Artikel vom Juni 2014

Hauser Wolfgang

Geniale Einkaufskonditionen

von Hauser Wolfgang am 12.06.2014 in Einkauf & Lagermanagement

Selten, sehr sehr selten erlebe ich es, dass ApothekerInnen mir ggü. die Vermutung äußern, dass die bestehenden Einkaufskonditionen eventuell nicht besonders attraktiv seien und daher ggf. optimierungsfähig.

In den aller meisten Fällen sind sich die ApothekerInnen absolut sicher, “grenzgeniale Einkaufskonditionen” zu haben. Die tägliche Praxis zeigt jedoch meist sehr klar und deutlich auf, dass dem absolut nicht so ist. Also eine ganz andere Realität. Das ist Fakt.

Warum sind dann die geäußerten Überzeugungen von der Realität so derart unterschiedlich?

Nun, es wird wohl eine Kombination aus mehreren Faktoren sein. Wichtigster Grund ist jedoch, die fehlende Bereitschaft der UnternehmenslenkerIn den Finger in die Wunde zu legen und sich selbst vor Augen zu führen, dass das bisherige Konditionen-Ergebnis noch nicht optimal war. Für die meisten fühlt es sich einfach besser an, sich einzureden, dass die Konditionen “grenzgenial” sind und eine Überprüfung ohnedies sinnlos wäre und an Majestätsbeleidigung grenzen würde.

Es liegt wohl auch am Geschick der Lieferanten, ihren Kunden das Gefühl zu geben, dass sie extrem bevorzugte Konditionen hätten. Gratulation zu dieser rhetorischen Leistung gebührt den Lieferanten.

Wie Sie den Zeilen entnehmen können verehrte ApothekerInnen, ist der Inhalt diesesmal durchaus provokant gewählt. Natürlich nicht um Sie zu ärgern, sondern Ihnen ggf. einen kleinen Schubs aus der Komfortzone zu geben, um eine Optimierung einer der größten Stellschrauben in Ihrem Unternehmen zu erreichen.

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Wilke Jens

Versandhandelsanteil in Österreich – erste Zahlen liegen vor …

von Wilke Jens am 12.06.2014 in Allgemein, Analysen

Richtig – der Versandhandel mit Arzneimitteln ist in Österreich noch nicht erlaubt. Richtig ist aber auch, dass dieser bereits seit geraumer Zeit praktiziert wird – über die bekannten Umwege aus dem benachbarten Ausland wie Tschechien, Deutschland, den Niederlanden und der Slowakei. Interessant natürlich die Frage, wie gut dieser Handel bereits heute – mit noch bestehendem Verbot im Inland – floriert. Egal ob My Care, Apotheke zur Rose oder VfG, die Versandhändler im Arzneimittelbereich punkten mit den klassischen Online-Trümpfen:

1. Niederer Preis: lt. IMS liegt der Preisnachlass im Schnitt bei rund 20% (Maxima bei 40%)

2. Convenience: das heißt Einkauf rund um die Uhr, Bestellung bequem und diskret von zu Hause aus; Lieferung ohne zusätzlichen Aufwand

IMS Health hat nun erste Trendzahlen über den Anteil des Versandhandels in Österreich aufgrund der Abverkaufszahlen von deutschen Versandhandelsapotheken (Basis OTC Offtake) veröffentlicht und schätzt diesen auf ca. 4% mit starkem Wachstum für 2014 (Quelle: IMS Wien und IMS Frankfurt). Auch die IMS sieht den wirtschaftlichen Erfolg für den Versandhandel nur für eine kleine Gruppe von bereits im Versandhandel etablierten Markteilnehmern.

Egal wie man zu dem Thema Versandhandel steht – er wird an Bedeutung gewinnen, er wird zunehmen er wird sich etablieren und er wird der öffentlichen österreichischen Apotheke Umsatz und wichtigen Rohertrag kosten – auch wenn uns das nicht gefällt. Höchste Zeit Wege einzuschlagen oder auszubauen, auf denen der Versandhandel keine Chance gegen die Apotheke vor Ort hat!!

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Ridißer Johann

Historische Entscheidung der EZB – mögliche Auswirkungen der neuerlichen Zinssenkung

von Ridißer Johann am 12.06.2014 in Allgemein

Am 5.6.2014 senkte die EZB (Europäische Zentralbank) den Leitzinssatz für Ausleihungen (Refinanzierungssatz) auf den bisher niedrigsten Wert von 0,15% (vormals 0,25%). Der Zinssatz für Einlagen bei der EZB wurde mit -0,1% erstmals in der Geschichte sogar negativ! Das Ziel dieser Vorgangsweise ist die weitere Ankurbelung der Wirtschaft.

Mögliche Auswirkungen

Obwohl es sich nominell nur um einen winzigen Schritt nach unten handelt (-0,1%), ist es doch ein klares Zeichen dafür, dass die EZB gewillt ist sämtliche Mittel einzusetzen um die wirtschaftliche Erholung, welche in einigen Ländern ja bereits eingesetzt hat, weiter fortzuführen. Die Senkung des Zinssatzes alleine wird allerdings nur wenig bewirken. Vielmehr geht es u.a. darum die Banken in Europa dazu zu bringen das billige Geld in Form von Krediten auch an die Unternehmen weiterzugeben. Diesbezügliche Maßnahmen wurden bereits beschlossen, nun müssen diese aber noch in die Praxis umgesetzt werden.

Die Auswirkungen für die Bevölkerung werden zunächst nur von geringer Natur sein. Die Zinsen für laufende Kredite werden sich wenn überhaupt nur kaum verändern und am Sparbuch wird man in nächster Zeit noch ein bischen weniger erhalten.

An den Börsen könnte es allerdings zu weiteren Aufschwüngen kommen, was sich an der ersten Reaktion unmittelbar nach der Veröffentlichung der Maßnahmen der EZB andeutete.

Der DAX übertraf das erste Mal die 10.000 Punkte-Marke

Die Maßnahmen der EZB haben den DAX (Deutscher Aktienindex) das erste Mal in seiner Geschichte über die magische Marke von 10.000 Punkten steigen lassen. Interessant ist in diesem Zusammenhang ein kurzer Blick zurück. Die Auswirkungen der Krise haben den Index im Jahr 2009 von ca. 8.000 auf 3.600 Punkte abstürzen lassen. Nur 5 Jahre später wurde nicht nur der Einbruch aufgeholt sondern die alte Höchstmarke deutlich übertroffen (das entspricht einem Plus von 178 %).
Auch die amerikanischen Indizes haben neue Höchststände erzielt.
Man darf nun gespannt sein, wie es an den Börsen weitergeht. Angesichts der Tatsache, dass die Zinsen nun noch einige Zeit auf tiefstem Niveau bleiben werden, darf man davon ausgehen, dass nun viele Menschen Aktien wieder als Anlageinstrument entdecken werden. Das wiederum würde mittelfristig ein weiteres Ansteigen der Kurse zur Folge haben.

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Bischoff Fritz | BD Rowa

Automatisierung lohnt sich – für alle Apotheken

von Bischoff Fritz | BD Rowa am 12.06.2014

Zahlreiche österreichische Apotheke arbeiten bereits mit einem Kommissioniersystem – Tendenz steigend. Doch kann eine Lagerautomatisierung auch für Apotheken mit weniger als 150 Kunden am Tag sinnvoll sein? Wenn gleichzeitig die Prozesse optimiert werden, können gerade solche Apotheken damit ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern.

Zu den Apotheken mit einem Rowa System zählen auch etliche Apotheken mit geringeren Umsätzen, wenigen Mitarbeitern oder einer vergleichsweise geringen Kundenzahl. Mit einer konsequenten Automatisierung des Warenlagers und der dazugehörigen Prozesse kann es gerade diesen Apotheken gelingen, Kosten zu sparen und gleichzeitig die Kundenbindung zu verbessern.

CareFusion bietet verschiedene Lösungen für die unterschiedlichen Anforderungen. Neben dem individuell konfigurierbaren Rowa Vmax® ist der Rowa Smart® ein System, das zahlreichen Apotheken gerecht wird. Rowa Smart kann gekauft oder für weniger als 900 Euro im Monat gemietet werden – inklusive aller Servicegebühren.*

Das Rowa Smart System bietet ausreichend Kapazität für ein übliches Warenlager und lässt den Zeitaufwand für das Lagermanagement und die Fehlerquote auf ein Minimum schrumpfen.

Auch bei der Arbeit im Handverkauf hilft das Rowa System: Medikamente werden automatisch zum HV befördert, es bleibt mehr Zeit für die Kundenberatung und für mögliche Zusatzempfehlungen, die direkt mit ausgelagert werden können.

Dr. Susanne Doll betreibt die Sonnen Apotheke Koblenz, eine Apotheke in Stadtrandlage mit Stammkundschaft. Seit Mai 2012 arbeitet die Apotheke mit einem Rowa Smart System. Für Frau Dr. Doll hat sich die Automatisierung ihrer vergleichsweise eher kleinen Apotheke gelohnt: „Wir haben das Warenlager und die damit verbunden Prozesse deutlich verschlankt. Gleichzeitig ist die Beratung unserer Kunden deutlich ruhiger geworden – das und die hohe Lieferfähigkeit schätzen unsere Stammkunden.”

* Rent-a-Rowa: Monatliche Miete: 500 Euro (für ein Rowa Smart® System mit 3.850 mm Länge. 2.530 mm Höhe), monatliche Servicerate: 390 Euro, Laufzeit: 84 Monate, Installation/Inbetriebnahme: 7.500 Euro. Alle Preise zzgl. MwSt. Das Angebot gilt nur in Deutschland, Österreich und Luxemburg.

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Waldbauer Dorit - Apothekerin

Lagerautomatisierung für kleine Landapotheke sinnvoll?

von Waldbauer Dorit - Apothekerin am 12.06.2014 in Gast Autoren

Viele von Ihnen haben sich bestimmt schon in der Vergangenheit Gedanken gemacht ob sich so ein Lagerautomat für die eigene Apotheke rechnen würde und Sinn macht. Ich selber habe bevor ich meine Apotheke vor 4 Jahren eröffnet habe, mich selber mit dieser Frage auseinandergesetzt und aus Kostengründen dagegen entschieden. Jedoch hat mich die Idee die dahinter steckt, sein Medikamentenlager optimal führen zu können, mit einem sehr geringen logistischen Aufwand und die enorme Aufwertung und Optimierung der Tätigkeiten im BackOffice immer begleitet und nicht losgelassen.

Warum? Weil die Idee der Lagerautomatisierung nicht nur nach außen für die Kunden ein Zeichen von moderner Apothekenführung ist, sondern auch eine enorme Zeitgewinnung darstellt die unsere Kunden im täglichen Apothekenbusiness sofort spüren. Wir betreuen unsere Kunden seit der Umstellung auf den Lagerautomaten immer. Jede Minute in welcher sie bei uns in der Apotheke sind. Wir laufen nicht weg. Wir suchen nicht. Wir beraten einfach und sind für unsere Kunden präsent und da. Diese Freude teilen wir mit unseren Mitarbeitern welche in Ihrer Tätigkeit im Offizin nun noch präsenter sind, da viele Arbeiten im BackOffice Bereich wie im Lager arbeiten, Ware verräumen, nachräumen, übernehmen, etc. einfach wegfallen.

Die Freude bei den Kunden ist groß, die Mitarbeiter teilen die Freude mit Ihren Chefs und dies alles ist möglich da auch bei Lagerautomaten sich in den vergangen Jahren bei der Finanzierung viel getan hat, so dass auch kleine Landapotheken in den Genuss des enormen Benefits eines Lagerautomaten kommen und sich dies auch leisten können.

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ApothekenCOACH

Aktuelle Umfrage 06/2014

von ApothekenCOACH am 12.06.2014 in Analysen

Die letzte Umfrage lautete:

Arbeiten Sie in Ihrer Apotheke bereits mit einem Newsletter als Kundenbindungssystem? Frau Mag. pharm. Alice Rehak (Apotheke Ostermiething, Oberösterreich) hier gehts zum Ergebnis

Die aktuelle Umfrage kommt von:

Frau Mag. pharm. Karin Planitzer (Apotheke Abtenau) http://www.apothekencoach.com/aktuelle-mikro-umfrage/

Anmerkung: Stimmen Sie ab! Neben uns äußerst informativen und interessanten Newsblogbeiträgen, wird auch unsere aktuelle Umfrage alle 14 Tage neu gestaltet und auf unserer ApothekenCOACH Startseite präsentiert. Stellen Sie sich im Bezug auf Ihr Apotheker -Daseins auch immer wieder die selbe Frage und interessiert es Sie was Ihr Apothekenkollegium dazu denkt? Dann richten Sie ihre Frage einfach an office@apothekencoach.com . Somit wird Ihrer Frage 14 Tage aktuell auf der Startseite unserer Homepage zu sehen sein und mit einem Klick kann jeder Besucher abstimmen. Eine Vielzahl an Teilnehmern ist somit gesichert.

 

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Fouquet Stephan | BD Rowa

Praxisseminar „Erfolgsfaktoren für ein modernes Apotheken-Konzept“ in Salzburg

von Fouquet Stephan | BD Rowa am 04.06.2014

Rund 20 Apotheker aus ganz Österreich haben sich am 21. Mai in Salzburg getroffen, um interessante Fachvorträge zum Thema moderne Apotheken-Konzepte zu hören. Praxisnah und informativ wurde mit Experten aus dem Gesundheitsmarkt diskutiert, wie die Effizienz der Apotheke erhöht und gleichzeitig neue Kunden gewonnen werden können. Gastgeber der Veranstaltung war CareFusion | Rowa, Anbieter von Europas marktführender Technologie für das automatisierte Warenhandling in Apotheken.

Die Reihe der Fachvorträge eröffnete Prof. Dr. Gerhard Riegl, Gesundheitsökonom und Apotheken-Analyst. Er referierte, wie Apotheken durch einen besseren Kundendialog erfolgreich geführt werden können und wie gleichzeitig individuelle Erfolgspotenziale aufgedeckt werden.  Aus der Interaktion mit den Kunden ergeben sich wirksame Ansätze für die Marketing-Strategie der Apotheke.

Im Anschluss daran wurde es praxisnäher und konkret: Mag. Pharm. Reinhard Kosch, Rosenwind Apotheke in Seewalchen, berichtete, wie er in seiner Apotheke die Prozesse durch ein automatisiertes Warenlager verbessern konnte. Der Apotheker arbeitet seit mehreren Jahren mit einem Rowa Vmax® System. Bei der Eröffnung seiner eigenen Apotheke im Jahr 2014 war der Einbau eines Rüstautomaten „ein Muss für die Organisation einer modernen Apotheke”, so Kosch.

Praxisorientiert war auch die Produkt-Präsentation von Dirk Götze, Geschäftsführer View’n’Vision. Götze erläuterte die Vorteile einer virtuellen Touch-Sichtwahl: anstatt Regalen mit Packungen sorgen moderne Flatscreens für eine ansprechende und leicht veränderbare Produktpräsentation in der Sichtwahl. Die Medikamente werden per Fingertipp ausgewählt und vollautomatisch vom Rowa Vmax ausgelagert.

Zum Abschluss referierte Carsten Aehlen, Leiter Trade Innovation bei Bayer Vital, zu aktuellen Entwicklungen und zukünftigen Herausforderungen auf dem Apothekenmarkt. Aehlen sieht Kundenbeziehungsmanagement als wichtigen Schlüssel zum Erfolg.

Mit der Veranstaltung knüpft CareFusion | Rowa an den erfolgreichen Auftritt auf der diesjährigen Austropharm an und zeigt sich regional und kundennah. „Für uns ist der Austausch mit Apothekern immens wichtig”, so Dirk Bockelmann, Vertriebsleiter EMEA für die Rowa Automatisierungssysteme von CareFusion, der die Veranstaltung moderierte. „Hier bekommen wir wichtige Ansatzpunkte, um noch besser auf die Bedürfnisse der österreichischen Apotheker einzugehen.”