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Seeber zu EU-Tabakrichtlinie: Mehr Jugendschutz, keine ausufernde Verpackungs-Regulierung

Branchen News vom 26.02.2014

EU-Parlament beschließt Schockfotos auf Zigarettenpackungen und Verbot von Mentholzigaretten

Straßburg, 26. Februar 2014 (ÖVP-PD) „Die heutige Abstimmung ist ein Sieg für den Jugend- und Gesundheitsschutz“, freut sich der Umwelt- und Gesundheitssprecher der Europäischen Volkspartei (EVP), Richard Seeber, über den endgültigen Beschluss der Tabakprodukt-Richtlinie im Europäischen Parlament. „Trotz der neuen strengeren Regeln wird es keine ausufernde Verpackungs- Regulierung geben. Schockfotos und Warnhinweise werden 65 Prozent der Vorder- und Rückseite der Zigarettenpackungen ausmachen. Die EU-Staaten haben nun 24 Monate Zeit, um die Richtlinie in nationales Recht umzusetzen“, so Seeber. ****

Tabakkonsum ist laut Seeber das größte vermeidbare Gesundheitsrisiko. Jedes Jahr töte das Rauchen fast 700.000 Menschen in Europa. Rund 94 Prozent aller Raucher würden damit vor dem 25. Lebensjahr beginnen. Die Österreichische Apothekerkammer rechnet allein in Österreich bis zu 14.000 Todesfälle jährlich dem Rauchen zu. „Es geht nicht darum, die Selbstbestimmung der Menschen einzuschränken, sondern auf mögliche Risiken hinzuweisen. Zudem muss man den Rauchern ein möglichst sicheres Produkt anbieten“, so Seeber.

„Tabak soll nach Tabak schmecken. Der Einstieg ins Rauchen darf nicht durch Zusatzstoffe wie Vanille und Menthol ’schmackhafter‘ gemacht werden“, fordert Seeber. Diese Praktiken der Tabakindustrie, mit denen bewusst Jugendliche angelockt werden, sind deshalb ab 2017 bzw. 2020 verboten. „Es ist richtig, alles Notwendige zu tun, um Jugendliche vom Einstieg abzuhalten“, so Seeber abschließend.