Artikel vom Mai 2013

Hauser Wolfgang

Optimale Produktanzahl in den Regalen

von Hauser Wolfgang am 13.05.2013 in Beratung

Die meisten würden hier vermutlich antworten: Es sollen nicht zu viele und auch nicht zu wenige Artikel sein. Aber wie viel ist das Optimum

Wie fast überall im Leben ist es auch hier entscheidend den richtigen Mix zwischen Schönheit und Funktionalität zu finden. Was für das Auge optimal erscheint ist noch lange kein Garant für eine hohe Funktionalität.

Das Auge verlangt nach Schönheit und harmonischer Ordnung. Also eher weniger Produkte bzw. Artikel bei gleichzeitig perfekter stilgerechter Anordnung. Aber sind das auch die idealen Voraussetzungen für eine hohe Funktionalität? Nein. Untersuchungen haben eindeutig gezeigt, dass diese Art der Produktpräsentation Kaufzurückhaltung produziert. 

Offensichtlich ist dem Betrachter (Kunden) der optisch schönen Anordnung bewusst, dass er mit Wegnahme (Kauf)  eines Produktes die optimale Ordnung zunichte machen würde

Hohe effiziente Produktplatzierung  darf im Auge ruhig ein wenig Irritation auslösen bzw. ein wenig weh tun. Eine Herausforderung für viele ästhetisch veranlagte Apotheker. 

Link:
Boutique-Charakter hemmt Umsatz

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Wilke Jens

Großhandels- oder Direktbezug? (Teil 1)

von Wilke Jens am 13.05.2013 in Einkauf & Lagermanagement

Ein gut durchdachter und richtig umgesetzter Warenbezug stellt einer der Eckpfeiler wirtschaftlich erfolgreicher Apotheken dar.  Dabei findet der Einkauf einer Apotheke vor dem Hintergrund eines – nicht immer bewussten – Spannungsfeldes statt, das durch folgende Zielsetzungen definiert ist:

  1. Erzielung bestmöglicher Einkaufskonditionen (Ziel: Gesamtrohertragssteigerung)
  2. Höchstmögliche Lieferfähigkeit (da nicht zu unterschätzendes Kundenbindungsinstrument; Ziel: bis zu 98% auf Packungsebene)
  3. Geringstmöglicher Lagerwert (da andernfalls höhere Kapitalbindung gefolgt von vermehrtem Pflegeaufwand, Verfalls- und Retourenrisiko)
  4. Effizienter Personaleinsatz mit möglichst geringem Manipulationsaufwand seitens der MitarbeiterInnen

Die typische Apotheke bestellt den überwiegenden Teil Ihrer Waren (85-90%) über den pharmazeutischen Großhandel, rund 10-15% direkt bei der Industrie. Extreme Ausreißer im Direktbezug nach oben  (> 30%) und unten (<3%) sind ebenfalls zu beobachten. Bei kleineren Apotheken macht der Direktbezug tendenziell weniger Sinn als bei großen Apotheke, da bessere Direkt-Einkaufskonditionen mit dem jeweiligen Bestellvolumen korrelieren.

Wo liegen die (zum Teil vermeintlichen) Vorteile des Direktbezuges:

  1. Vordergründig bessere Einkaufskonditionen
  2.  z.T. – gerade bei Winterbevorratungen – bessere Zahlungskonditionen
  3. Spezifische Produktinformationen vom pharmazeutischen Außendienst
  4. u.U. produktspezifische Verkaufs- und  Marketingunterstützung
  5. u.U. unkompliziertere und wirtschaftlich betrachtet bessere Retourenregelung

Die wesentlichen Nachteile im Direktbezug ergeben aufgrund folgender Punkte:

  1. nicht zu unterschätzender zusätzlicher Aufwand im Handling (eigene Bestellung, eine Warenübernahme, eigene Rechnung etc.)
  2. Notwendigkeit höherer Abnahmemengen als beim Großhandel mit entsprechenden Konsequenzen (s.o.)
  3. Reduktion des Einkaufsvolumens beim Großhandel und der daraus resultierende geringere Einkaufsrabatt über den gesamten Großhandelseinkauf

Was insbesondere bei der Kosten-Nutzen-Analyse von Direkt- und Großhandelsbezug zu beachten ist, erfahren Sie im nächsten Newsletter.

 

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Steuerberater

Neue Pendlerförderung für die Apothekenmitarbeiter

von Steuerberater am 13.05.2013 in Steuerberatung

In der Vergangenheit hat es viele politische Ideen zur Förderung bzw. Verbesserung der Situation der explodierenden Kosten für die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte der Apothekenmitarbeiter gegeben. Nun wurde im Nationalrat die Erweiterung der Pendlerförderung abgesegnet. In Detail folgt nun ein Teil des Beschlusses der besonders wichtig für die Apothekenmitarbeiter sein könnte. 

Fortan wird das Pendlerpauschale auch für Teilzeitbeschäftigte (weniger als 10/10tel Dienst) aliquot zur Anwendung kommen. Der Pendlereuro und der Pendlerausgleichsbetrag werden neu eingeführt; zudem wird der Pendlerzuschlag erhöht. Arbeitgeber können künftig auch Arbeitnehmern ohne Anspruch auf Pendlerpauschale steuerfrei ein „Jobticket” zur Verfügung stellen. 

Die Änderungen wurden im Einkommensteuergesetz 1988, BGBl. Nr 400/1988, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz BGBl. I Nr 112/2012 geändert – hier im speziellen die § 16 Abs 1 Z 6 – die genauen Zahlen und Daten können auf der Homepage www.ris.bka.gv.at abgerufen werden.

Wichtige Detailinfos dazu: 

Es wurde klargestellt, dass Apothekenmitarbeiter, die ein arbeitgebereigenes Kfz auch für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte nutzen können, keine Pendlerpauschale (und damit gemäß § 33 Abs 5 Z 4 EStG auch kein Pendlereuro) zusteht. 

Es wurde klargestellt, dass wenn Apothekenmitarbeiter Familienheimfahrten als Werbungskosten berücksichtigten, daneben keine Pendlerpauschale für die Wegstrecke vom Familienwohnsitz (§ 20 Abs 1 Z 2 lit. e EStG) zur Arbeitsstätte zusteht. 

Weiters wurde klargestellt, dass pro Apothekenmitarbeiter maximal eine volle Pendlerpauschale im Kalendermonat zusteht. Damit soll sichergestellt werden, dass bei Aliquotierung des Pendlerpauschales maximal drei Drittel des Freibetrags die Steuerbemessungsgrundlage mindern können. Besteht bereits Anspruch auf eine volle Pendlerpauschale und werden bei einem weiteren Dienstverhältnis, welches grundsätzlich Anspruch auf eine volle Pendlerpauschale vermitteln würde, zusätzliche Wegstrecken für die Fahrten von der Wohnung zur weiteren Arbeitsstätte zurückgelegt, ist diese zusätzliche Wegstrecke für das Ausmaß des Pendlerpauschales zu berücksichtigen.

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ApothekenCOACH

Aktuelle Umfrage 2013/05

von ApothekenCOACH am 13.05.2013 in Analysen

Die letzte Umfrage lautete:

Wie beurteilen Sie die Geschäftsentwicklung des 1. Quartals 2013 im Vergleich zum Vorjahresquartal? (Mag. pharm. Karin Planitzer, Apotheke Abtenau) hier gehts zum Ergebnis

 

Die aktuelle Frage kommt:

von Hr. Mag.pharm. Simon Windhager(Apotheke Abtenau)   hier gehts zur aktuellen Umfrage

 

Anmerkung: Stimmen Sie ab! Neben uns äußerst informativen und interessanten Newsblogbeiträgen, wird auch unsere aktuelle Umfrage alle 14 Tage neu gestaltet und auf unserer ApothekenCOACH Startseite präsentiert. Stellen Sie sich im Bezug auf Ihr Apotheker -Daseins auch immer wieder die selbe Frage und interessiert es Sie was Ihr Apothekenkollegium dazu denkt? Dann richten Sie ihre Frage einfach an office@apothekencoach.com . Somit wird Ihrer Frage 14 Tage aktuell auf der Startseite unserer Homepage zu sehen sein und mit einem Klick kann jeder Besucher abstimmen. Eine Vielzahl an Teilnehmern ist somit gesichert.

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