Hauser Wolfgang

Personalaufwand nicht am Umsatz festmachen

von Hauser Wolfgang am 15.10.2015 in Personal

Wann auch immer die Rede von Personalkosten oder Personalaufwand ist, dann wird meist das Verhältnis von Umsatz zu Personalaufwand in Prozent gesprochen. Also bei einem Jahresumsatz von 2.000.000 EUR und Personalaufwendungen von 250.000 EUR ergibt das einen prozentuellen Personalaufwand von 12,5% p.a.

Leider ist diese Bewertungsmethode nur begrenzt aussagekräftig. Denn diese simple Ausrichtung am Gesamtumsatz sagt nichts über die Umsatzgewichtung einzelner Bereiche aus. So ist der Verkauf eines HochpreiserProduktes mit Sicherheit nicht so aufwendig wie die Beratung von mind. 200 „normalen“ Kundenanliegen welche zum gleichen Umsatzergebnis führen.

Da die Hochpreiser nahezu in jeder Apotheke gestiegen sind und dies vermutlich auch noch weiter tun werden, führt dies zu einer wesentlichen und unrealistischen Verzerrung der Personalaufwendungen.

Ich empfehle daher dringend die Personalaufwendungen entweder an die Kundenanzahl oder an den Privatumsatz auszurichten. Beides sind geeignete Parameter um eine aussagekräftige Kennziffer zu erhalten. Kundenfrequenz im Allgemeinen erfordert personelle Ausstattung. Im Umkehrschluss = weniger Kunden = weniger Personalbedarf.

Privatumsatzsteigerungen werden ohne ausreichend verfügbare Mitarbeiter kaum machbar sein. Eine Steigerung des Privatumsatzes erfordert mehr Zeit pro Kunde und dies führt ggf. zu einer berechtigten und somit sinnvollen Personalaufstockung.

Ein Blick in die vergangenen drei Jahre Ihres Apotheken-Unternehmens wird Ihnen eine wertvolle Erkenntnis liefern. Scheuen Sie daher nicht den Aufwand um ein ideales Zahlenfundament zu schaffen, welches Ihnen für die Zukunft eine hervorragende Hilfe bei Ihren Personalentscheidungen sein wird.



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