Artikel vom März 2017

Hauser Wolfgang

Hintergrundmusik Umsetzungstipps

von Hauser Wolfgang am 20.03.2017 in Allgemein

Für Hintergrundmusik in Geschäftsräumen ist fast immer AKM-Gebühr zu entrichten:

  • Die Höhe der Gebühr ist abhängig von der Art des Betriebes, der Fläche sowie der Zahlungsweise. Die Kosten für ein Geschäftslokal mit 200 m2 Fläche betragen bei jährlicher Zahlungsweise zB knapp 420 EUR ohne Steuer (Berechnung online).
  • Die AKM Gebühr ist für die Aufführung zu bezahlen, die Musik muss extra erworben werben – also entweder auf CD bzw. MP3 oder es wird Radio abgespielt, dann ist zusätzlich die GIS zu bezahlen

Als AKM -Alternative gibt es komplett kostenfreie Musik, die ganz ohne Lizenzgebühren aufgeführt werden darf – Umfang und Qualität des Angebots sind aber bescheiden, daher eher nicht empfehlenswert für die Beschallung eines Geschäftslokals

Eine echte AKM – Alternative ist kostenfreie Musik in Verbindung mit einer Aufführungs-Lizenz

  • Lizenzfreie Musik ist in der Regel kostenlos, nur für die öffentliche Aufführung muss eine Gebühr entrichtet werden
  • Man zahl also nicht doppelt
  • Die Lizenz wird entweder monatlich entrichtet – Vorteil größeres Angebot, da alle Titel genutzt werden dürfen – oder einmalig erworben – Vorteil keine laufenden Kosten, Nachteil ist ein meist kleineres Angebot
  • Beispiel eines Anbieters mit monatlicher Lizenz: Jamendo – Kosten pro Jahr für 101 bis 400 m2 Fläche knapp 120 EUR ohne Steuer, dafür gibt es Zugriff auf 33 Kategorien, die Musik wird ohne Unterbrechung online gestreamt, die Wiedergabe des Online-Streams erfolgt im Browser oder per App
  • Ein weiteres Beispiel ist der Anbieter Music2Biz – gleicher Preis, aber nur 18 Kanäle, zum Abspielen des Streams ist ein kostenloser Player für Windows oder Mac erforderlich, es gibt aber auch einen eigenen Player, den man einfach am Verstärker anschließen kann – Preis des Players wird auf der Website nicht genannt
  • Beispiel eines Anbieters mit einmaliger Lizenz: Musicfox – es gibt 21 Pakete, jedes Paket enthält etwa 15 bis 25 Titel, die Kosten je Paket betragen einmalig 79 EUR ohne Steuer, als Hintergrundmusik für eine Apotheke eignen sich aber nur einige der Pakete, was die Anzahl an Titeln auf ca. 100 bis 150 einschränkt
  • Bei Allesgemafrei.de sind Pakete mit jeweils 20 Titeln zum Preis von einmalig je 59 EUR inkl. deutscher Mehrwertsteuer erhältlich, einzelne Titel können um einmalig 5 EUR erworben werden
  • Der Anbieter Musicalia bietet beide Modelle – Mehrere Musikpakete zum Download, mit je ca. 8 Stunden Musik zum Einmal-Preis von je 120 bis 140 EUR – oder als Stream um 212 EUR jährlich, 4 Kanäle, Abspielbar über jeden online-fähigen Audioplayer wie beispielsweise Windows Media Player oder über geeignete Internetradiogeräte

In der Praxis empfehle ich keine Radio-Beschallung. Viel geeigneter ist gesangslose Musik – also zB. Lounge-Musik. Idealerweise können Sie eine Playlist auf einem MP3 -Player zusammenstellen und dann im Zufallsmodus abspielen.

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Wilke Jens

Personalbeschaffung – Teil I

von Wilke Jens am 20.03.2017 in Allgemein, Analysen

In diesem und den folgenden Artikeln möchte ich über die Personalauswahl sprechen. Von der Formulierung der Stellenanzeige bis zur erfolgreichen Eingliederung des neuen Mitarbeiters in Ihre Apotheke. Das Erste an das man denkt, wenn man einen neuen Mitarbeiter benötigt, ist die Stellenanzeige.

Wichtige Überlegungen bevor Sie eine Stellenanzeige schalten

Die Stellenanzeige ist meist schnell formuliert. Im Grunde also kein großes Problem? Vorsicht! Im Personalwesen wird häufig vom „War of Talents“ gesprochen. Einen neuen Mitarbeiter zu finden, der gut ins Team passt und dem gewünschten Anforderungsprofil entspricht, ist keine leichte Aufgabe. Um langfristig erfolgreich bei der Mitarbeitersuche zu sein, müssen Sie sorgfältig planen. Bevor Sie sich also an den Schreibtisch setzen und eine Stellenanzeige verfassen, arbeiten Sie lieber diesen Leitfaden durch und stellen Sie sich dabei folgende Fragen. Dies erleichtert anschließend auch das Verfassen der Stellenanzeige und stellt sicher, dass sie präzise formuliert ist.

1. Für welchen Bereich suchen wir einen neuen Mitarbeiter? Welche Hauptaufgaben sollte der neue Mitarbeiter erledigen?

Machen Sie sich klar, in welchen Bereichen Sie Ihren neuen Mitarbeiter einsetzen wollen. Wo genau besteht Bedarf und warum? Wie bzw. wo kann der neue Mitarbeiter zu einer besseren und schnelleren Realisierung Ihrer Unternehmensziele beitragen?

2. Wie stellen wir uns den idealen Bewerber vor? Welche besonderen Anforderungen soll der Bewerber mitbringen?

Welche Kenntnisse und Fertigkeiten sollte der ideale Bewerber mitbringen? Denken Sie dabei auch an Eigenschaften und soft skills, nicht nur an Abschlüsse und harte Fakten. Welche Fähigkeiten braucht der/die Neue, um die Hauptaufgaben eigenständig und zu Ihrer Zufriedenheit zu erledigen? Gibt es besondere Anforderungen für diese Stelle? Z.B. pädagogische Kenntnisse, wenn der Bewerber zukünftig auch Lehrlinge ausbilden soll. Welche Charaktereigenschaften passen besonders gut in das Team?

Wichtig für die erfolgreiche Suche ist manchmal auch das Loslassen von Standardmethoden der Kandidatensuche. Denken Sie auch an Quereinsteiger! Kann vielleicht sogar jemand die Stelle besetzen, der zwar nicht den entsprechenden Abschluss besitzt, aber Erfahrungen in diesem Bereich gesammelt hat und neue Herausforderungen sucht?

Natürlich sollte eine offene Position an der Tara mit einer passend qualifizierten Fachkraft besetzt werden, aber muss es beispielsweise im Backoffice immer eine PKA sein? Quereinsteiger bringen oft frischen Wind in ein Unternehmen.

3. Wann soll der neue Mitarbeiter beginnen? Ist eine Vollzeit-, oder Teilzeitbeschäftigung notwendig? Welche Einarbeitungszeit ist notwendig? Wer kann den Mitarbeiter einarbeiten? 

Überlegen Sie sich schon vorab, wann Sie gerne mit dem neuen Bewerber durchstarten möchten. Ist überhaupt ein neuer Vollzeit-Mitarbeiter notwendig, oder können Sie die Leistungen auch an Freiberufler oder Agenturen vergeben?

Berücksichtigen Sie bitte auch die Einarbeitungszeit des neuen Mitarbeiters. Wen können Sie damit beauftragen, den neuen Mitarbeiter gut einzuarbeiten und wer hat wann dafür Zeit?

Welche weiteren Ressourcen werden dafür benötigt? Müssen Sie z.B. zunächst einen neuen Arbeitsplatz einrichten? Und welche Vorlaufzeit brauchen Sie dafür?

4. Welche Bezahlung ist vorgesehen? Was darf diese Leistung die Apotheke jährlich kosten?

Spätestens bei der Formulierung der Stellenanzeige, sollten Sie sich auch über die Entlohnung im Klaren sein.

Kalkulieren Sie bitte, wie viel der neue Mitarbeiter kosten darf und welchen Nutzen Sie im Gegenzug daraus erwarten. Ist eine umsatz- oder gewinnorientierte Bezahlung vorgesehen oder orientiert sich die Bezahlung am Kollektivvertrag? All das sollten Sie vorher für sich fixieren. Natürlich kann dann im Gespräch mit dem neuen Mitarbeiter verhandelt werden, aber Sie sollten zumindest eine Verhandlungsbasis haben und eine Vorstellung davon wie weit Sie davon abweichen können.

Wenn Sie diese Punkte sorgfältig durchdenken, dann sind Sie dem neuen Mitarbeiter schon einen großen Schritt weiter und die Stellenanzeige ist so gut wie geschrieben. Im nächsten Artikel zeige ich Ihnen wie Sie mit einer Stellenanzeige die passenden Bewerber anlocken und Ihre Apotheke gut präsentieren.

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Kammerstetter Regina

Gutscheine und Umsatzsteuer

von Kammerstetter Regina am 20.03.2017 in Gast Autoren, Steuerberatung

Die umsatzsteuerliche Behandlung ausgegebener Gutscheine ist davon abhängig, ob es sich um einen Kaufgutschein oder um einen Gratisgutschein handelt sowie vom konkretem Inhalt des Gutscheins.

Kaufgutscheine (entgeltliche Gutscheine)

Kaufgutscheine weisen einen wertmäßigen Betrag aus, der dann gegen Waren oder Leistungen eingelöst werden kann.

Die Leistung ist noch nicht konkret bestimmt

Es können Waren mit 10% oder 20% Umsatzsteuer bezogen werden. Beim Verkauf des Gutscheins ist noch keine Umsatzsteuer abzuführen, diese Gutscheine werden wie ein Zahlungsmittel behandelt. Gebucht werden die Einnahmen aus dem Verkauf solcher Gutscheine auf einem Anzahlungskonto ohne Umsatzsteuer. Die Umsatzsteuer ist erst bei Einlösung des Gutscheines fällig.

Beispiel: Gutschein einer Hotelkette, wobei der Leistungsort und das Leistungspaket noch nicht feststeht.

Achtung: beim Verkauf darf auf der Rechnung keine Umsatzsteuer ausgewiesen sein!

Die Leistung ist bereits konkret bestimmt

Ist die Leistung bereits konkret bestimmt, so unterliegt der Verkauf des Gutscheins bereits der umsatzsteuerlichen Anzahlungsbesteuerung und der Käufer kann sich nach Bezahlung auch schon die Vorsteuer abziehen, wenn eine ordnungsgemäße Rechnung vorliegt.

Beispiel: Gutschein eines bestimmten Hotels einer Hotelkette mit genauem Leistungsumfang („eine Übernachtung für 2 Personen im Hotel Sonnenschein mit Halbpension“).

Gratisgutscheine

Gratisgutscheine sind unentgeltlich und dienen Werbezwecken.

Gratisgutscheine mit Rabattversprechen

Bei diesen wird die Umsatzsteuer ebenfalls erst dann fällig – selbstverständlich nur vom rabattierten Betrag –  wenn der Gutschein eingelöst wird.

Gratisgutschein für Geschenk (solange der Vorrat reicht)

Hier handelt es sich um eine Werbemaßnahme, die jedoch zu einer Eigenverbrauchsbesteuerung führt, wenn die Geschenke nicht nur von „geringem Wert“ sind und für den Einkauf der Geschenke Vorsteuer abgezogen wurde.

Wenn das Geschenk pro Kunde maximal € 40 (Einkaufspreis) ausmacht, passiert umsatzsteuerlich gar nichts. Und, weil unser Finanzminister so großzügig ist, dürfen „geringwertige“ Werbeträger wie Kugelschreiber, Feuerzeuge etc. unlimitiert verschenkt werden.

Wichtig ist die „richtige“ Verbuchung und Verwaltung der ausgegebenen Gutscheine. Dabei hilft eine fortlaufende Nummerierung und gut eingestellte Kassensysteme – damit mit der „richtigen“ Taste bereits die „richtige“ umsatzsteuerliche Behandlung passiert.

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ApothekenCOACH

Aktuelle Umfrage März 2017

von ApothekenCOACH am 20.03.2017 in Allgemein

Die März-Umfrage lautet:

Wie bewerten Sie die Höhe der Kammerabgaben?

Stimmen Sie ab!

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