Artikel vom Dezember 2012

Hauser Wolfgang

Apotheker als Hochleistungssportler

von Hauser Wolfgang am 17.12.2012 in Allgemein

12 Stunden-Tage. Hochkonzentriert.  Apotheker-Unternehmer stehen absolut auf Augenhöhe mit Hochleistungssportlern. Sprint und Ausdauer sind bei beiden gefragt. Der Unterschied besteht darin, dass der Spitzensportler auf die Ernährung achtet und sich mit einem ausgeklügelten Bewegungs- und Krafttraining ganz bewusst in Form hält. Und was unternimmt der Apotheker bzw. der Unternehmer in dieser Richtung?

Phänomenal: Geht es um das eigene Auto, sieht es ganz anders aus. Regelmässig wird es zum Service in die Werkstatt gebracht. Motor kontrollieren, neu justieren, Wagen waschen, wachsen und mit Benzin füttern? Auf das Oktan genau.
Diese Aufmerksamkeit sollte man sich selbst schenken! Mit kurzweiligen, gut geplanten Trainings-Einheiten bleibt der Körper fit. Daran reihen sich ein paar wichtige Prinzipen rund um das Ernähren, welche die Gesundheit und den Lebensgenuss nachhaltig steigern. Die richtige mentale Einstellung erhält unseren “Biss“, stärkt Bewusstsein und Leistung.

Konzentriertes Entspannen ist einfach erlernbar, es fördert Kreativität, macht uns stressresistent. Dies schafft Wohlbefinden, was uns erlaubt, auch nach einem anstrengenden Tag für die Familie präsent zu sein, ein kulturelles Ereignis oder ein Hobby zu geniessen.

Jeder Profisportler weiß, dass harten Trainingseinheiten “immer” eine ausreichende Anzahl von regenerativen Einheiten folgen müssen. Nur so kommt es zur Leistungsverbesserung. Eine dauerhaftes Feuerwerk von harten Trainingseinheiten führt geradewegs zum Gegenteil des Angestrebten ….. zur Erschöpfung und zum Leistungseinbruch!

Fazit: Nicht nur Termine der Aktivität akribisch planen, sondern auch Zeit für die Regeneration intelligent, ausreichend und vorausschauend einplanen!

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Wilke Jens

Die Kraft der Ziele (Teil II)

von Wilke Jens am 17.12.2012 in Allgemein

„Welche Ziele verfolgen Sie mit Ihrer Apotheke?“  Nicht selten bekommen wir auf diese Frage im Rahmen von Beratungen Aussagen zu hören wie „Wir haben keine Ziele definiert, es kommt doch sowieso ganz anders.“ Oder “ Wir lassen mal alles auf uns zukommen und sehen dann schon.“ Ein unter Umständen auf den ersten Blick für viele nachvollziehbarer Ansatz.

Warum brauchen wir also überhaupt Ziele? Die Formulierung von Zielen ist eine Grundfunktion unternehmerischen Handelns. Ziele sind Instrumente zur Unternehmenssteuerung, vergleichbar mit dem Cockpit eines Flugzeugs. Wer ohne (langfristige) Ziele arbeitet, läuft Gefahr,  in reinen Aktionismus zu verfallen und sich im operativen Tagesgeschäft dem sich immer schneller drehenden „täglichen Hamsterrad“ zu verlieren.  Viktor Frankl, Wiener Psychotherapeut (1905-1997) formulierte es so: „Es gibt nichts auf der Welt, das einen Menschen so sehr befähigt, Herausforderungen zu überwinden wie das Bewusstsein, ein Ziel und eine Aufgabe zu haben.“

Die Bedeutung von Zielen ist mannigfaltig und leitet sich von deren vielfältigen Funktionen ab:

  1. Selektionsfunktion: erst aufgrund von Zielen ist es möglich, Entscheidungen zwischen unterschiedlichen Handlungsalternativen zu treffen.
  2. Orientierungsfunktion: Ziele bilden den unternehmerischen Rahmen und sichern die klare Ausrichtung der Unternehmensaktivitäten.
  3. Steuerungsfunktion: durch die Definition von Sollvorgaben für die einzelnen Unternehmensbereiche wird die Lenkung von Verhaltensweisen sichergestellt.
  4. Motivations-und Anreizfunktion: Ziele stellen (bei richtiger Formulierung) auch einen Leistungsanreiz dar. Für Unternehmer UND Mitarbeiter.
  5. Bewertungs- und Kontrollfunktion: bei konsequenter  Zielausrichtung werden Handlungsalternativen permanent auf ihren Beitrag zur Zielerreichung bewertet. Die Kontrollfunktion zeigt sich darin, dass Ziele es erst ermöglichen, Soll-Ist-Vergleiche anzustellen.

Woher leiten sich Ziele ab? Untersucht man erfolgreiche Unternehmen, so zeigt sich, dass diese Unternehmen ausnahmslos eine sehr klare Vorstellung, ein konkretes Bild von der Zukunft Ihres eigenen Unternehmens haben. Viele sprechen in diesem Zusammenhang von der Unternehmensvision. Um dieses Vision, dieses Zukunftsbild umzusetzen, um es zu konkretisieren und zu überprüfen  bedarf es der Operationalisierung der Ziele. Einerseits nach deren Wichtigkeit für den Unternehmenserfolg. Andererseits in zeitlicher Hinsicht durch die  Definition von lang-, mittelfristigen und kurzfristigen Zielen. Wer bereits einen Marathon in Angriff genommen hat, weiß dass es gerade vor dem ersten Marathon ratsam ist sich am Weg zur Erreichung seines Ziels  – zeitlich gestaffelt – Zwischenziele zu setzen. Gleiches gilt für Unternehmensziele.

Unternehmer sollten sich also nie mit dem Status Quo zufrieden geben. Stillstand bedeutet Rückschritt. Fortschritt erwächst aus Zielen. Wer sich keine Ziele setzt wird sie auch nicht erreichen. Wer für sich und sein Unternehmen keine Ziele hat, läuft Gefahr vom Gestalter zum Getriebenen, vom Kapitän zum Passagier zu werden.

Alles Gute für 2013 – in beruflicher wie privater Hinsicht – wünscht Ihnen

Ihr Jens Wilke

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Ridißer Johann

Niedrige Kreditzinsen jetzt längerfristig sichern?

von Ridißer Johann am 17.12.2012 in Finanzierung & Finanzdienstleistung

Was für „Sparer“ im Augenblick ziemlich frustierend sein kann ist für „Kreditnehmer“ derzeit äußerst angenehm. Die Rede ist von dem aktuell historisch tiefen Zinsniveau. Was Banken von sich aus nur selten anbieten würden sollte aber jetzt von Kreditnehmern (Apothekern) prinzipiell überlegt werden. Die Rede ist von der Fixierung niedriger Zinsen auf längere Zeit.

Was spricht für einen Fix-Zinssatz

  • Allein die Tatsache, dass die Zinsen nicht mehr tiefer fallen können (negative Zinsen gibt es nicht) ist schon Grund genug. Anders ausgedrückt bedeutet dies ja, dass Zinsen nur mehr steigen können, was wiederum nur eine Frage der Zeit ist.
  • Ein weiterer großer Vorteil liegt in der kalkulatorischen Sicherheit, weil sich hinsichtlich Zinsbelastung während der Fixzins-Periode nichts ändern kann.
  • Für so manchen Kreditnehmer (Apotheker) kann es auch einen „ruhigeren Schlaf“ bedeuten, weil Sorgen bezüglich einer möglichen Zinsanhebung wegfallen.

Was spricht gegen eine Zinssatz-Fixierung

  • Wird der Kreditzins auf längere Zeit fixiert, dann müssen zunächst deutlich höhere Zinsen in Kauf genommen werden.  Dieser Umstand ist für viele oft nur schwer „auszuhalten“, weil sich der (mögliche) Vorteil erst dann einstellen kann, wenn die Zinsen in der Zukunft auch tatsächlich ansteigen.
  • Gegen einen Fix-Zinssatz können auch sehr häufig fehlende bzw. nicht attraktive Angebote  von Banken sein (Kreditinstitute handeln selbstverständlich in ihrem eigenen Interesse und bieten daher fixe Zinsperioden von sich aus grundsätzlich nur in Zeiten hoher Zinssätze an).

Fazit

Zunächst sollte unbestritten sein, dass man sich aufgrund der aktuell niedrigen Zinsperiode mit diesem Thema jetzt auseinandersetzen sollte. Die Entscheidung für bzw. gegen eine Zinssatzfixierung hängt wie oben beschrieben von mehreren Faktoren ab und kann daher auch nicht generell für alle Kreditnehmer empfohlen werden.
Empfehlenswert ist allerdings, dass für die Entscheidungsfindung Unterstützung in Form eines bankenunabhängigen Finanzierungsexperten in Anspruch genommen wird. Dadurch kann sichergestellt werden, dass die Finanzierung ausschließlich im Interesse des Kreditnehmers (Apothekers) gestaltet wird.

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Steuerberater

Die Medizin namens „Gewinnfreibetrag“ gegen hohe Steuern für den Apotheker

von Steuerberater am 17.12.2012 in Steuerberatung

Bereits in den Jahren zuvor gab es die Möglichkeit für den Apotheker die Steuerbelastung zu reduzieren. Damit die sich die Medizin vollständig auswirken kann, sind die notwendigen Maßnahmen noch im aktuellen Jahr 2012 zu setzten – denn am 31.12.2012 ist es zu spät!

Die richtige Dosierung muss mit ihrem Steuerberater besprochen werden damit auch die maximale Wirkungskraft realisiert werden kann. Hinter dem Schlagwort „Gewinnfreibetrag“ verbirgt sich für jeden Apotheker, welcher den Betrieb als Einzelunternehmer oder in Form einer Personengesellschaft betreibt, die enorme Chance Einkommensteuer zu sparen.

Dieser Gewinnfreibetrag kann in der Steuererklärung 2012 geltend gemacht werden – und das unabhängig, welche Gewinnermittlungsart gewählt bzw. gesetzlich verpflichtend vorgegeben wird. Zahlenmäßig kann der Gewinnfreibetrag quasi als Betriebsausgabe in Höhe von 13% des laufenden Jahresgewinns erfasst werden.

Folgende Detailinformationen gibt es, um die Steuerbegünstigung bestens auszunutzen:

Betragsgrenze: Apotheker können in den bereits angeführten Unternehmensformen einen Gewinnfreibetrag bis zu 13% des steuerlichen Gewinnes (einschließlich Übergangsgewinne, jedoch ausgenommen Veräußerungsgewinne), insgesamt jedoch höchstens € 100.000,00 gewinnmindernd absetzen. Man kann sich die Auswirkung so vorstellen, als ob man eine Zahlung für den Wareneinkauf getätigt hat – ohne jedoch jemals den Betrag tatsächlich überweisen zu müssen! Der begünstigungsfähige Maximalgewinn beträgt € 769.231,00.

Grundfreibetrag: Bis zu einer Gewinnhöhe von € 30.000,00 steht der neue Freibetrag von 13% ohne Nachweis von Investitionen zu. Für pauschalierte Gewinnermittler gem. §17 EStG kann nur dieser Grundfreibetrag berücksichtigt werden. Werden Einkünfte aus mehreren Betrieben erzielt, kann der Grundfreibetrag nach Wahl des Apothekers zugeordnet werden, sonst erfolgt eine Zuordnung im Verhältnis der Gewinne von Seiten des Finanzamtes automatisch!

Investitionsbedingter Gewinnfreibetrag: Übersteigt die Bemessungsgrundlage (betriebliche Gewinne bzw. Gewinnanteile) den Betrag von € 30.000,00, kann der 13%ige Gewinnfreibetrag (= € 3.900,00) vom übersteigenden Betrag nur insoweit geltend gemacht werden, als dieser investitionsbedingte Gewinnfreibetrag durch Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten begünstigter Wirtschaftsgüter gedeckt ist. Nicht zu den begünstigten Wirtschaftsgütern zählen u.a. der PKW, geringwertige Wirtschaftgüter, gebrauchte Wirtschaftsgüter usw.

Ein Praxisbeispiel von einem Apotheker als Einzelunternehmer:

Gewinn vor Freibetrag 150.000 EUR
davon 13% max. begünstigungsfähig 19.500 EUR
Investitionen in Tara-Computer & Wertpapiere 11.000 EUR
Grundfreibetrag 3.900 EUR
Investitionsbedingter Gewinnfreibetrag 15.600 EUR
Gewinnfreibetrag insgesamt 14.900 EUR
Gewinn endgültig aus Apotheke 135.100 EUR
Steuerersparnis im Jahr 2012 7.450 EUR

Neben diesen Detailinformationen und dem Praxisbeispiel sind noch einige meist betriebsspezifische Aspekte Ihrer Apotheke bei der Entscheidung und der Zahlenermittlung des Gewinnfreibetrag zu beleuchten. Nur ihr Steuerberater kann sie darüber informieren – vor allem muss der Gewinn für das Jahr 2012 geschätzt werden, weil die eventuellen Investitionen noch im laufenden Jahr 2012 angeschafft und in Betrieb genommen werden müssen.

Zu beachten ist ebenfalls, dass nur ganz spezielle Wertpapiere gem. § 14 Abs. 7 Z 4 EStG als Investitionen angeschafft werden können, wenn zB im aktuellen Jahr Investitionen im Offizinbereich, im EDV-Bereich usw. aus betriebswirtschaftlichen Gründen nicht zielführend sind. 

Als Vorschau für das Jahr 2013 – hier gibt es bereits eine neue Gesetzesfassung für den § 10 EStG für den Gewinnfreibetrag. Es wurden die %-Sätze als auch die Bemessungsgrundlagen geändert. Die Werte sehen wie folgt aus:

  • für die ersten € 175.000,00 der Bemessungsgrundlage 13%
  • für die nächsten € 175.000,00 der Bemessungsgrundlage 7%
  • für die nächsten € 230 000,00 der Bemessungsgrundlage 4,5%

Somit steht insgesamt höchstens ein Betrag von € 45.350,00 im nächsten Veranlagungsjahr jedem steuerpflichtigen Apotheker zu.

 

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ApothekenCOACH

Aktuelle Umfrage 2012/19

von ApothekenCOACH am 17.12.2012 in Analysen

Die letzte Umfrage lautete:

Arbeiten Sie in Ihrer Apotheke mit einer konkreten Budgetplanung? (Dr. Claudia Heinrich-Pretterklieber, Activ Apotheke Tribuswinkel) hier gehts zum Ergebnis

 

Die aktuelle Frage kommt:

von Frau Mag. pharm. Alice Rehak (Apotheke Ostermiething)  hier gehts zur aktuellen Umfrage

 

Anmerkung: Stimmen Sie ab! Neben unseren äußerst informativen und interessanten Newsblogbeiträgen, wird auch unsere aktuelle Umfrage alle 14 Tage neu gestaltet und auf unserer ApothekenCOACH Startseite präsentiert. Stellen Sie sich im Bezug auf Ihr Apotheker -Daseins auch immer wieder die selbe Frage und interessiert es Sie was Ihr Apothekenkollegium dazu denkt? Dann richten Sie ihre Frage einfach an office@apothekencoach.com . Somit wird Ihrer Frage 14 Tage aktuell auf der Startseite unserer Homepage zu sehen sein und mit einem Klick kann jeder Besucher abstimmen. Eine Vielzahl an Teilnehmern ist somit gesichert

 

 

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