Artikel vom November 2013

Hauser Wolfgang

Leistungsbezogene Mitarbeiterentlohnung – 1.Teil – (zwei extreme Varianten)

von Hauser Wolfgang am 19.11.2013 in Personal

Zu Beginn dieser Beitrags-Serie sogleich eine kleine Provokation. Veranschaulichen wir uns zwei extreme Vergütungsmethoden:

Variante 1: Jeder Mitarbeiter erhält eine Entlohnung ausschließlich in der Höhe der erbrachten Leistung. Also eine 100%ige Anpassung an die erbrachte Leistung. Dies setzt natürlich voraus, dass die Leistung auch quantifizierbar ist und klar gemessen werden kann. Extrem zu Ende gedacht bedeutet dies, dass jemand nur dann Einkommen erhält, wenn er auch im Unternehmen“ tätig“ ist. Urlaub, Krankenstand, zahlreiche Rauchpausen und Kaffee-Pausen, etc. würden keine entgeltliche Gegenleistung auslösen.  Engagement während der Arbeitszeit würde sich 100% in der Vergütung wiederfinden. Wie gesagt, ein extreme 1. Variante.

Variante 2: Jeder Mitarbeiter erhält völlig unabhängig von seiner Leistung die gleich hohe Entlohnung. Also 100% unabhängig von der tatsächlich erbrachten Leistung. Extrem zu Ende gedacht bedeutet dies, dass jemand auch dann sein gleich hohes Einkommen erhält, auch wenn er überhaupt nicht anwesend ist. Also 100% unabhängig  davon, ob der Mitarbeiter überhaupt zur Arbeit geht oder nicht. Auch unabhängig davon, ob der Mitarbeiter, wenn anwesend, produktiv ist oder unproduktiv rumhängt. Wie gesagt, ein extreme 2. Variante. (Ist es dies wirklich?) 

Fazit: Natürlich hat Variante 1 keine Chance auf Realisierung. Zum Glück. Wäre viel zu extrem. Hätte jedoch vermutlich auf beiden Seiten durchaus ihre Anhänger. Variante zwei hat nicht nur große Chancen auf Realisierung, sondern ist in so manchen Betrieben und auch Apotheken defacto bereits gelebte Praxis. Diese zugegebenermaßen provokanten Zeilen dürfen gerne zum Nachdenken, Grübeln und Analysieren der eigenen Situation anregen. Vermutlich wird eine schlaue Kombination aus beiden Varianten am zielführendsten sein.

Wer profitiert eigentlich von eine leistungsbezogene Entlohnung?
Wer hat etwas dagegen?
Ist es in Apotheken ratsam?
Wenn Ja, wie umsetzbar? 

Dazu mehr in den kommenden Beiträgen.

Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare hinterlassen

Wilke Jens

Versandhandel in Österreich – und Ihre Strategie? Teil 1

von Wilke Jens am 19.11.2013 in Marketing

Der Onlinemarkt in Österreich ist vorhanden – bald auch im Arzneimittelbereich. Die Liberalisierung des Handels von Arzneimitteln ist beschlossene Sache. Der Versandhandel im Apothekenbereich kommt. Nicht irgendwann – sondern im Jahr 2014. Man kann die Thematik des Versandhandels natürlich kontrovers diskutieren, so sprechen die einen vor dem Hintergrund möglicher Arzneimittelfälschungen von Hochrisikogeschäften auf Kosten der Endverbraucher, die anderen von einem längst fälligen zeitgemäßen Modell der Nachfragebefriedigung im Arzneimittelbereich.

Wie auch immer man zum Thema E-Commerce stehen mag, Fakt ist: Die Nachfrage für Onlinegeschäft ist vorhanden und sie steigtauch in Österreich.

19% Wachstum im Onlinebereich im Jahr 2012

2,5 Mrd. Euro haben Herr und Frau Österreicher im Jahr 2012 im Onlinehandel ausgegeben – um beachtliche 19% mehr als noch in 2011. Zu diesem Ergebnis kam das Forschungs- und Bildungsinstitut für den Handel EHI in seiner neu erschienen Studie zum Thema E-Commerce in Österreich und der Schweiz. Dabei ist der Markt sehr stark konzentriert, so erwirtschaften die zehn größten Onlinehändler rund 30% des Umsatzes. Wenig überraschend: Amazon führt die Liste der umsatzstärksten Versandhändler mit rund 13% des gesamten Onlinehandels an. Bereits der Zweitplatzierte Universalversand erwirtschaftet nur noch rund ein Drittel des Umsatzes von Amazon.

Klarer Trend zu Multichannel

Die Zeiten, in denen Händler ausschließlich auf den Online-Vertriebskanal setzen, sind vorbei. So betreiben 61% der in Österreich tätigen Onlinehändler zusätzlich ein physisches Geschäft. Mobile Präsenz, d.h. die Möglichkeit „rund um die Uhr“ einzukaufen, wird zukünftig noch wichtiger. Die Autoren der Studie kommen unter anderem zum Schluss, dass es den Händler, den es online nicht gibt, für den Kunden gar nicht gibt.

Die Übertragbarkeit der ermittelten Ergebnisse auf die Apotheke wird sich weisen. Man braucht kein Prophet zu sein, um zu wissen, dass es auch im Apothekenbereich einen Markt für ein Online-Geschäft geben wird. Diese Nachfrage wird befriedigt werden. Von Einzelkämpfern wie auch von Betreibern mit langjähriger logistischer Erfahrung und potenter finanzieller Ausstattung. Es werden signifikante Umsätze erwirtschaftet werden. Ob der einzelne – ob des Preiskampfes und der oft unterschätzten Logistikkomplexität – wirtschaftlich erfolgreich sein wird, ist mehr als zu bezweifeln.

Für die öffentliche Apotheke, die bis dato nur im geographisch lokalen Wettbewerb stand, stellt sich hingegen die Frage, ob und wie Sie sich – sofern noch nicht geschehen – auf die neuen Herausforderungen des Onlinehandels vorbereiten kann …

Mehr dazu in Teil II

 

Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare hinterlassen

ApothekenCOACH

Aktuelle Umfrage 11/2013

von ApothekenCOACH am 19.11.2013 in Analysen

Die letzte Umfrage lautete:

Welche Aktivitäten haben Sie bei sich am Tag der Apotheke gesetzt? (Mag. pharm. Karin Herzog, Apotheke Nenzing) hier gehts zum Ergebnis

Die aktuelle Frage kommt:

von Herrn Dr. DEAK, Apotheke Kirchberg, Tirol: hier gehts zur aktuellen Umfrage

 

Anmerkung: Stimmen Sie ab! Neben uns äußerst informativen und interessanten Newsblogbeiträgen, wird auch unsere aktuelle Umfrage alle 14 Tage neu gestaltet und auf unserer ApothekenCOACH Startseite präsentiert. Stellen Sie sich im Bezug auf Ihr Apotheker -Daseins auch immer wieder die selbe Frage und interessiert es Sie was Ihr Apothekenkollegium dazu denkt? Dann richten Sie ihre Frage einfach an office@apothekencoach.com . Somit wird Ihrer Frage 14 Tage aktuell auf der Startseite unserer Homepage zu sehen sein und mit einem Klick kann jeder Besucher abstimmen. Eine Vielzahl an Teilnehmern ist somit gesichert.

Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare hinterlassen