Artikel vom April 2011

Hauser Wolfgang

Kostenlose Serviceleistungen des Großhandels

von Hauser Wolfgang am 26.04.2011 in Einkauf & Lagermanagement

Die Apotheken – Großhandelsorganisationen stehen im großen Wettbewerb untereinander. Dabei spielt nicht nur die Attraktivität der Konditionen eine wichtige Rolle, sondern vor allem ein großes Angebot an zusätzlichen Serviceleistungen. Mit kaum vergleichbaren Konditionsbedingungen und zahlreichen Serviceleistungen soll von einem reinen bzw. isolierten Konditionsvergleich abgelenkt werden.

Eine Menge der angebotenen Zusatzleistungen sind eine durchaus sinnvolle und wertvolle Unterstützung für viele Apotheken. Diese Dienstleistungen anzunehmen und von professioneller Quelle zu profitieren ist nicht verkehrt. Falsch wäre nur zu glauben, dass diese Dienstleistungen kostenfrei wären!

Wann immer auch Service wie „Personal für die Inventur“, „Support bzw. Zuschuss für das Warenwirtschaftssystem“, „kostenfreie Großhandelsdarlehen“, etc. angenommen wird, so wird von der Gegenseite auch ein gewisses Mass an Entgegenkommen erwartet. Entgegenkommen in Form von Zurückhaltung bei den monetären Großhandelskonditionen.

Bei den Großhandleskonditionen handelt es sich um eine der größten wirtschaftlichen Stellschrauben. Hier sollten keine Kompromisse eingegangen werden. Es ist daher bei der Qualitätsbeurteilung der Konditionen ratsam, die angebotenen Zusatzleistungen unberücksichtigt zu lassen.

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Hauser Wolfgang

Erst Personal einstellen, wenn es weh tut

von Hauser Wolfgang am 26.04.2011 in Personal

Stellen Sie Mitarbeiter nicht zum Spass ein oder aus Vorsorge, sondern nur, wenn es nicht mehr anders geht. Fragen Sie sich immer: Was wäre, wenn wir niemanden einstellen würden? Ist die zusätzliche Arbeit, die uns so belastet wirklich nötig? Können wir das Problem mit einer besseren Nutzung des Warenwirtschaftsprogramms oder einem veränderten Arbeitsmodus lösen? Was ist, wenn wir es einfach nicht machen?

Wenn Sie einen Mitarbeiter verlieren, sollten Sie ihn nicht sofort ersetzen. Probieren Sie zunächst einmal aus, wie Sie ohne ihn auskommen. Oft stellt sich heraus, dass man gar nicht soviele Leute benötigt wie gedacht.

Der richtige Zeitpunkt jemanden einzustellen, ist dann gekommen, wenn es über einen längeren Zeitraum mehr Arbeit gibt, als Sie bewältigen können und die Qualität leidet. In dem Moment tut es weh. Und genau dann müssen Sie jemanden einstellen, nicht eher.

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Hauser Wolfgang

Maximale (Zukunfts-)Sicherheit für Apotheken

von Hauser Wolfgang am 05.04.2011 in Beratung

Was sind die wesentlichsten Ereignisse, die sich negativ auf die wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit einer Apotheke auswirken können?
Es sind dies:

  1. sinkende Margen (insbesonders im Bereich des Krankenkassenumsatzes)
  2. neue Konkurrenz (durch etwaige Öffnung des Marktes)

Könnte man heute mit Sicherheit annehmen, dass sich weder die Margen noch der Marktschutz ändern würden, so wären dies wahrlich goldene Rahmenbedingungen bzw. Aussichten. Leider kann dies niemand mit Bestimmtheit voraussagen. Daher ist es allemal smarter, sich über geeignete Absicherungsmaßnahmen Gedanken zu machen.

Maximale Unabhängigkeit von sinkenden Margen im Bereich des KK-Umsatzes bringt die kontinuierliche Steigerung des Privatumsatzes. Die konsequente Verbesserung der Rahmenbedingungen für mehr Privatumsatz, ist wohl die effektivste Maßnahme der Absicherung. Natürlich steht es jeder Apotheke frei, erst damit zu beginnen, wenn die Margen bereits bedrohlich gesunken sind, oder bereits heute, wo es durchaus noch beruhigenden Spielraum gäbe?!

Wer sich bestmöglich vor (möglicher) direkter Konkurrenz absichern möchte, kann sich niemals genug Gedanken über die Standortoptimierung sowie die Beratungsqualität in seiner Apotheke machen.

Fazit: Eine, in einem tollen Apothekenstandort gelebte hohe Beratungsqualität, welche in einen hohen Privatumsatzanteil mündet, ist wohl die höchste Form von Sicherheit für Apotheken.

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Schneider Johannes

KMU Förderung gemäß §10 EStG – Kauf von steuerbegünstigten Wertpapieren wird bei unterjährigen Bilanzstichtag sehr oft übersehen

von Schneider Johannes am 05.04.2011 in Finanzierung & Finanzdienstleistung

Über den Kauf von steuerbegünstigten Wertpapieren im Rahmen der KMU-Förderung gemäß §10 EStG wird zum Jahresende immer sehr viel gesprochen – unter dem Motto am 31.12. ist es zu spät. Unserer Erfahrung nach gibt es viele Apotheken, welche einen unterjährigen Bilanzstichtag haben. Wenn dieser Stichtag für Investitionen in Wertpapiere im Sinne der KMU-Förderung übersehen wird, ist es zu spät. Der Kauf (die Kaufabrechnung ist entscheidend) der Wertpapiere muss vor dem Bilanzstichtag erfolgen. Und hier liegt oft der Hacken begraben. Oft wird nicht berücksichtigt, dass ein Kauf von Wertpapieren auch einiges an Zeit in Anspruch nimmt. Daher ein guter Tipp, genügend Zeit vor dem Bilanzstichtag einzuplanen (z.B.:  jährlich einen Monat vor dem Stichtag eine Wiedervorlage setzen) und die Sache in Angriff zu nehmen, und aktiv mit dem Steuerberater und in weiterer Folge mit dem Finanzberater dieses Thema besprechen. Es lohnt sich allemal.

Dazu ein Rechenbeispiel:
Steuerprogression 50%; Es werden 20.000,- Euro veranlagt; Nach der Behaltedauer von 4 Jahren und angenommener Performance von 3,5% ergibt dies einen Auszahlungsbetrag von 22.950,00 Euro. Durch die Steuerersparnis von 50% würde man eine Performance von 23,1% p.a. benötigen, um auf das selbe Ergebnis zu kommen wenn man die Steuerbegünstigung nicht nutzt.

Nachfolgend die wichtigsten Eckdaten zusammengefasst:

  • Gemäß §10 EstG steht UnternehmerInnen ein Gewinnfreibetrag bis zu 13% der Bemessungsgrundlage als Abzug vom steuerbaren Gewinn zu.
  • Die Höchstgrenze der Bemessungsgrundlage ist 100.000,00 Euro steuerbarer Gewinn.
  • Der Gewinnfreibetrag setzt sich aus einem „Grundfreibetrag“ und einem „investitionsbedingten Gewinnfreibetrag“ zusammen.
  • Die Höhe des Grundfreibetrages ist 30.000,00 Euro. Dieser Grundfreibetrag wird bei der Steuerveranlagung für das Jahr 2010 automatisch berücksichtigt.
  • Für Gewinne, die 30.000,00 Euro übersteigen, kann ein „investitionsbedingter“ Gewinnfreibetrag geltend gemacht werden, wenn in begünstigte Wirtschaftsgüter oder in spezielle Wertpapiere bzw. Investmentfonds investiert wird.

Die gekauften Wertpapiere bzw. Investmentsfonds müssen mindestens vier Jahre gehalten werden und können nach Ablauf dieser vier Jahre ohne Nachversteuerung ins Privatvermögen umgeschichtet werden.

Tipp:Da die Höhe des Gewinnes zum Zeitpunkt der Investition noch nicht feststehen kann, geht man am besten auf Nummer sicher und investiert einige Euro mehr. Nur dann ist gewährleistet, dass der maximale Freibetrag steuerlich genutzt werden kann.

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