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Florian Schuster

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Handwerkerbonus für Apotheker und Apothekenmitarbeiter

von Steuerberater am 09.04.2014 in Steuerberatung

Sehr lange wurde das Thema Handwerkerbonus von den Politikern diskutiert und findet nun mit dem Budgetbegleitgesetz seine steuerjuristische Umsetzung. In seiner Plenarsitzung am 26. 3. 2014 hat der Nationalrat einem Bundesgesetz, mit dem ein Bundesgesetz über die Förderung von Handwerkerleistungen (= Handwerkerbonus) beschlossen wird, mehrheitlich seine Zustimmung erteilt.

Mit dem Gesetz sollen Handwerkerleistungen zur Bekämpfung der Schwarzarbeit und Stärkung der redlichen Wirtschaft gefördert werden. Konkret erfolgt die Förderung für jeden Apotheker und Apothekenmitarbeiter durch einen Zuschuss in Höhe von 20 % der förderbaren Kosten der förderbaren Leistungen. Der Zuschuss ist pro Apotheker –bzw. Apothekenmitarbeiter-Förderungswerber und Jahr mit maximal 3.000 Euro (exklusive Umsatzsteuer) an förderbaren Kosten beschränkt.

Die pro Jahr maximal ausschöpfbare Förderung beträgt somit 600 Euro pro Förderungswerber. Es gilt jedoch zu beachten, dass das Finanzministerium die Kosten im Budgetjahr 2014 mit zehn und im Jahr 2015 zwanzig Mio. Euro gedeckelt hat. Sollten die Budgetmittel in dem betroffen Jahr ausgeschöpft sein, kann ein zB später eingereichter Antrag im betroffenen Jahr vom Apotheker bzw. Apothekenmitarbeiter nicht mehr gefördert werden. Deshalb wurde das Gesetz so konzipiert, dass auf die Förderung kein Rechtsanspruch besteht!

Grundsätzlich gefördert werden offiziell versteuerte Arbeitsleistungen im Zusammenhang mit Renovierung, Erhaltung und Modernisierung von Wohnraum im Inland. Im Detail ist für den Apotheker bzw. Apothekenmitarbeiter noch zu beachten, dass nur die Sanierung einer Wohnung gefördert wird, die vom Förderungswerber auch selbst bewohnt wird. Es werden auch lediglich und ausschließlich die Arbeits- und Fahrtkosten gefördert – die Materialkosten beispielsweise nicht.

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Einschränkung des Gewinnfreibetrages für Apotheker

von Steuerberater am 13.02.2014 in Steuerberatung

In der Vergangenheit gab es die Möglichkeit für den Apotheker die Steuerbelastung zu reduzieren, indem u.a. Wertpapiere zum Jahresende gekauft wurden. Unter dem Titel „Gewinnfreibetrag” verbarg sich für jeden Apotheker, welcher den Betrieb als Einzelunternehmer oder in Form einer Personengesellschaft betreibt, diese enorme Chance Einkommensteuer zu sparen.

Jedoch ist gemäß dem Abgabenänderungsgesetztes 2014 (= Regierungsvorhaben) eine Reform dieses Gewinnfreibetrages geplant. Die neue Leitlinie würde vorsehen, dass in Wirtschafsjahren, welche nach dem 30. Juni 2014 enden, es nicht mehr möglich sein soll Wertpapiere zu kaufen, um den investitionsbedingten Gewinnfreibetrag in maximaler Höhe ausschöpfen zu können. Das würde in der Praxis für den Apotheker bedeuten, dass künftig ausschließlich körperliche Wirtschaftsgüter als Alternative in Betracht kommen – dh Investitionen in Tara, EDV-Ausstattung usw..

Sollten Sie als Apotheker ein sogenanntes abweichendes Wirtschaftsjahr bis 30. Juni 2014 haben, sollten Sie anstehende größere Investitionen auf einen Termin nach diesem Datum verschieben, um im Folgejahr zumindest vom investitionsbedingten Gewinnfreibetrag partizipieren zu können.

Beschlossen wurde diese Einschränkung noch nicht – um ein eventuelles Einlenken auf den alten Bestand herbeizuführen wurde mit 10. Feber 2014 u.a. vom Präsident der Kammer der Wirtschaftstreuhänder und vom Präsident der Österreichischen Apothekenkammer ein Schreiben an Bundeskanzler Faymann, Vizekanzler Spindelegger und Klubobleute und Finanzsprecher der im Nationalrat vertretenen Parteien gesendet. Grober Inhalt dieses Schreibens ist folgender:

Der Gewinnfreibetrag hat die Intention, Selbständige mit unselbstständig Beschäftigten, die von der begünstigten Besteuerung des 13./14. Gehalts profitieren, gleichzustellen. Damit konnte ab dem Jahr 2010 weitgehend ein Ende der Diskriminierung der Selbstständigen erreicht und gleichzeitig die Eigenkapitalbildung bei Unternehmen gefördert werden. Die geplante Einschränkung des investitionsbedingten Gewinnfreibetrages würde zu einer verfassungsrechtlich problematischen Verschärfung der Ungleichbehandlung führen und einen massiven Rückschritt bei den Rahmenbedingungen für Selbständige in Österreich darstellen. Sie benachteiligt vor allem jene Unternehmen, deren unternehmerische Tätigkeit nicht anlagenintensiv ist. Große Teile von Selbstständigen, vor allem im Dienstleistungsbereich, sind damit praktisch vom investitionsbedingten Gewinnfreibetrag ausgeschlossen

Somit wird für die Apotheker derzeit noch versucht eine „magistrale Gewinnminderungsmedizin” zu erreichen – das endgültige Ergebnis wird sich in den nächsten Tagen und Wochen herauskristallisieren.

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Grundsätzliches zum neuen Regierungsprogramm!

von Steuerberater am 14.01.2014 in Steuerberatung

Einige Zeit ist vergangen, bis die alten und nunmehr auch jetzigen Regierungsparteien ein Programm für die Jahre 2013 bis 2018 zusammen erstellt und ausverhandelt haben. In weitere Folge versuche ich die wichtigsten Vorhaben zu skizzieren bzw. abzustecken.

Grundsätzlich sind im neuen Regierungsprogramm sehr viele Überschriften und Gesamtvorschauen angeführt. Die Details zu deren Umsetzung jedoch nicht und somit bleiben einige Fragen ganz einfach offen. Es gibt acht große Themen:

  • Wachstum und Beschäftigung für Österreich,
  • Österreich fit für die Zukunft machen,
  • Bildung, Wissenschaft, Kunst und Kultur, Frauen,
  • Länger gesund leben und arbeiten,
  • Österreich in Europa und der Welt,
  • Sicherheit und Rechtsstaat,
  • Staatreform und Demokratie,
  • Finanzen.

Etwas genauer wird nun der Themenpunkt Finanzen (und hier Ertragsteuern) aus dem Blickwinkel eines Apothekers beleuchtet.

Es sollte der Einkommensteuereingangssatz in Richtung 25% gebracht werden – jedoch wird bei diesem Punkt hervorgehoben, dass das nur umgesetzt werden kann, wenn ein Finanzierungsspielraum vorhanden ist. Des weiteren soll für die Berechnung einer Pensionsrückstellung in dem Jahresabschluss eines Apothekers der maßgebliche Zinssatz von 6 % auf 3,5 % herabgesetzt werden. Auch beim Gewinnfreibetrag soll es zu Änderungen kommen. Die Einschränkung des Gewinnfreibetrages für den Apotheker soll auf Realinvestitionen beschränkt werden – dh Ersatz- bzw. Alternativinvestitionen in Wertpapiere wären dann nicht mehr möglich. Diese Maßnahme wird bis 2016 befristet und danach einer Evaluierung unterzogen. Dann noch die Verlängerung der sogenannten Solidarabgabe: Bei einkommensstarken Apothekenangestellten (nur Lohnsteuerpflichtigen) erfolgt seit 2013 befristet bis 2016 eine progressive Besteuerung von sonstigen Bezügen (Deckelung der begünstigten Besteuerung des Jahressechstels). Diese Befristung soll auf unbestimmte Zeit verlängert werden.

Die Umsetzung dieser Vorhaben wird nun vollzogen und die Gesetzesausarbeitung läuft.

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Die Apotheker „To-do-Liste” vor Jahresende 2013!

von Steuerberater am 16.12.2013 in Steuerberatung

Wie jedes Jahr besteht für den steueroptimierten Apotheker die Möglichkeit die Steuerbelastung zu reduzieren. Der „Steuer-magistrale Eingriff“ muss mit ihrem Wirtschaftstreuhänder besprochen werden, damit auch die maximale Wirkungskraft realisiert werden kann.

Als erster Schritt kann für jeden Apotheker, welcher den Betrieb als Einzelunternehmer oder in Form einer Personengesellschaft betreibt der mögliche Gewinnfreibetrag abgesteckt werden. Dieser Gewinnfreibetrag kann in der Steuererklärung 2013 geltend gemacht werden – und das unabhängig welche Gewinnermittlungsart gewählt bzw. gesetzlich verpflichtend vorgegeben wird. Zahlenmäßig kann der Gewinnfreibetrag quasi als Betriebsausgabe in Höhe von bis zu 13% des laufenden Jahresgewinns erfasst werden, wenn bestimmte Vorgaben bzw. Auflagen erfüllt werden.

Als zweiter Schritt können eventuelle anstehende Investitionen vorgezogen werden. Die Folge für Investitionen in das Anlagevermögen wäre, dass die nach dem 30.06.2013 getätigten Ausgaben noch mit einer halben Jahres-Abschreibung zum Ansatz gebracht werden können. Somit kann dieser Schritt Einkommensteuervorteile für den Apotheker bringen.

Ein weiterer Schritt zur Steuerreduktion können Zahlungen für abzugsfähige Spenden sein. Spenden an bestimmte Forschungseinrichtungen und der Erwachsenenbildung dienende Lehreinrichtungen sowie an Universitäten können bis zu einem Maximalbetrag von 10% des Gewinnes des laufenden Wirtschaftsjahres als Betriebsausgabe gewinnmindernd abgezogen werden. Zusätzlich und betragsmäßig unbegrenzt können auch Geld- und Sachspenden, die mit der Hilfestellung bei Katastrophenfällen zusammenhängen, geltende gemacht werden. Es muss jedoch nachgewiesen werden, dass diese Spende auch der Werbung diente. Auch Spenden für mildtätige Zwecke sind als Betriebsausgabe für den Apotheker steuerlich absetzbar. Wesentlich ist, dass die Spenden empfangende Organisation in der BMF-Liste aufscheint. Hier ist für den Apotheker darauf zu achten, dass betriebliche und private Spenden zusammen das Maximum von 10% des Gesamtbetrages der Einkünfte nicht überschreiten dürfen.

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Ausbildungskosten vom Apotheker für Apothekenmitarbeiter

von Steuerberater am 19.11.2013 in Personal

Der OGH (Oberste Gerichtshof) hat diesen Begriff für Apotheker jüngstens genau präzisiert. Ausbildungskosten sind die vom Apotheker tatsächlich aufgewendeten Kosten für jene positiv absolvierte Ausbildung, die dem Apothekermitarbeiter Spezialkenntnisse theoretischer und praktischer Art vermitteln. Diese angeeigneten Detailkenntnisse müssen auch bei anderen Apotheken (anderem Arbeitgeber) verwertet werden können. Somit ist der Begriff Ausbildungskosten in derart abgesteckt, ob der Apothekenmitarbeiter durch die ihm vermittelten Kenntnisse einen wirtschaftlichen Vorteil erlangt bzw. seine Fähigkeiten zunehmen und seine Berufschancen auf dem Arbeitsmarkt steigen.

Für eine positiv oder erfolgreich absolvierte Ausbildung kommt es darauf an, dass dem Apothekenmitarbeiter ein bestimmtes Wissen und bestimmte Fähigkeiten (Know-how) so vermittelt wurden, dass er darüber verfügen und sie einsetzen kann. Sollte am Ende einer Ausbildung eine Prüfung stattfinden, so ist für die Beurteilung des Ausbildungserfolges gewöhnlich das positive Absolvieren der Prüfung maßgeblich. Ist eine solche Prüfung nicht vorgesehen, kann der Erfolg einer Ausbildungsleistung auch nur an den neu erworbenen Kenntnissen und Fähigkeiten des auszubildenden Apothekermitarbeiters gemessen werden.

Wenn in weiterer Folge der auszubildende Apothekenmitarbeiter danach nicht von Beginn an völlig mängelfrei arbeitet und noch nicht die gleichen Fertigkeiten hat wie ein anderer Apothekenmitarbeiter, schadet das nicht. Der Grund liegt darin, dass jemand der seit Längerem mit der entsprechenden Aufgabe befasst ist, Routine und Erfahrung hat und dieser Wert auch durch eine erfolgreich abgeschlossene Ausbildung nicht ersetzt werden kann. Des weiteren macht es keinen Unterschied, ob die Ausbildung dabei extern oder firmenintern angeboten wird und vor allem kann eine Ausbildung auch ohne eine Prüfung als erfolgreich absolviert angesehen werden.

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Neue Zahlungsmodalitäten für Apotheker und Apothekenmitarbeiter

von Steuerberater am 16.10.2013 in Steuerberatung

Vor geraumer Zeit wurde von Österreich die EU-Zahlungsverzugsrichtlinie in nationales Recht übernommen. Das sogenannte Zahlungsverzugsgesetz (ZVG) hat das Ziel, dass Rechnungen fristgerecht bezahlt werden. In verschiedenen Abschnitten des ZVG werden für den Apotheker, aber auch für Apothekenmitarbeiter zukünftige Zahlungsabläufe geregelt.

Im Abschnitt der Verzugszinsen und Mahnspesen ist folgendes ersichtlich. Im B2B-Bereich – dh., wenn Apotheker im Rahmen des Geschäftsbetriebes mit anderen Unternehmen Rechtsgeschäfte abschließen – ist der gesetzliche Verzugszinssatz nun wie folgt geregelt: Der Basiszinssatz + 9,2 Prozentpunkte – damit würde derzeit der Verzugszinssatz im B2B-Bereich 9,58% betragen (0,38% + 9,2%). Bei Apothekenmitarbeitern gilt ein fixer Zinssatz von 4%. Neu ist auch, dass der Apotheker bei einem verspäteten Zahlungseingang pauschal Eur 40,00 verrechnen darf.

Wann kann man nun von einem verspäteten Zahlungseingang sprechen? Dieser Sachverhalt ist in dem ZVG ebenfalls neu geregelt. Ab sofort sind Geldschulden als „Bringschulden“ per Gesetz definiert. Damit reicht es nicht mehr, wie in der Vergangenheit aus, dass das Geld am Tag der Fälligkeit überwiesen wird, sondern das Geld muss bei Fälligkeit bereits am Empfängerkonto gutgeschrieben sein! Dieser Sachverhalt gilt für Apotheker im Rahmen des Geschäftsbetriebes (B2B) und zwischen Apothekenmitarbeiter quasi im Privatbereich (C2C). Nur im Bereich B2C – dh Apotheker im Rahmen des Geschäftsbetriebes und Konsumenten genügt es weiterhin, wenn die Überweisung bei Fälligkeit aufgegeben wird.

Somit gilt es die internen Zahlungsabläufe in ihrer Apotheke zu prüfen, damit es zu keinen unerwünschten Überraschen kommt.

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Steuerliche Erleichterungen für und von Apotheker nach der Hochwasserkatastrophe!

von Steuerberater am 20.08.2013 in Steuerberatung

Die jüngst vergangene Hochwasserkatastrophe im Bundesgebiet hat gezeigt, dass neben unmittelbarem körperlichen Einsatz von Freiwilligen, Feuerwehren usw. bei den Aufräumarbeiten vor allem Geld- und Sachspenden notwendig sind. Nur durch diesen „Dual-Einsatz“ können die eingetretenen Schäden u.a. auch bei Apotheken beseitigt werden. Das Finanzministerium hat ein Informationsschreiben veröffentlicht, in dem auf steuerliche Maßnahmen in Katastrophenfällen wie z.B. Hochwasser hingewiesen wird. Vorausgeschickt sei, dass Sonderbestimmungen wie etwa die vorzeitige Abschreibung von ersatzbeschafften Wirtschaftsgütern – wie schon als Reaktion auf frühere Hochwasserkatastrophen – höchstwahrscheinlich wiederum und in vergleichbarer Weise beschlossen werden. Eine Einzelfallbetrachtung ist anzuraten und in weiterer Folge ein individueller Verhaltensplan für ihre betroffene Apotheke auszuarbeiten. 

Es ist darauf hinzuweisen, dass freiwillige Zuwendungen und Spenden zur Beseitigung von Katastrophenschäden nicht nur beim Empfänger steuerfrei sind, sondern unter bestimmten Voraussetzungen auch beim Apotheken-Spender steuerlich absetzbar sind. Private Geldspenden können als Sonderausgabe abgesetzt werden (max.10% des laufenden Einkommens) – sofern es sich um einen begünstigten Spendenempfänger (vgl. BMF-Spendenliste) handelt. Neu und ganz besonders wichtig ist es zu wissen, dass Spenden an freiwillige Feuerwehren und Landesfeuerwehrverbände steuerlich begünstigt sind. Vergleichbares gilt für Spenden aus dem Apotheken-Betriebsvermögen, wobei hier auch Sachspenden als Betriebsausgabe geltend gemacht werden können.

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GmbH-Reform für Apotheker vorhanden

von Steuerberater am 17.07.2013 in Steuerberatung

In der Vergangenheit wurde sehr viel über dieses Thema kontroversiell gesprochen – nun ist man in den Gesetzesgremien auf der Zielgerade. Die GmbH-Reform wird mit 1. Juli 2013 in Kraft treten, sofern der Bundesrat dem Gesetzesvorhaben Ende Juni 2013 zustimmt.

Das Ziel der Regierungsvorlage zum Gesellschaftsrechts-Änderungsgesetz 2013 war es die Gründung einer GmbH mit einem Mindeststammkapital von € 10.000 (früher € 35.000) zu erreichen. Das wurde im Plenum des Nationalrates am 12.Juni 2013 beschlossen. Es gab noch weitere Wünsche, welche die Gründung usw. einer GmbH erleichtern sollten. Diese waren der Entfall aller Publikationspflichten und eine vereinfachte Firmengründung durch eine 1-Euro-GmbH. Diese wurden jedoch nicht umgesetzt. Details sind unter dem link http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXIV/I/I_02356/index.shtml zu finden.

Die steuerlichen Auswirkungen für den Apotheker, der bereits eine bestehende GmbH innehat. Die bereits festgesetzte KÖSt-Vorauszahlungen 2013 (mindestens € 1.750/Jahr) für vor dem 01.07.2013 gegründeten GmbHs werden nicht neu festgesetzt, sondern die „überhöhten“ Vorauszahlungen für den Zeitraum ab 1.7.2013 werden bei der Veranlagung angerechnet und gutgeschrieben. Herabsetzungsanträge können daher in diesen Fällen nicht eingebracht werden.

Für alle Apotheker die ab dem 01.07.2013 eine GmbH gründen, gelten bereits folgende steuerlichen Neuerungen: Die Mindest-KÖSt beträgt € 125,00/Quartal bzw € 500,00/Jahr (bisher € 1.750,00/Jahr). Dies gilt generell für GmbHs mit Verlusten bzw. Gewinnen bis € 2.000, also auch für bestehende GmbHs mit einem Stammkapital größer € 10.000 (zB aktuelles Mindest-Stammkapital iHv € 35.000).

Eine GmbH kann für den Apotheker viele steuerliche Vorteile bringen im Zuge eines Apothekenverkaufes, bei der Gründung/Übernahme einer Apotheke bis hin zu der Abdeckung eines anderen Geschäftszweiges wie den Versandhandel usw…

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Neue Pendlerförderung für die Apothekenmitarbeiter

von Steuerberater am 13.05.2013 in Steuerberatung

In der Vergangenheit hat es viele politische Ideen zur Förderung bzw. Verbesserung der Situation der explodierenden Kosten für die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte der Apothekenmitarbeiter gegeben. Nun wurde im Nationalrat die Erweiterung der Pendlerförderung abgesegnet. In Detail folgt nun ein Teil des Beschlusses der besonders wichtig für die Apothekenmitarbeiter sein könnte. 

Fortan wird das Pendlerpauschale auch für Teilzeitbeschäftigte (weniger als 10/10tel Dienst) aliquot zur Anwendung kommen. Der Pendlereuro und der Pendlerausgleichsbetrag werden neu eingeführt; zudem wird der Pendlerzuschlag erhöht. Arbeitgeber können künftig auch Arbeitnehmern ohne Anspruch auf Pendlerpauschale steuerfrei ein „Jobticket” zur Verfügung stellen. 

Die Änderungen wurden im Einkommensteuergesetz 1988, BGBl. Nr 400/1988, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz BGBl. I Nr 112/2012 geändert – hier im speziellen die § 16 Abs 1 Z 6 – die genauen Zahlen und Daten können auf der Homepage www.ris.bka.gv.at abgerufen werden.

Wichtige Detailinfos dazu: 

Es wurde klargestellt, dass Apothekenmitarbeiter, die ein arbeitgebereigenes Kfz auch für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte nutzen können, keine Pendlerpauschale (und damit gemäß § 33 Abs 5 Z 4 EStG auch kein Pendlereuro) zusteht. 

Es wurde klargestellt, dass wenn Apothekenmitarbeiter Familienheimfahrten als Werbungskosten berücksichtigten, daneben keine Pendlerpauschale für die Wegstrecke vom Familienwohnsitz (§ 20 Abs 1 Z 2 lit. e EStG) zur Arbeitsstätte zusteht. 

Weiters wurde klargestellt, dass pro Apothekenmitarbeiter maximal eine volle Pendlerpauschale im Kalendermonat zusteht. Damit soll sichergestellt werden, dass bei Aliquotierung des Pendlerpauschales maximal drei Drittel des Freibetrags die Steuerbemessungsgrundlage mindern können. Besteht bereits Anspruch auf eine volle Pendlerpauschale und werden bei einem weiteren Dienstverhältnis, welches grundsätzlich Anspruch auf eine volle Pendlerpauschale vermitteln würde, zusätzliche Wegstrecken für die Fahrten von der Wohnung zur weiteren Arbeitsstätte zurückgelegt, ist diese zusätzliche Wegstrecke für das Ausmaß des Pendlerpauschales zu berücksichtigen.

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100%iges Apotheken Kfz bei Vorhandensein einen Privat-Kfz?

von Steuerberater am 25.04.2013 in Steuerberatung

Gerade die deutsche Judikatur ist beispielhaft für Entwicklungen auch im österreichischen Steuerrecht. Nach einer letzten deutschen Judikatur reicht das Vorhandensein eines gleichwertigen Privatfahrzeugs aus, um die Vermutung einer privaten Nutzung des Apotheken-Betriebs-Kfz zu entkräften.

Derzeit widerspricht es jedoch nach Auffassung von VwGH und UFS der Erfahrung des täglichen Lebens, dass ein im Apothekenvermögen befindliches Kraftfahrzeug ausschließlich betrieblich verwendet wird. Und das auch selbst dann, wenn im Haushalt ein weiteres Fahrzeug vorhanden ist. Eine behauptete ausschließlich apothekennotwendige Nutzung des Kfz wäre grundsätzlich durch ein Fahrtenbuch nachzuweisen. Nunmehr hat der Bundesfinanzhof (BFH) in Deutschland die Ansicht der Vorinstanz bestätigt, wonach dieser Beweis des ersten Anscheins, der für eine private Nutzung betrieblicher Kfz spricht, entkräftet wird, wenn für private Fahrten andere Fahrzeuge zur Verfügung stehen, die dem betrieblichen Fahrzeug in Status und Gebrauchswert vergleichbar sind.

Dieser Entscheidung des BFH ist besonders für zwei Fallkonstellationen erhebliche Bedeutung beizumessen und gleichzeitig zu differenzieren:

  1. Ein Apotheken-Kfz wird ausschließlich betrieblich genutzt, ohne dafür über ausreichende Nachweise (z.B. Fahrtenbuch) zu verfügen.
  2. Ein Apotheken-Kfz wird teilweise privat genutzt, wobei der Privatanteil nicht genau nachweisbar ist.

Im ersten Fall kann der Anscheinsbeweis der Privatnutzung durch das Vorliegen zusätzlicher besonderer Umstände, wie das Vorhandensein eines gleichwertigen Privatfahrzeugs, eines anderen Familienfahrzeugs etc. entkräftet werden. 

Im zweiten Fall wären bei einer offensichtlichen, weil amtlich bereits bekannten Privatnutzung im Zuge einer Schätzung die besonderen Umstände bei der Festlegung des Ausmaßes der privaten Benützung mitzuberücksichtigen: Verfügt der Apotheker über ein Privat-Kfz, so wird die Privatnutzung eines ebenfalls ihm zur Verfügung stehenden betrieblichen Fahrzeugs nach der allgemeinen Lebenserfahrung geringer sein als für den Fall, dass in seinem Haushalt kein Privatfahrzeug vorhanden ist. 

Anzumerken ist, dass in Österreich derzeit noch nicht so ein liberaler Zugang vorhanden ist – jedoch wird die zukünftige Judikatur die Richtung dann vorgeben.

 

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Bargeldtransporte für den Apotheker

von Steuerberater am 03.04.2013 in Steuerberatung

Sollte der Apotheker mit höheren Bargeldbeträgen auf der Reise sein, gibt es wichtige Dinge zu beachten, damit in weiterer Folge keine negativen Konsequenzen für den Apotheker drohen. Grundsätzlich muss unterschieden werden, ob der Bargeldtransfer im innergemeinschaftlichen Reiseverkehr oder mit Überschreitung der EU-Außengrenze stattfindet. In ersterem Fall haben Apotheker, die Barmittel im Wert von € 10.000,00 oder mehr mit sich führen, gem. § 17b Abs 2 ZollR-DG bloß auf Verlangen der Zollorgane Auskunft zu geben und im zweiten Fall muss der Apotheker von sich aus selbst eine Anmeldung vollziehen.

Sollten diese verpflichtenden Meldungen vom Apotheker nicht gemacht werden und man von einem echten Unterlassungsdelikt ausgehen, könnten gemäß derzeitiger Rechtslage nach dem Finanzstrafgesetz Strafen verhängt werden. Diese sind dann in Abhängigkeit der nicht gemeldeten Summe gestaffelt. Leider sind keine speziellen strafrechtlichen Verjährungsvorschriften für die Anmeldepflicht im Bargeldverkehr vorhanden – eine Klarstellung wäre hier wünschenswert. In der Zwischenzeit kann man von den allgemeinen Vorschriften des Finanzstrafgesetzes ausgehen – jedoch ist anzuraten die Meldungen zu tätigen, weil damit keine Steuern oder Gebühren ausgelost werden und der Apotheker in der Zukunft beruhigt seinen Unternehmenstätigkeiten nachgehen kann.

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Vereinfachungen bei elektronischen Rechnungen für den Apotheker ab dem 01.01.2013

von Steuerberater am 26.02.2013 in Steuerberatung

Mit  Jahresbeginn  2013  ist es für den Apotheker zu einer grundsätzlichen Gleichstellung  zwischen der elektronischen Rechnung und der traditionellen Rechnung in Papierform gekommen. Zurückzuführen sind diese Vereinfachungen auf das Abgabenänderungsgesetz 2012, um damit auch das Ziel einer weitverbreiteten Anwendung der elektronischen Rechnungslegung (etwa per Email, als pdf-Datei oder als Web-Download) in der Zukunft zu erreichen. Damit der Rechnungsempfänger zum Vorsteuerabzug berechtigt ist, müssen jedoch neben den allgemeinen Rechnungsmerkmalen wie z.B. Namen  und  Anschriften, Leistungsbezeichnung,  Leistungsdatum/Leistungszeitraum,  Entgelt  und  Steuersatz  und  Hinweis auf Steuerbefreiung, UID usw. noch weitere Voraussetzungen vom Apotheker erfüllt werden. Am 28.12.2012 hat das BMF in einer Verordnung die Anforderungen an eine elektronische Rechnung präzisiert – wichtig ist dabei, dass die Echtheit der Herkunft, die Unversehrtheit des Inhalts und ihre Lesbarkeit gewährleistet sind.

Im Detail ist u.a. vom Apotheker ein Kontrollverfahren festzuschreiben, welches sicherstellt, dass die Rechnung  korrekt an den Rechnungsempfänger übermittelt wird. Bei  der Ausgestaltung des innerbetrieblichen Steuerungsverfahrens besteht für den Apotheker ein gewisser Handlungsspielraum, welcher gemeinsam mit dem Softwarelieferanten und dem Steuerberater abzuklären ist.

Daneben bestehen u.a. noch folgende Besonderheiten bei der elektronischen Rechnung für den Apotheker:

  • Die Übermittlung einer Rechnung mittels elektronischen Datenaustausches (EDI) war  schon bisher möglich, sofern es sich um ein Verfahren handelt, dass die Echtheit der Herkunft und die Unversehrtheit der Daten gewährleistet. Nicht mehr notwendig ist es, dass auch eine  Sammelrechnung übermittelt wird, sofern in dem EDI-Datensatz die umsatzsteuerlichen  Mindestangaben für Rechnungen enthalten sind.
  • Bei Anwendung der elektronischen  Signatur i.S.d. Signaturgesetzes ist zu beachten, dass nicht nur die Rechnung selbst, sondern auch das Signaturprüfungsprotokoll über den entsprechenden Zeitraum (allgemein 7 Jahre bis hin zu 22 Jahre für Umsatzsteuerzwecke) aufbewahrt werden muss. Liegt eine elektronische Rechnung als Ausdruck in Papierform vor, ist ihre zusätzliche elektronische Archivierung nicht notwendig.
  • Die Übermittlung einer elektronischen Rechnung über FinanzOnline bzw. über das  Unternehmensserviceportal (USP) ist derzeit nur an den Bund als Leistungsempfänger möglich.

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Automatischer Verlustausgleich für den Apotheker bei Wertpapierdepots?

von Steuerberater am 21.01.2013 in Steuerberatung

Mit dem Budgetbegleitgesetz (BBG) 2011 wurde die Besteuerung von Kapitalvermögen auf vollkommen neue Beine gestellt. Neben den bisher schon erfassten Früchten (insbesondere Zinsen und Dividenden) wurden auch Kursgewinne und Einkünfte aus Derivaten in die Besteuerung von Kapitalvermögen einbezogen. Danach erfolgten substanzielle Änderungen durch das AbgÄG 2011, das BBG 2012 und auch das 1. StabG 2012 in diesem Bereich. Das BMF hat mit einem 200-seitigen Erlass zu diesen neuen Regelungen Stellung bezogen.

Was bedeuten nun die oben angeführten Zeilen für den Apotheker. Ein automatischer Verlustausgleich darf nur bei privaten Einzeldepots, welche sich bei ein und derselben Bank befinden, vorgenommen werden! Für sogenannte Gemeinschaftsdepots erlaubt der Gesetzgeber keinen automatischen Verlustausgleich. Verluste auf solchen Depots können genauso wie betriebliche Depots (z.b. Kauf von Wertpapieren für den Freibetrag für investierte Gewinne) nur im Zuge der Einkommensteuererklärung direkt beim Finanzamt eingereicht und gegebenenfalls verrechnet werden. D.h. etwaige Verluste können erst im Rahmen der Bilanzierung der Zahlen des Apothekers berücksichtigt werden.

Von Seiten des Finanzamtes werden derzeit die Depotentnahme sowie der Depotübertrag von § 27 Abs 6 Z 1 lit. a EStG als fiktive Veräußerungstatbestände erfasst – dh. die Besteuerung erfolgt unabhängig von anderen Realisationsvorgängen.

Ein Praxistipp zur Prüfung mit ihrem Finanzberater wäre folgender: Die fiktive Realisierung durch Depotentnahme bzw. Depotübertrag gilt sowohl für Kursgewinne als auch für Kursverluste. Durch eine Depotentnahme oder einen nicht von der Einkommensteuer befreiten Depotübertrag ist es möglich, Verluste auch zu Optimierungszwecken zu realisieren. Im außerbetrieblichen Bereich (=Privatbereich) ist ansonsten eine tatsächliche Veräußerung zur Realisierung eines Verlusts notwendig. Anwendungsfälle dieser Optimierung können die Verlustoptimierung am Jahresende oder die Einlage in das Betriebsvermögen des Apothekers sein.

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Die Medizin namens „Gewinnfreibetrag“ gegen hohe Steuern für den Apotheker

von Steuerberater am 17.12.2012 in Steuerberatung

Bereits in den Jahren zuvor gab es die Möglichkeit für den Apotheker die Steuerbelastung zu reduzieren. Damit die sich die Medizin vollständig auswirken kann, sind die notwendigen Maßnahmen noch im aktuellen Jahr 2012 zu setzten – denn am 31.12.2012 ist es zu spät!

Die richtige Dosierung muss mit ihrem Steuerberater besprochen werden damit auch die maximale Wirkungskraft realisiert werden kann. Hinter dem Schlagwort „Gewinnfreibetrag” verbirgt sich für jeden Apotheker, welcher den Betrieb als Einzelunternehmer oder in Form einer Personengesellschaft betreibt, die enorme Chance Einkommensteuer zu sparen.

Dieser Gewinnfreibetrag kann in der Steuererklärung 2012 geltend gemacht werden – und das unabhängig, welche Gewinnermittlungsart gewählt bzw. gesetzlich verpflichtend vorgegeben wird. Zahlenmäßig kann der Gewinnfreibetrag quasi als Betriebsausgabe in Höhe von 13% des laufenden Jahresgewinns erfasst werden.

Folgende Detailinformationen gibt es, um die Steuerbegünstigung bestens auszunutzen:

Betragsgrenze: Apotheker können in den bereits angeführten Unternehmensformen einen Gewinnfreibetrag bis zu 13% des steuerlichen Gewinnes (einschließlich Übergangsgewinne, jedoch ausgenommen Veräußerungsgewinne), insgesamt jedoch höchstens € 100.000,00 gewinnmindernd absetzen. Man kann sich die Auswirkung so vorstellen, als ob man eine Zahlung für den Wareneinkauf getätigt hat – ohne jedoch jemals den Betrag tatsächlich überweisen zu müssen! Der begünstigungsfähige Maximalgewinn beträgt € 769.231,00.

Grundfreibetrag: Bis zu einer Gewinnhöhe von € 30.000,00 steht der neue Freibetrag von 13% ohne Nachweis von Investitionen zu. Für pauschalierte Gewinnermittler gem. §17 EStG kann nur dieser Grundfreibetrag berücksichtigt werden. Werden Einkünfte aus mehreren Betrieben erzielt, kann der Grundfreibetrag nach Wahl des Apothekers zugeordnet werden, sonst erfolgt eine Zuordnung im Verhältnis der Gewinne von Seiten des Finanzamtes automatisch!

Investitionsbedingter Gewinnfreibetrag: Übersteigt die Bemessungsgrundlage (betriebliche Gewinne bzw. Gewinnanteile) den Betrag von € 30.000,00, kann der 13%ige Gewinnfreibetrag (= € 3.900,00) vom übersteigenden Betrag nur insoweit geltend gemacht werden, als dieser investitionsbedingte Gewinnfreibetrag durch Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten begünstigter Wirtschaftsgüter gedeckt ist. Nicht zu den begünstigten Wirtschaftsgütern zählen u.a. der PKW, geringwertige Wirtschaftgüter, gebrauchte Wirtschaftsgüter usw.

Ein Praxisbeispiel von einem Apotheker als Einzelunternehmer:

Gewinn vor Freibetrag 150.000 EUR
davon 13% max. begünstigungsfähig 19.500 EUR
Investitionen in Tara-Computer & Wertpapiere 11.000 EUR
Grundfreibetrag 3.900 EUR
Investitionsbedingter Gewinnfreibetrag 15.600 EUR
Gewinnfreibetrag insgesamt 14.900 EUR
Gewinn endgültig aus Apotheke 135.100 EUR
Steuerersparnis im Jahr 2012 7.450 EUR

Neben diesen Detailinformationen und dem Praxisbeispiel sind noch einige meist betriebsspezifische Aspekte Ihrer Apotheke bei der Entscheidung und der Zahlenermittlung des Gewinnfreibetrag zu beleuchten. Nur ihr Steuerberater kann sie darüber informieren – vor allem muss der Gewinn für das Jahr 2012 geschätzt werden, weil die eventuellen Investitionen noch im laufenden Jahr 2012 angeschafft und in Betrieb genommen werden müssen.

Zu beachten ist ebenfalls, dass nur ganz spezielle Wertpapiere gem. § 14 Abs. 7 Z 4 EStG als Investitionen angeschafft werden können, wenn zB im aktuellen Jahr Investitionen im Offizinbereich, im EDV-Bereich usw. aus betriebswirtschaftlichen Gründen nicht zielführend sind. 

Als Vorschau für das Jahr 2013 – hier gibt es bereits eine neue Gesetzesfassung für den § 10 EStG für den Gewinnfreibetrag. Es wurden die %-Sätze als auch die Bemessungsgrundlagen geändert. Die Werte sehen wie folgt aus:

  • für die ersten € 175.000,00 der Bemessungsgrundlage 13%
  • für die nächsten € 175.000,00 der Bemessungsgrundlage 7%
  • für die nächsten € 230 000,00 der Bemessungsgrundlage 4,5%

Somit steht insgesamt höchstens ein Betrag von € 45.350,00 im nächsten Veranlagungsjahr jedem steuerpflichtigen Apotheker zu.

 

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Grundbuchsgebührennovelle – aktueller Stand für den Apotheker

von Steuerberater am 27.11.2012 in Steuerberatung

Gerade in den letzten Wochen und Tagen konnte man in den Medien sehr viel über diese geplante Novellierung hören und lesen. Es gab extreme Verschärfungen in den Regierungsvorlagen – damit wurde ein “Informationsabfragesturm” bei den Steuerberatern und Notaren ausgelöst. Leider konnte man als Steuerberater keine fixen Aussagen treffen, da es sich nicht um ein bereits beschlossenes Gesetz handelte. Nun gibt es eine klare Stellungnahme aufgrund der vielen positiven Initiativen von Seiten der Kammer der Wirtschaftstreuhänder (= Interessenvertretung der Steuerberater) die wie folgt lautet:

Der auf dem VfGH-Erkenntnis basierende Übergang von dem Einheitswert (= ist ein sehr niedriger fiktiver Wert einer Immobilie) auf den Verkehrswert als Bemessungsgrundlage für die 1,1%ige Grundbuchseintragungsgebühr kann ab 01.01.2013 zu einer erheblichen Kostensteigerung führen. Ganz besonders betrifft dies Schenkungen/Erbschaften und Umgründungen für Apotheker – immer dann wenn Grundstücksübertragungen in diesem Zusammenhang stattfinden. Jedoch wurde nunmehr durch das BM für Justiz klargestellt, dass der niedrige Einheitswert für entgeltliche und unentgeltliche Transaktionen innerhalb eines „ausgedehnten Familienbegriffesbeibehalten wird – dh es sind beispielsweise auch Enkel und Geschwister inkludiert! Noch wichtiger ist, dass die bisherige Regelung für alle Anträge gelten, die bis zum 31.12.2012 bei Gericht eingelangt sind.

Derzeit sind diese Ausführungen nur eine vorläufige Stellungsnahme und werden erst einem Gesetzesbeschluss zugeführt. Es sollten jedoch gerade diese Themen derzeit unbedingt noch mit ihrem Steuerberater besprochen werden, ob Handlungsbedarf besteht.

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Steuerberater

Änderung der Sachbezugswerteverordnung für Apotheker

von Steuerberater am 08.11.2012 in Steuerberatung

Im speziellen wurde nun die Sachbezugswerteverordnung für Apothekenmitarbeiter geändert, welcher eine Dienstwohnung zur Verfügung gestellt bekommen. Klarerweise liegt die rasche Verfügbarkeit des Apothekenmitarbeiters in der Apotheke nach der Natur des Dienstverhältnisses im besonderen Interesse des Apothekers. Überlässt nun der Apotheker einem Apothekenmitarbeiter kostenlos oder verbilligt eine arbeitsplatznahe Unterkunft in Form einer Wohnung, Appartement oder Zimmer, gilt Folgendes:

  • Bis zu einer Größe von 30 Quadratmetern ist kein Sachbezug anzusetzen.
  • Bei einer Größe von mehr als 30 Quadratmetern, aber nicht mehr als 40 Quadratmetern ist der Wert gemäß § 2 Abs.1 oder der Wert gemäß § 2 Abs.7 um 35 % zu vermindern, wenn die arbeitsplatznahe Unterkunft durchgehend höchstens 12 Monate vom selben Arbeitgeber zur Verfügung gestellt wird.

 Diese Neureglung ist anzuwenden, wenn die Einkommensteuer veranlagt wird, erstmals bei der Veranlagung für das Jahr 2013. Wird die Einkommensteuer in Form der Lohnsteuer durch Abzug eingehoben, dann gelten erstmals diese Werte für die Lohnzahlungszeiträume die nach dem 31. 12. 2012 enden – das sind die Apothekenmitarbeiter, welche von ihrem Steuerberater monatlich abgerechnet werden. Die Basis für diese Neuregelung ist die Verordnung der Bundesministerin für Finanzen, mit der die Verordnung über die Bewertung bestimmter Sachbezüge [Sachbezugswerteverordnung] geändert wird, BGBl. II Nr. 366/2012. Unten ist die Veröffentlichung zu sehen, mit welcher solch ein Gesetz in Kraft tritt.

 

BUNDESGESETZBLATT

FÜR DIE REPUBLIK ÖSTERREICH

Jahrgang 2012 Ausgegeben am 31. Oktober 2012 Teil II

366. Verordnung: Änderung der Sachbezugswerteverordnung

366. Verordnung der Bundesministerin für Finanzen mit der die Verordnung über die Bewertung bestimmter Sachbezüge (Sachbezugswerteverordnung) geändert wird

Zu § 15 Abs. 2 des Einkommensteuergesetzes 1988, BGBl. Nr. 400, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz BGBl. I Nr. 22/2012, wird verordnet:

Die Verordnung über die Bewertung bestimmter Sachbezüge (Sachbezugswerteverordnung), BGBl. II Nr. 416/2001, zuletzt geändert durch die Verordnung BGBl. II Nr. 468/2008, wird wie folgt geändert:

1. In § 2 wird nach Abs. 7 folgender Abs. 7a eingefügt:

„(7a) Liegt die rasche Verfügbarkeit des Arbeitnehmers am Arbeitsplatz nach der Natur des Dienstverhältnisses im besonderen Interesse des Arbeitgebers und überlässt der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer kostenlos oder verbilligt eine arbeitsplatznahe Unterkunft (Wohnung, Appartement, Zimmer), gilt Folgendes:

1. Bis zu einer Größe von 30 m2 ist kein Sachbezug anzusetzen.

2. Bei einer Größe von mehr als 30 m2 aber nicht mehr als 40 m2 ist der Wert gemäß Abs. 1 oder der Wert gemäß Abs. 7 um 35% zu vermindern, wenn die arbeitsplatznahe Unterkunft durchgehend höchstens zwölf Monate vom selben Arbeitgeber zur Verfügung gestellt wird.”

2. In § 8 wird folgender Abs. 3 angefügt:

„(3) § 2 Abs. 7a in der Fassung der Verordnung BGBl. II Nr. 366/2012 ist anzuwenden, wenn

– die Einkommensteuer veranlagt wird, erstmals bei der Veranlagung für das Jahr 2013,

– die Einkommensteuer (Lohnsteuer) durch Abzug eingehoben wird, erstmals für Lohnzahlungszeiträume, die nach dem 31. Dezember 2012 enden.”

Fekter

 

 

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Steuerberater

Kraftfahrzeuge von Apothekern und Mitarbeitern mit ausländischen Kennzeichen

von Steuerberater am 08.10.2012 in Steuerberatung

In der Vergangenheit wurden oft von Apothekern und Mitarbeitern, die seit längerer Zeit ihren Wohnsitz in Österreich unterhalten Fahrzeuge, welche im Ausland zugelassen sind, im Bundesgebiet bewegt. Hier kann es leider zu Recht zu sehr unangenehmen Überraschungen durch die Finanzverwaltung kommen – diese stellen sich in Form der Festsetzung der Normverbrauchsabgabe und der Kraftfahrzeugsteuer dar. Was sind die Gründe, warum im Ausland zugelassene Kraftfahrzeuge in Österreich steuerpflichtig werden können.

Grundlegend gibt es den Steuertatbestand der NoVA – gem. § 82 Abs 8 KFG ist bei der Verwendung eines Kraftfahrzeugs von länger als einem Monat als eine Verwendung eines Fahrzeugs mit dauerndem Standort in Österreich anzusehen. Bei einer länger als einem Monat dauernden Standortverlegung eines Kraftfahrzeugs nach Österreich muss das Fahrzeug daher bei den österreichischen Verwaltungsbehörden vom Apotheker zugelassen werden. Der ausländische Zulassungsschein und die ausländischen Kennzeichentafeln sind bei den österreichischen Verwaltungsbehörden abzugeben und deshalb ist dann u.a. die Normverbrauchsabgabe zu entrichten.

Ein dauernder Standort in Österreich (quasi länger als einen Monat) und daraus folgend als Anknüpfungspunkt für eine NoVA-Pflicht ist nach der herrschenden Rechtsprechung wie folgt abzustecken:

  • bei Privatpersonen: der Hauptwohnsitz des Apothekenmitarbeiters des Fahrzeugs
  • bei Unternehmerfahrzeugen: der Ort, von dem aus der Apotheken-Fahrzeughalter über das Fahrzeug verfügen kann 
  • bei Gastarbeitern: Wenn sich der Mittelpunkt der Lebensinteressen in Österreich befindet und dieser Apothekenmitarbeiter nur alle paar Monate (z. B. alle drei Monate) seinem Heimatland Besuche abstatten, ergibt sich die NoVA-Pflicht aufgrund eines dauernden Standortes in Österreich 
  • bei (ausländischen) Apothekenmitarbeiter-Pendlern: Bei Tages-, Wochen- oder Monatspendlern sowie bei den Saisonarbeitern gilt als Mittelpunkt der Lebensinteressen der Familienwohnsitz (= dauernder Standort)

Es gibt noch ganz spezifische Ausnahmen, wobei hier jeder einzelne Sachverhalt gesondert zu beurteilen ist und dazu einer Einzelfallprüfung zu unterziehen ist. 

Besonders wichtig zu wissen ist, dass die NoVA-Steuerschuld bereits nach Einbringung des Fahrzeugs in das Bundesgebiet fällig wird und nicht erst nach Ablauf der einmonatigen Frist nach der Kfz Zulassung. Die ebenfalls fällige Kraftfahrzeugsteuer wird gleichzeitig mit der NoVA-Vorschreibung fällig bzw. eingehoben. Steuerschuldner sind nicht nur der Zulassungsbesitzer sondern auch derjenige der das Kfz verwendet! 

Hinzuweisen ist, dass diese Bestimmungen über Fahrzeuge mit ausländischem Kennzeichen vielen Apothekern und Mitarbeitern nicht bekannt sind. Jedoch werden diese Sachverhalte von der Finanzverwaltung mittlerweile verstärkt kontrolliert und dienen gemäß der Auskunft der Behörde einerseits der Aufrechterhaltung von Steuerehrlichkeit und andererseits zu mehr Steuergerechtigkeit.

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Steuerberater

Vorsteuerrückerstattung aus EU-Mitgliedstaaten für den Apotheker für das Jahr 2011!

von Steuerberater am 19.09.2012 in Steuerberatung

Für den Apotheker kann es vorkommen, dass bei diversen Belegen und Rechnungen rechtskonform eine ausländische Mehrwertsteuer ausgewiesen wird. In der Praxis wird von den Apothekern zurecht die Frage gestellt, ob diese „ausländische Mehrwertsteuer” verloren geht oder nicht? Die angenehme Antwort ist – nein diese ist nicht verloren – man kann sich diese Beträge von den einzelnen EU-Mitgliedstaaten zurückholen.

Um eine Gutschrift des Betrages auf dem Bankkonto des Apothekers zu erreichen, sind jedoch einige formale Punkte und Anträge zu erledigen in Kombination mit einem bestimmten Zeitaspekt. Am 30. September 2012 endet die Frist für österreichische Apotheker, die Vorsteuern des Jahres 2011 in den jeweiligen EU-Mitgliedstaaten zurückzuholen wollen. Die Anträge sind dabei elektronisch über FinanzOnline einzureichen, welche dann in weiterer Folge von der österreichischen Finanzverwaltung zwischengeprüft werden. Ohne dass die Originalbelege oder Kopien vorgelegt werden müssen, wird dann in einem zweiten Schritt ein vollständiger und zulässiger elektronischer Antrag an den zuständigen Mitgliedstaat weitergeleitet. Jedoch können die einzelnen EU-Mitgliedstaaten ab einem Rechnungsbetrag von € 1.000,00 und bei Kraftstoffrechnungen bereits ab € 250,00 die Vorlage von Rechnungskopien verlangen. Die Bearbeitung des Antrages ist vom Erstattungsstaat grundsätzlich innerhalb von 4 Monaten durchzuführen, außer es wurden zusätzliche Informationen eingefordert.  Es ist wichtig zu wissen, dass eine Rückerstattung nur bei einem Jahresbetrag von mind. € 50,00 und bei einer unterjährigen 3 Monatsmeldung mind. € 400,00 erreichen muss. Außerdem sind unterschiedliche steuerliche Bestimmungen von Land zu Land hinsichtlich der Art und Ausmaß der Vorsteuerrückerstattung vorhanden – vor allem liegen Beschränkungen u.a. bei Verpflegungs- und Bewirtungsaufwendungen, Repräsentationskosten, Pkw-Aufwendungen usw. vor. Des Weiteren wurden von manchen ausländischen Behörden schon beglaubigte Übersetzungen von Rechnungen usw. verlangt. Dies hängt von der Höhe des zu erstattenden Betrages für den Apotheker ab und sollte somit in der Gesamtbewertung, ob und von wem überhaupt ein Rückerstattungsverfahren betrieben wird, vorab besprochen werden.

 

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Steuerberater

Kann eine Kleidung als Betriebsausgabe vom Apotheker erfasst werden

von Steuerberater am 22.08.2012 in Steuerberatung

Grundsätzlich ist festzuhalten, dass eine Kleidung in der Regel zu den Aufwendungen der Lebensführung gehört und damit steuerlich nicht absetzbar wäre. Diese Feststellung gilt selbst dann, wenn sie nahezu ausschließlich für die Apotheken-Berufsausübung benötigt wird. In einem Verwaltungsgerichtshoferkenntnis wurde am Beispiel eines Kameramannes wie folgt entscheiden: Selbst der Umstand, dass er seine Motive oft aus Extrempositionen aufnehmen muss, etwa auch im Schlamm liegend oder im Wasser stehend, führt nicht dazu, dass Aufwendungen für die Reinigung verschmutzter bürgerlicher Kleidung als Betriebsausgaben anerkannt werden.

Ein als Betriebausgabe abzugsfähiges Arbeitsmittel (Beispiel: Kleidung) liegt nur dann vor, wenn es sich um typische Berufs- oder Arbeitsschutzkleidung handelt. Gemäß erläuternden Kommentarausführungen können u.a. darunter fallen:

  • Arbeitsschutzkleidung: Schutzhelm, Asbestanzug, Fleischerschürze, spezielle Kleidung für Bedienstete der Müllabfuhr, des Straßendienstes, usw. 
  • typische Berufskleidung: Uniform, Arbeitsmantel, Leinenhose und weißer Mantel eines Arztes, Kochmütze, Talar eines Geistlichen bzw. Richters oder Staatsanwaltes; 
  • Bekleidungsstücke mit “Uniformcharakter” – zB Trachtenbekleidung einer Volksmusikgruppe mit Hinweis auf Gruppennamen, Einheitskleidung einer Firmengruppe/Apotheke; 
  • Bekleidungsstücke, die als Kostüm eines Schauspielers einer von ihm verkörperten Rolle dienen, bei Ausschluss einer privaten Verwendungsmöglichkeit, betr. Damenbekleidung eines männlichen Schauspielers

Von besonderer Wichtigkeit für den Apotheker ist, dass die Anschaffung von Kleidung für Apothekenmitarbeiter prinzipiell auch dann Betriebsausgabe ist, wenn die Merkmale der Berufskleidung nicht vorliegen. Wird dieser Sachverhalt erfüllt, liegt diesfalls jedoch ein Sachbezug vor, welcher in der Lohnverrechnung entsprechende berücksichtigt werden muss.

 

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Steuerberater

Der Besteuerungsvergleich des Apothekers in Österreich mit der Slowakei!

von Steuerberater am 09.08.2012 in Steuerberatung

Gerade in dem Bereich der Besteuerung gibt es im internationalen Vergleich große Unterschiede in der Höhe der %-Sätze. Jedoch bedeutet ein niedriger Steuersatz nicht gleichzeitig, dass der Apotheker weniger an Steuern bezahlt – von enormer Wichtigkeit ist, die Basis auf welcher dieser %-Satz angewendet wird, um nicht getäuscht zu werden. Diese Bemessungsgrundlage wird jedoch grundsätzlich für den Apotheker unbekannt bleiben, weil diese Zahlen meist nur Steuerberater errechnen können und in den Massenmedien nicht publiziert werden. Auch die Arbeitsdauer muss berücksichtigt werden, sprich ab welchem Alter man die Pension antreten könnte.

In der Slowakei ist derzeit geplant, dass der sogenannte „Flat Tax” abgeschaffen wird. Das derzeitige slowakische Steuerrecht sieht für Körperschaftsteuer und Einkommensteuer einen einheitlichen Steuersatz von 19% vor (Flat Tax). Aufgrund notwendiger Maßnahmen zur Konsolidierung des Staatshaushalts steht diese Besteuerung (Flat Tax) nun vor dem Aus. Ab dem Jahr 2013 soll die Körperschaftsteuer auf 23% erhöht werden. Für die Einkommensteuer ist eine zweite Tarifstufe vorgesehen. Für steuerpflichtige Apotheker ab einem Bruttomonatsgehalt von € 2.700 soll der Einkommensteuersatz auf 25% steigen. Beim Umsatzsteuersatz, der ja bereits in der Vergangenheit von 19% auf 20% (Normalsatz) erhöht wurde, ist nach derzeitigem Kenntnisstand keine Änderung geplant, damit der Konsum nicht abermals negativ belastet wird. Parallel dazu ist als Sparmaßnahme auch die Erhöhung des Pensionsalters von 62 auf 67 Jahre geplant.

Diese oben angeführten Punkte zeigen, dass Österreich mit der bestehenden Besteuerung i.V.m. der Slowakei, relativ gut mithalten kann. Neben den hardfacts zählen u.a. auch die politische und die steuerliche Sicherheit zu wichtigen Indikatoren und hier ist Österreich im Spitzenfeld.

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Steuerberater

Das Fahrtenbuch des Apothekers!

von Steuerberater am 12.07.2012 in Steuerberatung

Gerade das Fahrtenbuch, falls ein solches überhaupt vorhanden ist, stellt an den Apotheker größte Herausforderungen. Bei fast jeder Betriebsprüfung werden Mängel festgestellt und damit können abweichend andere Beträge im Jahresabschluss erfasst werden. Leider gibt es nur „Leitlinien” wie ein solches Fahrtenbuch zu führen ist, weil immer der Einzelfall geprüft werden muss.

Es gibt jedoch Mindestanforderungen an ein ordnungsgemäßes Fahrtenbuch. Ein Fahrtenbuch ist nicht ordnungsgemäß, wenn Fahrten des Apothekers darin nicht vollständig wiedergegeben werden – dh grundsätzlich der Ausgangs- und Endpunkt der Fahrt aufgezeichnet wird.

Ist als Endpunkt nur eine Straße bezeichnet, aber weder Hausnummer noch Name des besuchten Kunden oder Unternehmens angegeben, ist das Fahrtziel nicht hinreichend präzise bestimmt. Denn im Hinblick auf die Funktion des Fahrtenbuchs, hinreichende Gewähr für Vollständigkeit und Richtigkeit der dort aufgezeichneten Fahrten zu bieten, bleibt eine solche ungenaue Angabe hinter dem Erforderlichen zurück. Angaben durch Nennung allein der Straße gestatten es insbesondere nicht, Aufzeichnungen mit vertretbarem Aufwand auf materielle Richtigkeit hin zu überprüfen. So genügen schon bloße Ortsangaben ohne weitere Benennung des aufgesuchten Kunden oder Geschäftspartners nicht den Anforderungen an ein ordnungsgemäßes Fahrtenbuch. Dies vor allem, wenn nicht nur Angaben zum aufgesuchten Kunden oder Geschäftspartner fehlen, sondern auch Ortsangaben sich in bloßer Nennung eines Straßennamens erschöpfen oder keine Straßen, sondern lediglich Namen von Unternehmen mit einer Vielzahl von Filialen im Stadtgebiet, genannt werden. Auch in diesem Fall lässt sich unter Hinzuziehung der angegebenen Gesamtkilometer für solche Fahrten das Fahrtziel nicht konkretisieren, sondern lediglich der Umkreis bestimmen, in dem der mögliche Kunde oder Geschäftspartner ansässig ist und hätte besucht werden können.

Wie aus den oben angeführten Zeilen ersicht ist, stellt ein Fahrtenbuch ganz detaillierte Anforderungen, damit das Finanzamt die Betriebsausgaben im Zusammenhang mit dem Apotheken-Pkw anerkennt. Eine genaue „Fallspezifische Abklärung” mit ihrem Steuerberater ist unbedingt notwendig.

 

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Steuerberater

Sind Lebensversicherungsprämien für den Apotheker abzugsfähig?

von Steuerberater am 24.05.2012 in Steuerberatung

Gerade in dem Bereich der Lebensversicherungen werden sehr viele Angebote am Markt gehandelt. Nun stellt sich die Frage, ob unter bestimmten Umständen die Versicherungsprämien eine Betriebsausgaben für den Apotheker darstellen können. Gemäß § 4 Abs. 4 Z 1 lit. a EStG 1988 sind Beiträge des Versicherten Apothekers zur Pflichtversicherung in der gesetzlichen Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung jedenfalls Betriebsausgaben. Das entscheidende Element der Abzugsfähigkeit als Betriebsausgabe ist, dass diese gesetzlich verpflichtend vorgeschrieben wird. Das heißt im Umkehrschluss, dass das Gesetz nicht auf eine gleichartige Wirkung anderer Versicherungsprodukte abstellt, sondern auf den durch die Anwendung gesetzlicher Bestimmungen sich ergebenden Zwangscharakter der Beiträge.

In einem jüngst ausjudizierten Fall, war der gegenständliche Fall dahingehend konzipiert, dass eine private Rentenversicherung bzw. Lebensversicherung betrieblich erfasst wurde. Die klare Entscheidung wurde getroffen, dass diese Versicherungsprämien nicht „Zwangscharakter” haben und deshalb unbestritten nicht als Betriebsausgaben zu erfassen sind. Auf die darüber hinaus bestehenden Unterschiede wie Anspruch auf Rückkauf, Kapitalabfindung und Nennung eines Bezugsberechtigten kommt es nicht mehr an.

Somit kann festgestellt werden, dass Lebensversicherungsprämien eventuell nur als sogenannte Sonderausgaben unter bestimmten Voraussetzungen eine Berücksichtigung in der Steuererklärung des Apothekers Anwendung finden können.

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Steuerberater

Neue Richtwerte für Apotheken-Dienstwohnungen!

von Steuerberater am 04.05.2012 in Steuerberatung

Mit Ende März wurden die ab dem 1. April 2012 anzuwendenden mietrechtlichen Richtwerte in den entsprechenden Medien kundgemacht. Diese gelten nun bis zum 31.3.2014. Je nach Bundesland sind verschiedene Werte pro Quadratmeter Nutzfläche veröffentlicht worden. Die folgende Tabelle gibt Aufschluss über die aktuellen Werte und Unterschiede zwischen den Bundesländern:

Diese Richtwerte gelten u.a. für die Neuvermietung von Wohnungen, die unter das Richtwertsystem fallen. Bei bestehenden Richtwertmietverträgen kann die Wertanpassung unter Einhaltung einer 14-tägigen Verständigungsfrist geltend gemacht werden. Jedoch kann man frühestens ab dem auf das mietrechtliche Wirksamwerden folgenden Zinstermin den neuen Wert einfordern. Bedeutung haben diese Richtwerte im besonderen auch im Zusammenhang mit Apotheken-Dienstwohnungen – im Detail mit dem sogenannten Sachbezügen. Die oben angeführten Richtwerte 2012 sind demnach ab 2013 für die Sachbezugsbewertung heranzuziehen. Für das Jahr 2012 gelten für Sachbezüge noch die niedrigeren Werte, denn es ist jeweils der am 31. Oktober des Vorjahres geltende Richtwert als Sachbezugswerte der ApothekenDienstwohnungen für eine kostenlos oder verbilligt zur Verfügung gestellte Wohnung maßgebend.

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Steuerberater

Welcher Wohnsitz ist für das Pendlerpauschale des Apothekenangestellten entscheidend

von Steuerberater am 19.04.2012 in Steuerberatung

Die Kosten eines Apothekenangestellten für Fahrten zwischen seinem Wohnsitz und der Apotheke werden grundsätzlich durch den Verkehrsabsetzbetrag pauschal mit einem Betrag von € 291,00/Jahr abgegolten. Durch diesen Verkehrsabsetzbetrag sollen die Kosten für eine Autobenutzung oder die Kosten für die öffentlichen Verkehrsmittel abgedeckt werden. Zusätzlich kann es fallspezifisch in Abhängigkeit von der Entfernung und von dem Umstand, ob die Benutzung eines Massenverkehrsmittels zumutbar oder überhaupt möglich ist, zur Gewährung des kleinen bzw. großen Pendlerpauschales kommen.

Als Beispiel mit verschiedenen Wohnsitzen kann folgende Aussage getroffen werden: Ein Apothekenangestellten mit einem Familienwohnsitzes in Ungarn und der Apotheken-Arbeitsstätte in Österreich will die Geltendmachung des großen Pendlerpauschales in seiner Steuererklärung anstreben. Die Entfernung zwischen den Orten beträgt über 60 km pro Einzelfahrt. Hier ist dann zu Untersuchen, ob der Apothekenangestellte noch einen Nebenwohnsitz innehat. Sollte z.B. eine Dienstwohnung vorhanden sein, dann stellt diese Dienstwohnung den entscheidenden Ort für die Berechnung des Pendlerpauschales dar. Des weiteren würde als Wohnsitz neben einer Dienstwohnung oder Garconniere z.B. auch eine Schlafstelle gelten. Eine Schlafstelle mit Wohnsitzcharakter ist ein Raum, welcher nicht mit anderen Apothekenangestellten geteilt werden muss. Sollte nun diese Dienstwohnung bzw. Schlafstelle tatsächlich genutzt werden und durchschnittlich nur einmal pro Woche eine Fahrt zum Familienwohnsitz nach Ungarn getätigt werden, dann steht die Geltendmachung des großen Pendlerpauschales nicht zu.

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Steuerberater

Stabilitätsgesetz 2012 – Solidarbeitrag für besserverdienende Apotheker!

von Steuerberater am 20.03.2012 in Steuerberatung

Mit dem angekündigten Sparpaket der Regierung wurde gerade der „Besserverdienende Apotheker” in Österreich auch ins Visier der Steuer genommen. Die Beschlussfassung im Parlament mit dem 28. März 2012 ist nach wie vor offen.

Im Stabilitätsgesetz 2012 gibt es einen Punkt mit der Bezeichnung Solidarbeitrag für Besserverdiener – im Detail kann man zwei Gruppen von Apothekern sehen.

Die erste Gruppe sind die Apotheker im Angestelltenverhältnis, die mehr als € 185.000 brutto pro Jahr verdienen und gemäß dem Steuerplan sollten diese ab 2013 einen bis zum Jahr 2016 befristeten Solidarbeitrag leisten. Im Kern geht es dabei um eine höhere Besteuerung des bisher mit 6% begünstigt besteuerten 13. und 14. Monatsgehalts. Bis zu einem Jahreseinkommen von € 185.000 werden der 13. und 14. Bezug unverändert mit 6% besteuert. Bei darüber hinausgehenden Bezügen bis zu einer Jahresgrenze von € 360.000 wird mit 27% besteuert, bis zur nächsten Grenze von € 594.000 pro Jahr dann mit 35,75%. Für die über dieser Grenze liegenden Bezüge kommt sogar der Spitzensteuersatz von 50% zur Anwendung.

Die zweite Gruppe sind Einkommensteuerpflichtige Apotheker und diese müssen sich ab 2013 auf eine befristete Reduktion des 13%igen Gewinnfreibetrags einstellen. Dieser gilt nur bis zu einem Gewinn von € 175.000. Für Gewinne zwischen € 175.000 und € 350.000 wird der Gewinnfreibetrag auf 7% reduziert, zwischen € 350.000 und € 580.000 liegt er nur noch bei 4,5% und für darüber hinausgehende Gewinne soll es schließlich gar keinen Gewinnfreibetrag mehr geben.

Bei einem Planzahlenbesprechungstermin sollten diese neuen Punkte unbedingt mitkalkuliert werden.

 

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