Branchen News

APA OTS

Die Innovation bei Vergesslichkeit

Branchen News vom 19.03.2019

Graz (OTS) – Die größte gesundheitliche Sorge der österreichischen Bevölkerung über 50 ist jene vor Demenz. Ein neuer innovativer pflanzlicher Wirkstoff lässt Gedächtnislücken schwinden.

Die Gesundheit als wertvolles Gut rückt immer mehr ins Bewusstsein. Umso größer sind die Sorgen, die damit verbunden sind. Eine aktuelle Marktforschungsstudie von marketagent.com bringt jene gesundheitlichen Probleme ans Tageslicht, über die sich die Österreicher am meisten Sorgen machen: Ganz vorne liegt dabei die Demenz, dicht gefolgt von Herzinfarkt und Schlaganfall.

Vergesslichkeit als Ursache für die Sorge vor Demenz

Für die repräsentative Untersuchung wurden 500 Frauen und Männer über 50 Jahren befragt. Immerhin 26% der Befragten haben Sorge vor Demenz. Auslöser für die Sorge ist die eigene Vergesslichkeit: Fast 20% der Studienteilnehmer geben an innerhalb des letzten Jahres vergesslicher geworden zu sein. Dies zeigt sich unter anderem dadurch, dass Namen von Bekannten vergessen werden (rd. 25%), beim Einkaufen Produkte nicht wie gewünscht im Einkaufswagen landen (rd. 13%) und Alltagsgegenstände vom Schlüssel bis zur Brille verlegt werden (rd. 10%).[1]

Pflanzliche Lösung bei Vergesslichkeit

Über 30% der Österreicher haben Interesse an einem Nahrungsergänzungsmittel, das die Gedächtnisleistung unterstützt. Ein solch innovatives Produkt präsentiert nun die führende Apotheken-Marke Dr. Böhm® aus dem Hause Apomedica. Vor kurzem hat das Unternehmen aus Graz eine zukunftsweisende Innovation für die Aufrechterhaltung der Gedächtnisleistung und die gesunde Gehirnalterung auf den Markt gebracht: Dr. Böhm® Gedächtnis aktiv.

3-fach stark für das Gedächtnis

Das innovative Nahrungsergänzungsmittel enthält den patentierten Curcuma-Extrakt Longvida®, der die geistige Leistungsfähigkeit schnell und nachhaltig verbessert. Neueste wissenschaftliche Studien an gesunden Menschen zeigen, dass der Curcuma-Extrakt Longvida® gleich dreifach positiv wirkt: Er verbesserte die Denkleistung innerhalb kurzer Zeit (Akut-Effekt).[2] Nach einer Einnahme von vier Wochen steigert er zudem die geistige Leistungsfähigkeit und sorgt für bessere Aufmerksamkeit und Merkfähigkeit (Aufbau-Effekt). Darüber hinaus unterstützt der Extrakt die gesunde Gehirnalterung, indem er nachweislich den Anteil jener Proteine (Beta-Amyloid) im Blut senkt, die im Gehirn Ablagerungen bilden können.[3]

Rechtzeitig handeln, bevor die Gedächtnislücken zunehmen

Gerade für die gesunde Gehirnalterung ist rechtzeitiges Handeln angesagt, wie Dr. Albert Kompek, Leiter Forschung und Entwicklung von Apomedica betont: „Schon 20 Jahre bevor kognitive Defizite wie zum Beispiel häufige Vergesslichkeit auftreten, können Ablagerungen (Beta-Amyloid-Plaques) im Gehirn auftreten. Diese Plaques können die gesunde Gehirnfunktion beeinträchtigen. Daher ist es wichtig, den Beta-Amyloid-Spiegel im Blut so früh wie möglich möglichst niedrig zu halten, um eine gesunde Gehirnalterung zu erreichen.“ Dieser Effekt konnte in Studien mit dem patentierten Curcuma-Extrakt Longvida® nachgewiesen werden: Bei gesunden Personen im Alter von 40-60 Jahren wurde damit bereits nach vier Wochen eine signifikante Reduktion des Beta-Amyloid-Spiegels im Blut erreicht. Darüber hinaus konnte in weiteren Studien nachgewiesen werden, dass der Curcuma-Extrakt auch positive Wirkungen auf die Gefäße sowie Entzündungsparameter im Körper zeigt.[4]

Jetzt neu und exklusiv in der Apotheke

Dr. Böhm® Gedächtnis aktiv enthält nicht nur den patentierten Curcuma-Extrakt Longvida®, sondern auch andere wichtige ernährungsphysiologische Stoffe wie einen Lecithin-Komplex, B-Vitamine und Zink für Gehirn und Nerven. Eine regelmäßige Einnahme kann zu einem guten Gedächtnis und einer gesunden Gehirnalterung beitragen. Dr. Böhm® Gedächtnis aktiv ist ab sofort unter Pharmazentralnummer 4997881 exklusiv in der Apotheke erhältlich.

[1] Studie „Vergesslichkeit“ durchgeführt von marketagent.com im Auftrag von Apomedica

[2] Cox KH et al. J Psychopharmacol. 2015 May;29(5):642-51.

[3] DiSilvestro RA. Nutr J. 2012 Sep 26;11:79.

[4] Mc Farlin BK et al., BBA Clin. 2016 Feb 18, 5:75-8

Rückfragen & Kontakt:
Karin Kohlfürst
Leitung Kommunikation
Tel.: +43 (316) 823533 – 45
karin.kohlfuerst@apomedica.com
www.apomedica.com

APA OTS

Neue Beratungsqualität in Apotheken

Branchen News vom 14.03.2019

Schladming (OTS) – Die Beratungsqualität in Apotheken soll weiter gesteigert werden. Neu konzipierte Beratungsleitfäden für die Apothekerschaft sollen dies gewährleisten. Das standardisierte Nachschlagewerk wurde heute im Rahmen der 52. Wissenschaftlichen Fortbildungsveranstaltung der Österreichischen Apothekerkammer in Schladming präsentiert.

Fortbildungskongress setzt neue Maßstäbe

„In der Apotheke erwarten die Menschen täglich hochwertige Beratungsleistungen von Apothekerinnen und Apothekern. Um diesem wichtigen Kundennutzen gerecht werden zu können, bedarf es einer laufenden Fort- und Weiterbildung der Apothekerschaft in diesem Bereich. Es ist enorm wichtig, die Qualität der persönlichen Beratung in Apotheken zu standardisieren und so den vermehrten Qualitätsansprüchen von professioneller Beratung in Zeiten digitaler Informationsflut und damit verbundener Verunsicherung gerecht werden zu können“, führt Mag. pharm. Dr. Ulrike Mursch-Edlmayr, Präsidentin der Österreichischen Apothekerkammer, aus.

Die Unterlagen wurden entsprechend internationaler Leitlinien erarbeitet und gemeinsam mit ärztlichen Fachgesellschaften abgestimmt. Mitglieder der Arbeitsgruppe sind Mag. pharm. Dr. Ulrike Mursch-Edlmayr, Mag. pharm. Jürgen Rehak, Mag. pharm. Monika Aichberger, Mag. pharm. Catherine Bader, Mag. pharm. Dr. Thomas Riedl, Mag. pharm. Wolfgang Schwetz, Mag. pharm. Monika Wolfram und Mag. pharm. Dr. Bernhard Ertl.

Gesundheitsministerin begrüßt Initiative

Die Bundesministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz, Mag. Beate Hartinger-Klein, begrüßt die Initiative. „Das Projekt ist ganz im Sinne einer qualitativ hochwertigen pharmazeutischen Beratung und stellt einen weiteren Beitrag zur Verbesserung der Gesundheitskompetenz der österreichischen Bevölkerung dar“, erklärt die Ministerin.

APA OTS

Einladung zum Pressegespräch FSME

Branchen News vom 13.03.2019

Wien (OTS) – 2018 sind ist die Anzahl der FSME-Erkrankungsfälle zum zweiten Mal in Folge wieder auf über 100 angestiegen, teilweise mit schwerwiegenden Folgeschäden für die Patienten. Viele wären wohl vermeidbar gewesen, wären die Betroffenen korrekt gegen die durch Zecken übertragene Krankheit geimpft gewesen. Immer noch halten sich falsche Vorstellungen über Zecken, Infektionsrisiken und Impfintervalle.

Beim Pressegespräch am 20. März 2019 erfahren Sie

  • Wie die hohen Fallzahlen 2018 zu erklären sind
  • Was der Klimawandel damit zu tun hat
  • Was es mit der neu entdeckten tropischen Riesenzecke auf sich hat
  • Wer sich heuer unbedingt impfen lassen sollte und
  • Welche Tipps und Tricks es gibt, um sich generell gegen Zecken-übertragene Krankheiten zu schützen

Ort: VHS Wiener Urania (Haupteingang, 2. Stock, Klubsaal), Uraniastraße 1, 1010 Wien

Ihre Gesprächspartner in alphabetischer Reihenfolge sind:

  • Priv.-Doz. Dr. Georg Duscher
    Institut für Parasitologie, Department für Pathobiologie, Veterinärmedizinische Universität Wien
  • Mag. pharm. Dr. rer. nat. Gerhard Kobinger
    Präsidium Österreichische Apothekerkammer
  • Dr. pharm. Christiane Körner
    Apothekerin und Impfexpertin
  • Dr. med. Rudolf Schmitzberger
    Leiter des Referats für Impfangelegenheiten ÖÄK, Facharzt für Kinder und Jugendheilkunde
  • Univ.-Prof. Dr. med. Florian Thalhammer
    Universitätsklinik für Innere Medizin I, Klinische Abteilung für Infektionen und Tropenmedizin, Medizinische Universität Wien

Moderation: Mag. Sigrid Haslinger, Vizepräsidentin des ÖVIH

Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung unter warter@finefacts.at

Einladung zum Pressegespräch FSME: Steigende Fallzahlen – was tun?

Datum: 20.03.2019, 09:30 – 10:30 Uhr

Ort: VHS-Urania, Haupteingang, 2. Stock, Klubsaal
Uraniastraße 1, 1010 Wien, Österreich

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Sonja Warter, MSc
warter@finefacts.at
M: +43 650 2703929

Mag. Uta Müller-Carstanjen
mueller-carstanjen@finefacts.at
M: +43 664 515 30 40

APA OTS

APOVERLAG launcht neues Online-Portal DeineApotheke.at

Branchen News vom 13.03.2019

Wien (OTS) – Der APOVERLAG hat dieser Tage gleich zwei Neuigkeiten zu verkünden. Einerseits wurde die „Österreichische Apotheker-Zeitung“, kurz „ÖAZ“, grafisch komplett neu überarbeitet und überzeugt nun mit einem moderneren und ansprechenderen Design. Andererseits wurde das neue Online-Portal www.DeineApotheke.at aus der Taufe gehoben, das digitale Pendant zur beliebten Kundenzeitung „DA – Deine Apotheke“.

„Unsere Magazine und Online-Portale versorgen Fachleute und Konsumenten umfassend mit Pharma- und Gesundheitsinformationen. Mit dem Relaunch der ‚ÖAZ‘ und dem neuen Online-Portal blickt das Verlagsteam in Richtung einer modernen und multimedialen Content-Strategie“, so Mag. Heinz Wlzek, Geschäftsführer des APOVERLAG.

Komplexe Gesundheitsinfos verständlich erklärt

Das neue Online-Portal www.DeineApotheke.at richtet sich an alle gesundheitsinteressierten Österreicher. In Anlehnung an das gleichnamige Monatsmagazin „DA – Deine Apotheke“ widmet sich die Online-Redaktion rund um Lana Gricenko, die die Leitung des neuen Portals innehat, den Themen Gesundheit, Pharma, Naturheilkunde, Lifestyle und Wohlfühlen. Der Schwerpunkt liegt auf leicht verständlichen Gesundheitsinformationen mit vielen hilfreichen Tipps.

Außerdem befinden sich mit der Präparat- und mit der Wechselwirkungssuche zwei spannende Tools auf www.DeineApotheke.at. In der Präparatsuche kann man alle in Österreich erhältlichen Arzneimittel nachschlagen. Erstmals steht Usern auch eine valide Wechselwirkungssuche zu österreichischen Medikamenten und Wirkstoffen zur Verfügung. „Natürlich können und wollen wir den Apotheker nicht ersetzen. Unser Wechselwirkungsrechner gibt dem Konsumenten eine Richtung vor. Falls bei den eingegebenen Präparaten oder Wirkstoffen tatsächlich Wechselwirkungen zu erwarten sind, wird das angezeigt – gemeinsam mit dem Appell: Bitte informieren Sie sich bei Ihrem Arzt oder Apotheker“, erörtert Wlzek den Gedanken dahinter.

Österreichs größte Apothekerzeitung bekommt ein neues Gesicht

Die ÖAZ ist das offizielle Mitteilungsblatt der heimischen Apotheker und informiert ihre Leser und Leser 14-täglich über aktuelle gesundheits- und standespolitische Entwicklungen in Pharmazie und Medizin. Mit dem umfangreichen Relaunch möchte Österreichs größte Apothekerzeitung die Inhalte noch übersichtlicher, pointierter und leserfreundlicher kommunizieren. Look und Grafik wurden moderner und zeigen ab sofort mit einer neuen Bildsprache, einem überarbeiteten Logo, hochwertigerem Papier und neuen Themenschwerpunkten die neue Richtung des Magazins vor. Für das überarbeitete Layout zeichnet die neue Art Direktorin des Verlages, Kathrin Dörfelmayer, verantwortlich.

Der Chefredakteur des APOVERLAG, Mag. Andreas Feichtenberger: „Das neue Erscheinungsbild der ‚ÖAZ‘ wird die Inhalte rund um Pharmazie, Medizin, Gesundheitspolitik und Wirtschaft noch besser transportieren können. Unsere Schwerpunkte liegen auf spannenden Interviews mit Entscheidungsträgern der Branche und interessanten Hintergrundinformationen rund um die zentralen Themenbereiche.“

Österreichische Apotheker-Verlagsgesellschaft m.b.H.

Der Österreichische Apotheker-Verlag, kurz APOVERLAG, ist die führende Drehscheibe für Pharmainformationen in Österreich. Mit unseren Produkten unterstützen wir Apotheker, Ärzte und Krankenanstalten bei ihrer täglichen Arbeit – von Fach- und Kundenzeitschriften über Arzneimitteldatenbanken bis zur führenden Apothekensoftware.

„DA – Deine Apotheke“

Das Kundenmagazin „DA – Deine Apotheke“ liegt monatlich in mehr als 1.000 Apotheken zur kostenfreien Mitnahme auf. Die aktuellen CAWI-Print Umfrageergebnisse bestätigen dem Heft mehr als 250.000 Leser und eine Reichweite von 4,1 % in Österreich. Zusätzlich zum Printmagazin gibt es ab sofort das neue Online-Portal www.DeineApotheke.at

Rückfragen & Kontakt:
Österreichische Apotheker-Verlagsgesellschaft m.b.H.
Mag. Andreas Feichtenberger
Chefredakteur
+43/1 402 35 88-953
redaktion@apoverlag.at

APA OTS

OÖ Apothekerkammer: Nachtdienste in Oberösterreich bleiben aufrecht

Branchen News vom 12.03.2019

Linz (OTS) – Im Zuge der aktuellen Diskussion um die Reduktion der Nachtapotheken betonten Präsident und Vizepräsidentin der Oberösterreichischen Apothekerkammer, Mag. pharm. Thomas W. Veitschegger und Mag. pharm. Monika Aichberger, „Es ist uns ein Anliegen, den Versorgungsauftrag bestmöglich zu erfüllen und das optimale Niveau der Beratung und Betreuung auch weiterhin zu gewährleisten. Selbstverständlich auch während der Nachtstunden“. Allerdings werden die von den Behörden vorgeschriebenen Nachtdienste für Oberösterreichs Apothekerinnen und Apotheker finanziell immer belastender. „Die flächendeckenden Nachtdienste werden von den Apotheken im Gegensatz zu den anderen Gesundheitsberufen noch immer selbst finanziert und sind in der Regel mit hohen Kosten verbunden, die durch das Tagesgeschäft nicht mehr kompensiert werden können. Eine Unterstützung von der öffentlichen Hand gibt es momentan nicht“, beklagt Veitschegger. Zudem sinken die Margen aus dem Medikamentenverkauf. Daher sieht die Oberösterreichische Apothekerkammer bei den Nachtdiensten einen Optimierungsbedarf.

Als mögliche Lösung, um die Kosten der Nachtdienste abzufedern, wäre daher für die Oberösterreichische Apothekerkammer eine Unterstützung vonseiten der öffentlichen Hand bzw. der Sozialversicherungen wie in Deutschland wünschenswert. In Oberösterreich sind bereits neue Modelle für die Nachtdienste vorhanden. „Bei uns existiert z.B. in Wels ein sehr gut funktionierendes Zustellservice etwa in Zusammenarbeit mit Taxiunternehmen, die gewährleisten, dass im Notfall bzw. bei bettlägerigen Patientinnen und Patienten innerhalb kurzer Zeit das richtige Medikament ankommt. Dieses Modell soll nach Möglichkeit auch auf andere Städte und den ländlichen Bereich ausgedehnt werden.“, sagt Aichberger.

Ziel aller Überlegungen müsse sein, zusätzliche Kosten für die Kundinnen und Kunden möglichst gering zu halten, betonen unisono Präsident und Vizepräsidentin der Oberösterreichischen Apothekerkammer, Mag. pharm. Veitschegger und Mag. pharm. Aichberger.

Rückfragen & Kontakt:
Österreichische Apothekerkammer
Landesgeschäftsstelle Oberösterreich
Mozartstraße 26, 4020 Linz
Tel.: 0732/770350
E-Mail: ooe@apothekerkammer.at

APA OTS

Macht Impfen resilient oder resistent?

Branchen News vom 12.03.2019

Wien (OTS) – Der 10. NÖ Impftag, der am 16. März in St. Pölten stattfindet, wird sich intensiv mit der Rolle von Schutzimpfungen als Resilienzfaktor auseinandersetzen. Es werden unterschiedliche Aspekte von Resilienz und Resistenz in der Vakzinologie beleuchtet und den Teilnehmerinnen und Teilnehmern praktische, relevante Handlungsempfehlungen mitgegeben werden.

Der Initiator des NÖ Impftags, Prim. Univ-Prof. Dr. Karl Zwiauer, Mitglied des Impfgremiums des Gesundheitsministerium, erklärt die Entscheidung für das heurige Thema „resilienz & resistenz“ folgendermaßen: „Impfungen leisten einen außerordentlichen Gesundheitsbeitrag und werden immer mehr als wesentlicher Faktor der Resilienz, also der gesundheitlichen Widerstandsfähigkeit, verstanden, Durch die Ablehnung von Impfungen fehlt allerdings in vielen Staaten Europas diese Impfresilienz. Es stellt sich daher für viele Gesundheitssysteme die Frage, wie wir diese steigern und in den nächsten Jahrzehnten die wertvollen Effekte von Impfungen ausschöpfen können.“

Anders als frühere Definitionen von Resilienz, die diese ausschließlich als statische, inhärente Persönlichkeitseigenschaft sahen, knüpfen neuere Modelle an die Vorstellung einer veränderbaren Konstellation interner Ressourcen an. „Der Begriff Resilienz, ursprünglich aus der Psychologie kommend, hat in den letzten Jahren das Konzept der Salutogenese – das sich auf gesundheitsrelevante Faktoren und dynamische Wechselwirkungen bezieht, die zur Entstehung und Erhaltung von Gesundheit führen – ergänzt und erweitert. Gesundheit wird damit nicht als Zustand, sondern als dynamischer Prozess verstanden und Risiko- und Schutzfaktoren stehen in einem Wechselwirkungsprozess“, veranschaulicht Zwiauer.

Gesellschaftliche Resistenzen gegen Impfungen führen zu niedrigen Durchimpfungsraten

Durch höhere Durchimpfungsraten würden sich z.B. Krankenhausaufenthalte und Arbeitsausfälle verringern lassen, was sich wiederum wirtschaftlich und gesellschaftlich positiv auswirken würde. „Impfen bringt persönlichen und gesellschaftlichen Nutzen und ist die effektivste und kostengünstigste Maßnahme, sich vor gewissen Krankheiten zu schützen. Liegt die Durchimpfungsrate hoch, sind auch Menschen geschützt, die sich nicht impfen lassen können, wie z.B. Babys und kleine Kinder oder auch immungeschwächte Personen“, führt der Impfreferent der Ärztekammer für Niederösterreich, OA Dr. Robert Weinzettel an und bedauert: „Gesellschaftspolitisch stehen Impfungen aber weltweit in einem zunehmenden Spannungsfeld und verursachen bei manchen Bevölkerungsgruppen Resistenzen. Die Gruppe der Impfskeptiker und Impfgegner wächst leider seit Jahren weiter an. Eine der Hauptursachen dafür ist die Verbreitung verdrehter Fakten, inkorrekt interpretierter Studien und gezielter Falschinformationen über das Internet. Die Theorien der Impfgegner machen heute viel schneller die Runde als früher und die Menschen lassen sich durch das geschriebene Wort sehr leicht verunsichern.“

Die derzeitige Masernepidemie in Europa zeigt die Auswirkungen von Widerständen gegen die Impfung und somit die Folgen fehlender Impfresilienz in der Bevölkerung. Auch in Österreich waren Impfungen in den letzten Monaten wegen eines Masernausbruchs in der Steiermark wieder häufig Thema in den Medien. Mit Stand 1. März 2019 wurden heuer bereits 58 Masernfälle gemeldet. Im gesamten Jahr 2016 gab es insgesamt um 30 Fälle weniger. Ursache für das Problem ist die zu geringe Durchimpfungsrate. Diese lag in Österreich 2017 bei den Zwei- bis Fünfjährigen für die zweite Impfung bei etwa 81 Prozent. In der Altersgruppe der Sechs- bis Neunjährigen lagen die Durchimpfungsraten für die zweite Dosis bei 89 Prozent. Bei den 15- bis 30-Jährigen verfügen nur knappe 70 Prozent über einen kompletten Impfschutz mittels zwei Dosen. Um die Krankheit auszurotten, wären 95 Prozent nötig. In Amerika ist dies mit rigorosen Impfprogrammen gelungen. In Europa werden hingegen jedes Jahr aufs Neue lokale oder auch großräumigere Masernausbrüche verzeichnet.

Priv.-Doz. Mag. Dr. Maria Paulke-Korinek, PhD, DTM, Abteilungsleiterin Impfwesen, Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz, konstatiert: „Impfen schützt. Überprüfen Sie Ihren Impfstatus jetzt! Wie die aktuelle Masernsituation zeigt, sind die Impflücken in der Bevölkerung hinsichtlich Masern nach wie vor groß. Obwohl die Impfung gegen Masern in Kombination mit Komponenten gegen Mumps und Röteln an öffentlichen Impfstellen für alle Personen kostenfrei zur Verfügung steht, ist großer Nachholbedarf gegeben. Versäumte Impfungen können und sollen in jedem Lebensalter nachgeholt werden. Zukünftig wird es durch den elektronischen Impfpass möglich sein, seinen Impfstatus jederzeit abzufragen, was sicher zur Erhöhung der Durchimpfungsrate beitragen wird.“

Braucht es neben Impfaktionen und Aufklärung auch eine Impfpflicht?

Von Seiten der Apothekerkammer setzt man weiterhin auf Aufklärung und hofft, wie Mag. pharm. Peter Gonda, Präsident der Apothekerkammer Niederösterreich, erläutert, darauf, dass die Impfaktionen von der Bevölkerung angenommen werden: „Es gibt wenige Dinge, mit denen der Einzelne durch eine eigentlich egoistisch motivierte Handlung der Resilienz des Kollektivs annähernd so dienlich sein kann wie mit einer Impfung. Das Paradoxon, dass Menschen gerade mit der Absicht, ihre persönliche Abwehrkraft zu steigern, oft Impfungen verweigern, lässt sich – wie wir leider wissen – als Ganzes nicht auflösen. Gerade aus dieser Perspektive ist jeder Einzelne, der durch unsere Überzeugungsarbeit seine ablehnende Haltung überdenkt, den zu investierenden Aufwand wert. Neben der Bereitstellung der Impfstoffe in ausreichender Menge sehe ich für uns Apotheker in dieser Informations- und Aufklärungsarbeit eine sowohl für das Individuum, als auch für das Kollektiv enorm wichtige Aufgabe. Zudem tragen die Impfaktionen der österreichischen Apotheken dazu bei, die Durchimpfungsraten zu erhöhen. Die Zeckenschutz-Impfaktion dauert noch bis 31. August und die Pneumokokken-Impfaktion bis 31. März an. Während des Aktionszeitraumes werden die Impfstoffe in den Apotheken vergünstigt abgegeben.“

In letzter Zeit wurden die Stimmen, die eine Impfpflicht fordern, lauter. So sprach sich auch die Wiener Ärztekammer für eine indirekte Impfpflicht für Jugendliche unter 14 Jahren aus. Als Sanktionen wurden der Entzug der Familienbeihilfe und der Ausschluss vom Besuch öffentlicher Kindergärten und Schulen diskutiert. MR Dr. Dietmar Baumgartner, Vizepräsident und Obmann der Kurie der niedergelassenen Ärzte der Ärztekammer für NÖ, betont: „Berücksichtigt man die Tatsache, dass speziell gegen Masern in Österreich eine unzureichende Durchimpfungsrate zur Erlangung einer Herdenimmunität besteht, sollte die Diskussion um die Einführung einer generellen Impfpflicht ernst genommen werden. Immerhin erkranken 97 von 100 ungeschützten Personen und einer von 1.000 an Masern Erkrankten überlebt die Masern nicht. Ungarn und die tschechische Republik haben eine solche Impfpflicht. In Österreich bestand übrigens bis zum Jahr 1980, bis zur Feststellung der WHO, dass diese Erkrankung ausgerottet ist, eine Impfpflicht gegen Pocken. Nachdem es sich bei Masern um eine ausschließlich den Menschen betreffende Erkrankung handelt, wäre es theoretisch möglich, diese zu eradizieren. Aufklärung ist natürlich wichtig, allerdings bin ich mir nach jetzt 34-jähriger Tätigkeit als niedergelassener Kassenvertragsarzt für Kinder- und Jugendheilkunde nicht sicher, ob diese ausreicht. Vielleicht könnten Medienkampagnen helfen. Der Erfolg der FSME-Impfung in Österreich ist hier beispielgebend. Bei dieser Erkrankung besteht keine Verpflichtung zum Impfen, allerdings werden ungeimpfte Kinder nicht selten von schulischen Veranstaltungen im Freien, wie z.B. Wandertagen, ausgeschlossen.“

Neben der Resilienz und der „Resistenz“ der Impfgegner wird sich der 10. NÖ Impftag auch mit der Thematik der medizinischen Resistenz beschäftigen. Impfungen sind einerseits ein höchst erfolgreiches Mittel, um Resistenzen in der Medizin zu vermeiden, andererseits stehen sie auch immer wieder unter Verdacht, die Entwicklung von Erregerresistenzen zu begünstigen. „Beim Impftag in St. Pölten werden daher wissenschaftliche Studien im Zentrum des Interesses stehen, die erforschen, ob moderne Impfungen zu Resistenzen führen können, wie dies z.B. bei Antibiotika der Fall ist, oder ob wir durch Impfungen das Virusspektrum verändern und es zur Entstehung aggressiverer Erreger kommt“, kündigt Zwiauer an.

Rückfragen & Kontakt:

Ärztekammer für Niederösterreich
Presse, PR & Kommunikation
Mag. Birgit Jung
Tel.: 01/53 751-623, 0676/848 457 323
presse@arztnoe.at
www.arztnoe.at

Österreichische Apothekerkammer
Presse und Kommunikation
Mag. Sabine Figo-Pichler
Tel.: 01/404 14 – 601
presse@apothekerkammer.at

APA OTS

Den Kindern eine gesunde Zukunft bieten

Branchen News vom 11.03.2019

Wien (OTS) – Ein Kind ist nicht einfach ein „kleiner Erwachsener“. Diese Regel gilt im Gesundheitsbereich ganz besonders. Kinder und Jugendliche benötigen spezielle medizinische Betreuung und bedarfsorientiert dosierte Medikamente. Die 52. Wissenschaftliche Fortbildung der Österreichischen Apothekerkammer vom 10. bis 13. März 2019 in Schladming steht unter dem Generalthema „Pädiatrie und Medikationsmanagement“.

„Die Erkrankung ihres Kindes zählt zu den häufigsten Gründen, warum Eltern eine Apotheke aufsuchen. Welche Arzneimittel für Kinder passen und wie diese richtig verabreicht werden, ist Inhalt unzähliger Beratungen in den Apotheken. Wichtig ist: Wirkungen, Neben- und Wechselwirkungen von Arzneimitteln dürfen keinesfalls 1:1 von Erwachsenen auf Kinder übertragen werden“, betont Mag. pharm. Dr. Ulrike Mursch-Edlmayr, Präsidentin der Österreichischen Apothekerkammer.

Beratungsqualität weiter steigern

Entsprechend klar ist das Ziel der Fortbildungsveranstaltung. „Apothekerinnen und Apotheker sollen die Eltern im Gespräch noch besser beraten können, damit auch die jüngsten Patienten eine optimale Medikation erhalten“, erklärt Mag. pharm. Dr. Gerhard Kobinger, Präsidiumsmitglied der Österreichischen Apothekerkammer und Tagungspräsident.

Der thematische Bogen der mehr als zwei Dutzend wissenschaftlichen Fachvorträge spannt sich von „Pädiatrische Pharmakologie“ über „Husten“ und „Allergien“ bis zu „ADHS“.

Juniormed: altersgerechte magistrale Arzneimittel

Ein Highlight der wissenschaftlichen Fortbildung ist die Vorstellung des Kompendiums Juniormed durch Mag. pharm. Monika Aichberger. Juniormed ist das Ergebnis eines interdisziplinären Projekts mit dem Ziel, Apothekerinnen und Apothekern sowie rezeptierenden Ärztinnen und Ärzten eine Sammlung kindgerechter, qualitätsgesicherter Rezepturen nach aktuellem Wissensstand und mit vielen nützlichen Zusatzinformationen zur Verfügung zu stellen.
Prof. Haber hält Keynote

Bereichert wird die Vortragsreihe durch eine Keynote von Univ.-Prof. Dr. Gottfried Haber. Der Präsident des Fiskalrates und zukünftige Vize-Gouverneur der Österreichischen Nationalbank spricht im Rahmen des aktuellen Wirtschaftsberichtes der Apotheken.

Die Neuvorstellung eines weiteren standardisierten Beratungsleitfadens für Apothekerinnen und Apotheker stellt ein weiteres Highlight der Veranstaltung in der Obersteiermark dar. Das Nachschlagewerk soll die Qualität der Beratung in den österreichischen Apotheken weiter steigern.

APA OTS

Apothekerkammer Oberösterreich zu Zecken-Impfung: Ausreichend Impfstoff erhältlich und Kostenzuschuss auch heuer gewährt

Branchen News vom 11.03.2019

Linz (OTS) – „Für die bereits angelaufene FSME-Impf-Saison 2019 gibt es in den oberösterreichischen Apotheken ausreichend Impfstoff, den unsere Kundinnen und Kunden täglich erwerben können. Zusätzlich bieten wir Apothekerinnen und Apotheker flächendeckend ganzjährig eine kompetente Impfberatung an“, betont der Präsident der Oberösterreichischen Apothekerkammer, Mag. pharm. Thomas W. Veitschegger. „Wie in den vergangenen Jahren wird auch heuer von den Krankenkassen ganzjährig ein Kostenzuschuss gewährt, der unseren Kundinnen und Kunden direkt in der Apotheke vom Preis des Impfstoffes abgezogen wird. Der Kostenzuschuss der verschiedenen Krankenkassen beträgt zwischen 4 Euro bis zu 22 Euro und gilt vom 1. Jänner bis 31. Dezember 2019“, hält Vizepräsidentin Mag. Monika Aichberger fest.

Zusätzlich gibt es die beliebte FSME-Impfaktion, welche sich von 1. Februar bis 31. August 2019 erstreckt. „In diesem Aktionszeitraum sind die beiden Impfstoffe für Erwachsene – Encepur und FSME-Immun – zum Aktionspreis von jeweils 35,80 Euro erhältlich, jene für Kinder – Encepur für Kinder und FSME-Immun Junior – zum Aktionspreis von jeweils 31,30 Euro. Auch für die ermäßigten Impfstoffpreise gelten die Kostenzuschüsse der Krankenkassen“, so Oberösterreichs Apothekerkammer-Präsident Veitschegger.

Liste der Kostenzuschüsse der Krankenkassen zur FSME-Impfung ab Jänner 2019 (gültig für 1.1.2019 bis 31.12.2019)

  • WGKK 4,00 €
  • NÖGKK 4,00 €
  • BGKK 4,00 €
  • OÖGKK 4,00 €
  • StGKK 4,00 €
  • KGKK 4,00 €
  • SGKK 4,00 €
  • TGKK 4,00 €
  • VGKK 4,00 €
  • BKK Wiener Verkehrsbetriebe 4,00 €
  • BKK Mondi 19,00 €
  • BKK voestalpine Bahnsysteme 12,50 €
  • BKK Zeltweg 15,00 €
  • VA für Eisenbahnen und Bergbau 10,00 €
  • BVA 16,00 €
  • SVA d.g.W. 4,00 €
  • KFA Graz 16,00 €
  • KFA Salzburg 22,00 €
  • KFA d.Bed.d.Stadt Wien 4,00 €
  • BKK Kapfenberg 7,30 €

Rückfragen & Kontakt:
Österreichische Apothekerkammer
Landesgeschäftsstelle Oberösterreich
4020 Linz, Mozartstraße 26
Tel.: 0732/770350
E-Mail: ooe@apothekerkammer.at

APA OTS

Weltfrauentag: Die Apotheke ist weiblich

Branchen News vom 04.03.2019

Wien (OTS) – Anlässlich des Weltfrauentages am 8. März zieht die Österreichische Apothekerkammer Bilanz – mit erfreulichen Ergebnissen. Denn die 1.400 österreichischen Apotheken sind fest in weiblicher Hand. Jede zweite Apotheke in Österreich wird von einer Frau geführt, rund 87 Prozent aller Apothekenangestellten sind weiblich. Darüber hinaus ist die gleiche Entlohnung für Männer und Frauen im Apothekerberuf bereits gelebte Realität.

Frauen sind hervorragende Gesundheitsberaterinnen und aufgrund ihrer hohen sozialen und kommunikativen Fähigkeiten für den Apothekerberuf prädestiniert. Diese Qualität spielt in der Apotheke eine sehr wichtige Rolle, denn Beratung zu Arzneimitteln zählt zu den wichtigsten Leistungen einer Apotheke. Der hohe Anteil an weiblichen Beschäftigten in Österreichs Apotheken erklärt sich auch durch die gute Kombinierbarkeit von Beruf und Familie. „Die Apotheke bietet hochqualifizierte Arbeitsplätze auf Teilzeitbasis. Viele Frauen passen das Ausmaß ihrer Arbeitsstunden einfach der aktuellen Familien- und Lebenssituation an. Dafür stehen den Apothekerinnen, aber natürlich auch den Apothekern, verschiedene Teilzeitvarianten zur Verfügung“, erklärt Mag. pharm. Dr. Ulrike Mursch-Edlmayr, Präsidentin der Österreichischen Apothekerkammer. Mehr als drei Viertel aller Beschäftigten in Apotheken nutzen diese Möglichkeit und bringen so Kind und Karriere zusammen.

Durch die moderne Teilzeitregelung sind Frauen kontinuierlich in den Arbeitsprozess integriert und fallen nach der Babypause nicht aus dem Arbeitsprozess. Im Gegenteil: Die Karenzzeit wird in den Apotheken nicht als Hindernis, sondern als praktische „Zusatzausbildung“ gesehen. „Gerade in dieser Zeit erwerben sich die Jungmütter und auch die Jungväter viele Kompetenzen und Erkenntnisse, die bei der Beratung von Jungfamilien zu den Themen Kinderkrankheiten oder Kinderimpfungen sehr wertvoll sind“, weiß Mag. pharm. Susanne Ergott-Badawi, Präsidiumsmitglied der Österreichischen Apothekerkammer und selbst Mutter eines Sohnes. „Die Drop-out-Quote liegt in der Pharmazie nahezu bei null, weil eben junge Mütter die Chance auf Wiedereinstieg unkompliziert wahrnehmen können. Wir unterstützen Frauen, aber mittlerweile auch immer mehr Männer, bei einer optimalen Work-Life-Balance“, so Ergott-Badawi.

Gleiche Entlohnung für Männer und Frauen

Apothekerinnen kennen die „Gehaltsschere“ zum Glück nur vom Hören-Sagen. Ein eigenes Lohnschemata garantiert, dass weibliche und männliche angestellte Apotheker das gleiche Einkommen beziehen. „Mann zu sein, ist kein Gehaltsvorteil. Eine Apothekerin bekommt für ihre Leistung das gleiche wie ein Apotheker und darauf legen wir großen Wert. Die gleiche Entlohnung für Mann und Frau sollte eigentlich auch in allen anderen Branchen längst üblich sein“, so Mursch-Edlmayr.

Frau an der Spitze der Apothekerkammer

Doch nicht nur die Apotheke, auch die Österreichische Apothekerkammer wird mehr und mehr weiblich. Seit 2017 ist mit Mag. pharm. Dr. Ulrike Mursch-Edlmayr erstmals in der 70-jährigen Geschichte der Apothekerkammer eine Frau an der Spitze. Die Wiener Apothekerin Mag. pharm. Susanne Ergott-Badawi zog mit der neuen Funktionsperiode als Vizepräsidentin der Landesgeschäftsstelle Wien und zweite Frau ins Präsidium der Apothekerkammer ein. In den Bundesländern halten sich Frauen und Männer die Waage. Die neun Landesgeschäftsstellen werden jeweils von einer Apothekerin und einem Apotheker geführt.

APA OTS

Einladung PK: Macht Impfen resilient oder resistent?, 7.3.2019

Branchen News vom 04.03.2019

Wien (OTS) – Impfungen werden zunehmend als wichtiger Faktor der Resilienz, das heißt der Widerstandsfähigkeit, verstanden, die einen außerordentlichen Gesundheitsbeitrag leisten kann. In weiten Teilen Europas fehlt jedoch durch Ablehnung von Impfungen genau diese Impfresilienz. International stellt sich für Gesundheitssysteme daher die Frage, wie die Durchimpfungsrate erhöht werden kann, um auch in den nächsten Jahrzehnten die wertvollen Effekte von Impfungen ausschöpfen zu können.

Ihre Gesprächspartner

  • Priv.-Dozin. Maga. Dr. Maria Paulke-Korinek, PhD, DTM,
    Abteilungsleiterin Impfwesen, Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz
  • MR Dr. Dietmar Baumgartner,
    Vizepräsident und Obmann der Kurie der niedergelassenen Ärzte der Ärztekammer für NÖ
  • Mag. pharm. Peter Gonda,
    Präsident der Apothekerkammer Niederösterreich
  • OA Dr. Robert Weinzettel,
    Impfreferent der NÖ Ärztekammer
  • Prim. Univ.-Prof. Dr. Karl Zwiauer,
    Vorstand der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde St. Pölten, Initiator des NÖ Impftages, Mitglied des Nationalen Impfgremiums

Pressekonferenz: Macht Impfen resilient oder resistent?

Datum: 07.03.2019, 10:00 – 11:00 Uhr

Ort: Café Museum
Operngasse 7, 1010 Wien, Österreich

Rückfragen & Kontakt:

Ärztekammer für Niederösterreich
Presse, PR & Kommunikation
Mag. Birgit Jung
01/53 751-623, 0676/848 457 323
presse@arztnoe.at
www.arztnoe.at

Österreichische Apothekerkammer
Presse und Kommunikation
Mag. Sabine Figo-Pichler
Tel.: 01/404 14 – 601
presse@apothekerkammer.at
www.apotheker.or.at

APA OTS

Grüne NÖ für eine Aufwertung der Apotheken in Niederösterreich und Attraktivierung des Landarztes

Branchen News vom 26.02.2019

St. Pölten (OTS) – Die Grünen NÖ, allen voran Gesundheitssprecherin Silvia Moser fordern eine Aufwertung der Apotheken in Niederösterreich: „Die Apothekerinnen und Apotheker haben umfassendes Wissen über Medikamente, deren Nebenwirkungen und vor allem Wechselwirkungen. Sie bieten Beratungen, Schulungen und Informationen zu verschiedensten Themen rund um Gesundheit, Krankheit und Medikationen an. Ein Medikamentenverkauf darf nicht dazu dienen, den ÄrztInnen durch Hausapotheken ein besseres Einkommen zu verschaffen – je mehr Medikamente verordnet werden – umso besser verdienen die ÄrztInnen. Qualitätssicherung bedeutet eine klare Trennung der Kompetenzen von verschreibenden ÄrztInnen und ausfolgenden ApothekerInnen.“ Die Grünen NÖ möchten auf andere Maßnahmen setzen, um den Beruf des Landarztes attraktiv zu machen: Gemeinschaftspraxen und lebenswerte Infrastruktur gehören ebenso dazu, wie eine verbesserte Honorierung der ärztlichen Leistungen.

Eines steht fest: „Natürlich muss es in jeder Arztpraxis eine Notfallapotheke für Akutpatienten geben. Ansonsten kann die Versorgung am Land durch Zustellsysteme oder Filialen der öffentlichen Apotheken ergänzt werden. Auch eine Liberalisierung des Apothekenmarktes ist vorstellbar. Für die PatientInnen darf es keine Verschlechterung geben“, schließt Silvia Moser ab.

Rückfragen & Kontakt:

Michael Pinnow
Pressesprecher der Grünen NÖ

Die Grünen im NÖ Landtag
Neue Herrengasse 1/Haus 1/2. Stock
3100 St. Pölten
Telefon Büro: 02742/9005 16702
Telefon mobil: 0676/944 72 69
michael.pinnow@gruene.at
www.noe.gruene.at

APA OTS

Rezeptpflichtgesetz: Apothekerkammer begrüßt Initiative der Gesundheitsministerin

Branchen News vom 25.02.2019

Wien (OTS) – Die am Mittwoch im Ministerrat vorgestellte Novelle zum Rezeptpflichtgesetz, mit der die Ausstellung elektronischer Rezepte für Medikamente verbessert werden soll, stellt nach der Meinung der Österreichischen Apothekerkammer einen weiteren wichtigen Schritt im Rahmen der Digitalisierung des heimischen Gesundheitssystems dar und ist daher zu begrüßen.

Vorteile für Patientinnen und Patienten

„Es geht darum, die Abläufe bei der Versorgung der Bevölkerung mit rezeptpflichtigen Arzneimitteln effizienter, sicherer und einfacher zu gestalten. So können in Zukunft insgesamt 60 Millionen Papierrezepte pro Jahr eingespart werden. Das ist eine Vereinfachung, die voll den Patientinnen und Patienten zugutekommt“, zeigt sich Mag. pharm. Dr. Ulrike Mursch-Edlmayr, Präsidentin der Österreichischen Apothekerkammer, mit der Gesetzesnovelle zufrieden.

„Die Apothekerschaft hat schon immer in die notwendige technische Ausrüstung investiert, ergänzt Mursch-Edlmayr. Nachsatz: „Österreichs Apothekerinnen und Apotheker befinden sich seit jeher bei technischen Innovationen auf dem letzten Stand – mehr noch: Sie sind Vorreiter im Bereich der Digitalisierung. In diesem Zusammenhang ist nur beispielsweise zu erwähnen, dass die Abrechnung der Krankenkassenrezepte der einzelnen Apotheken mit den Krankenkassen über die Pharmazeutische Gehaltskasse schon seit 2006 vollelektronisch erfolgt.“

APA OTS

„Herzkasperl und Zuckerpuppe“

Branchen News vom 21.02.2019

Wien (OTS) – In Österreich sterben nach wie vor jährlich rund 32.000 Menschen an den Folgen einer Herz-Kreislauferkrankung (HK-Erkrankung). Das sind rund 43 Prozent aller dokumentierten Todesfälle. Allein für 2011 sind in Österreich rund 437.000 Patientinnen und Patienten mit HK-Erkrankungen dokumentiert (in Haupt- und/oder Nebendiagnosen). Herz-Kreislauferkrankungen werden daher in den kommenden Jahren eine der größten gesundheitlichen Herausforderungen bleiben. Faktum ist auch: Ein ungesunder Lebensstil erhöht die Wahrscheinlichkeit, eine Herz-Kreislauf-Erkrankung zu erleiden. Zu den wichtigsten Risikofaktoren gehören Rauchen, Übergewicht, Diabetes und Bewegungsmangel. Merck Österreich möchte – gemeinsam mit Experten – dazu beitragen, die negativen Folgen so gering wie möglich zu halten und verstärkt daher 2019 die öffentliche Bewusstseinsbildung. Mithilfe des neuen Podcast und Webplattform – www.merck-cast.at – bietet Merck nun einfache Lebens-Tipps an.

Anlässlich des Starts des neuen Podcast-Services gab Prim. Univ.-Prof. Dr. Andrea Podczeck-Schweighofer, Präsidentin der Österreichischen Kardiologischen Gesellschaft, dem Moderator Dr. Roman F. Szeliga (Clinicclowns) ein Interview zum Thema „Was kann der Einzelne für seine Herzgesundheit tun und Risikofaktoren minimieren“.

„Herzgesundheit erhalten“ – drei Tipps zum Starten!

Prim. Podczeck-Schweighofer sieht im Bereich HK-Erkrankung bzw. der Kardiologie große Fortschritte in den letzten Jahrzehnten, aber auch neue Herausforderungen – etwa eine „älter werdende Gesellschaft“ und eine steigende Anzahl an Bluthochdruck-Erkrankten. Prim. Podczeck-Schweighofer dazu:„Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind aktuell noch immer Todesursache Nr. 1 in Österreich – es gibt also nach wie vor großen Handlungsbedarf. Doch was kann jeder Einzelne von uns tun?“

Drei einfach umzusetzende, erste Punkte sind laut Primaria Podczeck-Schweighofer für uns alle besonders wichtig:

  1. Kenne deine Werte! Vor allem Blutdruck, Blutzucker und Cholesterin
  2. Gehe diese Werte regelmäßig messen! Etwa bei der jährlichen Gesundenuntersuchung
  3. Bewege dich! Oft ist keine Zeit für Sport – etwa nach der Arbeit, nach der Kinderbetreuung – daher ist es besonders wichtig Bewegung, wo immer möglich, in den Alltag zu integrieren: D.h. etwa Treppe statt Lift, zu Fuß statt Auto oder Öffis.

Prim. Podczeck-Schweighofer abschließend: „Alleine durch Lebensstil-Änderungen kann die Sterberate im Herz-Kreislauf-Bereich um etwa 20% gesenkt werden.“ Weitere Infos und Tipps findet man im Podcast-Interview der Präsidentin der Österreichischen Kardiologischen Gesellschaft.

Neuer Podcast über Gesundheit & Wohlbefinden: Herzkasperl und Zuckerpuppe

Ziel des neuen Service unter www.merck-cast.at ist es, breite Aufmerksamkeit für verschiedene Krankheitsbilder und Gesundheitsthemen zu schaffen und allen Interessierten praktische und einfache Tipps für den Alltag zu geben. Der Podcast informiert über Gesundheit, Wohlbefinden und andere relevante Themen rund um die Medizin. Medizinische Experten geben in jeder neuen Folge einen Überblick über ein Thema und möchten zum Nachdenken anregen.

Podcast-Themen (Auswahl):

  • „Herzensbildung“ – Podcast mit Univ.-Prof. Podczeck-Schweighofer – 18. Februar 2019
  • Weltfrauentag: Spezifische Frauen-Gesundheit – Podcast mit Univ.-Prof. Dr. Kautzky-Willer – erscheint am 08. März
  • „Unser Puls – Was hat die Musik, die wir hören mit unserer Herzfrequenz zu tun?“ Podcast mit Univ.-Prof. Dr. Thomas Stefenelli – erscheint am 15. April

Weitere Podcasts – etwa vom Motivationstrainer und Arzt Dr. Szeliga – werden sich mit dem Thema „Motivation und Selbstdisziplin“ oder auch mit „Schlafrhythmus“ beschäftigen.

Der Podcast wird nicht nur auf www.merck-cast.at sondern auch auf allen gängigen Podcast Plattformen wie Google Podcast, i-tunes, soundcloud oder castbox zu finden sein.

Merck – 30 Jahre im Dienst der Herzgesundheit

Herz-Kreislauferkrankungen werden in den kommenden Jahren eine der größten gesundheitlichen Herausforderungen bleiben. Wir bei Merck haben uns daher dazu verpflichtet, die Herzgesundheit zu fördern. Unser Angebot umfasst nicht nur bewährte Arzneimittel, sondern und genauso wichtig – Angebote für Patienten, Angehörige und Fachkreise, die Tipps und Tricks für mehr Lebensqualität und Lebensstiländerungen bieten.

Weiterführende Infos unter: www.merck.at / www.medi-merck.at

Podcast unter: www.merck-cast.at

Über Merck

Merck, ein führendes Wissenschafts- und Technologieunternehmen, ist in den Bereichen Healthcare, Life Science und Performance Materials tätig. Rund 51.000 Mitarbeiter arbeiten daran, im Leben von Millionen von Menschen täglich einen entscheidenden Unterschied für eine lebenswertere Zukunft zu machen: Von der Entwicklung präziser Technologien zur Genom-Editierung über die Entdeckung einzigartiger Wege zur Behandlung von Krankheiten bis zur Bereitstellung von Anwendungen für intelligente Geräte – Merck ist überall. 2017 erwirtschaftete Merck in 66 Ländern einen Umsatz von 15,3 Milliarden Euro.

Wissenschaftliche Forschung und verantwortungsvolles Unternehmertum sind für den technologischen und wissenschaftlichen Fortschritt von Merck entscheidend. Dieser Grundsatz gilt seit der Gründung 1668. Die Gründerfamilie ist bis heute Mehrheitseigentümer des börsennotierten Konzerns. Merck hält die globalen Rechte am Namen und der Marke Merck. Die einzigen Ausnahmen sind die USA und Kanada, wo die Unternehmensbereiche von Merck als EMD Serono, MilliporeSigma und EMD Performance Materials auftreten.

Rückfragen & Kontakt:
MERCK GesmbH
Wolfgang Gröger
Communications Manager
+43664 60 600 437
wolfgang.groeger@merckgroup.com
merck.at

APA OTS

Oberösterreich: 22 Apothekerinnen und Apotheker erhalten Onkologie-Zertifikat der Krebsakademie

Branchen News vom 11.02.2019

Linz (OTS) – Bereits seit zwei Jahren existiert der speziell für Apothekerinnen und Apotheker konzipierte Lehrgang der Krebsakademie des Ordensklinikums Linz Barmherzige Schwestern. Ende Jänner wurden die Zertifikate an die erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen des zweiten Lehrgangs verliehen.

Von Februar bis November 2018 wurde bereits der zweite speziell für Apothekerinnen und Apotheker entwickelte mehrteilige Lehrgang der Krebsakademie des Ordensklinikums Linz Barmherzige Schwestern veranstaltet. 22 Absolventinnen und Absolventen des zweiten Lehrgangs für Apotheker haben ihr Onkologie-Zertifikat am 29. Jänner 2019 im feierlichen Rahmen der Fotogalerie Hartlauer in Linz verliehen bekommen.

„Die Apothekerinnen und Apotheker sind ein wichtiges Bindeglied in der Versorgungskette von krebserkrankten Patientinnen und Patienten. Seit bereits zwei Jahren sind wir Teil des spezialisierten Lehrgangs der Krebsakademie, weil wir viele Betroffene entlang der Schnittstelle zwischen dem Krankenhaus und dem niedergelassenen Bereich begleiten und betreuen“, erklärt die Vizepräsidentin der Oberösterreichischen Apothekerkammer Mag. pharm. Monika Aichberger.

Breit gefächertes Wissen

Das Programm des in sechs Module gegliederten Lehrgangs wurde in Kooperation zwischen dem Linzer Ordensklinikum und der Oberösterreichischen Apothekerkammer entwickelt. Im Rahmen dieser Weiterbildung werden alle für die Betreuung von Krebspatientinnen und -patienten relevanten Themen behandelt: von Wirkmechanismen onkologischer Therapien bis hin zur Komplementärmedizin. „Dieses breit gefächerte Wissen kommt sowohl den Betroffenen als auch ihren Angehörigen zugute. Diesen Monat beginnt bereits der dritte Lehrgang, der ebenfalls gut gebucht ist“, zeigt sich Aichberger über den Erfolg dieser Weiterbildungsmaßnahme für Oberösterreichs Apothekerinnen und Apotheker erfreut.

Im Jahr 2020 werden alleine in Oberösterreich rund 61.000 Menschen mit einer Krebserkrankung leben. Die hohe Zahl der Überlebenden ist vor allem den neuen innovativen Therapiemethoden zu verdanken, die eine vermehrte Heilung oder Überführung in einen chronischen Erkrankungsverlauf ermöglichen. Dies stellt die in Behandlung und Betreuung von Onkologie-Patientinnen und -Patienten involvierten Gesundheitsfachkräfte vor neue Herausforderungen.

Die Krebsakademie des Ordensklinikums Linz Barmherzige Schwestern hat bereits eine mehrjährige Erfahrung mit der Vernetzung aller in die Versorgung von Krebspatientinnen und -patienten involvierten Berufsgruppen (z. B. Ärzte, Apotheker, Pflegekräfte, Physiotherapeuten usw.). Ziel dieser Einrichtung ist, die gemeinsamen onkologischen Patienten kompetenter und fundierter zu betreuen. Den ersten Spezialisierungslehrgang haben 2017 29 Apothekerinnen und Apotheker erfolgreich absolviert.

Rückfragen & Kontakt:
Österreichische Apothekerkammer
Landesgeschäftsstelle Oberösterreich
4020 Linz, Mozartstraße 26
Tel.: 0732/770350
E-Mail: ooe@apothekerkammer.at

APA OTS

Österreich setzt EU-Fälschungsrichtlinie um

Branchen News vom 11.02.2019

Wien (OTS) – Es ist so weit. Ab 9. Februar 2019 wird die Arzneimittel-Fälschungsrichtlinie (2011/62 EU) zur Verhinderung des Eindringens gefälschter Arzneimittel in die legale Lieferkette planmäßig EU-weit umgesetzt. Die wichtigste Maßnahme dieser Richtlinie ist ein neues digitales Sicherheitssystem für rezeptpflichtige Arzneimittel, das Medikamentenpackungen durch Seriennummern nachfolgbar macht.

„In den vergangenen drei Jahren haben wir intensiv an diesem Projekt gearbeitet und sind zuversichtlich, dass es sich in der Praxis bewähren wird. Die Pharmaindustrie, die hohe Investitionen in den Aufbau dieses innovativen Systems getätigt hat, kann nun zeigen, dass sie ein System dieser Größenordnung in Europa etablieren kann“, sagt Dr. Jan Oliver Huber, Vorstandsvorsitzender der AMVO (Austrian Medicines Verification Organisation), die in Österreich mit der Umsetzung der EU-Richtlinie betraut ist und an der die Pharmaindustrie, der Pharma-Großhandel, die Apotheken, die Krankenhausapotheken und die hausapothekenführenden Ärzte beteiligt sind.

„Mit diesem innovativen System erreichen wir ein neues Sicherheits- und Schutzniveau für die Patientinnen und Patienten in Österreich. Jeder, der seine Arzneimittel über die Apotheke oder den hausapothekenführenden Arzt bezieht, ist optimal geschützt“, sagt DI Dr. Christa Wirthumer-Hoche, Leiterin der AGES Medizinmarktaufsicht und Vertreterin des Bundesamtes für Sicherheit im Gesundheitswesens (BASG), die als Behörde für die nationale Umsetzung zuständig ist.

Das passiert im neuen System

Jede einzelne rezeptpflichtige Arzneimittelpackung wird vom Hersteller mit zwei Sicherheitsmerkmalen ausgestattet: einem 2D-Data-Matrix-Code und einem Manipulationsschutz z.B. in Form einer Perforation oder eines Siegels. Der 2D-Data-Matrix-Code enthält neben dem Produktcode, der Chargenbezeichnung und dem Ablaufdatum eine – und das ist ganz neu – individuelle Seriennummer, die jede einzelne Packung eindeutig identifiziert.

So funktioniert das neue System

Der Hersteller bucht das Arzneimittel über einen EU-Datenspeicher und die jeweiligen nationalen Datenspeicher der EU-Mitgliedsstaaten in das neue Sicherheitssystem ein und die Apotheken, die Krankenhausapotheken und die hausapothekenführenden Ärzte überprüfen als abgebende Stellen die Medikamente mittels Scan auf ihre Echtheit und buchen sie aus. So können gefälschte Medikamente abgefangen werden, bevor sie die Patienten erreichen.

Beachtliche Dimension

Allein in Österreich umfasst das digitale Sicherheitssystem – von der AMVO-Tochtergesellschaft AMVS (Austrian Medicines Verification System GmbH) zeitgerecht aufgebaut und betrieben – 150 Millionen Arzneimittelpackungen pro Jahr, hergestellt von 247 Pharmaunternehmen. Rund 170 Arzneimittel-Großhändler, 1.440 öffentliche Apotheken und Krankenhausapotheken sowie 860 hausapothekenführende Ärzte und 22 In- Vitro-Fertilisations-Zentren sind an das System angebunden und gewährleisten einen reibungslosen Ablauf bei der Überprüfung und Abgabe der gekennzeichneten Medikamente.

Das neue System ist hochkomplex und mit etlichen Umstellungen und Adaptionen verbunden. So musste die Industrie zahlreiche neue Prozesse aufsetzen – von der Produktionssteuerung bis hin zur Qualitätssicherung – und die Fertigungslinien mit Druckern, Scannern und Kameras ausstatten.

„Für die pharmazeutischen Unternehmen bedeutet die Umsetzung der Fälschungsrichtlinie die Überführung eines grundsätzlich sicheren Systems in das digitale Zeitalter. Damit geht eine nachhaltige Verbesserung der Patientensicherheit zum Schutz vor gefälschten Arzneimitteln einher“, so Dr. Wolfgang Andiel, stellvertretender Vorsitzender der AMVO und Präsident des Österreichischen Generikaverbandes.

Auch der pharmazeutische Großhandel und die Apotheken, Krankenhausapotheken und hausapothekenführenden Ärzte als abgebende Stellen mussten ihre Software und IT rechtzeitig aufrüsten, um an das System angeschlossen zu werden.

PHAGO-Geschäftsführerin Dr. Monika Vögele: „Der österreichische Arzneimittel-Vollgroßhandel liefert jedes Jahr rund 140 Millionen Arzneimittel-Packungen an die öffentlichen Apotheken aus. Als Rückgrat der Arzneimittelversorgung zieht der Großhandel nun ein zusätzliches Sicherheitsnetz durch eine Überprüfung der Sicherheitsmerkmale ein, sodass in der legalen Vertriebskette keine Arzneimittel-Fälschungen an den Patienten gelangen.“

Dr. Gerhard Kobinger, Präsidiumsmitglied der Österreichischen Apothekerkammer: „Arzneimittel aus der Apotheke sind bereits jetzt sicher. Mit dem neuen System, in dem wir die Arzneimittel bei der Abgabe an die Patienten noch einmal verifizieren, sind wir zukunftsfit und setzen einen Kontrapunkt zu Fälschungen im Internet. Das führt nachhaltig zu noch mehr Arzneimittelsicherheit – und genau dafür stehen wir Apothekerinnen und Apotheker.“

Dr. Max Wudy, stellvertretender Obmann der Kurie der niedergelassenen Ärzte in der NÖ Ärztekammer: „Alle hausapothekenführenden Ärzte haben ihre Software adaptiert, ihre IT aufrüstet und sich einer umfangreicher Fortbildung unterworfen, um das neue System nützen zu können. Das tun wir für unsere Patienten, die uns vertrauen und die wir tagtäglich im Krankheitsfall mit den besten und sichersten Arzneimitteln versorgen wollen.“
Achtung: Übergangsphase

Für alle rezeptpflichtigen Arzneimittel, die bereits vor dem Stichtag für den Verkehr freigegeben wurden, gilt eine Übergangsphase bis 2024. In diesem Zeitraum dürfen sie bis zu ihrem jeweiligen Ablaufdatum bedenkenlos an die Patienten abgegeben werden. In der Praxis werden die Arzneimittel mit den neuen Sicherheitsmerkmalen also erst nach und nach in den Apotheken und bei hausapothekenführenden Ärzten erhältlich sein.

Über die AMVO und die AMVS

Die AMVO (Austrian Medicines Verification Organisation) ist für die Umsetzung der Arzneimittel-Fälschungsrichtlinie in Österreich verantwortlich. Sie ist ein Gemeinschaftsprojekt des Verbandes der pharmazeutischen Industrie Österreichs (Pharmig), des Österreichischen Generikaverbandes (OeGV), des Verbandes der österreichischen Arzneimittel-Vollgroßhändler (PHAGO), der Österreichischen Apothekerkammer und der Österreichischen Ärztekammer. Der nationale Datenspeicher für das System wird von der AMVS (Austrian Medicines Verification System GmbH), einer 100 % Tochter der AMVO, betrieben.

Rückfragen & Kontakt:
jutta pint communications
0664 53 50 722
office@juttapint.com

APA OTS

EINLADUNG zum Pressegespräch: e-Rezept startet 2020: Digitalisierung in der Sozialversicherung weiter auf Vormarsch

Branchen News vom 07.02.2019

Wien (OTS) – Der Hauptverband, die Österreichische Ärztekammer und die Österreichische Apothekerkammer haben sich auf die Einführung des elektronischen Rezeptes geeinigt. Das Papierrezept – über 60 Millionen Stück pro Jahr – wird in Zukunft weitestgehend durch eine elektronische Lösung abgelöst. Auf Wunsch erhalten Patientinnen bzw. Patienten einen Code elektronisch auf ihr Handy und können im Portal der Sozialversicherung unter www.meinesv.at ihre e-Rezepte abrufen. Bezahlte Rezeptgebühren werden dem Rezeptgebühren-Konto (REGO) der Versicherten tagesaktuell angerechnet.

Aus diesem Anlass laden der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger, die Österreichische Ärztekammer und die Österreichische Apothekerkammer zum Pressegespräch:

e-Rezept startet 2020: Digitalisierung in der Sozialversicherung weiter auf Vormarsch

Teilnehmer:

  • Dr. Alexander BIACH
    Vorsitzender des Verbandsvorstandes im Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger
  • DI (FH) Volker SCHÖRGHOFER
    Generaldirektor Stellvertreter im Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger
  • Dr. Dietmar BAYER
    Referent für Telemedizin und medizinische Informatik der Österreichischen Ärztekammer
  • Mag. pharm. Christian WURSTBAUER
    Vizepräsident der Österreichischen Apothekerkammer

Anmeldungen:
presse@sozialversicherung.at

Datum:
12.02.2019, 10:00 Uhr

Ort:
APA-Pressezentrum
Laimgrubengasse, 1060 Wien, Österreich

Rückfragen & Kontakt:
Hauptverband der österr. Sozialversicherungsträger
(++43-1) 71132-1120
presse@sozialversicherung.at
www.hauptverband.at

APA OTS

80.000 Mal gelebte Solidarität dank „Pink Ribbon“

Branchen News vom 07.02.2019

Wien (OTS) – Dank der Spenden aus der Pink Ribbon Aktion konnte die Krebshilfe in den letzten 16 Jahren über 80.000 Mal Brustkrebspatientinnen kostenlos psychoonkologisch beraten und begleiten. Über 1000 Patientinnen erhielten zusätzlich finanzielle Unterstützung, weil sie durch die Erkrankung in finanzielle Not geraten sind. „Das „Pink Ribbon“ ist viel mehr als eine rosa Schleife, mit der wir auf die Wichtigkeit der Früherkennung von Brustkrebs hinweisen. Es steht auch für die gelebte und ungebrochene Solidarität mit Frauen, die an Brustkrebs erkrankt sind,“ so Krebshilfe-Präsident, Univ.-Prof. Dr. Paul Sevelda.

Spendenverwendung für die Aufklärung und Information

Es wurden rd. 400.000 Informationsbroschüren zum Thema „Krebsvorsorge für Frauen“ versandt und durch Österreichs Apotheken, MedizinerInnen, Filialen der Pink Ribbon Partner und die Krebshilfe-Beratungsstellen verteilt. In ganz Österreich fanden zahlreiche Veranstaltungen zum Thema Brustkrebsvorsorge und -früherkennung statt. Dafür wurden insgesamt € 110.000 benötigt. Diese Summe wurde dankenswerterweise zweckgewidmet von den Pink Ribbon Partnern zur Verfügung gestellt und ebenso zweckgewidmet von der Krebshilfe eingesetzt.

Spendenverwendung für Soforthilfe

Aus dem Verkauf limitierter Pink Ribbon Produkte, den Pink Ribbon Events und dem Engagement von vielen Helfern und Unterstützern in ganz Österreich erhielt die Krebshilfe weitere € 499.765. Diese ebenfalls zweckgewidmeten Spenden werden ausschließlich für die Soforthilfe für Brustkrebspatientinnen in ganz Österreich verwendet.

Spendenverwendung für Forschung

€ 3.000 wurden zweckgewidmet für die Brustkrebsforschung gespendet. Im Namen der Österreichischen Krebshilfe danke ich allen, die mit viel Engagement, Kreativität und Arbeitseinsatz dieses Ergebnis möglich gemacht haben,“ so Krebshilfe-Präsident Univ.-Prof.Dr. Paul Sevelda. „Diese Hilfsbereitschaft und Solidarität ist gleichermaßen beeindruckend und berührend. Ein herzliches Danke auch im Namen aller Patientinnen und Familien,“ so Sevelda.

Die Österreichische Krebshilfe dankt den Pink Ribbon Partnern und UnterstützerInnen 2018

ÖSTERREICHISCHE PARLAMENT, ARBEITSGEMEINSCHAFT GYNÄKOLOGISCHE ONKOLOGIE, HAUPTVERBAND DER ÖSTERREICHISCHEN SOZIALVERSICHERUNGSTRÄGER, ESTÉE LAUDER, MARIONNAUD, PARFUMERIE MÜLLER, LOOK! UND DIE BUDESLÄNDERINNEN, ECHO MEDIENHAUS, BÜRO HIRZBERGER, BAWAG PSK, BWT, BIPA, CPI IMMOBILIEN, CASINOS AUSTRIA, DAMENWIESN – WIENER WIESN, GABARAGE, GORILLAS, HOFER, INTERNATIONAL PAPER, JULIUS MEINL, NOVARTIS, MSD, PFIZER, LILLY, LASCANA, MRS. SPORTY, NEUNER’S, NISSAN, ÖFB, VEREINIGTE BÜHNEN WIEN, OSOLIO, ÖSTERREICHISCHE APOTHEKERKAMMER UND ÖSTERREICHISCHER APOTHEKERVERLAG, ÖSTERREICHISCHE RÖNTGENGESELLSCHAFT, PINK RUN BAD GASTEIN, PALAIS COBURG, PHH RECHTSANWÄLTE, SK RAPID, SALAMANDER, SKINY, SUPPAN FINE ARTS, SABINE HAUSWIRTH, MARINA PROBST-EIFFE, URDL PROMOTION, WIENER KAFFEESIEDERBALL, WEINGUT LEO HILLINGER , XXL SPORTS & OUTDOOR, SEITEBLICKE MAGAZIN, MADONNA, GESUND & FIT, PULS 4, Danke an die Kooperationspartner: FACEBOOKGRUPPE BRUSTKREBS ÖSTERREICH, ABCSG – EXPERTS ON TOUR, EUROPA DONNA

Rückfragen & Kontakt:
Österreichische Krebshilfe
Doris Kiefhaber
Geschäftsführung
Tel. +43-1-796 64 50
kiefhaber@krebshilfe.net
www.krebshilfe.net

APA OTS

Flächendeckendes Apothekennetz nützen um Impfschutz zu checken

Branchen News vom 06.02.2019

Wien (OTS) – Die aktuellen Masern-Erkrankungen zeigen leider deutlich, dass Masern nicht ausgerottet wurden, sondern aufgrund der Impfskepsis sowie Impfmüdigkeit wieder zurückgekehrt sind. Eine wichtige Aufgabe von Apothekerinnen und Apothekern ist es, über das Thema Impfen aufzuklären und dabei ausschließlich wissenschaftlich fundierte Argumente anzuführen. Mit 1.400 Apotheken in Österreich stehen den Menschen unbürokratisch Erstanlaufstellen zu Gesundheitsthemen mit akademisch ausgebildeten Fachkräften zur Verfügung.

Apotheken-Know-how nutzen

Kaum eine andere Berufsgruppe steht so nahe am Menschen wie jene der Apothekerinnen und Apotheker. Über 400.000 Kundenkontakte pro Tag und das Vertrauen der Menschen sind Ursache und Folge zugleich. „Der ständig wachsenden Verunsicherung beim Thema Impfen in Zeiten von fake news begegnen die Apothekerinnen und Apotheker mit Sachkompetenz und Empathie: denn Impfen ist die beste Maßnahme, um sich vor bestimmten Krankheiten zu schützen“, so Mag. pharm. Dr. Ulrike Mursch-Edlmayr, Präsidentin der Österreichischen Apothekerkammer. „Die Einbeziehung der Apotheken in den ab 2020 geplanten elektronischen Impfpass wird eine enorm wichtige Maßnahme zur Verbesserung der Impfsituation in Österreich sein“, zeigt sich Mursch-Edlmayr optimistisch.

Kampf der Masernsterblichkeit

Die Krankheitsstatistik der WHO zeigt, dass zum Beispiel die Masernsterblichkeit bei Kindern allein zwischen 1990 und 2008 von weltweit knapp 1 Million auf 118.000 zurückgegangen ist. Diese Tendenz ist bei praktisch allen Impfungen ähnlich eindeutig. Eine hohe Durchimpfungsrate könnte die Masern vollständig ausrotten. Nun kommt es jedoch auch in Österreich wieder wegen der geringen Impfdichte zu Masernausbrüchen. Umso wichtiger ist der Impfschutz. Es ist jederzeit – auch im Erwachsenenalter – möglich, diese Impfung nachzuholen.

Apo-App mit elektronischen Impfpass-Tool

Die Österreichische Apothekerkammer bietet in ihrer kostenfreien Apo-App bereits seit Jahren einen elektronischen Impfpass an. Impfungen und Auffrischungserinnerungen können für sich und Angehörige – getrennt und übersichtlich in einem eigenen Profil pro Person angelegt werden. Man kann die Impfstoffe aus einer Liste auswählen, mittels Barcode einscannen oder selbst eingeben. Nachlesen kann man hier auch die offiziellen Impfempfehlungen und wichtige Informationen zu allen Impfungen. Die Apo-App zählt mit fast 700.000 Downloads zu den beliebtesten Gesundheitsapps in Österreich und ist für viele Menschen ein wichtiges Informations- und Nachschlagewerk.

APA OTS

Oberösterreichische Apothekerkammer: Masern-Impfpflicht notwendig

Branchen News vom 06.02.2019

Linz (OTS) – Nur rund 80 Prozent der Kinder in Oberösterreich sind komplett gegen Masern geimpft. „Hier haben wir einen deutlichen Nachholbedarf, denn erst bei einer Durchimpfungsrate von 95 Prozent ist ein Herdenschutz gewährleistet“, warnen Präsident und Vizepräsidentin der Oberösterreichischen Apothekerkammer, Mag. pharm. Thomas W. Veitschegger und Mag. pharm. Monika Aichberger, anlässlich der jüngsten Masernfälle in Österreich. Als eine der günstigsten und einfachsten Vorsorgemaßnahmen schützt Impfen gegen diese und andere schwere Krankheiten. Die zu geringe Durchimpfungsrate sowie die jüngsten Masernfälle in der Steiermark und Salzburg sind für die Oberösterreichische Apothekerkammer ein Weckruf für alle Beteiligten, über eine Masern-Impfpflicht für Kleinkinder zu diskutieren. „Der aktuelle Ausbruch der Masernfälle zeigt eindeutig, dass wir noch mehr als bisher tun müssen, um die Durchimpfungsrate konsequent zu erhöhen. Dementsprechend halten wir die Impfpflicht für Masern im Rahmen des Mutter-Kind-Passes für eine nachhaltige Lösung“, betonen Präsident und Vizepräsidentin der Oberösterreichischen Apothekerkammer.

Oberösterreich ist bereits Vorreiter, wenn es um freiwillige Impf-Anreize geht: Wenn die empfohlenen Impfungen im Rahmen des Mutter-Kind-Passes durchgeführt werden, kann man um den Mutter-Kind-Zuschuss des Landes Oberösterreich in der Höhe von 375 Euro ansuchen. Auch die rund 200 Apotheken in Oberösterreich sind wichtige Ansprechpartner für die Bevölkerung in Sachen Impfen. „Unsere Apothekerinnen und Apotheker informieren und beraten regelmäßig über die Schutzwirkung von Impfungen bei Kindern und Erwachsenen und überprüfen auch gerne Impfpässe. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, das Impfwissen in der Bevölkerung zu verbessern“, so Veitschegger und Aichberger.

Masern sind eine ernstzunehmende Krankheit, die zu gravierenden Spätfolgen führen kann – Impfen ist eine einfache und effektive Schutzmaßnahme.

Rückfragen & Kontakt:
Österreichische Apothekerkammer
Landesgeschäftsstelle Oberösterreich
4020 Linz, Mozartstraße 26
Tel.: 0732/770350
E-Mail: ooe@apothekerkammer.at

APA OTS

Pressekonferenz: Österreich setzt EU-Fälschungsrichtlinie um

Branchen News vom 31.01.2019

Wien (OTS) – Ab 9. Februar 2019 wird die Arzneimittel-Fälschungsrichtlinie (2011/62 EU) EU-weit umgesetzt und geht mit einem neuen digitalen Sicherheitssystem für rezeptpflichtige Arzneimittel an den Start. Die AMVO (Austrian Medicines Verification Organisation) – das mit der Umsetzung der Richtlinie in Österreich betraute Gemeinschaftsprojekt der pharmazeutischen Industrie, des Arzneimittelgroßhandels sowie der Apotheker- und Ärzteschaft – lädt anlässlich der Betriebsaufnahme des neuen Systems zu einer Pressekonferenz ins Café Landtmann.

Wie funktioniert das neue digitale Sicherheitssystem? Welchen Schutz bietet es? Was ändert sich für Patienten? Antworten auf diese und weitere Fragen geben Ihnen Ihre Gesprächspartner am Podium.

Ihre Gesprächspartner sind:

  • DI Dr. Christa Wirthumer-Hoche
    Leiterin der AGES Medizinmarktaufsicht und Vertreterin des Bundesamtes für Sicherheit im Gesundheitswesens (BASG)
  • Dr. Jan Oliver Huber
    Vorstandsvorsitzender der AMVO und Vertreter der Pharmig
  • Dr. Wolfgang Andiel
    stellvertr. Vorsitzender der AMVO und Präsident des Österreichischen Generikaverbandes
  • Dr. Monika Vögele
    Generalsekretärin des Verbandes der Österreichischen Arzneimittelvollgroßhändler PHAGO
  • Dr. Gerhard Kobinger
    Apotheker und Präsidiumsmitglied der Österreichischen Apothekerkammer
  • Dr. Max Wudy
  • hausapothekenführender Arzt und stellvertr. Obmann der Kurie der niedergelassenen Ärzte in NÖ

Pressekonferenz: Österreich setzt EU-Fälschungsrichtlinie um

Datum: 08.02.2019, 09:30 Uhr

Ort: Café Landtmann, im Landtmannsaal
Universitätsring 4, 1010 Wien, Österreich

Rückfragen & Kontakt:
jutta pint communications
0664 53 50 722
office@juttapint.com

APA OTS

Österreichischer Hausärzteverband zu Hausärztemangel

Branchen News vom 31.01.2019

Wien (OTS) – Die drohende medizinische Mangelversorgung der Bevölkerung lässt wieder die Rufe nach einer Aufwertung der Hausärzte lautwerden. Schon vor 6 Jahren hat der ÖHV (Österreichischer Hausärzteverband) eine Punktationsliste erstellt, die wir in zeitangepasster Form wieder der Öffentlichkeit präsentieren:

  1. Anerkennung als Primärversorger
  2. Unkontrollierten Ambulanzzugang einschränken
  3. Beseitigung von Arbeitsbehinderungen (zB Verweigerung des Parkpickerls in Wien)
  4. Abbau der Kassenbürokratie
  5. Ausbildungsumfang äquivalent zu den FÄ
  6. Turnusausbildung im Spital und in Lehrpraxen von Allgemeinmedizinern und Fachärzten
  7. Erhöhung der Zahl an Spitals-Ausbildungsplätzen
  8. Einheitlicher Auftritt der Allgemeinmedizin nach außen
  9. Hausapotheken für unterversorgte Gebiete
  10. Landarztzuschlag bei Wegfall der Hausapotheke
  11. Honorierung äquivalent zu den FÄ

Alleine schon die Verweigerung des Parkpickerls für Hausärzte in Wien, für deren Tätigkeit die unmittelbare Erreichbarkeit des Autos essentiell ist, ist völlig unverständlich. Wer soll sich in Wien niederlassen, wenn er sein Auto nicht bedarfsgerecht benutzen kann?

Der ÖHV fordert die Zusammenarbeit der Lösungswilligen, um für Bevölkerung und Ärzte eine sinnvolle Lösung im Sinne unserer Punktation zu erreichen.

Rückfragen & Kontakt:
OMR. Dr. WERNER Wolfgang, Arzt für Allgemeinmedizin
Bezirksärztevertreter 10.Bez, 1100 Wien, Weitmosergasse 3
Tel: 01 617 22 68, Fax: 01 617 22 684
ordination@drwwerner.at
URL: http://www.drwwerner.at

APA OTS

Wolfgang Andiel erneut zum Präsidenten des Österreichischen Generikaverbandes gewählt

Branchen News vom 31.01.2019

Wien (OTS) – Wolfgang Andiel wurde am 29. Jänner 2019 im Rahmen der Jahresgeneralversammlung des Österreichischen Generikaverbandes (OeGV) erneut zum Präsidenten des Verbandes gewählt. Damit steht Andiel zum zweiten Mal an der Spitze des OeGV. In ihrem Amt als Vizepräsidenten bestätigt wurden auch Ilse Bartenstein, Bernd Leiter und Elgar Schnegg.

Dr. Wolfgang Andiel (55) zeigt sich erfreut über die Wiederwahl: „Es ist eine Ehre, das Vertrauen der Mitglieder des Österreichischen Generikaverbands erneut erhalten zu haben. Der Österreichische Generikaverband hat sich in den letzten Jahren zu einem wichtigen Dialogpartner für Ärzte, Apotheker, Patienten, Politik und Behörden etabliert. Diesen regen Austausch zwischen den verschiedenen Akteuren des Gesundheitssystems werden wir auch weiterhin anstreben.“ Andiel ist seit der Gründung des Österreichischen Generikaverbands 2000 aktives Vorstandsmitglied. Bei Sandoz GmbH ist er seit 1998 tätig, derzeit als Head External Affairs. Seine Karriere startete der studierte Mediziner bei Merckle GmbH.

Planbares Marktumfeld für eine nachhaltige Versorgung

Damit unser Gesundheitssystem auch in Zukunft finanzierbar bleibt und ein breiter Patientenzugang zu innovativen Therapien gesichert ist, braucht es ein planbares Marktumfeld und adäquate rechtliche Rahmenbedingungen. Das über die ASVG Novelle eingeführte „Generikapreisband“ legt derzeit einen Höchstpreis von 30 % über jenem des günstigsten wirkstoffgleichen Arzneimittels fest. „Unser Ziel ist es, dass diese Generika-Preisbandregelung ins Dauerrecht überführt wird, mit einer Festlegung in jeweils dreijährigen Abständen“, meint Wolfgang Andiel mit Blick auf die nächsten Jahre.

Generikaförderung auf allen Ebenen der Generika-Verordnung

Generika tragen nachhaltig zur Finanzierung der Arzneimitteltherapie bei und schaffen so wichtige Ressourcen für den therapeutischen Fortschritt. Das Programm der aktuellen Bundesregierung trägt dem Rechnung, indem es betont, dass zusätzliche Anreize für die Verschreibung von Generika entwickelt werden sollen. „Das ist zwar gut und richtig, bis dato vermissen wir aber konkrete Umsetzungspläne“, so Andiel. Derzeit sind 50 % aller Verordnungen im patentfreien Segment in Österreich Generika. Jedes weitere Prozent spart 6 Mio. Euro (Basis Kassen Erstattungspreis) für andere Therapien. „Trotzdem liegt Österreich im internationalen Vergleich bei der Generika-Verordnung nur im unteren Mittelfeld. Wir brauchen gezielte Generika-Förderungsmaßnahmen auf Arzt-, Apotheken- und Patientenebene um das Potenzial voll auszuschöpfen“, ist Andiel überzeugt.

Über den Österreichischen Generikaverband

Der Österreichische Generikaverband ist ein Zusammenschluss von 10 Generika-Produzenten, die sich zur optimalen Versorgung der österreichischen Patientinnen und Patienten mit hochwertigen, preiswerten Arzneimitteln bekennen. Das Ziel des Verbands ist einerseits, die Öffentlichkeit über die Vorteile von Generika zu informieren und andererseits aktuelle gesundheitspolitische Debatten mitzugestalten. Für ein leistbares Gesundheitssystem und die Sicherung eines breiten Patientenzugangs zu hochwertigen Arzneimitteln.

www.generikaverband.at

Rückfragen & Kontakt:
Für den Österreichischen Generikaverband
Ute Stocker
ute.stocker@gaisberg.eu
+43 664 88 44 64 26

APA OTS

Salon A: Herzinsuffizienz-Betreuung optimieren

Branchen News vom 29.01.2019

Wien (OTS) – „Über 90 Prozent der Herzinsuffizienz-Erstdiagnosen finden im Spital statt. Hier bedarf es dringend einer Verlagerung in Richtung früherer Diagnosen durch den extramuralen Bereich“, mit diesen Worten eröffnete die Gastgeberin des Abends, Salon A-Obfrau, Mag. pharm. Dr. Ulrike Mursch-Edlmayr, gemeinsam mit a.o. Univ.-Prof. Dr. Thomas Szekeres, dem Präsidenten der Wiener Ärztekammer, die erste gemeinsame Sitzung der Gesellschaft der österreichischen Apotheker, Salon A, mit der Wiener Ärztekammer. Unter reger Beteiligung von Vertretern beider Berufsgruppen wurden Verbesserungsvorschläge in der Betreuung von Patientinnen und Patienten mit Herzinsuffizienz (HI) diskutiert.

„Die Herzinsuffizienz ist die Endstrecke aller kardiologischen Erkrankungen und hat häufig ihre Wurzeln in unzureichend behandelten Vorerkrankungen wie Diabetes, Vorhofflimmern, Bluthochdruck, Herzklappenschäden oder einem überlebten Herzinfarkt. Zusammen mit der Tatsache, dass es sich um eine ältere, komorbide Patientengruppe handelt, ist in der Behandlung eine interdisziplinäre Zusammenarbeit unerlässlich“, erklärte Univ.-Doz. Dr. Martin Hülsmann, Leiter der Herzinsuffizienz-Ambulanz am Wiener AKH, in seiner Keynote zum Auftakt der Veranstaltung.

„Bei den Kosten für die Herzinsuffizienz fallen noch immer zwei Drittel auf die Hospitalisierung. Dabei ist diese Erkrankung bestens für eine ambulante Behandlung geeignet, die man im niedergelassenen Bereich durchführen sollte“, betont Hülsmann. Als Grund für die Spitalsaufenthalte benannte er die späte Erkennung der Krankheit und die nicht effiziente Behandlung. „Das ist Ausdruck der schlechten und unambitionieren Betreuung, die wir haben“, fasste Hülsmann die Situation zusammen. Zudem zeigen Statistiken, dass teilweise in den Spitälern die Medikamentenverschreibung zurückhaltender ist als notwendig und zudem die Adherence-Rate schon kurz nach einem einschlägigen Spitalsaufenthalt stark abnimmt. Während des weiteren Krankheitsverlaufes sinkt diese noch weiter. „Damit ist die Rehospitalisierung schon vorprogrammiert“, sagt Hülsmann. Um hier gegenzusteuern, regt er die Implementierung eines multidisziplinären Disease-Management-Programms an, das möglichst patientennah anzusiedeln wäre. Als zentrale Anlaufstelle würden sich in vielen Fällen die Hausärztinnen und -ärzte anbieten. Entscheidend ist aber ein nichthierarchischer interdisziplinärer Zugang, bei dem jeder Beteiligte seine Kompetenzen kennt und lebt. Dies stellt allerdings in Österreich einen Kulturbruch dar, wo heute noch, laut Hülsmann, josephinische Hierarchien innerhalb und zwischen den Berufsgruppen im Gesundheitssystem gelebt werden. In wieweit der Computer im Sinne telemedizinischer Methoden eine Rolle als gleichberechtigter Partner hat, ist heute noch ungeklärt. Viele Studien zeigen, dass der direkte persönliche Kontakt und Informationsaustausch entscheidend ist, um klare Behandlungsalgorithmen zu implementieren.

Extramurale Ärzte und Apotheken in Österreich haben gemeinsam täglich 700.000 Patientinnen- und Patientenkontakte. Damit ließe sich ein durchaus engmaschiges Netz in der Erstdiagnose und der laufenden Therapie vor Ort knüpfen. „Wir haben prinzipiell Möglichkeiten und die Ausbildung, um Aufgaben im Rahmen einer Verlagerung aus dem Spitalsbereich zu übernehmen“, betonten Salon A-Obfrau, Mag. pharm. Dr. Mursch-Edlmayr, und der Präsident der Wiener Ärztekammer, a.o. Univ.-Prof. Dr. Szekeres, unisono und meinen weiter: „Gemeinsam können wir es schaffen, binnen fünf Jahren die Zahl der Erstdiagnosen im Spital deutlich zu reduzieren und schon deutlich früher ansetzen. Wünschenswert wäre, eine Halbierung der bisher erst im Spitalsbereich durchgeführten Diagnosen zu erreichen“.

Frühe Diagnose erwünscht

Prinzipiell sieht a.o. Univ.-Prof. Dr. Szekeres die Funktion der Hausarztpraxen als zentrale Anlaufstelle für HI-Erkrankte und die damit einhergehende Verlagerung der Betreuung von Niedrigrisikopatienten aus den Ambulanzen in den niedergelassenen Bereich als begrüßenswert. Er monierte allerdings, dass derzeit die Schnelllabor-Diagnostik mittels nt-proBNP von HI-Patienten in der Praxis durch die Krankenkassen nicht übernommen werde. Damit ließe sich binnen kurzem abklären, ob der Erkrankte im niedergelassenen Bereich oder in einem Spitalsumfeld betreut werden kann bzw. muss. Das würde helfen, die Erkrankung früher zu erkennen und nur wirklich schwere Fälle weiterzureichen. „In Zeiten, in denen die hohen Spitalskosten kritisiert und zugleich die Ambulanzen reduziert werden, wäre dies ein sinnvoller Weg, Kosten zu sparen“, so der Wiener Ärztekammer-Präsident. Er gab zudem zu bedenken, dass derzeit die Zahl der jungen Allgemeinmedizinerinnen und -mediziner im niedergelassenen Bereich dramatisch gering ist. Die mangelnde Attraktivität des Berufsbildes liege nicht nur an den teils schwierigen Rahmenbedingungen wie überbordende Bürokratie und überfüllte Wartezimmer, sondern auch in der im Vergleich zu Fachärzten deutlich geringeren Bezahlung.

„Wir Apothekerinnen und Apotheker können uns sowohl im Rahmen der Früherkennung als auch beim Halten der Erkrankten bei der Therapie einbringen. Wir sind typischerweise Erstanlaufstelle für Gesundheitsfragen in Österreich“, fasste Salon A-Obfrau Mursch-Edlmayr zusammen. Man sehe die Kundinnen und Kunden laufend und damit auch schleichende Verschlechterungen. Hier gelte es durch gezielte Fragen zu screenen und zu entscheiden, ob nicht vorsorglich eine ärztliche Untersuchung nötig wäre.

Bezüglich der Adherence meinte die Salon A-Obfrau: „HI-Patientinnen und -Patienten benötigen, wie alle chronisch Kranken, vor allem eines: Motivation“. Gerade die E-Medikamentation biete hier eine gute technische Voraussetzung, die helfen kann, die Medikamenten-Einnahme-Disziplin zu verbessern. Und durch interdisziplinäre Kooperationen bestünde auch eine gute Voraussetzung chronisch kranken Patientinnen und Patienten zu führen.

HI im Bewusstsein verankern

Während das Bewusstsein in der Bevölkerung vor den Anzeichen eines Herzinfarkts, nicht zuletzt durch entsprechende Aufklärungskampagnen, durchaus hoch ist und sich Patientinnen und Patienten meist schon beim ersten Verdacht untersuchen lassen, werden die Symptome der Herzinsuffizienz wie eingeschränkte Leistungsfähigkeit, Wassereinlagerungen und Atemnot oft dem fortgeschrittenen Alter zugeschrieben und einfach hingenommen. Dadurch kommt es meist erst in einem weit fortgeschrittenen Stadium zu einer Diagnose. Das deckt sich auch mit den Ergebnissen der Umfrage für den ersten HI-Patientenberichts aus 2018: Mehr als die Hälfte der Patientinnen und Patienten hören von der Erkrankung Herzinsuffizienz erstmalig, wenn sie ins Spital kommen. Dabei ist die Herzinsuffizienz, wie ein etwa 6.000 Jahre alter Papyrus unter der Beschreibung: „Herz zu müde, um zu sprechen“ zeigt, schon im antiken Ägypten bekannt gewesen. Allerdings wurde die Erkrankung lange Zeit weitgehend ignoriert, da es bis vor 30 Jahren keine adäquaten Therapien gab. Dies hat sich allerdings in den letzten Jahren radikal geändert. Derzeit hinkt die Evolution des Bewusstsein der therapeutischen Evolution im Bereich der HI weit hinterher.

„Aber um ein entsprechendes Problembewusstsein für die Erkrankung in der Bevölkerung und einer höheren Disziplin bei der Medikamenten-Einnahme, zu erreichen, bedarf es einer One-Voice Politik von allen im System beteiligten“, schloss Salon A-Obfrau Mag. pharm. Dr. Ulrike Mursch-Edlmayr.

Rückfragen & Kontakt:
Rainald Edel, MBA
PR- Consultant
Welldone Werbung und PR GmbH
Lazarettgasse 19/4. OG
T: 01/402 13 41-40
pr@welldone.at

APA OTS

Clever essen für zwei: Warum Magnesium für Schwangere und Stillende so wichtig ist

Branchen News vom 28.01.2019

Ismaning (OTS) – Werdende Mütter müssen beim Essen nicht nur an sich, sondern immer auch an ihr Baby denken. Was die Menge betrifft, wird heute jedoch keiner Schwangeren mehr geraten, „für zwei“ zu essen – denn der Kalorienverbrauch erhöht sich während der neun Monate nur geringfügig, und eine zu starke Gewichtszunahme gilt als ungesund für Mutter und Baby. Anders sieht es dagegen bei wichtigen Nährstoffen aus. Denn durch das Kindeswachstum steigt der Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen teilweise deutlich an – speziell in der zweiten Schwangerschaftshälfte, wenn Baby und Plazenta rasant zunehmen. Es kommt also bei der Ernährung „für zwei“ darauf an, nicht mehr, sondern cleverer zu essen.

Gesunde Ernährung plus sinnvolle Ergänzungen

Eine ausgewogene Kost mit viel frischem Obst, Gemüse, Milch- und Vollkornprodukten sowie Fisch und magerem Fleisch bildet dafür die Basis. Zusätzlich kann es sinnvoll sein, bestimmte Nährstoffe gezielt zuzuführen. So verordnen Frauenärzte werdenden Müttern beispielsweise meist von Anfang an Jod und Folsäurepräparate. Und auch eine ergänzende Magnesium-Aufnahme ist in vielen Fällen empfehlenswert, denn Magnesium ist ein wichtiges Mineral für werdende Mütter. Es kann vorbeugend gegen vorzeitige Wehen und Frühgeburten wirken, Übelkeit vermeiden helfen und das Risiko für einen Schwangerschafts-Bluthochdruck senken. Außerdem ist es essentiell für den Eiweiß- und Fettstoffwechsel, den Knochenaufbau sowie die Funktion von Muskeln und Nerven.

Schwangere und Stillende bekommen oft zu wenig Magnesium

In der Schwangerschaft steigt jedoch die Wahrscheinlichkeit für einen Magnesiummangel. Das liegt zum einen daran, dass das Kind im Bauch mit dem wichtigen Mineralstoff mitversorgt werden muss. Zum anderen verändert sich der mütterliche Stoffwechsel, sodass etwa 25 Prozent mehr Magnesium über die Nieren ausgeschieden werden. Auch während der Stillzeit bleibt die verstärkte Magnesiumversorgung der Mutter ein wichtiges Thema. In dieser Phase entwickelt sich nämlich nicht nur durch viel Nähe und Geborgenheit die Bindung zwischen Mama und Kind – mit der Muttermilch muss das Baby auch alle wichtigen Nährstoffe in ausreichender Menge erhalten, die es für einen gesunden Start ins Leben benötigt.

Häufig Samen, Nüsse, Bananen und Hülsenfrüchte essen

Werdende und stillende Mütter sollten deshalb besonders sorgfältig auf eine ausreichende Magnesiumzufuhr achten. Insgesamt sollten schwangere Frauen laut Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) 310 Milligramm Magnesium pro Tag aufnehmen, beim Stillen steigt der Bedarf an dem Mineralstoff sogar auf 390 Milligramm täglich.

Tipp: Besonders gute Magnesiumlieferanten sind Sesamsamen, Weizenkleie, Sonnenblumen- und Kürbiskerne, Nüsse, Mandeln, Bitterschokolade, Hülsenfrüchte, Haferflocken, grünes Gemüse und Milchprodukte. Sie sollten möglichst häufig auf dem Speiseplan stehen.

Oft lässt sich die empfohlene Menge allerdings durch die Ernährung allein nicht decken – so können Stress, Kantinenessen, Schwangerschaftsübelkeit oder die oft sehr anstrengende erste Zeit mit dem Baby ausgewogenes Essen schwierig machen. Ein Magnesiummangel macht sich dann typischerweise durch schmerzhafte Muskelkrämpfe vor allem in den Waden, aber auch an Händen, Füßen oder Zehen bemerkbar. Außerdem können Betroffene von Verspannungen im Nackenbereich, Augenlidzucken, Schwindel, Herzrasen und Verstopfung geplagt werden. Spätestens bei solchen Symptomen sollten Schwangere und Stillende ihren Gynäkologen konsultieren. Am besten sprechen Frauen aber schon zu Beginn der Schwangerschaft mit dem Frauenarzt über eine optimale Nährstoffversorgung und den erhöhten Magnesiumbedarf.

Magnesiumcitrat ist besonders körperfreundlich

Entsprechend einer Empfehlung der Gesellschaft für Magnesium-Forschung e.V. sollte jede Schwangere sogar mit bis zu 480 Milligramm Magnesium pro Tag zusätzlich versorgt werden. Damit der Mineralstoff richtig dosiert und gut verträglich ist, sollte man dafür am besten auf ein hochwertiges Präparat aus der Apotheke zurückgreifen. Bewährt haben sich hier etwa Präparate mit Magnesiumcitrat, das auch als natürlicher Baustein im Körper vorkommt und besonders gut aufgenommen werden kann. Enthalten ist Magnesiumcitrat zum Beispiel im in Magnesium-Diasporal® 400 Extra. Das hochdosierte Trinkgranulat mit extra fruchtigem Orangengeschmack, stellt die Magnesiumversorgung mit nur einem Stick täglich sicher. Je nach Wunsch gibt es Magnesium von Diasporal® auch in verschiedenen anderen Dosierungen und Darreichungsformen – alle Produkte sind unter www.diasporal.de zu finden.

Magnesiumcitrat zeichnet sich außerdem durch eine langanhaltende Wirkung aus. Studien haben gezeigt, dass auch 24 Stunden nach der Einnahme die Magnesiumwerte im Blut noch erhöht waren. So lässt sich auch in der oft aufregenden Zeit der Schwangerschaft und den turbulenten ersten Monaten mit dem neuen Erdenbürger eine gute Magnesiumversorgung einfach und unkompliziert sicherstellen.

Rückfragen & Kontakt:
Protina Pharm. GmbH
c/o WEDOpress GmbH
Angelika Lemp
Sossenheimer Weg 50
65824 Schwalbach
T: 06196-9519968
F: 06196-9519970
E-Mail: angelika.lemp@wedopress.de

APA OTS

Ärztekammer warnt vor zunehmend monetären Interessen im Gesundheitswesen

Branchen News vom 24.01.2019

Wien (OTS) – Die derzeitige Diskussion rund um die Änderungen im Apothekengesetz zwischen Apothekerkammer und dem Verband der Arzneimittelgroßhändler, Phago, beschäftigt auch die Ärztekammer. Sie klagt seit jeher über die Zunahme von monetären Interessen im Gesundheitswesen. Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres begrüßt daher ausdrücklich die geplanten gesetzlichen Änderungen, die eine Limitierung der finanziellen Spielräume von Investoren im Apothekenbereich vorsehen.

„Wenn Geld verstärkt in den Fokus rückt, ist die Unabhängigkeit der Medizin in Gefahr“, so Szekeres, der auf ähnliche Probleme für die Ärzteschaft verweist: „Genauso wie bei den Apotheken, wo Arzneimittelgroßhändler nach Beteiligungen streben, um den Absatz ihrer Produkte abzusichern, versuchen immer wieder Finanzinvestoren, sich in Ordinationen oder ganze Kliniken einzukaufen.“

Das Resultat derartiger finanzieller Beteiligungen an Gesundheitseinrichtungen wie Ordinationen, Kliniken oder auch Apotheken „ist in der Regel nicht das Patientenwohl, sondern wieviel man maximal an jedem Patienten verdienen kann“, so Szekeres weiter. Das schade in vielen Fällen der Gesundheit mehr, als es ihr diene.

In Deutschland und anderen europäischen Staaten sind sowohl das Apotheken- als auch das Ärztegesetz in dieser Hinsicht schon viel schärfer, gibt Szekeres zu bedenken. Österreich habe hier einen massiven Nachholbedarf. Der Gesetzgeber sei gefordert, legistische Voraussetzungen zu schaffen, um den Spielraum finanzkräftiger und ausschließlich gewinnorientierter Investoren einzugrenzen.

„Wenn wir es nicht schaffen, den Trend zur Ökonomisierung in der Medizin abzuwenden, dann werden wir schon bald in einer Welt leben, wo Menschen unterschiedlich viel ‚wert‘ sind und Patienten möglicherweise mehr Medizin als notwendig erhalten, nur um die Gewinne der Investoren zu maximieren, oder auch Defizite bei der medizinischen Behandlung auftreten, nur weil bestimmte Patienten zu wenig abwerfen“, warnt Szekeres. Kein Mensch aber dürfe „mit Geld aufgewogen werden“. Und niemals dürfe Geld über die Gesundheit der Patienten bestimmen.

Rückfragen & Kontakt:
Ärztekammer Wien
Mag. Alexandros Stavrou
(++43-1) 51501/1224
stavrou@aekwien.at
http://www.aekwien.at

« Vorherige SeiteNächste Seite »