Artikel vom Januar 2013

Hauser Wolfgang

Personaleinsatz optimieren (Saisonale Schwankungen)

von Hauser Wolfgang am 21.01.2013 in Personal

Auch Apotheken sind des öfteren mit zum Teil erheblichen saisonalen Schwankungen konfrontiert. Besonders herausfordernd kann es dann werden, wenn zu den „normalen“ Gründen (wie Wetter und Jahreszeiten) auch noch andere Einflussfaktoren wie zB. der Tourismus  hinzukommen.

Im Extremfall kann dies in den stark frequentierten Zeiten zu einer „chronischen“ personellen Unterbesetzung  führen und andererseits zu einer ebenfalls „chronischen“ personellen Überbesetzung führen. Dass dies niemanden Spaß macht ist klar. Weder dem Personal noch den Kunden. Bei gleich hohem personellen Einsatz in all dieser Zeit sind erhöhte Krankenstände, geringere Arbeitsplatzzufriedenheit, höhere Fluktuationsgefahr und schlechteres Feedback seitens der Kunden vorprogrammeirt.

Ab einer gewissen Schwankung der Kundenfrequenz ist es ein Irrglaube, dies mit einem reinen Zeitausgleichsmodell bewältigen zu wollen. Also der Versuch alle Mehrstunden in der ruhigeren Jahreszeit wieder abzubauen.  Krankenstände und Fluktuation sind dabei die Spielverderber.

Die Lösung liegt in der Organisation und dem Engagement von  zusätzlichen Personal speziell für die herausfordernden Zeiten mit erheblich stärkerer Kundenfrequenz

Da es ohnedies kein Überangebot an Personalressourcen in Österreichs Apotheken gibt, muss natürlich einiges beachtet werden, um sich die Kandidaten für eine zeitlich begrenzte Personalaufstockung zu sichern. Neben einem interessanten finanziellen Anreiz ist es vor allem die Wertschätzung der Apothekenleitung was das Gelingen sichert!

Wie in vielen anderen Branchen auch, gibt es auch beim pharmazeutischen Personal genug Interessenten, welche sich gerade für ein zeitlich begrenztes und gut dotiertes Engagement in einer Apotheke interessieren, wo immer immer was los ist und der Reiz besteht in einem pulsierenden Umfeld die „Jolly Joker„- Rolle einzunehmen!

Das zeitlich begrenzt zum Einsatz kommende Personal hilft nicht nur alle oben genannten Probleme zu lösen, sondern bringen in der Regel extrem viel neuen Schwung in die Mannschaft. Da diese Leute mit sehr viel Schwung und Freude an die Arbeit gehen, lösen sich darüber hinaus oft auch die (ggf.) alten energieraubenden Konflikte von selbst auf. 

Es lohnt sich in jedem Fall den zweifelsfrei erforderlichen Einsatz zu Personalgewinnung zu investieren.

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Wilke Jens

Privatumsatz pro Kunde – unbestechliche Erfolgskennzahl

von Wilke Jens am 21.01.2013 in Analysen

Erfolgfaktor Privatumsatz. Egal, welches wirtschaftliches Statement es zu den (Umsatz-)Entwicklungen im Apothekenbereich gibt, der Privatumsatz ist und bleibt ein wichtiges und zentrales Thema – zurecht. Die Fakten sind bekannt: Faktum 1: Rezepte und deren Erlöse sind für die Apotheke wichtig, aber fremdgesteuert.  Faktum 2: Privatumsatz ist – mit unterschiedlichsten Instrumenten – aktiv steuerund somit auch steigerbar. Faktum 3: Privatumsatz ist und wird zunehmend – nicht zuletzt aufgrund der attraktiveren Margenstruktur – die sprichwörtliche betriebswirtschaftliche „Butter am Brot“ für die Apotheke.

Es macht daher mehr als Sinn, sich mit der Messung des Privatumsatzes der Apotheke zu befassen. Selbstredend, dass die Beobachtung der absoluten Umsatzwerte des Privatumsatzes wichtig und unabdingbar ist. Durchaus spannend ist es darüber hinaus jedoch, den Privatumsatz in Bezug zur Zahl der Kunden zu setzen, sprich den sogenannten „Privatumsatz pro Kunden“ (= Privatumsatz dividiert Anzahl Kunden bzw. Geschäftsfälle im Beobachtungszeitraum) zu analysieren.

Der „Privatumsatz pro Kunde“ stellt eine Erfolgskennzahl dar. Sie misst zeitnah den Erfolg von Aktivitäten am Point of Sale.  Dies können beispielsweise sein:

  • die erfolgreiche Umsetzung von Marketingaktivitäten
  • die erfolgreiche Sortimentsgestaltung
  • die erfolgreiche Neu– oder Umgestaltung      der Apotheken-Offizin
  • die erfolgreiche Sicht– und Freiwahlgestaltung
  • der erfolgreiche Know-howTransfer vom Mitarbeiter an den Kunden
  • die erfolgreiche (Neu-)Positionierung der Apotheke
  • u.v.m.

Schritt 1: Wie rechnet „mein“ Warenwirtschaftssystem?

Wer – richtigerweise – für sein Apothekencontrolling Zahlen aus dem operativen Warenwirtschaftssystem verwendet, sollte wissen, wie „sein“ Apotheken-EDV-System Kennzahlen ermittelt. Keineswegs rechnen alle Anbieter gleich, was auch beim Vergleich mit Zahlen anderer Apotheken berücksichtigt werden sollte. Dies gilt insbesondere beim „Privatumsatz pro Kunden“.

Vor allem zwei Fragen müssen im Vorfeld geklärt werden:

  1.  Wie definiert das verwendete EDV-System konkret den „Privatumsatz“? Was ist die Bemessungsgrundlage? Wo fließen beispielsweise Umsätze von Privat- und Sonderrezepten ein? Wie wird mit Rezeptpositionen umgegangen, die – da unter der Taxierungsgrenze oder nicht erstattungsfähig – privat verrechnet wurden?
  2. Welche Geschäftsfälle werden als Bemessungsgrundlage herangezogen? Ziel obiger Kennzahl ist es, ALLE Geschäftsfälle in Bezug auf erzielten Privatumsatz zu bewerten. Nicht selten ziehen EDV-Systeme nur jene Geschäftsfälle heran, in denen überhaupt Privatumsatz stattgefunden hat. Dies spiegelt dann ein schöneres, aber nicht sehr aussagekräftiges Bild von den „Privatumsatz-Aktivitäten“ einer Apotheke wider.

Schritt 2: Ziele setzen auf Basis der eigenen Zahlen.

Egal mit welchem EDV-System die Apotheke arbeitet, die Ziele beim „Privatumsatz pro Kunden“ sollten auf Basis der bisher erreichten Zahlen gesetzt werden. Sehr apothekenindividuell können diese zwischen fünf und 18 Euro Privatumsatz pro Kunden liegen. Unabhängig von welcher „Grundlinie“ die Apotheke startet, mittelfristige Steigerungen des Privatumsatzes von bis zu drei Euro pro Kunden sind möglich. Multipliziert mit der (Jahres-)Anzahl an Kunden ein attraktives Ziel für das es sich zu kämpfen lohnt

 

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Steuerberater

Automatischer Verlustausgleich für den Apotheker bei Wertpapierdepots?

von Steuerberater am 21.01.2013 in Steuerberatung

Mit dem Budgetbegleitgesetz (BBG) 2011 wurde die Besteuerung von Kapitalvermögen auf vollkommen neue Beine gestellt. Neben den bisher schon erfassten Früchten (insbesondere Zinsen und Dividenden) wurden auch Kursgewinne und Einkünfte aus Derivaten in die Besteuerung von Kapitalvermögen einbezogen. Danach erfolgten substanzielle Änderungen durch das AbgÄG 2011, das BBG 2012 und auch das 1. StabG 2012 in diesem Bereich. Das BMF hat mit einem 200-seitigen Erlass zu diesen neuen Regelungen Stellung bezogen.

Was bedeuten nun die oben angeführten Zeilen für den Apotheker. Ein automatischer Verlustausgleich darf nur bei privaten Einzeldepots, welche sich bei ein und derselben Bank befinden, vorgenommen werden! Für sogenannte Gemeinschaftsdepots erlaubt der Gesetzgeber keinen automatischen Verlustausgleich. Verluste auf solchen Depots können genauso wie betriebliche Depots (z.b. Kauf von Wertpapieren für den Freibetrag für investierte Gewinne) nur im Zuge der Einkommensteuererklärung direkt beim Finanzamt eingereicht und gegebenenfalls verrechnet werden. D.h. etwaige Verluste können erst im Rahmen der Bilanzierung der Zahlen des Apothekers berücksichtigt werden.

Von Seiten des Finanzamtes werden derzeit die Depotentnahme sowie der Depotübertrag von § 27 Abs 6 Z 1 lit. a EStG als fiktive Veräußerungstatbestände erfasst – dh. die Besteuerung erfolgt unabhängig von anderen Realisationsvorgängen.

Ein Praxistipp zur Prüfung mit ihrem Finanzberater wäre folgender: Die fiktive Realisierung durch Depotentnahme bzw. Depotübertrag gilt sowohl für Kursgewinne als auch für Kursverluste. Durch eine Depotentnahme oder einen nicht von der Einkommensteuer befreiten Depotübertrag ist es möglich, Verluste auch zu Optimierungszwecken zu realisieren. Im außerbetrieblichen Bereich (=Privatbereich) ist ansonsten eine tatsächliche Veräußerung zur Realisierung eines Verlusts notwendig. Anwendungsfälle dieser Optimierung können die Verlustoptimierung am Jahresende oder die Einlage in das Betriebsvermögen des Apothekers sein.

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Ridißer Johann

Die Börsen boomen wieder – ist die Krise vorbei?

von Ridißer Johann am 21.01.2013 in Finanzierung & Finanzdienstleistung

Blickt man auf die Unternehmensergebnisse in Europa, dann ist von Krise keine Spur mehr. Im abgelaufenen Jahr ist es nämlich mit den europäischen Börsenindices deutlich nach oben gegangen. Der DAX (Deutscher Aktienindex) beispielsweise ist mittlerweile auch nicht mehr weit von seinem Allzeit-Hoch aus dem Jahr 2007 entfernt und wird dieses wohl in Kürze übertreffen. Diese Entwicklung ist nicht nur ein deutliches Zeichen für ein nahes Ende der Krise sondern schon der Beweis dafür, dass diese bereits überwunden ist. Die Bewegungen an den Börsen haben diesbezüglich ja immer schon als Indikator gegolten._

Immer wiederkehrendes Phänomen – prozyklisches Verhalten

Viele werden sich nun wieder sagen: „Wenn ich das gewusst hätte, dann hätte man das ja ausnützen können!“ – Und warum haben sie es nicht getan? – Weil es nun einmal in der Natur des Menschen liegt sich von Emotionen leiten zu lassen. Nach Ausbruch einer Krise entwickelt sich eine negative Stimmung, welche den „Normalbürger“ nicht mehr an eine Erholung glauben lässt. Vielmehr treten Horrorszenarien in den Vordergrund die „den Weltuntergang“ voraussagen. (Wenn Sie diesen Artikel lesen, dann haben Sie auch die für 21. Dezember prognostizierte Apokalypse überstanden.)
In so einer Phase, wenn die Krise so richtig ausgebrochen ist (das entspricht zumeist den tiefsten Kursen an den Börsen), dann verkaufen die meisten Anleger ihre Aktien anstatt zusätzliche Anteile zu erwerben. Auch viele Klein- und Mittelbetriebe schrauben in solchen Phasen Investitionen oft zurück bzw.  bauen Stellen ab. Das nennt man „prozyklisches Verhalten„. Blickt man allerdings mit ein wenig Abstand und dem Wissen aus der Historie auf solche Ereignisse, dann ist die Erholung nach einer Krise so sicher wie das Amen im Gebet._

Für antizyklische Vorgehensweise ist es noch nicht zu spät

Die gute Nachricht ist, dass es noch nicht zu spät ist um die Chancen zu nützen die man sich vom Ende der Krise erwarten darf. Die Börsen setzen gerade erst zu neuen Höhenflügen an und genauso beginnen die Menschen erst langsam wieder vermehrt positiv an die Zukunft zu glauben. Das bedeutet, dass man sowohl Investitionen an den Börsen als auch in seinen eigenen Betrieb (z.B. Standortoptimierung, Personalausbildung, etc.) jetzt noch gewinnbringend durchführen kann.
Auch Ihre Kunden werden nach wie vor bereit sein in ihre persönliche Gesundheit zu investieren und dafür entsprechend viel Geld auszugeben._

Gute Aussichten für das Jahr 2013

Glaubt man an eine Fortsetzung der aktuell positiven Zeichen dann steht einem besonders guten Jahr 2013 nichts im Wege. Allerdings liegt es an jedem selbst die sich bietenden Chancen auch zu nützen. Wir würden uns jedenfalls freuen, wenn wir Ihnen dabei behilflich sein können.

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ApothekenCOACH

Aktuelle Umfrage 2013/01

von ApothekenCOACH am 21.01.2013 in Analysen

Die letzte Umfrage lautete:

Wie schätzen Sie die wirtschaftliche Lage Ihrer Apotheke für das Jahr 2013 ein? (Mag. pharm. Alice Rehak, Apotheke Ostermiething) hier gehts zum Ergebnis

 

Die aktuelle Frage kommt:

von Hrn. Mag. pharm. Michael Aichberger (Mariahilf Apotheke Mauthausen)    hier gehts zur aktuellen Umfrage

 

Anmerkung: Stimmen Sie ab! Neben unseren äußerst informativen und interessanten Newsblogbeiträgen, wird auch unsere aktuelle Umfrage alle 14 Tage neu gestaltet und auf unserer ApothekenCOACH Startseite präsentiert. Stellen Sie sich im Bezug auf Ihr Apotheker -Daseins auch immer wieder die selbe Frage und interessiert es Sie was Ihr Apothekenkollegium dazu denkt? Dann richten Sie ihre Frage einfach an office@apothekencoach.com . Somit wird Ihrer Frage 14 Tage aktuell auf der Startseite unserer Homepage zu sehen sein und mit einem Klick kann jeder Besucher abstimmen. Eine Vielzahl an Teilnehmern ist somit gesichert.

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