Artikel vom März 2016

Hauser Wolfgang

Was die niedrigen Zinsen für die Finanzierbarkeit einer Apotheke bedeuten

von Hauser Wolfgang am 17.03.2016 in Finanzierung & Finanzdienstleistung

Seit nunmehr über fünf Jahren erfreuen sich die Kreditnehmer an historisch geringen Kredit-Zinsen. In den 40 Jahren davor war die durchschnittliche Kreditzinsbelastung ca. 6,0% p.a.! Auch 2008/2009 war die Zinsbelastung der Kreditnehmer über 6,0%! Das ist gar nicht solange her und dennoch scheint es eine Zahl aus längst vergangener Zeit.

Der aktuelle Vorteil für eine Median-Apotheke mit bspw. ca. 2,0 Mio. Kreditvolumen beläuft sich auf ca. 70.000 EUR pro Jahr! Dies ist ein unglaublicher Anteil am EGT (=Betriebsergebnis + Finanzergebnis) bei vielen Apotheken. Minimal verzinst ergibt ein solcher jährlicher Mehrertrag immerhin eine Million EUR nach ca. elf Jahren. Oder es ist eine ausgezeichnete Möglichkeit Teiltilgungen vorzunehmen und den Kredit vorzeitig zu verabschieden.

Eine der interessantesten Perspektiven dieser niedrigen Zinsen ist die Finanzierbarkeit von höheren Kreditvolumina. Die Niedrigzinsen erlauben es, ca. 30% höhere Kreditbeträge bei gleich hoher Kreditrate zu finanzieren, als dies in den vergangenen Jahrzehnten der Fall war. Im Klartext: mit der gleich hohen Kreditrate kann man statt 1,0 Mio. EUR nun 1,3 Mio. EUR bewältigen.

Diese Tatsache führt u.a. auch dazu, dass die Preise bei Apothekenkäufen nicht geringer werden.

Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare hinterlassen

Schneider Johannes

Der Aufbau von Liquiditätsreserven als oberstes Gebot

von Schneider Johannes am 17.03.2016 in Finanzierung & Finanzdienstleistung

Angesichts der extrem niedrigen Kapitalkosten (historisch tiefes Zinsniveau) wird man als Unternehmer sehr gerne dazu verleitet, das Betriebsergebnis im Vergleich zu vergangenen Jahren besser zu interpretieren als es tatsächlich ist. Niedrige Zinsen und möglicherweise beinhaltete buchmäßige Kursverluste führen häufig zu einem sehr guten Liquiditäts-Ergebnis. Trotzdem bzw. gerade deswegen sollte weiterhin großes Augenmerk auf den Aufbau von Kapitalreserven gelegt werden.

Steigender Frankenkurs bringt Liquiditätsnachteil

Im Vergleich zum Vorjahr ist der EUR/CHF-Kurs das erste Mal seit langer Zeit wieder gestiegen. Was grundsätzlich für alle Frankenkreditnehmer von Vorteil ist, denn das führt bilanztechnisch zu einem zusätzlichen buchmäßigen Gewinn. Dies löst wiederum eine höhere Steuerlast aus und in vielen Fällen wird eine entsprechende Steuer-Nachzahlung die Folge sein.

EUR/CHF-Kursentwicklung seit Aufhebung der Kursuntergrenze
Abb.1: EUR/CHF-Kursentwicklung seit Aufhebung der Kursuntergrenze

Zinsen werden auch wieder einmal steigen

Die niedrigen Zinsen sind prinzipiell ein großer Vorteil für alle jene Unternehmer, die mit Hilfe von Fremdfinanzierungen ihr Geschäft betreiben. Damit dieser Vorteil auch wirklich spürbar wird, gilt es eine einfache aber sehr wirkungsvolle Strategie anzuwenden.

Als Basis sollte der langjährige Durchschnittszinssatz für Finanzierungen herangezogen werden, welcher mit mindestens 4,0% (besser mit 6,0%) anzusetzen ist. Die sich daraus ergebende Differenz zum aktuellen Kreditzinssatz sollte nun konsequent – am besten monatlich – auf ein separates Ansparkonto umgebucht werden.

Auf diese Art und Weise kann man den konkreten Vorteil der niedrigen Finanzierungskosten direkt an dem angehäuften Vermögen ablesen und somit auch wirklich „spüren“.

Neben diesem Effekt ergibt sich ein weiterer großer Vorteil, wenn die Zinsen wieder einmal ansteigen. Tritt dies ein, dann ist man den höheren monatlichen Aufwand bereits gewöhnt und Liquiditätsengpässe gehören ein für alle Mal der Vergangenheit an.

Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare hinterlassen

Wilke Jens

So klappt es mit der Teambesprechung

von Wilke Jens am 17.03.2016 in Allgemein, Personal

Eine funktionierende interne Kommunikation ist für den Erfolg einer Apotheke nicht zu unterschätzen. Regelmäßige Teambesprechungen sind ein Teil dieser Kommunikation. Sie gewährleisten einen transparenten Informationsaustausch innerhalb des Teams und bieten Platz für die gemeinsame Diskussion zurückliegender und die Planung bevorstehender Themen. Sie haben nicht nur objektiven Informationscharakter, sondern stärken das Wir-Gefühl und die Motivation der Mitarbeiter, an den gemeinsamen Zielen zu arbeiten.

Regelmäßig bedeutet, dass eine Teambesprechung nicht nach Lust und Laune einberufen wird, sondern in einem vorbestimmten Zeitrhythmus stattfindet. Ich empfehle mindestens einmal pro Monat eine solche Teambesprechung durchzuführen. Dabei gilt: lieber kürzer, dafür öfter. Bewährt haben sich Besprechungen mit einer Dauer von maximal 1 bis 1,5 Stunden. Bei zu geringer Frequenz von Besprechungen arten diese dann häufig in mehrstündige Marathonsitzungen aus – die Bereitschaft der Mitarbeiter zur Teilnahme sinkt rasch.

Eine gründliche Vorbereitung hilft den Zeitrahmen einzuhalten. Sinnvoll ist es, eine Agenda bereits einige Tage vor dem Termin vorzubereiten. Manchen Themen ergeben sich aus dem aktuellen Apothekenalltag, andere aus den offenen bzw. zu erledigenden Punkten der letzten Teambesprechung. Ebenso bieten sich positive Ereignisse seit der letzten Besprechung sowie das Erreichen von gemeinsam gesetzten Zielen als Thema an. In jedem Fall sollten auch die MitarbeiterInnen die Gelegenheit haben schon vorab Tagesordnungspunkte und Ideen einzubringen. Eventuell können auch bereits einzelne Punkte an MitarbeiterInnen zur Vorbereitung übertragen werden bzw. ergeben sich diese aus den offenen Punkten des letzten Meetings.

Ziel einer jeden Besprechung ist es, konkrete Entscheidungen zu treffen. Damit die Teambesprechung daher nicht zur allgemeinen Plauderstunde mit Stammtischcharakter mutiert, sollten Sie einen Mitarbeiter ernennen, der die Erstellung eines Kurzprotokolls übernimmt. Diese Rolle sollte bei jedem Meeting wechseln.

Das Ergebnis sollte also schriftliches Kurzprotokoll inklusive einer To Do Liste sein. Letztere sollte klar formulierte Ziele enthalten: wer hat bis wann was zu tun und was wollen Sie damit erreichen (siehe dazu auch „Von Vorsätzen und Zielen…“). Diese Unterlage sollten wiederum an alle MitarbeiterInnen ausgehändigt werden und dient als Grundlage für die nächste Teambesprechung.

Viel Spaß beim Umsetzen!

 

 

Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare hinterlassen

Bischoff Fritz | BD Rowa

Rowa Systeme erhalten iF Design Award

von Bischoff Fritz | BD Rowa am 17.03.2016

Seit über 60 Jahren ist der iF Design Award ein weltweites, anerkanntes Markenzeichen, wenn es um ausgezeichnete Gestaltung geht. Bei der diesjährigen Preisverleihung wurden gleich zwei Systeme der Rowa Familie von BD mit dem iF Design Award 2016 ausgezeichnet: das automatische Warenlager Rowa Vmax® 210 und der Blisterautomat Rowa Dose®.

Beide Systeme setzten sich in der Kategorie „Produkt“ gegen eine Vielzahl an Bewerbern durch: Die internationale, hochkarätige Expertenjury hatte unter mehr als 5.000 Einreichungen aus 53 Ländern das begehrte Gütesiegel zu vergeben.

Neben einer ausgereiften und anwenderfreundlichen Technologie wird ein großer Wert auf das Produktdesign der Rowa Systeme gelegt: So wurden der Rowa Vmax® 160 und der Rowa ProLog® in der Vergangenheit bereits mit dem red dot design award ausgezeichnet. In allen Fällen zeigten sich die Produktdesigner von Henssler & Schultheiss Design verantwortlich für eine Produktgestaltung, die die Funktionalität der Produkte unterstreicht und eine gute Anwendbarkeit garantiert.

Der Rowa Vmax 210 ist das neuste Mitglied der Rowa Vmax Familie. Sowohl technologisch als auch optisch stellt er eine Weiterentwicklung des Produktes dar. Dabei wurde das reduzierte Design der übrigen Rowa Systeme aufgegriffen und erweitert, um die hohe Qualität und Zuverlässigkeit des Produktes optimal zu vermitteln.

Rowa Dose ist eine Lösung für die patientenindividuelle Verblisterung. Auch hier stand die gute Bedienbarkeit im Vordergrund der technischen und optischen Produktentwicklung.

Die Auszeichnungen wurden am 26. Februar im Rahmen eines Festakts in der BMW Welt in München verliehen. Die ausgezeichneten Produkte sind auch in der iF design app und der iF online exhibition zu finden.

Weitere Informationen unter ifworlddesignguide.com/entry/178541-rowa-vmax210 und ifworlddesignguide.com/entry/178548-rowa-dose-system.

ApothekenCOACH

Aktuelle Umfrage März 2016

von ApothekenCOACH am 17.03.2016 in Allgemein

Die März-Umfrage lautet:

Wird die Bedeutung von Apothekenverpachtungen künftig zunehmen?

Stimmen Sie ab!

Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare hinterlassen