Hauser Wolfgang

Geniale Einkaufskonditionen

von Hauser Wolfgang am 12.06.2014 in Einkauf & Lagermanagement

Selten, sehr sehr selten erlebe ich es, dass ApothekerInnen mir ggü. die Vermutung äußern, dass die bestehenden Einkaufskonditionen eventuell nicht besonders attraktiv seien und daher ggf. optimierungsfähig.

In den aller meisten Fällen sind sich die ApothekerInnen absolut sicher, „grenzgeniale Einkaufskonditionen“ zu haben. Die tägliche Praxis zeigt jedoch meist sehr klar und deutlich auf, dass dem absolut nicht so ist. Also eine ganz andere Realität. Das ist Fakt.

Warum sind dann die geäußerten Überzeugungen von der Realität so derart unterschiedlich?

Nun, es wird wohl eine Kombination aus mehreren Faktoren sein. Wichtigster Grund ist jedoch, die fehlende Bereitschaft der UnternehmenslenkerIn den Finger in die Wunde zu legen und sich selbst vor Augen zu führen, dass das bisherige Konditionen-Ergebnis noch nicht optimal war. Für die meisten fühlt es sich einfach besser an, sich einzureden, dass die Konditionen „grenzgenial“ sind und eine Überprüfung ohnedies sinnlos wäre und an Majestätsbeleidigung grenzen würde.

Es liegt wohl auch am Geschick der Lieferanten, ihren Kunden das Gefühl zu geben, dass sie extrem bevorzugte Konditionen hätten. Gratulation zu dieser rhetorischen Leistung gebührt den Lieferanten.

Wie Sie den Zeilen entnehmen können verehrte ApothekerInnen, ist der Inhalt diesesmal durchaus provokant gewählt. Natürlich nicht um Sie zu ärgern, sondern Ihnen ggf. einen kleinen Schubs aus der Komfortzone zu geben, um eine Optimierung einer der größten Stellschrauben in Ihrem Unternehmen zu erreichen.



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