Artikel vom September 2013

Hauser Wolfgang

Die 11 fatalsten Fehler bei der Apotheken-Gründung

von Hauser Wolfgang am 12.09.2013 in Gründerservice & Apo-Übernahme

„Die 11 fatalsten Fehler bei der Apotheken-Gründung und wie Sie diese erfolgreich vermeiden!“

Die Anforderungen an eine erfolgreiche Apotheken-Leitung haben sich in den vergangenen 10-20 Jahren signifikant geändert. Damit ändern sich auch die Anforderungen für Apotheken -Gründer signifikant.

Aus unserer Sicht gibt es vor allem 11 große und letztendlich fatale Fehler bei der Apotheken-Gründung. Jeder einzelne Fehler hat für sich alleine das Potential zum wahrhaften Spielverderber zu werden. Dabei spielt es keine Rolle ob es sich um eine Neukonzession oder einer Konzessionsübernahme handelt.

Wenn Sie sich mit dem Gedanken auseinandersetzen sich als ApothekerIn selbständig zu machen. Dann sollten Sie sich unbedingt das extra dafür produzierte VIDEO ansehen.

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Wilke Jens

Hochpreis-Arzneimittel als Liquiditätsfalle

von Wilke Jens am 12.09.2013 in Finanzierung & Finanzdienstleistung

30%, 40% punktuell bis zu 50% Ihres Kassenumsatzes erwirtschaften zahleiche Apotheken mit sogenannten HochpreisArzneimittel, also Arzneimittel mit hohem Umsatzvolumen aber geringem Deckungsbeitrag. Bei der Medianapotheke fallen rund 42.000 EUR pro Monat in diese Umsatzklasse pro Monat. Die Folge? Neben einem sinkenden Gesamtdeckungsbeitrag  (bei gleichzeitig steigenden Kosten) melden Apotheken zunehmend Probleme mit ihrer Liquidität.

Die Gründe hierfür liegen auf der Hand: kommt der Patient mit einem „Hochpreiser“ am Rezept im worst-case Anfang des Monats in die Apotheke, so hat die Apotheke nun neben dem gesetzlich vorgeschriebenen Auftrag der ordnungsgemäßen Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln nun zusätzlich und unfreiwillig eine Finanzierungs– oder besser gesagt Vorfinanzierungsfunktion. Denn während das Geld der Gehaltskasse in den ersten Tagen des Folgemonats am Geschäftskonto einlangt, müssen jene Hochpreiser, die nicht über den pharmazeutischen Großhandel geliefert werden, bereits nach wenigen Tagen bezahlt werden. Somit entsteht ein Vorfinanzierungszeitraum von bis zu 30 Tagen.

Apotheken, die bereits ohne Hochpreiser-Einfluss mit ihrem Geschäftskonto knapp an ihrer Rahmenlinie liegen, rutschen zunehmend tiefer in die teuerste Form der Finanzierung, den Kontokorrentkredit (horrend teuer insbesondere bei dessen Überziehung). Bei zu Teil nicht nachverhandelten Zinssätzen jenseits der 10%-Grenze wird rasch klar, dass der ohnedies geringe Deckungsbeitrag in diesem Umsatzsegment zusätzlich signifikant beschnitten wird.

Unsere Empfehlungen:

  1. Finanzierungskonditionen der Bank überprüfen und ggf. nachverhandeln.
  2. Hersteller-Zahlungskonditionen unter die Lupe nehmen (Bankeinzüge bei fehlenden Vorteilen streichen).
  3. Langfristige Strategien entwickeln, die Unabhängigkeit vom fremdgesteuerten Umsatz sichern.

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Ridißer Johann

Aufbau von Liquiditätsreserven – die Erinnerung

von Ridißer Johann am 12.09.2013 in Finanzierung & Finanzdienstleistung

Diesmal möchte ich an meinen Artikel zum Thema „Aufbau von Liquiditätsreserven“ vom 26. April 2011 erinnern. Es sind also knapp zweieinhalb Jahre vergangen und der damalige Beitrag ist aufgrund der weiterhin historisch niedrigen Kreditzinsen nach wie vor aktuell. Hier können Sie diesen Artikel nachlesen: zum Beitrag vom 26.04.2011
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Reserven müssten bereits vorhanden sein

Im Beitrag wurde dargestellt, dass bei Finanzierungen der Zinsvorteil zur empfohlenen Benchmark von 6,0% damals ca. 4,0% betrug. Diese Differenz besteht nach wie vor und es wird voraussichtlich noch einige Zeit so bleiben, denn eine Anhebung des Zinsniveaus ist in nächster Zeit keinesfalls zu erwarten. Hat man also diesen Zinsvorteil seit damals angespart, sollte bereits ein schöner Betrag vorhanden sein. Im Zahlen-Beispiel wurde die Zinsersparnis für einen Bankkredit in Höhe von EUR 1.000.000,- mit 4,0% also EUR 40.000,- pro Jahr angenommen. In den bisherigen 30 Monaten wären daher bereits ca. EUR 100.000,- an Reserven angespart worden.
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Zum Starten ist es noch nicht zu spät

Für alle jene, die diesen Vorteil noch nicht in „bares Geld“ umgemünzt haben, weil sie eben keinen fixen monatlichen Sparbetrag auf ein eigenes Konto (oder Wertpapierdepot) eingerichtet haben, gibt es eine gute Nachricht. Aller Voraussicht nach wird es noch einige Zeit (möglicherweise sogar mehrere Jahre) dauern, bis die Zinsen wieder steigen werden. Das bedeutet, dass es auch jetzt noch Sinn macht mit der Ansparung der Liquiditätsreserve zu beginnen.
Im Übrigen darf man auch nicht vergessen, dass man sich als Kreditnehmer durch den monatlich fix weggelegten Spar-Betrag an die Höhe jener Zahlung gewöhnt, die erforderlich wird, wenn die Zinsen wieder steigen. Neben dem Vorteil des zusätzlichen Liquiditätsaufbaus erreicht man daher mit der Ansparung des Zinsvorteils weitere positive Effekte – u.a. vor allem das besonders angenehme Gefühl finanzielle Rücklagen zu haben.

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