Wilke Jens

Agieren oder Reagieren?

von Wilke Jens am 21.09.2011 in Analysen

Diese Frage versuchen europäische Regierungen angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklungen mehr recht als schlecht mit „Agieren“ zu beantworten.  Europäische Wirtschaftsfachleute warnen eindringlich vor dem immer größer werdenden Schuldenberg europäischer Länder (in Österreich betrug im Jahr 2010 bspw. allein der Anteil  für „Pensionen“ und die Bedienung der Zinslast aus den Staatsschulden rund 35% der Gesamtausgaben des Bundes, bereits im Jahr 2015 werden 60 Prozent der Nettosteuereinnahmen für die Positionen „Pensionen“ und „Zinsen“ aufgewendet werden). Das Gebot der (europäischen) Stunde lautet daher unisono „Sparen“.

Was dies für die öffentliche Apotheke zukünftig bedeutet? Nun, „Sparen“ im öffentlichen Sektor bedeutet zeitgleich auch immer Reduktion im öffentlich finanzierten Gesundheitsbereich und damit auch im Bereich der Ausgaben für Medikamente.  

„Agieren“ sollte daher auch zum Gebot der Stunde öffentlicher Apotheken werden.  Gerade für jene Apotheken, der Betriebsergebnis (noch) nicht zweistellig ist.  Realistisch für jede Apotheke? Ja, aber.

Denn „Agierenbedeutet auch

  1. das Verlassen der persönlichen Komfortzone – und damit ein „über-Bord-Werfen“ von Bequemlichkeiten
  2. Veränderung und damit Beschreiten von neuen Wegen
  3. Abkehr von Wegbegleitern, die dieses (nicht zukunftsträchtige)Vergangenheitsbild mitverantworten müssen.

Agieren heißt aber auch mit entsprechender hoher Rentabilität den Grundstein für langfristige Sicherheit und Unabhängigkeit von Politik, Banken und anderen Einflüssen zu sein, d.h. Unternehmer zu sein und vor allem zu bleiben.

Die Frage nach „actio oder reactio“ sollte daher bereits heute jeden selbständigen Apotheker beschäftigen.  

Grund zur Sorge? Nein

Grund zur Vorsorge? Ja

der 1. Schritt hierzu?  Analyse der eigenen Potentiale  neu.apothekencoach.com/potentialcheck/



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