Artikel vom Februar 2014

Hauser Wolfgang

Chancen von Webshops für Apotheken

von Hauser Wolfgang am 13.02.2014 in Marketing

Viele Unternehmen und so auch Apotheken machen sich Gedanken über die unfreiwillige  Umsatzverlagerung in das Internet. Auch Apotheken wollen naturgemäß nicht mehr länger dabei zusehen, wie sich ausländische und inländische Webshop-Betreiber den Markt aufteilen.

Viele Apotheken wollen selbst mit dabei sein und investieren in Webshop-Lösungen. Besonders beliebt sind Angebote, bei denen der eigene Webshop vollautomatisch, mittels Schnittstellen mit bis zu 180.000 Produkten eingepflegt bzw. synchronisiert werden können. Das alles mit einer monatlichen Gebühr und nahezu ohne eigenen Aufwand.

So weit, so gut!
Wie geht es aber nun weiter? Was hat die Apotheke nun defacto erreicht?

Die bloße Existenz eines Webshop bringt noch keinen Umsatz! Diese bittere Erfahrung  müssen branchenunabhängig über 90% aller Webshop-Betreiber machen.

Umsatz im Webshop kann nur dann entstehen, wenn drei Voraussetzungen erfüllt werden:

1. Besucher auf der Website, auch Traffic genannt
2. Produktqualität bzw. Produktattraktivität (auch der Preis)
3. Nutzerfreundlichkeit des Webshops – also die Usability

Wobei es dann auch durchaus hilfreich ist wenn sich die Produktqualität und die Nutzerfreundlichkeit positiv von den Mitbewerbern abhebt. Dies wird gerade mit fertigen Webshop-Lösungen und nahezu der gleichen Produktqualität sehr schwer gelingen!

Bleibt also noch das Thema Besucher. Um Menschen außerhalb der APO-Konzessionsgrenzen zum Einkauf zu bewegen bedarf es erheblicher Marketing-Maßnahmen die unglaublich viel Geld kosten. Im übrigen soviel Geld, dass selbst die größten Webshops der Welt (Amazon, Zalando, etc) nach wie vor keine Gewinne schreiben!! Das Verschweigen aber die Webshop-Anbieter bzw. Webmaster.

Bleiben also noch die Webshop-Besucher die von ganz alleine kommen. Wer anderes, als die Menschen die einen realen Bezug zur Apotheke haben sollen dies sein? Natürlich sind das die Kunden, welche auch die Apotheke kennen und dort einkaufen. Dieses Faktum eröffnet zwei Fragen:

1. Warum soll ein im unmittelbaren Umgebung der Apotheke lebender Kunde, im dortigen Webshop einkaufen? Das hat etwas Lächerliches an sich. Ein Grund mehr, für dieses Klientel gleich ganz einen anderen Webshop zu wählen, wo auch die Anonymität gesichert ist.

2. Wird das eigene Kundenklientel dadurch nicht noch schneller damit erzogen im Webshop einzukaufen? Es ist keine schwierige Prognose, dass dies sogar Umsätze in der eigenen Apotheke kosten würde.

Diese Zeilen sollten Sie nicht prinzipiell von Online-Umsatz abhalten, jedoch muss dafür eine gänzlich andere Strategie gewählt werden. Wie eine solche Erfolgsstrategie aussieht? Dazu später mehr!

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Ridißer Johann

Den Zinssatz bei Krediten jetzt längerfristig fixieren?

von Ridißer Johann am 13.02.2014 in Finanzierung & Finanzdienstleistung

Wir befinden uns mittlerweile schon seit mehr als fünf Jahren in einer Phase historisch niedrigster Kreditzinsen. Nachdem der sog. „Gewöhnungseffekt“ in der Natur des Menschen liegt, denkt augenblicklich auch kaum jemand über eine Umstellung der variablen auf eine fixe Kreditverzinsung nach. Doch genau so eine Konditionen-Anpassung sollte man in der derzeitigen Marktlage überlegen – auch wenn die Bank dies kaum aktiv ansprechen wird – oder eben gerade deswegen!

Antizyklisches Verhalten bringt zumeist große Vorteile

In der  Geldveranlagung gilt nach wie vor die Börsenweisheit „Kaufe in der Krise zu niedrigen Kursen und verkaufe in der Euphorie„. Dieses sog. antizyklische Verhalten sollte aber auch bei Kreditfinanzierungen hinsichtlich des Zinssatzes angewandt werden. Das bedeutet, dass man in Phasen hoher Zinsen eher variable und bei einem niedrigen Zinsniveau eher längerfristig fixe Kreditkonditionen vereinbaren sollte. In der Praxis passiert in den meisten Fällen das Gegenteil. Sind die Zinsen hoch, schließen viele Menschen Fixzinskredite ab, weil sie einerseits Angst vor noch höheren Zinsen haben und andererseits die Banken grundsätzlich (in ihrem eigenen Interesse) fixe Finanzierungen empfehlen. Umgekehrt werden in Niedrigzinsphasen nur wenige Kredite mit längerfristig fixer Verzinsung in Anspruch genommen, weil sich eben kaum jemand vorstellen kann, dass es wieder nach oben gehen kann bzw. Banken solche fixen Finanzierungsvarianten (in ihrem eigenen Interesse) sicherlich nicht aktiv empfehlen.

Die Zinsen werden wieder steigen

Im Augenblick erscheint es zwar unwahrscheinlich, dass es bereits in den nächsten Monaten zu Zinssatzerhöhungen kommen wird. Trotzdem darf man mit Sicherheit annehmen, dass die Zinsen irgendwann auch wieder steigen werden. Entwickelt sich die Wirtschaft weiterhin positiv dann kann dieser Prozess verhältnismäßig schnell beginnen. In den meisten Fällen ist es dann aber schon zu spät um auf eine fixe Finanzierung umzusteigen, weil es die zum jetzigen Zeitpunkt besonders günstigen Konditionen später eben nicht mehr geben wird.
Aus diesem Grund sollte die wirtschaftliche Entwicklung verfolgt werden und spätestens bei den ersten Anzeichen von Zinserhöhungen (z.B. von der EZB oder der Amerikanischen Notenbank) intensiv über eine Umstellung der Finanzierungskonditionen nachgedacht werden – wenn Sie es nicht schon jetzt tun.

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Steuerberater

Einschränkung des Gewinnfreibetrages für Apotheker

von Steuerberater am 13.02.2014 in Steuerberatung

In der Vergangenheit gab es die Möglichkeit für den Apotheker die Steuerbelastung zu reduzieren, indem u.a. Wertpapiere zum Jahresende gekauft wurden. Unter dem Titel „Gewinnfreibetrag“ verbarg sich für jeden Apotheker, welcher den Betrieb als Einzelunternehmer oder in Form einer Personengesellschaft betreibt, diese enorme Chance Einkommensteuer zu sparen.

Jedoch ist gemäß dem Abgabenänderungsgesetztes 2014 (= Regierungsvorhaben) eine Reform dieses Gewinnfreibetrages geplant. Die neue Leitlinie würde vorsehen, dass in Wirtschafsjahren, welche nach dem 30. Juni 2014 enden, es nicht mehr möglich sein soll Wertpapiere zu kaufen, um den investitionsbedingten Gewinnfreibetrag in maximaler Höhe ausschöpfen zu können. Das würde in der Praxis für den Apotheker bedeuten, dass künftig ausschließlich körperliche Wirtschaftsgüter als Alternative in Betracht kommen – dh Investitionen in Tara, EDV-Ausstattung usw..

Sollten Sie als Apotheker ein sogenanntes abweichendes Wirtschaftsjahr bis 30. Juni 2014 haben, sollten Sie anstehende größere Investitionen auf einen Termin nach diesem Datum verschieben, um im Folgejahr zumindest vom investitionsbedingten Gewinnfreibetrag partizipieren zu können.

Beschlossen wurde diese Einschränkung noch nicht – um ein eventuelles Einlenken auf den alten Bestand herbeizuführen wurde mit 10. Feber 2014 u.a. vom Präsident der Kammer der Wirtschaftstreuhänder und vom Präsident der Österreichischen Apothekenkammer ein Schreiben an Bundeskanzler Faymann, Vizekanzler Spindelegger und Klubobleute und Finanzsprecher der im Nationalrat vertretenen Parteien gesendet. Grober Inhalt dieses Schreibens ist folgender:

Der Gewinnfreibetrag hat die Intention, Selbständige mit unselbstständig Beschäftigten, die von der begünstigten Besteuerung des 13./14. Gehalts profitieren, gleichzustellen. Damit konnte ab dem Jahr 2010 weitgehend ein Ende der Diskriminierung der Selbstständigen erreicht und gleichzeitig die Eigenkapitalbildung bei Unternehmen gefördert werden. Die geplante Einschränkung des investitionsbedingten Gewinnfreibetrages würde zu einer verfassungsrechtlich problematischen Verschärfung der Ungleichbehandlung führen und einen massiven Rückschritt bei den Rahmenbedingungen für Selbständige in Österreich darstellen. Sie benachteiligt vor allem jene Unternehmen, deren unternehmerische Tätigkeit nicht anlagenintensiv ist. Große Teile von Selbstständigen, vor allem im Dienstleistungsbereich, sind damit praktisch vom investitionsbedingten Gewinnfreibetrag ausgeschlossen

Somit wird für die Apotheker derzeit noch versucht eine „magistrale Gewinnminderungsmedizin“ zu erreichen – das endgültige Ergebnis wird sich in den nächsten Tagen und Wochen herauskristallisieren.

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Hauser Wolfgang

Was motiviert Mitarbeiter wirklich? Das Umfrageergebnis

von Hauser Wolfgang am 13.02.2014 in Personal

Gut motivierte MitarbeiterInnen sind aus zumindest fünf Gründen besonders wertvoll für Ihr Apotheken-Unternehmen:

1. Sie erbringen eine hohe Leistung
2. Sie verbreiten gute Stimmung und erhöhen die Lebensqualität aller Beteiligten
3. Sie sind verlässlich und belastbar
4. Sie haben eine hohe Loyalität und bleiben gerne im Unternehmen
5. Sie sind keine Problemverursacher sondern Problemlöser

Genug Gründe sich eingehend mit den Möglichkeiten der Mitarbeitermotivation zu beschäftigen.

Danke, dass Sie sich an dieser Umfrage beteiligt haben. Sie erhalten im Gegenzug tolle Tipps aus dem Kreise Ihres Kollegiums mit unschätzbarer Wertigkeit!

….. hier geht’s zum UMFRAGE ERGEBNIS …..

Wie immer 100% anonym und im „Klartext-Modus“ formuliert!

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