Hauser Wolfgang

Liquiditätsprobleme trotz steuerlich gutem Ergebnis

von Hauser Wolfgang am 20.06.2011 in Finanzierung & Finanzdienstleistung

Kommt es bei Apotheken zu Liquditätsengpässen obwohl das steuerliche Jahresergebnis gut war, so sehen sich manche Apotheker achselzuckend mit diesem Phänomen konfrontiert. Dann heißt es etwa: “Ich weiß nicht wo das ganze Geld hin ist, laut letztem Jahresgewinn müsste doch viel übriggeblieben sein!?”

In solche Situationen drohen all jene Apotheken zu geraten, welche die Finanzierungslaufzeiten nicht den Abschreibungszeiten anpassen. In der Praxis heißt das, dass die Kreditlaufzeiten oder auch Leasingslaufzeiten oftmals deutlich kürzer gestaltet werden, als es die Nutzungsdauer oder die Abschreibungsdauer vorsehen würde.

Wird eine Kreditrückzahlung beispeilsweise binnen fünf Jahren angestrebt obwohl die Nutzungsdauer acht Jahre betragen würde, so sind die steuerlich wirksamen Aufwände pro Jahr wesentlich geringer als die tatsächlich geleisteten. Verantwortlich für zu kurze Finanzierungszeiten sind einerseits die Banken, die hier das persönliche Risiko reduzieren und anderseits die Apotheker selbst, weil oft zu ehrgeizige Kreditrückzahlungszeiten bzw. Tilgungszeiten angestrebt werden.

Unsere Empfehlung lautet daher die Kreditlaufzeiten der Nutzungsdauer anzugleichen. Auch dann, wenn ggf. die steuerliche Abschreibung kürzer ist als die tatsächliche Nutzungsdauer. Die Nutzungsdauer muss jedoch verlässlich kalkulierbar sein, denn sonst kann sich der Spieß auch umdrehen.



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