Artikel vom Juli 2014

Hauser Wolfgang

Nachteile von Lagerautomaten

von Hauser Wolfgang am 15.07.2014 in Einkauf & Lagermanagement

Normalerweise lautet die Frage: „Was sind die Vorteile von Lagerautomaten?“ 

Am schnellsten kann man die Frage jedoch mit dem gegenteiligen Fokus beantworten, indem man die Frage folgendermaßen formuliert: „Was sind eigentlich die Nachteile von Lagerautomaten?“

Nun, wer sich diese Frage ernsthaft stellt wird rasch erkennen, dass es sehr schwierig ist nachteilige Positionen zu eruieren.
Es kann kein Nachteil sein, wenn man:

  • mehr persönliche Beratungszeit beim Kunden hat,
  • mehr Zwischenmenschlichkeit ausleben kann,
  • geringere Personalgebundenheit zur Bewältigung von Back Office Tätigkeiten binden muss,
  • dadurch mehr Personal an der Tara und in der Offizin einsetzen kann,
  • dadurch mehr margenrelevanter Privatumsatz produziert werden kann,
  • höhere Effizienz im Warenlager erreicht,
  • bei geringerer Besorgerquote und höherer Lieferfähigkeit erreicht,
  • geringere Kapitalbindung (meist von 40%) beim Warenlager erreicht,
  • höhere Roherträge durch geringeren Schwund, Abläufer und anderen menschlichen Managementfehlern erreicht,
  • geringer Personalkosten generiert,
  • die Abhängigkeit vom Personal signifikant verringern kann,
  • mehr Platz und Raum in der Offizin gewonnen wird,
  • dadurch die Attraktivität der Apotheke erhöht,
  • dadurch die Kundenfrequenz nachweislich steigern kann,
  • die Mitarbeiterzufriedenheit erheblich steigern kann,
  • die Zukunftssicherheit des Apothekenunternehmens herstellt,
  • wenn Kunden voller Begeisterung in die Apotheke kommen, weil sie den Roboter sehen wollen,
  • etc.

Ach, da ist noch das Gerücht, dass Lagerautomaten viel Geld kosten! Auch das stimmt nicht (mehr)! Denn die monatlichen Kosten (beim Marktführer) haben sich in vergangenen Jahren nahezu halbiert und belaufen sich in etwa bei 850 EUR im Monat. Also in etwa in der Höhe von 1/10 Pharmazeuten oder 3/10 PKA – Lohn. 

Ich wundere mich ernsthaft, warum Apotheken auf diese Innovation heutzutage noch verzichten bzw. freiwillig verzichten. Wenn sich jemand heutzutage ein neues Auto zulegt, dann wird in diesem Auto auch eine aktuelle Technik eingebaut und nicht der Standard von vor 50 Jahren.

Es lohnt sich die Initiative zu ergreifen und unverbindliche Gespräche mit Herstellern zu führen.
Vielleicht ist ja auch diese u.a. Gratisanalyse für Sie Goldes wert?!

 

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Wilke Jens

Privatumsatz pro Kunde – Vorsicht bei Vergleichen

von Wilke Jens am 15.07.2014 in Analysen, Beratung

Von den selbständigen KollegInnen wird Sie gerne als eine der Masterkennzahlen herangezogen, von MitarbeiterInnen wird sie insbesondere bei der Einzelbetrachtung pro Mitarbeiter sehr kritischhinterfragt und der externe Berater hat beim Blick auf die betriebswirtschaftlichen Zahlen natürlich auch immer einen Kommentar zur Kennzahl „Privatumsatz pro Kunde“ parat. Unumstritten ist der Privatumsatz pro Kunde eine wichtige Maßzahl für JEDE Apotheke. Sie hat – bei richtigem Wissen über die Zahlenbasis – eine hohe Aussagekraft zur Bewertung von unterschiedlichen Aktivitäten einer Apotheke.

Es handelt sich um eine Maßzahl, die (wie auch andere Kennzahlen) kontinuierlich (=monatlich) erhoben und durchaus auch an das Team kommuniziert werden sollte; ob als Teamkennzahl und / oder mitarbeiterbezogene Kennzahl ist vielfach auch eine Frage der Unternehmensphilosophie – meine (höstpersönliche) Empfehlung geht gerade bei der Einführung in Richtung Kommunikation der Teamkennzahl. Bei der Kommunikation des Privatumsatzes pro Kunden auf Mitarbeiterebene sind teaminterne Konflikte im Vorfeld zu thematisieren, anonymisiert ist der Vergleich zum „best in class im Team“ mit der Kennzahl des Mitarbeiters eine mögliche Alternative.

Nichtzuletzt aufgrund der sich verschärfenden Rahmenbedingungen vergleichen immer mehr ApothekerkollegInnen auch untereinander den Privatumsatz pro Kunden. Dieses Benchmarking ist (nicht nur bei dieser Kennzahl) mehr als zu begrüßen, ist jedoch in seiner Aussagekraft kritisch zu betrachten! Warum: nahezu jedes Apothekenwarenwirtschaftsprogramm berechnet diese Kennzahl anders und so empfehlen sich folgende sechs Fragestellungen im Vorfeld des Vergleichs:

  1. was fällt bei meinem Warenwirtschaftssystem unter den so genannten Privatumsatz – wie wird er definiert?
  2. wie verhält es sich mit Privat- und Sonderrezepten?
  3. was geschieht mit Positionen unter der Taxierungsgrenze?
  4. wie werden Lieferscheinumsätze, die an der Tara abgewickelt werden behandelt?
  5. wie wird mit Altenheimumsätzen verfahren (gerade auch bei der Bewertung auf Mitarbeiterebene)?
  6. werden als Berechnungsgrundlage alle Geschäftsfälle oder nur jene herangezogen, bei denen Privatumsatz „passiert“? (letzteres würde klarerweise zu einem höheren Privatumsatz pro Kunden führen)

Gerade vor dem Hintergrund, dass Sie mit dem „Privatumsatz pro Kunden“ vor allem auch die Beratungsaktivität Ihres Teams und Ihrer Apotheke messbar machen wollen, empfiehlt sich das Herausschälen eines möglichst „reinrassigen Privatumsatzes“, d.h. auf den an der Tara getätigten aktiv vom Mitarbeiter initiierten Privatumsatzes. Ein permanenter Vergleich apothekenintern ist in jedem Fall sinnvoll (auch hier sind obige Fragen von Relevanz), ein Vergleich unter Kolleginnen bedarf immer einer entsprechenden vorherigen Daten- und Berechnungsanalyse.

Alles Gute dabei

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Fouquet Stephan | BD Rowa

Experteninterview: Drei Fragen an Prof. Gerhard Riegl

von Fouquet Stephan | BD Rowa am 15.07.2014

prof-rieglProf. Dr. Gerhard Riegl ist Leiter des Instituts für Management im Gesundheitsdienst, Dozent an der Hochschule Augsburg und Experte für Benchmarking im Gesundheitssektor. Prof. Riegl ist mit Instituts-Forschungen, Beratungen, Vorträgen und Publikationen seit 30 Jahren ein Wegbereiter des professionellen Apotheken-, Ärzte- und Krankenhaus-Marketing im deutschsprachigen Raum.

Welche Rolle spielen Apothekenleiter für die „Marke Apotheke“?
Apothekenleiter als Leitfiguren sind für die Vertrauensleistungen von Apotheken der ideale personifizierte Markenkern, denn sie beeinflussen die Marken-DNA ihrer Apotheke. So etwas müsste man eigentlich erfinden, wenn es nicht vorgeschrieben wäre. Es ist vorteilhaft, wenn die Mitarbeiter die ihnen schriftlich übertragene Verantwortung zitieren, wenn die Apotheke noch mehr die Handschrift des Inhabers trägt und wenn die Apothekenchefs mit ihren konsequenten kundenorientierten Qualitätsregeln als Erfolgsstory der Apotheke verkündet werden. So sind Apothekeninhaber in ihrer Offizin als Markengaranten allgegenwärtig, selbst wenn sie nicht sichtbar auftreten.

Wie können Apotheken im Leben ihrer Kunden eine noch wichtigere Rolle spielen?
Simple Antwort: Indem Apotheker ihre Denkrichtung grundlegend ändern und sich in erster Linie auf Menschen spezialisieren, die im Prinzip von einem schöneren, gesünderen, angenehmeren Leben mit Hilfe der besten Beratung, Arzneimittel und Gesundheitsprodukte aus der Apotheke träumen. Die konträre pharmazeutische Denkweise ist eine gewisse „Verliebtheit“ in hochprofessionelle Arzneimittelangebote, mit denen sich Umsatz- und Gewinnsteigerungen erwirtschaften lassen sollten. Besseres Verstehen der Apothekenkunden und deren geheimen Wünsche ist stets die erste Voraussetzung für wettbewerbsüberlegene Apothekenerlöse.

Welche konkreten Vorteile sehen Sie in diesem Zusammenhang in einer Automatisierung des Warenlagers?
Automatisierungen schaffen nicht nur Einsparungen und Effizienzsteigerungen in der Warenwirtschaft, an die bei der Anschaffung zuerst gedacht wird, sondern ermöglichen auch neue Wertschöpfungs- und Beeindruckungschancen beim Kundenumgang. Höchsten Wert für die Apotheke haben ungestörte empathische Face-to-Face-Kontakte am Kunden, Zeitgewinn für mehr Zusatzverkaufsberatung sowie Faszination durch zauberhaft automatisierte Abläufe rund um den Kunden. Voraussetzung für Wertschöpfungen durch Automatisierung ist: Die Apothekenteams nutzen in den entscheidenden Augenblicken der Wahrheit, im Gespräch mit dem Kunden, mehr als jemals zuvor die unbezahlbar wertvolle „Excellence in Menschlichkeit“. Mehr „Excellence in Menschlichkeit“ ermöglicht durch Automatisierung und Zuwendung zum Kunden, ist ein besonders nachhaltiger Apothekenvorteil.

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Deak Peter - Apotheker

Ist Ihre Lagerstruktur optimal?

von Deak Peter - Apotheker am 15.07.2014 in Gast Autoren

Die tendenziellen Entwicklungen der Branche (immer geringer werdende Spannen, sinkender Kassenumsatz, etc.) zwingen uns dazu, uns vermehrt mit der Wirtschaftlichkeit unserer Apotheken zu beschäftigen.

Dazu gehört das Warenmanagement, was bei vielen Apotheken Territorium der PKAs ist. Aber haben Sie sich schon mal ihr Lager genauer angeschaut? Wissen Sie wie hoch der Lagerwert im Vergleich zum Umsatz ist, und was der optimale Wert wäre? Wissen Sie wie viele Besorger Sie haben, und aus welchen Gründen sie entstehen? Ist Ihre Lagerstruktur optimal? Können Sie alle Kundenwünsche sofort befriedigen?

Es lohnt sich auf jeden Fall über einige Monate eine Besorgerstatistik zu führen. Man muss sich davor die Gründe vor Augen führen, wie Besorger entstehen können. Einige Beispiele:

  • Lagerartikel, aber nicht in genügender Menge vorhanden
  • Extrawünsche; Artikel, die so selten gebraucht werden, dass es sich einfach nicht lohnt sie auf Lager zu halten (z.B. Globuli mit ungewöhnlichen Potenzen, fragwürdige/exotische Nahrungsergänzungsmittel, etc.)
  • Neue Verschreibung lokaler Ärzte (durch die vielen Generica kann es recht interessant werden)
  • Verschreibungen von Urlaubern/nicht lokalen Ärzten
  • Hochpreiser
  • Etc.

Überlegen Sie sich Ihre eigenen Kategorien, nummerieren Sie sie durch, und lassen Sie von Ihren MitarbeiterInnen auf jedem Besorgerschein eine Nummer schreiben. Diese können bei der Warenübernahme händisch in einer Tabelle erfasst werden, und am Monatsende die Summen in eine Excel Tabelle übertragen werden.

So sehen Sie wie optimal Ihr Warenlager für Ihre Kunden aufgestellt ist.

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ApothekenCOACH

Aktuelle Umfrage 07/2014

von ApothekenCOACH am 14.07.2014 in Analysen

Die letzte Umfrage lautete:

Wie beurteilen Sie die wirtschaftliche Entwicklung Ihrer Apotheke im ersten Halbjahr 2014: Frau Mag. pharm. Karin Planitzer (Apotheke Abtenau) hier gehts zum Ergebnis

Die aktuelle Umfrage kommt von:

Frau Mag. pharm. Karin Herzog (Apotheke Nenzing) http://www.apothekencoach.com/aktuelle-mikro-umfrage/

Anmerkung: Stimmen Sie ab! Neben uns äußerst informativen und interessanten Newsblogbeiträgen, wird auch unsere aktuelle Umfrage alle 14 Tage neu gestaltet und auf unserer ApothekenCOACH Startseite präsentiert. Stellen Sie sich im Bezug auf Ihr Apotheker – Dasein auch immer wieder die selbe Frage und interessiert es Sie was Ihr Apothekenkollegium dazu denkt? Dann richten Sie ihre Frage einfach an office@apothekencoach.com . Somit wird Ihrer Frage 14 Tage aktuell auf der Startseite unserer Homepage zu sehen sein und mit einem Klick kann jeder Besucher abstimmen. Eine Vielzahl an Teilnehmern ist somit gesichert.

 

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