Artikel vom August 2013

Hauser Wolfgang

Würden Sie sich heute nochmals als Apotheker selbständig machen?

von Hauser Wolfgang am 20.08.2013 in Gründerservice & Apo-Übernahme

Genau diese Frage stellen sich viele junge Pharmazeuten. Aus gutem Grund. Es liegt viel Unsicherheit in der Luft. Es ist an der Zeit, einen klaren Blick auf dieses Thema zu richten. Wer könnte den künftigen Apothekern beim Schritt in die Selbständigkeit bessere Tipps geben als Sie?! Als unbestechliche Instanz, völlig unabhängig und als absoluter Praktiker. Als voll- und letztverantwortlicher  Apotheken-Unternehmer eben!

Vorab ein herzliches Dankeschön an all jene, die bereits ihre Tipps und ihre Meinung für künftige Apotheken-Gründer abgegeben haben. Die gesamten Umfrage – Ergebnisse mit ALLEN Anregungen werden wir Ende August veröffentlichen. Soviel kann ich jetzt schon sagen: Die bisherigen Tipps und Anregungen haben es wirklich in sich und sind ganz eindeutig aus der Rubrik „Klartext!“

>>> Zum Fragebogen <<<

Hier bereits ein kleiner Auszug der bereits laufenden Umfrage:

Meine  Tipps für künftige selbständige Apotheker/innen:

  • „Haben sie keine Illusionen. Sie werden mehr arbeiten für weniger Geld“
  • „Orte mit Frequenz und Zukunft als Standort wählen“
  • „In mehreren Apotheken Dienst machen! So sammelt man Routine, Erfahrungen und erhält auch wirtschaftliche Einblicke“
  • „Machen sie sich gefasst, dass sie in Zukunft zum Teil Tag u. Nacht arbeiten müssen (Nachtdienste)“
  • „nicht mit zu geringer Anzahl zu versorgender Personen beginnen, in der Hoffnung alteingesessenen Apotheken das Wasser abgraben zu können“
  • „Die Selbstständigkeit ist verbunden mit hohen finanziellen Belastungen und noch höherem persönlichem Einsatz, welcher zum Gelingen unumgänglich ist. Daher sollte man sich (bei mehreren Beratern) informieren und die eigene zukünftige Lebensqualität bei der Planung nicht vergessen. Auch die Wahl der (Finanz-)Partner sollte gut bedacht sein“
  • „Frage: Kann ich selbstständig werden, ohne eine Marionette von einem GH oder einer Bank zu werden?“
  • „Mit unabhängigen Leuten, die wirklich Branchenerfahrungen haben, zusammen arbeiten und nicht mit irgendwelchen „Möchtegerns“, die sich gegenseitig die Geschäfte zuschieben.“
  • „Werden Sie nur selbständig, wenn Sie risikobereit sind und Ihre Familie mitmacht“

Ende August werden wir eine vollständige Auflistung mit ALLEN Tipps veröffentlichen.
An all jene die sich dem Fragebogen noch nicht widmen konnten, ersuche ich nun auch um Meinungsäußerung und um ihre wertvolle Erfahrung als selbstände(r) ApothekerIn.

Der kurze Fragebogen benötigt zum Ausfüllen nicht mehr als zwei Minuten Zeit. Sie haben hier die Möglichkeit „Klartext“ zu sprechen und brauchen sich kein Blatt vor den Mund zu nehmen.

Von bewährten Praktikern Tipps zu erhalten ist unbezahlbar für künftige Apotheker.

>>> Zum Fragebogen <<<

Bitte helfen auch Sie mit, einen repräsentativen und unabhängigen Blick auf das Thema Apotheken-Gründung zu erreichen.

Danke

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Wilke Jens

Apotheken-EDV: Geld und Zeit sparen

von Wilke Jens am 20.08.2013 in Analysen, Einkauf & Lagermanagement

Ziel jeder elektronischen Datenverarbeitung (EDV) ist es, dass unternehmerische Handeln zu erleichtern und zu optimieren. Das trifft auch auf die EDV-Systeme öffentlicher Apotheken zu. Das elektronische Warenwirtschaftssystem bildet das Software-Rückgrat jeder Apotheke. Wer bereits in den „Genuss“ eines längerfristigen Stromausfalls gekommen ist, durfte rasch erkennen, dass ohne EDV in der Apotheke (nahezu) gar nichts mehr läuft. Fluch und Segen liegen also eng zusammen. „OHNE“ geht es nicht, „MIThat sehr häufig ungeahntes Optimierungspotenzial.

Das tägliche „Overrulen“ des automatischen Bestellvorschlages

Der weitaus überwiegende Teil der Apotheken arbeitet bereits mit einem POS-System, d.h. einem Warenwirtschaftsprogramm mit sogenannter automatischer Lagerstandsführung. Allen Systemen gleich ist, dass sie auf Artikelebene automatische Bestellvorschläge erarbeiten. Auffallend ist, dass der automatische Bestellvorschlag sehr häufig manuell verändert wird – das kostet Zeit und damit Geld! Der automatische Bestellvorschlag richtet sich im Wesentlichen nach den beiden Parametern:

a)      statistische Nachfrage im Zeitraum X

b)      errechneter Bedarf für Zeitraum Y

Wenn es also zu Abweichungen zwischen von der EDV vorgeschlagenen Packungsanzahl und der Einschätzung des sinnvollen Bedarfs seitens des „Bestellers“ kommt, ist die Ursache in diesen beiden Bereichen zu suchen – mögliche Fragestellungen dabei sind u.a.:

  1. wie errechnet „mein“ Apotheken-EDVSystem die Nachfrage?
  2. welcher Beobachtungszeitraum wird vom System herangezogen?
  3. gibt es eine zeitlich gesteuerte Gewichtung der Nachfrage?
  4. Sind die Parameter so justiert, sodass das System auf rasches Ansteigen und Absinken der Nachfrage reagiert (Stichwort saisonale Artikel)?
  5. wie ist die Reichweite, d.h. der Bevorratungszeitraum des Systems eingestellt?
  6. sind die Bestellstufen auf das Bestellverhalten bzw. Einkaufskonditionen abgestimmt?
  7. ….

Die EDV ist der sprichwörtliche „elektronische Motor“ jeder Apotheke. Dieser sollte permanent gewartet, justiert und auf das entsprechende Fahrverhalten richtig eingestellt werden. Es gibt viele Dinge, über die es sich lohnt in der Apotheke nachzudenken – das Tuning der Apotheken-EDV sollte sehr weit oben stehen – es lohnt sich im mehrfachen Sinne

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Ridißer Johann

Das Kleingedruckte in Kreditverträgen

von Ridißer Johann am 20.08.2013 in Finanzierung & Finanzdienstleistung

Neben den wichtigsten Bestimmungen bezüglich Zinssatz, Rückzahlung und Laufzeit sollte gerade bei Unternehmensfinanzierungen das so genannte Kleingedruckte im Kreditvertrag ganz besonders beachtet werden. Denn anders als bei privaten Krediten gilt der Konsumentenschutz bei gewerblichen Finanzierungen nicht.
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Juristische Vertragsformulierungen

Selbstverständlich werden Juristen damit beschäftigt, die Vertragsformulierungen zu gestalten, weshalb diese in den meisten Fällen, für Nicht-Juristen nur schwer bis gar nicht verständlich sind. Hinzu kommt, dass Banken logischer Weise kein großes Interesse haben Vertragsbestandteile zu Ihrem Nachteil zu verändern. Aus diesem Grund wird dieses „Kleingedruckte“ häufig nicht sehr ausführlich besprochen bzw. erläutert.
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Wichtige Bestimmungen im „Kleingedruckten“

Regelungen zur Art und Weise der Zinssatzanpassung (bei variablen Finanzierungen bzw. für die Phase nach einer Fixzinsbindung), zur Möglichkeit der Konditionenerhöhung durch die Bank oder zu Pönalen für die vorzeitige Tilgung des Kredites finden sich häufig im so genannten Kleingedruckten. Diese Beispiele (es sind noch viele zusätzliche Bestimmungen möglich) zeigen, dass es sehr teuer kommen kann, wenn man solche Klauseln vor Unterfertigung des Darlehensvertrages nicht berücksichtigt.
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Die Überprüfung des Kreditvertrages durch unabhängige Experten ist empfehlenswert

Aus den oben beschriebenen Gründen ist es äußerst empfehlenswert, die Finanzierung niemals alleine mit der Bank abzuwickeln. Stattdessen sollte ein bankenunabhängiger Experte hinzugezogen werden, der sämtliche Vertragsbestimmungen und eventuelle sonstige Vereinbarungen ausschließlich im Interesse des Unternehmers prüft und beurteilt. Diese Investition erspart nicht nur viel Ärger, sondern bringt in den meisten Fällen bares Geld.

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Steuerberater

Steuerliche Erleichterungen für und von Apotheker nach der Hochwasserkatastrophe!

von Steuerberater am 20.08.2013 in Steuerberatung

Die jüngst vergangene Hochwasserkatastrophe im Bundesgebiet hat gezeigt, dass neben unmittelbarem körperlichen Einsatz von Freiwilligen, Feuerwehren usw. bei den Aufräumarbeiten vor allem Geld- und Sachspenden notwendig sind. Nur durch diesen „Dual-Einsatz“ können die eingetretenen Schäden u.a. auch bei Apotheken beseitigt werden. Das Finanzministerium hat ein Informationsschreiben veröffentlicht, in dem auf steuerliche Maßnahmen in Katastrophenfällen wie z.B. Hochwasser hingewiesen wird. Vorausgeschickt sei, dass Sonderbestimmungen wie etwa die vorzeitige Abschreibung von ersatzbeschafften Wirtschaftsgütern – wie schon als Reaktion auf frühere Hochwasserkatastrophen – höchstwahrscheinlich wiederum und in vergleichbarer Weise beschlossen werden. Eine Einzelfallbetrachtung ist anzuraten und in weiterer Folge ein individueller Verhaltensplan für ihre betroffene Apotheke auszuarbeiten. 

Es ist darauf hinzuweisen, dass freiwillige Zuwendungen und Spenden zur Beseitigung von Katastrophenschäden nicht nur beim Empfänger steuerfrei sind, sondern unter bestimmten Voraussetzungen auch beim Apotheken-Spender steuerlich absetzbar sind. Private Geldspenden können als Sonderausgabe abgesetzt werden (max.10% des laufenden Einkommens) – sofern es sich um einen begünstigten Spendenempfänger (vgl. BMF-Spendenliste) handelt. Neu und ganz besonders wichtig ist es zu wissen, dass Spenden an freiwillige Feuerwehren und Landesfeuerwehrverbände steuerlich begünstigt sind. Vergleichbares gilt für Spenden aus dem Apotheken-Betriebsvermögen, wobei hier auch Sachspenden als Betriebsausgabe geltend gemacht werden können.

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ApothekenCOACH

Aktuelle Umfrage 2013/08

von ApothekenCOACH am 20.08.2013 in Allgemein

Die letzte Umfrage lautete:

Wird der Internet-Handel für die Apotheken in den nächsten 10 Jahren zum Problem?(Herrn  Dr. Deak, Apotheke Kirchberg Dr. DEAK KG, Tirol) hier gehts zum Ergebnis

 

Die aktuelle Frage kommt:

von Frau Mag. Karin Planitzer, (Apotheke Abtenau) hier gehts zur aktuellen Umfrage

 

Anmerkung: Stimmen Sie ab! Neben uns äußerst informativen und interessanten Newsblogbeiträgen, wird auch unsere aktuelle Umfrage alle 14 Tage neu gestaltet und auf unserer ApothekenCOACH Startseite präsentiert. Stellen Sie sich im Bezug auf Ihr Apotheker -Daseins auch immer wieder die selbe Frage und interessiert es Sie was Ihr Apothekenkollegium dazu denkt? Dann richten Sie ihre Frage einfach an office@apothekencoach.com . Somit wird Ihrer Frage 14 Tage aktuell auf der Startseite unserer Homepage zu sehen sein und mit einem Klick kann jeder Besucher abstimmen. Eine Vielzahl an Teilnehmern ist somit gesichert.

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