Artikel vom Juni 2015

Hauser Wolfgang

Vertretungsmöglichkeit als absoluter Vorteil für Apotheker

von Hauser Wolfgang am 15.06.2015 in Personal

Will sich ein Apotheker in seinem Unternehmen bzw. in seiner Apotheke vertreten lassen, so ist das im Grunde kein Problem. Vorausgesetzt der Apotheker verfügt über die finanziellen Mittel (kann es sich leisten) und über einen Zugang zu adäquaten Vertretungspersonal (vertretungsberechtigte Pharmazeuten). Der eine oder andere Apotheker wird sich jetzt vielleicht denken, dass dies ja sowieso klar und keine große Angelegenheit ist. Dabei ist das keine Selbstverständlichkeit.

Denn in nahezu allen anderen Branchen kann sich der Unternehmer nicht so ohne weiteres vertreten lassen ohne, dass es schwerwiegende Nachteile bzw. negative Konsequenzen für das Unternehmen haben könnte. In der Apothekenbranche gibt es eine große Anzahl von geeigneten und kompetenten vertretungsberechtigten Pharmazeuten. Personal, welches problemlos einige Tage, ja sogar Wochen und im Extremfall auch Monate die Leitung des Apothekenunternehmens übernehmen können und somit viel Potenzial für eine gesteigerte Lebensqualität des Apothekeneigentümers ermöglichen, ohne dass die Apotheke deshalb in seiner wirtschaftlichen Existenz gefährdet wäre. Ein reglementierter Markt und das hohe Ausbildungsniveau der Pharmazeuten macht so etwas möglich.

In vielen anderen Branchen ist dies für Unternehmer nicht so ohne weiteres möglich. Da die direkte und auch indirekte Überlebensfähigkeit der Unternehmen von der individuellen Leistungsfähigkeit der Unternehmensspitze abhängig ist. Ein adäquater Ersatz bleibt oft ein Unternehmerleben lang ein unerfüllter Traum. Oft auch über die eigene Lebenszeit des Unternehmens hinaus. Da mangels adäquatem Nachfolger auch viele Unternehmen unverkäuflich bleiben und keine Nachfolger bzw. Käufer für das Unternehmen finden können.

Vieles im Leben erachten Menschen als Selbstverständlichkeit. Hin und wieder schadet es nicht, sich den positiven Begleiterscheinungen des eigenen Lebens bewusst zu werden. Ich finde, dass die Vertretungsmöglichkeit ein großer lebensqualitätsbringender Vorteil für Apotheker sein können, wenn man sich dessen bewusst ist und man gezielt danach handelt.

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Wilke Jens

Mitarbeitermotivation Teil 2- Wie mit den Under-Performern umgehen?

von Wilke Jens am 15.06.2015 in Allgemein, Analysen, Beratung

Sie erinnern sich noch an Teil 1?

Laut aktueller Gallup-Studie steht es um das Mitarbeiterengagement wie folgt:

  • 15% sind loyal, pro-aktiv und weisen eine hohe emotionale Bindung zum Arbeitgeber auf (High-Performer)
  • 70% der Mitarbeiter machen „Dienst nach Vorschrift“ (Normal-Performer)
  • 15% der Arbeitnehmer haben innerlich bereits gekündigt (Under-Performer)

Widmen wir uns heute der letzten Gruppe – den „Under-Performern“. Zwei Fragen möchte ich mit Ihnen diskutieren:

  1. wie kam es zum aktuellen „Status quo“?
  2. wie gehe ich mit Under-Performern um?

zu Frage 1: Nun, gerade bei der Gruppe der Under-Performer ist es leicht zu sagen, egal wo auch der Grund für die mangelnde Motivation liegen mag – sicher keine Sache von mangelnder oder schlechter Führung … – aber ist das wirklich so? Ist es vielleicht nicht auch so, dass – selbstkritisch hinterfragt – auch in vielen Fällen die Führungskraft nicht Ihrer Führungs-, Ihrer Vor-Führungsaufgabe nachkommt? Möglicherweise nicht. Aber lassen Sie doch auch den ein oder anderen „schwierigen Fall“ bei sich im Betrieb revue passieren, ob Sie vielleicht nicht doch auch Ihren Beitrag zum Status quo beigetragen haben. Allein die Offenheit sich der letzten Frage zu stellen, bringt auch Sie als Führungskraft und Unternehmer persönlich weiter.

Führen Sie sich bitte vor Augen: Sie können davon ausgehen, dass 99% Ihrer Mitarbeiter, als sie am 1. Arbeitstag Ihre Apotheke betreten haben, eine entsprechend hohe Grundmotivation hatten – und hier meine ich auch die Gruppe jener, die vielleicht im Augenblick der „aktiven Verweigerer“ zuzuzählen ist. Keiner (vermutlich, so hoffe ich …) Ihrer Mitarbeiter war am 1. Tag des Arbeitsverhältnisses bereits wieder im innerlichen Kündigungszustand, sondern der überwiegende Teil Ihrer Mitarbeiter wollte hier in Ihrem Betrieb, in Ihrer Apotheke, die Arbeit mit der Einstellung beginnen: „Ich will hier einen guten Job machen…“

Peter Zulehner, einer der führenden Experten für Führungs-Themen, selbst seit über 30 Jahren in Top-Management-Positionen tätig und erfolgreicher Buchautor, bestätigt, dass Führungskräfte fachlich meist alles bzw. vieles richtig machen, sieht aber folgende Defizite bzw. Fehlerstricke im Verhalten vieler Führungskräfte:

  • grundsätzliche fehlende (Unternehmens-)Werte
  • Grundbedürfnisse an Orientierung und Wertschätzung werde nicht erfüllt
  • keine, zu geringe oder unpräzise Kommunikation
  • unklare AnweisungenInkonsequenz in der Führung

 

2. Was tun mit den Under-Performern?

Gehen wir einen Schritt zurück: Sie und jeder andere hätte gerne Mitarbeiter mit hoher fachlicher Kompetenz bei gleichzeitig passender Persönlichkeit, letzteres in Bezug auf Ihre Apotheke, Ihr Team, Ihre Werte, die Ihnen wichtig sind. Wo sehen Sie konkret das Defizit bei Ihren Under-Performern? Auf der fachlichen oder auf der persönlichen Ebene? Deutlich leichter ist die Aufgabenstellung bei einem fachlichen Mangel. Hier geht es um „Befähigen“, um Fördern, Fordern und Feedback, sodass der Mitarbeiter die beste Leistung im Rahmen seiner persönlichen Möglichkeiten erbringen kann. Deutlich schwieriger der Fall auf der Seite der Persönlichkeit. Hier liegt vermutlich bereits bei der Einstellung des Mitarbeiters der Wurm verborgen.

Meine Empfehlung: Wenn Sie es nicht innerhalb von (maximal!) sechs Monaten schaffen, einen Mitarbeiter aus der Gruppe der Under-Performer zu einem Normal-Performer zu entwickeln – trennen Sie sich von ihm. Vergessen Sie nicht, dass nicht nur Sie ein Problem mit diesem Mitarbeiter haben, er beeinflusst – und das meist massiver als Sie glauben – den Rest Ihres Teams, dessen Performance und Effizienz und damit auch auf das Geschäftsergebnis.

Auch wenn es nie leicht ist, halten Sie sich an die Weisheit der Dakota-Indianer: „Wenn Du entdeckst, dass Du ein lahmes Pferd reitest, steig ab!“

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Ridißer Johann

Guter Zeitpunkt für die längerfristige Fixierung von Kreditzinsen

von Ridißer Johann am 15.06.2015 in Finanzierung & Finanzdienstleistung

Die europäischen Leitzinsen für Finanzierungen liegen nach der neuerlichen Senkung zu Jahresbeginn am Nullpunkt bzw. sogar knapp darunter. Mittlerweile dauert die Phase der Nullzinspolitik schon mehr als sechs Jahre und kurzfristig ist auch kein Ende in Sicht. Dies sehen offensichtlich auch viele Banken so und manche offerieren aktuell besonders günstige Konditionen für längerfristige Zinssatzbindungen.

Die Zinssatzbindung sollte 10 Jahre oder mehr betragen

Besteht der Wunsch nach einer Fixierung des Kreditzinssatzes, dann ist es empfehlenswert von Banken Angebote mit einer möglichst langen Dauer der Bindung anzufordern. Bei langfristigen Finanzierungen mit einer Restlaufzeit von mehr als zehn Jahren sollte die Zins-Bindung mindestens zehn Jahre oder mehr betragen. Andernfalls ist die Wahrscheinlichkeit auf einen Vorteil aus der Fixzinsvereinbarung möglicherweise zu gering. Selbstverständlich kann es aufgrund der speziellen Situation eines Kreditnehmers auch sinnvoll sein, kürzere Fixzinslaufzeiten in Anspruch zu nehmen – beispielsweise dann, wenn eine vorzeitige Rückzahlung geplant ist.

Warum jetzt ein guter Zeitpunkt ist

Betrachtet man die aktuellen Angebote von Banken, kann man feststellen, dass es noch nie zuvor günstigere Konditionen für Fixzinskredite mit Laufzeiten von 10 Jahren und länger gegeben hat. Das hängt u.a. damit zusammen, dass wir am Anfang des Anleihen-Kauf-Programmes der EZB stehen. Wenn man davon ausgeht, dass damit die Wirtschaft langsam wieder in Schwung gebracht werden kann, dann sollten auch irgendwann die Zinsen wieder zu steigen beginnen. Glaubt man an dieses Szenario, dann ist es also nur eine Frage der Zeit bis die Zinsen wieder steigen. Auch Banken kalkulieren ihre Angebote auf Basis der voraussichtlichen Entwicklung. Sobald es kleine Anzeichen für eine zukünftige wirtschaftliche Erholung gibt, werden die Konditionen wieder schlechter.

Klauseln während der Fixzins-Phase beachten

Wie bei jeder Kreditvereinbarung sollte dem „Kleingedruckten“ auch bei Fixzins-Angeboten von Banken besondere Beachtung geschenkt werden. Dies gilt im Speziellen für die Konditionen bei Sondertilgungen während der Fixzins-Phase. Diesbezüglich kann es große Unterschiede zwischen den Kreditinstituten geben. Aus diesem Grund ist das Einholen mehrerer Angebote verschiedener Banken empfehlenswert.

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Bischoff Fritz | BD Rowa

Rent-a-Rowa: Erfahrungsbericht eines Rowa Smart Mieters

von Bischoff Fritz | BD Rowa am 15.06.2015

Die Apothekerin Heike Arndt-Weyhing betreibt mit Ihrem Mann, Werner Weyhing, zwei Apotheken in Neustadt an der Weinstraße. Nachdem die größere Bavaria Apotheke bereits seit einigen Jahren mit einem Rowa System arbeitet, wurde die Winzinger Apotheke Ende 2013 mit einem Rowa Smart System ausgestattet. Dabei wurde auf das Mietmodell Rent-a-Rowa von CareFusion zurückgegriffen.

Die Winzinger Apotheke in einem Vorort von Neustadt ist eine kleinere Apotheke, die etwas über 100 Kunden/Tag bedient. Dazu kommen noch eine Altenheimbelieferung und Bestellungen übers Internet, die in der Apotheke abgewickelt werden.

Frage: Herr Weyhing, warum haben Sie sich entschieden zu automatisieren?

Weyhing: Wir sind klassische Wiederholungstäter. Das Konzept hat uns schon in der größeren Apotheke überzeugt, und wir wollten unbedingt noch einen Rowa für die Winzinger Apotheke. Wir sind zwar vergleichsweise klein, haben aber viel Betrieb und können nun mit unserem Rowa bessere Arbeitsabläufe umsetzten, insbesondere bei den Rezepten – Stichwort Rabattverträge. Unser ganzes Team hat sich auf den Rowa gefreut, der sich direkt in die Herzen der Mitarbeiter gespielt hat.

Frage: Sie haben sich für das Rowa Smart System entschieden. Was sind aus Ihrer Sicht die Vorteile?

Weyhing: Wir haben uns für den kleineren Smart entschieden, der ist von der Größe optimal für unsere Apotheke. Aktuell lagern wir etwa 7.500 Packungen im Automaten. Der Automat passt perfekt in die Apotheke – auch ohne Umbau. Und an einer Ausgabestelle hat sich ein neuer Arbeitsplatz für die Bestellungen entwickelt – die Mitarbeiterin kann nun alles abwickeln, ohne ihren Stuhl zu verlassen.

Frage: Sie haben Ihren Automaten gemietet. Warum?

Weyhing: Da wir unsere größere Apotheke vor einigen Jahren aufwändig umgebaut und automatisiert hatten, wollten wir die finanzielle Belastung möglichst gering halten und die Liquidität im Tagesgeschäft erhalten. Mit der Möglichkeit der Miete mussten wir keinen weiteren Kredit aufnehmen. On-Top kommt noch die Tatsache, dass bei Rent-a-Rowa Finanzierung, Produkt und Service aus einer Hand kommen und wir damit nur einen Ansprechpartner haben. Das ist wirklich sehr angenehm.

 

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ApothekenCOACH

Aktuelle Umfrage

von ApothekenCOACH am 15.06.2015 in Allgemein

Die letzte Umfrage lautete:

Wie hoch schätzen Sie die emotionale Bindung Ihrer MitarbeiterInnen an Ihrer Apotheke ein? (Frau Mag. pharm. Luf-Zwiauer, Apotheke in der Wiesen) Hier gehts zum Ergebnis

Die aktuelle Umfrage kommt von Frau Mag. pharm. Karin Herzog, Apotheke Nenzing: Hier gehts zur aktuellen Umfrage

Anmerkung: Stimmen Sie ab! Neben unseren äußerst informativen und interessanten Newsblogbeiträgen wird auch unsere aktuelle Umfrage alle 14 Tage neu gestaltet und auf unserer ApothekenCOACH Startseite präsentiert. Stellen Sie sich im Bezug auf Ihr Apotheker-Dasein auch immer wieder dieselbe Frage und interessiert es Sie, was Ihr Apothekenkollegium dazu denkt? Dann richten Sie Ihre Frage einfach an office@apothekencoach.com. Infolgedessen wird Ihre Frage 14 Tage exklusiv auf der Startseite unserer Homepage zu sehen sein und jeder Besucher kann, mit nur einem Klick, abstimmen. Eine Vielzahl an Teilnehmern ist somit sicher.

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