1. Gibt es Ihrer Meinung nach Korruption / Vetternwirtschaft / Bestechlichkeit in der Österreichischen Apothekerszene?

Nein, auf keinen Fall = 3,5%

Nein, ich glaube nicht = 20,9%

Ja, ich glaube schon = 36,0%

Ja, ganz sicher = 39,6%

2. Haben Sie selbst schon einmal unter Korruption bzw. Vetternwirtschaft in der Apothekenszene gelitten?

Nein, überhaupt nicht = 40,7%

Ja, ein wenig = 34,9%

Ja, extrem = 24,4%

3. Haben Sie von anderen ApothekerInnen schon einmal gehört, dass sie unter Korruption bzw. Vetternwirtschaft in der Apotheken-Szene zu leiden hatten?

Nein, noch nie = 26,7%

Ja, ein wenig = 41,9%

Ja, sehr häufig = 31,4%

Es ist mir ein Bedürfnis noch folgendes anzuregen bzw. anzumerken:
Alle Texte werden 100% unverändert (im Originalwortlaut) und 100% vollständig wiedergegeben:

  • „Es ist traurig, dass einzelne hochbezahlte Funktionäre (APO-Kammer/Verband/GH-Kasse) ihren Auftrag darin sehen, sich persönlich und auf Kosten des Kollegiums zu bereichern. Stichwort: Konzessionsansuchen, Verpachtungen, etc. Die letztendlich ja von den Apothekern bezahlten Funktionäre sollten 100% ihrer Arbeitskraft für die Funktionserfüllung aufwenden.“
  • „Schwarze Schafe gibt es überall, aber Kollegen durch unlauteres Verhalten wirtschaftlich zu hintergehen, zeugt nicht nur von Feigheit und Illoyalität,sondern widerspricht auch dem auf der Universität geleisteten Treueeid !“
  • „Die Korruption und Vetternwirtschaft ist vielleicht das kleinere Problem, Verhalten zur Bereicherung der eigenen Person auf Kosten des ganzen Standes ist das echte Problem. Beispiel 1: Das Impfstoffgeschäft in ganz Österreich ist von einem Kollegen vernichtet worden, der halt mit der Belieferung von Ärzten selbst ganz gut verdient hat, aber kein Vergleich zu dem Verlust für uns alle. Beispiel 2: Verblisterung: statt sich hinzusetzen, eine vernünftige Regelung für die Vergütung zu treffen haben einige in ihrer Gier anderen etwas wegnehmen zu können aus diesem möglichen Geschäft eine ständige Belastung zu machen und viele in der Existenz zu bedrohen! Es gibt auch ein Freunderlwirtschaftsbeispiel. Ich habe mich am Anfang irgendwie gefreut, wie die erste Instanz in Apothekenverfahren vom Land an den Bezirk gegangen ist. Jetzt ist diese Freude Entsetzen gewichen. In Waidhofen hat die Freundin des designierten Nachfolgers des Bürgermeisters angesucht, und natürlich hat der Amtsarzt einen positiven Bescheid ausgestellt! Trotz eines sehr sehr deutlich negativen Kammergutachtens.“
  • „Wir als KMU werden steuerlich ausgepresst, während unsere Politiker unsere Steuergelder irgendwohin verschleudern! In der Apothekerkammer Vetternwirtschaft, glaube aber, dass es jetzt besser wird!“
  • „Ein Szenario, das aus der Realität stammt: Die Lebensgefährtin eines Regionalpolitikers der regierenden Partei möchte sich selbstständig machen und „Frau Apotheker“ werden. Unglücklicherweise für sie besteht in diesem Ort schon eine gute Apotheken-Versorgung und es ist einfach nicht genug Bevölkerung da für mehr. So muss man halt mitsamt der amtierenden Politikfreunde versuchen, Einwohner und Einwohnergleichwerte zu „installieren“ und auch die Landespolitiker auf hoher Ebene sollen dabei helfen und ihre Macht geltend machen. Selbst das Wissen um die schwierige finanzielle Lage der bestehenden Apotheken-Versorgung mit drohendem Ende bei Umsatzrückgang hält die Protagonisten nicht ab ihrem Freund zu seiner „Frau Apotheker“ zu verhelfen. Bis etwas durchsickert……….. Gott sei Dank gibt es in diesem Land mehrere Entscheidungsebenen und es bleibt zu hoffen, dass irgendwo in diesem Instanzenzug jemand sitzt, der einfach nur nach dem Gesetz entscheidet.“
  • „Strategische Fehler der Standesführung gepaart mit einer verlogenen Standespolitik: wieviele Apotheken befinden sich bereits in Hand des Großhandels? Wem schanzt man die guten Pharmazeuten über die Gehaltskasse zu? Warum dürfen Apotheken Dynastien eine Apotheke nach der anderen zursammen raffen? Wie läuft das mit der Nachwuchspflege beginnend mit mysteriösen k.o. Prüfungsergebnissen bis zur demographisch bestürzenden Altersstruktur des Berufsstandes? Man hat oft den Eindruck, dass die Standesvertretung nur solange im Sinn der Mitglieder propagiert wird, bis die Herrschaften selbst am Schmalztopf sitzen. Zu den Spannenkürzungen, die nun fast schon Existenzbedrohend werden, kein Wort. Stattdessen wieder eine Jubelbroschüre über UMSATZZUWÄCHSE! Träumen die?! Wenn man das bei den Lehrern gemacht hätte, dann würde die Republik brennen.“
  • „Finde es schlimm, wenn bei uns Arzneimittel ausgehen, weil einige Kollegen nicht genug bekommen und dies nach Deutschland verkaufen! Das erschwert den Alltag aller Kollegen extrem. – von den Liefer-Apotheken für die Internet-Apos ganz zu schweigen….“
  • „Ohne alle Funktionäre und Mitarbeiter der Kammer und Gehaltskasse über einen Kamm zu scheren. Aber neben den vielen dort gut arbeitenden Leuten, gibt es doch einige Personen, die auf ihren eigenen Vorteil achten und alles tun, damit ihre Bereiche abgesichert bleiben. Das damit die ganze Branche (siehe verschlafene Gesetzgebung für vernünftigen Online Handel) teilweise ins Hintertreffen gerät und wir in vielen Apotheken noch Standards aus dem 19. Jahrhundert haben, kann nur die Ursache einer beeinflussbaren Standesvertretung sein. Das Interesse einzelner steht dort weit über dem Interesse des Standes. Und jene, die aufmucken werden mundtot gemacht durch Drohungen und in Mißkredit bringen. Alles ganz legal auf Basis der Standesordnung. Aber jene die keine Kammermitglieder sind, dürfen LEGAL im Internet mit Arzneimittel handeln, können Drogerieketten, Mechaniker, Rauffangkehrer sein, nur bitte keine Apotheker !!!“
  • „Die Apotheken verkaufen sich unter ihrem Wert und werden so von den verschiedenen Playern im Gesundheitssystem zu „Buddelhupfern“ degradiert – es wird Zeit dass wir unsere Kompetenzen besser darstellen – die Bevölkerung weiss das vielfach schon wie man in der Umfrage „vertrauenswürdigste Berufe“ erkennen kann.“
  • „Solange die Konzessionsvergabe offensichtlich derart willkürlich gelebt wird, ist der Vorwurf von Korruption nicht von der Hand zu weisen und daher sehr naheliegend. Freunderlwirtschaft hoch drei. Geschädigt werden nicht nur junge Konzessionsansuchende, also Neugründer sondern auch Altapotheken, welche plötzlich ominöse Konkurrenz erhält.“
  • „Postenschacherei im Verband, Gehaltskasse und Kammer (viele bekannte Namen). Vergabepolitik von Informationen betr. Blockaden von Neukonzessionen und Standortverlegungen.“
  • „Die österreichische Politik hat in doppelter Hinsicht Vorbildfunktion. Kleists „Der zerbrochene Krug“ läßt grüßen. Aus den KMUS wir durch eine ungerechte Steuer- und eine exzessive Sparpolitik(z.B. fortlaufende Senkung der Apothekenspanne) immer mehr herausgepresst. Gleichzeitig werden Steuermilliarden verjubelt und Versorgungsposten für Expolitiker großzügig vergeben. Strafverfahren von verurteilten Ministern und Richtern werden auf Grund von Verfahrensfehlern aufgehoben. Es braucht eben „neue Vorbilder“ in diesem Land.“
  • „Disziplinarverfahren, heruntergespielte und ohne Konsequenzen verbleibende Mistery-Shopping-Resultate, Konzessionsverfahren sind für die Bevölkerung weder von den gesetzlichen noch von den zeitlichen Rahmenbedingungen nachvollziehbar. Jegliche Massnahme in Sachen Aufarbeitung von aufgezeigten Missständen, Apothekenkonzessionen, Disziplinarverfahren, die nur im geschlossenen Kreis geregelt wird, verleitet zu Spekulationen und wird als Kammerwirtschaft = Vetternwirtschaft = Apothekenmafia (Zitat Politiker!) wahrgenommen. Gerade des geltende Konzessionssystem wird als letzte Bastion des Raubrittertums bezeichnet.“
  • „Es ist unglaublich, was da alles passiert.“
  • „Ich denke, dass sich die Verbandsfunktionäre nach Kräften bemühen. Das hat sie nicht von (erkennbaren) Fehlern abgehalten: die Verblisterung marginalisiert die Apotheke vor Ort. Ebenso das mit Riesenaufwand hochgepäppelte Internet- Portal, wo man Artikel virtuell ansehen und preisvergleichen und in irgendeiner Apotheke zum Abholen reservieren kann. Wer braucht sowas? Schließlich hat sich noch nicht überall herumgesprochen, dass die Bereitschaftsdienste vor Ort nach der Judikatur einen engen Zusammenhang mit Existenzschutz/Versorgungssprengel aufweisen. Wenn hier Skype-Taxi-Systeme kommen, hat die Landapotheke ausgespielt. Hat zwar mit Korruption nichts zu tun, ist aber bedrohlich.“
  • „1. Wenn man als junge Apothekerin selbstständig werden möchte, bekommt man wenig bis keine Unterstützung von der Apothekerkammer oder vom Rechtsstaat. Mein Apothekenneuansuchen hat fast 8 Jahre gedauert bis ich die Apotheke eröffnen konnte. 2. Hingegen können aufgrund von veralteten Standesstrukturen nachkommende Generationen von Apothekendynastien jahrzehntelang eine Apotheke weiterbesitzen. Wo bleibt da das Prinzip der inhabergeführten Apotheke? 3. Apothekerinnen werden in Österreich von bestimmten Großhändlern mit geringen Beteiligungen und geringem Kapitaleinsatz der selbstständigen Apothekerinnen zur Selbsständigkeit motiviert und dann aufgrund deine dünnen finanziellen Decke zu ständig selbst in der Apotheke diensthabenden Personen gemacht. Wenn dann der Steuerberater, der Rechtsanwalt und die Bank vom Großhandel kommen, spreche ich von Fetternwirtschaft. Liebe Leute passt auf, mit wem ihr zusammenarbeitet und plant immer eine Ausstiegsoption mit ein!“
  • „Für mich offensichtlich ist die Einflussnahme seitens der Industrie/Depositeure bei manchen Behörden. Auf ebene der Apotheken eher weniger. Hier spielt eher Unkollegialität eine größere Rolle.“
  • „Es wäre mir wichtig sicher zu wissen, dass unsere Standes- und Interessensvertretung jeglichen Missbrauch in Richtung Korruption verfolgt und aufdeckt und sich nicht hinter der fehlenden Beweislage versteckt.“
  • „Es gibt schwarze Schafe die zB Apotheke zur Rose beliefern , die Hochpreiser u. andere Medikamente ins Ausland verscherbeln (mit Großhandel) , sodaß sie bei uns nicht mehr lieferbar sind etc.. Aber all das fällt nicht unter Korruption – wäre aber genauso wenn nicht sogar schädlicher für unseren Berufsstand wenn das herauskommen würde!“
  • „Wir als KMU werden steuerlich ausgepresst, während unsere Politiker unsere Steuergelder irgendwohin verschleudern! In der Apothekerkammer Vetternwirtschaft, glaube aber, dass es jetzt besser wird!“
  • „Die Korruption in Österreich ist extrem und Sie betrifft INDIREKT auch den Apothekenstand. Erschreckend ist das praktisch alle Handwerker die eine Apotheke benötigt ihre Arbeiten OHNE Rechnung erledigen wollen. Auch Waren (nicht AZM) werden ohne MWSt. angeboten. Vor 2 Wochen habe ich eine Fernbedienung für das Garagentor bestellt. Am Telefon wurde mir der Preis von € 58.- genannt. Ich nehm das Geld aus der Kassa und will das Gerät bezahlen und sage das ich eine Rechnung brauche. Als Antwort kommt dann, das kostet dann aber 20% mehr. Super! Es wird gleich am Telefon der Betrag ohne MWSt. genannt. Bei Metallverarbeitern, Malern, Tischlern, etc. ist das gleich. In der Elektrobranche fordern Kunden den Händler auf das sie keine Rechnung brauchen, ja es wird verlangt. In der Apotheke geht es gott sei Dank sehr sauber ab, keine Probleme mit Kunden die keine Rechnung benötigen.“
  • „Das Verhalten der Standesvertretung ist an sich korrupt: wir haben bis zum heutigen Tag „Apothekerpreise“ und „Rezeptgebühren“. Beide Ausdrücke verleihen den Apotheken in der Öffentlichkeit den Makel, überteuert und für den Kunden undurchschaubare Kosten selbst zu gestalten und selbige überteuert zu kassieren. Dafür kommen die „hellsten Köpfe“ aus der Apotheke lt. Kammermarketing! Diabetikerversorgung, „Ordinationsbedarf“ für Kassenärzte, Grippeimpfstoffe, Versorgung der Internetapotheken, uvm.: das alles ist den Apotheken die letzten Jahre über an Umsatz verloren gegangen – oftmals zu Gunsten von „ehrenwerten „, ehemaligen Kammerfunktionären. Jetzt neu kommt hinzu, daß die österreichische Finanz die Apothekenbetriebe für chronische Steuerhinterzieher befindet, was zur Folge hat, daß Steuerprüfungen schon allein wegen einer „manipulierbaren“ Datenablage in der EDV – ohne Beweiserbringung durch die Finanz – zur Strafzahlung führt. Zum Verständnis: wenn jemand ein Auto hat, das mehr als 130 km/h fahren kann, wird automatisch eine Strafe verhängt, ohne den behördlichen Nachweis, daß die Überschreitung überhaupt stattgefunden hat. Dem allen gegenüber unternimmt die Kammer nichts, läßt alles, ohne entschiedenes Kontra über sich ergehen und ist lediglich bemüht, es allen anderen Recht zu machen und verordnet seinen Mitgliedern die nächste Gratisaktion, wie zb. Blutzuckermessung und vm. Dabei bleibt dem Apotheker als Einzelunternehmer mit per Gesetz verordnetem „Öffentlichkeitsauftrag“, wie: Bereitschaftsdienstene (nicht kostendeckend ) Krankenkassenabrechnung inkl. Verwaltung für fast alle ambulanten Medikamentverordnungen alle akademischen Arbeitstaxen (zb. 3,50 € für eine 1/2-stündige Zubereitung von zb. Augentropfen) bald keine wirtschaftliche positive Bilanzierung übrig. Die Kammer betreibt stattdessen weiterhin Vetternwirtschaft, beschäftigt Mitglieder, die nur zum Zweck der Erlangung/Verhinderung/Verschleppung einer Neukonzession im“ Amt“ sind.“
  • „Betrifft Vorteilsnahme auf Kosten von Kollegen: Direktbelieferungen von beinahe allen größeren Betrieben, Institutionen und Ämtern zu Dumpingpreisen, wobei noch alle Onkeln, Tanten und Mitbekannten mitversorgt werden, meist unter der Bedingung: Rezeptpflicht ade! Heimbelieferungen im Insiderkreis- man kennt sich ja-politisch oder sonstwie- über hunderte von Kilometern- der Apotheker am Ort schaut in die Röhre, aber er hat ja wenigstens noch das „Einsatzgeschäft“ im Bereitschaftsdienst. Gröblichste Mißachtung der Fachkräfteverordnung bei der ABGABE!!!(Kontrollieren ist nicht Abgeben) von Medikamenten. Motto: Das kann die billige PKA auch, man muß schließlich sparen (beim Personal geht’s am einfachsten) damit man ordentlich Rabatte gewähren kann um den „Kollegen“ ums Eck Umsatz wegnehmen zu können. Pfui Gaga“
    „Steuerberater + Großhandel + Banken tuen ihr übriges um an einen Apothekenkauf heran zu kommen…“

 

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