Artikel vom Dezember 2010

Wilke Jens

Optimale Rahmenbedingungen für mehr Diskretion an der Tara

von Wilke Jens am 20.12.2010 in Beratung

Uns allen hinlänglich bekannt: Des Apothekers Alleinstellungsmerkmal ist die Beratung! Wer die Beratungsqualität in der Apotheke erhöhen will, benötigt jedoch neben fachlich kompetenten Mitarbeitern auch entsprechende Diskretion im Beratungsgespräch. Mehr Diskretion schafft deutlich bessere Kommunikationsbedingungen. Sowohl Mitarbeiter als auch Kunden können sich entspannter auf das Beratungsgespräch einlassen. Damit zieht die Apotheke vermehrt beratungsaffines Publikum als Zielgruppe an, sie stärkt Ihre Positionierung – ein Umsatzplus ist die logische betriebswirtschaftliche Konsequenz.

Doch wie kann nun (idealerweise auch ohne bauliche Maßnahmen) eine Optimierung der angesprochenen Rahmenbedingungen stattfinden?

1. Ausnutzung „verwaister Neben-Taraplätze“

Jede Apotheke hat Ihre klassischen „Hauptbedienplätze“. Häufig gibt es in Apotheken neben den stark frequentierten Haupt-Taraplätzen aber auch seitlich gelegene – oft „verwaiste“ – Nebenberatungsplätze. Eine ganz gezielte Mitarbeitereinteilung auf diesen Plätzen und eine höfliche „Umleitung“ der Kunden an diese Stellen hat erfahrungsgemäß bereits große Wirkung. Ein aktives Empfangen der Kunden im Freiwahlbereich signalisiert darüber hinaus, dass die Mitarbeiter dem Kunden im wahrsten Sinne des Wortes einen Schritt entgegengehen.

2. Bodenmarkierungen als Orientierungshilfe

Am Boden angebrachte Linien zur Diskretionswahrung kennen viele der Kunden aus anderen Bereichen. Diese Markierungen stellen sanfte und gewollte Barrieren zur Wahrung der persönlichen Intimität dar und werden vom Großteil der Kunden entsprechend positiv wahrgenommen. Eine pfiffige und nette Beschriftung wie „Pole Position“ erhöht erfahrungsgemäß die Akzeptanz solcher Maßnahmen und macht gleichzeitig sympathisch.

3. Infos über Bildschirme

Apotheken, die über Informationssysteme mit Bildschirmen verfügen, können die Bitte entsprechenden Abstand zu halten, auch über diesen Kanal kommunizieren. Mögliche Hinweise wie „Diskrete Beratung ist uns wichtig – danke dass Sie Abstand halten“ sensibilisieren viele der Kunden für dieses Thema.

4. Tipps für Umbau oder Neubau

Wer im Begriff ist, seine Apotheke umzubauen oder in der glücklichen Lage ist, diese neu zu errichten, sollte sich mit seinem Einrichter intensiv Gedanken zum Thema „Beratungsdiskretion“ machen. Positionierung der Taraplätze im Raum, abgehängte oder intelligent positionierte Regalelemente schaffen Kommunikationswelten, in der das Apothekenteam seine Beratungsqualität und somit seine Urkompetenz voll ausspielen kann!

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Hauser Wolfgang

Einfluss von Ärzten auf das Apothekenergebnis

von Hauser Wolfgang am 20.12.2010 in Marketing

Dass die Ärzte mit deren Verschreibungspraxis u.U. erheblichen Einfluss auf das betriebswirtschaftliche Ergebnis von Apotheken haben können, ist allgemein bekannt. Viele Apotheker denken dabei in erster Linie an den Kassenumsatz. Unsere Analysen haben eindeutig gezeigt, dass auch der Privatumsatz in Apotheken von Ärzten beeinflusst wird. Positiv wie negativ.

Das die persönliche Chemie zwischen Apotheker und Arzt stimmen muss, ist allseits verständlich. Diese zwischenmenschliche Chemie ist bei manchen Ärzten wirklich schwer erreichbar bzw. aufrecht zu erhalten.  Es nützt aber nichts, denn die Kooperation zwischen Arzt und Apotheker gleicht einer Zwangsehe über mehrere Jahrzehnte. Eine Beschädigung der Beziehung zum Arzt kostet nicht nur viel Nerven, sondern auch viel Umsatz bzw. Rohertrag. Hier gilt es, auch wenn es sehr schwer fallen mag, eine professionelle distanzierte Haltung einzunehmen.

Interessanterweise zeigen unsere Analysen sehr deutlich auf, dass insbesonders sehr engagierte und innovative Apotheker, oftmals besonders von Beziehungsstörungen mit Ärzten berichten. Dabei zeigt sich immer wieder, dass sich Ärzte gerade durch diese besonders engagierten Apotheker in irgend einer Form in ihrer sozialen Stellung bzw. Wertschätzung bedroht fühlen. Dadurch kann es zu irrationalen bzw. abschätzige Äußerungen ggü. Patienten kommen, welche sich gerade in den Beratungsbereichen des Privatumsatzes negativ bemerkbar machen.

Wenn möglich, ist es daher ratsam, die Ärzte bei diversen Innovationen mit ins Boot zu holen. Spezialvorträge, Kundenzeitschriften, Fachartikel, Eigenzubereitungen etc. sollten daher immer unter Miteinbindung der Ärzte erfolgen. Eine clevere Maßnahme im Bereich des strategischen Marketings.

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Schneider Johannes

Vermögenszuwachssteuer – Wertpapier KESt

von Schneider Johannes am 17.12.2010 in Finanzierung & Finanzdienstleistung

Seit einigen Tagen gibt es mehr Klarheit über die neue Wertpapiersteuer, welche mit 01.01.2011 in Kraft treten soll. Gegenüber dem schon länger bekannten Entwurf gibt es nun einige Änderungen. In einigen Teilgebieten wurde aufgrund massiver Widerstände der Fondswirtschaft der Gesetzesentwurf zu Gunsten der Anleger entschärft.

Nachfolgend haben wir die wichtigsten Punkte aufgegriffen.

  1. Die neue KESt gilt für Aktien, Fonds und alle anderen Wertpapiere.
    Die neue Steuer betrifft grundsätzlich alle Wertpapiere (dazu gehören auch Investmentfonds), die ab dem 01.01.2011 gekauft und ab dem 01.10.2011 verkauft werden. Die Steuer wird automatisch von der Bank eingehoben und anonym an das Finanzamt überwiesen.
  2. Die (neuen) steuerlichen Regeln für Investmentfonds
    Für Fonds fällt künftig KESt auf zwei Ebenen an. Die erste Ebene betrifft die Kursgewinne, die innerhalb des Fonds erzielt werden. Die zweite Ebene betrifft den Gewinn beim Verkauf der Anteile. Auf der ersten Ebene gab es auch schon bisher eine KESt. 20 Prozent der Gewinne waren mit 25% KESt zu versteuern, was eine Steuerquote von 5% ergab. Ab 01. 07.2011 steigt die effektive Steuerquote auf 7,5%, ab 01.01.2012 auf 10 %, ab 01.01.2013 auf 12,5 % und schlussendlich ab dem 01.01.2014 auf 15%. Das heißt, dass von derzeit 20 Prozent der Gewinne ab 2014 60% der Gewinne versteuert werden. Diese Steuer betrifft auch Altbestände.
    Die zweite Ebene tritt beim Verkauf der Investmentfonds in Kraft. Dabei werden die restlichen 40 Prozent der Gewinne versteuert. In diesem Bereich werden Altbestände nicht versteuert.
  3. Gegenrechnung von Verlusten
    Intern erzielte Kursgewinne und -verluste dürfen gegengerechnet werden. Ev. Verluste verfallen nicht und können auf kommende Jahre übertragen werden. Die Gegenverrechnung betrifft ausschließlich den fondsinternen Bereich.
  4. Fondsgebundene Lebensversicherungen
    Lebensversicherungen sind von der neuen Steuer nicht betroffen. Eine Änderung gibt es bei Lebensversicherungseinmalerlägen. Hier wird die steuerliche Mindestlaufzeit von bisher 10 Jahre auf 15 Jahre erhöht. Dies gilt für Verträge, die ab 01.01.2011 abgeschlossen werden. Bei den monatlichen Sparplänen gibt es keine Änderungen.
  5. Am 22. Dezember soll die neue Steuer endgültig beschlossen werden
    Bis dahin sind noch kleine Änderungen in den Parlamentsausschüssen möglich.  Am Grundgerüst wird aber nicht mehr gerüttelt werden.

Wichtig für jeden Anleger ist, wenn es möglich ist noch heuer zu investieren. Eine weitere wichtige Information für jeden Anleger ist, dass es keinen Grund gibt Anteile wegen der neuen Wertpapiersteuer zu verkaufen. Alle Anteile, welche bereits am Depot liegen, genießen einen wesentlichen Steuervorteil gegenüber im nächsten Jahr neu gekaufter Anteile.

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ApothekenCOACH

Wie denkt das Apothekerkollegium?

von ApothekenCOACH am 17.12.2010 in Analysen

Sie haben ab sofort die Gelegenheit herauszufinden, wie Ihr Apothekerkollegium denkt. Mit unseren aktuellen Umfragen unter dem Motto: „Ihre Meinung ist uns wichtig“, können Sie ab sofort Ihre ganz persönliche Frage an Ihr Apothekerkollegium richten. Themen, die Sie immer schon interessiert haben, finden ab sofort ein repräsentatives Meinungsbild. Ihre Frage wird jeweils 14 Tage auf unserer Startseite zu finden sein. Da die Antworten vollkommen anonym erfolgen und alle Besucher deren Meinung mit nur einem Klick kundtun können, ist eine große Teilnahme gesichert.

Ihre Frage richten Sie einfach an office@apothekencoach.com

Die aktuelle Frage kommt von Mag. pharm. Dr. Dietmar Rakowitz (Apotheke zur heiligen Margaretha in Groß Gerungs)

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