Artikel vom September 2017

Hauser Wolfgang

Klingelton – Revolution in der Apotheke

von Hauser Wolfgang am 19.09.2017 in Beratung

Sie alle kennen das. Es ist plötzlich viel los an der Tara und mittels Klingel werden die Teammitglieder im Back-Office-Bereich informiert, dass Hilfe an der Tara unverzüglich wünschenswert ist. In der Übersetzung heißt das, dass der normale Aufenthaltsort von “Nicht-Pharmazeuten” offensichtlich außerhalb des Offizinbereichs bzw. des Tarabereichs ist und diese Grundhaltung nur bei Ertönung der Klingel geändert wird.

Es gibt auch Apotheken bei denen sich der Klingelknopf im Hinterbereich befindet und der Klingelton an der Tara. Dieser wird dann getätigt, wenn Hilfe im Back-Office-Bereich unausweichlich erforderlich ist. Der normale Aufenthaltsbereich der Teammitglieder ist in den heiligen Räumlichkeiten (Offizin + Tara) und nur dann wenn die Klingel ertönt wird nach hinten gegangen und ausgeholfen. Wenn sich die akute Arbeitsbelastung normalisiert, dann wird der normale Aufenthaltsort (Offizin + Tara) wieder aufgesucht.

In diesen Apotheken ist die Aufenthaltsdauer von Kunden signifikant gestiegen und dadurch die Roherträge ebenso.

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Wilke Jens

Apotheke & Social Media – ja brauchen wir denn das?

von Wilke Jens am 19.09.2017 in Allgemein

Social-Media Plattformen wie Facebook, Instagram und Twitter verzeichnen seit Jahren kontinuierliche Mitgliederzuwächse. Etwa die Hälfte aller Österreicher hat einen Facebook-Account. Nicht nur Privatpersonen sind auf diesen Plattformen unterwegs, auch Unternehmen präsentieren sich dort zunehmend. Eine der meist gestelltesten Fragen wenn es um das Marketingkonzept einer Apotheke geht, ist demnach die Frage, ob man mit der eigenen Apotheke auf Social-Media Plattformen präsent sein sollte oder nicht.

Bislang sind weit über 200 Apotheken in Österreich auf Facebook vertreten. Die Vorteile liegen auf der Hand: die Apotheke kann sich von ihrer besten Seite zeigen, ihr Know-how und ihre Kundenorientierung präsentieren. Die ohnehin offline angebotenen und beworbenen Produkte können auch der internetaffinen Zielgruppe zugänglich gemacht werden und sie können blitzschnell mit den Kunden kommunizieren, auf bevorstehende Aktionen und Veranstaltungen aufmerksam machen. Auch Umfragen können Sie über diese Plattformen abwickeln und Kunden können direkt Feedback geben, worauf Sie wiederum zeitnah reagieren können.

Ein guter Social-Media Auftritt kommt jedoch nicht von allein und bedeutet ein gutes Stück Arbeit. So ein Projekt schluckt Zeit und damit auch Geld. Zwar ist so ein Account in wenigen Minuten erstellt, aber wird dieser nicht richtig und regelmäßig gepflegt, erreichen Sie genau das Gegenteil Ihrer Intention. Kunden kommen in Ihre Apotheke und bestehen auf die Einlösung uralter Rabatte auf Ihrer Facebook-Seite – lösen Sie sie nicht ein, ist das nicht gerade ein Gewinn für die Kundenzufriedenheit. Unseriöse oder veraltete Posts vermitteln schnell den Eindruck von Unerfahrenheit und Desinteresse – eben genau das, was Sie nicht wollen.

Deshalb überlegen Sie sich gut, ob Sie das Projekt angehen wollen und wenn ja, dann richtig.

Zuallererst sollten Sie folgende Punkte durchdenken:

  • Wer sind meine Kunden? Alter, Geschlecht, Aufenthaltsort, Interessen. Sind meine Kunden und Wunsch-Kunden überhaupt in Social-Media unterwegs? Wenn ja, auf welcher Plattform?
  • 75% der Seiten-Besucher einer Apotheken-Facebook-Seite sind Frauen, ein Großteil zwischen 18 und 44 Jahre alt. Eine noch jüngere Zielgruppe finden Sie z.B. auf Instagram.
  • Welche Ziele wollen wir damit erreichen? Die Formulierung eines Ziels ihres Social-Media Auftritts ist entscheidend. Was erwarten wir uns?Beachten Sie, dass ein Social-Media Account eine herkömmliche Werbekampagne nicht vollständig ersetzen, sondern nur unterstützen kann. Der richtige Marketing-Mix macht’s!
  • Wollen Sie nur ihr Image stärken, oder direkt aus der Plattform Umsatz generieren indem Sie auf Rabatte aufmerksam machen? Wollen Sie Umfragen erstellen, den Kunden eine Feedbackfunktion geben und so die Kundenzufriedenheit erhöhen? Oder wollen Sie lediglich mehr Kunden zu ihren Veranstaltungen locken?
  • Schätzen Sie den zeitlichen und personellen Aufwands und auch den Nutzens ab. Regelmäßige Postings und Einträge ein bis zwei Mal pro Woche sind Pflicht. Die Seite muss mit Leben gefüllt werden, damit sie für die Besucher interessant bleibt.
  • Der Nutzen ist schwierig zu messen – wenn richtig gemacht, bringt der Auftritt in jedem Fall eine Imageverbesserung und Steigerung der Kundenzufriedenheit. Zusätzlichen Umsatz können Facebook-Profis auch messen.

Experten meinen, dass der Facebook-Hype in wenigen Jahren schon wieder vorbei sein könnte und – nein, Sie müssen nicht jedem Trend hinterherlaufen. Manche Apotheken fahren gut mit einer seriös konservativen Marketingstrategie. Aber: denken Sie das Ganze einmal durch und seien Sie offen für Neues!

Für alle, die sich für Social Media entscheiden oder bereits auf einer solchen Plattform präsent sind, gibt es einige konkret umsetzbare Tipps im nächsten Beitrag.

Alles Gute
Ihr Jens Wilke

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Schneider Johannes

Betriebsunterbrechung im Sachbereich, ein oft unterschätztes Risiko

von Schneider Johannes am 19.09.2017 in Versicherung

Eine betriebliche Sachversicherung für die Betriebseinrichtung, EDV und Waren ist für die allermeisten selbstverständlich. Diese schützt jedoch nur die Sachwerte des Unternehmens – der Fortbestand der Apotheke ist dadurch aber noch nicht abgesichert.

Oft wird vergessen, dass die Folgen eines Brandes, einer Explosion, eines Leitungswasserschadens, einen Einbruchschadens oder Sturmschadens in der Praxis oft größer sein können als der Sachschaden selbst. Die Kosten laufen weiter, aber der Erlös sinkt.

Ein Feuerschaden zum Beispiel kann die Betriebstätigkeit erheblich einschränken oder im schlimmsten Fall sogar komplett zum Stillstand bringen. Die Erlöse gehen zurück oder fallen für eine gewisse Zeit komplett aus. Die Fixkosten wie Gehälter, Miete, Darlehensrückzahlungen und vieles mehr sind jedoch auch weiterhin zu zahlen. Dies kann schnell zu Liquiditätsengpässen führen. Dazu kommt noch, dass in so einer Situation meist auch mit höheren kurzfristigen Zusatzzahlungen – wie z.B. der kurzfristigen Anschaffung eines Containers oder Umräumarbeiten – zu rechnen ist.

Wesentliche Eckpunkte einer Bertriebsunterbrechungsversicherung sind die Höhe der gewählten Versicherungssumme und die Länge der Haftungszeit.

Deckungsbeitrag

Die Formel für die Berechnung der Versicherungssumme – auch Deckungsbeitrag genannt – ist: Umsatz minus variable Kosten = Fixkosten

Zu den Fixkosten zählen

  • Gehälter und Löhne einschließlich Sozialaufwendungen
  • Fremdkapitalrückzahlungen einschließlich der Zinsen
  • Grundgebühren für Energie, Heizung, u.s.w.
  • Mietkosten
  • EDV, Warenroboter, Serviceverträge, …

Haftungszeit

Die Haftungszeit ist der Zeitraum, in welchem der Unterbrechungsschaden bezahlt wird. Dieser kann individuell gewählt werden. Im Regelfall werden sechs bis zwölf Monate gewählt. Es gibt aber Situationen, wo die Haftungszeit länger gewählt werden sollte. Befindet sich die Apotheke beispielsweise in einem denkmalgeschützten Gebäude, ist es überlegenswert, die Haftungszeit z.B. auf 24 Monate zu verlängern, da es oft länger dauern kann, bis ein solches Gebäude wieder restauriert wird.

Die Leistungen einer Betriebsausfallversicherung

Eine Betriebsausfallsversicherung

  • ersetzt die laufenden Kosten
  • sichert die Personalkosten – dadurch kann die Qualität der Apotheke erhalten werden
  • leistet sehr oft Vorauszahlungen
  • ersetzt den tatsächlichen entgangenen Deckungsbeitrag

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Kammerstetter Regina

Der Gewinnfreibetrag

von Kammerstetter Regina am 19.09.2017 in Steuerberatung

Der Gewinnfreibetrag steht allen natürlichen Personen mit betrieblichen Einkünften (Land- und Forstwirtschaft, Selbständige Arbeit und Gewerbetrieb) zu. Auch bei Personengesellschaften (z.B. OG, KG) kann jeder Gesellschafter in Höhe seiner Beteiligung den Gewinnfreibetrag beanspruchen.

Es gibt zwei Arten:

  • Grundfreibetrag
    Der Grundfreibetrag wird automatisch in der Höhe von 13% des Gewinnes berücksichtigt. Die Obergrenze beträgt € 3.900 (13% von € 30.000)
  • Investitionsbedingter Gewinnfreibetrag
    Um über den Grundfreibetrag hinaus einen Freibetrag in Anspruch nehmen zu können, muss der Unternehmer investieren. Und zwar in bestimmte abnutzbare körperliche Wirtschaftsgüter mit einer Nutzungsdauer von mindestens vier Jahren oder in bestimmte Wertpapiere (z.B. bestimmte Anleihen für Banken/Staaten, Investmentfonds). Die bis 31.12.2016 geltende Beschränkung auf Wohnbauanleihen wurde 2017 aufgehoben.

Nicht begünstigt sind folgende Wirtschaftsgüter:

  • Personen- und Kombinationskraftfahrzeuge
  • Luftfahrzeuge
  • Geringwertige Wirtschaftsgüter (bis € 400 netto)
  • Gebrauchte Wirtschaftsgüter
  • Wirtschaftsgüter, die von einem Unternehmen erworben werden, das unter beherrschendem Einfluss des Steuerpflichtigen steht

Staffelung des Gewinnfreibetrages:

  • Für die ersten € 175.000 Jahresgewinn 13%
  • Für die weiteren € 175.000 Jahresgewinn 7%
  • Für die weiteren € 230.000 Jahresgewinn 4,5%

Es können also insgesamt Investitionen in Höhe maximal € 45.350 im Veranlagungsjahr steuerfrei bleiben.

Achtung: scheidet das Wirtschaftsgut innerhalb der Behaltefrist von vier Jahren aus dem Unternehmen aus oder wird ins Ausland verbracht – außer bei höherer Gewalt oder behördlichem Eingriff – dann ist der geltend gemachte Gewinnfreibetrag nachzuversteuern. Bei Wertpapieren unterbleibt die Nachversteuerung, wenn im Jahr des Ausscheidens eine Ersatzbeschaffung erfolgt.

Nicht vergessen: diese Wirtschaftsgüter sind in einem Anlagenverzeichnis zu führen

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Bischoff Fritz | BD Rowa

Ausgezeichnete Kommissionierautomaten

von Bischoff Fritz | BD Rowa am 19.09.2017

Platz 1 in der Kategorie Kommissionierautomaten – Im Rahmen der Expopharm 2017 wurde BD Rowa zum sechsten Mal in Folge mit dem „Apotheken-Favoriten“ prämiert.

Im Auftrag des Apotheken Management Instituts und der Zeitschrift „Die erfolgreiche Apotheke“, haben die DAP und QuintilesIMS eine Befragung unter rund 14.900 Apothekeninhabern und Filialleitern durchgeführt. Auf dem Prüfstand standen die Dienstleistungsqualitäten der wichtigsten Partner der Apotheken in den verschiedensten Sparten, von Großhändlern über die Hersteller von OTC-, Generika- und Kosmetik-Produkten bis hin zu Kreditinstituten. In der Kategorie der Kommissionierautomaten konnte BD Rowa wieder mit seinen flexiblen, automatisierten Lagersystemen überzeugen. 58,9% der 410 Apotheker, die den Fragebogen zur Umfrage zurückschickten, haben sich für die Rowa Systeme ausgesprochen. Besonders hervorgehoben wurde die gute Servicequalität.

„Wir verstehen uns als Partner der niedergelassenen Apotheke. Daher sind wir stolz darauf, dass die Apotheker uns ihr Vertrauen aussprechen“, betont Dirk Bockelmann, Vertriebsleiter International bei BD Rowa.  „Neben den Kommissionierautomaten haben wir unser Sortiment in den vergangen Jahren um ein breites Angebot an digitalen Produkten erweitert – von der interaktiven Produktpräsentation bis hin zu Service-Terminals und unterstützen so die Apotheker auf Ihrem Weg in die digitale Zukunft.“

ApothekenCOACH

Aktuelle Umfrage September 2017

von ApothekenCOACH am 19.09.2017 in Allgemein

Die September-Umfrage lautet:

Haben Sie ein konkretes Marketingbudget in Ihrer Apotheke?

Stimmen Sie ab!

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