Artikel vom August 2011

Hauser Wolfgang

Sind Zukunftsängste berechtigt?

von Hauser Wolfgang am 26.08.2011 in Beratung

Die Angst vor der Zukunft zählt für viele Menschen zu den unangenehmsten Emotionen überhaupt.  Selbständige Apotheker in Österreich bewerten die wirtschaftliche Zukunftssicherheit von Apotheken nicht immer unkritisch. Zurecht, denn Margenkürzungen und neue Wettbewerber werden auch künftig diesen Trend verstärken.

Ist dies nun Anlass für alle Apotheken, sich vor der Zukunft zu fürchten?
Nein, natürlich nicht.  Wenn der wirtschaftliche Druck in Branchen wächst, hat dies naturgemäß Auswirkungen auf alle Marktteilnehmer.
Existenzielle Auswirkungen
werden jene Apotheken erleben, welche bereits jetzt mit zu geringen Jahresergebnissen zu kämpfen haben.  Wer sollte sich also ernsthaft Sorgen machen? Apotheken mit einem Betriebsergebnis von weniger als 100 TSD Euro im Jahr.

Prinzipiell gilt für alle Apotheken: Warum mit gezielten, wirkungsvollen, betriebswirtschaftlichen Maßnahmen bis zu jenem Zeitpunkt warten – bis es die Marktsituation erzwingt? Es ist doch um ein Vielfaches cleverer bereits jetzt das Machbare anzupacken und die daraus resultierenden Vorteile lukriieren!

Wo die größten wirtschaftlichen Potentiale in Ihrer Apotheke stecken, ermitteln wir Ihnen gerne.

Wie?
Unverbindliche Anfrage richten Sie an: potentialcheck@apothekencoach.com

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Steuerberater

Kinderbetreuungskosten für den Apotheker

von Steuerberater am 26.08.2011 in Steuerberatung

Eine laufende und oft wiederkehrende Betreuung der Kinder kann im privaten Bereich oft notwendigen werden. Der Grund kann im zugeteilten Turnus der Apotheke usw. gefunden werden.

Nun stellt sich die Frage der Abzugsfähigkeit von bestimmten Kinderbetreuungskosten. Diese Ausgaben sind sehr weitreichend und müssen immer im Detail analysiert werden. In diesem Artikel geht es im Detail um die Kinderbetreuungskosten für Ferienbetreuung/Verpflegungsaufwendungen und die mögliche Erfassung als außergewöhnliche Belastung.

Die Kinderbetreuungskosten wurden erstmals im Zuge der Steuerreform 2009 eingeführten und in dem § 34 Abs. 9 EStG dargestellt. Aufgrund von einigen Entscheidungen sind ab dem Jahr 2011 bestimmte Kosten nun absetzbar, welche im Jahr 2009 noch von der Erfassung als außergewöhnliche Belastung restriktiv ausgeschlossen waren!

Bei diesen bestimmten Kosten handelt es sich um die Verpflegungsaufwendungen im Rahmen der Kinderbetreuung, welche nun als außergewöhnliche Belastung durch die Finanzverwaltung anerkannt werden. Ein geänderter Richtlinientext (= eine Art Dienstanweisung für jeden Finanzbeamten) führt dazu, dass künftig lediglich Kosten für das Schulgeld (z. B. für Privatschulen) steuerlich nicht absetzbar sind. Der bisherige ausdrückliche Ausschluss der Absetzbarkeit der entstandenen Kosten für Verpflegung kann jetzt entsprechend in der Steuererklärung erfasst werden.

Des weiteren wurde die Tür für die Absetzbarkeit der Kosten für die Ferienlager geöffnet und dass sämtliche Kosten absetzbar sind, sofern die Betreuung durch eine pädagogisch qualifizierte Person erfolgt. Die bisher vorgesehene fehlende Abzugsmöglichkeit von Kosten für die Verpflegung und Unterkunft, Sportveranstaltungen, Fahrtkosten zum und vom Ferienlager, Kosten für den Unterricht in der Ferienschule oder Nachhilfeunterricht sowie von Kursen, bei denen die Vermittlung von Wissen und Kenntnissen oder die sportliche Betätigung im Vordergrund steht, sind ebenfalls steuerlich absetzbar.

Abschließend kann nun festgehalten werden, dass in der Vergangenheit derartige Kinderbetreuungskosten nicht absetzbar waren. Derzeit wird jedoch von Seiten der Finanzämter eine relativ großzügige Absetzbarkeitspolitik verfolgt. Eine genaue Beleuchtung des Einzelfalles bei Ihnen als Apotheker könnte sich lohnen.

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Ridißer Johann

Finanzmanagement – nur etwas für Großunternehmen?

von Ridißer Johann am 26.08.2011 in Finanzierung & Finanzdienstleistung

Ab einer gewissen Größe haben Unternehmen immer eine eigene Finanzabteilung. Sämtliche Unternehmensentscheidungen werden vor der Umsetzung von dieser Spezialabteilung auf Machbarkeit, Sinnhaftigkeit und Rentabilitätserwartung geprüft. Sämtliche Zahlungsflüsse werden von der Finanzabteilung übersichtlich organisiert und soweit wie möglich automatisiert. Ziel ist die “optimale Finanzierung” des Unternehmens.  Aufgrund der Wichtigkeit dieses Themas werden also bei größeren Firmen eigene Abteilungen beschäftigt. – Aber wie ist das bei Ihrem Apotheken-Unternehmen?

Wichtige Entscheidungen für Apotheker
Aufgrund des zumeist hohen Finanzierungsvolumens in Verbindung mit hohen Umsätzen haben geschäftspolitische Entscheidungen von Apotheken häufig auch nicht zu unterschätzende Auswirkungen auf den finanziellen Bereich.  Nachdem man als Apotheker logischerweise nicht auf Spezialisten aus der eigenen Finanz-Abteilung zugreifen kann, stellt sich daher die Frage, an wen man sich wenden sollte.

Wann Hilfe in Anspruch nehmen?
Zu welchem Zeitpunkt wird von Unternehmen zumeist Hilfe gesucht? – Richtig, erst dann wenn es Probleme gibt. Dann wird es allerdings meist mühsam und zugleich sehr teuer. Die o.a. Großunternehmen beanspruchen ihre Finanzabteilung selbstverständlich auch in guten Zeiten, in welchen es zumeist darum geht die eigene Marktposition zu festigen bzw. noch weiter auszubauen. Viele Apotheken befinden sich aktuell in einer vergleichsweise “guten Zeit” …

 

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Wilke Jens

Preiskenntnis der Konsumenten bei OTC-Produkten

von Wilke Jens am 26.08.2011 in Marketing

 Wettbewerb belebt bekanntlich die Sinne.  Wer einen Blick nach Deutschland wirft, weiß, dass vor dem Hintergrund der Preisfreigabe gerade der Preiswettbewerb unter Apotheken ungeahnte Ausmaße angenommen hat.  Ist Preis aber wirklich alles? Wie preissensibel und preisbewusst sind Apothekenkunden tatsächlich?

Eine in Deutschland durchgeführte Studie zu diesem Thema liefert hierzu interessante Ergebnisse:  74% der Befragten gaben an, das preisgünstigste Arzneimittel zu kaufen, wenn verschiedene Alternativen zur Auswahl stehen.  

Gleichzeitig wurden die Apothekenkunden gebeten, Preise von gängigen und dem Kunden bekannten (!) OTC-Produkten zu schätzen:  So schätzten beispielsweise die Kunden eine Standardpackung Aspirin um durchschnittlich 40% höher als die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers. Für eine Packung ASS ratiopharm lag die Schätzung sogar durchschnittlich um 149% zu hoch.

D.h.      Preissensibilität – Ja.

               Preiskenntnis (derzeit noch) – Nein.

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ApothekenCOACH

Aktuelle Umfrage 2011/19

von ApothekenCOACH am 26.08.2011 in Analysen

Die letzte Umfrage lautete:

Welches der nachfolgenden Kundenbindungsinstrumente hat in der Apotheke Ihrer Meinung nach den größten Effekt? (Herrn Mag. pharm. Robert Bacher, St. Stephan Apotheke Wattens) hier gehts zum Ergebnis

 

 Die aktuelle Frage kommt:

von Herrn Mag. pharm. Szaby Borbely aus der Apotheke zum Heiligen Josef in Kuchl.   hier gehts zur aktuellen Umfrage

 

Anmerkung: Stimmen Sie ab! Neben unseren äußerst informativen und interessanten Newsblogbeiträgen, wird auch unsere aktuelle Umfrage alle 14 Tage neu gestaltet und auf unserer ApothekenCOACH Startseite präsentiert. Stellen Sie sich im Bezug auf Ihr Apotheker -Daseins auch immer wieder die selbe Frage und interessiert es Sie was Ihr Apothekenkollegium dazu denkt? Dann richten Sie ihre Frage einfach an office@apothekencoach.com . Somit wird Ihrer Frage 14 Tage aktuell auf der Startseite unserer Homepage zu sehen sein und mit einem Klick kann jeder Besucher abstimmen. Eine Vielzahl an Teilnehmern ist somit gesichert.

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Wilke Jens

Everybody’s darling? Wir “leider” nicht …

von Wilke Jens am 18.08.2011 in Allgemein

Das schlimmste Kompliment für einen Berater? Am Markt everybody’s darling zu sein. Denn everbody’s darling zu sein, bedeutet  nichts Gutes …  – warum ist leicht erklärt:

1.       ein guter Berater sorgt für Transparenz

Wer will das außer der Kunde? Niemand. Transparenz bedeutet, Unzulänglichkeiten aufzudecken,  Performance anderer zu hinterfragen, Rahmenbedingungen zu verbessern. Das tut weh: Lieferanten, Dienstleistern und Mitbewerber.

2.       ein guter Berater eckt an

Weil er kämpft. Kämpft für bessere Verträge,  Konditionen, Ergebnisse  … wer will das? Niemand – außer der Kunde.

3.       ein guter Berater verteilt die Butter am Brot neu

Wohin? In Richtung Kunden. Dort wo es sichtbar wird: im Betriebsergebnis. Wer will das? Vor allem der Kunde …

Daher sind wir stolz darauf, mit ApothekenCOACH© nicht everybody’s darling  zu sein. Als ApothekenCOACH© sind wir letztlich nur einer einzigen Gruppe verpflichtet: der Gruppe unserer Kunden, unserer Fans  – und hier sind wir gerne “darling”, nämlich somebody’s darling”

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Hauser Wolfgang

Nervige Angelegenheiten – Teil 3

von Hauser Wolfgang am 18.08.2011 in Beratung

Die Kernfrage lautet daher: Wie wird aus „Ich muss noch schnell bei der Apotheke vorbeispringen“ ein Ich verbringe gerne viel Zeit in meiner Apotheke?

Natürlich vermag diesen Sinneswandel keine einzelne Maßnahme zu vollbringen, sondern ist das Ergebnis eines gezielten Prozesses. Welche Rahmenbedingungen dazu nützlich sein können, bedarf hier keiner exakten Auflistung. Die geeignetsten Ideen und Maßnahmen dieses wünschenswerte Ziel zu erreichen, werden am Besten von Ihnen und Ihrem Team gemeinsam erarbeitet.

Folgende Vorgehensweise ist zu empfehlen:

  • Ideen nur “gemeinsam” mit dem Team sammeln und umsetzen
  • Anfangs wöchentliche, später schrittweise Umstellung auf monatliche Team-Besprechungen
  • Idealerweise sollte dies das Motto eines ganzen Jahres sein
  • Prämierung der besten Ideen
  • gemeinsame Evaluierung diverser Maßnahmen bzgl. deren Wirkung
  • sichtbare Anbringung des Satzes: “Ich verbringe gerne viel Zeit in meiner Apotheke” – an, für Kunden nicht einsehbare Stellen
  • nicht alle Ideen gleichzeitig umsetzen; Die Wirkung ist bei schrittweiser und kontinuierlicher Umsetzung größer
  • usw.

Kunden die gerne viel Zeit in Ihrer Apotheke verbringen, werden Sie öfter in der Apotheke besuchen und Ihnen in Summe mehr Produkte abkaufen.

Diesen Proezess einzuleiten lohnt sich außerordentlich. Viel Erfolg.
Scheuen Sie sich nicht uns Ihre besten Methoden und Maßnahmen mitzuteilen. Wir freuen uns auf Ihr Feedback.

Hier zum Teil 1

Hier zum Teil 2

 

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Wilke Jens

Vorsorgeuntersuchung

von Wilke Jens am 18.08.2011 in Beratung

Wann waren Sie das letzte Mal? Grundsätzlich sinnvoll? Sicher.  Warum? Weil man sich zweimal ein positives Gefühl mitnehmen kann …

  1. bei jenen Werten, bei denen Sie im “grünen” Bereich liegen und
  2. für Werte, die Sie noch verbessern können. Verbessern heißt, es gibt die Chance auf mehr Wohlbefinden, d.h. mehr Vitalität, mehr Lebensfreude mehr Aktivität.

Wäre so eine Vorsorgeuntersuchung mit “großem Blutbild” auch für ein Unternehmen sinnvoll? Sicher. Auch für die Apotheke? Zweifelsfrei. Warum? Weil man wüsste ….

  1. wo man schon gut ist – und das offiziell bestätigt von externer unabhängiger Stelle und
  2. wo noch Potenziale im Unternehmen schlummern – und das quantifiziert.

Fortsetzung folgt …

P.S.: Vorsorge heißt “vor der Sorge” … – also nicht erst “wenn’s zwickt”. Den Kunden predigen wir Prävention als Gebot der Stunde – wie sieht’s mit der wirtschaftlichen Prävention für Ihre Apotheke aus?

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Ridißer Johann

Änderungen von Kreditverträgen – jederzeit möglich?

von Ridißer Johann am 18.08.2011 in Finanzierung & Finanzdienstleistung

Analysen haben gezeigt, dass der absolute Großteil der abgeschlossenen Finanzierungen bis zum Kreditende unverändert läuft. Der Hauptgrund dafür liegt wohl in der Tatsache, dass einmal unterschriebene Kreditverträge von der Mehrzahl der Kreditnehmer während der Laufzeit nicht mehr überprüft werden. Dabei gibt es seit 1.1.2011 die Möglichkeit Darlehen und Kredite ohne Kosten (Kreditsteuer) zu verändern.

Warum können Änderungen sinnvoll sein?

Gerade die Berufsgruppe der Apotheker hat zumeist nur am Beginn der Tätigkeit (Apothekenübernahme, -neugründung, Einrichtung) oder bei Standortverlegungen Finanzierungsbedarf. Nach Abschluss dieser “Start-Kredite” geraten diese sehr oft einfach in Vergessenheit und laufen unangepasst bis ans Ende der Laufzeit.
In den meisten Fällen ändern sich allerdings die Rahmenbedingungen und Einkommensverhältnisse des Apothekers / der Apothekerin schon nach wenigen Jahren. Solche Veränderungen könnten auch eine Umstellung bzw. Neuausrichtung der Finanzierung sinnvoll bzw. notwendig machen.”Vergisst” man auf solche Anpassungen können erhebliche Kosten- aber auch Wettbewerbsnachteile die Folge sein.

Kostenlose Änderungen möglich

Für manche Kreditnehmer waren bisher auch die kolportierten hohen Kosten für Kreditvertragsänderungen ein Hemmschuh um überhaupt in solche Gespräche zu gehen. Tatsache ist allerdings, dass mit Hilfe entsprechender Verhandlungstaktik derzeit völlig kostenlose Vertragsumstellungen zu erreichen sind, welche dem Apotheker / der Apothekerin immense Vorteile bringen können.

Hohe Finanzierungsbeträge = große Auswirkungen

ApothekerInnen haben zumeist mit hohen Finanzierungssummen von mehr als EUR 500.000,- zu tun. Diese hohen Summen führen automatisch dazu, dass auch kleinere Anpassungen große Auswirkungen haben können. Bei einer Finanzierungssumme von beispielsweise EUR 1 Mio bedeutet einer Veränderung der Laufzeit von nur 3 Jahren und eine Reduzierung der Zinsen um nur 0,25% bereits eine Differenz von mehr als EUR 9.000,- pro Jahr bzw. 45.000,- in fünf Jahren.

Aus diesem Grund ist eine regelmäßige Überprüfung der Darlehen und Kredite zumindest alle zwei Jahre empfehlenswert.

 

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ApothekenCOACH

Aktuelle Umfrage 2011/18

von ApothekenCOACH am 18.08.2011 in Analysen

Die letzte Umfrage lautete:

Hat Ihre Apotheke ein klares thematisches Alleinstellungsmerkmal? Frau Mag. pharm. Astrid Brandstetter, Tauern Apotheke Mittersill hier gehts zum Ergebnis

 

 Die aktuelle Frage kommt:

von Herrn Mag. pharm. Robert Bacher (St. Stephan Apotheke Wattens)   hier gehts zur aktuellen Umfrage

 

Anmerkung: Stimmen Sie ab! Neben unseren äußerst informativen und interessanten Newsblogbeiträgen, wird auch unsere aktuelle Umfrage alle 14 Tage neu gestaltet und auf unserer ApothekenCOACH Startseite präsentiert. Stellen Sie sich im Bezug auf Ihr Apotheker -Daseins auch immer wieder die selbe Frage und interessiert es Sie was Ihr Apothekenkollegium dazu denkt? Dann richten Sie ihre Frage einfach an office@apothekencoach.com . Somit wird Ihrer Frage 14 Tage aktuell auf der Startseite unserer Homepage zu sehen sein und mit einem Klick kann jeder Besucher abstimmen. Eine Vielzahl an Teilnehmern ist somit gesichert.

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Schneider Johannes

Abfertigung “ALT” – Liquiditätsplanung – Auslagerung von Abfertigungsansprüchen

von Schneider Johannes am 05.08.2011 in Finanzierung & Finanzdienstleistung

Arbeitsverhältnisse, welche ab dem 01.01.2003 eingegangen worden sind, unterliegen automatisch der “Abfertigung NEU”. In diesem Fall werden mit der Zahlung von monatlichen Beiträgen (1,53% des Bruttogehaltes) in eine ausgewählte betriebliche Vorsorgekasse durch den Arbeitgeber alle Abfertigungsverpflichtungen erfüllt.

Dies ist nicht bei Arbeitnehmern, welche vor dem 01.01.2003 ein Arbeitsverhältnis begonnen haben. Hier gilt immer noch das System der “Abfertigung ALT”

Eine Abfertigungszahlung bedeutet immer eine erhebliche Liquiditätsbelastung. Zu großen Liquiditätsbelastungen kommt es, wenn z. B. mehrere Mitarbeiter gleichzeitig oder knapp hintereinander in Pension gehen.  Zum Thema wird es auch, wenn der Apotheker (Betriebsinhaber) selber in Pension geht, da spätestens zu diesem Zeitpunkt alle Ansprüche fällig werden. Daher ist eine entsprechende Vorsorge für die steigenden Abfertigungsansprüche dringend anzuraten.

Das einfachste ist, bestehende Abfertigungsverpflichtungen gänzlich auf eine private Versicherung auszulagern. (Erlass des BMF zur Rz 3369a der EStR 2000). Dabei schließt der Unternehmer für alle oder auch einzelne Mitarbeiter/innen eine Abfertigungs-Direktversicherung ab. Im Abfertigungsfall erhält der/die Mitarbeter/in direkt die Versicherungsleistung.

Die Abfertigungs-Direktversicherung bietet dem Arbeitgeber viele wesentliche Vorteile:

  • planbare und gleichmäßige Liquiditätsbelastung
  • die Prämien sind Betriebsausgaben
  • die Wertzuwächse der Versicherung müssen nicht Gewinnerhöhend aktiviert werden (nicht zu versteuern)
  • keine Versicherungssteuer (derzeit 4%) ist zu bezahlen
  • Verbesserung der Bilanzoptik – da keine Rückstellungsbildung mehr notwendig ist
  • keine Zustimmung der Mitarbeiter/innen erforderlich
  • Scheidet der Mitarbeiter ohne Ansprüche aus oder wurde zu viel Kapital angespart, ist das angesparte Kapital nicht verloren, da dieses an den Unternehmer zurückfließt.
  • u.v.m.

Es lohnt sich dieses Thema anzugehen. Meistens kommen die Zahlungen (Abfertigungen) zum ungünstigsten Zeitpunkt auf den Apotheker bzw. Unternehmer zu, wenn dafür nicht vorgesorgt wurde.

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Hauser Wolfgang

Nervige Angelegenheiten – Teil 2

von Hauser Wolfgang am 05.08.2011 in Beratung

Aus dem häufig vernommenen Satz: „Ich muss noch schnell bei der Apotheke vorbeispringen“, kann Erkenntnisreiches abgeleitet werden. 

Das Wörtchen „muss“, steht für Dinge die der Mensch ungern und/oder unfreiwillig macht.

Das Wörtchen „noch“ bringt zum Ausdruck, dass hier noch etwas unerledigt ist. Noch immer nicht erledigt ist. Auf der „to do – Liste“ steht. Ein noch zu bewältigender Aufwand.

Schnell, steht für die klare Absicht, nicht viel Zeit in der Apotheke verbringen zu wollen. Schnell rein und noch schneller wieder raus. Minimales Einkaufsziel ohne Zusatzkäufe.

Das Wort „vorbeispringen“ unterstreicht nochmals das knappe Zeitfenster und ist ein Indiz für bescheidene Parkmöglichkeiten. Im Notfall bleibt man eben mit dem Auto in zweiter Reihe stehen, weil man ohnedies nur kurz in die Apotheke reinspringt und dann wieder rausspringt. Eben nur vorbeispringt.

 to be continued  😉 

Hier zum Teil 1

Hier zum Teil 3

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Wilke Jens

Der Reiz Ihrer Apotheke

von Wilke Jens am 05.08.2011 in Beratung

“Warum sollen Ihre Kunden ausgerechnet zu Ihnen in die Apotheke kommen?” Haben Sie und Ihr Team sich schon einmal diese Frage gestellt? Sollten Sie, denn diese Frage stellen sich instinktiv auch Ihre Kunden und auch Nicht-Kunden. Es geht um die Positionierung, es geht um Alleinstellungsmerkmaleüberlebensnotwendig gerade im Apothekenbereich mit Sortimentsüberschneidungen von über 90 Prozent.

Natürlich kennen Sie den wichtigsten Erfolgsfaktor Ihrer Apotheke: Lage. Ein schlechtes oder nicht vorhandenes Konzept an einem guten Standort wird in Summe das beste Konzept an einem sehr schlechten Standort übertrumpfen (s. hierzu auch das Thema Apothekenstandort analysieren Artikel: Lohnt sich eine Standortverlegung? ). Trotzdem zeigen erfreulicherweise viele Beispiele der Branche, dass es auch Apotheken gibt, die mit einer eindeutigen Positionierung Kunden überregional anziehen können. Da diese Positionierungen meist im selbstgesteuerten Privatumsatzbereich liegen, weisen sie einen weiteren Vorteil auf: Unabhängigkeit von der Gesundheitspolitik und der nächsten Spannenkürzung im Kassenbereich.

 Drei Fragen müssen im Rahmen der Analyse der Positionierung gestellt werden:

  1. Gibt es überhaupt eine Positionierung aus Apothekensicht?
  2. Kennt das Team diese Positionierung? und die wichtigste Frage:
  3. Kennen die Kunden (und Nicht-Kunden) diese Positionierung?

Die Fragen 1. und 2. richten sich nach Standort, Kundenpotenzial und fachlicher Qualifikation Ihrer Mitarbeiter. Erst im Anschluss sind Fragen nach zu wählenden Produktbereiche (idealerweise auch nach wirtschaftlicher Sortimentsanalyse…) zu stellen. Die Antworten auf die Frage 3 ist für viele Apothekenleiter meist (selbst bei hartnäckig kommunizierten Alleinstellungsmerkmalen) ein wichtiger und notwendiger Dauerbrenner: Vermittlung der eigenen Stärken, des eigenen USP, des unique selling proposition, Ihrer herausragenden Leistungsmerkmale an die Kunden – das zählt und zahlt sich aus.

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Ridißer Johann

Vorzeitige Rückzahlung von Krediten

von Ridißer Johann am 05.08.2011 in Finanzierung & Finanzdienstleistung

Nicht immer ist die vorzeitige Rückzahlung von Apotheken-Finanzierungen mit Vorteilen verbunden. Im Unterschied zu privaten Finanzierungen sind wesentlich mehr mögliche Folgewirkungen zu bedenken.

Kreditvertragliche Vereinbarungen

Insbesondere bei Geschäftskrediten ist das sog. “Kleingedruckte” in den Kreditverträgen besonders zu beachten. Nicht selten gibt es für vorzeitige Rückzahlungen entspr. Klauseln, die zu “Strafzahlungen” (Pönalen) für solche Tilgungen führen können.

Steuerliche Konsequenzen

Zinsen von Krediten werden steuerlich geltend gemacht. Fallen nun Zinszahlungen für vorzeitig getilgte Finanzierungen weg, so erhöht sich gleichzeitig die Steuerzahlung. Der Effekt der geringeren monatlichen Ausgaben wird dadurch geschmälert und ergibt für Apotheken zumeist einen Faktor von 50%.

Verminderung der Liquiditätsreserven

Möglichst hohe Liquiditätsreserven sind für Unternehmen sehr oft der Schlüssel zum Erfolg. Auch Apotheken sollten vor Reduzierung der Reserven Überlegungen über mögliche Investitionen in der Zukunft anstellen. Für den absoluten Großteil der geschäftspolitischen Entscheidungen ist es von großem Vorteil liquide Mittel verfügbar zu haben.

Verhandlungsbasis bei Banken

Interessant ist auch die Tatsache, dass die Verhandlungsbasis gegenüber Geldinstituten für neue (und auch für bestehende) Finanzierungen umso besser ist je höher die Liquiditätsreserven sind – und zwar unabhängig davon wie hoch der Saldo der offenen Kredite ist. Anders gesagt ist es diesbezüglich daher besser Kredite nicht zu tilgen um bessere Konditionen für neue (und auch für bestehende) Kredite verhandeln zu können.

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ApothekenCOACH

Aktuelle Umfrage 2011/17

von ApothekenCOACH am 05.08.2011 in Analysen

Die letzte Umfrage lautete:

Wird die derzeitige Kampagne “Der Apothekerpreiswert” in Ihrer Apotheke an Kunden aktiv verteilt? (Frau Mag. pharm. Barbara Plass, Marien Apotheke Bad Ischl) hier gehts zum Ergebnis

 

 Die aktuelle Frage kommt:

von Frau Mag. Astrid Brandstetter (Tauern Apotheke Mittersill)   hier gehts zur aktuellen Umfrage

Anmerkung: Stimmen Sie ab! Neben unseren äußerst informativen und interessanten Newsblogbeiträgen, wird auch unsere aktuelle Umfrage alle 14 Tage neu gestaltet und auf unserer ApothekenCOACH Startseite präsentiert. Stellen Sie sich im Bezug auf Ihr Apotheker -Daseins auch immer wieder die selbe Frage und interessiert es Sie was Ihr Apothekenkollegium dazu denkt? Dann richten Sie ihre Frage einfach an office@apothekencoach.com . Somit wird Ihrer Frage 14 Tage aktuell auf der Startseite unserer Homepage zu sehen sein und mit einem Klick kann jeder Besucher abstimmen. Eine Vielzahl an Teilnehmern ist somit gesichert.

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