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APA OTS

Keine Schwächung der Salzburger Gesundheitsversorgung!

Branchen News vom 23.04.2018

Salzburg (OTS) – In Salzburg unterstützen Gesundheits-Landesrat Christian Stöckl, die Landes-Apothekerkammer und die Salzburger Gesellschaft für Allgemeinmedizin die Forderungen der Salzburger Deklaration zum Erhalt der regionalen Gesundheitsversorgung. Diese Deklaration ist von allen Länder-Ärztekammern und Gebietskrankenkassen am 30. März verabschiedet worden. SGKK-Obmann Andreas Huss fasst zusammen: „Die derzeitig kolportierten Vorhaben zur Zentralisierung der Krankenversicherung würden bedeuten, dass die SGKK keine Entscheidungen mehr zu Art und Ausmaß der Gesundheitsversorgung treffen kann. Wo es Kassenärzte gibt, würde dann in Wien entschieden. Zusätzlich würden die derzeitigen Pläne ein Minus von bis zu 25 Millionen Euro jährlich für Salzburg bedeuten – das wären rund 100 Arztstellen.“ Die SGKK ist der Meinung, dass Entscheidungen für die Gesundheitsversorgung der Salzburger in Salzburg getroffen werden sollten. Das wird nun von vielen Einrichtungen, die das Gesundheitssystem tragen, unterstützt.

Präsidentin Kornelia Seiwald (Salzburger Apothekerkammer): „Gesundheitsversorgung ist regional! Die Salzburger GKK ist für uns ein verlässlicher und professioneller Partner. Gemeinsam setzen wir viele wichtige Aktionen zur Verbesserung des Gesundheitswesens im Land. Geht´s der Salzburger GKK gut, geht´s auch den Menschen, den Patienten gut. Daher sind wir für den Erhalt der regionalen Krankenversicherung.“

Dr. Bernhard Fürthauer (Salzburger Gesellschaft für Allgemeinmedizin): „Gesundheitsversorgung für unsere Patienten! SGKK, SAGAM, Ärztekammer sowie Landesregierung haben gemeinsam Leuchtturmprojekte für die hausärztliche Versorgung geschaffen, etwa die bezahlte „Lehrpraxis“ für angehende Ärzte. Diese stellt eine wesentliche Förderung für zukünftige Hausärzte dar. Das Projekt wird inzwischen österreichweit umgesetzt. Derartige Initiativen sind nur durch das „Salzburger Klima“ möglich, d.h. durch gegenseitige Wertschätzung und eine konstruktive, ergebnisorientierte Kommunikation auf Augenhöhe. Mit einer zentralen Verwaltung in Wien wäre das in dieser Form sicher nicht realisierbar gewesen.“

Dr. Christian Stöckl, Gesundheits- und Spitalsreferent, Land Salzburg: „Ich unterstütze die Salzburger Deklaration insofern, dass auch weiterhin die regionalen Bedürfnisse berücksichtigt und die Entscheidungsbefugnisse vor Ort und das bewährte System der Selbstverwaltung aufrechterhalten werden müssen. Ich habe Verständnis, dass es – so wie bisher – einen gewissen finanziellen Ausgleich bzw. einen Solidaritätsfonds gibt. Flexibilität zwischen den einzelnen Kassen ist notwendig. Die Harmonisierung der Leistungen muss vorangetrieben werden.“