Hauser Wolfgang

Auswirkungen des CHF-Kurses auf das Betriebsergebnis

von Hauser Wolfgang am 22.02.2011 in Finanzierung & Finanzdienstleistung

Für die meisten Apotheken liegt das Ende des Geschäftsjahres zwischen Dezember und März. Das ist auch die Zeit in der die Jahresabschlüsse, Bilanzen und GuVs wieder intensiv studiert werden. Für all jene Apotheker die ihre Apotheken mit CHF (Schweizer Franken) finanzieren, kann der erste Blick auf das Betriebsergebnis durchaus Nervosität auslösen. Durch die Währungsschwankungen zwischen CHF und EUR kann das zur Verringerung des Betriebsergebnisses von 50.000,– bis 150.000,– EUR führen.

Da die Währungsveränderung während der Kreditlaufzeit keine wesentlichen Auswirkungen sondern erst am Ende der Laufzeit beim Tilgungszeitpunkt auf die Liquidität der Apotheke hat, besteht absolut kein Grund zur Sorge! Ganz im Gegenteil.

Das steuerliche Ergebnis verschlechtert sich zwar signifikant. Heißt übersetzt, dass die Bemessungsgrundlage für die Steuer sinkt und daher auch die Steuerlast entsprechend sinkt. Das ist nichts Negatives sondern sehr Positives für den Kreditnehmer bzw. Apotheker.

Fazit: Da weniger Steuer geleistet werden muss, bleibt dem Apotheker (trotz schlechter Zahl beim Betriebsergebnis) erheblich mehr Geld in der Kassa. Dieses Extrabudget bzw. diese Extra-Finanzspritze wird der sorgfältige Apotheker diszipliniert zur Seite legen und ansparen. Den diese wertvollen Rücklagen werden eines Tages mit Sicherheit wieder benötigt, wenn sich das Währungspaar (CHF : EUR) wieder in die andere Richtung entwickelt. Denn dann kommt es zum umgekehrten Effekt.



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