Artikel in Kategorie Finanzierung & Finanzdienstleistung

Hauser Wolfgang

Wie sinnvoll ist eine schnellere Kreditrückführung?

von Hauser Wolfgang am 27.08.2018 in Finanzierung & Finanzdienstleistung

Bald sind es zehn Jahre, seit dem die Zinssätze für Kredite auf historisch geringem Niveau sind. So lange bereits, dass viele Kreditnehmer sich an die „normalen“ Kreditzinshöhen (=6% p.a.)  nicht mehr wirklich erinnern können. Zehn Jahre in dem die Kreditnehmer viel weniger für die Bedienung des Kredites aufwenden mussten als eigentlich geplant. Zehn Jahre lang Zeit sich diese eingesparten monatlichen Mittel auf die Seite zu legen. Viele clevere Kreditnehmer haben genau das gemacht und für viele stellt sich nun die Frage, ob es den sinnvoll ist „Teiltilgungen“ vorzunehmen, bzw. Teile des Kredites vorzeitig zurückzuzahlen?

Das Kreditobligo (aktuelle Kredithöhe) zu reduzieren ist so lange kein Fehler, als dabei nicht alle finanziellen Rücklagen eingesetzt werden. Aus Übermotivation heraus machen aber einige genau diesen Fehler. Als grobe Richtschnur empfehle ich Ihnen Rücklagen in Höhe von ca. betrieblich 100.000 EUR und zusätzlich privat 50.000 EUR (bzw. gesamt 150.000 EUR) nicht für die vorzeitige Rückführung zu verwenden. Damit sind Sie immer auf der sicheren Seite. Wenn Sie beispielsweise über Rücklagen von 250.000 EUR verfügen dann können Sie davon problemlos 100.000 EUR vorzeitig für die Rückführung einsetzen.

Mit der Verringerung des Kreditstandes reduziert sich auch die Zinszahlung. Also die Kreditkosten.

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Schneider Johannes

Langfristige Vorsorge in Gold

von Schneider Johannes am 24.05.2018 in Finanzierung & Finanzdienstleistung

Was ist der Unterschied zwischen Geld und Gold? Geld ist vergänglich, es verliert über die Jahre an Wert. Gold hingegen bewahrt die Kaufkraft. Seit tausenden Jahren haben die Menschen dem Gold höchsten Wert beigemessen. Die längste Lebensdauer einer Papiergeldwährung liegt bisher bei etwa 200 Jahren (US Dollar). In dieser Zeit hat die Währung allerdings ca. 95% seines Wertes verloren.

Gold ist knapp, die Nachfrage danach steigt jedoch kontinuierlich. Dabei geht es nur untergeordnet um die Herstellung von Schmuck oder Luxusgütern. Viele Hightech-Geräte oder Speichermedien enthalten ebenso Gold. In der Industrie wird Gold benötigt. Der wachsende Bedarf an Gold garantiert somit nicht nur den Werterhalt, sondern darüber hinaus auch eine Wertentwicklung.

Gold ist seit Jahrtausend Maßstab für einen Wert, es verliert nicht an Wert.  Gold wurde schon von den alten Ägyptern, Römern, Azteken und Chinesen höher als jeder andere Wertgegenstand geschätzt. Etwa 620 vor Christus entstanden bereits die ersten Goldmünzen. Seit tausenden von Jahren hat sich die Beliebtheit und der Wert von Gold nicht verändert.

Dies sollte uns zum Nachdenken bringen, wenn wir über langfristige Vorsorge bzw. Veranlagung nachdenken

Welche geeigneten Möglichkeiten stehen generell für die langfristige Vorsorge zur Verfügung?

  • Versicherungslösungen (z.B. Lebensversicherungen)
  • Investitionen in Immobilien (Anlegerwohnungen)
  • Investition in die eigene Apotheke

Und als Ergänzung die langfristige Investition in Gold. Fakt ist, dass Gold als äußerst wertbeständiges und krisensicheres Edelmetall jeder Wirtschaftskrise, Währungsreformen oder auch einem Staatsbankrott standhält.

Es stellt sich dabei nur die Frage, wie bzw. in welcher Form Edelmetall bzw. Gold angespart oder gekauft werden soll. Möglichkeiten des Kaufes gibt es sehr viele – Kauf über Goldhändler, Kauf über eine Bank, Fondssparpläne indirekt oder über Investmentfonds.  Jeder dieser Wege hat seine Vor- und Nachteile bzw. ist eine sehr individuelle Angelegenheit und sollte am besten mit einem Experten besprochen werden.

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Hauser Wolfgang

Umschuldung der Apothekenfinanzierung – jetzt

von Hauser Wolfgang am 27.03.2018 in Finanzierung & Finanzdienstleistung

Der Großteil der Apotheken ist naturgemäß mit der Abstattung eines Darlehens beschäftigt. Daran ist im Grunde auch nichts auszusetzen. Welches Unternehmen kann schon ganz auf Fremdkapital verzichten? Sehr wenige.

Oft liegt die Darlehensaufnahme schon Jahre zurück und die Bedingungen bzw. Konditionen sind meist nicht mehr wettbewerbsfähig. Man hat sich daran gewöhnt eine gewisse Kreditrate aufzubringen und übersieht unter Umständen dabei, dass man inzwischen viel zu viel bzw. mehr als notwendig für die Darlehensrückführung aufbringt. Die Zinsen sind historisch gering und bieten eine ideale Voraussetzung, die Darlehenskosten erheblich zu senken. Leider geben sich viele Unternehmer viel zu schnell mit durchschnittlich attraktiven Konditionen zufrieden oder wissen überhaupt nicht konkret über die aktuelle Wettbewerbsfähigkeit der eigenen Konditionen bescheid.

Dabei leben wir in Zeiten in denen durch die exzessive Geldmengenausweitung der EZB (=Geld drucken), die Banken praktisch händeringend nach Kreditnehmern Ausschau halten. Ideales Umfeld auch für Umschuldungen. Die aktuelle Bank wird nicht proaktiv auf Sie zukommen und Ihnen bessere Konditionen anbieten. Die Initiative muss schon von Ihnen ausgehen. Oder besser Sie lassen sich von jemanden helfen. So zB. von ApothekenCOACH.

Von wieviel Einsparungspotential reden wir hier eigentlich?

Nun, lassen Sie es mich nicht in %-Sätzen zum Ausdruck bringen, sondern in Umsatzsteigerung, welche notwendig wäre um den gleichen Ertragseffekt zu erreichen. Bei einer Median-Apotheke liegt das meinen Erfahrungen nach bei 70.000 bis 120.000 EUR im Jahr. Oder eine viel raschere Beendigung des Darlehens.

Eine Überprüfung der aktuellen Finanzierung ist in jedenfalls gewinnbringend. Unter dem Motto:
1. Analysieren
2. Wissen
3. Optimieren

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Wilke Jens

EuGH-Entscheidung – was sind die Folgen?

von Wilke Jens am 19.07.2016 in Allgemein, Analysen, Finanzierung & Finanzdienstleistung

Man kann dem Beschluss des Europäischen Gerichtshofs vom 30.06.2016 von vielen Seiten betrachten. Mag sein, dass die ersten Reaktionen am Markt überzogen waren. Mag sein, dass es „alles nicht so heiß gegessen wie gekocht wird“ und es eine typisch österreichische Lösung geben wird – eines ist jedoch klar: der EuGH-Beschluss wird Veränderungen bringen. Veränderungen zunächst bei der Umsetzung in die nationale Gesetzgebung (wie schnell auch immer diese Umsetzung und in welcher konkreten Form auch immer), aber auch andere weitreichende Veränderungen – und zwar am im „daily business“ unseres Apothekenmarktes – und das ab dem Bekanntwerden des Beschlusses – also bereits im Hier und im Jetzt.

Denn egal wie und in welcher Form der Beschluss auf europäischer Ebene nun in nationales Gesetz überführt wird, er hat zwei wesentliche Folgen:

  1. Unsicherheit am Apothekenmarkt und damit einhergehend
  2. fehlende Planbarkeit für alle Systempartner im Apothekenbereich

 

Was heißt das nun konkret?

Jeder Markt und sicher auch der Apothekenmarkt ist seit jeher Veränderungen unterworfen gewesen. Egal ob Versandhandel, Abwanderung von Sortimentsbereichen in andere Vertriebskanäle oder sinkende Margen im Kassenbereich, u.s.w. – diese Veränderungen gibt es und sie wird es auch weiterhin geben. Die nun anstehende Veränderung der Bedarfserhebung schlägt jedoch ein neues und meines Erachtens deutlich weitreichenderes Kapitel auf. Denn die bisherige Regelung der Bedarfsprüfung fußte auf klar messbaren und weitgehend nachvollziehbaren Kriterien – damit gab es innerhalb einer entsprechenden Bandbreite weitgehende Planungssicherheit für alle Marktteilnehmer und deren Partner. Dies ist nun (vorerst) Geschichte.

Die Planungssicherheit schwindet nun signifikant – mit fünf prognostizierbaren Konsequenzen.

1. Der Geschäftswert von Apotheken wird sinken

Die Zeiten in denen für Apotheken 130% (Bemessungsgrundlage hochpreiserbereinigter Jahresumsatz) und mehr bezahlt wurden, sind vermutlich vorbei. Bis dato war Finanzierbarkeit solcher Projekte bei entsprechend hoch angesetzter Potenzialvorstellung vom Projekt und Langfristigkeit der Finanzierung (in der Regel meist 15 Jahre) darstellbar. Projekte müssen sich zukünftig rascher und betriebswirtschaftlich mit mehr Luft (auf Basis der Variabilität in der Standortfrage) rechnen lassen. Alles andere grenzt betriebswirtschaftlich gesehen an russisches Roulette.

2. Die Finanzierung von Apothekenprojekten wird schwieriger

War es bis dato durchaus üblich auch große Apothekenprojekte mit keinem oder nur geringem Eigenkapitalanteil zu finanzieren, so wird dies zukünftig wohl nur noch schwer und in wenigen Einzelprojekten umsetzbar sein. Während Unternehmer chancenorientiert handeln, denken Banken risikoorientiert und die aktuellen Veränderungen am Markt erhöhen die Risiken für die finanzierende Banken deutlich (gerade mit den bisher üblichen längeren Finanzierungszeiträumen von 15 Jahren). Eine mögliche Verkürzung der Finanzierungslaufzeit auf 10 Jahre oder weniger macht viele Projekte allein schon auch aus Sicht der Liquidität nur noch schwer finanzierbar. Die Rolle des Großhandels und seine bisher als marktüblich geltende Funktion als Ausfallsbürge wird vermutlich auch neu definiert – ganz sicher ist aber, dass auch der pharmazeutische Großhandel Projekte bereits in der Rolle des Ausfallsbürgen noch genauer und kritischer evaluieren wird als bisher. Eine Reduktion der Höhe der Ausfallsbürgschaft ist denkbar und wird die Rahmenbedingungen für die Finanzierung von Apothekenkaufprojekten zusätzlich anspannen.

3. Detaillierte Projektevaluationen und Machbarkeitsstudien werden noch wichtiger

Wer zukünftig darüber nachdenkt eine bestehende Apotheke zu kaufen, ist gut beraten das Projekt sehr fundiert evaluieren zu lassen. Detaillierte Geomarketinganalysen sowie eine von Marktkennern erstellte realistische (!) Planrechnung inklusive einer Liquiditätsbetrachtung und realistischen nun niederer angesetzten Firmenwertentwicklungen sollten fixer Bestandteil einer Projektmachbarkeitsstudie sein – denn spätestens bei der Bank wird diese gefordert werden – und das detaillierter und kritischer als bisher.

4. Mehr Chancen auf Neugründungen

Kein Schatten ohne Licht… Man kann davon ausgehen, dass sich aufgrund der EuGH-Entscheidung neue Chancen für Neugründungen ergeben werden. Vermutlich vermehrt im ländlichen Raum, d.h. wer örtlich flexibel ist, wird zukünftig mehr Chancen haben, sich an attraktiven Standorten selbständig zu machen. Die unter Punkt 3 genannten Kriterien gelten klarerweise auch für Neugründer.

5. Der betriebswirtschaftliche Fokus wird noch wichtiger

Egal ob aus der Position bestehender Apotheken oder auch Sicht derjenigen, die den Schritt in die in die Selbständigkeit planen – es wird noch wichtiger werden, den Blick für die betriebswirtschaftlichen Komponenten der Apotheke zu schärfen. Auf strategischer Ebene gilt es dabei, das vorhandene Standortpotenzial und dessen Ausschöpfung zu analysieren, über mögliche Betriebsstättenverlegungen nachzudenken und die eigene Ausrichtung der Apotheke inkl. vorhandener Alleinstellungsmerkmale (Entwicklung und Kommunikation an den Kunden) verstärkt zu erarbeiten und umzusetzen. Aus operativer Sicht gilt es, den Apothekenbetrieb möglichst effizient aufzustellen, die betriebswirtschaftliche Luft wird noch dünner, d.h. auch das Kostenmanagement ist entsprechend zu forcieren – und das Ganze bei Erhalt der pharmazeutischen Qualität an der Tara… Ein Spagat, der für alle Beteiligten viele Herausforderungen bereit hält.

Alles Gute hierbei wünscht Ihnen

Ihr Jens Wilke

If there’s one thing that’s certain in business, it’s uncertainty.
Stephen Covey, Autor

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Hauser Wolfgang

Liquiditätsspritze für Ihre Apotheke

von Hauser Wolfgang am 12.05.2016 in Finanzierung & Finanzdienstleistung

Die vergangenen Quartale haben bei Österreichischen Apotheken Spuren hinterlassen. Die Rahmenbedingungen und Margen haben sich nicht zum Vorteil für die heimischen Apotheken entwickelt. Dieser Trend wird sich künftig noch intensivieren.

Es ist daher wenig verwunderlich, dass immer mehr Apotheken mit Liquiditätsproblemen zu kämpfen haben. Oft sind die Banken und Lieferanten als mögliche hilfreiche Bezugsquelle bereits ausgeschöpft und es fehlen zunehmend die Mittel das Unternehmen zu organisieren und aufrecht zu halten.

Hier ist rasche und unkomplizierte Hilfe notwendig! Wie? Ganz einfach! Sie melden sich absolut unverbindlich und direkt bei mir. So wie bereits zahlreiche andere ApothekerInnen vor Ihnen, werde ich mich Ihrem Anliegen in höchstem Maße diskret und mit 100%-iger Verschwiegenheit widmen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass in allen Fällen eine rasche und unkomplizierte Hilfe erfolgen konnte.

Scheuen Sie sich nicht mich direkt zu kontaktieren: wolfgang.hauser@apothekencoach.com.

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Hauser Wolfgang

Warum Apotheken-Verpachtungen zunehmen werden

von Hauser Wolfgang am 19.04.2016 in Finanzierung & Finanzdienstleistung

Was bleibt dem Verkäufer beim Verkauf einer Apotheke letztendlich netto übrig? Vom Bruttoverkaufspreis müssen noch eventuell bestehende Verbindlichkeiten (zB Darlehen) abgezogen werden und die Steuern sind zu begleichen. Naturgemäß sieht das bei jedem Apothekenverkauf etwas anders aus. Bei einer Median-Apotheke können schon einmal 1,5 Mio. EUR netto übrig bleiben.

Wie groß ist nun die Wahrscheinlichkeit, dass sich dieses stolze Kapital in den kommenden Jahren vermehrt? Viele betroffene Apotheker wären im Rückspiegel betrachtet bereits froh, wenn es nicht weniger geworden wäre. Viele wenden sich bei einer derart großen Summe an Berater bzw. an die Bank. Große Summen werden gerne aus Sicherheitsgründen auf mehrere Anlagekategorien gestreut. All zu große Streuung ist dann auch nicht ideal, weil sich dann mit Sicherheit auch Rohrkrepierer darunter befinden, welche dann die Gesamtertragssituation empfindlich belasten können.

Ein Blick in die nahe Zukunft lässt auch nicht hoffen, dass dies einfacher wird. Es ist hoch wahrscheinlich, dass die Veranlagung von Vermögen zunehmend komplexer und auch risikobehafteter wird (siehe Artikel).

Der Rückzug aus der Apotheke muss nicht zwingend mit dem Verkauf der Apotheke einhergehen. Auch die Verpachtung kann ein Weg sein. Mit der Verpachtung wird in der Regel ein fixer Pachtzins vereinbart, welcher sich nicht am letztendlichen Betriebserfolg (=Betriebsergebnis, etc) orientiert sondern am Umsatz. Der Verpächter lukriert eine lediglich vom Umsatz abhängige und somit nahezu fixe Verzinsung seines Investments (= der Apotheke) Bei steigendem Umsatz steigt auch die Verzinsung und es erhöht sich auch die Stamm-Substanz des Investments = der Unternehmenswert. Der Verpächter erzielt attraktive passive Zinserträge, ohne selbst in der Apotheke arbeiten zu müssen. Gerade weil es durch die katastrophale Finanzpolitik der großen Volkswirtschaften zu enormen Verwerfungen (Minuszinsen, echte Inflation, geschickte Enteignungsaktionen von Wohlhabenden) am Anlagesektor kommt wird es nur sehr schwer möglich sein das Nettovermögen unvermindert zu erhalten.

In meiner Beratungspraxis vernehme ich eine deutlich gestiegene Nachfrage an Informationen rund um die Verpachtung. Die durch die Verpachtungen eingeleitete Verknappung der verfügbaren bzw. kaufbaren Apotheken und die anhaltende Niedrigzinspolitik werden mittelfristig den Verkaufspreis von Apotheken weiter steigern.

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Hauser Wolfgang

Was die niedrigen Zinsen für die Finanzierbarkeit einer Apotheke bedeuten

von Hauser Wolfgang am 17.03.2016 in Finanzierung & Finanzdienstleistung

Seit nunmehr über fünf Jahren erfreuen sich die Kreditnehmer an historisch geringen Kredit-Zinsen. In den 40 Jahren davor war die durchschnittliche Kreditzinsbelastung ca. 6,0% p.a.! Auch 2008/2009 war die Zinsbelastung der Kreditnehmer über 6,0%! Das ist gar nicht solange her und dennoch scheint es eine Zahl aus längst vergangener Zeit.

Der aktuelle Vorteil für eine Median-Apotheke mit bspw. ca. 2,0 Mio. Kreditvolumen beläuft sich auf ca. 70.000 EUR pro Jahr! Dies ist ein unglaublicher Anteil am EGT (=Betriebsergebnis + Finanzergebnis) bei vielen Apotheken. Minimal verzinst ergibt ein solcher jährlicher Mehrertrag immerhin eine Million EUR nach ca. elf Jahren. Oder es ist eine ausgezeichnete Möglichkeit Teiltilgungen vorzunehmen und den Kredit vorzeitig zu verabschieden.

Eine der interessantesten Perspektiven dieser niedrigen Zinsen ist die Finanzierbarkeit von höheren Kreditvolumina. Die Niedrigzinsen erlauben es, ca. 30% höhere Kreditbeträge bei gleich hoher Kreditrate zu finanzieren, als dies in den vergangenen Jahrzehnten der Fall war. Im Klartext: mit der gleich hohen Kreditrate kann man statt 1,0 Mio. EUR nun 1,3 Mio. EUR bewältigen.

Diese Tatsache führt u.a. auch dazu, dass die Preise bei Apothekenkäufen nicht geringer werden.

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Schneider Johannes

Der Aufbau von Liquiditätsreserven als oberstes Gebot

von Schneider Johannes am 17.03.2016 in Finanzierung & Finanzdienstleistung

Angesichts der extrem niedrigen Kapitalkosten (historisch tiefes Zinsniveau) wird man als Unternehmer sehr gerne dazu verleitet, das Betriebsergebnis im Vergleich zu vergangenen Jahren besser zu interpretieren als es tatsächlich ist. Niedrige Zinsen und möglicherweise beinhaltete buchmäßige Kursverluste führen häufig zu einem sehr guten Liquiditäts-Ergebnis. Trotzdem bzw. gerade deswegen sollte weiterhin großes Augenmerk auf den Aufbau von Kapitalreserven gelegt werden.

Steigender Frankenkurs bringt Liquiditätsnachteil

Im Vergleich zum Vorjahr ist der EUR/CHF-Kurs das erste Mal seit langer Zeit wieder gestiegen. Was grundsätzlich für alle Frankenkreditnehmer von Vorteil ist, denn das führt bilanztechnisch zu einem zusätzlichen buchmäßigen Gewinn. Dies löst wiederum eine höhere Steuerlast aus und in vielen Fällen wird eine entsprechende Steuer-Nachzahlung die Folge sein.

EUR/CHF-Kursentwicklung seit Aufhebung der Kursuntergrenze
Abb.1: EUR/CHF-Kursentwicklung seit Aufhebung der Kursuntergrenze

Zinsen werden auch wieder einmal steigen

Die niedrigen Zinsen sind prinzipiell ein großer Vorteil für alle jene Unternehmer, die mit Hilfe von Fremdfinanzierungen ihr Geschäft betreiben. Damit dieser Vorteil auch wirklich spürbar wird, gilt es eine einfache aber sehr wirkungsvolle Strategie anzuwenden.

Als Basis sollte der langjährige Durchschnittszinssatz für Finanzierungen herangezogen werden, welcher mit mindestens 4,0% (besser mit 6,0%) anzusetzen ist. Die sich daraus ergebende Differenz zum aktuellen Kreditzinssatz sollte nun konsequent – am besten monatlich – auf ein separates Ansparkonto umgebucht werden.

Auf diese Art und Weise kann man den konkreten Vorteil der niedrigen Finanzierungskosten direkt an dem angehäuften Vermögen ablesen und somit auch wirklich „spüren“.

Neben diesem Effekt ergibt sich ein weiterer großer Vorteil, wenn die Zinsen wieder einmal ansteigen. Tritt dies ein, dann ist man den höheren monatlichen Aufwand bereits gewöhnt und Liquiditätsengpässe gehören ein für alle Mal der Vergangenheit an.

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Schneider Johannes

Fixzinskredite für Unternehmer jetzt besonders interessant

von Schneider Johannes am 21.01.2016 in Finanzierung & Finanzdienstleistung

Die historische Niedrigzinsphase, in welcher wir uns aktuell befinden, bringt auch äußerst interessante Angebote für Fixzinskredite mit sich. Alle Unternehmer, die in nächster Zeit beabsichtigen eine längerfristige Finanzierung aufzunehmen bzw. bereits eine solche offen haben, sollten sich mit diesem Thema beschäftigen.

Planungssicherheit zu sehr günstigen Konditionen

Gerade bei Investitionen hängt die Gewinnvorausschau üblicherweise von vielen Variablen ab. Sehr häufig spielen dabei die voraussichtlichen Zinsen bzw. die erforderliche Kapitaltilgung einer Bankfinanzierung keine unwesentliche Rolle. Wenn diese nun fixiert werden kann, lässt sich eine wichtige Variable in eine Konstante umwandeln. Dies ist aktuelle sogar für Laufzeiten von bis zu 20 Jahren möglich.

Geringe Differenz zu variablen Zinssätzen

Die Feststellung, dass der Zeitpunkt im Augenblick besonders günstig ist, lässt sich an der Tatsache festmachen, dass der Leitzinssatz derzeit bei Null bzw. sogar leicht im Minusbereich liegt und es in der Historie Europas bzw. Österreichs so einen Fall bisher noch nicht gegeben hat. Ein weiterer Aspekt ist der relativ geringe Unterschied von fixen zu variablen Zinssätzen welcher zur Zeit nur ca. 1,0 bis 1,5% beträgt.

Fazit

Voraussichtlich wird die Niedrigzinsphase noch einige Zeit anhalten. Allerdings können die Zinssätze für längerfristig gebundenes Kapital schon früher zu steigen beginnen. Das bedeutet, dass wir möglicherweise nicht mehr allzu lange solche extrem günstigen Fixzinsangebote für Finanzierungen sehen werden. Selbstverständlich ist es auch möglich den Markt zu beobachten und erst bei konkreten Anzeichen auf einen fixe Verzinsung umzusteigen – doch dann könnte es schon zu spät sein für die besonders guten Konditionen.

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Hauser Wolfgang

Jetzt Zinssatz fixieren?

von Hauser Wolfgang am 16.11.2015 in Finanzierung & Finanzdienstleistung

Der Mensch gewöhnt sich gerne an das Angenehme, weniger jedoch an das Unangenehme. Bei den seit geraumer Zeit niedrigen Kreditzinsen ist es genauso. Die Vorteile von geringen Kreditzinsen sind überaus angenehm. Dies birgt jedoch auch Risiken. Denn in der Phase der Gewohnheit denken die wenigsten Kreditnehmer dran, dass sich das auch einmal ändern kann. Und auch schneller ändern kann als es dem einen oder anderen Kreditnehmer in den Sinn kommen würde.

Kreditnehmer haben mittlerweile vergessen, dass der durchschnittliche Zinssatz über mehr als 40 Jahren im Bereich von 6,0% gelegen hat. Dahin wird es auch eines Tages wieder gehen. Vielleicht soger darüber hinaus. Schließlich waren die 6,0% ein Mittelwert.

In Zeiten wie diesen kann es für Sie Sinn machen, einen Teil oder auch den gesamten Kreditbetrag in ein Fixzinsdarlehen zu ändern. Die Konditionen sind derzeit „noch“ sehr attraktiv. Aus unternehmerischer Sicht macht eine Fixierung der Kreditzinsen in den kommenden 10 – 15 Jahren wirklich Sinn. Die Risiken lassen sich so signifikant reduzieren. Das Leben des Unternehmers birgt ohnedies genug Risiken ins sich. Viele Risiken lassen mit Cleverness auch eliminieren bzw. abbauen.

Erfolg durch antizyklisches Handeln. Werden Sie jetzt aktiv, wenn noch kaum jemand daran denkt.

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Hauser Wolfgang

Lohnt sich wirtschaftlich ein Engagement in Apotheken heutzutage überhaupt noch?

von Hauser Wolfgang am 11.05.2015 in Finanzierung & Finanzdienstleistung

Rein wirtschaftlich betrachtet ist diese Frage gar nicht so schwer zu beantworten, denn die verantwortlichen Rahmenbedingungen sind äußerst attraktiv. Wie das?

1. Wenn Sie bereits eine Apotheke Ihr Eigentum nennen können, dann liefert Ihnen Ihre Apotheke regelmäßige kontinuierliche Erträge. Erträge die anderen Sparten nur sehr schwer und mit viel höherem Risiko erreichbar sind.

2. Wenn Sie bereits eine Apotheke selbstständig betreiben und noch Kredite laufen haben, dann sind die derzeitigen Niedrig-Zinsen eine Wohltat. Die Kreditzinsen werden auf lange Sicht nicht signifikant steigen können, da sich die Staaten auf Grund der hohen Verschuldung selbst keine höheren Zinsbelastung leisten können. Dies ermöglicht es Ihnen die Kredite viel schneller zurück zu bezahlen.

3. Apotheken sind auch derzeit nicht schwer zu finanzieren und Kredite sind immer noch sehr leicht zu bekommen. Die Staaten lassen via Zentralbanken gigantische Mengen an Geld drucken. Dieses Geld kann im Grunde nur via Krediten in die Wirtschaft gepumpt werden. Der Staat und die Banken sind daher händeringend auf der Suche nach Menschen die Kredite aufnehmen wollen. Es ist nach wie vor kein großes Problem auch ohne Eigenmittel-Einbringung Kredite von den Banken zu erhalten. In welcher Branche ist das sonst noch möglich?

4. Welches Investment verfügt über ähnliche Rendite-Erwartung wie Apotheken-Investments? Unabhängig von den nicht immer idealen Rahmenbedingungen (Kassenmargen, Internetkonkurrenz, etc.) ist das Risiko-Chancen-Verhältnis nach wie vor enorm hoch. Alternative Investments können i.d.R. nur selten mithalten. (Staatsanleihen= keine Rendite mehr und mittlerweile hohes Ausfallsrisiko, Aktien= derzeitiger Boom mit Gefahr einer Blase, Immobilien= bereits hohes Marktniveau) Und verfügbares Geld am KOnto liegen zu lassen ist angesichts der wirklichen Inflation (6-8%) eine sichere Entwertungsgarantie.

Diese Zeilen dienen auch dazu, Sie in Ihren täglichen Anstrengungen und vielleicht auch so manchen Zweifeln daran zu erinnern, dass Sie sich im Großen und Ganzen in einem hervorragendem Umfeld befinden.

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Hauser Wolfgang

Optimalestes Investment für ApothekerInnen

von Hauser Wolfgang am 16.12.2014 in Finanzierung & Finanzdienstleistung

Ich werde immer wieder gefragt, wie man sein Geld denn heutzutage noch investieren bzw. anlegen kann. Da heißt es oft, dass es kaum mehr vernünftige Verzinsungen gibt und die Sicherheit auch in Frage gestellt wird. Schließlich wird den Banken auch nicht mehr vertraut.

All zu oft wird dabei das Gute in unmittelbarer Nähe übersehen. Diese „Fehlsichtigkeit“ führt dann dazu, dass eine der wohl besten Möglichkeiten der Geldanlage jenen Kreisen bzw. Menschen überlassen wird, die mit Apotheken wenig bis gar nichts zu tun haben. Sehr schade. Denn das Apotheken-Geschäftslokal im Eigentum ist und bleibt eines der besten Investments überhaupt.

Vorteile von APO-Immobilien im Überblick:

  1. Eine APO-Immobilie ist ein Sachwert und das perfekte Gegenstück zum Geldwert.
  2. Eine APO-Immobilie ist langfristig vermietet (15 Jahre oder auch länger)
  3. Mieter von (neuen) APO-Immobilien sind an Übersiedelungen auf lange Sicht nicht interessiert
  4. APO-Immobilien erreichen durch hohe Mieten eine exzellente Rendite
  5. APO-Immobilien lassen sich ggf. sehr gut weiterverkaufen
  6. Bei APO-Immobilien lassen sich attraktive Steuervorteile nutzen.
  7. Mieter von APO-Immobilien verfügen über eine gute Bonität

„Zusammenfassend kann die APO-Immobilie als extrem sicheres und ertragreiches Investment bezeichnet werden.“

Es gibt kaum Möglichkeiten im Anlagesektor welche mit „so wenig Kopfweh“ und Wertbeständigkeit versehen sind.

Dieser Tipp sein all jenen Apothekern gewidmet, die nicht wissen wie sie ihre Gewinne sinnbringend veranlagen sollen, oder jenen Apothekern, welche sich Sorgen machen, wie sie den APO-Verkaufserlös anlegen sollten.

Wenn Sie Interesse an solchen Anlage-Chancen haben, dann melden sie sich unverbindlich bei, ich werde ständig mit solchen Möglichkeiten versorgt.

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Hauser Wolfgang

Frisches Kapital für Ihre Apotheke

von Hauser Wolfgang am 08.08.2014 in Finanzierung & Finanzdienstleistung

Die vergangenen Quartale haben bei Österreichischen Apotheken Spuren hinterlassen. Die Rahmenbedingungen und Margen haben sich nicht zum Vorteil für die heimischen Apotheken entwickelt.

Es ist daher wenig verwunderlich, dass immer mehr Apotheken mit Liquiditätsproblemen zu kämpfen haben. Oft sind die Banken und Lieferanten als mögliche hilfreiche Bezugsquelle bereits ausgeschöpft und es fehlen zunehmend die Mittel das Unternehmen zu organisieren und aufrecht zu halten.

Hier ist rasche und unkomplizierte Hilfe notwendig!
Wie?
Ganz einfach!
Sie melden sich absolut unverbindlich und direkt bei mir. So wie bereits zahlreiche andere ApothekerInnen vor Ihnen, werde ich mich Ihrem Anliegen in höchstem Maße diskret und mit 100%-iger Verschwiegenheit widmen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass in allen Fällen eine rasche und unkomplizierte Hilfe erfolgen konnte.

Scheuen Sie sich nicht mich direkt zu kontaktieren. wolfgang.hauser@apothekencoach.com

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Schneider Johannes

Betriebliche Altersvorsorge für gute Mitarbeiter

von Schneider Johannes am 16.12.2013 in Finanzierung & Finanzdienstleistung

Sie kennen den Spruch  ”Kleinvieh macht auch Mist” – dieser Spruch gilt für die sogenannte “Zukunftssicherung” im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge. Es geht hier um Kleinbeträge,  jedoch eröffnet dieses Modell, welches auch für Apotheken hervorragend umsetzbar ist, für Sie als Unternehmer wie auch für Ihre Mitarbeiter/innen eine Reihe von Vorteilen.

Gemeint ist die sogenannte Zukunftssicherung gemäß §3 Abs. 1  Z 15 EStG oder auch Direktversicherung genannt.

Die Apotheke bietet Ihren Mitarbeitern eine Direktversicherung als eine freiwillige Sozialleistung an. Es werden bis max. 25,- Euro monatlich (300,- euro jährlich)  in einen speziellen Vorsorgevertrag einbezahlt. Der Mitarbeiter bzw. die Mitarbeiterin spart sich die Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträge. D.h. es wird Brutto für Netto angespart. Die Apotheke spart sich die Lohnnebenkosten im Vergleich zu einer Gehaltserhöhung.

Was sind die Vorteile für die Mitarbeiter/in?

  • Vorsorge brutto für netto – hohe Steuerersparnis
  • Auszahlung vollkommen steuerfrei
  • keine Vorgaben welche Auszahlungsform
  • Vertrag kann bei Beendigung des Dienstverhältnisses mitgenommen und weiterbespart werden
  • u.v.m.

Was sind die Vorteile für das Unternehmen, die Apotheke?

  • Prämienzahlungen sind Betriebsausgaben
  • keine Lohnnebenkosten, daher günstige Lohnerhöhung
  • individuelle und einfache Anwendung (z. B. alle PKA`s bekommen diese freiwillige Sozialleistung))
  • Ansehen in der Bevölkerung steigt
  • Mitarbeiterbindung von guten Kräften
  • einfaches Handling
  • u.v.m.

Es gibt verschiedenste Möglichkeiten diese Form der freiwilligen Sozialleistung im Unternehmen zu implementieren und die Vorteile in Anspruch zu nehmen. Der Weg dazu führt über ein kurzes Beratungsgespräch mit einem Experten.

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Hauser Wolfgang

Wieviel Eigenkapital bei der Apotheken-Gründung?

von Hauser Wolfgang am 16.10.2013 in Finanzierung & Finanzdienstleistung, Gründerservice & Apo-Übernahme

Die Eigenkapital – Anforderungen an die Apotheken-Käufer werden zunehmend größer. Dies liegt einerseits an den immer höheren bzw. grenzwertigen Kaufpreisen und andererseits an der Tatsache, dass Banken die Sicherheit in einem Apotheken-Investment nach unten korrigiert haben.

Dies führt am Finanzierungsmarkt dazu, dass die Anzahl an Banken, welche sich um Apotheken-Finanzierungen bemüht haben, signifikant abgenommen hat. Die noch interessierten Banken verlangen reichlich nach Eigenmittel

Ist es nun unmöglich ohne Eigenkapital eine Apotheke zu erwerben?
Wenn man mit den richtigen Worten mit der richtigen Bank spricht, dann ist dies sehr wohl noch möglich. Unsere tägliche Praxis beweist dies immer wieder aufs Neue.

Aber selbst wenn Sie ausreichend Eigenkapital zur Verfügung hätten, würde sich immer noch die Frage stellen, inwieweit es überhaupt sinnvoll ist die Eigenmittel einzubringen? Nun, in dem Moment, wo Sie die Eigenmittel aus Ihrer Anlage (zB: Sparbuch) abziehen, können Sie auch keinen Zinsertrag mehr generieren. D.h., Sie reduzieren auf der einen Seite den Kreditbedarf (zahlen also weniger Kreditzinsen) und auf der anderen Seite haben Sie entgangene (Spar-)Zinsgewinne.

Die Kreditzinsen helfen Ihnen das steuerliche Ergebnis zu optimieren, was sehr vorteilhaft ist. 

Ob Sie nun die Eigenmittel (wenn vorhanden) einbringen wollen oder nicht, ist nicht nur eine mathematische Frage, sondern auch eine Frage der Persönlichkeitsstruktur.

In jedem Fall muss sich ein Business auch dann rechnen, wenn Sie die gesamte Kaufsumme mit Fremdkapital bestreiten. 

 

Mehr dazu auch im Videokurs: „Die 11 fatalsten Fehler bei der Apotheken-Gründung!“

 

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Wilke Jens

Hochpreis-Arzneimittel als Liquiditätsfalle

von Wilke Jens am 12.09.2013 in Finanzierung & Finanzdienstleistung

30%, 40% punktuell bis zu 50% Ihres Kassenumsatzes erwirtschaften zahleiche Apotheken mit sogenannten HochpreisArzneimittel, also Arzneimittel mit hohem Umsatzvolumen aber geringem Deckungsbeitrag. Bei der Medianapotheke fallen rund 42.000 EUR pro Monat in diese Umsatzklasse pro Monat. Die Folge? Neben einem sinkenden Gesamtdeckungsbeitrag  (bei gleichzeitig steigenden Kosten) melden Apotheken zunehmend Probleme mit ihrer Liquidität.

Die Gründe hierfür liegen auf der Hand: kommt der Patient mit einem „Hochpreiser“ am Rezept im worst-case Anfang des Monats in die Apotheke, so hat die Apotheke nun neben dem gesetzlich vorgeschriebenen Auftrag der ordnungsgemäßen Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln nun zusätzlich und unfreiwillig eine Finanzierungs– oder besser gesagt Vorfinanzierungsfunktion. Denn während das Geld der Gehaltskasse in den ersten Tagen des Folgemonats am Geschäftskonto einlangt, müssen jene Hochpreiser, die nicht über den pharmazeutischen Großhandel geliefert werden, bereits nach wenigen Tagen bezahlt werden. Somit entsteht ein Vorfinanzierungszeitraum von bis zu 30 Tagen.

Apotheken, die bereits ohne Hochpreiser-Einfluss mit ihrem Geschäftskonto knapp an ihrer Rahmenlinie liegen, rutschen zunehmend tiefer in die teuerste Form der Finanzierung, den Kontokorrentkredit (horrend teuer insbesondere bei dessen Überziehung). Bei zu Teil nicht nachverhandelten Zinssätzen jenseits der 10%-Grenze wird rasch klar, dass der ohnedies geringe Deckungsbeitrag in diesem Umsatzsegment zusätzlich signifikant beschnitten wird.

Unsere Empfehlungen:

  1. Finanzierungskonditionen der Bank überprüfen und ggf. nachverhandeln.
  2. Hersteller-Zahlungskonditionen unter die Lupe nehmen (Bankeinzüge bei fehlenden Vorteilen streichen).
  3. Langfristige Strategien entwickeln, die Unabhängigkeit vom fremdgesteuerten Umsatz sichern.

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Hauser Wolfgang

Einlagensicherung – was unbedingt zu beachten ist

von Hauser Wolfgang am 17.07.2013 in Finanzierung & Finanzdienstleistung

Wieviel ist mit der Einlagensicherung abgesichert?
Grundsätzlich sind die Einlagen pro Einleger und pro Bank mit einem Höchstbetrag von 100.000 € gesichert.

Was fällt unter die Einlagensicherung?
Es fallen alle Arten von Einlagen/Guthaben, die auf verzinste oder unverzinste Konten (Sparkonten, Gehaltsskonten, Festgelder…) bei Kreditinstituten gutgeschrieben werden, unter die Einlagensicherung.

Was heißt pro Bank?
Pro Bank bedeutet, z.B.: Raiffeisensektor – es muss jeweils eine eigene Bank mit eigener Konzession sein. Das kann man am einfachsten über die Bankleitzahl ersehen. D.h. eigene Bankleitzahl ist eine eigene Konzession. Nicht als eigene Bank zu sehen – ist eine Filiale.

2 Personen sind bei einem Konto zeichnungsberechtigt – erhöht dies die Sicherung?
Die Zeichnungsberechtigung als zivilrechtlich eingeräumte Befugnis, über fremdes Vermögen – des Kontoinhabers – zu verfügen, erhöht die Einlagensicherung nicht, es bleibt bei 100.000 €

Einlagensicherung bei Unternehmen:
Diese sind ebenso pro Firma bis zu einem Höchstbetrag von 100.000 € gesichert.

Ausnahme große Kapitalgesellschaften?
Von einer großen Kapitalgesellschaft spricht man wenn mindesten zwei der nachfolgenden Größen überschritten werden:

– 18,25 Mio. Euro Bilanzsumme
– 38,5 Mio. Euro Umsatzerlöse in den zwölf Monaten vor Abschlussstichtag
– im Jahresdurchschnitt 250 Arbeitnehmer

Bei Personengesellschaften (KG oder OG) mit zwei oder mehreren Personen als Gesellschafter, werden die Werte bei der Berechnung zusammengefasst und als Einlage eines Einlegers behandelt. Hat eine Person mehrere Personengesellschaften, dann gelten 100.000 € pro Person und nicht pro Personengesellschaft.

Abschließend nochmals der Hinweis, dass Konten mit mehr als 100.000€ in den seltensten Situationen wirklich Sinn machen. Mehr Sicherheit erlangen Sie in dem Sie Ihr Vermögen auf mehr Anlagekategorien aufteilen. Also intelligent streuen.

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Wilke Jens

Businessplan – der Routenplan für erfolgreiche Apotheken (Teil 2)

von Wilke Jens am 03.04.2013 in Allgemein, Finanzierung & Finanzdienstleistung

Die Zeiten in denen Banken für Apotheken selbstredend großzügig Finanzierungen gewähren, gehören der Vergangenheit an. Einfach nur den sprichwörtlichen Schlüssel der übernommenen oder neu zu gründenden  Apotheke umzudrehen wird in vielerlei Hinsicht zukünftig zu wenig sein. Es geht um mehr. Es geht darum vorhandene Potenziale im Markt bzw. am Standort zu erschließen. Wer heutzutage eine bestehende Apotheke übernehmen will oder plant eine Apotheke neu zu gründen, braucht einen Plan – einen Businessplan.

Einen wesentlichen Teil des Businessplans bildet das Geschäftsmodell bzw. das Unternehmenskonzept: Das Geschäftsmodell bildet das Kernstück des Businessplans und veranschaulicht die Geschäftsidee sowie die Mittel und Wege, wie diese Idee erfolgreich umgesetzt werden kann.

Das Geschäftsmodell liefert Antworten u.a. auf folgende Fragen:

Welche Ziele verfolgt das Unternehmen?

Wie sehen Vision und Mission aus?

Wodurch positioniert sich das Unternehmen bzw. wie differenziert es sich? Wo liegt der sogenannte USP (Unique Selling Proposition)? Was ist das Neuartige und Nutzbringende?

Was ist die klare (nicht sofort kopierbare) Kernkompetenz des Unternehmens?

Worin besteht langfristig die Wertschöpfung des Unternehmens – womit soll das Unternehmen langfristig Geld verdienen?

Wie sollen die Ziele erreicht werden?

Wie sieht die Strategie zur Zielerreichung aus?

 

Ein Geschäftsmodell wird nur dann von Erfolg gekrönt sein, wenn es einen klaren und eindeutigen Kundennutzen in einem langfristig erfolgversprechenden Markt bietet. Gerade bei Apotheken mit hoher Sortimentsüberschneidung wird es zukünftig wichtig sein, sein Geschäftsmodell gut zu planen, um Projekte erfolgreich umzusetzen.

Wie man an eine Umfeldanalyse bzw. eine Analyse des Zielmarktes durchführt, werden wir in einer der nächsten Ausgaben unseres Newsletters behandeln.

 

 

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Hauser Wolfgang

Kaufpreise von heute sind die Insolvenzen von morgen

von Hauser Wolfgang am 19.09.2012 in Finanzierung & Finanzdienstleistung

Ein berühmtes Sprichwort bringt es sehr schön auf den Punkt: „Der Krug geht solange zum Brunnen, bis er bricht!“

Die zum Teil vereinbarten Kaufpreise bei Apotheken sind defacto unfinanzierbar. Da hilft auch die derzeitige Niedrigzinsphase nicht. Warum finanzieren dann Banken immer noch derartige Projekte? Weil es sich in den Banken noch nicht wirklich herumgesprochen hat, dass es auch in Österreich bereits insolvente Apotheken gab bzw. gibt.

Kaufpreise in abstruser Höhe erfordern, dass künftig „wirklich alles“ super läuft bzw. sich alles optimal entwickelt, damit es nicht in einer Insolvenz mündet! Das ist eine realitätsfremde Erwartungshaltung von der Zukunft. Eine kaufmännisch sorgfältige Herangehensweise ist dann zu erkennen, wenn die Konzeption auch eine nicht optimale Entwickung und auch Fehler aushält.

Viele der heute gekauften Apotheken sind bereits unmittelbar nach dem Start unweigerlich Richtung Insolvenz unterwegs. Dass gilt es zu verhindern, indem man sich eine „wirklich“ unabhängige Kaufpreisberechnung ausarbeiten lässt. Ein bescheidener finanzieller Einsatz für viel Sicherheit in der Zukunft!

Nicht umsonst heißt eine Jahrzenhnte alte Weisheit: „Der unternehmerische Erfolg liegt im Einkauf!“ Die Mutter aller Einkäufe ist der Apothekenerwerb an sich!

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Hauser Wolfgang

Indirekte Gehaltserhöhung für Mitarbeiter

von Hauser Wolfgang am 09.08.2012 in Finanzierung & Finanzdienstleistung

Jeder Mensch ist mit privaten Versicherungen konfrontiert. Manche sind sogar gesetzlich vorgeschrieben. (Kfz-Haftpflicht,etc.) 

Via  minipreisversichern.at (die Schwestergesellschaft der ApothekenCOACH OG) ist es ab sofort bequem online möglich, die günstigsten Versicherungstarife abzuschliessen. Da bekanntlich die Versicherungstarife enorme Unterschiede aufweisen, ist es nicht verwunderlich, dass 90% der Versicherungsnehmer viel zu viel für die Versicherungsprämien bezahlen. Monatlich 50 bis 100 EUR Einsparungen sind keine Seltenheit.

Dieses Einsparungspotential hat die gleiche Wirkung wie eine direkte Gehaltserhöhung.

Schauen Sie mal rein in das ultimativen Online-Vergleichs-Tool.

Sie benötigen Hilfe?
Gerne unter:   anfrage@apothekencoach.com 

 

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Hauser Wolfgang

Wenn bestimmte Steuerberater für Apotheker Finanzierungsverhandlungen führen

von Hauser Wolfgang am 12.07.2012 in Finanzierung & Finanzdienstleistung

Dann fühlt sich das für viele hilfesuchenden Apotheker recht gut an. Sollte es aber nicht.

Wenn bestimmte Steuerberater vollmundig zum Besten geben, dass sie seit nunmher 20 Jahren für Apotheker Finanzierungsverhandlungen bei den Banken führen, dann bringen jene einzelnen Steuerberater im gleichen Atemzug zum Ausdruck, dass sie das österreichische Gewerberecht seit 20 Jahren missachten und daher unrecht agieren. Nein, ein Steuerberater ist nicht befugt für Klienten Finanzierungsverhandlungen in den Banken zu führen. Ein Unternehmensberater ebenso wenig. Natürlich haben einzelne Steuerberater viel Ahnung von Finanzierungen, aber deshalb sind sie noch keine Finanzierungsexperten.

Der Gesetzgeber hat sich etwas dabei gedacht, als er ausschließlich den gewerblich befugten, weil geprüften Vermögensberater dazu berechtigte.

Wenn bestimmte Steuerberater, dann auch noch darauf hinweisen, dass sie nichts für diese Dienstleistung verrechnen würden, dann beleidigen diese die Intelligenz aller Apotheker. Denn, dass in diesem Fall ein Steuerberater mit seiner Finanzierungsdienstleistung massiven Einfluss nimmt bei vielen apothekenspezifischen Bereiche, wie z.B. der Wahl des Großhändlers (Ausfallsbürgschaft, etc.) ist auch ein Fakt. Und dass sich der beglückte Großhandel zu revanchieren weiß ist auch klar. Das nennt man dann „Umwegrentabilität“ für den Steuerberater! Lesen Sie dazu auch folgenden Beitrag: „Rentabilitätsfallen für Apotheken (Steuerberater?)“

Natürlich ist auch die Haftungsfrage eine wesentliche. Wenn die Dienstleistung quasi unentgeltlich erbracht wird, kann man schwer haftungsrelevante Ansprüche daraus ableiten.

Was passiert eigentlich mit Menschen, die sich als Anwälte ausgeben ohne entsprechende Legitimation?
Was passiert eigentlich mit Menschen, die sich als Ärzte ausgeben ohne entsprechende Legitimation?

Selbstredend.

Die Anforderungen an Finanzierungen sind heute ganz andere als noch vor ein paar Jahren. Die Banken haben in den vergangenen Jahren viel dazugelernt. Gelernt, wie sie die Kreditnehmer (auch Apotheker) nach ein paar Jahren der Kreditlaufzeit elegant und effizient piesacken können. Das muss nicht sein. Eine professionelle Kreditberatung und Begleitung hilft.

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Hauser Wolfgang

Wenn Banken ihre ungemütliche Seite zeigen

von Hauser Wolfgang am 04.06.2012 in Finanzierung & Finanzdienstleistung

Derzeit mehren sich die Meldungen aus den Apotheken, dass Banken zunehmend Druck auf die Apotheken ausüben. Dabei werden Apotheker nicht müde zu erwähnen, dass dies willkürlich und ohne entsprechenden Anlass geschieht.

Es werden Konditionen zu Lasten der Apotheker geändert.
Es werden Sicherheiten aufgestockt oder Besicherungen eingelöst bzw. aktiviert.
Oder schlimmstenfalls der offene Kredit überhaupt fällig gestellt.

Und all das ohne, dass sich der Kreditnehmer wehren könnte.

Einzelfälle? Nein, leider nicht.
Was viele Kreditnehmer unterschätzen ist, dass in Spannungssituationen mit der Bank ein Wechsel zu einer anderen Bank ebenfalls nicht möglich ist, weil die Bonität und die Liquidität zu diesem Zeitpunkt dafür nicht ausreicht.

Es gilt daher der finanziellen Unabhängigkeit (und das wird mit entsprechenden Cash & Liquiditätsmanagement erreicht) eine viel größere Beachtung beizumessen. Die Kreditwürdigkeit hängt nicht primär von den bereits bestehenden Kreditvolumen ab, sondern ist im entscheidenden Moment von den dann verfügbaren Rücklagen (Barmittel, Cash, etc.) abhängig. Die meisten Unternehmer sind jedoch anders gepolt. Schulden sollten möglichst rasch zurückgeführt werden. Dies führt zwar zu geringeren Kreditständen ABER eben auch zu keinerlei Aufbau von Liquidität. Davon ist dringendst abzuraten.

Wie intelligentes Liquiditätssmanagement funktioniert ist durchaus anspruchsvoll. Wir helfen Ihnen gerne.

 

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Hauser Wolfgang

Liquiditätsplanung als Herausforderung

von Hauser Wolfgang am 18.11.2011 in Finanzierung & Finanzdienstleistung

Die Liquiditätsplanung gehört unbestritten zur Königskategorie der Unternehmeraufgaben. Beim Auto ist es der Treibstoff und beim Unternehmen ist es die Liquidität. Ohne Sprit kommt auch das ausgereifteste und bestkonzipierteste Auto nicht weg vom Fleck. Genauso ergeht es allen Unternehmen, welche nicht über genügend Liquidität verfügen. Grund genug das Liquiditätsmanagement nicht dem Zufall zu überlassen. Illiquidität ist wie ein Virus, der die Power und Leistungsfähigkeit des Unternehmens bzw. der Apotheke attakiert. Dies führt am Beginn zu unangenehmen Abhängigkeiten und letztendlich meist zur Manövrierunfähigkeit.

Großhandelskredite, Betreibsmittelkredite, Erweiterung des Gesellschafterkreises usw. sind untrügliche Zeichen für eine falsche Entwicklung im Liquiditätsbereich. Wehret den Anfängen.

Für viele Unternehmer ist das Liquiditätsmanagement oft negativ behaftet, weil dies meist nur dann am Plan steht, wenn das notwendige Kapital wieder einmal fehlt. In so einem Fall kommt natürlich Stress auf, da der Aufwand für die Problemlösung Kraft kostet und unangenehm ist. Selbstverständlich ist es ratsam entsprechende Vorsorge zu treffen, damit es gar nicht so weit kommt. Dies erfordert die Bereitschaft, sich diesem Thema kontinuierlich zeitlich zu widmen.

Künftige Ausgaben, bevorstehende Investitionen in die Infrastrutur und in Expansionsmaßnahmen, Berechnung von Rücklagen für Worst-Case-Szenarien u.a.m. sind ständig neu zu bewerten und ggf. anzupassen. Es gibt kaum einen Tätigkeitsbereich im Unternehmen bzw. in der Apotheke, der es mehr verdienen würde die kontinuierliche Aufmerksamkeit zu erhalten als die Liquiditätsplanung bzw. das Liquiditätsmanagement. Der Unternehmenserfolg hängt von der Cleverness seiner Investitionen ab. Investitionen in Unternehmen müssen nicht nur finanzieller Natur sein, sondern sind u.a. auch zeitlicher Natur.

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Schneider Johannes

Abfertigung „ALT“ – Liquiditätsplanung – Auslagerung von Abfertigungsansprüchen

von Schneider Johannes am 05.08.2011 in Finanzierung & Finanzdienstleistung

Arbeitsverhältnisse, welche ab dem 01.01.2003 eingegangen worden sind, unterliegen automatisch der “Abfertigung NEU”. In diesem Fall werden mit der Zahlung von monatlichen Beiträgen (1,53% des Bruttogehaltes) in eine ausgewählte betriebliche Vorsorgekasse durch den Arbeitgeber alle Abfertigungsverpflichtungen erfüllt.

Dies ist nicht bei Arbeitnehmern, welche vor dem 01.01.2003 ein Arbeitsverhältnis begonnen haben. Hier gilt immer noch das System der “Abfertigung ALT”

Eine Abfertigungszahlung bedeutet immer eine erhebliche Liquiditätsbelastung. Zu großen Liquiditätsbelastungen kommt es, wenn z. B. mehrere Mitarbeiter gleichzeitig oder knapp hintereinander in Pension gehen.  Zum Thema wird es auch, wenn der Apotheker (Betriebsinhaber) selber in Pension geht, da spätestens zu diesem Zeitpunkt alle Ansprüche fällig werden. Daher ist eine entsprechende Vorsorge für die steigenden Abfertigungsansprüche dringend anzuraten.

Das einfachste ist, bestehende Abfertigungsverpflichtungen gänzlich auf eine private Versicherung auszulagern. (Erlass des BMF zur Rz 3369a der EStR 2000). Dabei schließt der Unternehmer für alle oder auch einzelne Mitarbeiter/innen eine Abfertigungs-Direktversicherung ab. Im Abfertigungsfall erhält der/die Mitarbeter/in direkt die Versicherungsleistung.

Die Abfertigungs-Direktversicherung bietet dem Arbeitgeber viele wesentliche Vorteile:

  • planbare und gleichmäßige Liquiditätsbelastung
  • die Prämien sind Betriebsausgaben
  • die Wertzuwächse der Versicherung müssen nicht Gewinnerhöhend aktiviert werden (nicht zu versteuern)
  • keine Versicherungssteuer (derzeit 4%) ist zu bezahlen
  • Verbesserung der Bilanzoptik – da keine Rückstellungsbildung mehr notwendig ist
  • keine Zustimmung der Mitarbeiter/innen erforderlich
  • Scheidet der Mitarbeiter ohne Ansprüche aus oder wurde zu viel Kapital angespart, ist das angesparte Kapital nicht verloren, da dieses an den Unternehmer zurückfließt.
  • u.v.m.

Es lohnt sich dieses Thema anzugehen. Meistens kommen die Zahlungen (Abfertigungen) zum ungünstigsten Zeitpunkt auf den Apotheker bzw. Unternehmer zu, wenn dafür nicht vorgesorgt wurde.

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Hauser Wolfgang

Was die Griechenlandkrise für Apotheken bedeutet

von Hauser Wolfgang am 05.07.2011 in Finanzierung & Finanzdienstleistung

Die Griechenlandkrise stellt den EURO – Raum ordentlich auf die Probe. Dass diese Krise Auswirkungen auf unterschiedlichste Weise auf die Euroländer haben wird ist unbestritten. Interessant dabei, ist die Beantwortung der Frage: „Wie wirkt sich das auf die Apotheken aus?“

Die Griechenland-Krise ist genauso wie die EURO-Schwäche hauptsächlich einer immensen Überschuldung der Staatshaushalte zu verdanken.

Die Staatschulden haben ein Niveau erreicht, welches nicht mehr ohne Konsequenzen bleiben kann. Alleine die Zinslast führt zur Handlungsunfähigkeit eines Landes. Im Grunde verhält es sich genauso wie beim Übergewicht des Menschen. 10Kg Übergewicht sind nicht lustig aber bewältigbar. Mit 40 Kg Übergewicht gibt es mit Sicherheit bereits viele Einschränken im täglichen Leben. Aber was ist bei 100 Kg? Oder bei 150 Kg? Irgendwann ist definitiv “Schluss mit lustig” und nichts geht mehr! Stellen Sie sich die Staatsverschuldung wie einen Menschen vor mit 200 Kg Übergewicht und Sie wissen was es geschlagen hat!

Natürlich kann der Abbau der Staatsverschuldung durch eine lange und konsequente Diät erreicht werden. Durch diätetische Maßnahmen wie die “Senkung der Staatsausgaben“, “Erhöhung der Steuer“, usw.! Aber warum eine anstrengende Diät machen, wenn man das Problem auch mit einer Operation aus der Welt schaffen kann!? Die Geschichte hat uns gelehrt, dass im Zweifelsfall immer der leichtere bzw. einfachere Weg beschritten wird. Und dieser ist nun einmal die Anhebung der Inflation.

Das war die schlechte Nachricht. Nun aber die gute Nachricht. Historisch betrachtet wird die Inflation gewisse Branchen zu Verlierern machen und einige zu den Gewinnern. Die Apotheken werden als Grundversorger eindeutig zu den Gewinnern zählen. Also, Apotheken brauchen ebensowenig wie Immobilienbesitzer oder Grundnahrungsmittelerzeuger keine Angst vor einer Anhebung der Inflation haben.

Übrigens, stieg laut Statistk Austria die Inflation in Österreich im vergangenen Monat bereits auf 3,8%.

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