Artikel vom April 2015

Hauser Wolfgang

Nachfrage an Apothekenkäufen wird steigen

von Hauser Wolfgang am 20.04.2015 in Gründerservice & Apo-Übernahme

Die wirtschaftliche Lage bei Österreichs Apotheken zwingt immer mehr Apotheken Ausgaben-seitig entsprechende Überlegungen und Maßnahmen zu ergreifen. Auf der Suche nach Einsparungspotentialen nähern sich immer mehr Apotheken dem Tabu-Thema der Personalkosten. Viele erkennen dabei, dass die größte Ausgabenposition die Entlohnung des pharmazeutischen Personal ausmacht. 

Was in der jüngsten Vergangenheit sich bereits merklich gezeigt hat, wird auch für die Zukunft zunehmend ein probates Mittel um die angespannte Kostenseite zu entschärfen. Viele Apotheken sind, ob freiwillig oder unfreiwillig, dabei den Bedarf an Pharmazeuten-Zehntel zu überprüfen und wenn möglich auch zu reduzieren.

Umgerechnet auf Österreichs Apotheken könnte sich folgender Trend abzeichnen. Wenn bei angenommenen 1.000 Apotheken im Durchschnitt lediglich drei Zehntel von Pharmazeuten eingespart werden, bedeutet dies gesamt 3.000 eingesparte oder freigesetzte Pharmazeuten-Zehntel. Dies wiederum bedeutet 300 (!) eingesparte bzw.freigesetzte ganztags Pharmazeuten (also zehn Zehntel) Berücksichtigt man, dass pharmazeutisches Personal nicht immer zehn Zehntel arbeiten, kann man sich sehr leicht vorstellen, dass es sich künftig durchaus auch um 500 – 600 Pharmazeuten ohne Beschäftigung handeln könnte.

Der beste Schutz bei diesem zu erwartenden Trend nicht unter die Räder zu kommen, ist der Weg hin zu einer eigenen Apotheke via Neu-Gründung oder Übernahme einer bestehenden Apotheke. Neukonzessionen sind vom Volumen her natürlich begrenzt. Bleibt also noch die Übernahme von bestehenden Apotheken. Die Pharmazeuten wissen, dass sie sich diesem Ausleseverfahren entziehen können, indem sie den Weg in die Selbständigkeit wählen. Als Apothekeneigentümer ist man von etwaigen Personalreduktionen nicht betroffen, da man ja die Seiten gewechselt hat.

Als ApothekenCOACH kann ich bereits eine verstärkte Nachfrage feststellen.

 

Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare hinterlassen

Wilke Jens

Apotheke besser organisieren – Teil 2

von Wilke Jens am 20.04.2015 in Allgemein, Analysen, Beratung

 Wer seine Apotheke effizient führen will, muss sich auch über  die optimale Organisation des Unternehmens Gedanken machen. Eine fokussierte und „schlagkräftige“ Apothekenorganisation ist im Wesentlichen in zwei Bereichen gut aufgestellt:

  1. Aufbauorganisation: sie bildet das Gerüst der Apotheke und beschreibt die einzelnen Arbeitsbereiche, sowie die hierfür verantwortlichen Personen und deren Stellvertreter. Arbeitsbereiche für die Apotheke wären bspw. Tara, Großhandelseinkauf, Direkteinkauf, Labor, Rezeptur, Tees etc.
  2. Ablauforganisation: sie beschreibt die dynamischen Abläufe, Prozesse und Arbeitsschritte des Unternehmens unter Berücksichtigung von Ressourcen wie Personen, Infrastruktur und Zeit.

Während sich also die Aufbauorganisation tendenziell mit den statischen Strukturen beschäftigt, so stehen bei der Ablauforganisation die tagtäglichen Tätigkeiten des Unternehmens im Vordergrund.

Um sich hier einen Überblick über die Prozesslandschaft der eigenen Apotheke zu verschaffen, bietet sich die sogenannte Aufgabenplanung an. Worum geht es hier?

  1. jeder Mitarbeiter führt für sich schriftlich (idealerweise in Tabellenform) an, in welche Tätigkeiten er involviert ist (unabhängig von der Verantwortlichkeit)
  2. der Mitarbeiter definiert, wer ihn (im Falle seiner Abwesenheit) vertrittder Mitarbeiter gibt die zeitliche Frequenz an, mit der er diese Tätigkeit ausübt, bspw.
    • bei Bedarf
    • täglich
    • wöchentlich
    • monatlich
    • halbjährlich
    • jährlich

Eine Zusammenfassung der Tätigkeiten Ihrer Mitarbeiter verschafft Ihnen einen sehr guten Überblick, wo evtl. Probleme aufgrund fehlender Stellvertreterregelungen auftauchen könnten bzw. welche Tätigkeiten in welchem Rhythmus zu erledigen sind. Eine derart verschriftlichte Aufstellung schafft auch für Sie als Apothekenführung einen perfekten Überblick, wann welche Tätigkeiten zu erledigen sind (gerade wenn es um routinemäßige Arbeiten wie Lagerroutinen geht) und ob diese Dinge auch schon erledigt sind.

Zwei Punkte noch als Tipp:

  1. Definieren Sie für jeden Prozess, den Ihre Mitarbeiter anführen eine Spalte „Kompetenz„, in der Sie eintragen, welche Rolle Sie als Apothekenleiter haben (E = Sie entscheiden; I = Sie möchten informiert werden oder D = Sie führen selbst durch); damit steuern Sie, welche Prozesse mit oder ohne Ihr Zutun erledigt werden bzw. wo Sie entsprechende Kontrollfunktionen übernehmen.
  2. Führen Sie für Ihre eigenen Tätigkeiten in der Apotheke die gleiche Liste, d.h. schreiben Sie jene Prozesse auf, in die Sie selbst involviert sind. Analysieren Sie kritisch, bei wie vielen Prozessen Sie täglich oder kurzfristig involviert sind. Wer hier zu stark in der tgl. Arbeit involviert ist, läuft Gefahr zu stark IM statt AM eignen Apothekenunternehmen zu arbeiten.

Viel Spaß bei der Umsetzung!

Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare hinterlassen

Ridißer Johann

Fixzinskredite bringen Planungssicherheit bei Apothekengründung bzw. -übernahme

von Ridißer Johann am 20.04.2015 in Finanzierung & Finanzdienstleistung

Am Beginn jeder unternehmerischen Tätigkeit hat man es mit vielen Unbekannten zu tun. Vor allem bei Neueröffnung einer Apotheke aber auch bei Übernahme muss der Jungunternehmer viele Variablen berücksichtigen bzw. einstellen. In dieser Situation ist es von Vorteil, wenn man zumindest eine wichtige Komponente zu einer Konstanten machen kann.

Der beste Zeitpunkt zur Gründung bzw. Übernahme einer Apotheke

Aus Sicht der Finanzierung befinden wir uns aktuell am besten Zeitpunkt für eine Unternehmensgründung. Noch nie zuvor waren Kredite so günstig wie jetzt. Das gerade bei Apotheken erforderliche, verhältnismäßig hohe, Kreditvolumen führt im Normalfall auch zu relativ hohen Fixkosten in Form von Zinsen. Diese Fixkosten sind im Augenblick sehr gering.

Der beste Zeitpunkt zur Fixierung der Kreditzinsen

Der Vorteil an der derzeitigen Marktlage liegt auch darin, dass die Niedrigzinsphase mittlerweile schon einige Jahre dauert und aufgrund des vor kurzem gestarteten Konjunkturprogramms der EZB voraussichtlich noch einige Zeit anhalten wird. Aus diesem Grund ist auch die Fixierung der Kreditzinsen zur sehr günstigen Konditionen und auf einen längeren Zeitraum möglich. Im Sinne der Planungssicherheit ist diese Variante der Finanzierung von großem Vorteil, weil man sich zumindest für die Dauer der Fixzinssatz-Bindung nicht um die Finanzierung kümmern muss und sich voll und ganz dem eigentlichen Apothekengeschäft widmen kann.

 

 

 

Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare hinterlassen

Bischoff Fritz | BD Rowa

Experteninterview: 3 Fragen an Hannes Fischer

von Bischoff Fritz | BD Rowa am 20.04.2015

Hannes Fischer ist Experte für PR im Gesundheitswesen. Nach dem Studium der Kommunikationswissenschaften absolviert Fischer mehrere Stationen im Journalismus. 2005 beginnt er als Media- und PR-Manager bei STADA. 2008 gründet er eine PR-Agentur und berät Unternehmen aus der Gesundheitsbranche. Von Dental und Rx über Medizinprodukte und OTC-Marken bis hin zu Kliniken und Verbänden. Darüber hinaus lehrt Fischer Crossmedia und Agenturmanagement als freier Dozent.

1. Wie können Apotheken sich im Wettbewerb positionieren?
Der Schlüssel ist Differenzierung. Differenzierung bedeutet nicht nur ein eigenes Logo, sondern vor allem Dienstleistungen, Produkte und Wissen, das der Mitbewerb nicht bietet. Das mag auf den ersten Blick nicht sichtbar sein, spricht sich aber herum und sorgt für eine nachhaltige Positionierung.

2. Welche konkreten Maßnahmen können sie ergreifen, um sich abzuheben?
Der erste Schritt ist eine gründliche Analyse des Umfeldes – sowohl die Wettbewerber als auch die Kunden. In einem Viertel voller junger Familien ist eine Spezialisierung auf Schwangerschaft und Babys sinnvoll. Etwas Deko aufhängen und Spielsachen auszulegen reicht aber noch nicht. Bieten Sie eine Wickelecke an oder einen geschützten Stillbereich, schulen Sie Ihr Personal und versuchen Sie, die Nöte und Ängste von Schwangeren und Müttern, speziell beim ersten Kind, zu antizipieren.
Eine andere Nische können neue Produkte und Marken sein. Speziell im Kosmetikbereich gibt es eine schier unüberschaubare Vielfalt an internationalen Brands, so dass Sie einmal im Monat eine neue Marke vorstellen können. Dazu gibt es immer noch viele Nischen, die besetzt werden können.
Damit meine ich nicht Diabetiker, Neurodermitiker oder Homöopathie. Wie wäre es mit der Apotheke für Marathonläufer, die alle Produkte zum Thema hat und dazu wirklich beraten kann? Oder für gestresste Menschen? Neben den einschlägigen Produkten bieten Sie kurze Veranstaltungen an und machen einen wöchentlichen Podcast mit Tipps zu Zeitmanagement und Ernährung. Oder das Thema Abnehmen? Produkte verkaufen ist eine Sache, aber wenn Sie dazu gegen kleines Entgelt eine Laufgruppe oder Einheiten mit einem Trainer anbieten, ist der Erfolg beinahe schon garantiert. Trendthema Veganismus: in einer wöchentliche Sprechstunde klären Sie die Menschen darüber auf, was vegane Ernährung bedeutet und welche Nährstoffe – in Apothekenqualität – zugeführt werden sollten.

3. Welche Rolle spielt in diesem Zusammenhang eine Automatisierung des Warenlagers?
Verkaufen erfordert immer mehr begleitende Dienstleistung. Dienstleistung ist personalaufwändig. Ein automatisiertes Warenlager schafft Kapazitäten dafür und hilft, ein breites Sortiment übersichtlich und verfügbar zu halten.

 

Daniela Gruber

SCHAUFENSTERGESTALTUNG ALS TEIL DES MARKETINGS – Teil 2

von Daniela Gruber am 20.04.2015 in Marketing

Die Gestaltung verschiedener Schaufenstertypen

Bei der Gestaltung der unterschiedlichen Typen oder Mischformen ist die Stimmigkeit aus Bild, Text und Produkt besonders wichtig. Bilder werden optimal über bedruckte, herunterhängende Schilder aus Kapa, Karton oder ähnlichen Materialien in Szene gesetzt. Texte können kostengünstig als Beschriftung direkt auf dem Fenster angebracht oder über einen Kunststoffaufsteller samt Papiereinlage kommuniziert werden. Die Produkte werden als „Stars“ durch Aufbauelemente wie zum Beispiel Displays, Podeste oder Rahmen gekonnt präsentiert.

Beim Produkt-Fenster steht ein Produkt oder eine Marke im Vordergrund. Hier werden meist Industrieposter, leere Produktpackungen und passendes Deko-Material präsentiert. Da der Unterhaltungswert für den Kunden eher gering ist, braucht es ein wirklich originelles Motiv, um Aufmerksamkeit zu erzeugen.

Ein Image-Fenster gibt uns die Möglichkeit, ein positives Bild im Kopf der Kunden zu erzeugen. Das bedeutet, hier können wir nach dem Motto „Wir über uns“ sowohl das Apothekenteam und dessen Stärken als auch die Apothekenleistungen für den Kunden kommunizieren.

Im Aktions-Fenster werden laufende Aktionen und erlebnisorientierte Highlights der Apotheke im Schaufenster dargestellt. Das können beispielsweise Jubiläumsfeiern samt Geschichte der Apotheke, erlebnisorientierte Kosmetiktage oder auch die Kräuterwochen zur herbstlichen Teezeit sein.

Das Themen-Fenster erzeugt die meiste Aufmerksamkeit.

Hier wird dem Kunden ein Thema, abgestimmt auf die Kundenbedürfnisse je Kundengruppe und Jahreszeit, präsentiert. Beispielsweise können dem sportiven Kunden Sportmotive auf der Hintergrundwand, passende Produkte zur Lösung seines Problems und einen kurzen Begleittext (Slogan) präsentiert werden.

Praktische Tipps
Idealerweise wird die Schaufensterdekoration jeweils 6-8 Wochen im Voraus geplant, um lange Liefer- und Produktionszeiten von Bild- und Dekorationsmaterial auszugleichen. Durch die regelmäßige Absprache mit dem Marketing-Verantwortlichen sowie die Abstimmung mit den Jahresmarketingplänen der Apotheke und den Einkaufsverantwortlichen kann eine stimmige Kommunikation zum Kunden erreicht werden. Ein kurzes Brainstorming unter den Kollegen ist hilfreich bei der Themen- und Stichwortfindung.

  • Die Fensterscheiben als Visitenkarte der Apotheke sollten regelmäßig von Schmutz und toten Insekten gereinigt werden.
  • Dekorieren Sie nur ein Thema oder eine Aktion pro Fenster
  • Denken Sie daran, dass jedes Schaufenster einen sogenannten Eyecatcher benötigt, dessen Blickfang in Augenhöhe der Passanten ist. Am besten stellen Sie sich selbst vor das Fenster und erkunden die optimale Höhe und Laufrichtung der Kunden.
  • Bitte vermeiden Sie ausgebleichte Deko-Materialien und Ausstellungsstücke.

Nach dem Motto „Weniger ist mehr“ hängt die erfolgreiche Schaufenstergestaltung von Ihrer Kreativität und der liebevollen Umsetzung ab. Entscheidend ist immer die Stimmigkeit des Gesamtbildes.

Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare hinterlassen

ApothekenCOACH

Aktuelle Umfrage

von ApothekenCOACH am 20.04.2015 in Allgemein

Die letzte Umfrage lautete:

Existiert in Ihrer Apotheke ein Organigramm zur Festlegung der Zuständigkeiten der einzelnen Arbeitsbereiche? (Frau Mag. pharm. Luf-Zwiauer, Apotheke in der Wiesen) hier gehts zum Ergebnis

Die aktuelle Umfrage kommt von Frau Mag. pharm. Rehak, Apotheke Ostermiething: hier gehts zur aktuellen Umfrage

Anmerkung: Stimmen Sie ab! Neben uns äußerst informativen und interessanten Newsblogbeiträgen, wird auch unsere aktuelle Umfrage alle 14 Tage neu gestaltet und auf unserer ApothekenCOACH Startseite präsentiert. Stellen Sie sich im Bezug auf Ihr Apotheker -Daseins auch immer wieder die selbe Frage und interessiert es Sie was Ihr Apothekenkollegium dazu denkt? Dann richten Sie ihre Frage einfach an office@apothekencoach.com . Somit wird Ihrer Frage 14 Tage aktuell auf der Startseite unserer Homepage zu sehen sein und mit einem Klick kann jeder Besucher abstimmen. Eine Vielzahl an Teilnehmern ist somit gesichert.

Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare hinterlassen