Artikel in Kategorie Finanzierung & Finanzdienstleistung

Hauser Wolfgang

Wie sinnvoll ist eine schnellere Kreditrückführung?

von Hauser Wolfgang am 27.08.2018 in Finanzierung & Finanzdienstleistung

Bald sind es zehn Jahre, seit dem die Zinssätze für Kredite auf historisch geringem Niveau sind. So lange bereits, dass viele Kreditnehmer sich an die “normalen” Kreditzinshöhen (=6% p.a.)  nicht mehr wirklich erinnern können. Zehn Jahre in dem die Kreditnehmer viel weniger für die Bedienung des Kredites aufwenden mussten als eigentlich geplant. Zehn Jahre lang Zeit sich diese eingesparten monatlichen Mittel auf die Seite zu legen. Viele clevere Kreditnehmer haben genau das gemacht und für viele stellt sich nun die Frage, ob es den sinnvoll ist “Teiltilgungen” vorzunehmen, bzw. Teile des Kredites vorzeitig zurückzuzahlen?

Das Kreditobligo (aktuelle Kredithöhe) zu reduzieren ist so lange kein Fehler, als dabei nicht alle finanziellen Rücklagen eingesetzt werden. Aus Übermotivation heraus machen aber einige genau diesen Fehler. Als grobe Richtschnur empfehle ich Ihnen Rücklagen in Höhe von ca. betrieblich 100.000 EUR und zusätzlich privat 50.000 EUR (bzw. gesamt 150.000 EUR) nicht für die vorzeitige Rückführung zu verwenden. Damit sind Sie immer auf der sicheren Seite. Wenn Sie beispielsweise über Rücklagen von 250.000 EUR verfügen dann können Sie davon problemlos 100.000 EUR vorzeitig für die Rückführung einsetzen.

Mit der Verringerung des Kreditstandes reduziert sich auch die Zinszahlung. Also die Kreditkosten.

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Schneider Johannes

Langfristige Vorsorge in Gold

von Schneider Johannes am 24.05.2018 in Finanzierung & Finanzdienstleistung

Was ist der Unterschied zwischen Geld und Gold? Geld ist vergänglich, es verliert über die Jahre an Wert. Gold hingegen bewahrt die Kaufkraft. Seit tausenden Jahren haben die Menschen dem Gold höchsten Wert beigemessen. Die längste Lebensdauer einer Papiergeldwährung liegt bisher bei etwa 200 Jahren (US Dollar). In dieser Zeit hat die Währung allerdings ca. 95% seines Wertes verloren.

Gold ist knapp, die Nachfrage danach steigt jedoch kontinuierlich. Dabei geht es nur untergeordnet um die Herstellung von Schmuck oder Luxusgütern. Viele Hightech-Geräte oder Speichermedien enthalten ebenso Gold. In der Industrie wird Gold benötigt. Der wachsende Bedarf an Gold garantiert somit nicht nur den Werterhalt, sondern darüber hinaus auch eine Wertentwicklung.

Gold ist seit Jahrtausend Maßstab für einen Wert, es verliert nicht an Wert.  Gold wurde schon von den alten Ägyptern, Römern, Azteken und Chinesen höher als jeder andere Wertgegenstand geschätzt. Etwa 620 vor Christus entstanden bereits die ersten Goldmünzen. Seit tausenden von Jahren hat sich die Beliebtheit und der Wert von Gold nicht verändert.

Dies sollte uns zum Nachdenken bringen, wenn wir über langfristige Vorsorge bzw. Veranlagung nachdenken

Welche geeigneten Möglichkeiten stehen generell für die langfristige Vorsorge zur Verfügung?

  • Versicherungslösungen (z.B. Lebensversicherungen)
  • Investitionen in Immobilien (Anlegerwohnungen)
  • Investition in die eigene Apotheke

Und als Ergänzung die langfristige Investition in Gold. Fakt ist, dass Gold als äußerst wertbeständiges und krisensicheres Edelmetall jeder Wirtschaftskrise, Währungsreformen oder auch einem Staatsbankrott standhält.

Es stellt sich dabei nur die Frage, wie bzw. in welcher Form Edelmetall bzw. Gold angespart oder gekauft werden soll. Möglichkeiten des Kaufes gibt es sehr viele – Kauf über Goldhändler, Kauf über eine Bank, Fondssparpläne indirekt oder über Investmentfonds.  Jeder dieser Wege hat seine Vor- und Nachteile bzw. ist eine sehr individuelle Angelegenheit und sollte am besten mit einem Experten besprochen werden.

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Hauser Wolfgang

Umschuldung der Apothekenfinanzierung – jetzt

von Hauser Wolfgang am 27.03.2018 in Finanzierung & Finanzdienstleistung

Der Großteil der Apotheken ist naturgemäß mit der Abstattung eines Darlehens beschäftigt. Daran ist im Grunde auch nichts auszusetzen. Welches Unternehmen kann schon ganz auf Fremdkapital verzichten? Sehr wenige.

Oft liegt die Darlehensaufnahme schon Jahre zurück und die Bedingungen bzw. Konditionen sind meist nicht mehr wettbewerbsfähig. Man hat sich daran gewöhnt eine gewisse Kreditrate aufzubringen und übersieht unter Umständen dabei, dass man inzwischen viel zu viel bzw. mehr als notwendig für die Darlehensrückführung aufbringt. Die Zinsen sind historisch gering und bieten eine ideale Voraussetzung, die Darlehenskosten erheblich zu senken. Leider geben sich viele Unternehmer viel zu schnell mit durchschnittlich attraktiven Konditionen zufrieden oder wissen überhaupt nicht konkret über die aktuelle Wettbewerbsfähigkeit der eigenen Konditionen bescheid.

Dabei leben wir in Zeiten in denen durch die exzessive Geldmengenausweitung der EZB (=Geld drucken), die Banken praktisch händeringend nach Kreditnehmern Ausschau halten. Ideales Umfeld auch für Umschuldungen. Die aktuelle Bank wird nicht proaktiv auf Sie zukommen und Ihnen bessere Konditionen anbieten. Die Initiative muss schon von Ihnen ausgehen. Oder besser Sie lassen sich von jemanden helfen. So zB. von ApothekenCOACH.

Von wieviel Einsparungspotential reden wir hier eigentlich?

Nun, lassen Sie es mich nicht in %-Sätzen zum Ausdruck bringen, sondern in Umsatzsteigerung, welche notwendig wäre um den gleichen Ertragseffekt zu erreichen. Bei einer Median-Apotheke liegt das meinen Erfahrungen nach bei 70.000 bis 120.000 EUR im Jahr. Oder eine viel raschere Beendigung des Darlehens.

Eine Überprüfung der aktuellen Finanzierung ist in jedenfalls gewinnbringend. Unter dem Motto:
1. Analysieren
2. Wissen
3. Optimieren

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Wilke Jens

EuGH-Entscheidung – was sind die Folgen?

von Wilke Jens am 19.07.2016 in Allgemein, Analysen, Finanzierung & Finanzdienstleistung

Man kann dem Beschluss des Europäischen Gerichtshofs vom 30.06.2016 von vielen Seiten betrachten. Mag sein, dass die ersten Reaktionen am Markt überzogen waren. Mag sein, dass es “alles nicht so heiß gegessen wie gekocht wird” und es eine typisch österreichische Lösung geben wird – eines ist jedoch klar: der EuGH-Beschluss wird Veränderungen bringen. Veränderungen zunächst bei der Umsetzung in die nationale Gesetzgebung (wie schnell auch immer diese Umsetzung und in welcher konkreten Form auch immer), aber auch andere weitreichende Veränderungen – und zwar am im “daily business” unseres Apothekenmarktes – und das ab dem Bekanntwerden des Beschlusses – also bereits im Hier und im Jetzt.

Denn egal wie und in welcher Form der Beschluss auf europäischer Ebene nun in nationales Gesetz überführt wird, er hat zwei wesentliche Folgen:

  1. Unsicherheit am Apothekenmarkt und damit einhergehend
  2. fehlende Planbarkeit für alle Systempartner im Apothekenbereich

 

Was heißt das nun konkret?

Jeder Markt und sicher auch der Apothekenmarkt ist seit jeher Veränderungen unterworfen gewesen. Egal ob Versandhandel, Abwanderung von Sortimentsbereichen in andere Vertriebskanäle oder sinkende Margen im Kassenbereich, u.s.w. – diese Veränderungen gibt es und sie wird es auch weiterhin geben. Die nun anstehende Veränderung der Bedarfserhebung schlägt jedoch ein neues und meines Erachtens deutlich weitreichenderes Kapitel auf. Denn die bisherige Regelung der Bedarfsprüfung fußte auf klar messbaren und weitgehend nachvollziehbaren Kriterien – damit gab es innerhalb einer entsprechenden Bandbreite weitgehende Planungssicherheit für alle Marktteilnehmer und deren Partner. Dies ist nun (vorerst) Geschichte.

Die Planungssicherheit schwindet nun signifikant – mit fünf prognostizierbaren Konsequenzen.

1. Der Geschäftswert von Apotheken wird sinken

Die Zeiten in denen für Apotheken 130% (Bemessungsgrundlage hochpreiserbereinigter Jahresumsatz) und mehr bezahlt wurden, sind vermutlich vorbei. Bis dato war Finanzierbarkeit solcher Projekte bei entsprechend hoch angesetzter Potenzialvorstellung vom Projekt und Langfristigkeit der Finanzierung (in der Regel meist 15 Jahre) darstellbar. Projekte müssen sich zukünftig rascher und betriebswirtschaftlich mit mehr Luft (auf Basis der Variabilität in der Standortfrage) rechnen lassen. Alles andere grenzt betriebswirtschaftlich gesehen an russisches Roulette.

2. Die Finanzierung von Apothekenprojekten wird schwieriger

War es bis dato durchaus üblich auch große Apothekenprojekte mit keinem oder nur geringem Eigenkapitalanteil zu finanzieren, so wird dies zukünftig wohl nur noch schwer und in wenigen Einzelprojekten umsetzbar sein. Während Unternehmer chancenorientiert handeln, denken Banken risikoorientiert und die aktuellen Veränderungen am Markt erhöhen die Risiken für die finanzierende Banken deutlich (gerade mit den bisher üblichen längeren Finanzierungszeiträumen von 15 Jahren). Eine mögliche Verkürzung der Finanzierungslaufzeit auf 10 Jahre oder weniger macht viele Projekte allein schon auch aus Sicht der Liquidität nur noch schwer finanzierbar. Die Rolle des Großhandels und seine bisher als marktüblich geltende Funktion als Ausfallsbürge wird vermutlich auch neu definiert – ganz sicher ist aber, dass auch der pharmazeutische Großhandel Projekte bereits in der Rolle des Ausfallsbürgen noch genauer und kritischer evaluieren wird als bisher. Eine Reduktion der Höhe der Ausfallsbürgschaft ist denkbar und wird die Rahmenbedingungen für die Finanzierung von Apothekenkaufprojekten zusätzlich anspannen.

3. Detaillierte Projektevaluationen und Machbarkeitsstudien werden noch wichtiger

Wer zukünftig darüber nachdenkt eine bestehende Apotheke zu kaufen, ist gut beraten das Projekt sehr fundiert evaluieren zu lassen. Detaillierte Geomarketinganalysen sowie eine von Marktkennern erstellte realistische (!) Planrechnung inklusive einer Liquiditätsbetrachtung und realistischen nun niederer angesetzten Firmenwertentwicklungen sollten fixer Bestandteil einer Projektmachbarkeitsstudie sein – denn spätestens bei der Bank wird diese gefordert werden – und das detaillierter und kritischer als bisher.

4. Mehr Chancen auf Neugründungen

Kein Schatten ohne Licht… Man kann davon ausgehen, dass sich aufgrund der EuGH-Entscheidung neue Chancen für Neugründungen ergeben werden. Vermutlich vermehrt im ländlichen Raum, d.h. wer örtlich flexibel ist, wird zukünftig mehr Chancen haben, sich an attraktiven Standorten selbständig zu machen. Die unter Punkt 3 genannten Kriterien gelten klarerweise auch für Neugründer.

5. Der betriebswirtschaftliche Fokus wird noch wichtiger

Egal ob aus der Position bestehender Apotheken oder auch Sicht derjenigen, die den Schritt in die in die Selbständigkeit planen – es wird noch wichtiger werden, den Blick für die betriebswirtschaftlichen Komponenten der Apotheke zu schärfen. Auf strategischer Ebene gilt es dabei, das vorhandene Standortpotenzial und dessen Ausschöpfung zu analysieren, über mögliche Betriebsstättenverlegungen nachzudenken und die eigene Ausrichtung der Apotheke inkl. vorhandener Alleinstellungsmerkmale (Entwicklung und Kommunikation an den Kunden) verstärkt zu erarbeiten und umzusetzen. Aus operativer Sicht gilt es, den Apothekenbetrieb möglichst effizient aufzustellen, die betriebswirtschaftliche Luft wird noch dünner, d.h. auch das Kostenmanagement ist entsprechend zu forcieren – und das Ganze bei Erhalt der pharmazeutischen Qualität an der Tara… Ein Spagat, der für alle Beteiligten viele Herausforderungen bereit hält.

Alles Gute hierbei wünscht Ihnen

Ihr Jens Wilke

If there’s one thing that’s certain in business, it’s uncertainty.
Stephen Covey, Autor

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Hauser Wolfgang

Liquiditätsspritze für Ihre Apotheke

von Hauser Wolfgang am 12.05.2016 in Finanzierung & Finanzdienstleistung

Die vergangenen Quartale haben bei Österreichischen Apotheken Spuren hinterlassen. Die Rahmenbedingungen und Margen haben sich nicht zum Vorteil für die heimischen Apotheken entwickelt. Dieser Trend wird sich künftig noch intensivieren.

Es ist daher wenig verwunderlich, dass immer mehr Apotheken mit Liquiditätsproblemen zu kämpfen haben. Oft sind die Banken und Lieferanten als mögliche hilfreiche Bezugsquelle bereits ausgeschöpft und es fehlen zunehmend die Mittel das Unternehmen zu organisieren und aufrecht zu halten.

Hier ist rasche und unkomplizierte Hilfe notwendig! Wie? Ganz einfach! Sie melden sich absolut unverbindlich und direkt bei mir. So wie bereits zahlreiche andere ApothekerInnen vor Ihnen, werde ich mich Ihrem Anliegen in höchstem Maße diskret und mit 100%-iger Verschwiegenheit widmen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass in allen Fällen eine rasche und unkomplizierte Hilfe erfolgen konnte.

Scheuen Sie sich nicht mich direkt zu kontaktieren: wolfgang.hauser@apothekencoach.com.

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Hauser Wolfgang

Warum Apotheken-Verpachtungen zunehmen werden

von Hauser Wolfgang am 19.04.2016 in Finanzierung & Finanzdienstleistung

Was bleibt dem Verkäufer beim Verkauf einer Apotheke letztendlich netto übrig? Vom Bruttoverkaufspreis müssen noch eventuell bestehende Verbindlichkeiten (zB Darlehen) abgezogen werden und die Steuern sind zu begleichen. Naturgemäß sieht das bei jedem Apothekenverkauf etwas anders aus. Bei einer Median-Apotheke können schon einmal 1,5 Mio. EUR netto übrig bleiben.

Wie groß ist nun die Wahrscheinlichkeit, dass sich dieses stolze Kapital in den kommenden Jahren vermehrt? Viele betroffene Apotheker wären im Rückspiegel betrachtet bereits froh, wenn es nicht weniger geworden wäre. Viele wenden sich bei einer derart großen Summe an Berater bzw. an die Bank. Große Summen werden gerne aus Sicherheitsgründen auf mehrere Anlagekategorien gestreut. All zu große Streuung ist dann auch nicht ideal, weil sich dann mit Sicherheit auch Rohrkrepierer darunter befinden, welche dann die Gesamtertragssituation empfindlich belasten können.

Ein Blick in die nahe Zukunft lässt auch nicht hoffen, dass dies einfacher wird. Es ist hoch wahrscheinlich, dass die Veranlagung von Vermögen zunehmend komplexer und auch risikobehafteter wird (siehe Artikel).

Der Rückzug aus der Apotheke muss nicht zwingend mit dem Verkauf der Apotheke einhergehen. Auch die Verpachtung kann ein Weg sein. Mit der Verpachtung wird in der Regel ein fixer Pachtzins vereinbart, welcher sich nicht am letztendlichen Betriebserfolg (=Betriebsergebnis, etc) orientiert sondern am Umsatz. Der Verpächter lukriert eine lediglich vom Umsatz abhängige und somit nahezu fixe Verzinsung seines Investments (= der Apotheke) Bei steigendem Umsatz steigt auch die Verzinsung und es erhöht sich auch die Stamm-Substanz des Investments = der Unternehmenswert. Der Verpächter erzielt attraktive passive Zinserträge, ohne selbst in der Apotheke arbeiten zu müssen. Gerade weil es durch die katastrophale Finanzpolitik der großen Volkswirtschaften zu enormen Verwerfungen (Minuszinsen, echte Inflation, geschickte Enteignungsaktionen von Wohlhabenden) am Anlagesektor kommt wird es nur sehr schwer möglich sein das Nettovermögen unvermindert zu erhalten.

In meiner Beratungspraxis vernehme ich eine deutlich gestiegene Nachfrage an Informationen rund um die Verpachtung. Die durch die Verpachtungen eingeleitete Verknappung der verfügbaren bzw. kaufbaren Apotheken und die anhaltende Niedrigzinspolitik werden mittelfristig den Verkaufspreis von Apotheken weiter steigern.

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Hauser Wolfgang

Was die niedrigen Zinsen für die Finanzierbarkeit einer Apotheke bedeuten

von Hauser Wolfgang am 17.03.2016 in Finanzierung & Finanzdienstleistung

Seit nunmehr über fünf Jahren erfreuen sich die Kreditnehmer an historisch geringen Kredit-Zinsen. In den 40 Jahren davor war die durchschnittliche Kreditzinsbelastung ca. 6,0% p.a.! Auch 2008/2009 war die Zinsbelastung der Kreditnehmer über 6,0%! Das ist gar nicht solange her und dennoch scheint es eine Zahl aus längst vergangener Zeit.

Der aktuelle Vorteil für eine Median-Apotheke mit bspw. ca. 2,0 Mio. Kreditvolumen beläuft sich auf ca. 70.000 EUR pro Jahr! Dies ist ein unglaublicher Anteil am EGT (=Betriebsergebnis + Finanzergebnis) bei vielen Apotheken. Minimal verzinst ergibt ein solcher jährlicher Mehrertrag immerhin eine Million EUR nach ca. elf Jahren. Oder es ist eine ausgezeichnete Möglichkeit Teiltilgungen vorzunehmen und den Kredit vorzeitig zu verabschieden.

Eine der interessantesten Perspektiven dieser niedrigen Zinsen ist die Finanzierbarkeit von höheren Kreditvolumina. Die Niedrigzinsen erlauben es, ca. 30% höhere Kreditbeträge bei gleich hoher Kreditrate zu finanzieren, als dies in den vergangenen Jahrzehnten der Fall war. Im Klartext: mit der gleich hohen Kreditrate kann man statt 1,0 Mio. EUR nun 1,3 Mio. EUR bewältigen.

Diese Tatsache führt u.a. auch dazu, dass die Preise bei Apothekenkäufen nicht geringer werden.

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Schneider Johannes

Der Aufbau von Liquiditätsreserven als oberstes Gebot

von Schneider Johannes am 17.03.2016 in Finanzierung & Finanzdienstleistung

Angesichts der extrem niedrigen Kapitalkosten (historisch tiefes Zinsniveau) wird man als Unternehmer sehr gerne dazu verleitet, das Betriebsergebnis im Vergleich zu vergangenen Jahren besser zu interpretieren als es tatsächlich ist. Niedrige Zinsen und möglicherweise beinhaltete buchmäßige Kursverluste führen häufig zu einem sehr guten Liquiditäts-Ergebnis. Trotzdem bzw. gerade deswegen sollte weiterhin großes Augenmerk auf den Aufbau von Kapitalreserven gelegt werden.

Steigender Frankenkurs bringt Liquiditätsnachteil

Im Vergleich zum Vorjahr ist der EUR/CHF-Kurs das erste Mal seit langer Zeit wieder gestiegen. Was grundsätzlich für alle Frankenkreditnehmer von Vorteil ist, denn das führt bilanztechnisch zu einem zusätzlichen buchmäßigen Gewinn. Dies löst wiederum eine höhere Steuerlast aus und in vielen Fällen wird eine entsprechende Steuer-Nachzahlung die Folge sein.

EUR/CHF-Kursentwicklung seit Aufhebung der Kursuntergrenze
Abb.1: EUR/CHF-Kursentwicklung seit Aufhebung der Kursuntergrenze

Zinsen werden auch wieder einmal steigen

Die niedrigen Zinsen sind prinzipiell ein großer Vorteil für alle jene Unternehmer, die mit Hilfe von Fremdfinanzierungen ihr Geschäft betreiben. Damit dieser Vorteil auch wirklich spürbar wird, gilt es eine einfache aber sehr wirkungsvolle Strategie anzuwenden.

Als Basis sollte der langjährige Durchschnittszinssatz für Finanzierungen herangezogen werden, welcher mit mindestens 4,0% (besser mit 6,0%) anzusetzen ist. Die sich daraus ergebende Differenz zum aktuellen Kreditzinssatz sollte nun konsequent – am besten monatlich – auf ein separates Ansparkonto umgebucht werden.

Auf diese Art und Weise kann man den konkreten Vorteil der niedrigen Finanzierungskosten direkt an dem angehäuften Vermögen ablesen und somit auch wirklich „spüren“.

Neben diesem Effekt ergibt sich ein weiterer großer Vorteil, wenn die Zinsen wieder einmal ansteigen. Tritt dies ein, dann ist man den höheren monatlichen Aufwand bereits gewöhnt und Liquiditätsengpässe gehören ein für alle Mal der Vergangenheit an.

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Schneider Johannes

Fixzinskredite für Unternehmer jetzt besonders interessant

von Schneider Johannes am 21.01.2016 in Finanzierung & Finanzdienstleistung

Die historische Niedrigzinsphase, in welcher wir uns aktuell befinden, bringt auch äußerst interessante Angebote für Fixzinskredite mit sich. Alle Unternehmer, die in nächster Zeit beabsichtigen eine längerfristige Finanzierung aufzunehmen bzw. bereits eine solche offen haben, sollten sich mit diesem Thema beschäftigen.

Planungssicherheit zu sehr günstigen Konditionen

Gerade bei Investitionen hängt die Gewinnvorausschau üblicherweise von vielen Variablen ab. Sehr häufig spielen dabei die voraussichtlichen Zinsen bzw. die erforderliche Kapitaltilgung einer Bankfinanzierung keine unwesentliche Rolle. Wenn diese nun fixiert werden kann, lässt sich eine wichtige Variable in eine Konstante umwandeln. Dies ist aktuelle sogar für Laufzeiten von bis zu 20 Jahren möglich.

Geringe Differenz zu variablen Zinssätzen

Die Feststellung, dass der Zeitpunkt im Augenblick besonders günstig ist, lässt sich an der Tatsache festmachen, dass der Leitzinssatz derzeit bei Null bzw. sogar leicht im Minusbereich liegt und es in der Historie Europas bzw. Österreichs so einen Fall bisher noch nicht gegeben hat. Ein weiterer Aspekt ist der relativ geringe Unterschied von fixen zu variablen Zinssätzen welcher zur Zeit nur ca. 1,0 bis 1,5% beträgt.

Fazit

Voraussichtlich wird die Niedrigzinsphase noch einige Zeit anhalten. Allerdings können die Zinssätze für längerfristig gebundenes Kapital schon früher zu steigen beginnen. Das bedeutet, dass wir möglicherweise nicht mehr allzu lange solche extrem günstigen Fixzinsangebote für Finanzierungen sehen werden. Selbstverständlich ist es auch möglich den Markt zu beobachten und erst bei konkreten Anzeichen auf einen fixe Verzinsung umzusteigen – doch dann könnte es schon zu spät sein für die besonders guten Konditionen.

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Hauser Wolfgang

Jetzt Zinssatz fixieren?

von Hauser Wolfgang am 16.11.2015 in Finanzierung & Finanzdienstleistung

Der Mensch gewöhnt sich gerne an das Angenehme, weniger jedoch an das Unangenehme. Bei den seit geraumer Zeit niedrigen Kreditzinsen ist es genauso. Die Vorteile von geringen Kreditzinsen sind überaus angenehm. Dies birgt jedoch auch Risiken. Denn in der Phase der Gewohnheit denken die wenigsten Kreditnehmer dran, dass sich das auch einmal ändern kann. Und auch schneller ändern kann als es dem einen oder anderen Kreditnehmer in den Sinn kommen würde.

Kreditnehmer haben mittlerweile vergessen, dass der durchschnittliche Zinssatz über mehr als 40 Jahren im Bereich von 6,0% gelegen hat. Dahin wird es auch eines Tages wieder gehen. Vielleicht soger darüber hinaus. Schließlich waren die 6,0% ein Mittelwert.

In Zeiten wie diesen kann es für Sie Sinn machen, einen Teil oder auch den gesamten Kreditbetrag in ein Fixzinsdarlehen zu ändern. Die Konditionen sind derzeit “noch” sehr attraktiv. Aus unternehmerischer Sicht macht eine Fixierung der Kreditzinsen in den kommenden 10 – 15 Jahren wirklich Sinn. Die Risiken lassen sich so signifikant reduzieren. Das Leben des Unternehmers birgt ohnedies genug Risiken ins sich. Viele Risiken lassen mit Cleverness auch eliminieren bzw. abbauen.

Erfolg durch antizyklisches Handeln. Werden Sie jetzt aktiv, wenn noch kaum jemand daran denkt.

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Ridißer Johann

Schweizer Franken Kredite – Update

von Ridißer Johann am 24.08.2015 in Finanzierung & Finanzdienstleistung

Der Euro-Franken-Kurs hat mittlerweile mit knapp 1,10 den höchsten Wert seit der Aufhebung der Untergrenze im Jänner diesen Jahres erreicht (siehe u.a. Chart). Nun stellt sich die Frage, ob dies der Beginn einer stärkeren Erholung sein könnte oder ob es sich möglicherweise nur um ein kurzes Strohfeuer handelt.

EUR CHF Kursentwicklung

Steigen der längerfristigen Zinsen als mögliches Indiz

Die These einer weiteren Erholung des Frankenkurses erhält durch das Ansteigen der langfristigen Zinssätze etwas an Unterstützung. Bestätigt sich dieser Trend, dann würde der Zinsunterschied zwischen Euro- und Franken-Veranlagungen ansteigen, weshalb der Wert der eidgenössischen Währung tendenziell geschwächt werden sollte. Abzulesen sind die steigenden langfristigen Zinsen beispielsweise an den Angeboten der Banken für Fixzinskredite mit Laufzeiten von 10 Jahren und mehr. Die diesbezüglichen Konditionen sind mittlerweile etwas schlechter (also höher) als noch vor einigen Wochen.

Das Anleihen-Kauf-Programm der EZB als Bremse

Solange das sog. QE-Programm (Quantitative Easing) der Europäischen Zentralbank läuft (voraussichtlich bis Herbst 2016), muss man davon ausgehen, dass dieses den EURO eher schwächen wird, was wiederum den möglichen Kursanstieg des Franken bremsen würde. Positiv wären die Auswirkungen der Anleihenkäufe erst dann, wenn diese zum beabsichtigten höheren Wirtschaftswachstum in der Eurozone führen würden und somit unsere Gemeinschaftswährung wieder an Wert zulegen könnte.

Fazit

Wie immer ist eine verlässliche Aussage über den weiteren Verlauf des Euro-Franken-Kurses nicht möglich. Tatsache ist aber, dass der EUR/CHF-Kurs seit dem Tiefpunkt im Jänner diesen Jahres (0,98) um ca. 10 Prozentpunkte gestiegen ist, was monetär ausgedrückt ca. EUR 15.000,- positiver Differenz (abhängig vom Einstiegskurs) pro 100.000,- EUR des ursprünglichen Kreditbetrages bedeutet.

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Ridißer Johann

Was könnte der “GREXIT” für den EURO bedeuten

von Ridißer Johann am 07.07.2015 in Finanzierung & Finanzdienstleistung

Griechenland steht derzeit im Mittelpunkt, wenn es um Diskussionen über die wirtschaftliche Weiterentwicklung in Europa und die Auswirkungen auf den EURO geht. Doch welche Folgen könnte die Rückkehr Griechenlands zur alten Drachme für die europäische Gemeinschaftswährung tatsächlich haben?

Griechenland ist aus wirtschaftlicher Sicht unbedeutend

Mit einem Beitrag von nicht einmal 1,5% zur Wirtschaftsleistung Europas ist Griechenland ein “BIP-Zwerg” unter den 28 EU-Staaten. Dementsprechend würden die ökonomischen Auswirkungen bei einem Ausstieg Griechenlands aus dem EURO mittelfristig kaum spürbar sein, auch wenn es kurzzeitig an den Börsen zu Turbulenzen kommen könnte.

Die Auswirkungen auf den EURO könnten spürbar sein

Kommt es tatsächlich zum sog. GREXIT, dann könnten die Auswirkungen auf den Wert des EURO tatsächlich spürbar werden. Unmittelbar nach Bekanntwerden einer solchen Entscheidung würde es höchstwahrscheinlich noch zu einem Wertverlust des EURO gegenüber den wichtigsten Weltwährungen kommen. Mittel- und langfristig sollte der Ausstieg eines wirtschaftlich schwachen Landes allerdings dazu führen, dass die europäische Gemeinschaftswährung gestärkt wird. Das hätte dann beispielsweise für Frankenkreditnehmer positive Auswirkungen.

Der GREXIT könnte eine Beispielwirkung erzeugen

Steigt Griechenland tatsächlich aus dem EURO aus, dann darf man davon ausgehen, dass dies eine Beispielwirkung auslösen würde. Das bedeutet, dass diese Möglichkeit dann auch für andere Staaten mit ähnlichen Problemen nicht mehr ganz ausgeschlossen werden muss, was wiederum Auswirkungen auf den EUR-Devisenkurs haben könnte. Mittel- und langfristig könnten die wirtschaftlichen Folgen aber eher positiv sein, weil Länder mit geringerer Produktivität nun nicht mehr mit allen Mitteln gezwungen werden müssten in der Gemeinschaftswährung zu bleiben und im Gegenzug der EURO durch die ökonomischen Großmächte gestärkt werden würde.

Auswirkungen für Österreich eher positiv

Nachdem wir das Glück haben in einem wirtschaftlich starken Umfeld zu leben, sollten die Auswirkungen für die Österreicher bei einem GREXIT eher positiv sein. Urlaubsreisen nach Griechenland zum Beispiel würden eher günstiger werden, weil mit einer starken Abwertung der neuen (alten?) griechischen Währung zu rechnen ist. Im Gegenzug sollte der EURO wieder an Wert zulegen, was auch sämtliche andere Importe aus NichtEUROStaaten günstiger machen könnte.

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Ridißer Johann

Guter Zeitpunkt für die längerfristige Fixierung von Kreditzinsen

von Ridißer Johann am 15.06.2015 in Finanzierung & Finanzdienstleistung

Die europäischen Leitzinsen für Finanzierungen liegen nach der neuerlichen Senkung zu Jahresbeginn am Nullpunkt bzw. sogar knapp darunter. Mittlerweile dauert die Phase der Nullzinspolitik schon mehr als sechs Jahre und kurzfristig ist auch kein Ende in Sicht. Dies sehen offensichtlich auch viele Banken so und manche offerieren aktuell besonders günstige Konditionen für längerfristige Zinssatzbindungen.

Die Zinssatzbindung sollte 10 Jahre oder mehr betragen

Besteht der Wunsch nach einer Fixierung des Kreditzinssatzes, dann ist es empfehlenswert von Banken Angebote mit einer möglichst langen Dauer der Bindung anzufordern. Bei langfristigen Finanzierungen mit einer Restlaufzeit von mehr als zehn Jahren sollte die Zins-Bindung mindestens zehn Jahre oder mehr betragen. Andernfalls ist die Wahrscheinlichkeit auf einen Vorteil aus der Fixzinsvereinbarung möglicherweise zu gering. Selbstverständlich kann es aufgrund der speziellen Situation eines Kreditnehmers auch sinnvoll sein, kürzere Fixzinslaufzeiten in Anspruch zu nehmen – beispielsweise dann, wenn eine vorzeitige Rückzahlung geplant ist.

Warum jetzt ein guter Zeitpunkt ist

Betrachtet man die aktuellen Angebote von Banken, kann man feststellen, dass es noch nie zuvor günstigere Konditionen für Fixzinskredite mit Laufzeiten von 10 Jahren und länger gegeben hat. Das hängt u.a. damit zusammen, dass wir am Anfang des Anleihen-Kauf-Programmes der EZB stehen. Wenn man davon ausgeht, dass damit die Wirtschaft langsam wieder in Schwung gebracht werden kann, dann sollten auch irgendwann die Zinsen wieder zu steigen beginnen. Glaubt man an dieses Szenario, dann ist es also nur eine Frage der Zeit bis die Zinsen wieder steigen. Auch Banken kalkulieren ihre Angebote auf Basis der voraussichtlichen Entwicklung. Sobald es kleine Anzeichen für eine zukünftige wirtschaftliche Erholung gibt, werden die Konditionen wieder schlechter.

Klauseln während der Fixzins-Phase beachten

Wie bei jeder Kreditvereinbarung sollte dem “Kleingedruckten” auch bei Fixzins-Angeboten von Banken besondere Beachtung geschenkt werden. Dies gilt im Speziellen für die Konditionen bei Sondertilgungen während der Fixzins-Phase. Diesbezüglich kann es große Unterschiede zwischen den Kreditinstituten geben. Aus diesem Grund ist das Einholen mehrerer Angebote verschiedener Banken empfehlenswert.

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Hauser Wolfgang

Lohnt sich wirtschaftlich ein Engagement in Apotheken heutzutage überhaupt noch?

von Hauser Wolfgang am 11.05.2015 in Finanzierung & Finanzdienstleistung

Rein wirtschaftlich betrachtet ist diese Frage gar nicht so schwer zu beantworten, denn die verantwortlichen Rahmenbedingungen sind äußerst attraktiv. Wie das?

1. Wenn Sie bereits eine Apotheke Ihr Eigentum nennen können, dann liefert Ihnen Ihre Apotheke regelmäßige kontinuierliche Erträge. Erträge die anderen Sparten nur sehr schwer und mit viel höherem Risiko erreichbar sind.

2. Wenn Sie bereits eine Apotheke selbstständig betreiben und noch Kredite laufen haben, dann sind die derzeitigen Niedrig-Zinsen eine Wohltat. Die Kreditzinsen werden auf lange Sicht nicht signifikant steigen können, da sich die Staaten auf Grund der hohen Verschuldung selbst keine höheren Zinsbelastung leisten können. Dies ermöglicht es Ihnen die Kredite viel schneller zurück zu bezahlen.

3. Apotheken sind auch derzeit nicht schwer zu finanzieren und Kredite sind immer noch sehr leicht zu bekommen. Die Staaten lassen via Zentralbanken gigantische Mengen an Geld drucken. Dieses Geld kann im Grunde nur via Krediten in die Wirtschaft gepumpt werden. Der Staat und die Banken sind daher händeringend auf der Suche nach Menschen die Kredite aufnehmen wollen. Es ist nach wie vor kein großes Problem auch ohne Eigenmittel-Einbringung Kredite von den Banken zu erhalten. In welcher Branche ist das sonst noch möglich?

4. Welches Investment verfügt über ähnliche Rendite-Erwartung wie Apotheken-Investments? Unabhängig von den nicht immer idealen Rahmenbedingungen (Kassenmargen, Internetkonkurrenz, etc.) ist das Risiko-Chancen-Verhältnis nach wie vor enorm hoch. Alternative Investments können i.d.R. nur selten mithalten. (Staatsanleihen= keine Rendite mehr und mittlerweile hohes Ausfallsrisiko, Aktien= derzeitiger Boom mit Gefahr einer Blase, Immobilien= bereits hohes Marktniveau) Und verfügbares Geld am KOnto liegen zu lassen ist angesichts der wirklichen Inflation (6-8%) eine sichere Entwertungsgarantie.

Diese Zeilen dienen auch dazu, Sie in Ihren täglichen Anstrengungen und vielleicht auch so manchen Zweifeln daran zu erinnern, dass Sie sich im Großen und Ganzen in einem hervorragendem Umfeld befinden.

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Ridißer Johann

Aufbau von Kapitalreserven – mit welchen Instrumenten?

von Ridißer Johann am 11.05.2015 in Finanzierung & Finanzdienstleistung

Die historisch niedrigen Finanzierungskosten bieten derzeit die Gelegenheit vermehrt Investitionen vorzunehmen. Sind diese bereits abgeschlossen dann ist es empfehlenswert in den Aufbau von Kapital-Reserven zu investieren. Gerade für Unternehmer kann ein entsprechend hoher Vermögens-Polster im wahrsten Sinne des Wortes Gold wert sein.

Welche Instrumente eignen sich für den Aufbau von Kapitalreserven

Zunächst muss darauf hingewiesen werden, dass eine konkrete Empfehlung immer erst dann möglich ist, wenn die finanzielle Gesamtsituation und die Wünsche des Unternehmers ganzheitlich betrachtet worden sind.
Grundsätzlich sollten Kapitalreserven aber in Veranlagungsformen investiert werden die weder schwankungsanfällig noch längerfristig gebunden sind. Beide Eigenschaften sind diesbezüglich sehr wichtig, denn dieses Guthaben könnte schnell benötigt werden, wenn sich eine unternehmerische Gelegenheit bietet. Als konkrete Produkte bieten sich daher neben im Augenblick sehr gering verzinsten Festgeldkonten geldmarktnahe Investmentfonds an. Die Auswahlmöglichkeiten sind diesbezüglich sehr umfangreich.

Diversifikation bei höheren Summen 

Hat das Volumen des Reserve-Kapitals bereits eine höhere Marke erreicht als ursprünglich geplant, dann macht es Sinn über die Aufteilung des Vermögens auf unterschiedliche Assets nachzudenken. In diesem Fall können dann auch längerfristige Veranlagungsformen in das Konzept miteinbezogen werden.

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Ridißer Johann

Fixzinskredite bringen Planungssicherheit bei Apothekengründung bzw. -übernahme

von Ridißer Johann am 20.04.2015 in Finanzierung & Finanzdienstleistung

Am Beginn jeder unternehmerischen Tätigkeit hat man es mit vielen Unbekannten zu tun. Vor allem bei Neueröffnung einer Apotheke aber auch bei Übernahme muss der Jungunternehmer viele Variablen berücksichtigen bzw. einstellen. In dieser Situation ist es von Vorteil, wenn man zumindest eine wichtige Komponente zu einer Konstanten machen kann.

Der beste Zeitpunkt zur Gründung bzw. Übernahme einer Apotheke

Aus Sicht der Finanzierung befinden wir uns aktuell am besten Zeitpunkt für eine Unternehmensgründung. Noch nie zuvor waren Kredite so günstig wie jetzt. Das gerade bei Apotheken erforderliche, verhältnismäßig hohe, Kreditvolumen führt im Normalfall auch zu relativ hohen Fixkosten in Form von Zinsen. Diese Fixkosten sind im Augenblick sehr gering.

Der beste Zeitpunkt zur Fixierung der Kreditzinsen

Der Vorteil an der derzeitigen Marktlage liegt auch darin, dass die Niedrigzinsphase mittlerweile schon einige Jahre dauert und aufgrund des vor kurzem gestarteten Konjunkturprogramms der EZB voraussichtlich noch einige Zeit anhalten wird. Aus diesem Grund ist auch die Fixierung der Kreditzinsen zur sehr günstigen Konditionen und auf einen längeren Zeitraum möglich. Im Sinne der Planungssicherheit ist diese Variante der Finanzierung von großem Vorteil, weil man sich zumindest für die Dauer der Fixzinssatz-Bindung nicht um die Finanzierung kümmern muss und sich voll und ganz dem eigentlichen Apothekengeschäft widmen kann.

 

 

 

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Ridißer Johann

Frankenkredite derzeit praktisch zum Nulltarif

von Ridißer Johann am 20.03.2015 in Finanzierung & Finanzdienstleistung

Die unerfreuliche Kursentwicklung des Schweizer Franken hat auch eine positive Seite. Aufgrund der starken eidgenössischen Währung hat die SNB (Schweizer Nationalbank) den Leitzinssatz deutlich in den negativen Bereich auf aktuell -0,75% gesenkt. Die Schweiz erhofft sich dadurch eine signifikante Kurserholung gegenüber dem Euro. Die Auswirkungen für Frankenkreditnehmer werden diesbezüglich in den nächsten Monaten erfreulich sein, denn die bisherige Verzinsung der CHF-Finanzierungen wird sich noch einmal deutlich reduzieren.

Die Verzinsung von Frankenkrediten liegt bei nahezu Null Prozent

Als Basis für die Berechnung des Zinssatzes für Frankenkredit dient zumeist der 3-Monats-LIBOR. Dieser liegt derzeit bei ca. – 0,75% was dem negativen Leitsinssatz entspricht. Rechnet man zu dieser Zinsbasis den im Kreditvertrag vereinbarten Zinsaufschlag hinzu, ergibt sich der anzuwendende Kreditzinssatz. Beträgt das Agio also beispielsweise 1,25% dann liegt der Zinssatz bei nur mehr 0,5% und dementsprechend niedrig werden die Kreditkosten in Zukunft sein.

Bewusst machen der einzigartigen Situation

Mittlerweile nimmt der Großteil der Kreditnehmer die Tatsache, dass man für Kredite kaum mehr Zinsen zu zahlen hat als “ganz normal” wahr. Doch gerade in diesem Vorteil liegt eine nicht zu unterschätzende Gefahr verborgen, denn niedrige Ausgaben werden eben schnell zur Gewohnheit. Steigen die Zinsen irgendwann wieder einmal an (was mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch passieren wird), dann werden die höheren Zahlungen als unangenehme “zusätzliche” Belastungen empfunden.

Um diesem Phänomen entgegen zu wirken, lohnt es sich den aktuellen Zinsvorteil (ca. 4,0%) auf einem separaten Konto konsequent anzusparen. Mit Hilfe dieser Vorgangsweise erlangt man gewissermaßen einen “doppelten Vorteil”! Einerseits wird zusätzliches Kapital angespart. Auf der anderen Seite bleibt es Gewohnheit den ursprünglich für die Finanzierung kalkulierten Betrag auszugeben.

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Ridißer Johann

Gestiegene Liquidität durch Franken-Finanzierungen

von Ridißer Johann am 16.02.2015 in Finanzierung & Finanzdienstleistung

Für all jene Apotheken, die in Schweizer Franken finanziert sind ergab sich in den letzten Jahren aufgrund des Kursverlustes und des gleichzeitig stark gefallenen Zinsaufwandes eine deutliche Erhöhung des Liquiditätsergebnisses. Mit Ende des laufenden Geschäftsjahres wird sich aufgrund der Aufhebung der Kursuntergrenze durch die SNB (Schweizer Nationalbank) und die in diesem Zusammenhang wirksam werdenden Buchverluste neuerlich ein Liquiditätsüberschuss ergeben. Dem prinzipiellen Nachteil des stärker gewordenen Franken steht daher gerade jetzt ein großer Vorteil hinsichtlich des verfügbaren Kapitals gegenüber, welchen es nun gilt so gut wie möglich auszunützen.

Zusätzliche Liquidität sollte in Reserven veranlagt werden

Genauso wie für den Zinsvorteil, der durch die Niedrigzinspolitik der letzten Jahre entstanden ist, gilt auch für die zusätzlich gewonnene Liquidität aus den buchmäßigen Kursverlusten, dass diese konsequent als Kapitalreserve auf die Seite gelegt wird. Dies ist deshalb ganz besonders wichtig, weil bei zukünftiger positiver Entwicklung des EUR/CHF-Kurses Buch-Gewinne in den Bilanzen entstehen und zu Steuernachzahlungen führen würden! Dann wäre es ganz besonders schade, wenn so eine positive Entwicklung den Beigeschmack eines Liquiditätsengpasses hätte.

Höhe der Steuervorauszahlung beachten

In diesem Zusammenhang ist selbstverständlich auch die geringere Steuervorauszahlung, die durch die Kursverluste entstanden ist, in der Kalkulation zu berücksichtigen. Diese würde nämlich genau dann überdurchschnittlich hoch werden, wenn sich der Frankenkurs wieder einmal in die andere Richtung bewegen würde. Zu diesem Zeitpunkt wären Kapitalreserven Goldes wert, weil sie einerseits den erhöhten Liquiditätsbedarf abdecken und auf der anderen Seite für gewinnbringende Kredittilgungen eingesetzt werden könnten.

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Ridißer Johann

Frankenkredite – News zum Jahresbeginn

von Ridißer Johann am 15.01.2015 in Finanzierung & Finanzdienstleistung

Nach der kürzlichen Aufhebung der Kursuntergrenze wirft sich selbstverständlich die Frage auf, wie es nun mit dem Franken weiter geht? Diesbezüglich gibt es im Augenblick natürlich nur Spekulationen. Ein wichtiger Aspekt ist allerdings die Tatsache, dass die Schweiz die Untergrenze plötzlich und ohne Zwischenschritt (auf ein tieferes Niveau) durchgeführt hat. Das ist entweder sehr mutig, sehr dumm oder die SNB (Schweizer Nationalbank) weiß mehr als wir heute ahnen. Natürlich ist die SNB nicht dumm und zockt auch sicher nicht mit dem Wohle der eigenen Bevölkerung und startet unnotwendigerweise einen risikoreichen Testversuch um Gefahr zu laufen, die eigene Wirtschaft auf Jahre ins Chaos zu stürzen.

All dies deutet darauf hin, dass die SNB damit rechnet (und es offensichtlich weiß), dass der Kurs nicht ins Bodenlose fallen wird. Ein weiteres Indiz dafür ist die Einführung von Negativzinsen für Geldanlagen in der Schweiz mit nun -0,75% anstatt den bisherigen -0,25%. Dies zeigt, dass die Schweiz auch weiterhin kein Interesse an einem starken Franken hat und definitiv dagegen steuern wird. Dies eben mit anderen Mitteln.

Führende Bankexperten in Österreich sprechen unisono von einem „völlig unverständlichen und überraschenden Schritt der SNB“. Raiffeisen-Chefanalyst Peter Brezinschek beispielsweise sieht einen harten Schlag gegen die Wirtschaft der Schweiz und erwartet einen EUR/CHF-Kurs, welcher sich in den nächsten zwei bis drei Wochen bei 1,10 bis 1,13 einpendeln sollte.

“Der Präsident der Schweizerischen Nationalbank (SNB), Thomas Jordan, sieht unterdessen in den heftigen Marktbewegungen nach der Aufhebung des Mindestwechselkurses für den Schweizer Franken eine Überreaktion. In einem am Samstag von den Zeitungen „Neue Zürcher Zeitung” und „Le Temps” veröffentlichten Interview sagte Jordan, der Franken sei gegenüber dem Dollar stark überbewertet. Der Markt werde „nach und nach” feststellen, dass diese Überbewertung „nicht gerechtfertigt” sei. Es werde aber „einige Zeit” dauern, bis die Märkte zu „geordneten Verhältnissen” zurückkehrten.”

Was sind nun die konkreten Auswirkungen auf Franken – Kreditnehmer durch die Aufhebung der Kursuntergrenze?

Was ändert sich durch den neuen Kurs?
Der aktuelle Kurs von ca. EUR/CHF 1,00 hat nur dann Auswirkungen, wenn eine Konvertierung in EUR durchgeführt wird. In diesem Fall wird der Kursverlust auch realisiert und überträgt sich somit unumkehrbar auch auf die Euroebene.

Welche Änderung ergibt sich bei der Zinszahlungen?
Die Auswirkungen auf die monatlichen bzw. vierteljährlichen Zinszahlungen ergeben sich aus der Kursveränderung und sind mit ca. 15% verhältnismäßig gering. Eine Zinszahlung für einen Frankenkredit von beispielsweise EUR 150,- monatlich erhöht sich daher um ca. EUR 23,-.

Kann von den Negativzinsen profitiert werden?
Obwohl die Schweiz deutliche Negativzinsen in Höhe von -0,75% einführt (für Spareinlagen ab 10 Mio.), wird sich an den Zinsen für Kreditnehmern nichts ändern. Allerdings darf aufgrund dieser Maßnahme erwartet werden, dass die Zinsen für Frankenkredite längere Zeit nicht steigen werden.

Wo wird sich der CHF-Kurs demnächst einpendeln?
Nach wie vor ist es noch nicht abschätzbar wo sich der EUR/CHF-Kurs einpendeln wird. Niemand kann das genau vorhersagen. Finanzexperten aus der Schweiz würden eine “fairen Bewertung derzeit bei 1,29 CHF/EUR” sehen. Die allermeisten Kreditnehmer haben noch mind. 10 Jahre und oftmals mehr als 17/18 Jahre bis zur Tilgung. Wichtig wird sein, dass sich der Kurs bis zum Tilgungszeitpunkt wenigsten noch einmal in eine interessante Richtung bewegt. Dieses Einemal reicht um in einem solchen Moment in den Euro zu konvertieren.

Ist eine CHF-Kursänderung zum Positiven überhaupt realistisch in den nächsten 10 – 15 Jahre?
Wenn wir auf die Geschichte verschiedener Währungen insbesondere des Schweizer Franken zurückblicken, erhalten wir durchaus Aufschluss über die möglichen Bewegungen in der Zukunft. Blickt man auf die Historie wichtiger Devisenkurse, dann kann man generell feststellen, dass es gerade bei Währungen ein immer wieder kehrendes Auf-und-Ab gibt. Vor allem nach starken Abwärtsphasen folgt in der Regel eine deutliche Korrektur.

In der Abb.1 ist die Entwicklung des EUR/USD-Kurses seit 1979 dargestellt. Bei diesem langfristigen Chart lassen sich diese sog. Korrekturphasen sehr gut erkennen (mit blauen Kreisen gekennzeichnet). Gerade nach sehr starken Bewegungen gab es umso stärkere Gegenbewegungen (grün gekennzeichnet).

Bild1

Abb.2 zeigt die Historie des EUR/GBP-Kurses seit 1979. Auch hier lassen sich die Phasen von Bewegung und Korrektur schön erkennen.

Bild2

Auch in der EUR/JPY-Historie (Abb. 3) lassen sich ähnliche Muster beobachten. Der Vergleich des Yen-Charts mit dem Kursverlauf des Schweizer Franken ist auch deshalb interessant, weil auch die Japanische Währung als sicherer Hafen gilt und in Krisenzeiten Geld dorthin verlagert wird. Auch dort hat es nach starken Aufwertungen deutliche Gegenbewegungen gegeben (grüne Markierungen).

Bild3

In der folgenden 4. Abbildung ist nun der Frankenkurs gegenüber dem Euro dargestellt.
Auch in diesem Chart sind Gegenbewegungen deutlich zu erkennen. Im Unterschied zu den anderen Währungen fehlt allerdings noch eine kräftige Korrekturphase nach einer starken Aufwertung. Die grüne Markierung soll in diesem Fall nur eine Möglichkeit darstellen aber sollte in keinster Weise als Prognose verstanden werden. Tatsache ist allerdings, dass wir am absoluten Allzeit-Tief stehen und eine Gegenbewegung äußerst wahrscheinlich ist. Diesbezüglich lässt sich allerdings die Größenordnung und der Zeitpunkt einer möglich Korrektur naturgemäß nicht bestimmen.

Bild4

FAZIT:
Durch die Betrachtung der langfristigen Kursverläufe verschiedener Währungen soll erkannt werden, dass es immer Phasen von Bewegung und Korrektur gibt. Sehr häufig beginnen solche Gegenbewegungen in einem Zeitraum in welchem sich die meisten Menschen eine eben solche nicht vorstellen können, weil es davor solange nur in eine Richtung gegangen ist.

Gut zu sehen ist das an der Entwicklung der Börsen in den letzten Jahren. Der DAX (Deutscher Aktienindex) beispielsweise brach nach Ausbruch der Krise im Jahr 2008/2009 um mehr als 50% ein. Bereits im Jahr 2009 (grüne Markierung), also erst kurz nach Ausbruch der Krise, begann der Kurs bereits wieder zu steigen und ist mittlerweile deutlich über das Hoch von 2008 gestiegen.

Bild5

Selbstverständlich kann man durch Ereignisse aus der Vergangenheit nicht auf eine mögliche Entwicklung in der Zukunft schließen. Allerdings ist es doch bemerkenswert, dass sich diese Muster stets wiederholen. Die Franken – Kreditnehmer benötigen im Grunde nur eine einzige Gegenbewegung in den verbleibenden Jahren. Diese Chancen sind intakt.

 

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Hauser Wolfgang

Optimalestes Investment für ApothekerInnen

von Hauser Wolfgang am 16.12.2014 in Finanzierung & Finanzdienstleistung

Ich werde immer wieder gefragt, wie man sein Geld denn heutzutage noch investieren bzw. anlegen kann. Da heißt es oft, dass es kaum mehr vernünftige Verzinsungen gibt und die Sicherheit auch in Frage gestellt wird. Schließlich wird den Banken auch nicht mehr vertraut.

All zu oft wird dabei das Gute in unmittelbarer Nähe übersehen. Diese “Fehlsichtigkeit” führt dann dazu, dass eine der wohl besten Möglichkeiten der Geldanlage jenen Kreisen bzw. Menschen überlassen wird, die mit Apotheken wenig bis gar nichts zu tun haben. Sehr schade. Denn das Apotheken-Geschäftslokal im Eigentum ist und bleibt eines der besten Investments überhaupt.

Vorteile von APO-Immobilien im Überblick:

  1. Eine APO-Immobilie ist ein Sachwert und das perfekte Gegenstück zum Geldwert.
  2. Eine APO-Immobilie ist langfristig vermietet (15 Jahre oder auch länger)
  3. Mieter von (neuen) APO-Immobilien sind an Übersiedelungen auf lange Sicht nicht interessiert
  4. APO-Immobilien erreichen durch hohe Mieten eine exzellente Rendite
  5. APO-Immobilien lassen sich ggf. sehr gut weiterverkaufen
  6. Bei APO-Immobilien lassen sich attraktive Steuervorteile nutzen.
  7. Mieter von APO-Immobilien verfügen über eine gute Bonität

“Zusammenfassend kann die APO-Immobilie als extrem sicheres und ertragreiches Investment bezeichnet werden.”

Es gibt kaum Möglichkeiten im Anlagesektor welche mit “so wenig Kopfweh” und Wertbeständigkeit versehen sind.

Dieser Tipp sein all jenen Apothekern gewidmet, die nicht wissen wie sie ihre Gewinne sinnbringend veranlagen sollen, oder jenen Apothekern, welche sich Sorgen machen, wie sie den APO-Verkaufserlös anlegen sollten.

Wenn Sie Interesse an solchen Anlage-Chancen haben, dann melden sie sich unverbindlich bei, ich werde ständig mit solchen Möglichkeiten versorgt.

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Hauser Wolfgang

Frisches Kapital für Ihre Apotheke

von Hauser Wolfgang am 08.08.2014 in Finanzierung & Finanzdienstleistung

Die vergangenen Quartale haben bei Österreichischen Apotheken Spuren hinterlassen. Die Rahmenbedingungen und Margen haben sich nicht zum Vorteil für die heimischen Apotheken entwickelt.

Es ist daher wenig verwunderlich, dass immer mehr Apotheken mit Liquiditätsproblemen zu kämpfen haben. Oft sind die Banken und Lieferanten als mögliche hilfreiche Bezugsquelle bereits ausgeschöpft und es fehlen zunehmend die Mittel das Unternehmen zu organisieren und aufrecht zu halten.

Hier ist rasche und unkomplizierte Hilfe notwendig!
Wie?
Ganz einfach!
Sie melden sich absolut unverbindlich und direkt bei mir. So wie bereits zahlreiche andere ApothekerInnen vor Ihnen, werde ich mich Ihrem Anliegen in höchstem Maße diskret und mit 100%-iger Verschwiegenheit widmen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass in allen Fällen eine rasche und unkomplizierte Hilfe erfolgen konnte.

Scheuen Sie sich nicht mich direkt zu kontaktieren. wolfgang.hauser@apothekencoach.com

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Ridißer Johann

Apothekenkauf bzw. -gründung: Vorsicht bei der Ermittlung des Finanzierungsbedarfs

von Ridißer Johann am 08.08.2014 in Finanzierung & Finanzdienstleistung

Viele Apotheker kämpfen am Beginn ihrer Laufbahn trotz guter Umsatzentwicklung mit Liquiditätsproblemen. Dies macht nicht nur sehr oft weitere Gespräche mit der Bank erforderlich sondern setzt auch den Apotheker psychologisch unter Druck. Insgesamt daher eine äußerst unzufriedenstellende Situation, die durch die richtige Ermittlung des tatsächlichen Finanzierungsbedarfs und einem darauf abgestimmten Gesamtfinanzierungskonzept von Beginn an verhindert werden könnte.

Die Ermittlung des Finanzierungsbedarfs

In der Folge sind die wichtigsten Punkte aufgelistet, die in der Praxis zu einer zu geringen Bemessung des notwendigen Investionsaufwandes führen. Angesichts der Tatsache, dass der erforderliche Betrag für den Erwerb bzw. die Neugründung einer Apotheke verhältnismäßig hoch erscheint, ist es verständlich wenn der Apotheker die zu finanzierende Summe möglichst gering halten möchte. Allerdings ist es nicht zielführend, wenn dadurch möglicherweise anfallende Kosten vergessen oder zu gering angesetzt werden.

  • Kaufnebenkosten
    Sämtliche Nebenkosten (Rechtsanwalt, Notar, Bank, etc.) müssen berücksichtig werden
  • Kosten für einen (möglicherweise in der Zukunft geplanten) Umbau
    Sind Umbauten erst zu einem späteren Zeitpunkt (nach Übernahme) geplant dann sollten diese bereits bei der Finanzierung des Kaufs berücksichtigt werden!
  • Einrichtung
    Ebenso wie bei einem Umbau sollten hier die voraussichtlichen Kosten möglichst genau durch das Einholen von verbindlichen Anboten ermittelt werden.
  • Anlaufkosten
    Hier passieren die größten Versäumnisse. Diese Aufwendungen werden häufig gar nicht berücksichtigt oder viel zu gering bemessen. Nicht nur bei einer Neugründung dauert es eine Weile bis die Geldströme zeitgerecht fließen. Hinzu kommt, dass diese Kosten von Banken generell in Form von Betriebsmittelkrediten als Rahmen am Geschäftskonto zur Verfügung gestellt werden. Das sollte allerdings unbedingt vermieden werden.
  • Reserven
    Auch wenn bei den obigen Punkten die Beträge realitätsgetreu ermittelt wurden ist es empfehlenswert zusätzliche Reserven für unvorhergesehene Aufwendungen einzukalkulieren.
  • Warenlager
    Das Warenlager gehört ebenso zum langfristigen Gesamtinvestitionsvolumen und sollte auf keinen Fall in Form des oben erwähnten Betriebsmittelkredites finanziert werden.

Das richtige Finanzierungskonzept ist ebenfalls entscheidend

Sind die voraussichtlichen Gesamtkosten vollständig ermittelt ist schon ein großer Schritt getan. Die Art und Weise deren Finanzierung ist allerdings auch noch als besonders wichtig anzusehen. Gerade hier werden grobe Fehler gemacht, die letztendlich Liquiditätsengpässe zur Folge haben können. Diesbezüglich möchte ich an dieser Stelle eine ungewohnt deutliche Empfehlung aussprechen: Es sollte dringend vermieden werden direkt mit Banken zu sprechen! Vielmehr sollte für die die Finanzierung die Hilfe eines von Banken unabhängigen Experten in Anspruch genommen werden. Bei der Beauftragung eines Kredites sollte der Apotheker nie vergessen, dass Banken in erster Linie in ihrem eigenen Interesse handeln müssen. Dies gilt selbstverständlich auch für jene Institute, die sich selbst als “Spezialisten für Apothekenfinanzierungen” bezeichnen.

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Ridißer Johann

Interessante Fakten rund um die Fußball-WM

von Ridißer Johann am 15.07.2014 in Finanzierung & Finanzdienstleistung

Die vielen Berichte rund um die Fußball-WM lassen kaum ein Thema aus, sodass man sich über jedes kleinste Detail informieren kann. Bemerkenswert sind aber auch die wirtschaftlichen Fakten, die im Zusammenhang mit Weltmeisterschaften festgestellt wurden.

WM-Titel wirken positiv auf die Börse

Allerdings nur im Land des Weltmeisters! Die Statistik zeigt, dass sich die Börsen im Staat des Titelgewinners überdurchschnittlich gut entwickeln. Dieser Effekt ist allerdings nur im Monat nach dem Final-Gewinn zu beobachten. – Im Verlauf des restlichen Jahres geht es (laut Statistik) dann im Vergleich zum globalen Aktienmarkt wieder langsamer voran. Zusammengefasst bedeutet dies für die “Weltmeister-Börse” daher, dass auf die Euphorie schnell Ernüchterung folgt, welche dann wesentlich länger andauert.

Die Wirtschaft sagt oft den Sieger voraus

In auffallend vielen Fällen entwickelte sich die Wirtschaft im Land des WM-Siegers in den Jahren vor dem Titelgewinn stärker als im Durchschnitt.

Die Globalisierung macht die WM zum Massenturnier

Bei der ersten WM 1930 in Uruguay nahmen nur 13 Länder teil. Heute sind es 32 bzw. über 200 Nationen wenn man auch die Qualifikation, die sich über 2 Jahr erstreckt, berücksichtigt. Damit ist die Fußball-Weltmeisterschaft das mit Abstand größte Sportereignis einer einzelnen Sportart. Nur die Olympischen Spiele können das noch toppen.

Die Fußball-WM als Geldquelle

Aufgrund der gewaltigen Dimension der Veranstaltung gibt es auch sehr hohe finanzielle Umsätze. Umstritten ist – und das wird fast bei jeder WM diskutiert – ob sich die extrem hohen Investitionen im Veranstalterland tatsächlich auch auszahlen. Unbestritten ist hingegen, dass die (zurzeit heftig kritisierte) FIFA milliardenhohe Gewinne aus den Titelkämpfen lukriert. Alleine bei der WM 2010 sollen es ca. 1,7 Mrd. EUR gewesen sein. Von diesem Betrag sind die Ausschüttungen an die teilnehmenden Nationen in Höhe von insgesamt ca. 260 Mio EUR bereits abgezogen.

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Ridißer Johann

Frankenkredite – Update

von Ridißer Johann am 09.04.2014 in Finanzierung & Finanzdienstleistung

Nach Ausbruch der “Krim-Krise” erreichte der EUR/CHF-Kurs im vergangenen Monat die Marke von 1,21. Das führte zu einer Verstärkung der Diskussionen hinsichtlich des von der Schweiz eingeführten Mindestkurses bei 1,20.

Die SNB wird den Mindestkurs “mit allen Mitteln” verteidigen

In ihrer am 20. März 2014 veröffentlichten “Geldpolitischen Lagebeurteilung” bekräftigt die Schweizer Nationalbank das Festhalten am Mindestkurs von 1,20 Franken pro Euro. Wesentlich ist dabei die Aussage, dass die SNB die eingeführte Grenze “wenn nötig durch den Kauf von Devisen in unbeschränkter Höhe durchsetzen und bei Bedarf weitere Maßnahmen ergreifen wird”. An den folgenden Tagen stieg der EUR/CHF-Kurs daher auch schnell wieder auf ca. 1,22.

Man darf also davon ausgehen, dass dieses Kurslimit in den kommenden Jahren voraussichtlich halten wird. Hinzu kommt, dass die Wirtschafts-Prognosen für die EU grundsätzlich positiv sind, was auf eine nachhaltige Erholung hoffen lässt. Dies würde ja dann ohne dem Eingreifen der SNB zu einem höheren Frankenkurs führen.

Der IWF unterstützt die SNB hinsichtlich des Mindestkurses

Ein weiteres wichtiges Zeichen für das Halten der Kursuntergrenze sind die Aussagen führender Vertreter des IWF (Internationaler Währungsfonds). Der Fonds “empfiehlt” der SNB den Mindestkurs in jedem Fall beizubehalten. Obwohl es sich dabei nur um eine verbale Unterstützung handelt, ist es doch ein zusätzliches Indiz dafür, dass mitllerweile viele Länder an eine wirtschaftliche Entspannung in der Eurozone glauben, weshalb es eben nur mehr eine Frage der Zeit wäre bis der Franken von selbst schwächer werden würde.

Mögliche Einführung von Negativzinsen in der Schweiz

Was absurd klingt – Sparer sollen “Strafzinsen” für die Veranlagung ihrer Gelder zahlen – könnte tatsächlich bald Realität werden. Jedenfalls wird dieses Thema seit der Veröffentlichung des jährlichen “Schweiz-Berichts” des IWF ernsthaft diskutiert. Der IWF hat nämlich in ihrer Aussendung der Schweiz den Einsatz von Negativzinsen empfohlen.
Was viele in diesem Zusammenhang nicht wissen, ist die Tatsache, dass es in der Schweiz bereits einmal Minuszinen für Spareinlagen gab. In den 1970er Jahren brachte der Einsatz dieses Mittels den gewünschen Erfolg.
In Schweden und Dänemark wurde dieses Instrument erst vor kurzem (2009 bzw. 2012) – jeweils mit Erfolg – angewendet. Die jeweiligen Währungen gaben schnell nach und stabilisierten dadurch die Wirtschaft.
Somit ist die Einführung von Negativzinsen in der Schweiz gar nicht so unwahrscheinlich wie man möglicherweise annehmen möchte.

Auswirkungen für Frankenkreditnehmer

Die o.a. Aussagen von SNB und IWF machen sowohl das Halten der Franken-Untergrenze als auch die mittelfristige Abschwächung des Franken sehr wahrscheinlich. Glaubt man an diese Prognosen, erscheint eine Konvertierung des CHF-Kredites in den EURO im Augenblick als nicht sinnvoll. Allerdings sollte nicht darauf vergessen werden weiterhin Reserven mit Hilfe der Ansparung des Zinsvorteils aufzubauen. Das historisch niedrige Zinsniveau sollte so lange wie möglich ausgenützt werden. Nach wie vor beträgt der Zinsvorteil im Vergleich zur langfristigen Benchmark (6,0%) ca. 4,5% p.a..

 

 

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Ridißer Johann

Den Zinssatz bei Krediten jetzt längerfristig fixieren?

von Ridißer Johann am 13.02.2014 in Finanzierung & Finanzdienstleistung

Wir befinden uns mittlerweile schon seit mehr als fünf Jahren in einer Phase historisch niedrigster Kreditzinsen. Nachdem der sog. “Gewöhnungseffekt” in der Natur des Menschen liegt, denkt augenblicklich auch kaum jemand über eine Umstellung der variablen auf eine fixe Kreditverzinsung nach. Doch genau so eine Konditionen-Anpassung sollte man in der derzeitigen Marktlage überlegen – auch wenn die Bank dies kaum aktiv ansprechen wird – oder eben gerade deswegen!

Antizyklisches Verhalten bringt zumeist große Vorteile

In der  Geldveranlagung gilt nach wie vor die Börsenweisheit “Kaufe in der Krise zu niedrigen Kursen und verkaufe in der Euphorie“. Dieses sog. antizyklische Verhalten sollte aber auch bei Kreditfinanzierungen hinsichtlich des Zinssatzes angewandt werden. Das bedeutet, dass man in Phasen hoher Zinsen eher variable und bei einem niedrigen Zinsniveau eher längerfristig fixe Kreditkonditionen vereinbaren sollte. In der Praxis passiert in den meisten Fällen das Gegenteil. Sind die Zinsen hoch, schließen viele Menschen Fixzinskredite ab, weil sie einerseits Angst vor noch höheren Zinsen haben und andererseits die Banken grundsätzlich (in ihrem eigenen Interesse) fixe Finanzierungen empfehlen. Umgekehrt werden in Niedrigzinsphasen nur wenige Kredite mit längerfristig fixer Verzinsung in Anspruch genommen, weil sich eben kaum jemand vorstellen kann, dass es wieder nach oben gehen kann bzw. Banken solche fixen Finanzierungsvarianten (in ihrem eigenen Interesse) sicherlich nicht aktiv empfehlen.

Die Zinsen werden wieder steigen

Im Augenblick erscheint es zwar unwahrscheinlich, dass es bereits in den nächsten Monaten zu Zinssatzerhöhungen kommen wird. Trotzdem darf man mit Sicherheit annehmen, dass die Zinsen irgendwann auch wieder steigen werden. Entwickelt sich die Wirtschaft weiterhin positiv dann kann dieser Prozess verhältnismäßig schnell beginnen. In den meisten Fällen ist es dann aber schon zu spät um auf eine fixe Finanzierung umzusteigen, weil es die zum jetzigen Zeitpunkt besonders günstigen Konditionen später eben nicht mehr geben wird.
Aus diesem Grund sollte die wirtschaftliche Entwicklung verfolgt werden und spätestens bei den ersten Anzeichen von Zinserhöhungen (z.B. von der EZB oder der Amerikanischen Notenbank) intensiv über eine Umstellung der Finanzierungskonditionen nachgedacht werden – wenn Sie es nicht schon jetzt tun.

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