopp der in Österreich noch vorrätigen Arzneimittelmengen verfügt werden kann. Da insbesondere bei europaweiten oder sogar weltweiten Lieferengpässen die Tendenz erkennbar war, dass in Österreich vorrätige Arzneimittel ins Ausland verkauft und damit teilweise der heimischen Bevölkerung entzogen wurden, können diese Notfallmaßnahmen anlassbezogen mithelfen, die Versorgung der österreichischen Bevölkerung sicherzustellen.

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Homöopathie: Aufklärung und Information wichtig

Branchen News vom 29.11.2018

Wien (OTS) – Im Streit um den Wert und die Wirksamkeit der Homöopathie appelliert Pharmig-Generalsekretär Mag. Alexander Herzog an das individuelle Gesundheitsmanagement: „„In Österreich greifen viele zu homöopathischen Produkten. Das zeigt eine gewisse Affinität von Teilen der Bevölkerung zu diesem komplementärmedizinischen Angebot. Ob Schulmedizin oder Komplementärmedizin, Aufklärung und Information sind in beiden Fällen wichtig, um Menschen darin zu stärken, ihre Gesundheit selbstbestimmt zu managen.““

In Österreich gibt es klare gesetzliche Vorgaben, die einzuhalten sind, wenn es um die Zulassung oder Registrierung von Homöopathika geht. Diese werden von der nationalen Zulassungsbehörde hinsichtlich ihrer Qualität, Wirksamkeit und Sicherheit bewertet. „Das ist auch wichtig, denn es muss gewährleistet sein, dass Patienten keinen Schaden nehmen“, so Herzog.

Ein Verkaufsverbot, wie es Patientenanwältin Sigrid Pilz fordert, sieht Herzog heikel: „Vorrangig muss die Information über die Produkte sein. Das schafft die Basis, auf der jeder einzelne selbst entscheiden kann, ob und welche frei erhältlichen Produkte aus der Apotheke er zum Erhalt oder zur Verbesserung seiner eigenen Gesundheit einnehmen möchte.“

Über die Pharmig: Die Pharmig ist die freiwillige Interessenvertretung der österreichischen Pharmaindustrie. Derzeit hat der Verband 120 Mitglieder (Stand November 2018), die den Medikamenten-Markt zu gut 95 Prozent abdecken. Die Pharmig und ihre Mitgliedsfirmen stehen für eine bestmögliche Versorgungssicherheit mit Arzneimitteln im Gesundheitswesen und sichern durch Qualität und Innovation den gesellschaftlichen und medizinischen Fortschritt.

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Welt-AIDS-Tag

Branchen News vom 28.11.2018

Wien (OTS) – Anlässlich des Welt-AIDS-Tages am 1. Dezember weisen die österreichischen Apothekerinnen und Apotheker auf den niederschwelligen Zugang zu HIV-Tests in Apotheken hin. Seit Sommer dieses Jahres sind HIV-Selbsttests rezeptfrei in den österreichischen Apotheken erhältlich. Der Test ermöglicht, den eigenen HIV-Status selbst zu bestimmen.

In Österreich werden täglich ein bis zwei HIV-Neudiagnosen gestellt. Allerdings klaffen der Zeitpunkt der Infektion und jener der Diagnose meist weit auseinander: Viele Betroffene erhalten die Diagnose erst, wenn die Erkrankung bereits fortgeschritten ist. Dieser Umstand wirkt sich nachteilig sowohl auf die Behandlung als auch auf die Lebenssituation der Betroffenen aus. Eine frühzeitige Diagnose verbunden mit einer rasch eingeleiteten Behandlung ist für den Therapieerfolg und die Lebensqualität der Betroffenen von großer Bedeutung.

Früherkennung und Prävention

Um die Hemmschwelle bei HIV-Tests zu senken und so einen wesentlichen Beitrag zur Früherkennung von HIV-Infektionen zu leisten, werden seit Sommer dieses Jahres HIV-Selbsttests rezeptfrei in den österreichischen Apotheken angeboten. Der Test ermöglicht den eigenen HIV-Status unkompliziert und schnell zu bestimmen.

„Es ist wichtig, seinen Immunstatus zu kennen und HIV-Selbsttests aus der Apotheke sind ein wesentlicher Schritt in Richtung Früherkennung der Erkrankung“, erklärt Mag. pharm. Dr. Ulrike Mursch-Edlmayr, Präsidentin der Österreichischen Apothekerkammer. „Anlässlich des Welt-AIDS-Tages möchten wir darauf aufmerksam machen, dass jeder einen HIV-Selbsttests mit nur einem Tropfen Blut innerhalb weniger Minuten zu Hause durchführen kann.“

In Österreich sind die HIV-Selbsttests exklusiv in Apotheken erhältlich. Damit der Test ordnungsgemäß zu Hause durchgeführt werden kann und den Kunden die nötigen Informationen zur Verfügung stehen, ist ein Gespräch mit der Apothekerin/dem Apotheker im Vorfeld notwendig. Da die Abgabe der Tests eine feinfühlige und kompetente Beratung durch Apothekerinnen und Apotheker erfordert, hat die Apothekerkammer gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium, Ärzten, der Österreichischen AIDS Gesellschaft und der Aids Hilfe zertifizierte Schulungen für Apothekerinnen und Apotheker sowie standardisierte Beratungsleitfäden erarbeitet. Auch Kundeninformationsbroschüren sind eigens erstellt worden. „Des Weiteren werden laufend regionale Fortbildungsveranstaltungen und Online-Schulungen angeboten. Jede Maßnahme, die dazu beiträgt, die Hemmschwelle vor einem HIV-Test abzubauen und die Menschen frühzeitig der richtigen Diagnose und Therapie durch Ärztinnen und Ärzte zuzuführen, wird von der Apothekerkammer gerne unterstützt“, so die Präsidentin.

Von der Aids Hilfe Wien wurde eine nationale HIV-Selbsttest Helpline eingerichtet (0800 25 22 89, besetzt von Mo – Fr 10:00 – 17:00), um Fragen zu Anwendung, Haltbarkeit und Lagerung, Testsicherheit, zum diagnostischen Testfenster und zum Vorgehen bei einem reaktiven Ergebnis zu beantworten.

So funktioniert der HIV-Selbsttest

Bei dem HIV-Selbsttests handelt es sich um einen Schnelltest, der speziell für die Laienanwendung zu Hause konzipiert ist. Derzeit können in Österreich zwei Tests ausschließlich über Apotheken bezogen werden. Beide sind Antikörpertests und können 12 Wochen nach dem letzten Risikokontakt eine HIV-Infektion feststellen oder ausschließen. So lange kann es dauern, bis sich Antikörper gebildet haben, die der Test dann nachweist. Der Test kann rasch und unkompliziert durchgeführt werden. Durch einen Stich in die Fingerkuppe wird ein Bluttropfen für den Test entnommen. Je nach Test wird binnen weniger Minuten der HIV-Status angezeigt.

Mursch-Edlmayr betont: „Ein positiver HIV-Selbsttest bedeutet noch keine HIV-Diagnose! Sollte der HIV-Selbsttest ein positives Ergebnis anzeigen, muss dieser durch einen spezifischen Labortest verifiziert werden. Die Apothekerinnen und Apotheker raten in solchen Fällen, rasch einen Arzt/Ärztin und/oder ein Behandlungszentrum der Österreichischen AIDS Gesellschaft (ÖAG) bzw. der Aids Hilfe aufzusuchen.“

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Liste Pilz/Kolba: 10.850 Unterschriften für die Liberalisierung von Cannabis in der Medizin

Branchen News vom 28.11.2018

Wien (OTS) – Peter Kolba, selbst Schmerzpatient (Polyneuropathie), hat vor sechs Monaten eine Petition im Web gestartet, um der Forderung der Liste Pilz nach einer Liberalisierung von Cannabis in der Medizin Nachdruck zu verleihen. Diese Petition wurde von 10.850 Personen unterstützt. Die Unterschriften werden heute dem Gesundheitsministerium übermittelt.

Kolba hat im Frühjahr in Nationalrat einen entsprechenden Entschließungsantrag eingebracht. Im Gesundheitsausschuss wurde durch einen Beschluss aller Parteien die Gesundheitsministerin Hartinger-Klein aufgefordert, bis Jänner 2019 dem Gesundheitsausschuss einen Bericht zum Thema vorzulegen.

„Ich appelliere an die Frau Ministerin Hartinger-Klein, diese Unterschriften bei der Erstellung des Berichtes als Stimme der Betroffenen zu berücksichtigen,“ sagt Peter Kolba, Leiter des Team BürgerInnenrechte der Liste Pilz. „SchmerzpatientInnen sind häufig schon betagte Menschen. Es ist höchst an der Zeit für diese eine rasche Lösung á la Deutschland zu finden,“ so Kolba weiter.

In Deutschland hatte im Frühjahr 2017 ein Beschluss aller Parteien die Liberalisierung von Cannabis in der Medizin eingeleitet. PatientInnen bekommen nun – auf Rezept – Cannabisblüten in der Apotheke.

„Die Apotheke als Beratungsstelle für PatientInnen macht viel Sinn. Das soll aber keinesfalls dazu führen, dass legale Pflanzen (die vor allem CBD enthalten und nur unter o,3mg THC aufweisen) vom freien Markt in Apotheken verdrängt werden,“ stellt Kolba klar, „es geht um die Interessen der PatientInnen und nicht die der Pharmaindustrie!“

Der Inhaltstoff THC ist rauschfördernd und wird in Österreich derzeit kriminalisiert. Der Inhaltstoff CBD ist nicht psychoaktiv und darf daher legal konsumiert werden. Beiden Stoffen werden in vielen Studien, insbesondere in einer Studie der Amerikanischen Akademie der Wissenschaften, medizinische Wirkungen bei Schmerzen, bei Übelkeit, für Muskelentspannung und für Schlafförderung zugeschrieben. Zu vielen weiteren Anwendungen gibt es intensive Forschungen.

„Es wäre absurd, Cannabis zur Arzneimittelpflanze des Jahres zu küren und den Konsum durch PatientInnen zu kriminalisieren. Wir brauchen endlich einen deutlichen Schwenk in der Drogenpolitik. Die Liberalisierung von Cannabis in der Medizin ist ein längst überfälliger Schritt. Über eine generelle Entkriminalisierung auch für KonsumentInnen sollte in der Folge rational diskutiert werden,“ stellt Kolba abschließend fest.

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VSL#3®: Das Super-Probiotikum, das aus der Kälte kam

Branchen News vom 26.11.2018

Wien (OTS) – Mit seinem Probiotikum VSL#3® bringt das biopharmazeutische Unternehmen Ferring Arzneimittel Ges.m.b.H. die Darmflora wieder ins Gleichgewicht. Eine sehr hohe Dosis von mindestens 450 Milliarden lebenden Bakterien pro Beutel und die gekühlte Lagerung machen die Einzigartigkeit und die in mehr als 80 wissenschaftlichen Studien belegte Wirkung des Produkts aus.

VSL#3® ist ein diätetisches Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke zur diätetischen Behandlung von Beschwerden bei Reizdarmsyndrom, Colitis ulcerosa bei Erwachsenen und Kindern ab sechs Jahren sowie nach Anlage eines ileoanalen Pouchs bei Erwachsenen. Seit Juni 2018 ist VSL#3® von Ferring auf dem österreichischen Markt erhältlich.

Im Vergleich zu anderen Produkten am Markt, weist VSL#3® eine um mindestens das 30-Fache höhere Konzentration und eine spezielle Mischung verschiedener Bakterienstämme natürlichen Ursprungs auf. Mindestens 450 Milliarden lebende Milchsäure- und Bifidobakterien aus 8 Bakterienstämmen finden sich in jedem Portionsbeutel. Eine Packung VSL#3® beinhaltet 30 Beutel, von denen ein bis zwei Beutelinhalte täglich in 200 ml Wasser, Joghurt, Apfelsaft oder ein anderes Kaltgetränk ohne Kohlensäure eingerührt und getrunken werden. Wichtig ist die gekühlte Lagerung bei 2 bis 8 °C, die garantiert, dass die Zahl lebender Bakterien erhalten bleibt. Bei Bestellung von VSL#3® in der Apotheke ist das Produkt innerhalb weniger Stunden verfügbar und entfaltet seine Wirkung aufgrund der Kühlung sofort.

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