Artikel vom Oktober 2012

Hauser Wolfgang

Unabhängigkeitsgarantie

von Hauser Wolfgang am 08.10.2012 in Allgemein

Immer wieder werden wir ApothekenCOACHES gefragt, welcher Großhandel bzw. welche Branchenorganisation dahinterstecken würde? Nun die Frage lässt sich am besten wie folgt beantworten:

Wir ApothekenCOACHES sind zu 100% den betriebswirtschaftlichen Anliegen der Apothekerinnen und Apotheker verpflichtet. Keine Branchenorganisationen (Großhandel, Pharmaunternehmen, Steuerberater, Bank, etc.) sind weder dirket noch inderekt an unserem Unternehmen beteiligt.

Es waren gerade mangelnde betriebswirtschaftliche Unabhängigkeit in der Branche, was uns vor Jahren zur Gründung der ApothekenCOACH OG motiviert bzw. bewegt hat. Das wir mit unserem Ansinnen richtig liegen wird darin bestärkt, dass uns bereits über 100 Apotheken und Apothekengründer das Vertrauen geschenkt haben.

Wirkliche „Unabhängigkeit“ vermag viel mehr betriebswirtschaftliche Wahrheit & Klarheit zu leisten. Und darauf sollte keine Apotheke verzichten.

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Wilke Jens

Wie lieferfähig ist Ihre Apotheke? (Teil 1)

von Wilke Jens am 08.10.2012 in Analysen, Einkauf & Lagermanagement

Überprüfen Sie regelmäßig die Lieferfähigkeit Ihrer Apotheke?

Sollten Sie. Denn eine erhöhte Lieferfähigkeit bedeutet auch eine verbesserte Kundenbindung. Dass es in Zeiten von steigendem Generikaanteil und oft stark wechselndem Verschreibungsverhalten der Ärzte nicht leichter wird das Warenlager optimal einzurichten ist ein Faktum. Ein optimales Warenlager kann jedoch beides gewährleisten: Kundenbindung durch hohe Lieferfähigkeit bei geringem Lagerwert.

In vielen Apotheken wird viel Energie in den Einkauf gesteckt, die Verbesserung der Lagerhaltung dabei jedoch oft vergessen. Maximale Lieferfähigkeit mit möglichst geringem Lagerwert stellen einen Spagat dar, der nur nach genauer Analyse des Istzustandes, Einführung von entsprechenden Standards und kontinuierlicher und systematischer Kontrolle des Warenlagers und Einkaufverhaltens möglich ist. Dabei muss eine hohe Lieferfähigkeit nicht automatisch mit einem hohen Lagerwert Hand in Hand gehen (und umgekehrt).

Schritt 1 – Analyse von Lieferfähigkeit und Lagerwert

Lagergröße und Lieferfähigkeit sind stark standortabhängig und daher auch von Apotheke zu Apotheke verschieden. Eine Apotheke mit hohem Anteil an Laufkundschaft mit vielen unterschiedlichen verschreibenden Ärzten wird im Verhältnis ein größeres, differenzierteres Warenlager aufbieten müssen, um lieferfähig zu sein, als eine klassische Landapotheke.

Wann spricht man von „hoher“ Lieferfähigkeit?

Gemessen an der Kundenfrequenz weisen in diesem Bereich gut gemanagte Apotheken einen Wert von > 95% auf, d.h. weniger als 5% aller Kunden müssen ein zweites Mal in die Apotheke kommen um ihre gewünschten Waren zu erhalten (magistrale Zubereitungen sind hiervon ausgenommen).  Werte von unter 90% Lieferfähigkeit sollten umgehend analysiert werden!

Lagerartikel oder Nicht-Lagerartikel?

Mit Hilfe des Apothekenwarenwirtschaftssystems kann die Apotheke analysieren, ob es sich bei den „Abholern“ (in der Apotheke momentan nicht verfügbare Artikel) um Lager- oder Nicht-Lagerartikel handelt. Bei Nicht-Lagerartikeln sollte das Nachfrageverhalten, bei Lagerartikeln der Mindestlagerbestand überprüft und entsprechende Maßnahmen (Aufnahme als Lagerartikel bzw. Erhöhung des Mindestlagerbestandes) initiiert werden.

Ein hoher Lagerwert bedeutet noch keine hohe Lieferfähigkeit

Der Lagerwert einer Apotheke wird in letzter Konsequenz von zwei Größen bestimmt: Anzahl unterschiedlicher Artikel und Anzahl Packungen. Bei zahlreichen Apotheken resultiert ein hoher Lagerwert aus der hohen Packungstiefe (Anzahl der Packungen pro Artikel) und weniger aus einer hohen Lagerbreite (unterschiedliche Anzahl von Artikeln). Eine Packungstiefe
> 5 sollte
daher einer eingehenden Analyse unterzogen werden.

 Lagerumschlagshäufigkeit 

Wird der durchschnittliche Lagerwert in Relation zum Wareneinsatz der Apotheke gesetzt, so resultiert die sogenannte Lagerumschlagshäufigkeit. Diese liegt bei „guten“ Apotheken > 12, d.h. die (statistische) Reichweite liegt bei einem Monat. Hat eine Apotheke (Umsatzstruktur 70:30) bspw. einen Umsatz von 2 Mio. EUR, so wäre obige Lagerumschlagshäufigkeit bei einem Lagerwert von unter 117.000 EUR realisiert.

Wichtig: wer die Lieferfähigkeit in seinem Betrieb seriös analysieren will, sollte gleichzeitig auch (in diesem Zeitraum) die Nein-Verkäufe seiner Apotheke erfassen.

to be continued …

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Ridißer Johann

Die größten Fehler bei der Finanzierung – Teil 5: Kreditbesicherung

von Ridißer Johann am 08.10.2012 in Finanzierung & Finanzdienstleistung

Beim Thema „Kreditbesicherung“ zeigt sich wohl am deutlichsten, dass die Interessen des Kreditgebers (der Bank) im krassen Gegensatz zu jenen des Kreditnehmers (des Apothekers) stehen. Das Geldinstitut wird von sich aus niemals auf die Idee kommen auf mögliche Sicherheiten freiwillig zu verzichten. Dabei können gerade solche Vereinbarungen im Laufe der Zeit besonders nachteilig für Kreditnehmer werden.
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Privates Vermögen sollte nicht eingebunden werden

Mit der Auswahl der „richtigen“ Bank und entsprechendem Verhandlungsgeschick ist es möglich die erforderlichen Sicherheiten auf ein Mindestmaß zu beschränken. Ein ganz besonders wichtiger Faktor ist dabei das Ziel, privates Vermögen vor dem Zugriff der Bank zu schützen. Dies mag vielen Kreditnehmern möglicherweise unrealistisch erscheinen, weil der erforderliche Finanzierungsbetrag zumeist sehr hoch ist. In der Praxis ist es zugegebener Maßen tatsächlich schwierig solche Zugeständnisse von der Bank zu erhalten. Mit professioneller Begleitung ist dies allerdings durchaus erreichbar, was enorme Vorteile bringt.
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Ziel: Möglichst große Unabhängigkeit von der Bank

Als Apotheker soll man in der Lage sein, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren um sein Geschäft möglichst erfolgreich gestalten zu können. Zu diesem Zweck ist es von großem Vorteil, wenn ein Einmischen von dritter Seite de facto nicht möglich ist. Mit Hilfe eines gut überlegten Finanzierungskonzeptes (dazu gehören auch hinsichtlich der Banksicherheiten entsprechend gestaltete Kreditverträge) kann jene Basis geschaffen werden, welche eventuelle finanzielle Engpässe jetzt und in Zukunft verhindert. Dadurch wird nicht nur das Geschäftsergebnis signifikant gesteigert sondern auch das private Wohlbefinden aufgrund der finanziellen Unabhängigkeit deutlich angehoben.

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Steuerberater

Kraftfahrzeuge von Apothekern und Mitarbeitern mit ausländischen Kennzeichen

von Steuerberater am 08.10.2012 in Steuerberatung

In der Vergangenheit wurden oft von Apothekern und Mitarbeitern, die seit längerer Zeit ihren Wohnsitz in Österreich unterhalten Fahrzeuge, welche im Ausland zugelassen sind, im Bundesgebiet bewegt. Hier kann es leider zu Recht zu sehr unangenehmen Überraschungen durch die Finanzverwaltung kommen – diese stellen sich in Form der Festsetzung der Normverbrauchsabgabe und der Kraftfahrzeugsteuer dar. Was sind die Gründe, warum im Ausland zugelassene Kraftfahrzeuge in Österreich steuerpflichtig werden können.

Grundlegend gibt es den Steuertatbestand der NoVA – gem. § 82 Abs 8 KFG ist bei der Verwendung eines Kraftfahrzeugs von länger als einem Monat als eine Verwendung eines Fahrzeugs mit dauerndem Standort in Österreich anzusehen. Bei einer länger als einem Monat dauernden Standortverlegung eines Kraftfahrzeugs nach Österreich muss das Fahrzeug daher bei den österreichischen Verwaltungsbehörden vom Apotheker zugelassen werden. Der ausländische Zulassungsschein und die ausländischen Kennzeichentafeln sind bei den österreichischen Verwaltungsbehörden abzugeben und deshalb ist dann u.a. die Normverbrauchsabgabe zu entrichten.

Ein dauernder Standort in Österreich (quasi länger als einen Monat) und daraus folgend als Anknüpfungspunkt für eine NoVA-Pflicht ist nach der herrschenden Rechtsprechung wie folgt abzustecken:

  • bei Privatpersonen: der Hauptwohnsitz des Apothekenmitarbeiters des Fahrzeugs
  • bei Unternehmerfahrzeugen: der Ort, von dem aus der Apotheken-Fahrzeughalter über das Fahrzeug verfügen kann 
  • bei Gastarbeitern: Wenn sich der Mittelpunkt der Lebensinteressen in Österreich befindet und dieser Apothekenmitarbeiter nur alle paar Monate (z. B. alle drei Monate) seinem Heimatland Besuche abstatten, ergibt sich die NoVA-Pflicht aufgrund eines dauernden Standortes in Österreich 
  • bei (ausländischen) Apothekenmitarbeiter-Pendlern: Bei Tages-, Wochen- oder Monatspendlern sowie bei den Saisonarbeitern gilt als Mittelpunkt der Lebensinteressen der Familienwohnsitz (= dauernder Standort)

Es gibt noch ganz spezifische Ausnahmen, wobei hier jeder einzelne Sachverhalt gesondert zu beurteilen ist und dazu einer Einzelfallprüfung zu unterziehen ist. 

Besonders wichtig zu wissen ist, dass die NoVA-Steuerschuld bereits nach Einbringung des Fahrzeugs in das Bundesgebiet fällig wird und nicht erst nach Ablauf der einmonatigen Frist nach der Kfz Zulassung. Die ebenfalls fällige Kraftfahrzeugsteuer wird gleichzeitig mit der NoVA-Vorschreibung fällig bzw. eingehoben. Steuerschuldner sind nicht nur der Zulassungsbesitzer sondern auch derjenige der das Kfz verwendet! 

Hinzuweisen ist, dass diese Bestimmungen über Fahrzeuge mit ausländischem Kennzeichen vielen Apothekern und Mitarbeitern nicht bekannt sind. Jedoch werden diese Sachverhalte von der Finanzverwaltung mittlerweile verstärkt kontrolliert und dienen gemäß der Auskunft der Behörde einerseits der Aufrechterhaltung von Steuerehrlichkeit und andererseits zu mehr Steuergerechtigkeit.

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ApothekenCOACH

Aktuelle Umfrage 2012/16

von ApothekenCOACH am 08.10.2012 in Analysen

Die letzte Umfrage lautete:

Nutzen Sie den Tag der Apotheke aktiv für entsprechende Aktivitäten in Ihrer Apotheke? (Mag. pharm. Mathilde Schupfer, Pegasus Apotheke Ampflwang) hier gehts zum Ergebnis

 

Die aktuelle Frage kommt:

von Fr. Mag. pharm. Alice Rehak (Apotheke Ostermiething) hier gehts zur aktuellen Umfrage

 

Anmerkung: Stimmen Sie ab! Neben unseren äußerst informativen und interessanten Newsblogbeiträgen, wird auch unsere aktuelle Umfrage alle 14 Tage neu gestaltet und auf unserer ApothekenCOACH Startseite präsentiert. Stellen Sie sich im Bezug auf Ihr Apotheker -Daseins auch immer wieder die selbe Frage und interessiert es Sie was Ihr Apothekenkollegium dazu denkt? Dann richten Sie ihre Frage einfach an office@apothekencoach.com . Somit wird Ihrer Frage 14 Tage aktuell auf der Startseite unserer Homepage zu sehen sein und mit einem Klick kann jeder Besucher abstimmen. Eine Vielzahl an Teilnehmern ist somit gesichert.

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