Wilke Jens

Wie lieferfähig ist Ihre Apotheke? (Teil 2)

von Wilke Jens am 08.11.2012 in Analysen, Einkauf & Lagermanagement

Sie erinnern sich?

  1. hohe Lieferfähigkeit bedeutet höhere Kundenbindung
  2. hohe Lieferfähigkeit bedeutet nicht gleichermaßen (in Relation) höheren Lagerwert
  3. hoher Lagerwert heißt nicht automatisch höhere Lieferfähigkeit
  4. seriöse Lieferfähigkeitsanalyse geht mit einer gleichzeitiger Erfassung der NEIN-Verkäufe einher
  5. als Orientierungshilfe: Lagerumschlagshäufigkeiten von < 12 sollten einer Analyse unterzogen werden

 Die Kernfrage und –aufgabe der Warenwirtschaft lautet: „Wie kann die Apotheke mit geringstem finanziellen Aufwand (gemessen am Lagerwert) die größte Steigerung der Lieferfähigkeit erzielen?“

Zur Beantwortung dieser Frage empfiehlt es sich, die aktuellen Abholer der Apotheke auf 2 Kriterien hin zu analysieren:

  1. wie hoch ist der Prozentsatz der Lager- bzw. Nichtlagerartikel an der Gesamtmenge der Abholer  (! Unterscheiden Sie dabei nach Anzahl Artikel und Anzahl Packungen – Sie werden erstaunt sein, wie häufig ein Artikel zum Abholer wird / werden kann)
  2. wie hoch ist der Einkaufspreis der unter Pkt 1. ausgewiesenen Artikel?

Wenn Sie bei Kriterium 2 einen Einkaufspreis < 10 EUR hinterlegen werden Sie doppelt überrascht sein:

  1. welch hohen Anteil diese Gruppe an den „Gesamtabholern“ darstellt (Werte von > 65% sind keine Seltenheit)
  2. wie vergleichsweise gering der errechnet höhere Lagerwert ist, wenn diese Artikel (unter 10 EUR) an Lager gelegt werden (bei Nicht-Lagerartikeln) bzw. der  Mindestlagerbestand erhöht wird (bei Lagerartikeln)

Und noch jemand wird überrascht sein: Ihre Kunden … – über die signifikant erhöhte Lieferfähigkeit Ihrer Apotheke



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